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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

. begleite Ufjeit. Liese« Äerr tvar ich. mit 
j»wU*, britl« unö vierte PslichterfüklunI. 9. 
M» Herren Gaal mtb Gandow den Wunsch, äußern, 
ßor dem zweiteiligen Vorhang zu spielen und fie.'mMchelS 
Anderer HilfLrräst ihre Instrumente selbst vortragen, bezw. 
s*i» bei der sehr schwer wiegenden Harfe, vorschieben 
snüssen, so ist es notwendig, ihnen diese Aufgabe dadurch 
»tr erleichtern, daß man den Vorhang geöffnet auseinander 
hält. Das habe ich wiederholt getan, ein anderer war 
Mcht.zur Stelle. Fünfte, sechste und meinetwegen hun 
dertste Pflichterfüllung. Es tut mir leid, wenn mein An- 
tzlick Ihnen oder anderen den erst zu erwartenden Knnst- 
aeNtlß schon vorweg gemindert haben sollte, aber ich 
k»NN deshalb von den mir selbst auferlegten Pflichten 
keip« vernachlässigen. Ihr Berichterstatter. , wird deshalb 
aut darän tun, sich auch in Zukunst auf mein öfteres« 
erscheinen vorzubereiten, sei es nun mit oder ohne Elaque, 
Kdack, Lack, — ganz nach Geschmack. Ihr ergebener Hans 
YhN Reinfels, Kerantwortl. Leiter, der „Kunststätte für 
WMblwung. 
Elter ndeirLte, Schülerwat und RhchnstrnfrenruNMtl. 
Gestatten Sie einem eifrigen Leser. Ihres geschätzten 
Blattes eine Zuschrift, zu dem in - letzter- -Zeit .viel er 
örterten Thema der Elternberrate. Ich glaube uan so. mehr 
dazu Stillung nehmen zu dürfen, als, soviel ich. weiß, 
bisher bei dieser Debatte gerade die Schüler nicht gehört 
worden sind, die doch wohl am meisten daran Interessiert 
ind. In einer der letzten Nummern Ihres Blattes fanden 
ich Zuschriften, die sich mit dem „Unfug auf der Rhcin- 
straße" beschäftigten und von,demElternbeirat tzlbhilfe 
legen die Verivahrlosung der Jggend erwarteten. Ja, 
aber warum hört man hie.Schiller nicht.hierzu? .Ich bin 
Überzeugt,, daß, wenn die Schüler.ein gewisses.Wldestim- 
rnungsrecht härten, sie selbst aufs Schärfste.. gegen, solche 
Kerstöstb' vorgehen ^ würden.. Aber indem .der' .E'.texnbclrat 
(es'ift. ausdrücklich beNre.rtt, dtzß Schüler.,an seinen' Sitzun 
gen nicht teilnehmen dürfen) neben sder LehrerLorgarenz 
zu einer Institution 'wird, die, uni Ha8,.Worts zu..ge 
brauchen, chautokratisch" über .Schulangelege^cheiteu ent 
scheidet, regt sich unter den Schülern..der, L'hpMtjcins- 
neisti Und dies mit, um so größerem.Rechte,, als.der.sog. 
Erlaß über die Cchülerrate nßr. auf dem Pap.iexe. steht, 
und in s der Tat eine wirkliche .AnsführÜngf der .Schnlge- 
»neinde verhindert wird. Gebt also den Schusirnc-kn Mit- 
htstimmungsrecht. Und dw.Borsälle auf,der Rheinstraßc 
werden aufhören,- und nicht"nur.daS,.'BeraNtwor^gng.-whckt 
Ernst. Und kann.man verlangen, daß hie. die man...in- 
d«n man über sie hirßvcg gebietet,.als Äftcher .auffaßt, 
sich anders benehmen? 
Ein.Schüler des sAtzmnasiums zu, Friedenau. 
VermilMtes 
^kie nnö stkllbs-»-Lüntzlstnna TaL Obcrlandesgericht Eob. 
Mar bot rnischicdrn, das; die Kündigung eines Mictverhäftnisscs 
durch einen Brief ungültig ist, wenn der Brief als unbestellbar 
»n den Meter zurückgelangt. Allerdings ist' dwci Borauk» 
frtzung, daß der Absender selbst die Undcstrllbarteit vyrschuchct 
stet. Hat aber der Empfänger die Nnbestcllbartcit verschuldet, 
so ist die Kündigung mW den Grundsätzen von Treu und Glau, 
»«n dennoch gültig. 
" 8>>n blies Lnstlpleb „Die deutschen Kleinstädte^' der. 
spottet nicht nur die Tüclsuch't der biederen Krähwinkler, sondern 
«uch ihre Vorliebe für langatmige Titel. An „Bau-, Berg, und 
Keginspektorö-Lul stimt" und „Frau Städtar'eiseässafchrelberin" 
schenken sich die titelsreudigcn Leutchen keine'Silbe. Wer nicht 
bloß der guten allen Zeit und der-Kleinstadt gehören.die-langen 
kkitel an. Wir schleppen unZ auch heute .mit manchen, die 
ganze Bündel von Dorten sind. In früheren Tagen, als die 
Verhältnisse auf allen Betäugungsgebieten noch einfach lagen, 
aab es in der Hauptsache auch kurze und einfache Titel: Lcumant, 
Oberst, Richter, Pfarrer, Lehrer, sowie die mit Meister zusammen, 
gesetzten, wie: Wachtmeister, Bürgermeister, Rentmeister. Die 
größere Vielseitigkeit und die daraus folgende Arbeitsteilung 
fn allen Zweigen der Staats, und Gemeindeverwaltungen er. 
-»rügte dann allmählich eine ganze Stusenleiter von:.Aemtern, 
für deren Inhaber besondere Titel .gewünscht wurden, hinter 
diesem Steigen dcS Bedarfs an Titefn blieb die Sprache ge. 
toisfem Sinne zurück. Es war ihr nicht möglich, sür alle neuen 
-Gruppen und Srüppchen neue kurze Titel, die allein sür Pen 
Gebrauch geeignet sind, zu schaffen; vielmehr mutzte sie sich inii 
.Zusammensetzungen Helsen. So wurde dal „Ober." ausgiebig 
verwendet, nebst „Unter." und „Hilfs.'t, - samt den, beliebteren 
„Assistent". Hinzu-kam nvch der Wunsch, den älteren Beamten 
höhere Titel zu geben als den jungen, obgleich meistens beide 
dieselbe Arbeit taten. So baute sich die Slusensolge Diäter — 
' fiutumiigBa Gal.an zu versöhnen, den er, u-le aus brwcr 
j Erzählungen hervorging, eigentlich ja immer gern gehabt 
hätte. So dachten wenigstens der Oberst, Erna, Ewald 
und Alice.- Werner und.Sulcika, der..er.urlles übersetzte, 
ß lüttclten freilich zweifelnd den Kopf. Sie kannten Nur 
li Khan zu gut, um zu glauben, daß er seine Tochter 
jemals gutwillig einem Ungläubigen als Weib überlassen 
werde. Es mochte indessen sein, wie cs wolle; an der 
Sache selbst war nichts zu ändern, und so zögen sich denn, 
da die Stunde der Entscheidung mehr und mehr nahte, 
Erna und,Alice mit Suleika an das Secuser zurück»,.Ko 
Ellen schon vorher ausiund ab gewandelt war. 
Als sie.sie nicht dort fanden, wagten sie das-Kammer 
mädchen, ob sie nicht.wisse, wo.sie.geblieben sei. So er- 
fuhren sie denn, daß die Engländerin, gleich nachdem die 
Vorbereitungen für Nur Ali Khans Einschlixßuug „in An. 
griff genommen worden seien, sich mit ihrdu aus. Siwänd 
mitgebrachten Dolmetscher besprochen und etwas, später 
den Weg nach Osten, unmittelbar am Secuser entlang, 
eingeschlagen habe. Das erschien den beiden jungen Mädchen 
zwar etwas sonderbar, aber sie meinten, daß Ihr,.wie.es 
besonders Erna schon vorher ausgefallen war. • vielleicht 
Suleika unsympathisch sei, find daß sie sich deshalb lieber 
abgesondert habe. So widmeten sie sich denn ganz.-der 
schönen Perserin, und es gelang Alice bald, cm-Gespräch 
m Gang zu bringen, bei .dem sie sichst dje Vermittlerin 
zwischen ihrer Freundin und ihrc'r.künstlgen Mutter schelte. 
Die notwendige sprachliche.Belehrung wär. dabei sür.alle 
Teile so anziehend und erweckte vft.solche. Heil^leit.'-daß 
sie gar, nicht bemerkten, wie-die.Feit verstrich. Sic waren 
daher sehr erstaunt, als sie.vonchcnMännern, .die nchh 
Legung des Hinterhaltes und. Allblendung eines.Spähers 
zu ihnen kamen, erfuhren, daß.seit dem.Eintreffen Ewalds 
über zwei Stunden verflossen 'markn. Jetzt siel es.ffhnen 
auch auf, daß Ellen mit.ihrem Begleiter noch immer nicht 
zurückzekanimen war. und. sie wurden'ihretwegen besorgt. 
Ervaid machte sich daher sofort mit einer. Aiuahl seiner 
Gefährten auf den Weg, vm ftstzustöllrn, was aus Ellen 
geworden sei. 
^ Spur war. Sy» swLchchßht.chn.Se-uwr ^haltcn 
Mc.leichtszu ldr;ofs*ft. .Tuküineiisic chößlich an "eine 
I aifiikiU — Selretär — Qbtrsekcetäc — Geheimer >--ekrtwr 
auf. und es entstanden Titel wce: EisenbahiuVurodtätar. Werst. 
Ai-rwalrungssekr-tanaw-ülsstsient. HauptsteukramtL-SontroNeur, 
ObcrLeraamtsmarkjchcidr^ EisenLabcuSpUtonskastenrendakt. Ti 
tel aus drei Hautw-Ürtern kikdcn heute die Wehr Heu; euÄ vier 
Teilen bestehende sind ziemlich häufig, und selbst solche aus 
fünf Einzelwönern ioTRiTU’U in s:a.tUtcher ^rhl.vor mrd werden 
amtlich sogar'in einem Dort geschrieben, wie zum Beisplel: 
MarrnegaruisvnverwatUmgLoberi-nspektvr. 
Olt kehlt Stkaiwe sür äeutschcp Lrcnrianö l 
SIL Oline 
Grenk-Gtzsnös 
füc öle 0olksqhsiichchunscn 
auf Postscheckkonto tZerlin 7^77i 
otrr auf Vcinr Lank! 
Vtntscher 2chtchLi.pL, tzrrlia NWst 
Z«hnpraxts Berfa ßrend«! 
Phg. 6879 Xa!st>P*Ä!lo« T43. 10-5 
p Id ||e nloüer Zahnersatz 
ist ^sanrutui a chuug. 
Die durch die.'Gemctndepcrrrettlng nach Prüsurrß 'rnd 
Fcstcllung entlasteten, JgsiMröchnungcn und zwar: Vor 
anschlag XU a-c..höhere Schulen sür zsil.ff, .Voranschlag 
Xllb-f Volksschulen .Wr 1915, Voranschlag. Xll 6—c 
höhere Schulen sür Ich 16,. Voranschlag Xll .d^f. Polks- 
schrrlcn für l916 und Voranschlag fi.TV Ganen- rmd Arikd-- 
tzoföverchaltzrng str 1917 liegen gnnäß 8 1L0 her.chatzd- 
.„i'nit'iTid-cOVwilinn w'kn 9st. sr.-f\runr !>rs ■{. Märr 1920 
chlger. 
BekMutmschung. 
Die Kandidatenlisten sür die Elterrrüciratswahleu am 
Realgymnaslkm sind.dem rüder Elternversammlung vom 
20. ^Februar gewählten Dahlvorstand zu Händen seines 
ObmavnS, Ober-Postsekrctär. Berger, Laudacher Stw », 
bis zum. 26. Februar einzureichen. -.Berlin-Friedenau,, den 
21. '. Februar 1920. Ter Wahlvorstand. 
betreffend die Wahl zum.Elverndeirat für die 2. Gemeinde- 
schule. Die Wabl.findet,am.Sonurag, den 22. Februar 
in dcr'.Turuhallc der. 2.- Gerncurdesmiite statt. Die Wahl 
zeit ..ist . von '.morgens ff.cklhr. bis .abends -6 Uhr festge 
setzt. Äss AuSir'eLs.genügt die.den Ettern zipgegaugena- 
.AuLweiskarte. Sollte rdiefelbc. aus irgend cinenl Grundes 
.njcht vorgezeigt.tverdcn.lömtech.cko.müssen die Wahlbersch-s 
^ckigten-sür . auLWchxnde.Wegunation ihrer Person Sorge: 
.tragen.' Die :Wahl. ist ..gkhcün. Briefumschläge . für.-diej 
Stimmzerlel werden im Wahllokal ausgcgcdeiü Die Siintm-. 
.abgäbe muß'^nach -svimfterieller -Bestimmung persönlich 
.erfolgen,,. Berliip-Früedenäu,: den 21.-Fsrbruar 1920. Der 
.Wahlvorstarid..für .die W<rhl zum -Elternbeirat an -er,' 
.3. .Wsueindetchule. - ] 
Ncklnrntmachnng 
Die Höchflmenge für Kranlenbrot wird vom 2ff- No-: 
vemüer d. Fs. an sestgrsetzt aus;-1L00 Gramm — 1,80 BÄ.,. 
600 Gramm == .0,90 . Mark...LerüivHriedermu, den ,20. > 
Februar 1920, Der ckZemeinLe-Dorstaud. I. Ä. Friede!. 
Brkanutmrchung 
In der Zeit vom'24.-^-86. Februar gelangen folgende 
Lebensmitlsi zur AiHgabe: Auf Groß-Berliner Lebens 
mittelkarte: 100 Gramm'Grauen auf Abschnitt ff, 1 Psd 
1-Psd. Marmelade ff>>0 M., 1 Psd. Syruh 1,15 M. Aus! 
Berlin-Friedenauer Nährmittelknrtc: '120 Gr. Pufsbvhncn 
auf Abschnirt 1, 1- Psd.' 3,60 -W.; 125 Gr. getr. Weiß- - 
kohl aus Wschit- 3, 1/Pid. 2,20 M-i 125'Gr. getr. Zwie- 
Stelle, wo zwei isZ'erve angeseilt gewesen waren, nnv wo 
-nun an Stelle -der- einzelnen mcnschttchen Spur zwei 
Pferdespuren traten. Sonderbar! Offcribor war sie von 
hier in Gesellschaft ihres Dieners weitergcritten l Llbcr 
weshalb? Als sich die spuren inrmer weiter hinauszogen, 
wurde Ewald sehr unruhig. Schon halte man rechts den 
Hinterhalt liegen lassen, als die Spur vom Ufer ablenkte 
und sich schräg den. Bergen zuzuwenden begann. 
Wenn das so fortging, mußte man bald auf die von 
Astis herkommende ß.ciawancnstraße gelangen, auf der 
man jeden Augenblick mit üen..Nomaden zusammentreffest' 
.konnte. -Das sah sehr bcdeuklcch aus. Was führte diese 
Ellen Hamilton im Schilde? .Da plötzüch . durchzuckte es 
.ihn wie eine Ohenbarung. ,Es -war ihm schon immer 
poroekommcn. als sttüjse er dies schöne Atadchen einmal 
irgendwo gesehen.haben, aber.er hatte.-sich vergebens den 
Kopf zerbrochen, wo. Jctzt, wußte er'ch in Arcnierhaven 
hatte er sie gesehen, wo sie Liary Douglas hieß, in Abbe- 
ville hatte er von ihr gehört, wo sie sich Cectly Warden 
genannt hatte und nach Parkers Beschreibung gendu dieser 
Ellen Hamilton glich! Es .lief ihm eiskalt über den Rücken. 
Dies Fraucuziinnrer, das den.Tod semcr geliebten Mutter 
verschuldete und den Raub aus diAn'Äirchrnbüch.begangen 
hatte., war ohne jedes Mißtrauen von ihnen ansgcnoinmen 
worden' Fetzt wurde, chm. plötzlich llar, weshalb Kurt 
von Born.so vki ihrem.Erscheinen erschrak. Er -hatte seine 
Mitschuldige er konnt-, und fühste sich in ihrer Gewalt. Was 
aber stzocqte dies strupkllosi.Mädehcn jetzt wieder für 
Pläne schnücdcn, sie. die vo:r dein Himcrhalk wüßte? Daß 
sie Murl-Ali Khan davor warnäu würde, schien ihm Zweifel» 
los. .Achcr.was konnte sie.sonst »och im Schilde jähren? 
Gutes gLwiß,mcht! 
.-.Schsieller., als .mau, Ls,auszusprcchen. vermag, durch, 
siogen diese.Gedquken sein Hirn. Sr ließ föfort die Seinen 
Halt- machen und vorsichtig gegen Osten hin in Deckung 
. am besten Berittenen ober sendete er zum 
Lager,zurück mich dcc.Botschaft von dem, was sie crkuttzdet 
hätten, <an seinen..Aater, und den Oberst, und mtk £«r 
Äiste um angeinessine^Nerstärkuog. 
bclu auf Abschnitt ff, 1 Psd. 3.20 M. Berftn-Frirdenmi. 
den 21. Februar 1920. Der StnreindeMrstand. Ä- N 
Friede!. 
Bekanntmachung. 
Fu der Woche vom 23.-29. Februar gibt es au' die 
10 Abschnitte der ?ft-. 9. der Fleisckkarte: 
I. g) 200 -Gramm frisches Rind- oder .^-ainmelfteisch nur 
cmgewachsenen Knochen, oder 
d) 150 Gramm schieres Fleisch und 50 Gramm Kno.. 
beilage zu den festgesetzten KlernßandelkchSchstprcru 
und 
z) 50 Gramm irische Fleisch- oder Lovertrurst zum 
' Preise von 0.32 M. 
oder 
II. 200 Gramm ausgewogenes arncr-.bar.:;ch.:s 
fleisch (Corned-Bers) zum Preise von 2.bl Ak. 
Der E Gerkauf von frischem Fleisch findet nur ne i 
den von den Fleischern ausgerufenen Au mm ein stau. -n 
dieser Woche beginnt der Verlaus ai.-r Munroch. 
Berlin-Friede um:, den 21. Februar 
Der (Äcmeindevorstand. F. B- Friede.. 
Bekanntmachung. 
In der Woche vom 22.-29. Februar gibt c: ans die 
Abschn. 9 a urvd b der. ft'arlossiUarre 2 Psd. Karieffein. An 
Stelle der fehlenden Kartoffeln 'werden verabfolgt: 
a) 2 Psd. Kohlrüben auf Abschnitt r der Lkarrofsiilarle. 
d) 200 Gramm.Hülsensruchtinehl und 200 Gramm Teig- 
waren..auf die Abschnitte d—g der Karlolseitarre. 
Die Kohlrüben können in der. Gemeindeveriauisstelle 
Niedstraße entnommen werden. Die Nährnnirel inerde:: 
au.die Haushalte: mit nachstehenden Äumnrern der Beesin- 
Fnedenauer Ausweiskarte in folgenden Gc-chäsren ane- 
gegeben. ^ tcl c» rtrI Richard Schmidt. Nkemstr. 19 
1001—2000 bei Tcnoeunann, Lauleestraste 18 
2001—fflX-E bei Bühn:, Syarsiraßc 7 - 
8001— 4LL0 bei Hüttmann, Rheinstraßc 20 
4 001—5000 Od Wirdchöst. Handjervstreße 65 
5001— GCOQ bei Heckmann, Handservftraßc 86 
.6001— 7600 bei Feldbinder.-Evastrastc 1 
7001— 8000. bei Zürn, Südchesilorso 5 
8001— Q COQ Ici Sv. Siubenrauchstraße 2ff 
8001—lOOCO bei Schäfer, WicSbabenrcüraste «3 
10001—11003.Dci 'Roid. Wuheln,sböhcxstraßc 1 
11 001—12000 bei H. Schulz-, .Kaiserallee 78 
13M1—15lXX> bei.Willno:o, Bornstraße 4 
13001—14000 bei Richter, Südwesiforio 11a 
14001-ASchluß bei Schuster. Rßelngausiraße 4. 
1.'Pfund Hülscnfruchftneyl kostet 2 M., 1 Pfund Tda 
waren, kostet 1,18 M- 
BerlnvFriedenan. den 20. Februar 1920. Der Ge- 
. meindevorstand. I. .B. Fricdel. 
Anordnung 
über das Schlachten von Ziegcnmntier- und Scka'iämmern. 
Auf Grund des sf 4 der Bekanntmachung des Strlr- 
.vcrtrcsi'rs des Acichökanzlcrs über ein Sache.:,".ocrbor sür 
trächügc Kühe, und Sauen vom 26. August 1915 (R.G.B. 
S- 515) wird hierdurch folgendes de stimm»: 8 1- Dr« 
^Schlachtung, aller Schaslämmcr und Ziegcmuultcrkämmcr, 
die in diesem Jahre geboren sind oder geboren rverdcu. 
wird.dis auf weiteres verboten. § 2. Des Verbot finde.- 
leine Auweudung auf,. Schlachtungen, die -erfolgen, tvcib zu 
hekürchterr Ist, daß das Tier an einer Erkrantung ver 
enden -.werde«..',oder weil es infokgr einer Ungiückofa-l-S' 
sofort gefistet.werden muß. Solche Schlachtv.ngen sind 
innerhalb ^4 Stunden nach der Schlachtung der sür bgt 
, Schlachtung-rort zuständigen Srtspolizeibehärdc anzuzeigen. 
§ 2. Ausnahmen von diesen'. Dtrüote können aus dringe- 
' den wirtschaftlichen Gründen '.vom .Landrat, in Stade- 
kreisen vom der'OrtZpolizeidehörde zugelassen werden, ß 4. 
Zuwiderhandlungen gegen d:eie Anorduungcu werden Ze- 
nräß § 5 her..eingangs ertrahnten Dekanutmachuug mit 
Getdprasen bis. zu 1500 . Mark oder mit Gefängnis bis 
zu ff Monaten bestraft, ß 5.. .Tie Anordnung tritt mir 
dem Lage -ihrer Bekanntmachung im Deutschen Reichs 
und Preußischen Staatsanzeiger in '.Kraft. .Berlin, den 
26. Januar 1920. Der Miuister für Landwirtschaft, Do 
mänen. pnd Horsten. ' BeröfftntULt, 'Berlin, den 6. Fe 
bruar .1920. Der, Bcrfttzende des .Kreis aus sch usscs des 
Krdlcs Tbltow. v. Achenbach. Veröffentlicht. Berlin-Frie 
denau, den 12. 2. 20. Der Gcmelude-Lorstai.d. I. B. 
'.Frede!. 
. Eilen mit ihrenl.Bssglciter war schnell vorwärts qcriiirn. 
Als sie DiL großeKarawllnc'nsiraße erreichten, rerlanasamle» 
sie ihr Tempo.-An- einer Stelle, wo eine Schluck,-? rechter 
Hand die Felsen.durchbrach, machte sic Halt uud verbarg::, 
sich darin. 
Jetzt, wo sie sich nicht mehr in hestiacn Bewegung 
hielten, fühlte Ellen erst, in wie gewaliigcr Erregung sie 
sich befand. Sie konnte sich niait verhehlen, daß sie einen 
entscheidenden Schritt getan hatte, und daß er ihr, wenn 
er mißglückte, sehr schwer werden würde, dir Folgen von 
sich abzuwenden. Ihr geschafriger Geist hatte zwar sür den 
-Fall, daß es ihr gelang. Suleika ihrem Later zu über- 
jirfern. sich schon einen Plan zurechtgelegt, wir sie jede 
Schuld-daran von sich abwälzen könne. Jetzt sie! es inr 
aber schwer aufs Her;, daß man sie suchen und ihr nach 
forschen könne. -Wenn man dann cnideckre, daß sie dem 
Hauptllug entgegcugcr'iiicn lei, war sie verloren! 
Angstvoll bückte s>< auf die lehr und entdeckte mit 
Schrecken, daß bereits rast vierStiurdcn fti! dem Eintreffen 
Ewalds im-Lager verflossen seien. Wie unüberlegt i ; e "c,c= 
oresen war! Weshalb halte sie sich übri mupt selbst aus 
den Weg gemacht, statt ihren Diener de:.: Rur A!i .stbe.u 
mit einer mündlichen Botschaft cnigegctm.uscuden und id'n 
sagen zu lassen, er solle statt aus derßiaiäwancnskraßc an: 
Secuser entlang ziehe» und sich dort in einen Hinterl-alr 
legen. Sie würde ihm baun mit Suleika . . . und Erna 
und Alice entgegengekommen sein und batte dadurch an-, 
die letztere un'chädlich gemacht! Denn daß der wilde 
Nomade dies schöne Mädchen nicht wieder freigegeben 
haben würde, war ihr sonnenklar. Jo, selbst Erna wäre 
auf diese Weise vielleicht aus dem Wege zu räumen äc- 
wesen, so daß sic leichtes Spiel mit Ewald gehabt hätte! 
War-fir denn blind gewesen? Aber vielleicht ließ sich das 
alles noch -machen. Schnell versuchte sie den Diener zu 
ioftruiere». . Aber während sie-noch seine Bedenken zu 
Lbtruriuden. suchte, drang schon dumpfes P-firdeae^ran- el 
an.thc Ohr, und als sie sich dem Aue-gang der"Sck»lucht 
zuwendete, seh sie die Baharluz in, Galopp dir Strato 
etnhertonur.cn. ^ 
Lvrlstjptig kolgi.)
        
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