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Periodical volume Nr. 45, 22.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

Bäume, die stehon bleiben, besser entwickeln. Ei,-V. Hugo 
Richter (Dnat.) bemerkt, daß zur besseren - Eichwicklüng 
der Vorgärtcil die AuSlkchtung sein müßte. G.-V, L ange 
(Tnat.) fragt, wie sich der Verkauf abwickele. Bürger 
meister Walgcr erwidert; daß die Bäume gleich an Srt 
und Stelle verkauft werden. Er erwähnt dann_ als 
Scherz, daß in hiner Fachzeitschrift die Notiz erschienen 
sei, wegen der Kohlennot seien einige Gemeinden dazu 
übergegangen, ihren Baumbestand abzuholzen, in erster 
Linie der Vorort Friedenau (Heiterkeit). 
Von G-V. Gicse (Soz.) qngcregr, folgt eine Aus 
sprache über die bessere Verkeilung dex,. Ausschuß- 
sitzungen. Osimalsl habe man zwei bis drei Sitzungen 
zu gleicher Zeit. - Es soll versucht werden, hier Abhilfe 
zu schaffen. 
~ Tie „GrsÄSttrichter" rot Asphalt. 
G.-V. 9 üb fite (Dem.) führt aus: Wenn man durch 
die Kaiserall'ee gehe, könne man glauben,,daß Friedenau 
in der Kriegszvne liege, soviele „Granaltrichter" befinden 
sich im Asphalt. Tie Firma Jeserich sollte angehckltcrt ivrr- 
dcn, diese „Krießsschäden" zu beseitigen. Bürgermeister 
Walger erwidert, daß man schon feil Wöchen mir der 
Firma wegen Jnstandschung des Asphalts verhandele. Tic 
Sache kranke an den: Fehlen des Materials. Tie Asphalt- 
stosse kommen aus dem Ausland nnd hier bereite unsere 
Valuta Schwierigkeiten. Aber vielleicht veranlasse diese 
Besprechung die Firnia dazu, ihre Veriragsverpslichnrngen 
zu erfüllen. G.-V. Maul beeter (b. k. Fr.) erinnert 
daran, das; er sich auch. schon einmal wegen der Löcher 
in der - Rheinstraße beschwerte. In Schöneberg finde er 
die Asphalrarbeiter oft an 5—0 verschiedenen Stellen bei 
dev Arbeit. 
Nachdem der Ausschuß für die Einwvhncrwehr 
«worüber scbvn berichtet ist) gewählt ist, wird nach Per- 
lesnng Und Genehmigung der Niederschrift.die ösfemliche 
Sitzung gegen H-Zl Uhr geschlossen. Es folgt eine ge- 
Heime'Sitzung, die sich bis gegen a / 4 l Uhr ausdehnt. 
Ortsfiachricbte^ 
(Nachör, unsrer y-Orixlrralartikel nur mit Quellenangabe gestaktel.) 
6ras:-Bcrlin. 
Ter Groß-Berlincr Eingemeiudungsentwurf in der 
Gestalt, wie er aus der ersten Lesung des 17. Ausschusses 
der Landesversaminlung hervorgegangen ist, siche 20 Ver 
waltungsbezirke und 10 Wahlkreise vor. Ter 5. Wahl 
kreis wird bestimmt durch Zehlendorf, Steglitz, TcMpel- 
bol. Tie alten Behörden sollen vorläufig ihve Aeuitcr 
auch nach dem l. Juli weiter berschen. Tie Verpflich 
tung der einzelnen Vororte zu AnsstcUstng eines eigenen 
Etats für das neue Rechnungsjahr bltibe bestehen. Tie 
Beamten der Vororte sollen inöglichst an der alten Wir- 
kungsstelle bleiben. Tie Zahl der Stadlvekordueten be 
trägt 225, die in Wahlkreisen? zll wählen sind. Die.Bc- 
zirksbersaminlüngcn werden zusammengesetzt aus Stadt 
verordneten und stimmfähigen Bürgern (Brzirksverörd- 
ueten). Tecken sich Verwaltungsbezirk und Wahlkreis, so 
gehören die sämtlichen im Wahlkreise gewählten Stadt 
verordneten gleichzeitig der Bezirksbersamininng als Mit 
glieder an. Sofern ein Wahlkreis ans uchhrercu Verwal 
tungsbezirken besteht, verteilt die Sradkberordnctenvrv- 
sanimlung die in diesem Wahlkreise gewählten Stadt 
verordneten auf die Bezirksversau'.mlungtn der beteiligten 
Verwaltungsbezirke. Tie BezirkSverordneten werden von 
der Bevölkerung des Verwaltungsbezirkes gewählt, und 
zwar bis zu 50 000 Seelen 15 Bezirksverordnere, bi 
zu 100 000 Seelen 30, bis zu 200 000 Seelen 40, darüber 
45 Verordnete. An den Bezirksvcrsammttmgen tzebmc: 
auch Vertreter des Bezirksamtes teil: die Einberufung 
geschieht aber nicht vom Bezirksamt, sonder» von: Vor 
sitzenden der Vcrsammlüng. T:e Bezirksämter sind Unter- 
organe des Magistrates der neuen Gcmetnde. Tie Dezirks- 
versaminlnng beschließt über alle Angelegenheiten des Be 
zirks und macht dein Magistrat über das Bezirksamt Vor 
schläge über die Bedürfnisse deS Bezirks für den geuieiu 
samcn Haushalt. Beschlüsse der Bezirtsversamiiilung ha! 
das Bezirksamt atttzzüführen. Tie Bezirtsüniker — sie 
sind naturgemäß viel kleinere VerwalknngslSrper als di, 
jetzigen der Vororte — bestehen aus 7 Mttgliedern, di 
durch die Bezirksvcrsammlung gewählt werden. Tre Mit 
glieder werden besoldet. Der Vorsitzende heißt Bürger 
nieister, die Mitglieder heißen StadtrLte. Tie Schaffn;-.;' 
besonderer Bezirksdeputarionen ist statthast, sie sind Unter^ 
organe der Bezirksämter. W. 
v Gegen dis HLMimiete-Verordnung hat der Ober, 
Präsident abermals Einspruch erhoben. Tiefer wird da 
mit begründet, daß die Zuschläge, die von: Minister sü 
Volkswohlfahrt in seinem Aussührungserlaß als ange 
messen bezeichnete Hohe überschreiten und deshalb eine: 
Herabsetzung bedürfen. Ter 8 1 der VerbandSverordnun. 
widerstreite ferner dein § 10 der Ministerialanordnum 
und werde daher von Aussicl'tswcge» wegen Ucbcrschrei- 
tung der gesetzlichen Befugnisse beanstandet. 
o Brot statt Kartoffeln. Bei Schluß des Blattes 
erhalten wir vom Rathaus noch die Mitteilung, daß es 
als Kartosfelersatz nicht Hülscnsrnchtinehl, sondern Bro: 
gibt und zwar werden geliefert auf den Kartosselkarten 
abschnitt 0a 2 Pfd. Kartossein. 0b 2 -Pfd. Kohlrüben, 
0 c—g 500 Gramm Brot. Das Brot gibt es aber nur aus 
Friedenau er Kartoffeltartcn, auswärtige Kartosfellar 
ten werden nicht beliefert. 
o Etttferrttarg der Kaiseroilder. Ter Minister des In 
nern Heine hat verfügt, daß die Bilder-des ehetNaligcv 
Königshauses, sowie alle anderen Bildwerke oder Ab 
zeichen, die als Versitinbildlichniig des monarchische« Ge- 
üankens zu wirken geeignet sind. ans den d/ln Publikum 
zugänglichen Räünicn aller staatlichen GcbäUöe cnl'ernl 
werden. Ausgenommen sind Bilder «leist Mähr lebender 
Mikgliedtr des ehemäligeli Königshauses, sortier jkstb De 
stanvkSile der Ornütneniit der GebäüdS tiitd historische Zw 
sommSttstelltiNgen ehemaliger Könige. Sbiist sind über altck 
Enbleme, wie Zepter, KrVticti, cilich Fabnetistnugen u, vgl. 
zn thtferHeh. 
o Dir Elteickcheirettswählen LN den 3 Gömelishekihuktzt 
Friedttwus finde» morgen SönNkag, den 22. Februar 
in bet Zeit von 9 Uhr vormittags bis 0 Uhr nachmittag-' - 
unter Leitung der in den letzte Elternbersa«rk,luiitzcn gv 
wählten Wahlborstände in den 3 Schulhäusern statt. E> 
genügt nicht, wenn Vater -der Mütter zur Wahlurne 
schreitet, sondern beide Eltern haben die Pflicht, r, 
wählen, und War muß jeder selbst seinen Wadlzerie. 
abgebe« Die DcstiMümUg, daß noch durch die Post obct 
durch Beausttagte ein Wcthlzciwl al'gegelwn werden kann 
tst wieder aufgehoben. Haben Ellern ihre Kinder in ver 
schiedenen Schulen, so dürfen sie nicht versäumen, in jeder 
Schule ihrer Wahlvslich: zu genügen. Wer Kinder in 
allen 3 Schülcn-A)at. scheue reicht den dreifachen Gang. 
Es ist sehr'zu waten, bereits in den Vormittagsstunden 
zu wählen. 
o Tie 2. ElkenrrersEmlirog der Fltedner'scherr Prk- 
vatschule hat am 15. Februar d. Fö. den Wahlvorstand 
gewählt. Kandidatenlisten sind bis Mittwoch, den 2.j. 
Februar, abends 8 Uhr, beim Vorsitzenden des Dahl 
Vorstandes. Herrn Gravenstein, Friedenau, Sponholz- 
straße 14 a. einzureichen. 
v Schalterdienst bei den Postanstaltk» «u Sonn 
tagen >.p. Tie Postschalter sind fortan für den gewöhn 
lichen Verkehr mit dem Publikum an Sonn- rmd Fest 
tagen Mir von 8—0 Vorm, geöffnet. Auch während dieser 
Zeit bleibt die Annahme von Paketen auf dringende, von 
Postanweiinnaen nnd Zählkarten auf telegraphische be 
schränkt. Wertbriefe find von der Annahme an Sonntagen 
pv. gänzlich ausgeschlossen. Nach 0 Uhr vormittags findet 
nur Annahme von Tekegränrmen. telegraphischen Postan 
weisungen und telegraphischen Zählkarten» sowie von Ein- 
schreibbriesen gegen 40 Pig. Sondcrgebühr statt. 
o Ter Zuzvg «r- dem Osten nach Groß-Berlin hält 
noch immer au. Während die dauernd in Berlin Be- 
Zuzug ortsfremde 
tigung sind. , ^ 
o Für die Teutsch-: t^renzspendc gmgen uns ,erner 
zu: Fr!- Engel 5 M-, Frau M., Knausstr. 6, J> M-, 
Annemarie R. 2 M- Insgesamt bisher 04 M. 
o Tie öffentlich: Versammlung, d:e gestern Abend 
von der 'sozialdemokratischen MehrhcilSpar:e« nach dem 
Bürgersaal des Raihanses einberufen war, hatte einen 
gurrn Besuch auszuweisen. ES nahmen hieran auch An 
gehörige anderer politischer Parteien, ferner zahlreiche 
Lehrer und die Pfarrer Kleine, Vene: und Foe-lsch teil. 
Herr Oberlehrer Tr. Siegfried Kawcran sprach^ über 
die Elteknbeirars'.vahlcn, sowie über Religion und Schule. 
Er behandelre dieses Thema sachlich und klar. natürlich 
unter Hcrvorkehrung des sozialistischen Standpunktes. Er 
entwickelte die schulrcsprmcrischen Gedanke», nannte die 
Einheitsschule, wandte sich gegen die Standesschule und 
damit auch gegen die Privälschuten, durch die schließlich 
die Einheitsschule zur Armenschnle werde, trar für ge 
meinsamen Unterrichr beider Geschlechter, die Rücks-.cht- 
nahme ans die sexuelle Not der Kinder durch praktische Be 
tätigung im Gurren und im Handsertigkeitsuntcrricht ein. 
Turch den Elternbeirat erwarte er eine innigere Verbin 
dung zwischen Hans nnd Schule, aber cs niüßrcn auch die 
richtigen Personen in den Elternbcirar gewählt werden. 
Er sprach gegen die Politik in der Schule, damit dürften 
die Kinder nicht Vergifter werden, aber sie dürften auch 
nicht im Haß. sondern ttt dem Gedanken der Völlerver 
söhnung erzogen werden. Die unpolitisch-christliche Liste 
bczeickmerc er ais reaktionär und »rerivc. das;, wer für 
eine freie Schnle im freien Staate sei. die sozialistische 
Liste wühlen solle. — Fn der sehr regen Aussprache rraten 
siel, die beiden Weleanschauungen hart gegenüber, nament- 
uch wurden aber rruci) die Gegensätze zwischen Religion 
und Kircke hervorgelchrr. Vielfach lam es zu recht stur- 
mischen Szenen und auch zu persönlichen Angriffen, die 
sich gegen unsere Geistlichen richteten. Diese legten dar 
aß die Erziehung unserer Jugend zu treuen, wahren 
sittlich starken Menschen von allen gewünscht werde. Nu. 
die Wege, tvic das zu erreichen sei, geheil auseinander 
Während der Sozialismus dies durch Moralunterricht er 
eichen wolle, halten die Geistlichen diese Ziele nur durch 
sie Religion für erreichbar. Sie forderten darnach auf 
die unpoiilisch-christiichc Liste zu wählen, die lvirklich ui: 
politisch sei und aus die sich alle bürgerlichen Parteien 
geeinigt hätten. Sehr beachtet und mit Zustimmung und 
Widerspruch bedacht wurden namentlich die Reden zweier 
Öberlehrcrinncn, die über ihren „Umsall" zum Sozialismus 
berichteten. Im Schlußwort antwortete Herr Dr. Kawerau 
esonders auf die Aussiihrungcn der Geistlichen und so: 
>erte nochmals auf, für die sozialistische:: Listen zu stimmen 
o Ei» Schauturnen veranstaltete gestern Abend dc' 
icsige „Vaterländische JugeüdauSschuß" in der Turnhal'» 
"cs Gymnasiums. Es beteiligten sich hieran der Männe, 
Turnverein. Ghmnäsium, Realgymnasium, Lorenz-Lvzeu-: 
nd 2. Gcmeindeschnle. Ei»e zckhlrciche Zuschaucrmenge 
.atte sich cingcsunden, die mir Aufmerksamkeit den ein 
g.'lnen Uebungen der jugendlichen Turner und Turnerinne: 
olgte. Ein Aufmarsch mir Gesang des Liedes „Ich ba!- 
.-nich ergeben", eröffnete die Veranstaltung, di? unter 
>er Leitung des OberturnwartS Herrn Altenlrüge, 
>om Männcr-Turnverein stand. De: Vorsitzende de< 
'lrisschusses. Herr Gvinna'ialdirektor, Gehermer Sru 
ienrat Dr. Busch, hielt dann eine Ansprache, in der 
r auf die Ziele des Vaterländischen Jugendausschusses 
hin wies, die darin liegen, in der Stählung der Jugend 
ourch Leibesübungen ein gesundes, kräftiges Geschiech: 
heranzuziehen und damit der Gesamtheit, dem Vaterland, 
zu dienen. .Hierzu sei die freie Mitwirkung Aller etfor 
oerlich; nicht nur beamteten Personen solle man die In 
wndpslege überlassen, sondern gerade in der freiwillige,: 
Mitarbeit werden die Kräfte geweckt, deren wir bedürien. 
So könne auch dieser Ausschuß,neben dem noch zu bildenden 
Hauptausfchuß der Gemeinde,gur bestehen bleiben und -um 
Dohle der Gesamthcir »otrkcn.'Es folgten nun Freiübungen 
oie forsch und sicher ausgeführt wurden. Sie klappten aus- 
^zeichnet. In zwei Gruppen fand dann das Geräteturnen 
latt. Mit lautem Beifall wurden besonders die schwie 
.igen Reckübungei: der Jugendturner des Mnncr-Turn 
oerein-) bedacht. Aber mich das Müdchcnturnen fand all 
zcmeinc Beachtung. G5gen die Anfänge in diesem Turnen 
iiüd bedenkende Fortschritte festzustellen. Die Mädchen 
fikheen jetzt genau dieselben Uebungen an Barren. Reck 
Pferd Usw. au), wie die KNaben. Die einstmals prüden 
Mschdnüstgen, die dem Geräteturnen der Mädchen lange 
hmdeNtd im Wege stände;:, sind glücklich überwunden 
Nach denr Geräteturnen tvurdrn vom RcerlghMnasium noch 
Ärikppen nnd Pyramiden unter Leitung des Herrn Ober 
erer Ficbcrg gestellt, die gleichfalls wohlverdienten 
Scifasl ernteten. Im Schlußwort dankte Herr Gehciinra' 
Knich nochmals allen ßNitwirkcndcn nnd den Leitern 
Vcranstallnng, worauf als Schlns-lied „Teutschland 
Dcntsckstand übe-r aileS" gemeinsam gesckngcn wurde. 
o t:r Friedch'iiuer tlirchrmchsr wird am fitbfgfgcr 
Sonntag zu der Liturgie folgende EhüAieder: -.Gott Nteir 
peil", und neige deine Ohren", van Grell »UM 
Vortrag bringen. 
o Tarnet t'M mrcn, die im „A! adem isetze tt 
bhor ' die „Matthäus-Passion" von Bach mitsingen 
möchten, tvollen sich umgehend melden beim Dirigenten 
John Petersen, Äaiserallee 78 (Pszög. 713,. Tie Proben 
sind Mittwochs 5yr7 oder Freitags 7>/-—0> 2 im Saaltz 
.der Akademie jür Mtsttk. Tas Konzert wird stattiindcn 
Motikag. den 29. Hatz (Karwoche) im gr. Saci der 
Hochschule, mit dem Blüthner-Orchester und hervorragen 
den Solisten, 
o Ein Sckülcrkonzcrt der Odcrtlassen nnd des Schüler- 
orchesters veranstaltet das Pädagogium für Musik Born- 
Hilgenberg, Rheinsir. 5, am Sonntag, nachmuiags 
pünktlich 4—ti Uhr im Meistersaa!, Berlin 23.» ro:le 
ner Straße 38, am Wannsecbahnhof. Der Eintrut ist 
frei. Programme sind im Konservatorium, Rheinstr. 5, 
in der Musikalienhandlung Tchwartz (Rheinschloß), sowie 
vor Beginn des Konzertes am Saaletngang crh-iu.ch. 
o Hundedirse. Wir berichteten vorgestern datubrr.' 
daß hier in letzter Zeit zahlreiche Hunde abhanden aej 
kämmen sind, namentlich in der Gegend des Südwest. 
forfo; Wagnervieriei nnd der nördlichen Kaiferallee. Jetzt; 
ist cs gelungen, drei Hundediebe zu verhaften, die wehl) 
auch für die hiesigen Hundediebstähle in Betracht ton,inen. 
Ein Fnrsorgczcgling Erich Peters hatte sich mit einem 
Füriorgezögling Pieske und einem anderen Aiter-Sgenos:.« 
namens Lange zusammengera«. um den Hundiebstael zu 
betreiben. Zusammen zogen die drei durch den W-tstem 
Berlins üud die westlicken Vororte. Abnehmer für die 
gefangenen Hunde fanden sie in zwei gewerb--mäßigen 
Händlern, aber auch in Schankwirten. Alle drei w.:rden 
sestgcüämineii. Bei ihren Skbnchmern fand und be'.l-.ag- 
nah'mte die Kriininalpotizei noch eine ganze Anza.. ge 
stohlener Tiere. Tie unbekannten Eigentümer könn::, ach 
im Berliner Polizeipräsidium, im Zimmer 0->a, u-.iden. 
Auch die beiden Hundelstindler. in deren Dienste:: dir 
Diebe standen, würden festgenommen, 
Vereins-Z^aebrickten 
)( Tetttschllationaler-Jugeiitund. Die 0>. U. 0 '»erfstnunelt 
sich Sonntag, den 22. d. M. früh 8" an der katholichen Marien 
kirche. Vollzäbligcs Erscheinen in Anbetracht der Wichtigkeit dec 
Sache dringend notwendig. Fahrräder nicht mitbringen. 
)( Verein der Gartenfreunde in Berlin-.Sricdenau. Ant 
Monntag, d.-i: 28. Februar 1020, abends 8 1 /* Ilbr iui Verrins» 
' zimmcr des Ratskellers MitzliederrersainmInNg Borlrag des Herrn 
GarteninspektorS Stabe über „Jrühjahrsarbeiten irn Kleingarten". 
SäatkartoffelnbsstLllung. 
)( L. P. D. Ditsgruppe »z-riedenau. Dienstag Abend 8 Uhr 
Mitgliederversammlung im Hohcnzollcrn. Pünktliches Erscheinen 
aller Mitglieder erwünscht. - 
8erlm uncl Vororte 
£o Tic Berualtungeoczirke in Berlin. In der Smdt 
Berlin sollen auf Eirund des Gesetzentwurfes Groß-Berlin 
folgende sechs Verwaltungsbezirke gebildet werden:' Mitte. 
Tiergarten, HallcscheL Tor, Friedrichshain, Prenzlauer 
Allee und Wedding. 
fio Eharlottenöurg. Herr Stadlra: Mar Eassiercr, der 
kürzlich seine 25jährige Tätigkeit im ehrenamtlichen.Dienst 
der Sradt Charkoltenburz feierte, ist von den s:äüu>Seu 
»lürperschastcn zum Ehrenbürger von Eharlorleichurg 
ernannt worden. 
Für 
Zuschriften 
diese Rubrik übernehmen wir leine Verantwortung.) 
Rn alle Eitetn nnstrer Gemeinde,'bulkinLerl 
Morgen Sonntag sinden in alten Gemcindcschnlen 
von 0—0 Uhr die Wahlen zu den Ekternveiräicn statt, 
iln alle Eltern, die auf d e m o k r a 11 f & c i» Boden stehen, 
ergeht die dringende Bitte, am Sonntag zur Wahl zu 
kommen und ihre Stiiinnen nur für die U n p o l irisch- 
christliche n Liste ii abzugeben. 
Der Vertrauens,nanu der Dcuifchen drmokr. Partei für 
die ElternrarSwahrcn, F. Leonhard,, Gem.-Verrr. 
Für dir morgigen EltcrnöciratSwahien 
st das Wichtigste, den Wahlzcltel abzugeben, der wirttich 
inen Segen für die Kinder und für die Scknile bringt- 
-as ist der Wahl zette! der u n p o l 11 i s eb e „ - ch r iP» 
tchen Liste. D,e Kandidaten dieser Liste treten da- 
ür ein, daß die Politik nicht in die Schule -aerrao-err 
nd daß die Religion unfern .Kindern erhalten wird. 
ür die 1. Gcmeindeschule ist der Stimmzettel Richter- 
Kocpp-Kaumann in der Albestraße, für die 2. Gcmettidc- 
.chule die Liste Suhl-Baiisdors-Eollmann u: bet Turnhalte 
Eingang Goßlerstr.. für die 3. Gemeinde,'chulc der Wal,!- 
'.eitel Martiill-Wich-Rohrbeck in der Offenbache-rstr. a-m 
zugeben. Jeder Vater und jede Mutter gehe zur Wahl! 
Der Harrptausichuß. ' 
Gescbäftlickes^ 
[] Saut heutiger Anzeige des Vereius der Färörrriow 
und Ehern. Wasck anstaltew Groß-Brrltns sind die Färbe 
reien nieder im Stande, bei bester Anssüliruug prompt 
,u liefern. Infolge Preissteigerung aller Materianen muß. 
tcst jedoch LiS bisherigen Preise erhöht werden. 
MrchkiEr Raktzrichkeu. 
Sonntag, den 22. Februar 1920. 
Kirche zum guten Hirten: Vornt. 10 Ubr: Psarrer 
Kleine. Vorm, 11.45 Uhr: Pfarrer Kleine. Krndcr.gotre«- 
äienst. Abends 0 Uhr:>Psarrcr Foerttcl'. 
Dienstag, den 24. Februar 1920. 
Kirck-e- zum guten HirtenI Abends 0 Uhr: Plärrer 
Vetter. Pasüoüsgottcsdiciist. 
«-.Kat ho li f ch e Marien k i r ch e, Schwakbachcrstraße. 
Avltesdecnstordnungk An Sonn- und Feicrtaaen um 7 
Uhr hl. Messe, um 10 Uhr Hochamt und Predigt. Abends 
8 Uhr Fastenprcdigt und Segen. An den Wochentag"" 
hh Meise um 7 Uhr. Freitags 8 Ubr KreuVwe.tanda'cht 
utjb -Legen. 
Ottonoo. Schriftleltcr: Herrn. Martlnins in 
. Hierzu eine Beilage. ' ' ' 
Amtliches 
Betanntmachung. 
1. Gemeinde s ch ü lc. sElternbeiratswahl Die Mg; s 
ihbcf bestimmt am Sonntag, den 2 > F-o-ua'- 1026 
JO» 0 Uhr vorckittägs bis 6 Uhr nachmittags stau Ta ' 
Wahllokal ist m den Parterreräumen der i (a r .. c j nh< ; 
chnle untergebracht. Tie Legitrorattonskarteu find vo- 
tP'MN >lüv tft persönliche Stimmabgabe line-rl'lßlick' Ge- 
hStikle Listenwahl, Umschläge werden ror Wahllokal vr>- 
aösolgt. 
sitzender, 
Ter 
. . .’uuuunu 
Wahlvorstand: I. A. Adolf Stoile, 
Vor-
        
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