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Periodical volume Nr. 64, 22.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

schen Straße 3«J mit seiner «hesr»u «uf. ^em HeiMe,^ 
AIs sie vor dem Hause Aiugstr. '^ angelangt' rvaren^ traf dm 
Mann eine der versehentlich abgeschossenen Kugeln in den 
Kopf, sodass er sofort tot zusammenbrach. Seine Frau siel 
in Schreikrämpfe und verlor vor Schreck die Sprache, die 
sie erst am anderen Morgen wiedererlangt^ Das Ehepaqr 
hatte vor einigen Jahren seine beiden Kinder durch Schar 
lach ganz plötzlich verloren. Nun hat auch dem Mann ein 
schrecklicher Tod ereilt. . , . 
Am Donnerstag Nachmittag gegen Va 4 Uhr würde von 
Reichswehrtruppen im Hause Jllstraß? 6 ein -Waffenlage'r 
aufgehoben und der Inhaber,^ein Junggeselle, sestgenommen. 
Bielerlei Gerüchte schwirrten in dieser Z?st durch den 
Ort. Dem einen mussten die Herren Pfarrer Kleine und 
Wetter mit folgender Erklärung, die wir im Schaufenster 
aushängten, entgegentreten: 
„Mein Sohn Heinrich Kleine ist an den Unruhen der 
letzten Tage weder aktiv noch passiv beteiligt gewesen. Viel 
mehr mar er von Montag bis Donnerstag'tagsüber nicht 
in Friedenau anwesend. Kleine, Pfarrer/ 
„Mein Sohn Theobald Vetter ist am Montag Mittag 
beim Heraustreten aus dem Hause, als er sich zum,Dicnst 
nach dem Rathause begeben wollte, überfallen worden, hat 
aber keinen erheblichen Schaden genommen. Er hat weder 
eine Handgranate geworfen, noch eine andere Masse ge 
braucht, noch irgend jemand verletzt. Vetter, Pfarrer." 
Als am 18. d.Mts. bekannt würde, haß Kapp und Lüttwitz 
erledigt, General von Seckt das Kommando übernommen 
und die fremden Truppen, Berlin noch im Laufe des Tages 
verlassen würden, da ^hosflen, viele auf Beendigung des 
Generalstreiks.' Aber die Streikleitung liess noch nicht ab 
blasen, sie forderte, dass die, fremden Truppen erst restlos 
Gross-Berlin räumten und dann entwaffnet würden. Ferner 
stellte die Streikleitung verschiedene Forderungen, über die 
am Sonnabend früh mit der Reichßreglerung und der 
preussischen Regierung verhandelt wurde. Für die Beendi 
gung des Generalstreiks wurden schliesslich folgende Vcrein- 
barungen getroffen: 
1. Die anwesenden Vcctrcter der RegjerungSparteien 
werden bei ihren Fraktionen dafür eintreten, dass bei der 
bevorstehenden Neubildung der Regierungen im Reich und 
in Preussen die Personen frage, von den Parteien nach Ver 
ständigung mit den am Generalstreik beiciliglen gewerkschaft 
lichen Organisationen der Arbeiter, Angestellten und Beamten 
gelöst und dass diesen Organisationen ein entscheidender Ein 
fluss ans die Neuregelung der mirtschafts- und sozialpolitischen 
Gesetze eingeräumt wiid, unter Wahrung der Rechte der 
Volksvertretung. 
2. Sofortige Entwaffnung und Bestrafung aller am 
Putfch oder am Sturz der verfassungsmässigen Legierungen 
Schuldigen, sowie der Beamten, die sich ungesetzlichen Re 
gierungen zur Verfügung gestellt haben. 
3. Gründliche Reinigung der gesamten öffentlichen Ver 
waltungen und Betriebsverwaltungen von gegenrevolutionärcu 
Persönlichkeiten/ besonders solchen in leitenden Stellen und 
ihren Ersatz durch zuverlässige Kräfte. Wiedereinstellung aller 
in öffentlichen Diensten aus politischen und gewerkschaftlichen 
Gründen gennassregelien OrganisationZvertreter. 
4 Schnellste Durchführung der VerwaltungSreforrn auf 
demokratischer Grundlage unter Mitbestimmung auch der 
wirtschaftlichen Organisationen der Arbeiter, Angestellten und 
Beamten. 
5. Sofortiger Ausbau der bestehenden und Schaffung 
neuer Sozialgesetze, die den Arbeitern, Angestelskcn und Bx- 
omtfifl; volle soziale, und wirtschaftliche. Gleichberechtigung, 
gewährleisten. Schleunige Einführung eines freiheitlichen 
Beamtenrechts. 
0. Sofortige Juangri",iahme de: SoZialisieiunz der 
dazu reifen Wirtschaftszweige unter Zugrundelegung der 
Beschlüsse der SozialierungLkümmission, zu der Vertreter der 
Berufsoerbände hinzuzuziehen sind. Die Einberufung der 
Sozialisterungskon'.mifsion erfolgt sofort. Uebernahme des 
Kohlen- und des Kalisyndikats, dgrch das Reich. 
7. Auflösung aller der Verfassung Nicht treugebliebenen 
konterrevolutionären militärischen Formationen und ihre Er 
setzung durch Formalionen aus den Kreisen der zuverlässigen 
republikanischen Bevölkerung, insbesondere der organisierten 
Arbeiter, Angestellten und Beamten, ohne Zurücksetzung 
rgecld eines Standes. Bei dieser Reorganisation bleiben 
ciworbene Rechtsansprüche treugebliebener 'Truppen und 
Sichcrheitswehrcn unangetastet. 
8. Wirksame Erfassung, gegebenenfalls Enteignung der 
verfügbaren LebeuSinitlel und verstärkte Bekämpfung, des 
Wuchers und Sch'rebcrtumS in Land und Stadt. Sicherung 
der Erfüllung der AblreferungSvcrpflrchtung durch Gründung 
von LiefenmaSverbänden und Verhängung fühlbaicr Strafen 
bü böswilliger Verletzung der Verpflichtung. 
Die Arbeit wurde aber noch nicht überall sofort wieder 
aufgenommen; die Arbeiter verlangten gewisse Garantien 
für die Aussührrmg der Vereinbarungen. andererseits waren 
linksradikale Putscht am Werke, um die Gelegenheit für ihre 
Hwecke auszunutzen. Rur Eisenbahn ^ uuo Post nahmen 
sch»n"am SoüüäSeud Abend de,r Betrieb wied-t auf. 
♦ i • Jm.,r»ßW^rm> ,»W«n ;st -iM heute der »»trieb 
müp übe»« «ifiettMMtteo chMG »tz.»»«K 
Paß «u8 diesem Putsch, durch den schwer am Leutschen 
Volke 'und am deutschen Wirtschaftsleben gesündigt wurde, 
gelernt worden ist. Daß man klar erkannt hat, wie sinnlos 
jeder Gewaltstreich — gleichviel von Welcher Seite er kommt — 
ist und‘ daßnyr ruhig es .-arbeitsames Vorwärtsschreiten, 
-untrr' der ' Eileichberechtigung aller Volks- 
gen, s f'e ft»' Deutschland ^wieder' emswrMri'ngeft "vermag. 
, -£»■* * ■*. V »' > * ■*.•* •■<*» ■ -r» \xks ' < v --VV 
Ile^TSWeit der NolhW InBerjlv. 
> : TL V W-j r , ■ .1 V;- • t * •«’T >.-.kFr 
Durch den Generalstreik sah, sich die Technische Nothilfe 
vor, eine überaus schwere Aufgabe gestellt. ' Getreu ihren 
Grundsätzen und dein bei ihrer Gründung von der Reichs 
regierung festgelegten. Richtlinien musste sie auch in diesem 
Fall«,.überall dort, eingreifen, ..wo durch Nichtcrpsführung der 
Notstandsarbeiten in lebenswichtigen Betrieben unabsehbare 
Folgen über die Allgemeinheit zu kommen drohten. Erst 
wenn man bedenkt, welche Folgen die Schäden gewesen sein 
müssten,, hätte die Technische Nothilfe nicht hier als neutrale 
Institution gleich der des Roten Kreuzes ihre Hilfsarbeit 
für das Allgemeinwohl geleistet, lässt sich die dringende 
Notwendigkeit ihres Eingreifens recht ermessen. In den 
meisten Verlirier Gas- und Elektrizitätswerken wurden die 
Nvtstandsarberten nicht ausgeführt. Durch deren Nichtver 
richtung in den Gaswerken hätte infolge des Erkaltens der 
Retortenöfen die Gefahr bestanden, daß die Bevölkerung 
auf lange Zeit ohne Gas hätte bleiben müssen. Bei der 
Bedienung der Gaswerke beschränkte sich die Nothilfe auf 
diese notwendigen Vorbereitungen, damit bei Abbruch des 
Generalstreiks sofort wieder Gas geliefert werden könne und 
gab im beschränkten. Umfange Gas ab. Bei den Elektrizitäts 
werken wurde die Schaltung so eingerichtet, daß in erster Linie 
verkehrsreiche Strassenzüge u. Krankenhäuser mit Beleuchtung 
versorgt wurden. Technisch unmöglich war cs hierbei freilich zu 
verhindern, dass innerhalb dieses Rahmens auch minderwichtige 
Stellen Strom erhielten. In den Wasserwerken wurden teilweise 
die Notstandsarbeiten von der Arbeiterschaft dieser Werke 
selbst verrichtet. In denjenigen Wasserwerken, in denen 
dies trotz ausdrücklichen Gemerkschaftsbeschlnßes nicht geschah, 
setzte die Nothilfe gleichfalls ein. Die Notwendigkeit war 
ohne weiteres klar, ohne Wasser w re keine Haushaltuügs- 
führung, kein Krankenhausbetricb, kein Löschen von Bränden 
und keine Kanalisation mehr möglich gewesen. Die technische 
Nothilfe wurde eingesetzt in 53 Betrieben mit 3 500 Mann. 
Unter den Betrieben befanden sich 12.Elektrizitätswerke mit 
11 Untcistatwnen, 10 Wasserwerke, 9 Gaswerke und 4Kranken- 
häuscr. 
Ans der Fülle der notwendigen Einsätze sind als be- 
s mders bezeichnend für das stille Wirken der Nothilfe zum 
Nutzen Aller hervorzuheben, daß beispielsweise auch der 
etcicb städtischer Kühlanlagen aufrecht erhalten wurde. 
N 
wodurch allein in einer Halle 13 000 Kilogramm Fleisch 
und grosse Viengen von Vnlter, die dem Verderben aus 
gesetzt waren, gerettet werden konnten. Auch musste die 
Nothilfe nichs, nur notwendige Kohlenznfuhrcn zu. den 
Krankenhäusern regeln, sowie, deren eigens Kraftstationen 
aufrechterhalten, sondern auch für dasjenige Hauspersonal 
der Krankenhäuser, daS den Dienst niedergelegt hatte, mit 
Nothclferinncn einzuspringen, um die notwendigen Haus 
arbeiten, Köchen und Waschen zu übernehmen. 
Innerhalb dieses für sie feststehenden Rahmens der 
Notstandsarbcit hat die Nothilse aber jede n ich t lebens- 
wi'chügx und nicht dem Wähle der Allgemeinheit dienende 
Tätigkeit zurückgewiesen, obwohl natürlich ' vom un- 
zähligen Seiten ihre Hilfe beansprucht wurde. 
Her dm A. LvL^. 
V/ a Ahr im Verein»,immer der Statekellers Mitglied«» 
lung. ' Saittrnverteilung. . , ... - , 
, )(Deutschnationaler Volksvertin, SchAneberg. Am'DinntK- 
tag, den 22. März, abends 8 Uhr findet in der Aula der HohH- 
zollern-Obettealschule. (Eisenacher- Ecke Belzkgerstr.) «ine öffentlich» 
Versammluna statt, in welcher Herr Tr Oberfohren'M d. N. UH» 
„Unsere wirtschaftliche N«t und die Regierung" sprechen wird. 9fr 
den Vortrag schließt sich eine freie Aussprache an. Das LrschemM 
Zller Mitglieder ist dringend"«fqrderlich. 
)(Deutsche Volkspartei,Jugendgruppe: MitgkiederoersamptliM, 
Donnerstag den 25. März, abends 8 Uhr iw. 6öniain-Luisen-I>L. 
ti--,/, «Zerrn Lehrer Cords' i'-'op „nser--?- Nn7,>in,i-,sck>aM 
!s: „Die Lage unserer LandwirtschasI 
iz». Geschäftlicher Teil: Neuwahl des^Dorsitzeriden.' 
Gestern abend wurden hier in der Gastwirtschaft von 
Klabe^ in der Handjerystcaße 11 Vorstandsmitglieder der 
hiesigen Unabhängigen sozialdemokratischen Partei, unter 
ihnen auch der Gemeindeverordnete Paul Richter, fest 
genommen und abgeführt. Wir konnten bis zur.Stunde., 
nicht «rrmjtteln, welche Stelle die Verhaftung veranlaßt u^d 
welche Truppe sie ausgeführt hat. Auch der Grund der 
Verhaftung ist nicht bekannt. 
lf: 
»rttbbt. pylrer o^)rtgtna»artts»l -njie mit Qucllmangabe aestaitet g ^ 
o Eine Ausierrrrdenftichc Sitzung , der Gcmeindevcrtretuftg, 
findet, morgen (Dienstag) Abend 6 Uhr irn Rathaus (Sitzungssaal) 
statt, An. erster Stelle der Tagesordnung "stehen'Anfragen über die 
Einwohnerwehr. 
-Mr diese Rubrik übernehmen wir keine ykxatitsvvtim&i 
i EU» bissiger Hmid 
Irr einem Hanse der Kaiserallce nächst Fröansstrasse, ist 
ein schlvärzcr Wolfshund, dessciüBesitzcr endlich eine War 
nung erhalten, sollte. Dieser Hund- ist ein äusserst bissiges 
Tier, das schon wiederholt andere Hunde angefallen.und 
sich derart in sie verbissen hat, dass es ein..aufregendes 
und widerwärtiges Schauspiel für 'Passanten, und ein 
schädliches , für Kinder bietet.. Gesterff. tyurde von. dem. 
betr, Hchid wieder eiv.ävdertzt^Tisr.anaefahlM' -txqS witzß.«r., 
EMitWoi • «.'Ach? 
am 1 
Bortrag de» 
mit Ailsspraö 
i X Der Tennis-Club Ei B. B. 'schwarz-weiß - E7V. fiat seft 
nach den Vorschriften der deutschen»Tennis- und Turnierbehörd«, 
angelegten Tennisplätze nach der Werstraß^'in SchöNeberg, 'zivi-sckM» , 
Unlergrundbahnhof Hauptstraße und Ringbahnhof Wilmersdorf-.' 
Friedenau verlegt, ivoselbft zur Zeit der Ausbau eines neuen Clnv 
Hauses erfolgt. Die Arbeiten sind soweit vorgeschritten, daß müt- 
.einem pünktlichen Beginn der Spielzeit am 1. April gercchwB, 
werden kann,— Auskunft erteilt die Gcschästsstell«, Berlin-Frieden««, 
Bachestraße ü (Heinrich) Fernsprecher No. 8253. 
Sie EnglaAder UNd das BötkerieUs 
Dir „Bestie inr Weltkriege",. 2. Teil ,.D i e E,nH-, 
länder und das Völkerrecht" ist soeben erschient» 
(Verlag Gersbach u. Sohn, Berlin W. 35). Da das dentsH»- 
Volk stürmisch die Gegenliste und eine Gegcnrechnnng soH-- 
dert, haben es 2 Kriegsbeschädigte unternommen, die Vch»>^ 
gehen unserer. Feinde wider das Völkerrecht an der HanU' 
eines eidlich erhärteten Tatsachenmaterials in ein«* 
Schriftenfolge der. Oefsentlichkeit zu übergeben. (PrM>' 
jeden Heftes 1 M., zu haben an allen Zeitungskiosk«» 
und in den Buchhandliuigen), sowie in der GeschästsstsM 
unseres Blattes, Rheinstr. 15. 
Wir bringen aus diesem Heft einige wahllos heraiW- 
gegrifscne Abschnitte, die mehr als viele Worte beweisM, 
wo die lvahren „Kriegsverbrecher" zu suchen sind. 
Kanadier als Bestien. 
Der Unteroffizier Paul Marx aus Essen wurde am 
26. August 1916 am Kopf, Oberschenkel, an Schulter und 
Arm verwundet. So lag er mit mehreren Kameraden:tit. 
einem Granattrichter, als etwa nach einer halben StUkH»- 
4 oder 5 Kanadier erschienen. Diese schossen auf 2 Meftm^ 
Entfernung mit ihren Gewehren auf die wehrlos Daliege«-, 
den. Dabei bekam Unteroffizier Weiss- einen Brustschuß, 
das Geschoss ging durch ihn durchs und blieb Unterosf^ 
zier Marx im rechten Oberschenkel sitzen. Darauf traten di* 
Kanadier näher und stachen mit ihren Bajonetten auf d?« 
Verwundeten ein, wobei Marx einen Stich in den linW» 
Oberschenkel bekam; offenbar in der Annahme, dass H» 
Deutschen alle tot seien, gingen die Kanadier tveiler. ■; 
Obwohl sehend, des Augenlichts b e ir a u i t 
Ter Dreher Peter Klees aus Duisburg-Beeck wurßch 
am 13. November 1916 bei Bcaumont-Hameln mit n«H 
6 Kameraden gefangen genommen. Kanin hatten sie ih*«G 
Graben verlassen, so wurden sie von den Engländerp. 
beschossen, obgleich diese sahen, dass sie verwundet - warnlh 
und dass sie ein Engländer als Gefangene nach dem eng 
lischen Graben ‘ führte. Die Schüsse kamen ganz aus bh 
Nabt, zwei von den Deutschen wurden getroffen »NA. 
blieben liegen. Die Gefangenen kamen dann zu ein»& 
Feldlazarett, wo sie verbunden wurden. Operationen toiwK 
den jedoch nicht vorgenommen,, auch wurden die Gran*t» 
splittcr aus den Wunden nicht entfernt. Klees hatte cinD' 
Splitter im rechten Augep der ebenfalls nicht eniferW 
lvurde, obwohl zwei Operationen an dem Auge vorg»^ 
nömmen würden. -Bei der dritten Operation wurde fei». 
Auge entfernt. Tie, Operationen erfolgten in Zwisch«P« 
säume» von 3 Tagen. Vor der ersten Operation konnt» 
er- noch besser sehen wie nach den Operationen. NE 
der Entfernung des Augapfels wurde der Verband niM-' 
erneuert, so daß die Wunde zu eitern anfing. Auch clttH*, 
8 anderen, die Augenve'rletzungen hätten, wurde das AugD 
entfernt, obwohl sie fast alle noch sehen konnten. 
Die A u g c n a u s g e s ch n i t t e n. 
Noch grausiger aber war der Fund, den am 26. OB- 
tober 1914 der Wehrniann Rath westlich Becelare mach»«.^ 
3 Dis 4 deutsche Pioniere lagen da, denen nian beit»' 
Augen vollständig ausgeschnitten hatte, - die Wundränft»». 
waren scharf begrenzt; die Umgebung der Augen WZA 
mit herausgebohrt. 
Ein Australier als Meuchelmörder, c s " 
Der Handlungsgehilfe Paul Grus aus RingenbM<( 
hat mit eigenen Llugen gesehen, daß ein gefangener DeP' 
scher, der verwundet neben ihm lag, von einem Australi«. 
ganz allein • deswegen kurzerhand erschossen wurde, w»G^ 
er ihm seine Uhr nicht abliefern wollte. Er erhielt eiept 
Nevolverkugel in die Stirn. Von demselben Austral»«»» 
wurden noch ,15 Mann. und ein Offizier erschossen, dH,, 
sich hinter den englischen Linieii nach rückwärts begäbe«, 
also bereits gefangen waren. Die Australier in vorderfM! 
Linie drehten sich um. und schossen die zurückgeherMH^ 
16 Deutschen einfache.nieder. „ ' 
15 v,erwundete Deutsche mit Hacken 
e r I ch-l a g c n. 
1 Nach den Gefechten am 6. und 7. November ' 19JU 
um den Polygonwatü.beobächtete der Unteroffizier SchaM'. 
wie die Briten deutsche Verwundete in der Nähe Nf"" 
englischen Stellung an den Grabenrand heranzogen uflf» 
denselben mit kleinen Hacken die Schädel einschlugen. E»s»d 
schlich, war der Hilserns der Verwundeten: „.Kameradr«'-- 
helst uns".' Dann erstarrten und starben sie. 
I" 
äh»-- 
licher Weise sind nach den Angaben des Sergeanten Herold 
vor seiner Stellung etwa 15 verwundete Kameraden uttii- 
mann.Rose: „Dann aber hörte ich noch . stimdenlaii,,-. 
und zwar, bis gegen das Morgengrauen, das Wehklage« 
und Schreien meiner zurückgebliebenen, Kameraden, ffi» 
der Art des Schreiens merkte ich deutlich, dass cS sich niW 
um das Herbeirufen von Hilfe, .sondern. nmvTodessclsvei» 
handelte, so daß mich jedesmal, beim AnhSreu dieM 
.'Schreie Entsetzen über das Morden ergrijs". \ 
DaS sind nur wenige Beispiele! Und dabei erdreist^»-' 
sich die Engländer, als Richter über Deutsche auszuttete,!- 
Wir empfehlen die „B e st i e i m W e k t k r i e g c" allM 
dringend zur Anschaffung. Tie Schristen müssen in MaM» 
unter das Volk kommen, damit die Blinden unter «M 
sehend werden, sonst ist ihr Zweck verfehlt! 
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