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Periodical volume Nr. 65, 23.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

s«pn« der Streik in den lebenswichtigen Betrieben abge- 
irochen und die Arbeit von den Arbeitern selbst wieder 
verrichtet, sodaß die Nothilfe Zurückgezogen werden konnte. 
Die Nothilfe wurde dagegen neuerdings eingesetzt: in 
Düsseldhrf, Fürstenwalde, Rathenow und 
P e r l e b e r g. In den heftigen Kämpfen in Leipzig 
»urde sie zu Sanitätsdien st cn herangezogen. 
Cf ' 
Sie Verginge an der SchSneberger Straße 
om 15. d. Mts. werden uns von einer der Friedcnaucr 
Einwohnerwehr nahestehenden Seite wie folgt geschildert: 
In dieser Gegend hielt sich seit Montag früh ständig eine 
große Menschenmenge auf, die sich zu einem großen Teile 
aus Elementen zusammensetzte, welche nicht der Bürgerschaft 
von Friedenau oder Steglitz angehörten, sondern weither 
aus anderen Gegenden Groß-Berlins gekommen waren, weil 
man ihnen dort erzählt hatte, hier wäre die Räterepublik 
ausgerufen worden, llm diese Elemente zu verscheuchen, 
erfolgte am Nachmittage die militärische Streife. Zur Freihal- 
tnng der Straße folgte der Truppe eine Abteilung unserer Ein 
wohnerwehr in etwa 200 Metern Entfernung. Als die 
Wehr nach der Truppe am Rhcincck eintraf, war hier 
bereits wieder eine große Menschenmenge versammelt, die 
die Einwohnerwehr umringte und sie bedrängte, daß die 
Mannschaften von ihrem Gewehr kaum hätten Gebrauch 
machen können. In diesem Augenblick kehrte das Militär 
ans Steglitz zurück. Die Menge flüchtete in die Schöne- 
bcrger Straße. Der Führer der Truppe wollte nun auch 
diese Straße säubern. Erst nachdem Ausfordcrun- 
geu. zur Freimachung der Straße nicht befolgt waren 
wurde der Befehl zum Feuern gegeben. Bedauerlich ick 
natürlich, daß gerade Unschuldige hiervon betroffen wurden, 
der Mob hatte sich im gegebenen Augenblick zu sichern ge 
wußt. — Unsere Einwohnerwehr hatte nur gediente 
Leute bewaffnet, sie hat, rvic schon berichtet, keinen Schuß 
abgegeben und sich bemüht, in ruhiger Weise mit dem 
Publikum auseinanderznkommen. Achselstücke wurden von 
ihren Angehörigen nicht getragen, ebensowenig Orden. Dre 
Einwohnerwehr wurde vielfach mit der OffizierSlompagnie 
„Wartburg' verwechselt. Durch dieses Mißverständnis sind 
manche Vorgänge zu beklagen, die sich leider zugetragen 
haben. Die Mitglieder der Einwohnerwehr haben sich 
durchaus korrekt verhalten und haben keiner Partei Dienste 
geleistet Im übrigen empfehlen wir unseren Mitbürgern, die 
Ermittelungen des Untersuchungsausschusses abzuwarten. 
Wieder freigelasicn. Die Vorstandsmitglieder der 
hiesigen Unabhängigen Partei, die Sonntag Abend verhaftet 
wurden, sind gestern mittag wieder freigelassen worden. 
Onsmöyri&m 
Machdr. unsrer o--Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Mit Strom sparen! Wie uns vom Elektrizitäts 
werk mitgeteilt wird, sind von heute ab wieder die Leitungen 
von ganz Friedenau eingeschaltet, doch werden die Einwohner 
gebeten, so viel wie möglich an Strom zu sparen, damit 
der Betrieb weiter aufrecht erhalten werden kann. 
o Rcinhold Schulze •!% Gestern früh verstarb plötz 
lich der Gemeindekassenrendant a. D. Rcinhold Schulze, 
Jltstraße 8. Er war der erste Rendant unserer Gemeinde 
oA Arbeitseinstellung des Trltowcr Kreistages. Di, 
Mitglieder des Tellower Kreistages traten am Sonnabend 
den 13. d. Nils. im Kreishause in der Viktoriastraße zu 
Berlin zu einer dringenden Sitzung znsainmen, u:n über die 
vom Kreisauöschuß vorgeschlagene Erhöhung der Kreissteuern 
für 1919 zu beschließen. Nachdem Landrat v. Achenbach 
die Sitzung eröffnet hatte, erteilte er dem Abg. Meyer (Soz. 
das Wort zur Geschäftsordnung, der mit Rücksicht auf die 
politischen Vorgänge beantragte, keine Arbeit zu leiste», son 
dern die Sitzung zu vertagen. Abg. Nenmann-Nowawcs 
(II. Soz.) schloß sich dem Lerkagnngsanlrag an. Abg. Vür- 
germeister Buhrow-Steglitz (Bürg.) erklärte, auf die poliü- 
schen Dinge nicht eingehen zu wollen. (Die Unabhängigen. 
Sozialdemokraten und Demokraten verließen hierauf den 
Saal.) Er halte cs für angebracht, weiter zu arbeiten, da 
mit die wirtschaftliche Lage im Kreise unverändert bleib?. 
Er sei gegen die Vertagung. Nachdem Abg Hcrbst-Cöpcnick 
die Beschlußfähigkeit des HanseS angezweifelt hatte, wurde die 
Sitzung vertagt. 
o Schadenersatz. Uns wird geschrieben: Um sich durch 
Unkenntnis des einschlägigen Gesetzes seines Rechtsanspruchs 
auf Schadenersatz nicht selbst für verlustig zu erklären, will 
ich, durch eigene Erfahrung belehrt, alle anläßlich des Putsches 
an Eigentum oder Gesundheit Geschädigten, bezrp. die sHin« 
terbliebenen der Erschossenen auch an dieser Stelle darauf 
hinweisen, daß der Antrag auf Ersatz des Schadens nach 
tz 5 deS Gesetzes vom 11. März 1850 innerhalb einer vor 
geschriebenen Anmeldefrist von 14 Tagen bei dem Gemeinde- 
vorstand, bczw. Magistrat Berlin, Büro für Aufruhrschädcn, 
angemeldet werden muß. Maximilian Maulbecker. 
o Offene Lehrstellen. Das hiesige Berussamt (Rat 
haus, Zimmer 88) hat offene Lehrstellen in folgenden Be 
rufen zu besetzen: Bandagist, Binderin, Büroangcstcll'.e 
(Stellen für schulentlasseue Knaben und Mädchen), Drechsler, 
Drogist (Stellen für höhere und Volksschüler), Fischer, Fri 
seur, Friseuse, Gärtner, Graveur, Installateur, Klempner,- Ko- 
lonlalwarenhändler, Lederwarenhändler, Realer, Metallbild- 
hauer, gelernte Putzsedcrarbeiterin, Schlosser, Schnried, Schnei 
der, Steiadruckcr, Steinmetz, Töpfer, Berläuferin, Vcrslche- 
rungsangestellte, Zeichner. DaS Berufsamt ist werktäglich 
von 8—3 Uhr geöffnet. 
*''■<£ o Abgabe von Schreibgeräten gegen Pfand an den 
Pauschaliern. Zur LMdcruug"'«ten, die sich auf 
%ct völligen Zurückziehung der Schreibgeräte aus den Schal- 
tcrräumen der Berliner Postvnstalten ergeben könnten, wer» 
den versuchsweise an geeigneten Schaltern oder am Maicken- 
verkaufsstande Schreibgeräte bereit gehalten und auf Ver 
langen gegen Pfand zur Verfügung gestellt werden. Die 
Schalter'werden entsprechend bezeichnet. 
o Teutsch« Volkspartei, Ortsgruppe Friedenau. Am 
Mittwoch, den 10. März, versammelte sich die der Teut 
schen Volkspartei angehörende Lehrerschaft Friedenaus im 
Gesangsaal der Königin-Luiso-Tchule, um nach einem 
fesselnden Bortrag der dlbgeordneten der Landes Versamm 
lung Frau Gehermrat Lotte Gannich über „Das Schrü- 
programm der Teutschen Bolkspartci", in welchem die 
nationale Einheitsschule, der Ausbau der Arbeitsschule, 
eine gründliche Reform der Ausbildung der Bolksschulleh- 
rer, Toleranz gegenüber der konfessionellen und der Sr- 
multanschule, Pflege der nationalen und christlichen Ge 
sinnung in der Schule, Schutz der Privatschule da, wo 
sie unentbehrlich ist. eine Reform der Universitäten und 
ein Einsetzen für die Volkshochschule gefordert wird, sich 
zu einer besonderen Schulgrnppc Friedenau der T. B. P. 
zusammenzuschließen. Als Ausgabe dieser Sihnlgrirppe er 
kannte man cs vor allein, die kulturpolitischen Ziele 
der Partei zu vertreten und für sie in der Oeffentlictzleit 
zu werben. Ta die Schulgrnvpcn der D. B. P. bereits 
seit längerer Zeit zu einem Reichsverband zusammenge 
schlossen find, so steht ihnen das Recht zu, die schul? 
und kulturpolitischen Aufgaben der Partei in der am 
1. April zusammentretenden Reichsschiilkonserenz zu Ver 
treten. Die neue Schulgruppe trat sofort mit 76 einge 
schriebenen Mitgliedern ins Leben und schloß sich ihr er 
freulicherweise auch der Schuldezenient Friedenaus, Herr 
Gemeindeschöffe von Wrochein an. Zur Führung der Ge 
schäfte der Gruppe wurde ein 7g!iedriger Vorstand gewählt 
der sich wie folgt zusammensetzt: 1. Vorsitzender Herr Lyzcal- 
dircktor Hannemaun, strllverlr Vorsitzender Herr Blü'.ncl, 
Schriftführerin Frl. Kioske, Beisitzer Herr Oberlehrer Ludwig, 
Herr Finke, Frl. Scheibe, Fel. Scharlau. 
o In der hiesigen Ortsgruppe der Teutschen dcmo- 
kratischcn Partei sprach am 19. d. Akts. Universitäls 
Professor Dr. Bcrgsträsscr über die letzten politischen 
Vorgänge in Berlin und ihre Folgen, insbesondere über 
den Gewinn, der hierdurch dem demokratischen Gedanken 
geworden ist. AIs geistigen Urheber der Berliner Vorgänge 
bezeichnete er Ludendarff und die Dcutschnationalen. Die 
politischen Ausführungen, die Ludendorff in seinem Buche 
macht, decken sich vollkommen mit dem Vorgehen von Kapp 
und Gen. Ludendorff war cs auch, der als erster die 
Baltikumtruppcn in Berlin begrüßte und dabei Uniform 
trug. Tie Kappisten und Lültwitzianer müßten sämtlich 
bestraft werden und ebenso muffe eine Aussiebung von Be 
amten in den Amtsstcllen stattfinden. Hoffentlich habe man 
sich die Leute gut gemerkt, die am Sonnabend schwarz-wciß- 
rote Fahnen heraushängten. Der Militärputsch war von 
langer Hand vorbereitet. Seit Monaten wurden politisch 
zuverlässige Führer ur-d Ossiziere nach Döberitz versetzt. Daß 
NoSke sich so von den Generälen einwickeln ließ, war sein 
größter Fehler, den er büßm muß. Ebenso wird inan sich 
Hermann Müller näher ansehen müssen, der gleichfalls von 
seinen Gehciinräten eingewickelt werde. Die Deutsche Volls- 
partei habe sich sofort mit den Kappisten befreundet Vor 
sichtig gefaßt waren die Erklärungen der Deutschiiotionaleu. 
aber man dürfe sich durch sie nicht irreführen lassen Tat 
sache sei, daß die Dcutschnationalen diesen Putsch gefördert 
und hcraorgerilfen haben; an ihren Rockschößen bleiben die 
Rebellen Kapp und Gen. hängen. Der Putsch war von 
vornherein Vorteil für die Demokratie und viele, die sich 
von rechts einsäuseln ließen, kehren heute reumütig zu den 
Demokraten zurück, weil sic erkannt haben, daß nur der 
gerade, stetige Weg ruhiger Arbeit vorwärts führe, uicma's 
aber eine Knutcugewalt, unter die sich das Volk heute nicht 
mehr beugen wolle. Er ging dann auch kurz auf die Zuden 
srage ein, die von dcutschnatioualcr Seite als Stichwort in3 
Volk hineingeschleudert wurde. Aber die Zuwanderung der 
Ostjuden sei nidit unter der jetzigen Negierung erfolgt, 
sondern Ludcndorsf war cs, der im Kriege die Juden ai:s 
dem Osten nach TeMschkänd holte, um sie in der Kriegs 
industrie zu beschäftigen und um so deutsche Kräfte für das 
Heer frei zu bekommen. Teil Leuten gefiel es in Deutsch 
land und so blieben viele hier und nahmen ihre frühere Be- 
schäftigung, namentlich in Berlin, wieder aus. Ferner hielt 
er eine Umbildung der Einwohnerwehren für erforderlich 
nach der Haltung, die sie vielfach in diesen Tagen einge 
nommen haben; er betonte, daß die schlechte Wirtschaftslage 
und die Preissteigerungen überall seien, in Amerika koste 
z. B. nach deutschem Gelde ein Mantel für ein 12 jähriges 
Mädchen 5000 M., das sei, selbst in Dollar berechnet, ein 
sehr hoher Preis. Hilfe Amerikas für Deutschland, Lebens 
mittelversorgung, Wucher und die Forderungen für Abbruch 
deS Streiks waren ferner Gegenstände seines Vertrages. Er 
schloß mich der guten Zuversicht auf ein Vorwärtsschreiten 
des demokratischen Gedankens und riet, unbeirrt aller An 
feindungen de» gerckden Weg weiter zu gehen, der zum Z eie 
führen muffe. Mit lebhaftem Beifall dankte die znblrciüc 
Versammlung den sehr bcochtrnswcrlcn Ausführungen des 
Vortragenden. In der Aussprache unterstrich besonders 
Herr Dr. Roscher manches von dein, was der Vortragende 
gesagt hatte. Herr L e o n h a r d t gab Bericht über einzelne 
Vorgänge im Ort. Weitere Redner erörterten verschiedene 
politischen Punkte. Der Vorsitzende, Herr Geh. Regierungs- 
rat Vogt, schloß den Abend mit einer kurzen Rede, in 
drr ec alle wesentlichen Punkte des Dorlrages und der Be 
sprechung nochmals zusammenfaßte und der deinokralischen 
Sache guten Erfolg wünschte. 
v Tie Vorlesungen über Kleingarieubau die Hc:r 
Richter im Rahmen der Friedenauer Volkshochschule dält, 
werden am Mittwoch, den 24. od. Freitag, den 26. d. Mts. 
im Gymnasium (Maybachplatz) fortgesetzt. Obst- und 
Blumenpskege sind Gegenstände des Vortrage«. 
o Der Verein der Gartenfreunde hielt gestern 
Abend seine Monals-Dersammlurtg ab. in der aber nur die 
Verteilung der vom Verein beschaffte» Säniercicn stattfand. 
Ter Vorsitzende. Herr Krüger, gab noch bekannt, daß die 
Berleiltiitg der Saatkartvffeln morgen Mittwoch. den 24. 
d. Mts. statksindct und zwar gelten die auf den zugeschickten 
Korten für den 16. d. Mts. angegebenen Zeiten. Tic nächst« 
Versammlung findet am 26. April statt. 
Vercins-Hachrlchten 
){ Große» Zlüam verspricht der L. IlntkchaltkmZsabciid deS 
Deutschnanon»lenZ»genddundeS OrtSgn-upe Friedenau, 
der am Donnertztaa, den 25. des Monats im jsl'ftfaal des xnerorin» 
Realgymnasiums. Homuthstr., stanfindrr. Reffintfomm. Veinäge. 
Colo-Tänze, Laurenlieder uns auch andere muffkalNÄe - a:l lemngen 
werden den Besuchern auch d:esmpl miede: einige a.-umireiche 
Stunden bereiten. Im Lluilclprurtl des Abends steht das Dr-ma 
„Joseph Hendrich" von Theodor Körner. Eintrittslarten sind der 
großen Nachfrage wegen schon jetzt bei Kossakowski, -chmartzcir- 
dorferstr., zu haben. 
Mr diese Rubrik übernehmen wir keine Pvramwr Rnuz) 
Zürn Fall Kvnicczka. 
Zur saltii.fi?:! Brr-.chüs.ung. L.w.r ,n.:st mich 
noch einmal mit der Pee.on d.s Herrn ft. l-r.dfu-::, um 
feine unwahren Behauin-moai rrck't.g zu stellen. Ich habe 
rite 1200 M. Miete gezahlt. souL?rn 1300 M. Ben Ok 
tober 1919 an 17SO M. ir.ll. ftodk. nzu-ülste.Hdamit 
di? büchst? Miete im Hai'-? trotzdem i i.ru? Wohnung im 
dritten Stock liegt. Das wüschen Sie als Verwalter iigenf» 
lid) wissen, Herr Lr. Bon eurem Wula::-?l-ruch uurner» 
seits ist mir und anderen nillus de! »nur, nur allein 
Ihnen, Herr fh Ich uaue ane.-, gar ttiue Bewull? n»g 
dazu. Ich werde in ich nie we:.;crn, was Reckn v.v.b ge 
setzlich ist, zu zahlen. Wenn man ne er, wir er-'bei mir 
der Fall war, trotz vorheriger Ankünd. igru:». vergist. mich 
zu steigern, t. h. i::ir reottwi.rg zu Ir, :ditz. :, o IiJ* 
. i.-'.ürckli 
g me 
'br zu za'? 
:rdc 
i, aucO -c. 
.-? NN 
or, Herr ft 
. Wozu S-e : 
»ich 
[CU wolle- 
-, ist 
wir ro-lilo: 
rruie.i unterst 
ä uö- 
An' 
stand- 
-stuiu ab . 
eist, darüber 
l affe 
entscheide. 
i, der 
mich keur 
tt. nur Sie :: 
icht. 
Briefe an 
I NUS 
l'D.eteo lo 
st".! e'-er dt? 
Bc- 
bauplung gerechtfertigt criche:::?». ba.ß b.escr todeuerjichr 
Mangel bei Ihnen vorhu.v'-i-u ist. Tai, Ihch.u unlcr 
Mieterra 
!t seiner seltenen Ginnt: 
ist ilei: 
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Bc- 
ginn Ih 
rer Herrschast ei» Dorn 
r::r tuu 
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ibezeichneten Sie i ;•» d. r 
i- jo.-'orl 
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inen 
viel 
schlechteren Geschäftsmann, als 
Wahrheit sind. 
Tast Ihrerseits Ankündigungen reu. Häust'rpc-rkä'.'.'cn rn 
Auslaiidsizcitungcu stattgcsmrdcn baden, ist von Ihnen 
hier sowohl wie in der Gemeindevertretung unwider 
sprochen geblieben. Ein Zuzug der Fremden nach hierher 
ist uin so weniger notwendig, als sich v.-ol-l gewiß Ver 
walter für deren hier erworbenen Grundstücke iruden :ocr- 
dcu. Was aber bei solchen Verkämen hcrawltlounnl und 
verdient wird, das ist treffend auw’esührt in der Basi 
schen Abendzeitung vom 2. März in dem Artikel „Tc- 
vifcnnot und deutsckicr Immobilienverkaus." Es tut inir 
leid, das: ich die Ocsfcntlichkeil noch einmal beschäftigen, 
mußte, aber Verwalter, wie Herr 5:. sind geeignet, Unzu 
friedenheit und Mißstimmung unter den Mie.ern hervor» 
zurufen und dadurch Gründung von Mieterräten nur zu 
begünstigen. Ans der Basis gegcnseilie.cn BerfländnifseS 
wird rnan sicher in dieser tollen Zeit n'ejtcrlommen, als 
mit mangelhaften Gesetzen und mir Zant und Streit. 
Für mich ,st der Fall K-ouieczka damit crledial. 
Mar Adral-a.n, Stubcnrauüffi'r. 38. 
zöerantn. 
Cchriftlcitcr: H c r m. Mari >» t ri s <n F riebe»«.. 
Amtliches 
Bekanntmachung 
. betreffend Anlegung neuer ZuckerkundeuNsten. 
Bo», 22. — 26. März 1920. werden neue Zuckerknndeuliften 
ausgelegt. In diese können sich die Haushalte bei einem 
derjenigen Händler, denen bisher von der Gemen:de Zinker 
zum Verkauf überwiesen worden ist. eintragen lassen. Hier 
bei sind dem Händler a) di? Berlin-Friedenauer Ausweis- 
karle, b) die sämtlichen neuen Zuckrrkailen deS Haushalts 
einschließlich der Kinderzus-ltzkarten vorzulegen. Auf dem 
Anmeldekonkrollabschnitt jeder Zuckerkarie rnuß der Raute 
und die Wohnung des Jvhabcrs eingetragen sein. Diese 
Eintragung hat durch den HauShaltungtzoorstand oder einen 
Hansbaltungsangehönzeu zu geschehen. Der Händler hat 
ans Grund der Answcfskarle d.e Zahl der ^ roigelrgtm 
Zuckerkarten nachzupiüfen. den Haushalt in die Kundevtiste 
einzutragen, auf den Kontrollabfclutilt die Nummer der 
Kundcnliste zu verweilen, den Auwcldeel,schnitt alsdann 
abzutrennen und an sich zu nehmen. Aus der Zuckerkatte 
fv5*.;i bat der Händler gleichfalls die Nnunuer der Kundktl- 
liste einzutragen und daneben sstuen Geschäsissiempel zu 
orüaen oder seine Firma handieiiliulich ein -ulragen. Itur 
Lu verhüten, daß sich Personen, d e sich etwa widerrechtlich 
Zucker-karten verschafft haben, in mehrere:! Goiwetten eintragen 
lassen können, bat der Händler aus der Rückt ule der 
Friedenauer Ausweis-karte bei Pr. 4 das Tatunr d:r Ein. 
tragung in nie Kundciil.stc zu veltneikon und donebeu 
seinen Geschaflssteinpek zu drucken. Die 61f"chäflsii>habkr 
haben genau darauf zu achte», daß dic'er Vermerk 
nicht unterbleibt. In keinem Geschäst darf au? 
Eintragung eures Haushalls rr'oigrn, l , stu ?luswriskarte 
bei Nr. 4 die vorgenante Eintragung entl u.:. Auch diejenigen, 
welche b.-i ihrem bisherigen Händ.'eHlka.ustn-w tzen. «rilssin 
die Neuciulragtlng vornehmen lasten. 1 ic Künl.cmwrzeichuW« 
finb in zwei;ocher An-k-ferugnng aiiznleaen, au';::rechntn rvrt 
der k'nlcrfchriit des Händlers zu verstheu und zugleich' mit 
den abgetrennten Aumeldcab-chuilier: ein Sv:rn-.-ben>, den 
28. März dem Geuremdevorsioud. Lebens-.„ftwka-.ut Ra'thiiüs 
l Treppe. Zimmer 28a zur Prüfung eüi-i nichen. Ans 
Umschlag der zu je 100 Stück vcipack.en AnmelbeabschuM« 
,st der Name sowie die Zahl der darin cnlhalieuen Äbsch'M 
ori-,»geben. Die Formulare für d:? Kunde! live aelange» 
in der hiesigen Zuckerstelle zur Ausgabe. Ti? Cii'irraguvg 
tu das KuudenoerzeichniS hat für jeden Eiugelragenrn bie 
Wukuiig, daß er bis auf weile:es nur tum dielem Händler 
bchiehcn kann. Wer ohne sein Verschulden (z..B. Ktunkheir,
        
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