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Periodical volume Nr. 71, 30.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Es fei richtig, was Herr Richter sagte, daß inan früher 
glaubte auszukommen, aber das war noch vor der letzten 
Gehaltserhöhung. 
G.-V. Dr. Aliders (Dnat.) wendet sich gegtn eine 
Bemerkung des Vorredners und sagt, daß er nicht Führer 
des Rechtsblock, nicht einmal Primus inter parcs sei. Ec 
könne auch nicht dein letzteren Vorschlage auf 50 v. H. 
folgen. Wenn sich nach dem 1. April die Notwendigkeit 
höherer Steuer ergäbe, werde er nicht davor zurückschrecken. 
, Er wendet sich gegen die Ausführungen des Herrn Buth 
und meint, wenn man ferner gewisse Aeußerungen im 
Plenum verwende, um feine Partei in Mißkredit gu 
bringen, werde er daraus die Folgerungen ziehen. Er 
spreche stets sehr vorsichtig und wäge seine Worte, wenn 
man eine Ironie nicht verstehe, so könne er nichts dafür 
Er wisse, was er sage, man sei ihm dialektisch nicht ] 
gewachsen. 
G.-V. Thomsberger (Dem.) erklärt, daß er auch 
vor der Dialektik eines Oberlehrers Dr. Anders nicht 
zurückschrecke. Er möchte nur den Ausspruch eines Mannes 
im Ausschuß hervorheben, der sagte: Wir haben gewußt, 
daß wir nicht zurecht kominen. 
Es kommt zur Abstimmung. G.-V. Thomsberger 
beantragt namentliche Abstimmung. Für die Erhöhung 
stimmen: Bürgermeister Walgcr, Schößen Schildberg und 
Friedet, G.-V. Buth, Dicderich, Gicse, ^>r. Hasse, Kaw- 
mackn, Laonhardt, Lüdccke, Luders, Mäulbecker, Nitz, Pi-: 
niak, Schipfmann, Leo Schultz, und Thomsberger. Da-' 
gegen stimme«: Schöffen v. Wrochem, Ott und Ebers, 
G.-V. Altmaiih. Tr. Anders, Deitmer, Dreger, Endee 
mann, Hannemauu, Korsch, Lange, LaSkus, Lctzmcnt, Dr. 
Lohmaun, Loos, Hugo Richter, Paul Richter, Sarrazin, 
Siebert, Schönknecht, Dr. Schultz, Thomas, Tolle, Uhlen 
brock und Westpfahlen. Die Erhöhung der Steuern ist da-. 
her mit 25 gegen 17 Stimmen abgelehnt. 
(Schlich folgt.) , , 
OststiadmcMr^ 
stkiachbr, unsrer o-OriginalarUkel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Vereidigung der Fricdcnaucr Beamten. Die Beam 
ten aus unserm Nathause sind gestern durch Herrn Bürger 
meister Walger auf die NeichsverfassUng vereidigt 
worden. 
o Sonnige Frühlingstage sind jetzt eingekehrt. Dia 
milde Witterung wirkt belebend aus die Natur. Im ersten 
satten Grün prangen die Sträucher; dicke Knospen an 
den Bäumen stehen vor dein Aufbrechen und nicht lange 
mehr, so ivird sich das grüne Lanbdach wieder über unsern 
Köpfen wölbe». Auch das Blühen hat schon lange be 
gonnen. Krokos und Tulpen schießen aus dem grünen 
Rasenteppich hervor, dazu gesellen sich Schneeglöckchen, 
ebcrbluuieu, Beilchcu und andere Frühlingsblumen. Wer 
jetzt durch unsere Gartenstraßen wandert, wird Freude 
empsindcn an dem jungen Frühlingsschmuck, der all überall 
in den Vorgärten und Anlägen uns entgegentritt. Beson 
ders anziehend ist ein Vorgarten in der Handjerystraß: 
neben dem Hause der Goßnerschen Mission. Noch mehr 
aber spüren wir „vor den Toren der Stadt" den be 
lebenden Hauch des Frühlings. In Wald und Feld ein 
Keimen und Sprießen; die Lerchen heben sich wieder in 
die Lüste und hier und ha hören wir auch im Waide 
schon Vogelfang. In den Laubenkolonien herrscht ge 
schäftliches. Treiben. Der Kleingarten wird neu hergerich 
tet. die Frühlingssaat kommt in die Erde. Spinat, Ra 
dies und andere Pflänzchen, die uns den Magen zu füllen 
bestimmt sind, sind im Wachsen, Unserm Böden fehlt nur 
noch ein schöner warmer Regen, um das Wachstum zu 
beschleunigen. Am Sonnabend schien es so. als sollte- er 
kommen. In der 8. Abendstunde stellte sich das erste 
Gewitter in diesem Jahre ei». Grelle Blitze, scharfe Dvu- 
nerfchlägc und ein Regenguß. Doch schnell tvar alles 
vorüber und am aüderen Morgen strahlte wieder die 
Sonne aus cinein fast wolkenlosen Himmel. Wir gehen 
dem Osterfeste entgegen. Die Osterbotschaft vom neuen 
Leben wird uns in der Natur zu allererst klar. Mag 
es mit dem Wetter so bleiben, damit wir aii den Feft- 
tagei, uns beim Ausflug ins Freie au dem Werden der 
Natur erfreuen können. 
o Emsil Stcittcketz f. Ein alter Friedeiiaucr hat 
wieder einmal die Augen zu», letzten Schlummer zuge 
dacht. Am Sonntag, d. 28. d. Mtsl verstarb an den Folgest 
eines Schlagausalls, den er am WcihUachtstage inmitten 
froher SängerSleute beim Frühschoppen erlitten, der 
Klempnermeister Einil Steinmetz, Rheinstr. 01, im 
Alter von 70 Jahren. Ein reiches, arbeitsames, von 
manchen Schicksätsschlä'gen heimgesuchtes Leben ist damit 
zum Abschluß gekommen, „Vater Steinmetz", wie man 
ihn ällgcüieiii ckacknte, war dreimal in den heiligen Stano 
der Ehe eingetreten: Seine letzte Fraü ging ihnt' vor 
einigen Jahren in die Ewigkeit voraus. Von seinen Söh- 
ncn wurde der eine bereits im Jähre 1914 verwundet. 
Bei dem Rückzug von der Märne geriet er mit vielen 
sttibercn Verwitndeien in französische Gefangenschaft. Seic- 
dem ist cs verschollen. Wahrscheinlich ist er seinen Wunden 
damäls erlegen. Der jüngste Sohn fiel an der Lorerco« 
höhe, ckachdem er sich zuvor das Eiserne Kreuz erworben 
hatte. Emil Steinmetz besaß außer seiner Klempnerei ein 
Spielwarengeschäft, das als das erste und auZwahlreichstc 
in Unsere,ii Orte angesprochen werden kann. In weiteren 
Kreisen unserer Bevölkerung wurde er als langjähriger 
Führer unserer Freiwilligen Feuerwehr bekannt. Schon 
frühzeitig trat er in die Feuerwehr ein und wurde 'nach 
deren erstem Führer Eggers an die Spitze der Wehr ge 
stecht. Länger als 25 Jahre führte er die Wehr, bis 
er wegen seines hohen Alters zurücktrat. Die Wehr ehrte 
ihn bei seinem Abgang durch Ernc,nnung zum Ehrenobe» 
brandmkistcr, als der er mit der Wehr auck ferner dauernd 
Fühlung behielt. Er erhielt s. Zt. auch den Kronenvrdcn 
"üb das, Ehrenzci.ck^^ für . Feuerwehrleute. Vater Stein 
Metz war aber auch ein froher Sängersänann, der säst, 
40 'Jahre singendes Mitglied deS Friedenauer Männer- : 
Gesang-Vereins 1875 war. Auch dieser Verein hatte ihn! 
schön vor mehreren Jahren zu seinem Ehrenmitglied^' 
gemacht. Ferner war Steinmetz Mitglied anderer Vereine, 
und war auch ehrenamtlich sür unsere Gemeinde tätig. 
Er war mit einer der prstcn Gemeindeverordncten Fric- 
dgnauS bis zum Jahre 1900, in welchem Jahre,er selbst 
von seinem Amte zurücktkat. Sein ällSzeit biederer, reclft-- 
schasfendr Charakter hat ihm viele Freunde im Orte ver- 
schasst, die nun mit den Angehörigen trauernd an scindr' 
Bahre stehen. . ) 
o Rückgabe der Mietsverträge. Der Mieterbund Frie 
denau gibt bekannt, daß die ihm i. Zr. überlassenen Miets 
verträge am Mittwoch und Donnerstag nachmittags von 
5—7 Uhr gegen Rückgabe her Quittung ausgehändigt wer 
den. (Siehe Anzeige». 
o Zechpreller. In eine hiesige Likörstube kan, ein 
Ehepaar und bestellte einen Likör. Als der Wirt den Likör 
cingegosscn hatte, klingelte der Fernsprecher, her Wirt 
ging an den Apparar. Als; er bald darnach in das Lokal 
zurückkehrte, sah er nur noch, wie das Ehepaar die Tür 
von draußen zumachte. Das Geld sür den Schnaps war 
cS schuldig geblieben. , 
v (rün frecher Diebstähl wurde gestern Vormittag in 
dem Stoss- und Nöstergeschäst von'Kurth, Rheinstr. 31, 
verübt. Ein Mann kan, in den Laden, stellte au die 
Inhaberin eine Frage und ging dann wieder hinaus, 
während Frau Kurth in die Küche ging. .Als sie nach 
10 Minuten wieder in den Laden kam, bemerkte sie, daß 
ein Ballen Stoss fehlte. Der Mann, der die Frage ge 
stellt harte, hatte beim Hinausgehen die Tür nur ange 
lehnt und war, als die Geschästsinhaberin in die Küche 
gegangen war, schnell wieder in den Laden getreten, um 
den Stoffballen zu stehlen. Möge der Vorfall unseren 
Geschäftsleuten zur.Warnung dienen. 
o Einbriickadicbstahl. Im Hause Sponholzstraße *50 
wurde in der Nacht vom Sonntag zum Montag ein Ein- 
bruchsdicbstahl verübt. Tie Spitzbuben erbrachen den 
Hühnerstatl des Hauswirts und entwendeten 1 Hahn und 
0 Hühner. Ferner drangen sic abends zwischen 8-11 Uhr 
in eine im Erdgeschoß gelegene Wohnung und entwendete» 
einen Pelzmäntel, Seidenkleider u. a. Von den Dieben 
fehlt jede Spur. ^ 
die Schüler, die sich der Technischen Nothilse zur Verfügung 
gestellt haben. Er warnte sowohl vor der -offenen, wie 
vor der verkappten Diktatur des Proletariats und verlass 
eine Erklärung seiner "Fraktion, die sich tm wesentlichen 
gegen die. verbrecherische Entfcssclüng hes Generalanst- 
ständeS wendet. Obebbürgermeister TominieuS lehme 
in feiner Erwiderung es ab, hohe Politik in den Kreis 
der Erörterungen dieses Hauses zu ziehen. Er schildert 
zujpder Truppen verlangt. Tie Zivi, 
verurteilte er auf das entschiedenste. Der Leitstern.seiner» 
städtischen Politik sei stets die Versöhnung der Parteien 
gewesen. Auch er erkenne die Verdienste der Einwohner 
wehr während der letzten Wochen uneingeschränkt an. In 
später Nachtstunde wurde dem Antrage ziigc.stimmtz 
B-i unserm Fortzng n-4 Biltccstld. Lindenstraße 8, 
sagen mir allen guten Freunden und Bekannten ein herz 
liches Lebewohl. „ 
Lr. Beutill. Geh. SauttStsrat 
und Frsu. 
Vereins-ÜackrLckten 
)( Großdeutschc Frcihcitspartei. Die hiesige Ortsgruppe hat 
am Mittwoch, den 31. Marz, ihre Mitgliederversammlung im 
„Prinzen Handjery", um 7h, Uhr abends. Alle Mitglieder, Freunde 
und sonstige Interessenten sind eingeladen. 
)( Verein ehemaliger Aberturicntcn des Friedenauer Neal- 
ghmnäslüms. Der Bierabend am Donnerstag, den 1. April fällt aus. 
SchSneb'erg 
- A Tie Pütfckvorgäügc in Schäitcbetß. Die Schöne- 
borger Stadtvcrvrdn.-Vcrsäwmlüng beschäftigte sich gestern 
mit dem von »ns bereits mitgeteilte» svziäldemokrätiscken 
Antrage auf Einsetzung eines Ausschusses vöii 13 Mit 
gliedern zur Untersuchung aller mit deüi Putsch Kapp- 
Lüttwitz zusammenhättgeitden Vorgänge, soweit sie sich 
auf Berliu-Schönebcrg beziehe». Vor ziemlich besetztem 
Hause gedachte eingangs der stellv. Siädtverordneteüvor- 
stche-r Lyzcaldircktvr Tr. Lank erb ach (Dein.) der Hand 
von Abenteurern, die einest verbrecherischen Anschlag auf 
die Freiheit des deutschen Volkes untertioütiNon haben. 
Der Putsch sei kläglich zusannuciigebrochetl an der tat 
kräftigen Entschlossenheit unseres deutschen Volkes. Leider 
seien auch in Schöneberg Opfer zck beklagen. Er hege 
den Wunsch, daß das vergvsscbe Blut die Gegensätze 
nicht vergrößern, soiidern versöhnen ntöge, damit sich 
das deutsche Volk zusaMntenfickdek zck geinöiiisaiüer nth- 
wendiger Llrbeit. (Die Verfatnmlutig hatte sich während 
dieser Ansprache von den Sitzen erhöben,) Stadtverord- 
netenvorstcher Ezeminski (Soz.) begründete in länge 
ren Ausführungen den Antrag seiner Fraktion und geißelt, 
die Desperadepolitik der Gruppe von Menschen, die immer 
aus der Not des Volkes ihre Propaganda holten. Erfreu 
licherweise hätte das ganze Volk, vom höchsten bis zum 
untersten Beamten, der versassungstztäßigcn Regierung bei 
gestanden. Im Gegensatz zum 9. November 1918, an 
dein keinem Schöncbergcr Bürger ein Haar gckrümnit sei, 
seien jetzt Ofsiziertrupps in Schöneberg eingebrochen und 
hätten städtische Häüser besetzt. Er müsse die Frage aus 
werfen: „Woher sind sie gerufen?" Ein Oberstadtsckretär 
aus dem alten Ralhause soll sie dahin gerufen haben, soeit 
der Pöbel das alte Rathaus stürmen wolle. Tie Offi 
ziere hätten hier provoziert und schikaniert, den Kaiser-, 
Wilhelm-Platz abgesperrt und Leute ftnit Kolben.geschlagen. 
Ausfällig sei, daß der Oberbürgermeister Toininicris die 
Beamten immer noch.nicht auf die Verfassung vereidigt 
hätte, Ani 13, März soll er den zur.Mexeidigung einge- 
fundenen Beamten erklärt haben, hiervon, vorlärchig Air- 
stand zu nehmen, um sie nicht in..Gewissenskonflikte.zu 
briiigen. Auch die Schönebcrgcr Bcämtanschast. habe sich 
von der patriotisch?!, Bewegung völlig.ferngehalten und 
trotz des von der..Regierung angeordneten. Generalstreiks 
weitergearbeitet.. In den Schulen, härieck die Oberlehrer 
die Jugend im deiirschnätionalen Sinne rrnr'errichtcc.'Red 
ner sprach schließlich für die Einsetzung von Bolksgerichtzen 
und restlose Konfiskation des Vermögens der Verbrecher. 
Stadtv. >Tr, He.pß (Dem.), machte'gleichfalls längere po 
litische Ausführungen allgemeiner Natür und bcklaqte es. 
daß. die Generale die , alle preußische Tradition erniedricr 
hätten. Stadtv. Oberlehrer Pflüg (Neue Fr.) begrüß e 
gleichfalls den Antrag namcüs, seiner. Fraktion, da sie 
ein gutes Gewissen habe. Bedauerlich sei die Abgabe» 
der Waffen per Ofjizicre im alten Rathaus gewesen, sd daß 
eine tierische Meute über die Waffenlosen herfalltü koniike. 
Anderprscits. verteidigtc er. kbionvors das VerWtcn der 
Einwohnerlvehr. Diese hätte chhe Pjltchr Voll ersüllh ebenso. 
<SS*SSStm BÜ 1 
BWHh «Hm Wförffe 
M Wrlmershsrf erhebt ckfir lidlu Httüdert Zu 
schlag zur Gcmcßndccintommcnsteuer, Tie Siadtperord- 
ncten hatten sich gestern mit der Frage zu beschäftigen, 
in welcher Weise der Ausfall des lausenden Rechuungsjah- 
iim 25 Prozent auf 325 Pröz. erhöhe. Stadro. Hosche- 
(Soz.) stimmte der Mägistratsoorlage'zti. Sthlietzlich wurde 
um 25 Pröz. auf'325 Proz. 'zu erhöhen. sStadtv. Hosch 
der Häushaltsvobünschläg tnit 34542 000 M. festgestellt 
lvar. —. Ferner befragten die Sradkv. L ü 8 e in ck it n Und. 
Genosse«chcu Magistrat über das vdu'ihm zUpBerühigung 
und zitm Schutze der Wilmersdotser E'imr'ohner Veranlaßte. 
In mehrstündiger Rede beschäftigte sich .Stadtv. Dr. Holz 
(Soz.i mit der Einwohnerwehr, die anscheinend zu 
schwach sich gefühlt habe, das völlig ünbcdrohte Lrbeus- 
mittclauit in der Withelmsaue zu schützen, denn Mariue- 
yiannschasten unter Führung des Kapitäns GörueL hätten 
dazu den Auftrag bekommen. Dieses Dekachemetzt ent 
sandte auch die Patrouillen, decken am 26. März der 
Briefträger Dornbusch zum Opfer siel. Weiter sei der 
Sitzungssaal 25 im Rathaüse als Depot für Mäschiueuge- 
wehpe und Handgranaten benutzt worden, und zivar von 
Beachten des Magistrats, die so geringes Vertryneu zur 
Einwohnerschaft hatten, Maschincngewehrc in cineih pss'ent-' 
licken Gebäude seien eine Provokation. Mgis konhie doch. 
nicht glaubeii, daß der Bürgermeister gestohlen werden 
würde. Södann wurde das Postamt jn PclagerjingLzn- 
stand versetzt, der Nikolsburger Platz in lächerlicher Weise 
ckiit Stacheldraht iichgeben, die Schulen dem Unterricht 
entzogen. Die Einwohnerwehr habe sich zu Schengen der 
Meuterer gemacht. (Psüift Die Leite»r der höherensSchulen 
haben die Schüler der SekundfU ftind Prinieii zchn Ein 
tritt ,>' n die Einwohiiersvehr acksgexordert, Nnterjsrtianev 
im Älter, von 13 -15 Jahren seien zlim Munitionsirans 
port herangezogen. wordesi. R.edcker forderte sodann Ab 
gabe sämtlicher Waffen. Von der sofort zu demobilisieren 
den Einwbhjlertve.hr, bch» beitpn ein Teil nur. dew 
Putschisten geineillsäsne Sache gewacht habe. (Zurufe: Dia 
Waffen sind längst verschoben». Nachdem.Oberbürgermeister 
Habertnann auf die Angriffe geantwortet hatte, * wurde 
nach längerer Aussprache die Einsetzung eines UnterK 
snchnngsaüsschusses heschiosseg. . , .... ^ ' 
8Ä Die LhärlottpUbirrger StcrLtberörd»cLeut«rsamm>- 
lifttA beschäftigte sich . gestern in bis in die Ägchtstundew 
hineilt währeckdcji Erörterungen mit folgender sozigld-e- 
wokratischer.Ansräge:.,,J.n welcher Weise ist der Magistrat 
gegeck diejenigen Beaniteli cittgeschritren, welche,sich durch 
Melduüg alS Zeftsreiwillige zür Verfügung der unter 
dem Befehl von Ääpp und Lisitwitz stehenden Mciirerer, 
gestellt haben und in welcher. Weise gsdonkt er gegen die 
Dezernenten, vorzugehen, die zu diesem Zweck Urlaub er 
teilt haben." Nach längerer cchregter Aussprache wurde 
beschlossen, einen Ausschuß von 9 Stadtverordneten und 
4 Mttgistratsinitgliedern zu wählen, die eine Untersuchung 
.über alle mit deni Putsch znsaminenhängenden Vorgänge 
veranstalten und in eine Prüfung darüber eintreten soll, 
tvie weit sich der Oberbürgermeister Dr. Scholz schuldig 
gemacht Hatz. , . ,, 
Oste 
Speis ,, .. 
billig? Ein Ei enthält aber mehr Nährwert und snr 
den Aufbau des Körpers. viel wertvollere Stoffe als man 
ches andere fragliche -RahrnilgSmitkeh zu.ainentlich Gefrier 
fleisch u. ä. Wer sich zum Osterfest mir Eiern eindecken 
will, sei auf düs Eier-Eiiifuhrgeschäst von I. S. Nepmann, 
Hcxtelstr. 3,» hingewiesen, das Eier im'Großen wie inr 
Kleinen .verkackst. 
Derantw, Schriftleiter: Herm- MartintuL in Friedenau» 
Bei 'Bc.trieb.ZstöUMg, Streik usw. hat de? Bezieher keinen Anspruch 
auf Licfcrung ober Nachliefcrung desLosat-Anzeigers oder auf 
Ru'lkzahmtlg des Bezugspreises. 
CWi’ 11' a Veit b e jfii it.ds^üfckst!) sitze % c gc n werden die Ber- 
käMsreffen her .Gdwdinde, Fdubigstr. unh Goßlerstr., am 
Mittwoch, dk!i 3,1. Mäkz um 5 Uhr nachüliitägs geschlossen. 
AdAiil-Jriedenaüs deß 30. März 1920. Der Gemeindet 
porstand. I. V.- Fricdel. 
Beknnntmechuug. 
In der Wdche tzoni 29.. März bis, 4. April gibt es 
auf,.die 10 Abschnitt? der Nr, 14 der Fleischkarte 250 
Grain in Rindergekrierfteffch mit eingewachsenen Knochen 
zum Preise von l!,0h.M. Der Verhaus findet am Don 
nerstag, den 1. Aprsl von 8 1 und 4—7 Uhr und 
Sonnabend, den 3. April von 8-1- ünd 4—7 Uhr statt. 
Perliii-Friedenattz dxn 30. März 1920. Der Gemcriidrvor> 
-Lsnd^ 
C 
m 
GeSildrLe Lame 
inöchie wegen Aiangel an 
.nulg alt. Herrn die 
rschaft führ. Angel', u. 
' an den Fried. L.-B 
Suche Beschästigung an 
Reparaturen von 
clektr. Anlagen 
Dcnckewitz; Eleclrvnwntcur, 
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nächst!. IV Kochler, Fre- 
gestr, M. 
iiuae m 
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