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Periodical volume Nr. 68, 26.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

rem!) Er hätte es aber schon vermeiden muffen, daß ein 
Beamter des-Rathauses Führer der Wehr wurde. Im 
Untersuchungsausschuß werde man sich auch mit dem Anits- 
vorsteher von Friedenau und so weit möglich, dem von 
Steglitz beschäftigen müffen und wie weit sie schuidig sind 
an den Krawallen. (Aha! rechts; Zuruf au8 den Zuschauern; 
Gebt ihm die Papiere; der Gemeindevorsteher ist doch der 
selbe wie der Amtsoorstehcr; Heiterkeit). 
G.-V. Kanrrowski (Soz.) wendet sich noch gegen 
einige Ausführungen des G.-V. Dr. Anders und des Bürger- 
rtleisters, besonders wegen'seiner Kennzeichnung von Offi 
zieren. (Bürgermeister Walgcr: Sie sprachen von Offizieren 
als.von Verbrechern.) Das habe er nicht gesagt. Die 
Offiziere, die aus dem Vodcn der Verfassung stehen,. 
■4n allen Ehren. Jene aber nenne er Verbrecher, 
die den Anschlag unternommen haben. In einet 
demagogischen Art versuche man hie: beide in einen Topf 
zusammenzuwerfen (Zurufe), damit man nachher sagen könne: 
der Kamrowski habe die Offiziere Verbrecher genannt. Nur 
die Offiziere, die mit den Koppleuten sympathisiert haben, 
haben sich verbrecherischer Handlungsweise schuldig gewacht. 
Offiziere der Warlburgkompaguie haben in gerechter Weise 
ihr Lo8 gesunden; ihnen ist nur heimgezahlt worden, was 
sie verschuldet halten. Im Ausschuß soll der Herr Bürger 
meister nicht Mitglied sein. (Zuruf: Er soll als Zeuge ver 
nommen werden. (Heiterkeit.) 
1 • G.-V. Maulbecker (6. k. Fr.) legt dar, daß der Ge 
meindevorsteher nach den bestehenden Bestimmungen sehr 
wohl Einfluß auf die Einwohnerwehr haben konnte. 
' 'G.-V. Dr. Anders (Dnat) wendet sich gegen einige 
Angriffe, die gegen ihn als Lehrer erhoben 'wurden. 'In 
der- Schule, treibe er keine Politik, was er außerhalb des 
Amtes" mache, sei ihm erlaubt und könne ihm niemand 
vorwerfen. (Zustimmung.) 
Nachdem G.-V. Dr. Anders und G.-V. Maul- 
b e ck e r noch einige persönliche Bemerkungen gemocht haben, 
wird dem demokratischen Antrage auf Einsetzung eines 
Untersuchungsausschusses zugestimmt. 
' Protest der demokratischen und sozialdemokratischen 
Traktion gegen die Aufhebung der Vertreter-Sitzung 
vour 18. Marz. 
Nach kurzen. Erklärungen der G-D. Kamrowski (Soz.) 
und Leonhardt (Dem.) sowie des Bürgermeisters Walger über 
Auslegung einzelner Bestimmungen der'Geschäftsordnung, 
wird dieser Punkl an den GcschäflSordnungSauLschuß ver 
wiesen. - - « , 
'Protest dctsclben Fiakttonen dagegen, dass Schüler 
der hiesigen' höheren Schulen zn Dienstleistungen bei 
der Einwohnerwehr beurlaubt worden sind. 
Aus Antrag dcs G.-V. K a in r o w k i (Soz) wird diese 
'Angelegenheit gleichfalls dem Untersuchungsausschuß über 
wiesen. 
Ermächtigung zur vorlänsigen Leistung von Aus 
gäbest für 1820. 
Bürgermeister Walgcr erklärt, daß der Voranschlag 
wegen der umfangreichen Druckarbeit vorläufig noch 
-nicht vorgelegt werden könne -Man müsse aber die 
'laufenden Ausgaben machen. — Die Gemeindevertretung er 
mächtigt den Gemcindcvorstand, bis zur endgültigen Fest 
stellung der Voranschläge über die Einnahmen und Aus- 
.st gaben der Gemeinde für das Rechnungsjahr 1020 alle.Ans- 
; gabcn zu leisten, die aus rechtlich begründeten Verpstichtungen 
der Gemeinde beruhen, sowie die zur E» Haltung der be 
stehenden .Einnchtungen sowie zürn Betriebe der. laufenden 
Verwaltung und Schulen ersorderlich sind, jedoch cuf Anlrdg 
des G.-V. L ü d e ck e mit dem Zusatz, daß die Ausgaben für 
die..Einwohnerwehr, soweit c§ sich nicht um Verpflichtungen 
gegenüber den Mannschaften des Wachzuges handelt, vor 
läufig uuwrbleibm. 
Erhöhung der' Gcmeiildceinkommtnsteucr. 
Der Gemeiudevorstand beantragt: „Der Einkommcn- 
stcuerzuschlog für 1910 wird von 250 Proz. .auf LöO Proz. 
erhöht, jedoch unter Freilassung der Einkommen bis 1500 
Mark. d. h. der Steuersätze von 6, 9, 12 und 16 M." 
G.-N. ThomLbcrgcr (Dem.) empfiehlt Zustünnumg 
- noch den Beratungen im Finanzausschuß. Man müsse den 
.'lausenden Ausgaben laufende Einnahmen entgegenstellen. 
' i G.-B. Dreger (D. B.) stellt den Antrag auf Zurückocr- 
' Weisung der Vorlage an den Finanzausschuß. G.-V. B v. t h 
^<Soz.) schließt sich den Ausführungen des G.-B. Thems- 
bergcr an. Dieser wendet sich qcqcu den DerlaguugsaMrag, 
da hiermit die Vorlage überhaupt erledigt sei. Dürger- 
' meistcr W a l g e r sagt, daß^dcr Beschluß, seine Genehmigung 
und Veröffentlichung noch vor dem 1. April stattfinden 
'Müsse, mn rechtskräftlg zu sein. Vertage man heute, so 
komme das dntr Ablehnung gleich. Stach der Bestimmung 
der Geschäftsordnung, daß auf Antrag von 0 Mitgliedern 
' ldi? Ueberweislliig an einen Ausschuß stattfinden müsse, wird 
die Vorlage an den Finanzausschuß zurückverwiesen. 
Erhöhung des Schulgeldes. 
Auf Antrag der G.-V. 'Frl. Schütze (Dem.) wird die 
- Vorlage textlich dahin'abgeändert, daß bei Gewährung von 
'^/.'Freistellen die Nachprüfung der Notlage nicht stattfinden 
soll.' Der. so genehmigte Beschluß ist folgender: 
Dom l. Avril 1920 ab wird das Schulgeld erhöht und 
7>zwar auf 240 Mk. sür Kinder der Hauvtanstalten eüllchließ- 
''.lich'Fraüenschule und Vorschulklassen. Für auswärtige Kin- 
: der aus Großberliner Geiiieinden soll lein Zuschlag erhoben 
werden; doch können sie erst Aufirahmc finden, nachdem die 
Anmeldungen der einheimischen berücksichtigt sind. Von den ' 
außerhalb des zukünftigen Groß-Berlin wohnenden'Schillern 
wird ein Zuschlag von 60 M. im Jahre erhoben. Aus An- 
^l.rvg ist bei drei Kindern das erste Kind grundsätzlich schul - 
geldsrei. Die Aufnahmegebühr wird von drei auf ftchs 
' Mark erhöht. Eine prozentuale Beschränkung der Freistellen 
tffv'll fortfallen. Bei Bewilligung von Schulgeldfreiheit soll 
-wischm Einhkiniischen und auswärtigen Kindern aus Groß 
-Berlin nicht unterschieden werden. Ob eine ganze oder nur 
erste halbe Freistelle für Kinder der Hauptonstaltcn zu be 
willigen ist, bleibt nach wie vor dem pflichlmäßigcn Er 
messen dcs KuratotttkmS üöorlafstn.st Auch roird dieses da- 
rüber,enqZerd^r. wann in cinzZnen FnUe^Mkj^steistelleir - 
zu gewähren sind. Im übrigen sollen die bisherigen Vor 
aussetzungen sür.die Bewilligung von Fretsreilerr auch «ins. 
tig bestehen »leiben.- Darnach'ist die Würdigkeit VrS Schü 
lers, Begabung, Fleiß «ad Führung, sowie idie. Bedürftige 
keit anSschlagoedcnd. Bei Prüstmg der Bedürftigkeit stab 
neben dem Einkommen drS- BaterS die sonstigen, seine 
wirtschaftliche Lage bedingenden Verhältnisse, namentlich 
größere Kinderzahl, dauernde Krankheit in der Familre, 
größere Verschuldung, besondere Aufwendungen für Berufs 
ausbildung erwachsener Kinder zu berücksichtigen. Volks- 
schullmdenr, die nach dem Urteil ihrer Lehrer mrt sehr gut er. 
natürlichen Anlagen, großen Fleiß und treffliches Betragen 
verbinden, kann, wenn sie'zur höheren Schule übertreten, 
gleich vom neuen Cchnlboginn ab. Freistelle bewilligt werden 
' Umbau des Gesang- und Zckchcnranmeö in der 
1. Gemeindcschule. 
Tie Lertrctuug bewilligt 20 000 M. für dicseu Umbau. 
. Errichtung von Kleiuticrställen ans dem Wald- 
fricdhof. 
Nach kurzen Bemerkungen der G.-V. >G i e s e (Soz) 
und Thornsberger (Dem.) wird nach 'dem Vorschlage 
des Finanzausschusses beschlossen, mit Rücksicht-auf die Höhe 
dct Kosten von der Ausführung der Ställe abzttseheu. Es 
sollen aber den Wohnungsinhabern auf dem Gntergotzer 
Waldsriedhofs die aus den abzubrechenden alten Kaninchen- 
Ställen und dem Heuschober zu gewinnenden Bonmaterialicn 
zur eigenen Errichtung von Kleintierställen kostenlos zur 
Verfügung gestellt und jedem Wohnnngsinhaber außerdem 
einen Barzuschuß für die Beschaffung anderer notwendiger 
Materialien bis zur Höhe von je 500 M. gewährt wcrdcm 
Beschaffung des Brcnnffoffbcdarfs für 1020. 
Der Antrag ‘ dcs. Geurciiedevorstaudcs, den bisheriger) 
Händlern W. F. Mirsch u. Eo. rmd Ernst Llauck die L:e- 
fcrungcit zu übertragen, wird Lein Finanzausschuß über- 
wieseu, nachdem die G.-V. L ü d c ck e (Dem ), und R i ch - 
ter (Unabh.) eine Nachprüfung i»rFinanzausschuß sür not 
hwendig hielten. Insbesondere- soll geprüft werden, ob vi I- 
"leicht doch noch Rabatte möglich wärcrr. G.-B. A l t m a n rr 
(D. Lp) spricht sich dahin arrs, daß praktisch nichts zu än 
dern sein werde, weil nach der Verfügung der Kohlenstcllc 
die alrcrr Lieseranlcir beibehalten werden müsse. 
Erhöhung der Friedhofsgebühren. 
Der Gemcindevorstand verlangt Erhöhung der Gebühren 
um 100 bezw. 200 v. H. G.-B. L ü d c rs (Dem.) erklärt, 
daß sie bei früheren Gelegenheiten schon dafür cingetrcren 
wären, daß die Friedhostgebühren -eigentlich von der Ge 
meinde übernommen werden müßten. Seine Fraktion be 
antrage Ablehnung der heutigen Vorlage, um den Ange 
hörigen der Verstorbenen die Gebühren nicht noch zu erhöhen. 
G.-V. N i ch t e r (llnabch) schließt sich dem an; die Gemeinde 
solle in dieser Frage mal den Markwert außer Betracht 
lassen. — Die Vorlage wird abgelehnt. 
Für die Beschaffung von Elekrizitätszähkeru werden 
109 000 Dl. aas Anleihcmittelu bereitgestellt. 
Für die Greuzspeude bewilligt die Gcrneindcocrtretung 
109 600 M. 
Neuregelung der Pflichtstunden für Lehrerinnen 
an der Königin Luise Schule. ' 
G.-V. Frl. S i c b e r t (D.Vp.) gibt längere Erklärungen 
über die Vorlage, die sich im allgemeinen mit der Vorlage 
decken und in der sie besonders hervorhebt, daß die Lehr«» 
innen die gleiche Stundenzahl ihrer Kollegen übernehmen 
wollen, weil sie diese schon geleistet haben und auch leisten 
können. 61.-V. Frl. Thomas (Dnat) bemerkt, in der 
Vorlage werde ciliäit, daß die Vo!lsschullrhrcrinrierr nicht 
imstande seien, d!^ Pflschtstuirden doc männl Lehrkräfte.zu 
geben. Das klinge, ais wenn die Lebreriuuen der Volts- 
schule schlapp machten gegenüber den Kolleginnen der.höh. 
Schule. Hier fehlt die Begründung, nämlich die Pflichh 
stundknzahl an der Volksschule ist anders, als die der höh 
Schulen. Die ordentlichen Lehrerinnen geben 22, die Herren 
24, mährend an der Volksschule die Damen 25, die Herren 
20 Stunden geben. Daraus erlkärt sich, daß dis Lehrerinnen 
der Volksschulen an der Neuregelung nicht tcitnchmctt tonnen. 
Nachdem sich die G.-V. Schütze (Dem.), Richter (llnabh). 
zustimmend geäußert hatten, wird'folgender Beschluß gefaßt: 
»Die Gemeindevertretung erklärt sich damit kinver- 
standcn, daß auch vom 1. April 1920 ab die Obrrlehrer- 
irrrren rnir den Oberlehrern hinsichtlich der Pslichtstundenzohl 
gleichgestellt werden, und daß ferner von diesem Zeitpunkt 
ab die ordentlichen Lehrerinnen und die Zeicheulehrcrin die 
gleiche Anzahl von Pflichtstundeu erteilen, wie die ordent 
lichen Lehrer und die Zeichenlehrer/ 
Ein Gesuch der an der Königin Lmstschule angestellten 
technischen Lehrerinnen, sie bezüglich her Pflichtstundeuzahl 
rnir den Turnlehrern oder VolkSschrülehrern gleichzustellen, 
mußte vom Echul-KuratoriuM' aus verschiedenen Grüirden 
abgclchnt werden. 
Schadenersatz. 
Das Gesuch de§ Männer-Turiroercins um Schadenersatz 
in Höhe von 250 Dk. sür in .der GlinmasialtuurhaUe ob'. 
Handen gelommene Kleidungsstücke wird ausnahmsweise gc- 
ncbniigt, ohne indefferr eine vcchtliche Verpflichtung zur 
Leistung vvrr Schadenersatz arrzuerkemien. 
Für Hcrstellttug stairbfreied Kammern im Nathause 
werdkn- die erforderlichen Mittel, bewilligt. 
Ucberlassurig des BnrgerfeslsaalcS. 
Um den lBetcieb im-Rathause nicht zu stören, wird be 
schlossen: Der Bürgcrsaal .wird w ä h r c n d d e r Büro- 
.d i-c n st z e i t für .Versammlungen rmd andere Beransral- 
tungcn, die von einem großen Personciikccis besucht werden, 
nicht zur Verfüg,russ aestcllt. . , 
- Für die . (tmrtchtnng. eines*. Gartens im Kinder 
garten werden nach kurzem Bericht des Schöffen Schild- 
berg (Dem.) 4000 M. bewilligt. 
' (Schlust folgt.) - - 
Oi^nadmcbtor) 
Akachdr, unsrer o-Origlnalartikel nur mit Qucllcnmgade gessattll) 
- o. Eine außerordentliche vringeude Sitzung unserer 
GemeindeveltretMlg findet heute Abend «Uhr im Net- 
haussitzuugssaale statt. Es handelt sich um dre ErhShnW 
der Gemeinde-Einkommensteuer. ^ 
, Die Erhöhung der Teltowrr KreiSstener, die 
Kreistag vorgestern um 32 °/ t) bet der Einkommensteuer : 
um 04 °J 0 bei der Gnrud- und Grbäudesteuer befchlok! 
hat, soll nach dem NachtragshauLhastuugLplan für 19! 
ein Mehr von 8 250 000.M. einbringen. An Aukga- 
entiallen hiervon: aus die Erhöhung der Prooinzialstl 
3 434 000 M , aus die Deckung von Mehrausgaben für-- 
verschiedene Zweige der KreiLverwaltung 3 415 009 IM 
und auf den weiteren Mehrbedarf 1 401 009 M. 
o Die Entscheidung über die Höchstmitten. Wie l 
wir hören, ist die En'lscheidunz über die Höchstmietev«^ 
Verordnung des Wohnungsverbandes Groß-Berlin, gegen 
die der Oberpräsident erneut Einspruch erhoben hatte, dem 
Bezirksausschuß zu Potsdam übertragen worden. Dieser^ 
wird jetzt nach Anhörung von je 5 Sachverständigen ans : 
den Kreisen der Mieter und der Vermieter endgültig be-: 
stimmen, bis z-.r weicher oberen Grenze die Mieten 
Groß-Berlin erhöht werden dürfen. .5- 
o Das Verdienstkreuz für Kriegshilfe ist dem Ordmt.^ 
Hagen verliehen worden. 
A oKartoffelmangcl. Die Kartoffel Versorgung Friedena«^ 
läßt wieder zu wünschen übrig. Für die nächste Aochs^. 
kann noch nicht angegeben werden, wieviel Kartoffein eß- 
yibt. ».Einige HarrShalie haben aber flhon seit 3 WocheW 
keine Kartoffeln erhalten. Der Händler Herr Kirchner am 
Schill rplatz ist seit 14 Tagen nicht mit Kartoffeln.für scko^ 
Kundschaft ^beliefert worden. Es scheint darnach auch^die 
Verteilung nicht gleichmäßig gehmrdhcbt zu werden. 
o Roch kein Gas! Jur Schöaeberger GaSrver! 
der Streik noch weiter und die Lcimng konnte uns aus uni' 
sere Anfrage noch nicht mitteilen, wann die GaLversoeguiÄ: 
wieder eintritt. Die Arbeiter haben verschiedene Forderung 
gen gestellt, u. a. verlangen sie auch die Errtlassuug einiger) 
Angestellten und Direklionsmirglieder. Möglich i'.t, datz mam 
heute zu einer Einigung kommt und der Betrieb dara^ 
wieder voll eu^gencmmen »vcrdea kann. Unter dem Gas- 
mangel haben nicht nur die HauShaUungen zu leiden, fern»- 
bem auch viele Gerverbcbetriebe. Auch unser Betrieb iit irr- 
Mitleidcuschaft gezogen, eS fehlt uns das Gas zur Eehitzun^ 
des Bleis an- den Setzmaschinen. 
o Berfaff'lUkgeabdrucke an abgehende Schüler. Auf 
Anordnung des ReichSmrnisters des Junerru rvird gemoW 
Art. 146. Abs. 3 der Neichsvcrfassung erstmalig zu Estern- 
1620 an jede» Schüler und jede Schülerin, die mit Been-.- 
digung des Schuljahres 1919/20 aus der Schule (Volks»; 
oder Mittelschule, höhere Schule, Fortbildungsschule» a:>s-s 
scheiden und ihrer Schulpflicht genügt haben, ein Abbruch! 
der Neichsverfassuug verteilt werden. Tie Abdrücke werdend 
aus Reichsmitteln in der Aeichsdruckerei hergestellt. 
v Die der Berliner Stcmpclvcrciuiguug enge» 
hörenden Kroff-Baulcn und Groff-Banlstrme» ged« 
im Anzeigenteil belavnt, daß die sämtliche» Aujtrüze and 
Limite für An- und Verkaufe au deutsche» Gürsen als ti^ 
loschen zu betrachten sind, abgesehen von solchen für V^ zM 
rechte, Devisen, Sorten, Noten und Coupons. Bei Wir . r-l 
.erössnrmg der Börse werden die genannten Vant^ün'er unk' 
diejenigen Aufträge in Effeltcn als gültig vormerke:,- 
welche mit dem ikcmrwort,,Nc.r" beginnen. 
^ o -In der Volkshochschule Friedenau wird n:n 
Sonnabend, den 27. März Herr) Professor Dr. .Dül'ä ke 
seine Vorlesung „Einführung in die antike Kunst" z.:m 
Abschluß bringen. Der Stoff de§ infolge der ziostüschen 
Wirren ausgesallencir Vortrags wird irr dieser letzten und 
dadurch erweiterten Doppelstunde mit behandelt werden. 
Heule Abend setzt Herr Richter seinen Dorrraz über 
Kleingartenbau fort. ■ 
o Eine PafsionSfcicr veranstaltet der P a r o ch r a i. 
verein am Montag, den 29. März, abends 8 li;r ia 
der Kirche zunr guten Hirten. Das Leben Jesu. ans' 
Bibclsicllen von Herrn Pfarrer K l c i n c vorgetragen, wiid 
in Bildern nach Zeichnungen von Franz Classen urr-j 
geführt werden mit Orgelbegleitung des Organisten HerntÄ 
Willi I a e g e r. Dazwischen singt die Konzert sänget: r Frl.^ 
Emma Lam b eck Lieder von Cornelius, Bach u. BeArr:-,' 
rvahrcnd die Gemeinde bei entsprechenden Bildern den Per»-- 
eines Kirchenliedes anstimmt. Eintrittskarten, sür Mit r'isder '. 
zir 1 M.. sür Nichtmitgliedcr'zu 2 M., sind in den le-'/ 
kannten Handlungen von Kosiakowski, Schwartz und' r 
sowie in der Küsterci und in der Buchhandlmrg der Go^n r' chen E 
Mission zu haben. Beitritlscrltärungen an Wilcke, Oöen- ^ 
wakdsreaße 18. ^ 
o Der nächste Kunstgemeinde - Abend ssndet au?. ' 
nahmsrveise arn Sonnabend, und zwar anr 27. März. I 
pünktlich T'/s Uhr, im Steglitzer Lyzeum. Rothenbur strotze 
Nr. 18, statt. Das berühmte Älltglied unserer Staais- 
rhcater, H a n L M ü h l h o f e r. einer der beliebtesten Gäste 
an dieser Stelle, wird eine besondere "Ueöerraschung brrn- 
gcrr, indem er nicht nur eine Reihe neuer Vorkragsbichtun- 
gen spricht, sondern (zum ersten Male) auch all Sänger 
orrstritt. Ein ganz ungewöhnlicher Genriß steht also auch 
an diesem Abend den Besuchern bevor. 
o Die Opfer der Schießerei ist bej Schöncberger 
Straffe sind folgende: Sofort getötet: Redakteur Georg 
Kley, Friedenau, Nicdstr. 27, Ehefrau Anna Miucl- 
stüdr. Steglitz, Körnerstr. 3V. irutschcr Hans Zabel, Steg- ' 
litz. Uhlandstr. 26. Friseur Walter Gebunh. Steglitz, Frege- 
straffe 49. • Nach ihrer Einliefening im Krankenhause v c r- 
starben: Reisender Wilhelm ElSncr, Steglitz, Srhöircorr- - 
pcrstraße 2. Kleinpncrmeisler Wilhelm Nadrner, S^glitz. 
Florastraße 7. Arbeiter Walter Binternagel. S tcglst;. Hers:- 
Kohl-Str. 13. Schiller Hans Lebrecht. F r r c d e n a Vlan- 
kcnbergstr. 9. Verletzt wurden: Chansscur Mar Parpke,' 
Steglitz, Mommsenstraße 14. Photograph Franzi ErkeuS, 
Steglitz, Schloßstr. 65. Kontorist Edwiu Böhme. Fr ie«^-« 
denarr. Lcsevrestroße 15. AmlSgerichtSsekretär Arno Ber- 
ger. Steglitz, Thorwaldsenflr. 31. C»nler Erwin Javu- st! 
schewkki, Sieglitz, HubertuLstr. 5. Schüler Ernst Schokrr.Z 
Steglitz, Schützkustr.. 14. Frau Luije Äadccke» S.eglltz. st 
Schöncherger Stk. 0. Buchhalterin aU«Uita Seewalü. Steg- 
l'tz, Holsteinische Clr. 37. Frau Anna Koßamrm Stegitr.o
        
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