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Periodical volume Nr. 56, 05.03.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

durchschnittliche Monat Z Verb rauch den doppelten Kautions- 
betrag übersteigt- Sie begründen den Antrag damit, daß 
-bei (feineren Stromabnehmern oft der gute Wille zur 
Zahlung wohl vorhanden sei, daß diese aber aus Wirt- 
schaiilichen Gründen nicht immer gleich Zahlung leisten 
könnten. Man chroe s. Zt. ja selbst den Leuten geraten, 
elcktrjsckLs - Licht einzuführen, um Gas zu sparen. Vom 
sozialen Gesichtspnnlte aus, solle hier also diesen Leuten 
entgegengekommen werden. Bürgermeister Walger spricht, 
sich" gegen den Antrag aus, der . nicht durchsührbar sei,, 
ohne daS Büro stark zu belasten und neue Beamten für 
die Berechnungen anzustellen. Die Gemeinde wolle sich doch 
nur entsprechend den gestiegenen Strompreisen sichern. — 
Der Antrag der. Demokraten wird abgelehnt und darauf 
die Vorlage wie vorgeschlagen angenommen, södaft die 
Kautionssätze jetzt wie folgt festgesetzt sind: Bio zu einem 
Anschlußwert von 200 Watt 30 M-, von 400 Wate 00 
Mark, von 500 Watt 90 M., bei höherem Anschluß wert 
entsprechend mehr, für jede Bogenlamve bis 500 'Watt 
90. M. und für jede Pferdekrait 75 M. 
Die Vorlage bctr. Bewilligung von Mitteln für Elck- 
t r i zi r ä t s z ä h! e r wird zurückgezogen. 
Die Gebührenordnung für die Unterbringung 
F r i c d c n a u c r K i n d e r auf de in 5j a n d e, d ie den 
Zweck hat. öon den in der Zahlung des Beitrages -säu 
migen Eltern den Beitrag im Verwaltnngszwangsvcr- 
nähren einzuziehen, wird mir einigen Abänderungen im 
Wortlaut der Gebührenordnung angenommen. 
Für die Hilfskraft für den Kindcrgarr!en 
wird eine monatliche Entschädigung von 250 M. fest 
gesetzt und bewilligt. Daneben find die laufenden 
TeuernngSznlagen zu gewähren. 
Erhöhung der Kosten für das Mittagessen der Schul 
kinder und der HauLchaltungSschulr auf 1 M. 
G.-V. Frl. Sehipfmann (So;.) beantragt Zurück- 
Verweisung der Vorlage an 
sock, ob den Kindern da: Zs 
c-ou Ausschuß, der erwägen 
Zen ni.nr ans der Volksküche 
orlieferr werden tonnte, da - nur . 80 Pfg. loste. Schöffe 
Sri «D. Vp.) bittet, diesem Antrage nicht stattzugeben. 
Gr bannt besonders das ethischeMoment, das für die 
Beibehaltung der Spei ung durch die Schulküche maß 
gebend wäre, weil küerdurck, der.. Familieniin'.t gefördert 
werde. Die Volksküche 
bstckaer liefern tonnen. 
auch mal etwas Vcsond 
der Voltslüche. G.-V. 
der Mcrnungsumfchwnng 
w. 
verde 
zudem 
das Eisen auch nicht 
(st.-T 
5. k-MU 
! Lastu-s iD. Vp.1 
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Kinjtzrn durch die Schulküche 
g:seich 
l werden, lote Milch 
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besser geivchr, als in 
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D cki'i:i 
f ui nun meint, daß 
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nß dadurch hcrbeigc- 
agtc, 
die Ls 
chrerinncu würden cS 
JlU'iT. 
gen, ttv 
cnn e.- nicht in der 
oe, j 
-ondern 
ans der Volksküche 
ab.ehnen, das E 
Schule gekocht j 
käme. Das sei doch woll ganz gleich, wo das Essen ge 
locht würde. Der ethische Moment kommt auch nicht in 
Frage, denn die Kinder speisen doch zusammen in der 
da Pc 
kommt. Sie 
irli nicht so 
Smulc, vb das Eisen nun da c 
sei auch der Ansicht, daß de 
rentabel sei wie der große und das Essen der VoltcZüchc 
an Dualität überlegen sei. - Extragaben lassen sich auch 
dura, die Vock.-tücue reimen. G'.-V. Maul deck er -b. 
,. Fr.') schließt sich der Ansicht der Vorrednerin an, wäh 
rend Schosse v. W röche m < D. Vv.'j darauf hinweist, daß 
schon aus dem Grande, daß die Volksküche nur vorüber 
gehend^ geschaffen wurde und sie möglichst bald wieder 
auszulösen sei, e5 bei dem Efscnkochen in der Schule 
Erhöhung des' Schulgeldes. - 
Der Gemeindevorstand beantragt, vom 1. April d. Fs., 
ab dato Schulgeld für Kinder der Hauptanstaltnr einschlietz- 
li o Franenschnle mo Vorswucilasten an: 2 40 M. zu m- 
l-open. Für auswärts wohnende Seniler toll ein Zu- 
h'iuag von oo M. erhoben werden. Auf Antrag ist bei 
Kindern das älteste Kind grundsätzlich schulgeldsrei. Bis 
Zu 20 Prozent Freistellen werden bewilligt.' 
G.-B. Leoniwardt iDeinck halt es für bedauerlich, 
daß man der Schnlgelderhöhung zustimmen müsse, weil 
st' allgemein in Gross-Berlin durchgeführt lvürde. Er. 
öo'ut.n aber vor, von einer prozentualen Festsetzung der 
Freistellen Abstand zu nehmen. Das Kuratorium Habs 
. diese Frage bisher vorbildlich erledigt, so daß das Odium 
des Almosens von der Gewährung der Freistellen geuom- 
men wurde. Uv.t nun aber dem Mittelstände entgegenzu 
kommen. der von der Seluiigelderbühung am schärfsten 
betroffen werbe, schlage er ferner Arten von Freistellet 
vor und zwar^ ganze Freistellen, halbe Freistellen wie» 
bisher und drittens G Freisteilen. Auf diese testieren 
sollen alle diejenigen einen Anspruch haben, deren Eristenz- 
.innumum nach den 
ecnmiugeu von 
KuczynSki 
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-0- bis 1 i000 M. nicht übersteige. Dieses EristenzminP 
zrnmu solle.fia: um sovicle 1600 M. erhöhen, als der Be- 
'.trcrsende schulpflichtige Kinder besitzt. G.-V. Hanne- 
tuauii spricht gleichfalls das Bedauern über die Schul- 
gelderböhung aus, um die. man aber nickt herumkommt 
Er befürchte auch, daß manches gute Kind dadurch die 
Schule verlassen werde. Er schließt.sich dem Vorschlage 
«cs G.-V. Lconhardt ans Aufhebung einer prozentualen' 
-Festsetzung 'der Freistellen au. kaun aber nicht seinen 
.übrigen Vorschlägen zustimmen. Für ch-Fr ei stellen sei. 
er auch, aber man möge die Bestimmung hierüber dem 
Kuratorium übcrla'sen. — Bürgermeister Wala er. er 
wähnt. baß man früher 5 Prozent, dann io Prozent 
Freistellen gewährte. Wenn man nun ans 20 Prozent 
Hinausgehe, - werde man damit auskommen. Wenn man 
mach den Vorschlägen des G.-V. Lconhardt handeln wollte, 
Lvürde das zu einer Verlangsamung der Ermitteiüngen' 
-führen, die^ iinzutraglich wäre. -- G.-.P. Dr. H affe * 
‘{hsi-) meint, daß hohes Schulgeld das einzige Mittel 
fei,V um die Erhöhung des akademischen Proletariats zu 
verändern. Sehr begrüße er den Gedanken des Rechts-' 
stmspruchesf aber er glaube, daß, wenn man ein E'nstenz- 
n inimnm von ,9- bis 14 000 M. annehme, dann abge- 
!-"hru von einigen Keiegsgewinuleru und Grundstücks, 
schiebcrn (Heiterkeit) fast jeder Friedcnuuer Einwohner 
biersür in Betracht komme. lZckftlMmungst Er beantrage, 
dm.- mannte .20 Prozent MeDe, über ' Aentungs- 
Hinten 
müßte. 
Auch G.-V. Fra 
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t l. M. beschlosst 
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grenze aber nochmals im Kuratorium verhandele. —. 
G.-B. Lüdecke (Dem.) wendet sich gegen dte texuiche- 
Form der Anträge, die oft sehr „kasfrrch"' fei. So o» 
cd heschamend für die Gemeindevertretung, daß ein Be-' 
sch.lufi durchkommest könne, wie der vorige. Bürgermeistest 
Walger: Also die Herrschaften schämen sich allL nach 
träglich. G'B. Lconhardt (Dem.- tritt nochmals für 
seinen Antrag ein. er bemerkt, daß das Existenzmiinmüm 
von 14 000 M- nicht hoch set, wer heute die Tarife der 
Steinsetzer gelesen habe, werde wissen, daß diese solchen» 
Lohn fordern und ferner werde auch nach der.neuen Flenchr 
Bejoldungsveform für die Beamten diese Summe erreicht. 
— Schösse v. Wrochem (D. Bp?) ist;dafür, daß mag 
den Beschluß über Gewährung von Freistellest nach wch 
vor dem Kuratorium überlasse- — G -B. H <rn n em a n st 
(D. Bpck liält es für richtiger, die ganze Angelegenheit 
nochmals an das Kuratorium zurückzuverweisen und kemcn 
halben Beschluß heute zu fassen. 7,- Qi.p.*rin 3 
(UnaW.i erklärt, daß er, solange die Klaschnschnlebesiehe, 
für hohes Schulgeld sei. Seine Freunde treten für d.e 
Einheitsschule ein. — Es wird beschlossen, die Vorlage 
nochmals an das Kuratorium zurückzuverweisen. 
VrtsnL<ä)r!cktßK 
Aachdr. unsrer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestutttt.j 
Eine 8 Mllls«e»-A«le!hr.- 
hat unsere Gemeindevertretung in ihrer grstrvgen geheimen 
Sitzung beschlossen. Sic soll zur Abtragung der Ariegst, 
kosten «nd aller aus ÄriegStzllfsfonds bewiNlgtdikBch 
träge dienen. Tre- Antcihp-soll bei der Retchstvrrf.ch'« 
rungsanstalt für' Angestellte aufgenommen' iretdcn, die sich 
zur Sergaöe des Geldes Lcrcit erklärt hat. 
0 «-Uhr-Schulanfang am 8. März. Das Kuratorium 
und die Schuldepntation haben nun doch beschlossen, noch 
in diesem Monat mit dem Unterricht wieder um 8 Uhr 
morgens zu beginnen. Wie aus der Bekanntmachung ünnch 
„Amtliches" ersichtlich, beginnt der Unterricht vorn 8. März 
ab wieder um 8 Uhr. 
0 Reifeprüfung. Oberprimaner Hartmut Sasse, hier, 
hat am Staatsgymnasium, dem früheren Kgl. Prinz Hein 
rich-Gymnasium, zu Schönebcrg, die Neifeprüfimg de-» 
standen; er wurde auf Grund seiner schriftlichen Arbeiten 
vom mündlichen Examen befreit. 
0 Mehr Nebcnaröcit für die Tollsschptllchrcr. DaS 
Unterrick-rSministkriUm hat die-bisherige Bestimmung, wo 
nach Volksschullehrer nicht mehr als sechs Stunden wöchent 
lich .eine nebenamtliche Tätigkeit einschließlich deS Un^ 
tcrrichts an Fortbildungsschufctt übernehmen dürfen, da 
dieses Vorschrift den neuzeitlichen Verhältnissen nicht ge 
nügend Rechnung trage. Tie Leistungsfähigkeit der ein 
zelnen Lehrer und Lehrerinnen sei verschiedest^ manche, 
würden ohne Schädigung ihres Hauptamtes eine - um( 
sangreichcre Oiebentäiigkeit unbedenklich ausüben können, 
Ter Unlcrrichtsminister har daher angeordnet, daß in 
Zukunst die Schulaufsichtsbehörden bei Genehmigung pock 
tztcbcnbcschästigungen an die Höchstgrenze einer bestimm 
ten Stundenzahl der ?ckebeubcschäftigüng nicht mehr gebun 
den sind. Der Erlaß schließt mir den Worten: „Ich habü 
zu der Lehrerschaft das Vertrauen, daß sie die Grcnzech 
ihrer LeistungsfähigkLir sehr wohl selbst zu beurteilen,' 
vermag, und erwarte daher, daß der Einzelne ans. die 
Lkcbcniätigkeil von solchem Umfange, daß das Hauptanik 
darunter leiden wurde, s»chon von selbst verzichten wird. . 
0 'ÄlajfKllotterie.' Die Erneuerung der Lose zur 3' 
Klaffe d?r PreußUch-Süddeutschen Klassenlolierje muß dich 
heute erfolgt sein. Wer sein Los noch nicht erneuert haben 
sollte, tue cs sofort. — In der hiesigen Lotlerieeinnahsuc-,' 
Rheiustr. 4. haben sich ein Spazierstock und ein Kliesser- 
fuitcral angefunden. Die Eigentümer können hie Gegen 
stände dort wieder in Empfang nehmen. 
v SeiNÄn 50. Geburtstag feiert morgen, am 0. Würz 
der Geisteindeverordncte und Kaufmann Herr Carl August 
Loos. Leit vielen Jahren in Friedenau ansässig — 
cr ist Eigentümer des Hauses Stubenrauchstr. 20, am 
Schillerplatz — hat er sich namentlich, im Haus- und 
Grundbesitzer-Verein rege betätigt. 2lls begeisterter Nim^ 
rod loinite er manche Jagdtrophäe nach Hause bringen, 
die feilt geschmackvoll eingerichtetes Heim schmückt. Für 
gute Teckelzucht wurde er vom Club Leiiischcr Tcckötzüch- 
ter mehrfach mir iverivoltcn Preisen ausgezeichnet. Auch 
dem "Verein für Gesundheitspflege gehört er an. Bei' 
den letzten Wahlen zur Gemeindevertretung' im vorigen' 
Frühjahr wählte ihn die Teurschnationale Partei in die) 
Gemeindevertretung. Wir gratulieren ihm zu seinem Ju-. 
bilüum und wünschen ihm alles Gute für sein ferneres 
Leben. 
- 0 Die Ast der deutsches Presse.-Der Vorstand t-bsj 
Reimsverbandes der deutschen'Presse hat in seiner Essester; 
Sitzung nachfolgende Entschließung angenommen: „Ter in' 
Essen versammelte Vorstand des ReichSverbandes der deut 
schen Presse teilt in volte.m Ilmfange die Besorgnisse der' 
deutschen Zeiiungsverlegcr um die Zuknnst der deutschen 
Presse und unterstützt nachdrücklichst ihr Verlangen, das^ 
Wcitererscheincn der Zeitungen durch Sicherstellung-einer 
ausreichenden Menge von Papicrhotz zu mäßig^n- Presstn 
und durch andere geeignete Maßnahmen zu gewährleiste:!. 
Der Vorstand macht die Regierung auf die. schwere Ge 
fahr aufmerksam, die ein bei Fortdauer der gegenwärtigen) 
Verhältnisse-unausbleiblicher Zusammenbruch de?'deutschen 
Zeitungswesens für Politik. Wirtschaft und Knllnr de?'' 
deutschen Voiles sowie für die Existenz von .Hnnderttau'en» 
den von Zei'.nng-sangestellteii bedeinen ivürde. 
0 Die Ozitt-aruppe Friede'nrm des Bundes Teulsck.-r 
Archttrktett I:-ai in der letzte» Sitzung ihren Beitritt.-' 
Zur 8 0 > k s i> a n s g e ui c i u i> c Frieden a u beschlossen. 
s)u, den verschiedenen Fragen, wie Kamniergesetz. neue 
Gebührenordnung. Zwangsverband und Wiederaufvau in 
den zerstörten Gebieten, der Deutichland etwa. 120 M:!- 
liafdeii Mark kosten und sieh jahrzehntelang hinziehen 
ovird.^ wurde SlelUing - genommen. Kritisiert' wurde die 
-nv-cebgemäne ^ Behandlung, die die 2r-.ederau'baufrage 
dnrcki die Regierung erfährt. iu:d es wurde betont, daß 
eile Maßnahmen getroffen werden müßten, um das Er- 
fdiciücn von Löiedeeaufbangewinulern nach den Krica?- 
und Revolntionsgcwinnlern zu verhüten. Der W-ederawi- 
bau in den zerstörten Gebieten dürfe nirfu der Tnmmel- 
p/aj> international denkenden (tzroßtapikals'. oder srekula- 
tlven BauunternehmerrnmS werden, das Baufragen nur 
unter dem Gesichtswinkel der Dividendenzahlung betpachrkt 
und Baufragen gegenüber in wciug inneren Züsanimtn-' 
hange steht, wer Wiederaufbau darf nur unter Leitung' 
denijmer Architekten vorgenommen werdest, gegen die sich' 
der Fcindbunb auch nicht lochst lnid womit ouch^daS 
werktätige Baugewerbe im Gegensatz zum '«.pelutanten- 
tum kiilversraüdcn ist. Unter Leitung der ArchM,en 
könnten die'Wredsraufbaukcften auf arwa <0 Mtlnaroen. 
Mark herabgedrückl werden. Daß sich durch die 
Aehüng von Architekten 'oie Kosten eines Baues ganz 
bedeutend verringern, fei jetzt allgemein onenarnu 
komme auch in -den Bestimmungen über .die Erteilung; 
von staatlichen Baukostenzuschüssen zum Ausdruck. Seitens 
des Wohnungsvcrbaudes Groß-Berlin wird, um drePest- 
losten zu verringern, die Erteilung der Zuschüj,e da 
von abhängig gemacht, daß Architekten zur Durchküh- 
xung auch'der ^ kleinsten Bruiaufgabe seitens 1®- 
getreu hinzugezogen ircrbni- tpirxbc geforb^t,. bajj 
die G'k^neinde 3 rieben an zu ihren, auch den, 
Heittftcrr Bar;vorhaben sich ber •f^ricfccTWUier PrrvLttlrchj- 
teilen und nicht de? Frtedenauer 'Hochbepuamtes bedf.«ntk 
müsse, das wie allerorts auszubauen lvär-a und nur ver- 
waltungs. und ba,.ipo!izet:ichen Eharaiter"- tragen durst. 
Betreffs des Friedenaner E Yren fr ied bvfes-steht dte 
Ortsgruppe auf dem Standpunkt, daß einer dxr prct-' 
gekrönten oder an ge lausten Einwürfe zua Ansmyrunz 
kommen müsse, und zwar unter Leitung des bctr. Ter- 
fasjers, der nur allein zur Baurctsinachung seines Eni- 
Wurfes berufen wäre und hierauf moralisches Anrecht 
hätte. Sollte der erste Preis zur Ausfnhrn.ng fcqhmmi 
werden, so ist auch der erste Preisträger mit der Durch 
führung der Aufgabe zu betrauen. Kann sich die Gemeinde 
hierzü nicht entschließen, weil der erste PreisbrägeOiem 
Friedenaucr ist. so ist auf einen anderen preisgekrsntens 
oder' angekänfren Entwurf und dessen Versajfer Kurückz«- 
greifen. Die geringe Beteiligung der Friedenauer Bau- 
künstler an dein Wettbewerb sei auf die nnglücktichef Art 
der Ausschreibung zurückzuführen, die trotz Epusptuchs 
der Ortsgruppe nur ungenügend verbessert wurde. Ferner 
wurde beschlösse«, -mit' den benachbarten- OrrsIrupp-n- 
des Bundes Deutscher Architekten ettgste Füchung zu-neh 
men und diese zur nächsten Zusannnenttmtl etuzuledett. 
v Der zweite Vortrag über -Kleingartrnltav, den-x 
Richter im Rahmen 'einer Vortragsreihe der Arie-- 
dcuaurr VolkShochichute hätt. findet ant Dion tag, dnn! 
8. d. Mt?., abends 8 llhr, im nlymnasium lMaKach- 
platz start und wird den „Gemüsebau" behandeln.-Ter 
dritte Vortrag tackst Tage später wird sich mit dem sE ist. 
bau beschäftigen.- 
o FeriSniinöcr in Ärjrger-Vaisenhiiufer». In Berück 
sichtigung der'allgemeinen Notlage, die sich besonders- ,-nier 
den Kindern der ärmeren Kameraden de? Deui-. rtk 
Kriegerbundes bemerkbar macht, hat sich das Krieger» 
Waisenhaus in Wittiich eutscknossen, bedürfkchen Schul 
kindern während der Ferien gastfreie Aufnahm? zu ge 
währen. Auch in den anderen Waisenhäusern des D epi 
schen Kriegerbundes wird man diesem ^ Beispiele- Koiget 
leisten, sobald inan bestimmte Erfahrungen darüber gc« 
sammelt hat, aus welche Weise am besten für die Sinker 
gesorgt werden kann. 
o Kickst 2tfOßC-0 «R., sondern nur 200 M. bare- 
Geld sind bei dem Einbruch in der Hand-ernstr. 62 be 
stohlen worden. 
Versins-^Ackriebtsn 
)( Der vom Francnbnnd der Deutschen demokratischr» Partei 
einberufene Vortragsabend findet heute Abend 8 Uhr in Gr'' 
„Kaiscrlurg" <rm Friedrich Wilhelm-Hlotz statt. Frau v.^Rosen- 
spricht über „HauLangcstclltensrage" und „Tie politische. Üc^ti 
und die bevorftehrndtn Hrlchktatzöwählett." 
)( Reichsblwd der K»rieg«bcsä!ädlgbes,' Kriegslellitekuter, 
-Hinterbliebenen u.Gefangrnen-Abirilnaa, Ortsgruppe Frikdtzrat:. 
Heute Abend 8 Uhr im Restaurant „Kmscrerchech Mitostiebtrncr- 
iammlung. Wichtige Tagesordnung. Zahlreiches Erscheinen wird 
erwartet, Neuaufnahmen am Eingang des.Saales. 
)i Evangelischer Verein junger Männer, Kaiserastce 7üel 
Ter Aberglaube tra Äollslebcn. Dieses hochinteressante-Tbenir 
kommt am Freitag, den 5. März, Abends 8 -Uhr in unjsercr.: 
Btsprechungsabend ^-ur Vehandtm-g. Tie Einleitung hat-'Hctr 
Pfarrer Förisch übernommen. Alle BerrknSmltqkieder 'sind dazu 
eingeladen, auch sind uns junge Männer als Gäste herzlich :dü> 
kommen. — Am Sonn lag Abend 6 Uhr findet die oiijähriichc 
Gcneralvcrsaminlüug verbunden init der Neuwahl des D-rsttude» 
statt. Alls wahlberechtigten 'Mitglieder melden gebeten, vollzähbz 
zu erscheinen. Llach dc-r Generalversammlung allgemeine §» 
sprechung über das Nrrcinslebcn. (Osterwanderfobrt usw.tz 
){ Krieger» vvd Landrvchr-Leres«. Morgen. Sonnabend 8 Uhr 
im Vei kinszimmer des NatsleUerS, Wonatsvcrsammlung. Aul gäbe 
der Ehiennablln für 25jährige MitgUddschast. 
)t Tie Vereinigung selbständiger Lchneidermckster feiert am 
Sonnabend,^ den 8, März im oberen Saale des HobcnzoÜer« ihr 
17 jähriges Stiftungsfest durch.Ball, Vorträge usw. Öegiitn 8 Uhr, 
Gäste, durch Mitglieder cingestihrt, können- teilnehmen. 
s( Männer Turv-Vercia E. V. (Sport-Abteilung «ricdenau» 
Wilmetedorf.) Hockcy-Berbandcspiel am Sonntag, d. 7, Märp 
1. Mannschasl gegen „A. f. B. Teutonia" l, ll Uhr Vormckiaz 
aus dem „Teutonia-Platz", Katzbachsträtzc am Krcuzbcra. L" Mann 
schaft gegen S. C. C. 1i, ll llhr Vorm, auf dem Hvchschulsport- 
platz Gruneivald. 3. Mannschaft gegen „Preußen" 111, 9.15 Bonn, 
auf unseren Play, Loubacherstraße. "llebungktage der Hvckeyßjikler 
und Keichtathleten, Sonnabend Nachmittag und Sonntag Bönntttteg. 
-- (Aiters-Abtri langt Sonntag, den 7. Mürz, Turnfahrt, Ab 
fahrt 8.2» llhr vom Rtngbahnhof Wilmersdori-Friedenary..naÄ 
Witzteben. Marsch durch den Grunrrvald, Eaubucht (FrühstiS), 
Havelberge, Gr. Fenster, Nicolassee. Rückfahrt ca. 1 llbr. Diens 
tag, den lö. März, 8 Uhr Herrenabend mit Kartosfcl-und HcriuL- 
Epcn in der „staiserciche'. 
— - . .. ' . i iiiii*..»..— 
Ccrnnfto, Schriftleiter: Herm. Mart irrt uS in Frietzete-t, 
Phg. S879 " rK>*eT-A«>?j 19-5. 
Pla< ic nlofiei* 7Z, esTK siersalz 
Bekanututachnug. 
Gemäß Bcick'tltß der Selntldepuiettion vom l>. und 
des Sck'nltnrawriitins vom 4. p. M:s. beginn: der Unti. - 
'!■<" NN l'-.'u hieiizeil Volts, nno l'öberen Latttleu von 
Montog. den 8. März st. Fs. ad wieder um K Uhr. Be: 
!in,,-7lt'deiw.!t. den .». ttzlärz >920. Dm- Vorsitzende, d-.-r 
Lcknrdepntaiion und des Kuratorti-.m-s der höheren 
Tebnien Waiger. 
Bekanittmatchung 
Di? Gemeinde hat noch einen Posten Lebrrwnrst übe - 
fiesen rrstcklren, die in dieser Woche-durch die- Fleifchervibn 
;tW Flerschkarten zur VernusIabung gelanat. Das -Pfudd 
lchfcht 5,85 M. Berltn.Friedenau, den st. PHarz kAAtz 
.Der Gemeindevorftand. I. K. Friedet.
        
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