Path:
Periodical volume Nr. 46, 23.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Mittwoch. 23. März 1921'. bjß Donnerstag'. 7. Apr». 
Die Sommerfericn schließen für die Provinz Brandenburg 
am Dienstag, 3. August, die Herbstferien Dienstag', 19. 
Oktober.^ .. ,^ ■„ 
o Drn ÄdfouLkrst' von Pchfeteitttach teil Meder landen 
wird empfohlen, wegen der Währungsfchwankungew und 
zur Vermeidung hon ZS'llfchwierigkeikcn in dcft 'Zollinhalts 
erklärungen den Wprt bei Maden in holländischer Wähkung 
anzugeben. .J 
ü Unzweckmäßiges Aufkleben der Briefmarken. Bestim 
mungsgemäß sollen die Freimarken in die oberc^ recht«' 
Ecke der Vorderseite der Bricfscndungcn und Postkarten 
geklebt werden. Vielfach wird der obere Rand der Bries-s 
umschlüge'durch den Firmenaufdruck des Bricfabsenders der' 
ganzen Länge nach in Anspruch genommen und die Frei-! 
marke'! an ".alrdercr Stelle aufgeklebt, sodaß die M«rkmr. 
beim gebrauch der Stempclmaschrnen meist nicht cn!t-' 
wertet werden und nachträglich Noch mit der Hand abge 
stempelt werden müssen. Die Handelskammer zu Berlin 
ersucht "daher die bciciligtcit Geschäftskreise, im Inter« se 
einer schnellen Abfertigung der Briespost die Freimarken, 
bestimin'lliigsgcmäst in dfe obere rechte Ecke der Vorderseite 
'zuftebeü und auf den Briefumschlägen den Firmdnauf- 
' druck'.künftig -in die linke obere Eckes zu setzen. 
o"' BoKsaSftkorunrÄzi' für Ostpreußen. Anläßlich der 
bevorstehenden Volksabstimmung in Ostpreußen sind für 
die in Groß-Berlin 'wohiftndett 'östp'reußischcn Landsleute 
Beratungsstellen errichtet worden. Tie Obleute derselben 
erteilen Auskunft über alsc Fragen (Eisenbahnfahrr, Ver 
pflegung, Unterkunft, Entschädigung bei Lohnaursall, all 
gemeine Fürsorge usw.) und beschaffen kostenlos die für 
jeden Abstimmungsberechtigten erforderlichen Ausweispa- 
pirstc. Für Friedenau jinb* Umgegend ist beratender Ob- 
mann Herr Direktor Loos, Schüncberg, 'Belzigerstr. 18. 
Ostpreußen wendet Euch sofort an diesen Obmann. 
o G.-V. Tr. Hasse Bewerber um einen BürgerMkister- 
Posten. Tie FDarmstädter Ztg.".berichtet aus Groß-Gerau 
in Hessen folgendes: Fist: die ausgeschrieben Stelle eines 
besoldeten Bürgermeisters haben sich 'bis fetzt. 13 Herren, 
darunter ein Amtsgcrichtsdicner, ein Amtsgörichisgehilse, 
ein Ratschreibcr und der Beigeordnete, alle ans Groß- 
Gerau, ferner je ein Stadtsekrctäc aus Offenbach und 
Worms und Friedberg, ein Bütgermeistersekrerär von 
Isenburg, ein Ra'tschrciber von Gonsenheim, ferner Dr. 
H. Hasse aus Berlin-Friedenau, ein Finan-h 
asscssox aus Ofsenbach, der Gcschaftssührer des Verbandes 
der Hess. Bürgermeister sowie der Bürgermeister von 
Bärwalde i, P. gemeldet. 
o Teuerung und Erhöhung der' zahnärztlichen Ge 
bühren. Der Wirtschaftliche Verband Deutscher Zahnärzte, 
E. V-, teilt mit: Im Hinblick auf die noch ständig zu 
nehmende Teuerung, die gewaltig in die Höhe'gegangenen 
Arbeitslöhne und die ins ungeahnte gestiegenen Preise 
für Rohstoffe sind die Zahnärzte, nicht'mehr in der Lage, 
ihrer Honorarrechnung die' veraltete Gebührenordnung 
aus dem Jahre 1896 zugruNdd zu legen! ES muß'daher 
für alle zahnärztlichen Leistüiigew eine bew'Zeikütnständen 
angepaßte Erhöhung Platz greisen. , 
o DaS Fest der silbernen "Hochzeit begeht heute Herr 
SchUhMachermeister Wilhelm Koppe, Kaiserallee 123, 
mit seiner Gemahlin. Das Jubelpaar, das schon feit dem 
Jahre 1892 in Friedenau wohnt,' crfrcnr sich trotz hohen 
Alters eines seltenen fröhlichen' Humors und einet "außer 
gewöhnlichen großen Arbeitsrüstigkeit' und -Freude. Jeder, 
der das Jubelpaar kcmtt, weist c^ 'zu "schätzen und zu 
ehren. — Unsere herzlichsten Glückwünsche seien nun: Ge 
sundheit und Zufriedenheit auch für die'Zukunft! K- 
o Wie dir Reich rzrÄtrale für EkNtsöhNerwehreN mit 
teilt, hofft sie bestimmt durch Vcrhäüdtungcn mit denö 
Feindbünd die Einwohnerwehren zu erhalten. Auch bei 
unseren Gegnern machen sich jetzt des öfteren einsichtige 
Stimmen bemerkbar, die das vorläufige Weiterbestehen 
dieser für den Wiederaufbau Deutschlands und damit in 
direkt auch für die innere Ruhe Europas unentbehrlichen 
zivilen Notwehrorganisation befürworten. 
o Der Evangelische Vollsvprrin hielt am Montag 
im „Hohenzollern". eine gut besuchte MonatSversammliuiz 
ab. Der Vorsitzende, Landschaftsgärtner Richter, teilte 
folgende Bekanntmachungen mit: 1. Von jetzt d'J finden 
die Vereinsversammlungen stets am 1. Montag nach dem 
15. des Monats im „Hohenzollern" statt. 2. TicBorstandS- 
ämter sind wie folgt verteilt: 1. Vorsitzender Hugo Richter. 
I. Und 2. stell». Vorsitzender Bläftng und Jorschick, 
1. Schriftführer. Gutsch.e,. 2. Schriftführer Suhl, 1. Kassen 
wart Büsc, 2. Kassenwart Zunke, Beisitzer 'Pastor Mar 
quardt, Lehrer Lehmann, die Mitglieder 'Wollersdorf und 
Schmidt. 3. Der Evangelische Arbeiterverein laden zu 
seinem 20. Stiftungsfest am 21. d. M. ein. Abfahrt am 
Sonnabend 5.19 v«tt Wcmnsccbahnhöf Friedenau. Der 
Airsliefernngsprotest, den der Vorstand der Groß-Bcrlincr 
Arbeitervereine abgefaßt hat, fand einstimmige Annahme. 
Nach einer Mitteilung des PastvrS Marquardt kann der 
im Gemeindehaus geplante UnterhaltrrngSabend wegen Er 
krankung der Mitwirkenden' Nicht' stattfinden.' Dein Fest 
ausschuß werden auf dessen Anregung allgemeine Richt- 
liniech'für hie 'im laufenden Vereinsjahr abzuhaltenden 
' Vereins feste "kr teftt. Ueber die Elternberratswahl zum be 
vorstehenden Sönntag und über den Landaufenthalt unserer 
erholungsbedürftigen Kinder tm bevorstehenden Sommer- 
halbjahr, sogdctt'eingehende Besprechungen statt. Flug 
blätter',' vvick" Vorstand. deS ProvinzjalVerbandpS abgefaßt, 
sollen vom.Wesbeausschuß zur Verteilung gelangen, s 
o Liederabend. Am 15. Februar veranstaltete unsere 
Mitbürgerin Fpüulei'.i Elsa Fleischer, Handjeryftr. 92, 
im Klindwotrh-Dcharwenka-Saal ihren ersten klassischen 
Liederabend. Das Programm enthielt Lieder l-on Schubert, 
Schumann, Brahms,'Reger und Blech. Das erste L^eö 
,,Ucjjatcit" von Schubert ließ unS bereits erkennen, welche 
Klangfülle in'.ihxer Stimme liegt, die auch iü den höchsten 
Lagen glockenrein und einschcheichelnd warm erklang; iniehi" 
los . entfaltete sie ihre herrlichen, Kopstöne. Die Lieder 
von Brahms wurden mir großer Innigkeit vorgetragen, 
der köstliche Hharrne, welche; in,s. ihrem Vortrag 'liegt, 
kam'in d?n Liedern von Reget und' Blech zum' lieblichsten^ 
Ausdruck.' lHie"natürliche?schlichte .Vortragsweise ipachte' 
üngencymsten Ejwdrukk auf.F>ze Zuhörer, unter' denen sich 
Neben den jetzigen Schülerinnen auch viele der früheren 
in treuer Anhänglichkeit eingesunden hatten. Der starke 
Beifall, , der der jungen. Künstlerin gespendet wurde, gab 
beredten Ansdruck! Die Lieder "wurden von Herrn Wil- 
. Helm Scholz in. dezenter und hervorragender Weile bc- 
Mich ,Pie ')vir hauen, hat sich "Fräulein Fleischer in 
UeheMMrdigster Mjsx erklärt, für Leu Mabtnd 
deS Evairggtl Bundes, der',am,-Mittwoch, den. 3. März 
,.«n cWE'.Pess kirchll. Getheindehauses, Kaiferältec 76, 
ft'atUndek''ihre Mftwi^nng. zi^chagen. ' . .' ' 
o L« ParschLatverrtn veranstaltet tun Freitag, den 
27. Februar, 8 Uhr, im Saal des Gemeindehauses «inen 
geselligen Abend, an dttft Freiherr v. Stenglin 
Heiteres aus deutschn Dicht-WOvortragen wird. Tony 
Ja ecke l wich Lieder zutz. Laükd. singen, wghchvd vir! 
jugendliche Lkselvtte Rtzchchr und Irmgard MMrW s 
Scßerz. und Anmutteigen vorführen werden. ErNtrittK-j 
karten für 1 M„ MchWttzhcder 1,50 M-, sind in dem 
bekannten Handlungen von Kdssalowski, Schwach wird. 
Ebers sowie in der Küstcrei und in der Buchhandlung 
der Goßner'schen Mission zu haben. Meldungen zum Bei 
tritt an Wilcke, Odenwaldstr. 18. . . . 
ö Zum Beste?: der Ehrükkascl für die grfallknm ehr 
maliger Sckülcr veranstaltet der „Literarische Verein" 
<ini He l mhol tz-R eck lg hm n u s i u m in der ' Rnbens- 
straße gm Sonnabend, den .28. Februar, pünktlich '.-8 
Uhr abends in der Aula der Anstalt einen Vortragsabend. 
Zum Vortrag kommen neben Beethovenstck^n Komposi 
tionen (Klavier und Geige- Dichtungen von Goethe, 
Nietzsche, Storni sowie das Zwiegespräch zwischen „Tor 
und Tod" von H. v. Hosmannsthal und R. M. Rilkes 
Melodram „Tie 'Weise von Liebe und Tod des' Eornrts 
'Christoph Rilke". — In Anbetracht des guren Zweckes 
werden die Eltern und Angehörigen der jetzigen und 
ehemaligen Schüler sowie Freunde dcr Anstalt zu zahl- 
reichein Besuch eingeladen. Karten zum Preise von 2 M. 
und 1 M. sind zu haben beim Hausmeister des Hclmhvltz- 
Realgymnasiums und in den Papierhandlungen von'Bach 
in dcr Bcgasslraße nnd von Stahl in dcr Bcckerstr: sowie 
an der Abendkasse. 
o Der PrivqtfchLler Oltwig v. Hirschfeld, wurde vom - 
Schwurgericht des Landgerichts I wegen des Anschlags auf 
Finanzminister Erzbergcr "zu V ;J Jahrert Gefängnis ver 
urteilt. Tic Geschworenen nahmen Körperverletzung mittels 
gefährlichen Werkzeuges an und brttiglen mildernde Um 
stände'zu. . , 
o Treppenläusrrdlebe sind wieder an der Arbeit. Aus 
dem Hause Wilhelmshöher Straße 5» wurden am Sonn 
abend 5—6 Meter rore Plüfchlüufer gestohlen: Der Bo- 
jitzcr'setzt für die EvmiMung der Tärer eine Belohnung 
von 100 Mark auS. 
os Als zugekauft» sind dem Fundbüro im Rathause 
gemeldet 1 Rehvinrscher und 1 Terrier. 
EVereins-Qsckricbren 
)( 
Orcheftrr-Vcreiaiguug des Westens j SO Miigk.) Ukbsngs- 
abende jeden ,DienStag V28—V^lO Uhr iö Saal Ntzeinstraße L4. 
Musiksreunde willkowinen. 
>, Ter „Frirdenuuer Gesaug-etrela für -rmischteo Chor" 
(Chormeister: Gesanglehrer Waller Schmidt) übt jeden Diens 
tag im GesangSsanl der Königin-Luisr-Schule. Ausnahme 
neuer Mitglieder im UebungSsaal; Herren besonders erwünscht. 
)( Mällner-Turll-Berein Friedenau. Cs turnen: Montag 
und Donnerstag 6»/-—8 Uhr: Knabenableilung (6—1-1Iahre> 
Gymnasiallurnhalle; 8—10 Uhr: Jünglingeabteilung (14— 18 
Jahre), 1. Männer-Abteilung und Cportadtcilung Gymnasial-- 
turnhalle. — DienStag S'/z—10 Uhr: 2. Männer-lAlters)» 
Abteilung Gymnasililturnhalle. — DienStag und Freitag 
6—7: 1. Mädchenabteilung (6—9 Jahre) Turnhalle Gohler- 
stratze 15; 6—8 Uhr: 3. Mönner-Abteilung Turnhalle Homuth- 
straße; 7—3 Uhr: L. Mädchcnabteilung (10—13 Jahre) und 
Frauenabteilung Turnhalle'Goblerstrahe: 8—Ll>F Uhr: Damen» 
und Jugcndabteilung (13—16 Jahre) Turnhalle Goglerstr. 
)< Dcr Fiiedittaue't. Lehttt'-dSttein ladet zu einer" Sitzung an, 
24. Februar, abends 8 Uhr nach der kiaistttzurg ein. 1. „Licht- 
hild und Rind im Dienste' der Schule" — Herr G. Schulz. 2. 
„Lrhiek- und D^ami'cnbcsoldung in Ecnikinde, Staat und Reich" 
— Herr 51«Hau, 3. „GrünvungSoerkamlmig des Bnnd-S für 
Schul- nnd KunstarrLstrüungcn" — 4. Zusammenschluß der Lehrer 
schaft in Groß-Berlin. 5. Tälinkrit deS JugendschrrftenLusschusteS. 
)( Die Teutsche Temokratische Partei in Steglitz hält am 
Donnerstag, den 26. 2. abends 8'/, Uhr in der Realschule (Flora- 
s-raste) eine öffentliche Dcrsäntnilung ab. Abgeordneter Tr.Schrriber, 
Halle wird über daS Thema: Wiederaufbau und Temokratic" 
sprechen. 
)( Allgemeiner Dcakscher Sprächvekein Ortsgruppe Friedenau. 
Am Mittwoch, den 25. d. 5)1ls., abends ’S Uhr findet tm WirtSbauS 
i,Hohenzo!lbrn"2 Handjeryftr. 64. die diesjährige Iahretzhauptoer» 
sämmlung statt. ES gilt, den Borstand neu zu wählen. Auch ist 
beabsichtigt, diesen im neuen Geschäftsjahr zu erweitern, um auch 
jernsrhiN ersprießliche Arbeit zum Wähle unserer Gruppe und der 
Allgemeinheit leisten zu können. TaS Erscheinen aller Mitglieder 
rmd Freunde ist deshalb selbftoerstLndliche Pflicht. Zuvor — um 
7.111) r —_ sind et citze Besprcchnng unter den seitherigkn und 
.kommenden Mltgliedrrn deS Vorstandes statt, wozu auch olle ülmtsX 
freudigen Zutritt haben. Stach der Wahl Vortrag deS Herrn Tr. 
jür. dl Dr. rer. pol. Friedrich-Lange: „TaS Deutschtum in Lester» 
reich"'.' Ansprache deS Herrn Prof. Dr. Müllerburg über: „Zn» 
ckmrstSarbez» de»-Allgemeinen Deutschen Sprachvereins". 
)( Haus- und 'Gruudbrfitzcr- Verein in Berlin-Friedenau. 
Monatövcrsawwlung' Freitag, den 27. Februar 1020, pünktlich 
abends 8 Uhr im oberen Saale deS „Hohenzollern". Präktksche 
Winke bei eiligerr Eclksttcparaturcn an Wasserleitungen. Bor» 
tragender: Hcri Hugo Florisch, Berlin NO.' IS, Elbinger Str.'86 
Höchstmieted'erordiiung vow 0. Dezember 10!9. . Vortragender: 
Herr Architekt 'Lcufter. Tie Mitglieder werden hösl. gebeten, 
rechtzeitig um 8.Uhr zu erscheinen» da die Sitzung dcr Polizeistunde 
wegen frühzeitig geschlvsien werden mutz. . 
)(Deutsche Voikopariel ! Frauenausschüsse der Wahlkreis« 8,4 u. k) 
Der 3. staatsbürgerliche KursuS für Frauen behandelt' folgende 
i U AAAM rtü mK« . l ^ Art cV' f A» »V«* * i,U 
fairer 
ttWKit ?r auch na<h.MiMöne» zählte, TSnnke SwIrrs. 
Gehälter ouS einem leeren Dircklorenbemel preisen. Denn 
wo nicktö ist. har selbst der Kaiser sein Recht verloren 
Auch die jetzt - so beliebte Abwälzung dcr Lasten aus 
das PukllikiM ^.ermittelst erhöhter Schulgelder dürfte Nichts 
NWLtt,.Vrntt'dü<ch.viZL Eltern sind durä, die gegenwärtige 
Znmßd.an Kt ihrer Leistungsfähigkeit gekommen. 
Neftst. der'.Stank "und chor allem, .die Gemeinde sind mc>. 
ralifzh," wenn auch "nicht"jiktistisch vervstichtel, dafür 
zn sorgrn, daß die armen Privgtleyrer sich uichl länger 
mit einem Strnßcnfcgcrgehalt begnügen müssen A» b\e\t 
Behörden werde ich mich jetzt wenden und jchiwtz» so 
mit diese Erörterung in der Zeitung- 
F-liedner, Privatschuldireltor. 
> Zur Erwiderung. 
Wir haben, um diese Angelegenheit zum Abschluß 
zu dringen, die Zuschrift beS Herrn Schuldirctiors F-Ucd- 
ncr Herrn Leonhardt gleich zur Rückäußerung vorgelegt. 
Herr'Leonhardt schrcibi uns: 
1. Als Antwort auf den Antrag des Privatschullchrcr- 
verbandcs, die Gehälter dem jetzigen Geldwert anzupassen, 
hat fick der Verband Berliner Privatschiildircktorcn, der 
gegründet war, um die Privatschule gegen Eingriffe von 
außen zn schützen, sofort aufgelöst, um so Tarifverhaitd- 
lungen zu erschweren, nur Herr Fiiedner kann das keine 
„Ablehnung der Gehaltserhöhungen" nennen. 
2. Mir fehlt natürlich die Möglichkeit, die Angaben 
des Hetrn Fliedncr 'über den Reingewinn seiner Anstalt 
zn prüfen; aber diese Zahl wird jeder, der Einblick iir 
solche Schulbekriede har, nur mit einem verstehenden 
Schmunzeln lesen. 
3. Zugeben muß ich als nicht richtig, daß Herr Flicd- 
ner seinen Lehrkräften das Einkommen eines Straßen 
fegers zahlt; vielmehr bleiben die Lchrergehälter an der 
Anstalt des Herrn Fliedncr kve.t nmor den Einkommen 
zurück, die man heute als Existenzmininm bezeichnet. 
Daß die Arbeitsfreudigkeit der Lehrer nickn durch meine 
Aeußerungen, sondern nur durch die Höhe der Bezah 
lung'bestitnmt wird, weiß natürlich Herr F'iedner cOrnfiv 
1 gut wie jede: Andere. 
4. Sollte es wirklich heute noch Eltern geben, die, 
um am Schulgeld ihrer Kinder zu soaren, dazu die Riemen 
au-3 der Haut der Privatlehrcr, diesen schlechtbczahlrcsten 
''aller Angestellten, schneiden? 
5. Wenn sich Herr Fliedncr an die Behörde wendet, 
so kann ich mich nur darüber freuen, denn dies kann 
, nur zum Segen meiner Berussgenosscn ausschlagen. 
Immerhin wird er mir gcstatlen müssen, solange an' 
'der Verwirklichung seiner Absichten zu zweifeln, vis ich 
den Beweis' dasür in Händen habe. 
0. Noch, so viele Artikel in den Friedenaucr Tages 
zeitungen ustd noch so viele anonyme Zusendungen an den 
Leiter mei/ier Schule werden mich nich'i in dem Be 
streben wankend machen, für meine Berufsgenossen, auch 
für die, die an der Fliedner'schen Anstalt wirken, weiter 
zu lämpscn. 
F. Lconhardt. Gcm.-Bertr. 
Frl. v. Kulletz«. Die Vortrüge' sind am 27. Fcbiuar, 10. ÄLcz, 
8. und 29. April und tl. Müi. "Kartei, zu-6M. für Sn, Gesäkni- 
kurs (1,50 M. Einzelkartei, Berlin W., Zinunerstr. 72-73, Thar- 
lotttnburg. Fasanenstr. 3>> oder Kantstr. 20/ Der 1. .Vortrag ist 
in Charlotte»bürg, Leidultzstri 79, die übrigen sind im WilheltnS- 
gymnasium, Belüvücstri IS. 
Zöfcbiiftci* 
(Für diese Rubrik übermMnen wir keine Verantwortung.)' 
Herr Privatlckhrer Leonhardt 
'hätte in srincr Erimderüng'meines Erachtens zu allererst 
"imfrrc-3 1 Emfonttnens erhöht. Das geht klar hervor ckus 
' der/9lbrcchftu,dchre ich dem Gemeindevorstande edew jetzt 
.einreiche und dekt'rsolge..ich-alls meiner sehr angestrengten - 
ßörbt den Ausdruck vermeiden Müssen, „daß ich meinen 
Leyrepn die Entschädigung-je d es Straßenfegers 
zahsc", denn tt mußte sich sagen, baß solche Worte aus. 
reizend wirken und den Lehrern die ArbeitSsrendigkcit refy> 
drßn.. JchödiN. Mit ienifcrnt, irgend welche Lehrervereine 
zu verSchftn, 'bmn Zch früher selbst angehörte, nur ,'vll' 
niemand dgzn. gtzzwittigen werde),. 'Aber kein Lehrerbrstchn, .' 
Gescbästliebes 
ft Frühlrng^ahwcnk Wenn zu dieser Jahreszeit die 
Sonne vom Himmel lacht wie in den letzten Tagen, ist 
das arme, gequälte Mcnschenhcrz voll von Sehnen unk» 
Hoffen: Sehnsucht nach dem Lenz - Hofmuug. aus bessere 
Zeiten! Sei deshalb fröhlich und fingel Ein Lied hriE 
Wunden! Den das Friedenaucr Hrimatlied inreresfiertI 
verlange Grgtis-Prsspckt vom Rhringau-Veriaa, Wiesbadc», 
ncr Straße 14a. 
Zalihpraxis Basla Bmndel 
ffkg. 8879 1 Katssr-Anso 142. . ' . ' IO-3t 
P iäi 1 ! ^nto^er^ahnersäla; 
Bercmlw. Schrtsttriter: Herm. Aar 1 ittiuS in Frieden«. 
Amtliches ' 
Bskrirrckmrckz'ftur. 
bctr. Wahl zum Elternbcirar für das Friedenav.ee Gvm- 
nqsium'am Mayhach-Platz. Die Wahl zum Eliernvcirat stick 
das Friedenaucr Gumnafturu am Mckybach-Piatz findet am 
(Dvmirag, dem 7. März d. IS. in der Zeit von 10—4 
Uhr statt.,Wahlort ist das Sprechzimmer des Gvmnasiums. 
Die Kandidatenlisten sind spätestens tstn 26. Februar dem 
Wahlvorftande z. H. des Vorsitzenden. Justizrar' Borgmann, 
Kaiseraljex 67, einzureichen. Sic müssen mindestens 1>H 
Namen bon Kandidaten enthalten und mindestens 20 
Unterschriften von Wahlbercchtigleii tragen. Zur Wahl selbst- 
haben die Wahlberechtigten Personenönswcise mitzubrin 
gen. Da die Stimmzettel verdeckt abzugeben sind, emp 
fiehlt cs sich. Briefumschläge bereit zu halten. Berti» 
Friedenau, den 21. Februar 1920. Ter Wahl vorstand. 
Borgmann, Justizrat. Goedcl, Landrichter. Kittel. Rech- 
ttungsrat. Soltau, Obcr-Postinspcktor. Sammet. Landgr- 
. vichtsrat. Schlicpcr, Major d. L. a. D. 
BekanntmachunZ. 
"Iw dcr Elternveriammlung der König in-Luise-Schule 
cm 21. d. MtS. sind ,n den Wahlvorstanü für die Eltern-1 
beiratswahlen gewählt worden: Frau Klara Ehrlich,! 
Schwalhacherstr. 7, Frau Elsbet Slolzenburg, Friedrich- 
s^.V i'tuyi US*IIL. ^ZSLUS 'ZrPQTCV, ^roauntr. i)m; 
arl Steuer. Lesevresttaße 11 ,ind Karl Wrdelind. Kaiser«) 
«llee 93. Dcr ferner gewählte Herr' Baumgart hat dir- 
Wahl nicht angenommen. Die KariLidniemlistett firch denn 
'Vorsitzenden des Wahlvorstüttdes. Georg Ruthe, Bachestr. 4, 
E'Donnerstag; den 26. Februar, abends h Uhr einzu- 
reichen. Berlin-Friedrnau, den 21. Februar 1920. Der 
Waylvorstand für die ElternbeiratSwahlc» an dcr Köniain- 
LuiscSwule. 
' Bekanu tuwck»vng. " 
Biehabgabe an den Feindbünd. Der Friede ist ia 
Kraft getreten, nnd Dem "Reiche liegt die'Pflicht ob. die if^ 
auferltate MebrNettae aulrubrinoc'n «' 
fe ^—r <,4.. \$T0‘ft in 
r ^yaräÄ 1 * ,n RowaweS.' Beihfthwuftrch. 
ckads Wchhändler Hans Zehlendorf. SranNauer-' 
ttaTi? 16 Die Kommissionen tvrrdcn nacheinandek tättM
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.