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Periodical volume Nr. 40, 16.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

toeitem Volksgenossen, um si» in feiivblidjem Lande vor 
ein feindliches Gericht zu stellen. In der Zurückverwrc- 
snng dieser Forderung sei das ganze deutsche Golk vst 
allen seinen'. Schichten^tiÄZ/ und auch dem'Friedenauer 
Krieger- und Landwehr-Verein biete'die heutige^Versamm 
lung Gelegenheit/' auch seinerseits den schärfsten Protest 
der schändlichen Förderung gegenüber zu erheben. Die 
Versammlung stimmte dem Protest einmütig zu. Der Vor 
sitzende gedachte dann in warmen Worten des vor wenigen 
Tagen verstorbenen Ltaineraden Müller, de: als Dpfer 
des Krieges, einer schleichenden Krankheit erlegen sei. Neu 
aufgenommen' und" mit einer herzlichen Ansprache des 
Vorsitzenden in den Kreis der Kameraden eingcsiihrt wur 
den. 1§ Jetten, sämtlich Kriegsteilnehmer: Der Vorsitzende 
stellte lbrerbei fest, daß im verflossenen halben Jahre 70 
neue Mitglieder, fast alle Kriegsteilnehmer, dem Verein 
beigetreten seien. Außerdem find, wie eS nach den neuen 
Satzungen deö Krieg erb undes zulässig, auch bereits 2 Fric- 
deNauec Bürger, die nicht Soldat gewesen, als fördernde 
Mitglieder in den .Verein eingetreten. Einer Aussprnck)e 
llber das am 1- Februar gefeierte Stiftungsfest und über 
die vom Vorstände geplanten Maßregeln zur Erzielung 
einer psgeren Beteiligung der Kameraden bei Beerdi 
gungen,'Über die in der März-Vtrfiimmlung Beschluß ge 
faßt'werden soll, folgte ein längerer außerordentlich inter 
essanter Vortrag des Kameraden Leutnant Jsken über die 
Abwehrkämpfe von Dezember 1018 bis Februar 1010 
in Lilkäucn gegen die Bolschewisten, dem die anwesenden 
Kameraden mit größter Spannung und Aufmerksamkeit 
lauschten. In der März-Versammlung soll den zahlreichen 
Kameraden, die in den letzten 6 Jahren auf eine 25 jäh 
rige Mitgliedschaft zurückblicken konnten, das hierfür ge- 
ftiffete Ehreuabzeichen feierlich überreicht werden. Das 
nächste Wint'ervcrgnügen de» Vereins findet am 27. März 
statt. Um allen Ansprüchen und auch dem stärksten Be 
such zu genügen, ist als Festlokal das Schramm'sche Lokal 
in Wilmersdorf gewählt worden. 
o Die gestohlenen Gänse des „Gänseliesel"»Brunnens 
auf dem Nikolsburger Platz in Wilmersdorf sind wieder 
aufgefunden worden. Die Kriminalpolizei entdeckte sie in 
einem Produktengeschäft in Berlin. Das „Gänseliesel" be 
kommt also seine Schützlinge wieder. 
o Diebstähle in der 3. Gcmeindeschnle. Vor etwa 
14 Tagen sind den Kindern auf dem Korridor der 3. Gc- 
meindeschule aufgehängte Kleidungsstücke und zwar: eine 
Ledermütze mit Pelzbesatz, ein Pelzkragen und ein ge 
strickter Mantel während des Unterrichts gestohlen wor 
den. Die Nachforschungen nach dem Verbleib blieben er 
folglos. Ter Gemeindevorstand will ans Billigkeitsgründcn 
jn jedem Fall ein Drittel der Kosten erstatten. Darnach 
sollen erhalten Frau Kumpe 8,34 M., Herr Tittmann 25 
Mark und Frau Wittmütz 100 M. 
o Unter dcur Verdacht der Erkrauli-ng an schwarzen 
Pocken wurde vor einigen Tagen ein Kellner, der in den 
„Wilhelmshallen" bcsckiäftigt ist, und hier, Kaiserallee 89 
wohnt, nach der Charitee gebracht.' Um vorbeugend jeder 
Gefahr zu begegnen, wurden gestern auf Anordnung der 
GesundheitSpolizei sämtliche Bewohner des betr. Hauses 
einer Schutzimpfung unterzogen. Unsere Bevölkerung kann 
also beruhigt sein. Wir werden über den Stand des 
Erkrankungsfalles weiter berichten sobald näheres bekannt 
ist. Vorerst handelt eS sich nur um einen Pockcnvcrdacht. 
o Warnung. Wie wir hören, taucht in Schwesterntracht 
eine Person auf mit der Behauptung, sic komme von der 
Goßner'schen Mission und bietet angeblich für einen wohl 
tätigen Zweck adventistische Schriften an. Die Goßncr'scve 
MissionSgescllfchaft erklärt, daß ihre Mission überbaupt 
keine Kolporteure unterhält, und daß cs sich hierbei um 
einen Schwindel hairdclt, bei dem ihr Name widerrechtlich 
mißbraucht wird. 
o Wenn man Zucker kaufen will! In einem hiesi 
gen Geschäft erschien am letzten Freitag eine Freu und 
bot den Verkäuferinnen Zucker an. Man einigte sich auf 
einen Preis von 8 M. je Pfund. Die Frau versprach, 
V» Zentner Zucker zu liefern. Um die Sache unauffällig 
zu macken, sollte jemand pünktlich um 3 Udr in der 
Wi?landstraße sein, wo ein junger Mann vor dem Laden 
eines. Kaufmanns mit dem Zucker warten werde. Die 
Verkäuferinnen waren denn auch Punkt 3 Uhr da. Rich 
tig stand dort ein junger Mann mit einem Korb und 
dem angebotenen Zucker im Gewicht von >/, Zentner. Ti; 
Damen zahlten den vereinbarten Preis von 400 M. und 
zogen mit der „süßen" Ware ab. Als sic nun zu Haus 
an die Verteilung gingen, erlebten sie. einen nichr' ge 
ringen Schreck, denn der gekaufte Zucker war — Salz. 
Schleunigst gingen sie an die Stelle zurück, wo sie den 
Kauf getätigt hatten. Natürlich war niemand mehr dal 
Als sie noch herumsuchten, erschien der Kaufmann vor 
der Ladentür, dem sie den Vorfall schilderten. „Ja", 
sagte dieser, „vor V» Stunde war ein junger Mann hier 
und kaufte tz'r Zentner Salz!!!" 
o Zu der Ansammlung vor der Adlerapothcle, über die 
wir in der Sonntügnummer berichteten, wird uns von 
dem Inhaber der'Apotheke der Vorfall wie folgt darge- 
stellt: In die Llpotheke kam eine Frau und bat um einen 
Stuhl für einen ohnmächtig gewordenen Herrn. Der an- 
wesende Provisor sagte der Dame: „Bringen Sie den 
Herrn doch rein!" TaS mißverstand die Dame anschei 
nend, die sofort wieder hinausging und nun wahrschein 
lich erklärte, sie bekomme keinen Stuhh Dieses errege 
die Draußenstehenden, namentlich einen Herrn, der. die 
Tür der Apotheke aufriß und in unslütigstcr Llrt und 
Weise schimpfte, ohne sich überhaupt näher zu erkundigen. 
Wenn man dem Angestellten in der Apotheke,- der sich 
iv,dem Glauben befärid, der Ohnmächtige würde hereinge 
bracht, die Slngelc'gcnheit erklärt hätte, hätte er sclbstver^ 
stündlich auch den Stuhl hinausgegebcn. Bei dem jetzt 
sehr starken Andrang zur Apothete aber werden die Stühle 
dort stets sehr benötigt, darum bat er auch, den Herrn 
hereinzubringen. Tie Sache hätte sich also in ruhiger 
Weise erledigen lassen, wenn das Publikum nicht sofort 
gegen den Llpothekcr Partei ergriffen hätte. Tie ?kdier- 
apotheke hat sich' immer bei Unfällen hilfsbereit gezeigt. 
Das letztere können wir als Nachbarn der Apotheke nur 
bestätigen. Der frühere Gemeindeschöffe, Herr Npothclen- 
dcsitzer Sadce, bat stets geholfen, wo er nur' konnte. 
o Als gesunden ist der Fundstelle im Pathciuse ge- 
«neldet: ein Pelz tragen, ein» Arvchanduhr und inerter* 
Schlüssel, unH »IS jilgkl-uietl: 1 Ecküfrrhruch. 
. ——>—: : —i ' —— 
Vmhvs-Slachricbten 
X Lchmldj'schcr gemischte, CH--,. Uebungöstundtn jeden Tion- 
tag, 7!-., Uhr, in, l,H»henzo!lern"l 
)•' LrihesterrBerelNl^nng fcci D-sums (lOMitgl.) llebungs- 
«bende jeden Dienstag ,^io Uhr im S>-al Rheinstraße 24. 
Musilsreur.de willkommen. 
)> Ter „Friedenauer Gesangverein für gemischrci, Chor" 
(Chormeister: Gesanglehrer Walter Schrnid!) übt jedenDi e n ö - 
tag im Gesarigösaal her KSnixin-Luisr-Schule. Aufnahme 
neuer Mitglieder ini Ilebüntzssaalr Herren besonders erwünscht. 
)( Dt. Mich MauVenbr.'chrr (Dresden) spricht am Dienskaa, 
den 47. d. Mts., abends 8' Udk-'in einer, in der Aula des Helm- 
holv-NeolgywnasiumS (Rubensftraße) sral,findenden Aersammlung, 
die der Teuischnationale Volksoereia Bln.-Schöneberg tFriedenaucr 
LrlöteiO cinberust. über: „Tie Scham der Äuslieferung." 
)( Der Geselligkeit-» und Theater-Clob „Taunus" veranstaltet 
Dienstag, den 17. 2. (Fastnacht), abends 7 Uhr seinen 1. Unter- 
ballungsabend im „Hohenzollenl-Nestaurant", Hantüerystr. 64. Zur 
Einleitung Humor. Vorträge: es folg: der lustige Posse: „Schulze 
als Dedeitiv". Hieraus Tanz. Gäste sehr willkommen. Alles 
Nähere siehe heutige Anzeige 
X Im Teutschen (r'rfindcr-Tchutzverband, Bezirktvcreill 
Berlin hält Mittwoch, den 18. Februar, abends 8 Uhr Herr Palent- 
anwalt Schmitzdorf im Aerelnslökal Weihenstephan, Schönederger 
User 23 an der Potsdamer Brücke einen Äovtrcig über „Patent oder 
Gebrauchsmuster?" Eintritt frei. Damen und Gaste willkommen. 
)( Tic Ortsgruppe Steglitz-Friedenau der Großdeutschen Frei 
heits-Partei veranstaltet am Donnerstag,'den 19. Februar, abends 
8 Uhr im Festsaale des Steglitzer Gymnasiums, Heesestraße, eine 
große öffentliche Volksversammlung, in der u. a. Herr Regierungs 
rat Große zu dem Thema sprechen' wird „Die Stunde der höchsten 
Not". Anschließend freie Aussprache. 
X Deutsche Bolkspartel. Ortsgruppe Berlin-Friedenau. 
Anmeldungen zum Jungtrupp: Wandere Spiel nnb'Untcnhaltungs- 
vereinigunz der Mädchen und) Knaben zwischen 12 und 17 
Jahren, werden möglichst schriftlich von den Eltern selbst; von 
Lehrerinnen und Lehrer, welche auf dem Boden der Grundsätze der 
deutschen Volkspartei stehen und »sich an der außerordentlichen 
Jugendpflege im Parteien versöhnenden und vaterländischen Geilte 
beteiligen wollen, höflichst erbeten von F. R. Fleischer, Lehrern i. R., 
hier Rheingaustr. 25. Recht rege Beteiligung, besonders der Eltern 
und auch der Freundinnen und Freunde brr körperlichen, sittlichen 
und geistigen Ertüchtigung der Jugend, ist scbr erwünscht. Per 
sönliche Anmeldungen tonnen nnrMontag und Donnerstag zwischen 
4 und 6 Uhr entgegen genommen werden, zunächst auch nur Rhein 
gaustraße 20. 
)s WirtschafUichcr Verband Bildender Künstler Berlin, G.V. 
Die Mitglieder des Bezirks 82 versammeln sich jeden Donnerstag 
8 ,J Uhr abends im Rest. Hernes, zum Birkenwäldchen am Mahbach- 
platz 13. 
TulMnfren 
(Für düse Rubrik übernehme» wir keine Verantwortung.) 
Noch einmal dcr Wucher. 
In der Nummer dieses Blattes vom 12. Februar 
wird der Jriedenaucr Hausfrauenverein angegriffen und 
ihm vorgeworfen, er habe zwar im vorigen Sommer 
eine Protestvcrsammlung abgehalten, dann sei aber alles 
im Sande verlaufen. Dieser Vorwurf ist ungerechtfertigt. 
Kurz nach der Versammlung gingen Mitglieder des Vor 
standes früh morgens um 4 Uhr in die Zentralmarkt 
halle am Alexanhcrvlatz, um dort dir hohen Preise der 
Großhändler und Zwischenhändler zu notieren, wie sie 
vorher versucht harten, die Verkaufspreise dcr Erzeuger 
auf dem Lande festzustellen. Dies geschah, um ein klares 
Bild von de: Preisbildung zu gewinnen. Tie Preise 
wurden mit den Friedenauer Marktpreisen verglichen und 
es ergab sich, daß damals die Kleinhändler, die in der 
Zentralmarkthalle einkauften, nur mit mäßigem Aufschlag 
weiter verkauften. Die in dcr Zentralmarkrhalle gemachten 
Preisnotierungcn wurden dem Leiter des Friedenauer Le- 
.benSniittelamts auf seinen Wunsch gegeben, der sich tm- 
durch überzeugte, düß nicht in erster Linie der Kleinhänd 
ler der Prcistreiber sei. Der Vorstand des Hausfrauen- 
vereins bat den Leiter des Lebensmittelamts, Hausfrauen 
zur Mitarbeit heranzuziehen, weil die Hausfrau als 
Hauptverbraucherin in dieser Zeit ein Recht darauf zu 
kmbcn glaube. Jede tüchtige Hausfrau habe scharfe Augen; 
sie habe sich durch ihren Beruf eine groß« Warenkenut- 
niS angeeignet und könne dir zu verbrauchenden Mengen 
von Lebensmitteln genau einschätzen und übersehen. Auch 
wurde de: Wunsch ausgesprochen, Dtitglicder des Frie 
denauer Hausfrauenvereins zum Kampf gegen den Wucher 
mit polireilichen Ausweisen zu versehen, wie die Mit 
glieder anderer Hausfrauenvereine Groß-Berlins sie längst 
besaßen. Diese hatten die Berechtigung, die Läden durch 
zusehen und Auskunft zu verlangen, auch mußte ihnen 
jederzeit polizeiliche Hilfe gewährt werden. Viele Mht- 
glieder des HauSsraueüvereins meldeten sich zur Mitarbeit 
und reichten auf Wunsch des Lebensmittelamts ihre Per 
sonalien ein. Dabei blieb esi Auf weiierel Anfragen bei 
Wucher 
. .... . ; . ... , ch' jeder 
sich durchschlagen muß, so gut er kaum Die Prot'cßver- 
sammlung gegen den Wucher, Pie der Stealrher HauS- 
srauevverein einberufen hatte, nvußte abge,ügt werden. 
Dem Friedenauer Hausfrauenderein wurde jede üifaniliche 
Versammlung untersagt. Ja wir leben irr einer herr 
lichen Zeit, sozusagen in der Erwartung' der aufdämmeril- 
den Freiheit. Düs heißt, rvöch ist siL nicht da. Llber 
wir wissen jetzt wohl alle, Laß die Shnne untergegangen 
ist- I Anna Paal; ow. 
'Die Piennignot. 
Bei allen öffentlichen Kassen wie im Privatvcrlehr 
mackt sich der Mangel an Kupfergeld in letzter Zeit höchst 
unangenehm bemerkbar. Im öffentlich rechtlichen wie im 
allgemeinen Geschäftslebe» führt dieser Ucbelsrand zu er- 
lieblichen Schwierigkeiten, die mindestens unnörige Zen 
verlust und Aergernisse hervorrufen. Das blödsinnige 
Hamstern von Kupfermünzen ist allein die Uriache dieser 
Kalamität. Es kursiert genügend kleine Scheidemünze in 
Deutich land und» die Münzstätten baden genügend Robma- 
Icrial, um dem regulären' Bedürfnis durch Neuprägung 
^genügen zu können. Wenn aber das zirkulierende Kupier - 
aeld gehamstert wird, nluß es naturgemäß knatzh werden 
und dem Kleinverkehr fehlen. Wer mit Schridemunzcir 
zu wuchern geben!:, muß bkstraff werden, schon um feiner 
Dummheit halber, denn, wie getagt, an Kupfer ist lein 
Män'gZ. Da aber^gegen Dummheit bekanntlich sewst Götter 
vergebtnK kämvisrr, müssen die Kallenstellen und schnemich 
auch hi» - Geschäftsleute, zu dem Aushilfsmittel her Ab- 
rundung treffen und das läßt ficki nur so machen, 14aß Zua- 
Innqen 'bei drei und mehr Pfennigen nach oben, d. »). aus 
5 Pfennig erhöht u.ud solche von ein oder zwei Pfchrnrgcn 
überhaupt gestrichen werden. Geschäftsleute helfen sich mit 
kleinen Gutzetleln über 1—4 Pfennigen, öffentliche Kassen 
können zu diesem Mittel nicht greifen, hier taun nur 
Abrundung nach oben oder unten vorübergehend^ heasen, 
his hie Hamsterer das Zwecklose ihrer Bemühungen an 
gesehen haben. c v!nnqgr. 
VermiTd)tcs 
* Tie höchste Lvfliemperalor »nf brdru Es ist beiannt, tast 
der Sommer nicht überall mis Erden und nicht jedes Jahr ein so 
genannter „heißer Sommer" ist, es gibt auch kühle ^ommer, rvce 
z. B. dcr von 1918, der nirgends tn Europa an die gesürchieie 
Hundstagshitze erinnerte, während rnan in Nordamerika zeitwe je 
ein Uebermaß von Hitze zu ertragen batte. Jnteress.mt ist sedenfalls 
die Früge, welche tzochuc Temperatur uns jemals em hervor 
Sommer gebracht hat. In unseren.Breiten glaubt man schon, vor 
Fritze zu vergehen, wenn das Thermometer einmal 30 Grad Eclp.us 
im Schalten izeiat. Danach kann man sich ungefähr die hockure 
Wärme vorstellen, di- bisher festgestellt wurde, na-irliu- -.3 Grav 
Celsius, und'zwar inmitten von Afrika. Aber wohlgemerff. das \\t 
die höchste SöNNeütempcratur, die höchste WLrtne, die an cmcm 
direkt von dcr Sonne beschienenen Orte gemessen wurde. Und 
merkwürdio, die höcksrs im Statten gemessene Temperatur K-g nea) 
höher Änd"betn1g>T8 Grad Eesius im soacnanntru Todeslai rn 
Kalifornien, deß«« Name dadurch leicht erklärlich wird. Zn ganz 
Europa war der heißeste Tag der letzten hundert Jähre der 
16. August 1892. Damals matz man in Malaga 43 Grad, ivähr.Vw 
in Deutschland die höchste Temperatur im Schatten 39 Grad (An 
wenig überstieg. h 
” Über die Höhe der Ozcanwellcn herrschen^ vrehach ganz 
ungeheuerliche DoffteUvngcn. Das Hydrographische Büro der 
Marine in Washington hat die rnelnmstrittene Frage vor einiger 
Zeit von neuem acpriist und dabei die verschiedensten ivissenschast- 
lichen Methoden zur Anwendung gebracht. Nach diesen Methoden 
würde übereinstimmend die durchschnitttiche Wellcnhöhe bei cincnr 
mI a.« iit. m I* 4. A*t ^♦ s/. f ? sXiei- e e/enÄ 11 Kr 
Söltsipraxss Berta Brendai 
k-kre, 6879 Kaiser-Allee 142. 10-5. 
Plaltenloser Zahncrso4,z 
Verantw. Schriftleiter: H er m. M artin iu s in Friedenau. 
Amtliches 
Dekaantm achrmg. 
In dcr Woche vom 16.—22. Februar 1920 gibt - cs 
auf die 10 Abschnitte dcr Nr. 8 der Reichsflcischtarte: 
1. a) 200 Gr. frisches Rind- oder Hammelfleisch mit chui- 
gcwachsenen Knochen, oder b) 150 Gr. schieres Fleisch und 
.50 Gramm Knochenbcrlage zu den festgesetzten Kkcrnhan- 
delshöchstprcisen und c) 50 Gr. frische Fleische oder Leber- 
wurst zum Preise:von 0,32 M. oder 2. 200 Gr. aus 
gewogenes amerikanisches Büchsenfleifch (Ccrued-Beefl zunr 
Preise von 2,44 M. Der Verkauf von frischem Fleiicki 
findet nur nach den von den Fleischern ausgerufenelr 
Kümmern statt. In dieser Woche beginnt der Verkauf 
erst am Mittwoch. Berlin-Friedenau, den 16. Februar 
1020. Dcr Gemeindevorstand. I. B.: Friedest 
— ■ - - "■ 
Bkkarrntmachuug 
- In der Woche votir 16.—22i Februar gibt cs auf 
die Abschnilte 8 a uud b der Kartoffrlkarte 2 Psd. Kar 
toffeln. An Stelle der fehlenden Karloffcltt werden ver 
folgt: 
a) 2 Ppd. Kohlrüben auf Abschnitt c der Karioffelkartc, 
b- 200 Gramm Hülsenfrüchte und 200 Gramri! Teig 
waren aSlf* die ^schnitte d—g der Kartoffelkarie. 
Die 5kohlrüben können in den Gmtcindcvcrkaus^stclle'.r 
Niedstraße und Rhcingaustraße entnommen werden. Die 
Nährmittel werden an die Haushalie mit nachstehenden 
Nummern der Berlin-Friedevaüer Ausweis karte in sol-- 
S enden Geschäften ausgegeben: 
!r. I— 1000 bei Karl Richard Schmidt. Rhellistr. 10 
1091— 2006 bei Tengclmann. Lauterstraße 18 
2001— 3000 bei Böhm, Saarstraße 7 
3001— 4 000 bei Hüttmann, Nhcinftraße 20 , 
4 001— 5 000 bei Wiedchöft, Handjerystraße 65 
5 001— 6 000 bei Heckmann, Handjervstraße 86 
6 001— 7 000 bei Feldbinder, Evastraße 1 
7 001— 8 009 bet Zinn, Südwcstkorfo 5 
8001— 9000 bei Sh, Stubenrauchstraße 23 
9 001—10 000 bei Schäfer, Wies baden erst raste 8-4 
10001—11000 bei Nold, Wilhelmshöherstraßc 1 
11001—12000 bei H. Schulz, Kaiserallee 73 
12001—13000 bei Willnow, Bornstraße 4 
13 Ml—14000 bei Richter, Südwestkorso 11a 
14001—Schluß bei Schuster, Rheingaustraße 4. 
Berlin-Friedenau, den 14. Februar 1920. 
Der Gemeindevorstand. I. V. Friede!. 
Bekamltmachaug. 
250 Bienenhonig erhalten die Kinder im 8. Le 
bensjahr. Stichtag ist der Tagcker Avdolung. Die Ausgabe 
erfolgt von Montag, d. 16. bis Sonnabend, d. 21. Fcbr. in 
den beiden Verkaufsstellen dcr Osemcuide. Fcierigstr. und 
Goßlerstr., gegen Vorlage der Berlin-Friedenanec Aus 
weis larte und Abstempelung der auf der Rückseite be- 
findluh-en dir. 2. Ausweiskarten, tue cuf der Vordcrseiie 
nicht ordnungsmäßig ausgefüllt sind, d. h, die nicht 
all* Familienangehörigen mit r'iamen und Geburvetag 
enthalten, werden zurückgewiesen. Bei dieser Ge legen bett 
wird noch einmal darauf hingewiesen, daß falsche 'Xi:- 
gaben strafbar sind. 1 Pfd. Biencnbonig kostet 7 M. 
Berlin-Friedenau, den 14. Februar 1920. 
Der Gemeindevorstand. I. V.: Frrcdcl. 
InnU 
z« 
hohen 
Preisen 
Friedristr.lZZ.Wt. kSe Ilnt. D Jünbin 
8kgenWd.Vittorra6as6.3entt.M0. 
perfekte, gut empfohlene. dmchauS erfahren 
m amerikanischer Buchfütz-ung und Kartothek 
so fürr stacht. 
»kkliner SErrSatasch.-Sks. tzchöfer S 
Berlin, Lllpzigcrftraße 19. 
Merrchißebste 
MMIgSr» '! 
termnen für eleq. Kkrilue. 
sModellkonfektion) Tariflohn 
Linhart, Nembrandtstr. 1,111. 
Tausche 
Portierftelle 
schone I.^nim.-Wotznunch 
geg. ll- Ojinm -Wohlig. P a - 
bel, chfjeStadener Sir. 6 
'Gemüjegefchäst). 
Stütz? 
rinsachc, bei tzuicn, Lohn 
sofort verlangt Nicdsir. 21. 
Porticrsrau 
sauberc, such! in Irss. Hans- 
Stell-, "inccK uns. 36** 
an den Fri-s. Lok.»An,:. 
Junges glnStef 
fisr Hau«hall, tje zu Hans« 
schlüir, sirchr Wjeglcr« 
T-ttSbabcucr S:r> 4.
        
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