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Periodical volume Nr. 58, 08.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

dk Einzelheiten deS neuen WW»»M verhandeln!. 
Mben die Berichterstattung^ tritt die ■ Berarung über 
Minzelveranstaltungen im Mühidhr. Alle Freunde «Nd 
Interessenten, insbesondere oi'e Msschüß-Mitgliedcr^Md 
zur .Teilnahme herzlich eingeladen. 
o Turnfahrt der AlterkürbteiluNg. Am Sonntag, den 
7. März unternahm die Altersabteilung des Männer-, 
turnvercins Friedenau ihre erste diesjährige Turnsahckt 
nach dem Grunewald.' Das herrliche Vorführlingsrvctter 
hatte -eine stattliche Anzahl der Turngenosfrn ins Freie 
gelockt, um nach finsteren, unfreundlichen Wintertagen 
wieder einmal die Lungen in frischer Waldlust zu weiten. 
Am Bahnhof'Witzlebcn, wohin der Zug die Teilnehmer 
führte,, wurde das Häusermeer der Stadt verlassen niid 
hinein ging cs in den Frühling ahnenden Wald. Zuerst' 
über Stock und Stein, dann auf güt geebneten Wegen, 
allerdings bergauf, bergab über die Schildhornbcrge, dicht 
an Schildhorn vorbei, nach Saubucht. Nach kurzer Früh- 
stücksrast wurde aufgebrochen und auf Umwegen • über 
'Station Grunewald der Bahnhof Halensee erreicht, von 
wo - in vorgerückter Mittagsstunde, für die Zeitnehmer 
leider viel zu früh, die Heimreise angetreten we-Hew 
mußte, da für diesmal die Turufahrt nur als Halb- 
tagswanderung gedacht war. Tie rege Beteiligung und 
die frohe Stimmung bewies, daß neben der reinen Wer 
tung des freien Spiels der Muskeln auch das Wandern 
seine Berechtigung hüt und eine wertvolle und gesunde 
Ergänzung unserer Körperkräfte und Nerven darstellt. Hier 
bei sei darauf hingewiesen, daß das Turnen der Alters, 
abteilung des Männerturnvereins Friedenau jeden Dienst 
tag und Freitag von 8»4—10 Uhr in der Gnmnasialtnrn- 
hallc am Mayüachplatz stattfindet. Gäste über 80 Jahr, 
die beabsichtigen, dem Verein beizmreten, sind jederzeit 
willkommen. R. „ 
o Ein Konzert unter Mitwirkung erster Künstler vcr* 
anstaltet der Frieden au er M ä n n c r - G c s a n g-- 
Vcrein 1875 (Ehormeister Wilhelm Schmidts am 
Donnerstag, dem 22. April im Fcstsaal des Ncsormrcal- 
gymnasiums (Homuthstraßei. Ter gut geschulte Manner 
chor, der ans Sängerwettstreiten mauchen wertvollen Preis 
besitzt und aus auswärtigen Koi^ertreiscn wiederholt 
mit Ehren bestanden hat, ,wird sicherlich auch am Hcnnat- 
orte mit seinen Darbietungen guten Erfolg haben. Unsere 
Mitbürger werden gewiß durch ein volles Haus und ihr 
Wohlgefallen ani deutschen Lied den Sängern ihre Zu 
neigung bezeugen. Sangeskundige Herren aber, die 
ihre Stimmen zur weiteren Verstärkung und Verschönerung, 
des Ehor-s widmen möchten, ivollen sich sofort in den 
Uebungsstiinden jeden Freitag von 8 —10 Uhr im 
zollern", Handjerystr. 04, melden. 
Mieten sind die vckb«nanntcn Ausgaben zu decken. Gerade 
solche Mieter wie Sie, Herr Abraham, die den» Hauswirt 
gegenüber jedes ADandsm-Mt. fehlen lassen, sind nnt 
die Triebfeder des' Berkäuss, um nur nicht mehr nnt solchen 
Elementen zu tun zu haben. Aus das -persönliche Ge, 
biet Ihnen zu folgen, muß. ich mir Versagers, weil Jhr.e 
Anwürfe an mich nicht heranreichen- R. Koirleczta. 
J Berlin «nd Vororte . 
NeufkstsctzVng der MüUbcseitigung «nd Kanals 
sationsgebühren und' Charlottenöurg. ^er Magistrat Chax°, 
lottenburg beantragt bei den Sradtverordneton die pqt< 
fotzuug der Kanalisationsgebühr aus 3,5 Prozent'und' der. 
Abschnttk 8, 4 Pfd. Haferflmken 92 -Pfg . 1 
1,18 M,- 250 Grantt» MqttneMc au, Mch»itt l^. l Psd. 
3,70 M. Auf EinsuhrjusatzkaE ,e Ecrcalmehl 
aus die Abschnitte AS7 und Ä 28, 1 Pfd. e0 Psg. Auf. 
Berlin.Friedenaucr NSHrmittelkarte: 12e» Gr, getr- Mohr 
rüben auf Abschnitt 4. 1 Pfd. 2,40 M- Berlm-Friedenau. 
den 6. März 1920. Der Gemeindevorpand. I. V- unedel. 
In der Wock)e vom 3.-lt. Mürz gibt cs auf die 
Abschnitte 11a-c der Kartoffclkarte 3 Pfd. Kartoffeln. 
An Stelle der fehlenden 2 Pfd. gibt eS f sluf die übrigen 
-Abschnitte 11 b— a der KarrossAkärte 200 Gr. Nährnmtcl. 
'Die Nährmittel werden Mi die Haushalte Mit üftckDehen- 
Gebühr für Wegschasfung des Hausmülls auf 5,5 Proz.r -Kn Nummern der- Berlin-FriedcNguer Ausweiskarte in 
des Gebäudenutzungswerres An Zuschlägen sollen erhoben ^ folgenden Geschäften ausgegeben: v 
- ™ ~ ■' 'Nr i— 1000 bei Brückmann, Lauterstraßc 10 
1001— 2000 bet Scnler, Medftraßc 37 
2001— 3000 bei Klein, Saarstraße' 0 
3001— 4000 bei Riedcbcrger u. Sachse. 3lhe„:str. 38 
•1 
Terans-naebricbten 
)(Stenographische Gesellschaft GabelSbcrgcr zu Berlin, abends 
8 Uhr, ffamilien-Restaurant, Schöneberg, Eiscnachcrstr. 59. Beginn 
eines Anfänger-Kurses am 9. d. Mts., abends 8 Uhr. 
)( Deutsche Weltwirtschaftliche Gesellschaft G. B. tVercini- . 
gung für weltwirtschaftliche Forschung und Belehrung, Geschäfts- I 
stelle Wilhelmshöher Str. 8; Uhld. 5075) veranstaltet Dienstag, den > 
9. März, abends ' ,8 Uhr tu der Aula der Berliner Handdlshoch- 
schule, Spandauerstr. 1 einen Vortragsabend mit Lichtbildern über 
„Die GroßschiffahctSstraße Rhem-Main-Tonau." Vortragende 
Ministerialdirektor Dr. von GraßmanniMünchen und Eisenbahn» 
direktionspräsident Dasch-Würzburg. 
) Der Bund der Handwerker hält seine Generalversammlung 
am Sonnabend, den 18. März, im Restaurant „Heidelberger"^ 
Friedrichstr. 143/144, Beginn II Uhr vormittags und Sonntag,, 
den 14. März, im großen Saale der „Schultheiß-Brauerei", Schön»? 
Hauser Alle 36/39, Beginn 10 Uhr vormittags. 
Zultbrifun 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwormnu.j 
- Zum Falt Konieezka. 
Der Angriff des Herrn Abraham gegen Herrn Ko 
nieczka ist zum Teil völlig unberechtigt. Herr Ko 
nieczta ist ein durch und durch national denkender Manji, 
der lieber in Not geraten wäre, als mitzuhelfen am -Aus 
verkaufe unseres Vaterlandes, das wahrlich schon arm ge 
nug ist. Aus der Not des Vaterlandes sich einen Verdienst r, 
zu schaffen — dieser ganz erbärmlichen Hanjdluilgcwelje r 
ist 5)?rr K. selbstverständlich auch nicht fähig. Er hatte - 
nur Mitleid mit den wirklich notleidenden Hanswlrien und ; 
wollt- für sie retten, was zu retten war. Dabei wollte 
er natürlich keinen Pfennig verdienen — ihm das beweis- 
los unterschieben, finde ich unerhört. Wie mir bekannt, 
verwirft Herr K. — wie ich — den Internationalismus> 
der Sozialdemokratie., Der in seiner Handlung.liegend- i 
Internationalismus war wohl nur eine Entgleisung, i 
menschenfreundlichem Mitgefühl entsprungen. Aber Herr K. . 
ist zu unpolitisch, d. h. nationalpolitisch zu wenig ge 
schult; durch seine Menschensrcundlichkcit kann es eines 
Tages passiere», tmß eine ganze Reihe Ausländer nach 
Friedenau einziehen. Solche Torheit durfte Herr K. nicht' 
begehen; er ist hoffentlich nicht so unpolitisch, daß er 
nicht di- Folgerungen aus seinem, ivenri auch gutgemeinten, 
Fehler zöge. Viele derer,) di- seinerzeit die nnpvlitischc 
Liste wählten, vielleicht sogar .einige, die in ihr ent 
halten waren — so auch ich — werden den von Herrn K. 
begangenen Fehler für geeignet halten, Besorgnisse für 
die weitere Tätigkeit des Herrn.K.-als Gemeindevertreter 
zu erregen, und wünschen, .daß Herr tt. einer politisch^le- 
fchulteren Persönlichkeit Play macht. Herr'K. sollte diesen 
gutgemeinten Stinnnen Gehör verleiheil. 
Dr- Benthin, Hähnelstr. 2. 
Herr« Max ASrchham. " 
^ Ihr Standpunkt beweist, daß Sie nicht-fähig sind, 
sächlich zu urteilen, 4vcil Ihr Portemonnaie d-rdnrch sti 
Mitleidenschaft gezogen wird. Deshalb amt) Ihr Wutaus- 
fall, weil Sie wissen, daß ich Sie zwingrn werde, mehr 
wie 1200 M. für eine 4.Zim»icrwohnung mit. Zentral- 
Heizung, Warmwasserversorgung usw. zt, bezahlen, die zur 
Deckung der Kohlen, Portierlohn, Repar-atnren, Licht, 
Wasser Mid sogar der Hypothekenzlnsön ausreichen sollen. 
Nicht -aus'der Tasche des 'Hauswirts, sondern ans den 
■IMBgQHMMMOnf——— L - La 
SeknwkEchcmsthlntz ertzalku 
^ PsalzsuritzS«? .' 
Dr. «ied 
Mrchstr. iß (ssigrnüb, „Kni»' 
fmirfje"). ^ Gprechstundei» 
9—10 u. 4—5. . 
werden für je angefangene 10 Meter Entfernung des 
'Mttllgesäßstandorres, die 30 Meter > übersteigt, auf jedes* 
Müllgesäß 30 M. und für jeden Treppenlaus auf dem 
Wege vom Müllgesäß zur Baufluchrlinie ebenfalls - je 30 
Mark auf den Müllkübel. ' . ' ' - 
Sin Sahr nnter Sen Äolschewistea 
in MM unS -Wartow. . 
Auf Beranlöffung der Einwohnerwehx'Fried-nau' wird am 
Mo«t»g! den -18. 'MSrz, 8 Üstr avdß.r« der vükgbes 
HeMllth.TtzMuastUMS Herr Leutnant d Lief. Hanstein 
über - feine . persönlichen Erlebnisse-sprechen. Herr- Hansteitt 
blieb bei der -Zurücknahme imserer Truppen freiwillig zu: 
rück, um den Schutz der nicht trcmspottfShigen Kranken in 
den Lazaretten zu übernehmen. In dieser Eigenschaft Und 
als stellverttetender deutscher Konsul hat er lckngrre Zeit 
unter dem Bolschewismus gelebt und ist daher in der 
Lage, in packender Weise den Bolschswismus, sein Wesen 
und Wirken zu schildern. 
Der Eintritt ist frei, jedermann auch Damen und Nicht- 
uritglicder werden freundlichst eingeladen. 
Geschäftliches 
[] Börsenaufträge. Tie- Bank für Handel und In 
dustrie. Berliner Handels-Gesellschaft) Commerz- und Trs- 
konto-Bank, Teutsche Bant, Tiretlion der Distonto-Gesell- 
schast. Dresdener Bank, Mitreldeutsche Kreditbank haben 
am Sonntag in unserem Anzeigenteil eine Bekanntmachung 
rrlaisen, das; sic sich infolge der ungeheuer gewachsone.r 
LMeitsanhänsung und der Notwendigkeit, aus Gründen 
der Verkchrsfichcrhcir und im wolstverstandknen Jnrer^se 
ihrer Knndschast. die Rückstände aufzuarbeiten, gezwungen 
sehen, neue Börsenaufträge für die Börsen am 10., 12., 
lö. und 17. März 1020 abzulehnen, lim die Ausfüh 
rung-laufender Limite und der bis zum 8. März 1020, 
2 .Uhr nachmittags bei ihnen eingegangenen bis auf 
Widerruf gültigen Srders werden sic sich jedoch auch in 
der Zwischenzeir bemühen. Ebenso werden sie in der 
Zwischenzeit Aufträge zum An- und Verlaus von Be 
zugsrechten ausführen und-Annullierungen idagegen nicht 
Abänderungen von Effekt-nordcrs entgegenzunehmen. Auf 
träge, welche ihnen nach dem 8. Mürz 1020, mittags! 
2 jU'hr, bis zum Mittwoch, dem 17. März 1020. etwa zu 
geben sollten, werden sie dagegen nichr ausführen und 
nicht vorincrten. Aufträge, welche vom Donnerstag» dem^ 
18. März 1020, ab hier eintresscn, werden sie wieder 
irre üblich vormerken. Effetieneinlieserungk« werden sie 
in der Zeit vom 8. bis 17. März 1020 nicht cntgrgen- 
nel-men. linberührt von vorstehenden Einschränkungen, 
bleiben Einträge jznm »Air- und Verkauf von Devisen, Sorten- 
nnd Noten. . . 
E bnpmxis IWta Breiid^l 
pW8 8879 t42. U—8 ; 
P l*at44e«lo'« t*ir Ob- Alz < 
Bsrcsttro. Schriftleiter: H e r in. M a r t i n i u s - in Friedenau, i 
- - • j 
M 
kS 
N-kawnttoochmq 
Bei der Wahl zum Elr-rnbcirar für das Fricdenauer' 
Oiymnafiuni (Am Mahbachplao) sind 520 gülrige Stim 
men, sämtlich für di- KandidaiArliste Schliever, abge 
geben rvordcn. Es sind gewählt worden: 1. Major Schlre- 
per. 2. Oberlehrer Dr. Woelsscl, 3. Sanitätsrar -.Dr. 
Holtmann, 4.. RcchnunKrat Göhr, 5. Oberlehrer Hirsch,-' 
6. Frau Gertrud Kruinreickih 7. Obermilitär-Intendantur-; 
Sekretär Mcloh, 8. Pfarrer Förrsch, 9. Baiikproinrift 
Gaedemann, 10. Frau Valcska Theuer; 11. Frau Eleonore 
Koslowski. 12. ObcrpostiNspektor'Svltau, 13. Kaufmann > 
Ockhardi, l4. Landgerichtsrak Sammet, 15. Buchhändler- 
Benecke, 16. BezirkSgeologc Tr. Bänling. Bln.-Friedenau, 
den 7. März 1020. Der Wahlvorstand. gez. Borgmann, 
Jnstizrat. 
Bekanntmachung. 
In der Wirtfchastsstelle der Hau p t für s o rge< i 
stelle für Kriegsbeschädigte, Berlin, Pappel- 
Allee 78—79, stehen zur Abgabe zur Verfügung: 5kom- 
plette Echuhmacherkäften, a 2,60 M.; 6 komplette La.tleP4 >1 
kästen für 1 Mann, a 165 M.; 1 unkompletter Sattler- 
kästen sur 2-Mann, a 85 M.; 3 komplette Sattlerkäsksn 
für 2.Mann, a 105 M.; 4 unkomplctte Schubmacherküsten 
a 100 M. Die Werkzeugkästen können sofort in der Wirt-- 
schasisstelle besichtigt werden. Bedarfsanmeldung Muß bis 
spätestens 12.. Marz 1020 bei der 'Unterzeichnete« Für^! 
svrxestellc, Rathaus, Zimmer 34. erfolgen. Gem/iNhsi 
Vorstand. Fürsorgestelle für KriegsbeschädWv Md 
Hinterbliebene. -Evors. ^ (-».»iisfip, 
, DekaNnttnachung 
In der Zeit vom 0.—11. März gelangen foigetide 
Lebensnuttcl zur Aiwgabo: L»us--Groß-Berlt«er -Kobens- 
«liktelkarte: 105. r*r 
«nist u. heiter, schnell und 
.ME §l°Etegl. 
,n 
Wer erteilt jüNs. Mädch. 
-Unterricht >- 
feiner' Handni-. 
beit'? AngeS. mit. 8939 
an i*n Fried. Lek.-An^. , 
TMävterUUiterrtW^ 
gut u. billig, erteilt Fra« 
M. Schapen FrSaofftr. 4, lll 
FeaniSsUch 
Wh, 4 Spfaohimvtriclit 
Paflicr ’ Accent. Conver- 
Sation llif^ralre 6 3 nartlcl- 
pants ^ög. a. i»r F.'60>4 
ad Os« ^riefl Lojk-Anz. " 
hchvlzkM “ 
125Gr^Hafor/lockcn. mnp 
!! «LÜ H'. JL1 MtaMpHMi ' 
Kauf« H nt«rr4rtit^ 
v. Bücherrev. S t r e-m pe l/ 
Sch.-yalbacher^ 
962) Handels 
föUfin. Re 
4001— 5 000 bei Herzog. HandjerystrDe. .49 
5001— 6000 bei KkemcnS, Ortrüdfiraße 4 
8001— 7000 bei Iablotosf. Sietzlindcftraße 1 
7001-^ 8000 bei Itntsch. Mainüvör' Straße 11 
- 8001— 9 000 bei Licpc, Eschenstraße 6 
0 001—10000 bei Peters, Goßlerstpaße 10 
r'10001^-11000 bei Bnchwald, MlhelmShSher Str. 21 
-- UM—13000 bei Otto Mener, Kaiferattee 83 
12001—13000 bei Menzel, Odenwaldstraste 18 
13001—14000 bei Baginsli, Südwestkorfo 17 
14M—Schluß beiPiechatzek. Schwalbacher Str. 6. 
Berlin^riedenan. den 6. März 1920- 
-Der Gemeindcvorstand. I. B-: Friedet. 
■ ■■ ■ — ■ — 
Ber»rduu«A 
Auf Grund der Bekannlmacknmg des RdichSkomMissars 
für die Kohlenvcneilung vom 30. März 1018 l Deutscher 
Reichsanzeiger Nr. 78) in Verbindung mit der Anordnung 
der Lanocszentralbehörden vom 21. August 1017 wird 
für das Gebier des Kohlenverbandes Groß«Berlin. näm 
lich die Stadtkreise Berlin. Eharlottenburg, Neulöltzn, 
Bcrlin-Schöneberg, Berun-Lickuenberg, Berlin-Wilmers- 
dors sowie die Landkreise Teltow und Niederbarnim fol 
gendes bestimmt: 8 l. Mir Geltung vom 1. April 1020 
gelangen für die Zeit voin i. April 1020 bis 31. März 
1021 neue Bezugsscheine zur Ausgabe 1. für Zeniral- 
heizungsanlagen oder Zpntralheizuugsanlagen in Verbin 
dung mit Warmwafserbereilungsanlagen. 2. für Warni- 
ivässcrbrrcitungsanlagen allein. 3. für OsenbraNd der in 
8 50 der Verordnung des Kohlenverbandes Groß-Berlin 
vom 6. März 1010 genannten Verbraucher (Behörden, 
Kirchen usw. — rosa Bezugsschein — . Am 31. März 
1020 verlieren die für das Heizjahr 1010 20 ausge 
gebenen Bezugsscheins ihre Güiligkril derart, düs; Kohlen 
auf diese Bezugsscheine, nichr mehr abgegeben und en!r- 
nomnien werden dürfen. S; 2. Tic Verbraucher sind ver 
pflichtet. die neuen Bezugsscheine l. für ZentralhAzuugs- 
aulagcn oder Zentralheizungsanlagcn in Verbindüug mit 
Warnrwajserbereitungsanlageii, 2. für Warmwaj^ekbcrei- 
twirgsanlagcn allein. Ins zum 15». März 1020- 
denjenigen Kohlenhändlern, welche am Tage der 
Vorlegung ans Grund des alten Bczugsschei- 
ucs liefcruNgsberechrigt waren, zwecks WicÄcrein- 
trogung vorzulegen. Kohlenhändler diirjcn sich auf den zn 
Ziffer l und 2 bezeichnell-n Bezugsscheinen nur eintragen, 
in soweit sic am Tage der Vorlegung aus dem für die 
gleiche Vcrörauchsstelltt ansgestellte,! alten Bezugsschein 
eingetragen sind. § 3, Die in § 1 Ziffer 3 bezeichneten 
Verbraucher sind verpflichtet, die neuen Osenbrandbezugs. 
scheine bis zu:« 15. März denjenigen Kohlenhändlern/in 
deren Behördenkundcnliste ihre Eintragung aiif Grund 
des alten Bezugsscheins erfolgt ist. zwecks Eintragung! 
auf 'den Bezugsschein vorzulegen; die Kohlenhändler sind 
zu dieser Eintragung verpflichtet. Tic Eintragung' auf 
Os-nbrandbezugsfcheinen von Verbrauchern, die nicht in 
die Behvrdenlundcnliste des Händlers eingetragen sind, 
ist verboten. £ 4. Kohlenhändler dürfe» Eintragungen 
auf den im 8 1 Ziffer 1 und 2 bczcklchUptcn Bezugsschei 
nen nur in dem Umfange vornehmen, als fi- ans Gkund 
der ihnen von-ihren Lieferanten «ackstvelslich in Aussicht 
gestellten Kohlenmengcn zu lirscrn imstande sein iverde». 
8 5. Verbraucher, weiche di: Einttognüg des Kohlenhänd 
lers in Gemäßheit der ßß 2 und 3 dieser Verordnung 
nicht erreichen konnten, haben hiervon-bis zum 20. März 
1020 drr Kohlenstelle Groß-Berlin (Abteilung Zentral 
heizung) Milteilung zu mache» unter Angabe der im 
Bezugsschein festgesetzte« Gesamtkohlenmen'ge. des auf dem 
a!tsn Bezugsschein eingetragenen Kohlenhändlers sowie 
der von ihm eingetragenen Kohlcnmengc und 'Äohlenart. 
8 6. Verbraucher, chic erstmalig zum 1. April 1020 eigen 
Böz«gssck?ein erlitten, haben Unter Angabe der iin Dr- 
Zngssü-kin scstgsstyten Gesamtkohlrnmengc bei der Kohlen- 
steile Ekroß-Berlin (Abteilung Zentralheizung, las zum 
2.0. März 1020 den Antrag ans Zuweisung eines Kohlen- 
hättdltrS zU stelle». 8 «- Tie Koblenstellc Groß^Zerlin 
ist krn!ächtrgt,-dic dutch 'die Eintragungen auf dic'BLzuqs- 
scheine tzkschdffene "Verteilung Der Verbraucher auf die 
eiuzcincn KvhletihSndlcr jederzeit dbzuSndcrü Und fvtckcU 
Verbraucher«, die Teknen KöhlenhÜrchlkr zur ^KohleUab- 
gabe chkrettgcsMdcn haben, einen Köhlenhändler zu-^ue 
weisen^ 8'ß. Der §§ 55 de: VcröbdNütig des Kohlender- 
J 
stelle Erös'-BerliN uns GruNd ^dieser Verordnung ettäßr 
werden'Uitt Gefängnis bis zu ci«em Jahr Und mit Geld-' 
strckfe-biö zu 10 «0Y Mark oder mit einer'dieser'Grafen 
llenztttl. qrl.. niunnt noch 
Knach.-ur Mädch. auf. Süd. 
i°4vestkbesck. «tfrvz: U. «KSÜ 
un' VeN ^ Fried. Lvkal4ckkitz. 
Lch«y). Mafchilttskyr/ttM)..' 
llntcrncht' anch^auffcrhakb - 
Tebayreiwerzeich«, -kistenü» 
Wermuth, Veröffentlicht. Bcrlin.Ariedenau, den 24. Fe- 
'-«fWMttlt P»' 
für ©laitraten suchen 
iS. Co . fkiinslVerioü, '! 
isstssenstr.7 27. 
i^i i i , Ni: ic r., Lchl, I vi, dünn 
Zstl.» 1 --kp^tWhleÄßtriti -geh 
3 i£ f A1 in c nh, ifc S o.,j. 
'Paüiet!»p»eii»3ßtt>r,t, .'A 
SächfeMachm- 44. 
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-mn! wöchei-kl. 2 Stu»den. 
i'frl. AheinßaUstr. ö, ’fart.
        
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