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Periodical volume Nr. 52, 01.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

(Friedrrmuer 
Dezugspref» 
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«w«aU^ iFo Mar!; fcu^ B-t«. ll^tMMktzk !8k Lkff.'FkikSeML M 
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Ver»fp«cherr ««t PMz»»rg «r». - Druck und Berlug v»° Le» Gchiütz, 
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Skrfhs-^xwt'«aK. Rdeinkraßr 15, »rn^sprecber: Amt 4.ckat,dnrg 31 'Zit. 
Nrrzrsger» 
nnr für unbestimmte Tag» —> 
Preis der 7aespaltenen Zeile oder deren 
Ar. ö? 
BeMy-FriOmM, Ignnerstag, Se« 25 Mrr lß2ß 
11 
G.-V. Kamrowski (Soz.) fortfahrend: Jeder, der 
nüchtern die Sache betrachtet, wird den inneren Zujammen- 
haug der Einwohnerwehr herausfinden mit denen, die sich 
verbrecherischer Handlungen haben zuschulden kommen lassen, 
gegenüber denen, die Ruhe und Ordnung bewahrt haden, 
Das ist wiederholt hervorgetreten. Ihm selbst ist es passiert, 
daß, als er am Nathnuse vorüberging, ihn ein Einwohner 
wehrmann barsch anfuhr. Das war der alte Polizeigeist, 
der militärische Ton, die knutische Befehlsart, die sich be- 
nierkbar macht» Demgegenüber hat es die Polizei, - die 
früher unter dem militärischen Truck so verhaßt war, in 
ausgezeichneter Weise verstanden, mit dem Publikum aus 
zukommen (Sehr richtig). Es fügte sich jeder der ruhigen 
und sachlichen Ermahnung eines PolizeibeuMien (Lachen 
rechts und b. d. Einwohnerwehrmitgliedern). Das Lach-n 
ändert nichts; es ist ein Verlegenheitslachen. Diejenigen, 
die mitlachen, dürften unter denjenigen zu suchen sein, die 
schleunigst die schwarz-weiß-,ölen Fähnchen einzogen, als am 
Mittwoch die Sache mit Kupp zu Ende ging (Zustimmung lk«.). 
Als er am Montag dem Hernr Bürgermeister sagte, der 
Drohtverhvu vor dem Ralbause wirkte provozierend, «iu- 
mortete dieser ihm, daß er keinen Einstutz darauf und auf 
die Wehr habe. Die Wehr sei eine selbständige Jnstirutio«. 
Der Geist, den mancher in der Wehr vorfand, war nicht ein 
ladend, sich mit d»n Herrschaften näher einzulassen. Daß 
die Leitung der Wehr nicht auf der Höh« war, beweist, daß 
sie alles andere, nur nicht das begriffen habe, daß sie nur 
die Sicherheit und die Ruhe des Ortes zu gewährleisten 
hatte. Er erwähnt dann, daß, als die Baltikumrruppcn 
vorüb»rzvgen, die an der Rampe postieiten Emwvhuerwehr- 
l» Ute, versehen mit ollen Ausz»ichnuvgen, die üblich sind, 
die vorüberziehende Truppe s alutierten! (Hört, hört! 
Nn nhe). Die Verhältnisse in der Wehr führten dazu, daß 
dik enigen Leute, denen dieses Tun und Treiben nicht ohne 
wedcreS zusagte, wie die demokratischen Mitglieder, letzten 
Endes ausgetreten sind (Zurufe: Licht alle!). Die Ausnah 
men bestätigen die Regel. Die Sozialdemokratische Fraktion 
hat die Einwohnerwehr als eine notwendige Einrichtung be 
trachtet. Die Parteileitung halte auch zum Beitritt aufge 
fordert, weil nicht nur hier, sondern auch underswo reak 
tivere Elemente sich in der Wehr breit machten. Die 
ganze Aufmachung in der Wehr war aber so, die frei- 
heilüch und republikanich gesinnten Mikglirder herauszu 
bringen. Eenau wie Lültwitz ein meineidiger Verbrecher 
war, waren viele Mitglieder der Einwohnerwehr bereit, so 
fort in die Fußstapsen der Reaktion zu treten. (Zu 
rufe.) Ec tritt dem Antrag, «uf Untersuchung bei 
und meint, daß cs sich hierbei um moralische Im 
ponderabilien handele. (Oho!) Alle Borstellungen, den 
Drahtverhau zu beseitigen und die Einwohnerwehr ab 
zubauen. fanden taube Ohren. Sein Hinweis, daß es besser 
wäre,) die Wehr zurückzuziehen, hatte keinen Erfolg. Bis 
plötzlich am Freitag und Sonnabend die Alarmgerüchte 
kamen, daß sich im Osten eine rote Armee gebildet habe 
I—IIIIW■ !■■»—M—W—WUUUiMII 
Die Briefe der Prinzessin. 
Von E. Ph. Oppenheim. 
17 (Nachdruck verboten.) 
c-i- -'o'ie ibm bei diesen Worten schon mit sanfter Ee- 
wal^se Photographie aus den Fingern genommen und 
aina iek t rasich zu ihrem kle.nen L>chrelbttsa), um sie >n 
elnmfrWSelten V verschließen. Dann erst wand»e 
f;e HSJjSSS recht unhöflich, nicht wahr? Aber 
das lsiid für rnich so traurige Dinge! .. 
'y, (-.übe natürlich, kem Reast Sie um eine nähere 
Erklärung zu bitten. Aber ich wurde Ihnen von ganze n 
Herze,!fcanibat sein, Fräulein Edith, wenn Sw mir jagten, 
babe^ keine'Ursache, es zu verheimlichen. Es ist 
das Bild meiner Stiefschwester llllargot. ... ... . 
Ei i -st ger Schlmg vor den Kopf hatte nicht de- 
täubender auf Heinz Hoüfelden wirken tonnen, als die,e 
Orojfi^mg. ^ ^ Stiefschwester?" wiederholte er. »Ist 
- ZVANL. Erstaunen ,a» st° » »hm anst. 
.«-wlstl — Wie käme Ich denn dazu. Sie,u h-. 
'"°'"«»>e!hnna," bat -r. .Ich wußte nicht, wa- Ich 
sprach. Vr «-NN Sie wußten - es ,'t wundert,-,! 
Ihr. SMchw-kt-r. TOr(lDrtenert Mutter 
MZMSGhM 
I-L Uu-. «1° denn nur mauttch war. daß er tdre 
Da mar bei manchem Heule» und Zähneklappen 
eingetreten. (Unruhe, Lachen, Zustimmung. Bürgermeister 
W a l g e r : Ich bitte um Ruhe. Ich glaube, Herr Knm- 
rowski svricht von sich, wenn er von Heulen und Zähne 
klappen spricht. Minutenlanger ungeheurer Lärm; die 
Linke ruft: Jsi das eine' unparteiische Leitung? Unerhört. 
Bürgermeister Saiger schwingt unausgesetzt die Glocke 
und sagt: Herr Kamrowski hat wiedeiholl nicht parlan en- 
tarisch geipiochen, er nannte Offiziere Verbrecher. Neuer 
Lärm.) G.-V KamrowSki: Da» Heulen und Zähne 
klappen war schon an der richligen Stelle; wen die Jacke 
nicht paßt, zieht sie sich nichi an (Ltürmiiche Zurufe.) Ai« 
die Alurmnachnchten kamen, da hieß es, j-tzt nstissen wir 
eine einheiiiiche Front bilden gegen den Bolschewismus. Mit 
diesem Schreckge'penst. mit diesem Wau-wau konnte man 
diejenigen nicht schrecken, die wußten, ivic die Dmge wirk 
lich lagen (Zuüimmung). Wir sind immer für die Deino- 
kratie eingetreten und werden ferner dafür wirken. Äber 
wen» eine Diktatur kommen sollre, dann noch lieber eine 
Diktatur von links! (Bravo links.) Gemeinsam mit den 
Demokraten irelen wir dafür ein, daß die Einwobuerwebr 
in der Form wie bisher ni»vt wieder ihr Dasein haben wild. 
Sie ha, ja auch schon vernünftigerweise ihre sieben Sachen 
abgegeben. (Bürgermeister Walger: Das ist irriümlich, die 
Wehr besteht nach wie vor!) Run, dann werde sie künf.ig 
anders zusammengesetzt sein als bisber. Auf Ei zelheitev 
heute eiiizugehe», erübrige sich Die Dinge, die sich hier ab 
gespielt haben, geben Veranlassung, un der Leitung der Ein 
wohnerwebr schäifsie Kii ik üben zu müssen. Die Opfer 
habe sie im gewissen Grade mit verschuldet, innern sie die 
Mißstimmung noch gesi»igert hat Aus diesem Glunde fei 
es geboten, im einzelnen die Voiiälle sorgsäliig zu piüsen 
und zu diesem Zweck soll die Einsetzung des Ume>iuch»ng- 
aurschusses erfolgen, die mrr beantragt habe». (Zliruse: 
Hat die Wehr beantragt. G -V. Leonhurdt: Hat die denn 
auch etwas zu beantragen. Weitere Zuruie; u. a.: Wozu 
haben wir uns des Nachts hingesteüt.) 
G.-V. Paul R i ch r ckr (llnabh.): Ohne dem Ergebnis 
des Untersuchungsausschusses vorzugreifen, möchte ich ein 
gangs mein tiefstes Mitleid über die unschuldigen Opicr, 
die in diesen schrecklichen Tagen ihr Leben haben lassen 
müssen, aussprechen. Ich halte mich für verpflichtet, das 
hier auszusprechen (Bravo, Zurufe: Das märe Sache des 
Bürgermeisters gewesen lks.) Unser grundsätzlicher Standpunkt 
war gegen die Einwohnerwehren. Wie berechtigt dieser 
St-indpunkt war, hat sich jetzt gezeigt. Tie Einwohner 
wehr, die zur Beruhigung dienen sollte, hat das Gegenleil 
bewirkt. Aber bei dem Charakter und der Zasainmensetzuug 
der Wehr war es rmvermelölich, daß sie statt Beruhigung 
illufrepung in die Bevölkerung hiileiiit,c.gcn mußte, in die 
Bevölkerung eines Ories, dcr sonst mrt Recht den Naineu 
Friedenau trägt. Natürlich liegt Friedenau nicht auf dem 
Monde und wird »on den politischen Ereignissen berührt. 
Wenn man sagt, die Einwohnerwehr sei unpolitisch, so 
Aehiilichlelt mit der Unbekannten nicht sch--i> früher be» 
mcrlt hatte. Freilich, es mar keine Lehulichkeit, die jedem 
gl»ich auf den ersten Tlick in die Augen springen mußte. 
Sie glichen rinandkr nur so weit, als ein eleu zur Jung 
frau erblühende-,, noch von keinem rauhen Stiiliiimind des 
Lebens berührtes und von keiner Leidenschccht aus seinem, 
sonnigen Frieden aufgeschrecktes Kind dem in Kampf und 
Leid getei',teu Weide gleichen kann. Dielsiicht, daß man sie 
sasart'als Geschwister erkannt hi.t:e, wenn sie mit deinselbc» 
fröl lick e» Lürl ein , mit demjeiben Aus-, ruch glücklicher 
Sorg ostgreit nebeneinander gestanden hätten. So aber 
yatte er^bis jetzt nur Edith gesehen, während es ihm be- 
ichieden gewesen war, len Lebensweg ihrer Sticischwcfter 
in eine!» Augenblick zu kreuzen, wo alle Ticseti ihrer Seele 
aufgewühlt war»n von irgendeiner gewaltigen Bewegung 
aufregendster oder schnierzlick.sler Natur. Seine Kurz 
sichtigkeit mar unter sola-en Umständen gewiß begreiflich, 
ablr die er chüt ernde A» irkung seiner E.ttdeckung war 
fürwahr nicht geringer, weil sie ihn so ganz unoorbereitet 
getroffen hatte. 
„Ihre Stiefschwester also!" wiederholte er zu Ediths 
augenfälligem Erstaunen abermals. „Und sie lebt nicht in 
Ihrem Hause?- 
„Nein.- 
„Aber sie kommt natürlich sehr oft zu Ihnen? Cs 
konnte geschehen, daß ich ihr hier begegne? " 
„Nein. Eine solche Möglichkeit ist leider beinahe ganz 
ausgeschlossen. Meine Schwester kommt niemals hierher." 
„Und warum, verzeihen Sie die Unbescheidenheit 
meiner Fragen! Warum haben Sie keinen Verkehr mit 
ihr? Ist sie — ist sie vielleicht schon verheiratet?" 
Edith schüttelte den Kopf. 
„Nein. , Aber sie hat sich mit dem Papa überwarfen, 
vor Jahren- schon. Und es ist seitdem eine vollständige 
Entfremdung zwischen ihnen eingetreten. Ihr Name darf 
vor dem Papa niemals genannt werdÄi,' und nichts hier 
im Hause darf ihn an sie erinnern." 
stimmt das nicht, ?§ wurde nach dcr Ministcrialoerordnung 
bestimmten politischen Parteien der Eintritl verwehrt Es 
zeigte sich denn auch, d»iß überall Elemente in d r Wehr 
m den Tagen mii Kapp-Lüttwitz symvakhisierien. (Sehr 
richlig links) Das nehme ich iynen nichr übest denn das 
ist ihre Ueberz-ngung und sie glanbien, der Tag sei gc-- 
kommen, um ihre Ideale in die !at umzusetzen Aber solche 
Gesinnung gewählt ihnen die Dlögsichkeil, derartige Ein 
richtungen in solchen klitischen Tagen ihren Zwecken dienst 
bar zu macken. Und datz war der treibende Moment, um 
die Beunrnhlgling hi einzutragen. Ei- e gr»'ße Zahl der 
jenigen, die bisher mit solchen (kreisen kokettiert Hane, er 
kannte, als die Ideen >n die Tai umgesetzt werden so [Iren, 
plötzlich die große Gefahr und dachren an die Folgen, 
dachten an den K>ieg usw. Die Gefahr '-or Augen, lehnten 
sie es ab. diesen Leuten zu folgen. Es zeigte sich, wie 
richtig wir mit dem ablehnenden Standpunk! handelten 
Wenn man uns gefolgt wäre, »uäre keine Unruhe hinein 
getragen woiden und wäre nicht Büigerblut in Friedenaus 
Sliaßeu gefl sscn. Wenn nur die Eiiiwohne'wehr eine 
ständige Eittiichliing werden soll, miisse jeder zugeben, > daß 
lie anders zusammengesktzl werden müsse; cs köt iie nicht 
ein Teil der Bürger von ihr ausgeichlossen weraeir. Die 
gesamte -> rbetter-, Angestellten- und Beumtenichaft ha: 
in diesen Tagen bewiesen, daß sie von D'kiviur nichts 
wissen wolle. Lie hat die Gefahr ersannt. Da 
Arbeite'- und Beauilensiand ist der Fakior, der »ölig 
ist, da« Voiwänskonimeii zu e-möglichen Es gibt nicht 
mehr die Beoorzngung «iner Klaff, deren Ideal das.Mili- 
iär und der Kci- g war Sie l),it abgewilkschuiiek. I i 
» eulschlai d ist für sie k in Platz mehr Als Me'sch »in 
ich iiei erichütterl dao»», zu welch-in Abgrund »'>ie poiiiische 
Nerovsiiät führt, welch-r moralische Tiefstand erreicht wiid. 
(Zulufe: Durch Verhetzung ) Ich h. de selbst Reden von 
Dauieii besseren L andez iu diesen Tage» gehört, die ge 
radezu nach Blut dürsteten (Sehr richlig link-). Ihnen allen 
muß i»ii lagen: Wir wollen kein Blut mehr; es ist genug 
Blut geflossen; dabl Ihr die Jahre vergessen? Versuchs 
doch einer den anderen zu verstehen! (Sehr richtig auf allen 
Setten des Hauses.) Sie haben doch geiehen, daß der Ar 
beiter kein schlechter Mensch ist, duß die Arbeiter und Bean:- 
len der wichtigste Faktor sind, die Ihr nicht über die Achsel 
ansehen müßt. Ich bin ti»-f erschüttert, von dem Abgrund, 
und bitte, daß jeder den Einfluß aufbiete, auf daß mir alle 
uiiS wieder menschlich i-ähem. <Vravo ans allen Sritenl.. 
In den politischen Debatten hatte auch eine Frage eine 
Ri'lle gespielt, die von einem Tiesstand der Kuliur zeugt. 
Es ist beklagensivert. daß von ernsten Leuten solche Eut- 
stellungkii möglich sind, wie sie gegen Teile unse-er Mit 
bürger jüdischer Konfession verbieini weiden. Man mag 
über Vorteile oder Nachteile dcr Raffe denken wie man 
wolle; aber in einem Ort, der Geiehrte, Gebildete und 
geistige Führer in sich berge, sollte doch woh? der Radau- 
Antisemitismus nicht möglich sein. Das ist ein Tiefstand. 
„Das ist seltsam, insofern seltsam, uls ich Ihren Papa 
- eines so tiefgehenden Grolls niemals fähig geglaubt hätte, 
noch dazu gegen jemanden, der ihm verwan»'tf»yafllich so 
nahe steht. Er ist so liebenswürdig und so duldsam in 
seinen Anschauungen, ich habe kaum je ein hartes Wort 
aus seinem Munde gehört, es wäre denn ein Wort der 
Entrüstung über eine wirkliche Schlechtigkeit gewesen." 
Edith nickte eifrig. 
„Gewiß, er ist der gütigste und warmherzigste aller 
Menschen," sagte sie einfach, aber mit c-iiiem Ausdruck von 
- Zärtlichkeit, der etwas wahrhaft Rührendes hatte. ' 
„Und dennoch ist er so hart ge»zei, Ihre Schlvesicr, 
so hart, daß er Ihnen nicht einmal gestatten will, ihren 
Namen zu nennen und daß Sie ihr Bild wie etwas 
Verbotenes verstecken müssen?" 
„Ich weiß nicht, wie er dazu gekommen ist. 8!ber 
ich bitte Sie von Herzen, lieber Herr Holifelden, lassen Sir 
uns nicht weiter darüber sprechen! Es gibt nichts auf 
der Welt, das mir schmerzlicher ist als dies, den), ich — 
ich habe meine StiefschMefier sehr lieb gehabt. Und wir 
kommen jedesmal die Tränen, wenn ich an sie erinnert 
werde." 
Sie log nicht, denn auch jetzt stunden ihre hübschen 
Kinderaugen voll Tränen, und Heinz hätte sich selb.i für 
den ungezogensten und rücksichtslosesten Menschen erllä'.en 
müssen, wenn er es über sich gewonnen hätte, die arme 
Kleine noch länger bei dem für sie so betrüblich».!, Ge 
sprächsthema festzuhalten. 
Er stand auf und erfaßte ihre Hand. 
„Zürnen Sie mir nicht, Fräulein Edith, daß ich, ohne 
es zu wollen, Ihre fröhliche Stimmung geirübt habe. 
Kommen Sie und lassen Sie uns versuchen, zu vergessen, 
was uns die glückliche Stimmung dieses schönen Tages 
zerstören könnte. .Darf ich Sie zu einer neuen Tennis» 
Partie enaaaieken?"
        
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