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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

In pöbelhafter Weise niedcrgebrnllt? Ties-ist ja auch 
leichter: Hundert mich niederzuschreien, als ich Hundert.- 
Ich stelle fest, daß ich in meiner Rede vergewaltigt wurde, 
daß viele sozialistische Redner nach mir angebrüllt wur 
den l' Bedenken Sie nur, welche Erbitterung die Bürger 
lichen dadurch nach links erzeugen, während ich versöhn- 
lich wirken wollte! Es ist nachher von einer beschränkten 
Zuhörerin behauptet, ich sei Ausländerin, habe Paß 
zeigest müssenf Unwahr! Ich bin Berlinerin und evange 
lisch, getauft in Berlin! Wie das bürgerliche Pitblikum 
mit- Worten gegen mich losging, welche bedrohliche. Hal 
tung es gegen mich annahm, können Sie daraus folgern: 
2- Nach meiner, durch 10 saches Niederbrüllen unrer- 
brochenen, nicht beendeten, weil vergewaltigten Rede, kam 
ein Herr auf mich zu.mit den Worten: Kriminal, bewaff 
net, fürchten Sie. nichts, Sie stehen unter meinem Schutz, 
ich begleite Sie hinaus bis nach Hause! Dies bin ich zu 
beeiden bereit, der Herr wohl auch! Dies öffnet Ihnen 
wohl die.Augen, wie sich das Publikum gegen eine wehr 
lose, allein zur Versammlung kommende Frau benimmt, 
weil sie als Sozialistin für die Arbeiter eintritt. Be 
denken Sie stets die Wirkung! Ten Sturm begann das 
ungebildete Bürgerpublikum, wir Sozialisten benahmen 
uns anständig. 
3. Weiterer Beweis: Als man mich immer wieder 
niederbrüllte, denn Wahrheit ist oft unbequem, da erhob 
sich eine alte, feine Dame, bekannte sich als Deutsch- 
Nationale, drückte neben mir am sstcdnerpult ihr Be 
dauern, ihre Empörung aus, wie inan eine Gegnerin be 
handelte, mich, die für die Arbeiter sprach mit starker 
Betonung, wie ich mein Vaterland liebe, wie man helfen 
könnte, wie das Solidaritätsgefühl unter Deutschen stärken, 
ja erst wecken. Mein Schutz, diese feine Dame, der ich, 
laut dankte, beweist mit ihrem Dazwischentreten Ihnen' 
wieder, daß ich nicht tot redete, sondern tot geredet 
wurde- Es fehlen nur noch, nach Rezept in Gcrlach-Vev- 
sammlung, die nicht geistigen Waffen gegen mich! Tic 
dort zufällig anwesenden Arbeiter, mir unbekannt, schütz-, 
len mich, wie der Krimiualmaun. Finden Sic etwa, 
daß die. Bürgerlichen sich nach meiner von Zeugen zu 
bestätigenden Darstellung würdevoll und — deutsch be 
nahmen? Ich habe andere Begriffe von deutscher Ehre 
und stehe dafür ein .— aus Vaterlandsliebe. 
Margarete Sobotta, W. 62, Kleiststraße 13, G. 1. 
Mitglicd der S. P. D. 
Am Lliche s. 
AnlavWg zu? 
Eitumg ber EewünSeinrirsitma 
am Torrncritag, den 48. März, d. Is., nachm. 7 Uhr, 
im Sitzungssaals des tztathause.:;. Nacy der Vorschrift >.r» 
3. Abs. d?s § 166 der Landgemeindeordnnng wird daraus^ 
hingewiesen, .daß die Nichterschetstenüen sich den gefaßte',' 
Beschlüssen zu unterwerfen haben. 
Tagesordnung: 
a) in öffentlicher Sitzungft 
1. Mitteilungen. 
2. Antrag der. dcutschdbürokratischen Fraktion betr. Ein 
spruch gegen die Erhöhung der Fernsprechgebühren. 
3. Desgleichen betr. Regelung der Zuständigkeit für die 
Angelegenheiten des Kindergartens. 
4. Ermächtigung zur vorläufigen Leistung von Ausgaben 
für 1020. 
5. Bewilligung von Mitteln für die Beschaffung von 
Elektrizitätszählern. 
6. Erhöhung der Gemeindeinkommensteuer. 
7. Aenderung des § 22 der Einkommensteucrordnung vom 
23. November 189.4. 
8. Bewilligung eines Beitrages für die Grenzspende. 
0. Erhöhung des Schulgeldes. 
10. Neuregelung der Pfiichistuirden für Lehrerinnen an 
der Königin-Luise-Schulc. 
11.. Eine Schadensersatz-Angelegenheit. 
12. Umbau des Gesang- und Zeichenrauines in der 1. Ge- 
merndeschule. 
13. Errichtung von Klciniierställen auf dem Gütergotzcr 
Waldfricdhos. 
14. Nachbewilligung von Mitteln für die Herstellung staub 
freier Kammern im Rathause. 
15. Beschaffung des Brennstoffbedarss für 1920. 
16. Vorlage betrefsennd Festsetzung der Tageszeit für die 
Ueberlassung des Bürgersaales. 
17. Erhöhung der Friedhofsgebühren. 
b) .in geheimer Sitzungr 
48. Personalaiigelegenheften. 
Die bezüglicheii Vorgänge und Men könne» während 
der Dienststuiiden im Amtszimmer' einaesehen werden 
Berliit-Fricdeuau, den 12. März 1920. 
Der Gemeindevorsteher Walger. Bürgermeister. 
Bekanntmachung 
Vollmilch für Kinder. 
Die Ausgabe der Kindervollmilchkarten ftir April er 
folgt wie bisher durch die Herren Broikoiinnifsare in 
diesen Tagen. 
Milch für Kranke. 
Die Ausgabe der Vollmilchkarten für die nüchstetr 
Monate sowie der Vi-Liter-Bollniilchkarteii, die an Stelle 
fehlender Kondensmilch für April ausgegeben imnsoen, 
erfolgt, soweit die Karten nicht bereits zugestellt siird, wie 
bisher im Rathause, 1. Stock, Raum 26 a (Lebensmittel- 
«uit) und zwar: 
mn Dienstag, den 16. März die Buck,staben A—H, 
am Mittlvorb, den 17. März, die Buchstaben F—Q, 
«in Donnerstag, den 18. März die Buchstaben R—Z 
in der Zeit von 9 Uhr vormittags bir 1 Uhr nachmittags 
gegen Vorlage des BewilkignngSschreibenS für die kaufen- 
den Monate. 
Es wird dringend ersucht, die Sage dtp 
A tl ä g a b t unbedingt i 'n ncz u halte n. 
Berlin-Friedenau, den 13. März 1920/ 
Der Gcmciudcvorstand. I. V.: Fricbel. 
Bekanntmachung. 
ES wird bicrdurch in Erinnerung gebracht, daß gcini 
der Obcrpräftdialverordnung vorn 1, April 1891 die i 
diesseitigen Amtsbezirk befindlichen Bäume, gleichviel, < 
|ic Jicl) in Gärten, auf Wegen, Straßen oder Plätzen 'b 
ftnden. alljährlich in der Zeit vom 1. November b 
Io..Marz durch Abkratzen und Ablehren von den auf ibm 
bkfmdlichcn Raupen sowie deren Eiern zu befreien sin 
Säumige verfallen nicht nur in die in dex genannten Be 
01100010^6 Strafe, sondern haben außerdem d 
Aussuhrimg der unterlassenen Handlung auf ihre'Kost, 
durch.. Dritte zu gewärtMU, Berlin-Friedenau. d 
ft. Marz. 192Q,. Der AmtS^rßeher., Walger. 
MtMtatAni 
Lieferanten, Unternehmt ^sw„ welche Forderungen an 
die hiesige «mttz-. und SetsteindtveMlmrrg haben, werden 
gung einzureichen. Etwaige Bestellzettel sind den Rech 
nungen beizufügen. Derlin-Friedenau, den 12. März 
1920. Der Gemeindevorsteher. Walger. 
Verordnung über Brotpreise. 
Aus Grund der §§ 58 und folgende der Reichsgetreche- 
ordnnng für die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919 «'Reichs-,' 
gesetzblatt Seite 535) wird für den Bezirk der Gemeinre 
Berlin-Frndenau angeordnet: 1. Die Verordnung vom, 
9. Februar 1917 wird wie folgt geändert: Artikel II 
§ 1 erhält folgende Fassung: Ter Gebäckpreis darf im. 
Kleinverkauf nrcht übersteigen für 1900 Gr. Großbrot'. 
265 Pfg.', für 50 Gr. Kleingebäck 8 Pfa., für 1200 Gr.. 
Krankcnbrot 195 Pfg. Bei Abgabe des Gebäcks rn Teilen' 
dürfen Bruchteile von Pfennigen ,als volle Pfennige ge-' 
“ ' hl> ’• 
Ter Genwindcvorstand. I. V. Frredel. 
AuLschneiden und Aufheben! 
Bekanntmachung. 
Im Jlltcresse einer ordnungsmäßigen Erstattung der 
polizeilichen An- und Abmeldungen habe ich nachstehenden 
Fragebogen zusainmengestellt, dessen Inhalt berufen sein 
soll, alle Zweifel, die bei den Mietern und Vermietern 
über die Handhabung deS Meldewescns bestehen, zu bc- 
sciftgcn: 
Fragebogen: 
1. Wer ist anzumelden und in welcher Frist? 
Alle von auswärts zugezogenen Personen, wenn 
sie sich nur vorübergehend zum Beispiel zum Besuch 
hier aushalten wollen, ferner die im Orte umgezogenen 
Personen, sowie Kinder, die außerhalb Berlin-Friedenaus 
von hier wohnenden Frauen geboren sind. Meldesrftt: 
24 Stunden. 
2. Wer ist abzumelden und in welcher Frist? 
Alle nach auswärts verzogenen, im Orte umge 
zogenen und außerhalb Berlin-Friedenaus verstorbenen 
Personen. Abmeldcsrist: 24 Stunden. 
3. Wer hat die Meldung zu erstatten? 
Ter Hauseigentümer oder der von ihm dem Melde 
amt namhaft gemachte Vertreter für alle im Hanse 
wohnenden Mieter und Untermieter cinschl. Dienstper 
sonal. Er, oder der von ibm eingesetzte Bcrtrewr liat 
seine Unterschrift auf dein Meldeamt niederzulegen, da- 
’ mit die eingehenden Meldungen ans ihre Richtigkeit ge 
prüft werden und Falschmeldungen, wie solche zur Er- 
langung von Brotkarten wiederholt vorgekommen sind, 
vermieden werden. Unterschriftsstempel sind nicht ge 
stattet. Tie Meldungen sind außerdem noch vom Haus- 
haltungsvorstand zu unterschreiben, cs enthält also jede 
Meldung zwei Unterschriften. 
4. Form, Inhalt und Zahl der Meldungen. 
Die vorgeschriebenen Formulare sind mit Tinte 
oder Tintenstift genau auszufüllen und in drei Vor 
drucken, von denen einer nach Abstempelung dem Ueber- 
bringer zurückgegeben wird, einzureichen. Bei Personen, 
die sich zum Besuch vorübergehend hier aufhalten, Le 
bensmittel aber nicht in Anspruch nehmen, ist nur eine 
An- bezw. Abmeldung erforderlich, die in der Melde 
stelle verbleibt. 
5. Wer liefert die Formulade für die An- bezw. Ab 
meldungen? 
Der Hauseigentümer oder sein Vertreter, da er 
nach den polizeilichen Vorschriften zur Erstattung der 
Meldung verpflichtet ist. 
6- Ist ftir den Fall, daß eine Wohnung ohne das Ein 
verständnis des Hauseigentümers bezogen worden ist, letz 
terer verpflichtet, die Meldung zu bewirken? 
Ja, die privatrcchtlichen Ansprüche des Hauseigen 
tümers werden durch die Meldung nicht berührt- 
7. Folgen nicht rechtzeitiger An- oder Abmeldungen. 
Geldstrafe bis zu 60 M., an deren Stelle im Falle 
mangelnden Vermögens entsprechende Haftstrafe tritt. 
Berlin-Friedenau, den, 8. März 1920. 
Der AmtS'vörstcber. Walgcr, Bürgermeister.- 
' Bekanntmachung. 
über Festsetzung von Briketipreisen. Unter Aushebung der 
in der Bekanntmachung des Kohlenverbandes Groß-Ätttlin 
vom 31. Jan. 1920 (J.-Nr. L- 228 20), sestgc'etzwn Ver 
kaufspreise für Briketts werden auf Grund der'Bekannt- 
machung des Bundesrats über Errichtung von PrciSdrü- 
fungsstellen.und die Vcrforgungsrcgelung vom 25. Sep 
tember und 4. November 1915 (Reichsgesetzblatt S. 607 
und 728), in Verbindung mit der Anordnung der Landes- 
zentralbehördcn über die Errichtung des Köhlenverbandes 
Groß-Berlin vom 21. August 1917 für die Stadtkreise 
Berlin, Eharlottcnburg. Neukölln. Berlin-Schöneberg) 
Berlin-Lichtcnbcrg, Berlin-Wilmersdorf, sowie die folgen- 
den Orte der Landkreise Teltow und Nieoerbarnim: 1. im 
Gebiet des Kreises Niederbarnim: Berlin-Buchholz, Bcr- 
lin.Friedrichsfclde, Berlin-Heinersdorf. Berliu-Hohenschön- 
Hausen, Berlin-Niederschönhausen, Bcrlin^Dberschönewclde. 
Berlm-Pankow, Berlin-Reinickendorf. Berlin-Rofenthal, 
Berlin-Stralau, Berlin-Tegel. Berlin-Dcißensce, Berlin- 
Wittenau, Gutsbezirk Schönholz, 2. im Gebiet de? Kreftes 
Teltow, BerlinFYrunewatd, Acrlin-Schmaraepdorf. Der- 
lin-Dastlem (Gut), Berlin-Friedenau, Berlin-Steglitz, Bel 
ln,-Ltchterselde, Berlin-Zehlendorf, Bcrlin-Lankwitz, Ber- 
lm-wempelhof, Berlin-Mariendorf, Berlin-Marienfelde. 
BerliEiederschöncwcide, Berliv-Jobannisthgl. Berlin'- 
Britz. Bcrlin-Trepkow, Grunewald-Forst (®ut , Lichtenradc 
Wannsee mir Genehmigung dev Staat!. VcrwilNngsstrNe für 
Groß - Berlin die Preise wie folgt festgesetzt: 
8 1. Preise für Küchen, und Osenbrand: ES dürfen fol- 
gende Preise nicht überschritten werden: a) bei Celbstabho- 
stb Lager ,R. 12,50 je Ztr., b) bei Abwerfenürpf dem 
Stragendcuum vor dem Grundstück des Verbrauchers M. 
w Ztr., c) bei Abwerfen auf dem Hose M. 13,35 je 
Ztr-' d) de, Lieferung frei Erdgeschoß odct Keller M. 
tof-^0 i? Ztr. 8 2. Preise für Brikettlreserunaen an das 
Kleingewerbe, sowie fürZentralheizungs-'und Warmwaftcr. 
bu^tungsanlagen in Fuhren nicht unter 30 Zentnern. 
ES dürfen folgende Prcrje silckjt überschritten werden: a, bej 
Selostabhvlung ab Lager M. 12.50 je Ztr., b bei Abwerwn 
Ker Mkör'U ^43^je-' Ztr. § 3. D"r'Kohi^ 
ist verpflichtet, den Kerl>ranchern an derjenigen 
stelle, qn der sie in die Kundenliste eii^etragen sind, die 
Briketts-«üf Verlangen zur Selbstabhvlung zur Vcringung 
»» stellen tz 4. Oie Kohlenstelle Groß-Berlin ward er- 
—äÄtiat für das Gebiet der Landkreise Tellow und 
Wffl 
amtes 
bnrnim mit Zustimmung des zuständigen Landrats- 
für einzelne Stadt- und Landgemeinden auf deren 
Antrag eine von der Preisfestsetzung der §§ 1 und - 
dieser Bekanntmachung abweichende Prerssestictzung zu 
treffen. § 5. Zuwiderhandlungen gegen die Besummungen 
dieser Bekanntmachung sowie gegen Anordnungen/ welche 
die Kohleustelle Gtoß-Berlin in Gemäßheit des 8 4 dieser 
Bekanntmachung erlätzt, unterliegen der Bestrafung gemalt 
8 47 Ziffer 2 der Bekanntmachung des Bundesrats uoer 
die Errichtung von Preisprüsungsilellen und die <>sr)or- 
gungsrcgelung vom 25. September und 4. November 
1915. 8 6- Die Preisfestsetzungen finden auf alle, feit 
dem 1. März 1020 ausgeführten Bnkettliefermrgcn An- 
Wendung; im übrigen tritt die Bekanntmachung mit dem 
Tage ihrer Veröffentlichung in Alraft. Der Kohlenvcrband 
Groß-Berlin. Wermuth. Veröffentlicht- Berlin-Friedenau, 
den 110. März 1920. Der Gemeindevorstand. Kohlen 
kommission __ 
Bekanntmachn!', a. 
über Festsetzung von Koksprcisen. 
Unter Aushebung der durch die Bekanntmachung des 
Kohlenverbandes Groß-Berlin vom 16. Februar 1920 — 
J.-Nr. L. 342,,20 • festgesetzten Höchstpreise für Koks 
werdest auf Grund der Bekanntmachung des Bundesrats 
über Errichtung von Preisprüfungsstetten und d:e Ber« 
sorgurigsregelung vom 25. September/4. November 19ll» 
(Rnch'sgesepblatt S. 667 und 728) in Verbindung nnt 
dev Anordstung der Landcszentralbdhörden über dw^Gr- 
Kols wie folgt festgesetzt: 
Osenbrand: Es dürfen für 
rochen folgende Preise nicht überschriittn 
lbstahholuug ab Lager M. 17,55 je Ztr., 
frei Erdgeschoß oder Keller 18.55 je. 
Genehmigung 
Groß-Berlm, die Preise für 
8 1. Preise für Küchen- und 
Koks, Gasloks gebrochen 
ivcrden: l. bei Selbstaüholu 
2. bei Lieferung 
Ztr. 8 2. Preise für Kotsticscrungen an das Kleinge 
werbe, sowie für Zentralheizungs- und Warmwasserbe- 
rcituugsanlagen in Fuhren nicht unter 30 Zentnern. Es 
dürfen folgeudc Preise nicbt überschritten werden: 1- Gos- 
kots grob M. 17.20 je Ztr., 2. 0-aetoI > gebrochen M- 
17.50 je Ztr.. 3. Westfälischer oder LichrenLerger Schmelz- 
lols 18.40 M. je Ztr., 4. Oberschlcsischcr Schmelztol's 
M- 19,40 je Ztr-, 5. Nieder,'chlesischer Snhmelzkvls M« 
23,60 je Ztr. Die Preise gelten für Lieferungen frei-Keller. 
Sie ermäßigen sich, soweit der Koks von den: auf den Hof 
des.Grundstücks gefahrenen Wagen durch den vr'agensutzrcr 
ohne Mitwirtung anderer Arktiker abgeworben wird, um 
15 Pfg. je Ztr., soweit--der Koks auf dein draßcndainm 
vor dem Grundstück des Verbrauchers abgeworfen wird, 
um 25 Pfg. je Ztr., bei Selbslabholliiig dnrn; den Ver 
braucher um 1 M- je Zentner, bei Lieferung ganzer 
Waggonladungen ab Erzeugungsstelle im Gebier des 
Kohlenverbändes Groß-Berlin sowie frei Waggon aller 
Bahnhöfe im Gebiet des Kohlenverbändes Groß-Berttn 
um 1,20 Mark je Zentner, ß -- ZuwiderhanL-- 
rnntmachung 
von Prcisprüsungsstellen und die Versorguugsrcgelung voni 
25. September und 4. Novembcö 1915. 8 4. Tic Pr . - 
sestsctzungen der 8§ i und 2 finden auf alle seit dem 
1. März 1920 ausgeführten Kskslieferuvgcn Anwendung. 
Berlin, den 28. Februar 1920. Der Kohkcnverband 6^'. - 
Berlin. Vcröifcntücht. Bcrlin-Friedenä«, den 6. März 
1920. Der Gemeindevorstand. Kohlcnkommi'siop.. 
Bekauntmachmrg. 
Auf Grund des 8 38 Abs. 2 der Verordnung de-s 
Kohlenverbändes Groß-Berlin über die Kohlen verteil-'n g 
vom 6. März 1919 wird hiermit angeordnet: 1. Vom 
Mittwoch, den 25. Februar 1920 ab tvcrhen zur Emnatzane 
und Abgabe von Kohlen folgende wettere Abschnitte frei 
gegeben: Abschnitt 3 der neuen 12 Ztr.-Kochkarre, Vuc 
schnitt 13 der neuen 16-Zentn-Kochkarte, Abschn. 23 der 
neuen 24-Ztr.-Kochkarte, Abschnitt 33 der n5uen 32-Zir - 
Kochkarte, Mschnitt 3 der neuen 5-Zentner-Osenkar:e, 
Abschnitt 13 der neuen 10-Zcnkner-Osenkarle, tzlö'eouitt 
23 der neuen 20-Zeiittier-Osenkarte, Abschnitt 33 der 
neuen 30-Zentncr-Ofcnkarte Auschp. 43 bczio. 53 u. « .3 
der neuen 40-Zentner-Oscnkartcn. II. Bevorzugt zu tze- 
liefern sind die bereits früher freigegebenen Abschnitte. 
?ius die Abschnitte der alten Koch-/ Ofen-, Kols- und 
Sonderlarle dürfen vom 1. Mürz 4920 ab Kohlen niebr 
mehr abgegeben und entnommen werden. III. Verflöge 
gegen diese Anordnung werden gemäß ,8 03 der voröe- 
zeichneten Verordnung bestraft. ZmvÜ>crhandelndc Koh 
lenhändler haben außerdem die Schllrßung ihres Geschäftes 
zu gewärtigen. Kohlenstelle Groß-Berliu. I. V. Mäntel. 
Veröffentlicht. Bcrlin-Fritdenau, de» 6. März. 1920> Ter 
Gcmejndcvorstand. Kohlcnkommission. 
zu der Verordnung über die Verwendung des Nichrcr- 
löses. aus den Häuten von Schlachtvieh und Schlacht- 
pferden vom 26. Nvvcmber 1919 (R.G.Bl. S. 1903). 
Auf Grund des 8 2 der Verordnung über die Vcrwen- 
dung Mehrerlöses aus den Häuten von Schlachtvieh 
und Schlächtpscrden vom 26. November 1919 (R.G.Bl. 
S. 4903 , werden für die. Zeit vom 16. Februar 
vis 14. März 1020 cinschließiich folgende Sätze als 
Häutezuschlag. der an den Tierhalter zu bezahlen ist, 
für den Zentner Lebendgewicht festgesetzt: für ist'uiäcg 
ausgenoiiiincn Kälber 52,20 M., f. Kälber 1 !<;,40 M,, jstr 
Schafe mit vollwollrgen, halblangen und kurzwottiaen 
Feilen 77,40 M., für Sch-pfe mit Blößen 67,80 SO. hur 
' i' f -wwi-wmiuM. u t; Ul Un 
der Belanntmachung vpm 9- Dezember 1919 - ,v ; rci 
blatt Nr. 293, — der KoNtmunalUerbaud auf ben ihm 
zustechenden Anteil verzichtet, bat, sind insgesamt Zn- 
schlage für den Zentner Lebendgewicht an den Tierhalter 
zu zahle» für Rinder, ausgenommen Kälber 87 äst'., s,-r 
Kpcher 194 M-, für Schafe mit vollwottigen, liai'vlanaen 
u«d fttrzwvlftgcn Fellen 129 M-, für Scherfe mit Blöstrn 
M .. für. Werde., einschließlich Fohlen. Esel, 
turc und Maulesel 67 M-, Berlrv, den 12. Februar i980 
Dep Vorsitzende de» SreiSauSfchnsseS dev Kreises Teltow 
^'--dlchtflbach, Berös^otlicht. BerftneFrirdena», den 25.'^. 
20. Der Gemeindevorstand. I. P. Friedel.
        
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