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Periodical volume Nr. 11, 13.01.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Uraerila durch Vermittelung von Spediteuren in Bremen 
Md Hamburg zugelassen. Damit ist u. a. die Möglich- 
f*if gegeben, derartig« Paket« wieder unter Werianaabe 
zu versenden. NLhrr» .Auskunft Zerteilen die Postanstalten. 
o Die Lohnforderungen der. Stratzenbahmnigestellten. 
Der Llufsichtsrat der Großen Berliner Straßenbahn hat, 
wie wir erfahren, in seiner gestrigen Sitzung die neuen 
Forderungen der Büroangestellten und des Betriebsper 
sonals. des Unternehmens eingehend beraten. Er stimmte 
ferner grundsätzlich den Anträgen der Direktion auf Er 
werbung größerer Anlagen zwecks Einrichtung einer mo 
dernen Hauptwerkstätte zu. Die neuen Werkstattanlagen 
sollen in Wittenau errichtet werden. Für die weitere' 
Behandlung dieser Frage wurde ein Unterausschuß efn- 
gesetzt. 
o Falsche Fünfzig-Mark-NeichSbankiioten. Seit kurzem 
sind Nachbildungen der rosafarbigen Reichsbanknoren zu 
50 Mark mit dem Datum des 21. 4. 1910 aufgetaucht. 
Die Nachbildungen sind hauptsächlich daran zu erkennen, 
daß die Riffelung des Papiers fehlt. Die Faserstreifen, 
Oie den Nachbildungen fehlen, sind durch eine gelbliche 
Tönung des. Papiers oberflächlich nachgeahmt. Das Pa 
pier ist unregelmäßig beschnitten. Die Nummern be 
stehen . aus verschiedenen großen und kleinen Typen mit 
abweichendem Schriftcharakter und zwar sind die letzten 
drei Ziffern etwas kleiner als dür anderen. Der Kreis 
in der Mitte der, unteren Begrenzung zur Mittelguillochä 
ist unten rechts über dem zweiten „p" in der'Untejr-> 
schrift „v. Glascnapp" etwas abgeflacht. Vor Annahme 
der Falj'chstiicke mit obengenannten Kennzeichen wird ge- 
ivarnt. 4 , i 
o Vom Vorstand des Handel- und GewerbercreinS 
werden wir gebeten, mitzuteilen, daß der Verein mit dem 
Schreiben, das Herr G.-V. Maulbecker in der letzten 
Gemeindcvertretersitzung erwähnte, nichts zu tun habe. 
o Die neuen Bierpreisc, wie )ie- von der „Lokal- 
koinmission der Gastwirts-Vereinigungen Groß-Berlins" 
festgesetzt worden sind, wurden gestern in der stark be 
suchten Monatsversammlung des hiesigen Vereins der Gast- 
nnd Schankwirte, die im ' Lokale des .Herrn Peter Jo- 
hannscn, Hairdjcrystr. 80, stattfand, bekannt gegeben. Es 
wurden 3 Gruppen gebildet. Gruppe 1 Uetr. die üblichen 
Gastwirtschaften und Familienrestaurants,. Gruppe 2 die 
größeren Saalgeschäftc und Grirppe 3 die Wirtschaften mit 
besonders hohen Unkosten (Kaffeehäuser mit Konzert, Ka 
barett nsw.). Für den Verkauf des einfachan Lagerbieres 
außer dem Hause beträgt der Literprcis 1,50 M., für 
Flaschenbier, je Flasche 50 Psg. Für den Verlauf tut 
Lokal gelten folgende Literpreise in der l. Gruppe 1,00 
Mark, 2. Gruppe 2,40 M., 3. Gruppe 3 M- Dement 
sprechend sind folgende Preise für den Bierausschank fest 
gesetzt: V20 Ltr. 25 (40, 45) Psg., V 2 o Liter 35 (50, 60) 
Psg-, »/so Liter 40 (60, 75) Psg., «/ 20 Liter 45 (70, 90) 
Psg, 'Fg. Liter 55 (85, 105) Psg., s / 30 Liter 6.5 (95, 130) 
Psg., Vso Liter 75 (110, 135) Psg., 10 V n Liter 80 (120, 
150) Psg. Diese Preise sind Mindestpreise, unter die nicht 
gegangen werden darf. Die Gastwirte werden hierin von 
den Brauereien unterstützt, die sich den Gastwirtsvereini- 
gungcn gegenüber verpflichtet haben, solche Wirtschaften, 
die unter diesem Preise das Bier abgeben, die Bierlicfc- 
rung zu sperren. Als Gegenleistung mußten sich die 
Gastwirte zur Zahlung von Faßpfand vcrvflichten. Die 
Beschlüsse hierüber sind gestern in den Besvrcchungen 
zwischen den Vertretern der Gastwirte und der Brauereien 
gefaßt worden. Für die sogen, echten Biere haben die 
Steglitzer Gastwirte einen Mindestliterpreis von 2,25 M. 
außer dem Hanse und 2,35 Mark im Lokal de- 
schlssscn. Die Friedcnauer Gastwirte wollen sich ebenfalls 
an diese Preise halten. — Aus dem weiteren Verlauf 
der gestrigen Versammlung der Gast- und Schankwirte 
sei dann noch berichtet: Der Vorsitzende gedachte in ehren 
dem Nachruf, während sich die Versammelten von den 
Plätzen erhoben, der verstorbenen Kollegen Jul. Imin 
und Nich. Thiel. An dem Stiftungsfest des Großlichtcr- 
selder Vereins wollen 15 hiesige Kollegen teilnehmen. 
Zum Vertrauensmann wurde der Kollege Klabe gewählt. 
Der Kollege Wanke wurde zu seinem 50. Geburtstage, 
den er am 30. Dezember feierte, beglückwünscht. Herr 
Janke berichtete über die Berechnung aller Unkosten zur 
Steuererklärung. . Ferner wurde über Branntweinsteuer, 
Umsatzsteuer und Gassperrstunden gesprochen. Mitgeteilt 
wurde, daß für Friedenau bisher noeb die Polizeistunde 
bis Vs 12 Uhr gelte. — Die nächste Vorstandssitzung äst 
am 2. Februar beim Kollegen Viscl, Goßlerstr., die 
nächste Vereinsversammlung am 9. Februar beim Kollegen 
Klopsch (Kaiserburg), Kaiserallee, Ecke Wilhelmstr. 
o Die Ortsgruppe Friedenau des T. H.V. (Deutsch 
nationalen Handlungsgchilfen-Verbandcs) veranstaltete am 
Sonntag einen gut besuchten Konzert- und Unterhaltnngs'- 
abend im Logenrestaurant in Steglitz. Zwei hervorragende 
Künstler hatte der Vorstand für diesen Abend gewonnen: 
die Konzertsängcrin Frau Himmel-Maneke und den 
Konzcrtsänger Herrn Georg Augustin-Leipzig. Mit 
ernsten und heiteren Liedern warteten die Beiden auf. 
Frau Himmel-Maneke, ein schöner, volltönender Sopran, 
glockenrein und klar, bereitete besonderen Genuß durch 
den Gesang der Arie aus dem „Waffenschmied^ 
von Lortzing. Herr Augustin entzückte- durch 
sein tiefes, sonores Organ, voller Klangschönheit, das 
in den Balladen „Odins Meercsritt" von Earl Loewe und 
„Friedrich Rotbart" von R. von Wilm sich glänzend 
bewährte. Beide Künstler bedankten sich für den stür 
mischen Beifall durch Zugaben, die ebenfalls dankbar 
angenommen wurden. Am Flügel begleitete Herr Himmvl 
mit künstlerischem Verständnis. Nach dem Konzert ver 
einigte ein gemütliches Tanzkränzchen die Teilnehmer bis 
zum .Schluß der Polizeistunde. 
o Die Fricdenauer Ortsgruppe des Zcntrumsvcreins 
lEhristl. Volkspartci) hielt am 7. d. Mts. ihre diesjährige 
Hauptversammlung im Gesellschaftszimmer des Rathaus 
kellers ab. In der gut besuchten Versammlung wurde 
zunächst die satzungsgemäße Vorstandswahl vorgenommen. 
Hierbei wurden fast einstimmig gewählt: Fräulein Jupe, 
Filiahlester Boenisch, Mysmaun Meffa, Kaufmann Gläser, s 
Rechtsanwalt Dr. für. Guhlke. und Oberbaurat Hentzen; , 
letzterer zum Vorsitzendin. Dieser übernahm den Vorsitz J 
unter herzlichem Dank» an di« Mherigen Vorstandömit- l 
glieder für ihre treu« und eifrige Geschäftsführung und t 
dem Bedauern, daß einige davon durch Uebcrlastuüg i 
mit Berufsgeschäften unb. durch Krankheit an der Wieder- j 
annähme einer Wahl verhindert-Hewesen wären und bat f 
die Anwesenden, mit hingebendem Eifer dahin zu wirken, t 
daß möglichst viele dem Verein beiträten, und möglichst ' 
viele auch an der Vereinsarbeit fiir die hehren, christlichen k 
Grundsätze der Partei, der Erhaltung und Pflege christ- i 
licher und idealer Güter in der Schule und im öffent- / 
lichcn Leben tatkräftig teilnehmen möchten. Sodann be 
richtete^ Herr Rcgierungs- und Baurat H. Sarrazin, 
der eine der beiden varteiangehörigen Gemeindevertreter, 
über ihre bisherige Tätigkeit als solche und erntete mit 
seinen eingehenden Ausführungen reichen Beifall und dev 
Dank der Anwesenden. Er sprach die Bitte auS, daß 
ihnen aus dem Kreise, der Parteigenossen Anregungen 
und Wünsche zugehen 'möchten, damit sie diese in er- , 
sprießlicher Weise berücksichtigen könnten. 
o Eine Erwerbsloseuversammlung findet am Don 
nerstag, den 15. Januar, nachmittags 2 Uhr, im Fest- 
saale des Reform-Realgymnasiums statt. ES soll über Ver 
teuerung der Lebensmittel nnd^ die traurige Lage der 
Erwerbslosen eine Aussprache stattfinden. Auch Nicht 
erwerbslose sind in der Versammlung willkommen. 
o TaS ist der Tag des Herrn! Im' Städtchen Gen- 
thin an der Magdeburger Bahn wurde Sonnabends ein 
Arzt ermordet. Dem Mörder war man auf der Spur 
und seine Festnahme konnte durch eine Privatperson er- 1 
folgen. Ein Gutsbesitzer brachte ihn in seinem Wagen | 
nach dem Gcnthincr Rathaus. In diesem Augenblick hatte I 
dort auf dein Marktplatz der „Fricdcnancr Männcr-Ge- s 
sang-Vercin 1875", der Sonnabend und Sonntag eine 
Sängerfahrt nach Genthin veranstaltet hatte, Ausstellung 
genommen. Ter Dirigent hob den Taktstock und gerade, 
als der Mörder im ' Wagen auf den Marktplatz fuhr, 
ertönte es aus den Kehlen der'Sänger: „Da? ist der 
Tag des Herrn." 
o Einbrecher suchten in der Nacht vom Sonntag! 
zum Montag das Malutensiliengefchäft von Gcnzmer, 
Rheinstr. 60, heim. Entwendet wurden mehrere photogr. 
Apparate, die im Schaufenster standen, darunter eine 
Gocrz-Kainera 9 mal 12 Nr. 102 936 mit Objektiv Syntar 
Nr. 406 169, vor deren Ankauf gewarnt wird. Durch Zer 
trümmerung der Scitcnschcibe verschaffte sich der Ein 
brecher den Weg zu den Apparaten. Von den in alten 
Sorten vorhandenen Oel-Pastell-Tcmpcra- und Aquarell 
farben wurde nichts entwendet, wohl, weit der Raub nicht 
lohnend gewesen wäre. 
o Gclegenljcitsdicöstähl. Ein Spitzbube besuchte die 
Villa Moselstr. 4. als sich das Dienstmädchen gerade im 
Keller befand unb der Besitzer kurze Zeit das Haus ver 
lassen hatte. Er stabt Wäsche und Kteidiingsstücke inid 
entkam iiiiertaiiiit. 
Vereins-6äd)rid)ten 
)( Tcutschnationalc Volkspartsi, Ortsgruppe Bln.-Fricdcnau 
Am Donurrbtag, 16. Januar, 8 Uhr abends, pünktlich, Itrcitabend, 
Warum wollen wir die Mornachie! im Gasthaus zum Hohrnzollern. 
Äandjerystraße, unweit der Uirchstr. Gaste, die ans dein Boden 
der Partei stehen, find.herzlich willkommen. 
)( Verein der Gartenfreunde. Wir werden gebeten mitzu 
teilen, das; die <3 e m ü f csamenbcstellung auf den in leister 
Sitzung verteilten Formularen air Herrn Kaufmann Dietrich 
Friedenau, Handjcrhstr. 00, umgehend einzusenden ist. Weitere 
Nachrichten wegen der nächsten Versammlung folgen in den nächsten 
Tagen durch besondere Benachrichtigung. 
9d)oyeberg 
—a Tie Stadtverordnetenversammlung beschüfUgie sich 
gestern mit der Neuwahl des Vorstandes. Mit den Stim 
men der Demokraten und der beiden sozialdemokratischen 
Fraktionen wurde der bisherige Vorsteher Ezeminski (Soz.) 
mit 39 Stimmen wiedergewählt, während auf den Kan 
didaten der Neuen Fraktion Lyzcaldirektor Dr. Teufer 
nur 23 Stimmen entfielen. Der Vorsitzende der Reuen 
Fraktion Stadtv. Dr. Schneider gab hieraus die Erklä 
rung ab, daß lein Mitglied seiner Fraktion ein Vor- 
standsmandat annehmen werde, nachdem entgegen dein 
festgesetzten parlamentarischen Brauch die Stadtverordne 
ten nicht der stärksten Fraktion die Stelle eines Vor 
stehers eingeräumt hätten. Gewählt wurden zum stellt». 
Vorsteher Lyzcaldirektor Dr. Lauterbach (Dem.),' zit Bei- 
sitzcrn bezw. Stellvertretern die Stadtverordneten Otto 
(Dem.), Rottländer (Soz.) bcziv. Frl. Barth (Dem.) und 
Frau König (Soz.). Schriftführer ivurde wiederum Bureau- 
vorsteher Röhn, Stellv. Stadtv. Erdmann (Soz. . Das 
Hauptinteresse der weiteren Verhandlungen erregten die 
Anträge über den Stand der Lebensmittelversor 
gung, die durch die Stadtv. Fritzsch (Soz.) und Dr. 
Kanfhold (Neue Fr.) begründet wurden, während Stadtv. 
Wilberg (Unabh.) in längeren Ausführungen gegen die 
Prämien der Landwirte polemisierte. Stadtrat Jacobs 
wies in seiner Erwiderung darauf hin, daß die Lebens 
mittelversorgung Schönebcrgs im Rahmen der von Groß- 
Berlin erfolge. Man werde den Anregungen in Groß- 
Berlin Rechnung tragen und durch eine Zentralcinkaufs- 
stelle Schmalz, Speck und Hülscnfrüchre einkanfen. Schöne- 
berg werde sich hieran beteiligen. Bereits in der nächsten 
Sitzung werde sich die Stadtverordnetenversammlung 
wegen Bewilligung von 28>' 2 Millionen Mart fiir 
Lebensmittelankäufe schlüssig machen (Große Bewegung^ 
Die Anträge des Stadtv. Wilberg bezüglich der Ablicfi'- 
rungsprümien bitte er ablehnen zu wollen, da die Land 
wirte durch die Prämien zur Ablieferung angeregt uvr 
den müßten. Nach einer weiteren Aussprache ivurde gegen 
die Stimmen der Neuen Fraktion ein sozialdcmotratischer 
Antrag angenommen, bei den zuständigen Stellen wegen 
einer Rationierung von Heu. Hafer und Sirob fiir dan 
neuc Wirtschaftsjahr vorstellig zu werden. Der Antrag | 
der Unabhängigen ans Aufhebung der Abtieferuugsprü- i 
Wie,„für Hie, Landwirte .ckvurde-abgelehnt. „ ,| 
Berlin und Vorort* 
Steglitz zur Frage Groß-Berlin. In der gestrigen 
Reglitzer Gemeindcvcrtretersitzung nahm man in stunden- 
.äugen Erörterungen Stellung zum Gesetzentwurf Groß- 
Berlin. > Bürgermeister Buhrow legte in kurzen Zugen 
die vom. Gemeindevorstand ausgestellten, von uns schon 
oorvffentlichten Grundsätze dar, forderte die Rechte der 
Bezirksverwaltung und brachte eine Antrag des Bürger- 
blocks zur Verlesung, der sich inhaltlich mit den Vor 
schlägen des Gemcindevorstandcs deckt und den Gesetzent 
wurf in der vorliegenden Fassung für unannehmbar hält. 
Gegen diese Verzögerring richtete sich Gemcindcvcrordnetew 
Szillat (Soz.), er nannte es ein Verschleppnngsmanöver, 
vas seine Partei nicht mitmachen werde. ES scheine sich 
mehr um ein Sperren gegen die Einhcitsgcmeindc, das 
rus. den Reihen der sogenannten „Kleinen Könige" der 
Gemeindeverwaltungen komme, zu handeln. Gemeindcver- 
ordneter Frenz (Dem.) glaubte, daß die Schaffung von 
Groß-Berlin später einmal als Kultnrtat angesehen werde. 
Den Bürgern Groß-Berlins fehle ein gewisser Ortssinn, 
der hauptsächlichste Widerstand käme von den oberen Vcr- 
waltungsbcamtcn. In erster Lesung wurde der,Vorschlag 
oes Gcmeindevorstandcs gegen die Mehrhcitssozialistcn und 
Unabhängigen angcnoinmcn, in der Gcsamtabstimmung 
wurden dagegen, die Anträge der bürgerlichen Parteien 
und des Gemeindevorstandcs abgelehnt und dem Vorschlage 
oer Sozialdemokraten zugestimmt demzufolge die.. Ge 
meindevertretung nacki wie vor auf dem Boden der Cin- 
heitsgemcinde steht. In der zweiten Lesung ivurde die 
ganze Vorlage zu Fall gebracht, da die Demokra 
ten lediglich für den Beschluß der ersten Lesung stimmten. 
In der 'weiteren Beratung wurden verschiedene kleine An 
fragen erledigt. Ein Dringlichkcitsantrag auf Bewilligung 
von 60 000 Mark zwecks Erweiterung des Mieteinignngs- 
cunts wurde einem Ausschuß überwiesen. Eine Anfrage 
des G.-V. Mschnewski (Bürg.) wegen der Lebensmiitetz- 
not wurde vom Schössen Jochen: beantivorlet. 
Nrrantw, ©djrifiletier; fcerm. E7ori intus in Friedenau. 
Bekanntmachung 
betresscnd Rcuauslagc einer Kunden liste für Kar 
toffeln. Vom Mittivoch, den 1-1. Januar Vis Frei 
tag, den 16. Januar d. Js. einschließlich bar jeder, der 
im Gemcürdcbczirk Berlin-Friedenau Kartoffeln vom Klein 
händler zu beziehen wünscht, seinen Bedarf inner Vor 
legung seiner Kartofselkarte bei einem Berlin-Friedenaucr 
Kleinhändler zur Eintragung in eine neue nuudenliste 
anzumelden. Ausgenommen sind diejenigen, die mit Kar 
toffeln von außerhalb vorversorgt sind. Diese dürfen 
sich nicht zur Knndcnliste anmelden. Aufgegeben haben 
den Kartoffelvcrkauf die Händler: Habcrmanu, Bismarü- 
straße 12, und Winkelmann, Kaiserallee 77. R'cuzugc- 
lassen sind die Händler: Mentzel, Odenwaldstr. 18, Sra- 
tanzane, Brünhildestr. l, und Brockmann, Kaiserallee 72. 
Bei der Anmeldung sind dem Kleinhändler vorzulegen: 
a) die Bcrtin-Friedenaucr. Ausweiskarte, b - alle neuen 
Kartosfeltartcn mit den Abschnitten -1—7. Die Rückseite 
des Mittelstücks jeder 5tartoffclkarte ist mit deut Oleschästs- 
stcmpel oder dem Namen des Händler und der Nummer 
der Kundcnliste zu versehen. Außerdem ist auf der Aus 
weiskarte die Rr. 118 abzustempeln. Hierbei tzai sich der 
Händler zu überzeugen, daß die Anzahl der ihm vor 
gelegten Kartoffelkarten mit der Anzahl der in dem Aus 
weis angegebenen Personen übereinstimmt. Alle diejenigen, 
deren Kartosfclvorrat bei ordnungsmäßigen Verbrauch nach 
Ablauf der Eintragung-?srift aufgezehrt sein wird, erhalten 
bei ihrem Brotkommissar die Kartofsellarten und eine 
Bescheinigung zur nachträglichen Anmeldung. Die neue 
Knndcnliste tritt am 19. Januar d. Je. in .Kraft und 
dürfen die Haushalte von diesem Tage ab nur bch dem 
Händler kaufen, bei dem sie eingetragen sind. Ein Wechsel 
des Händlers ist grundsätzlich nur bei Umzügen gestattet. 
In diesem Falte wird eine Bescheinigung zur ander 
weiten Anmeldung in die Kundenliste von der Kartoffel- 
stelle (Zimmer 28 a des Rathauses > ausgestellt, nachdem 
eine Bescheinigung des alten Händlers darüber, daß er den 
betrcfsendcn Haushalt in seiner Knndcnliste. gestrickien hat, 
vorgelegt ist. Die Anmeldefrist für die Eintragung in 
die Kundenlistc muß unbedingt eingehalten werden. Eine 
Verlängerung der Anmeldefrist findet nicht statt. Die 
Kundenliste ist vom Händler in zwei Exemplaren aufzui 
stellen. Beide Exemplare sind bis spätestens am Montag, 
den 19. Januar, nachmittags 1 Uhr bei bst: Kartoffel- 
stelle abzugeben. Berlin-Friedenau, den 12. Januar 1920. 
Der Gcmeindevorstand. I. V.: Friedet. 
Bekanntmachung. 
Der Preis für 1 Pfd. ausl. Bnchscnsleisch lEorned 
Bccf) beträgt ab 12. d. Mts. 6,10 M. 200 Gramm 
ausgewogen kosten 2,44 M. Berlin-Friedenau, den 13. 
Januar 1920. Der Gcmeindevorstand. I. V.: Friedet. 
Bekanntmachung. 
Eröffnung des Kindergartens! Am 20. Januar 1920 
wird de: von der Gemeinde eingerichtete Kindergarten 
eröffnet. Die Zeit des Aufenthaltes der Kinder im Kin 
dergarten ist vorläufig auf vormittags 9—1 Uhr festge 
setzt. Ausgenommen werden Kinder in: Alter von 3 bis 
zu 6 Jahren. Die Eltern haben fiir jedes Kind einen 
Monatsbcitrag von 3,50 M. zu zahlen, wofür den Kin 
dern eine Früh'stückssuvpc oder dcrgl. geboten wird. Mel 
dungen. iinv im Kindergarten, Goßlerstr. 15, in der 
2. Gemeindesckmle bei der Jirgerkdlcitcrin Fräulein Mar 
garet.,- r. Breska worttäglich von 9—1 Uhr anzubringen 
m vorläufig nur bis zu 25 Kin- 
d::: ! tunen. Berlin-Friedenau, den 
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amgenend 
13. Januar 1920. 
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e»m- auram , n waginerpla 
TS vornehme „Abendmusik 
Kapelle Valeska. 
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Augsburgerstr. 48.
        
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