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Periodical volume Nr. 38, 13.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

bereits diejenige der Grippszeit im Oiktobcr 1918 erheblich 
überschreiten. Namentlich sind «ä junlge grauen und Mäd 
chen, di» von der Grjpv» hinwegglerafft werden. 
o Notlstlsedicwst für KranKmhüritzrr. Infolge deS wilden 
Ausstandes der Fuhrlbute eines Kroßen Berliner Fuhr 
unternehmens, das sich • insbesondere ir.it dem Kohlen- 
transport für den Magistrat der Stadt Berlin besaßt, 
gerieten die Kohlenlieserungen an die Kranlenhauser ins 
Stocken. Urn die Insassen derselben vor den Folgen eines 
Kohlenmangels zu bewahren, erbat die Brennstosidevuta- 
tion deS Magistrates Berlin von dein Landesbezirk Berlin^ 
der Technischen . Nothilfe die Stellung von Nothclfern. 
Dieser Bitte wurde im Einverständnis mit den massgebersi 
den.'Dienststellen durch die Tcastm'che Nothilfe entsprochen 
und die Notwendige Zufuhr zu den Krankenhäusern durch 
die Nothelfcr geregelt. 
o Lehrling« sind keine Arvevter. Äon gewerkschaftlicher 
Seite sind Bestrebungen imgange, die Handwerkslehrlinge 
in die.Tarifverträge einzubezi»)en. Dagegen wehren sich 
-je amtlichen Vertretungen des Handwerks und die Hand- 
werksmeister mit allen Kräften. Sie stützen sich dabei auf 
die Bestimmung der Gewerbeordnung, wonach Lehrlinge 
keine Arbeiter im Sinne dieses Gesetzes find, sodass, da 
her auch keine Tarifverträge mit ihnen abgeschlossen werden 
Linnen. Der 'Reichsverband des deutschen Handwerks, die 
vor kurzen: gegründete umfassende Vertretung des gesamten 
deutschen Handwerks, teilt zu dieser bedeutungsvollen Frage 
den Schriftwechsel zwischen der Handwerkskammer Darm- 
stadt und dem hessischen DemvbtlmachungSkommi'sar auf 
der einen und dein ReichsarbeirSwinisterium auf der an 
deren Seite mit. Gegenüber dem Spruch eines-Schlich 
tungsausschusses hatte der TemobilmachungSkommisfar er 
klärt, daß der Lehrling nicht Arbeiter im Sinne der 
Verordnung vom 23. Dezember 1918 über Arbeitsverträge 
wnd auch nicht im Sinne des Tacifvcrtragswesens sei, 
weil er die Arbeiten nicht leisten - könne, sondern erst er 
lernen müsse. Der Reichsarbeitsminister hat daraufhin 
entschieden, daß zwar Schlichtungsausschüsse auch-in Lechr- 
kingsfragen angerufen werden könnten; sie seien aber 
hinsichtlich der Handwerkslehrlinge an die von den Hand 
werkskammern oder Innungen im Rahmen ihrer gesetzlichen 
Befugnisse getroffene Regelung gebunden. 
o Warnung vor trichinös cm Fleisch. In Dresden wur 
den bei der llnrersuckung dös Autz la n ds flei schcs im 
dortigen Vieh- und Schlachthof im Monat Dezember in 22, 
im Januar in 33 Fällen Trichinen gefunden. 
o Eine bedeutende Preiserhöhung M Streichhölzer 
steht nach einer Mittelung der tzlnhaltischen Zündwarcu- 
sabfti? in Koswig unmittelbar bevor. Statt bisher 1,30 
Mark soll das Paket mit 10 Schachteln Inhalt künftig 
3,üO M. kosten ' , ;i , 
o Ein Bau-Ausschuß für Volköhäuser, Iugettdhrime, 
Gemeindehäuser ist d«nr Arbeitsausschuss des Deutschen 
BblkshausbundcZ e. V. Wilmersdorf, Hildegardstr. 28, an 
gegliedert worden. In diesen Bau-Ausschuss sind-die fol 
genden Architekten gewählt worden: Geh. Rcgiepungsrat 
Professor Dr. ing. Mttthesius (Verbatst) der Architckten- 
uad Ingenieur-Vereine), Regierungsbaumcister a. D. Schil- 
bach (Bund ,Deutscher Architekten) und Bruno Taut (T. 
d. A. und Arbciterrat für Kunst).,— In Zehlendorf 
ist jetzt ebenfalls eine Volkshausgemeinde gegründet wor 
den. Die Friedenaucr Volkshaus-gemeindc wächst ständig, 
sie weift bereits gegen 200 Mitglieder auf, die zum grossen 
Teile mehr als den jährlichen Mindestbctrag von 5 M. 
zahlen. 
o Für dsr Grenzspende gingen uns ferner zu von: 
Helene Hildebrandt, Kaiserallee 70, 20 M.; Else Lohmann, 
Stubenrauchstr. 06, 2 M.; Eugen Gruhlkc, 10 M.; Elara 
Gruhlke, 10 M-; Lisa Wende, 10 M. Bisher insgesamt 
82 Mark. 
o Erledigung vo« Börsenaufträgen. Die grossen Ban 
ken und Bankhäuser Berlins geben in der vorliegenden 
Nummer ihrer Kundschaft bekannt, dass sie bei der stetig 
wachsenden Llrbeitsüberhäufung in Zukunft voraussicht 
lich nicht mehr in der Loge sein werden, die Ausführung 
vpn Börsenorders zum Einheitskurse unter 10 000 M. 
Nennwert drahtlich zu inrlden. Wenn auch die brieflichen 
Anzeigen nach wie vor nuit tunlichster Beschien,tigung ad- 
gesarrdt werden sollen, s» können dir Banken doch keine 
Gewähr dasllr übernehme», dass auch diese brieflichen An 
zeigen noch am Tage der Ausführung herausgehen. Fer 
ner wiederholen die der Sltcmpelvcreinigung gngehöreudcrt 
Banken und Grossbanksinnen ihre Ende Januar abgc- 
giwene Erklärung. 
o Der 6. Friedrnancr DortragSröcnd für Kunst und 
Wissenschaft bot erlesene musikalische Kunst und heiteren 
Sprechvortrag. Die B l ä s e r - V c r c i u i g u n g der 
Staats operu- Kapelle (die Herren Hendrik de 
Bries (Flöte). Waldomar Eonrad (Klarinette), Gottfried 
Schreiber lOboe), Louis Sckieiwcin (Fagott) und Georg 
Böttcher (Waldhorn); am Flügel Willi BardaS) brachte 
das Quartett Es-dur von Mozart, Sextett B-dur op. 0 
von L-. Thuillc sowie die Sonate für Flöte und Klavier 
von Bach zu Gehör. In fein abgestimmtem Vortrag und 
reinster Jntpnierung spielten die Künstler mit Hingabe 
und Gefühl. Der Flügel seinen allerdings etwas zu stark 
hervorzutreten. ES liegt das aber .wohl an der un- 
günstigen Klangwirkung der offenen Bühne. Hier sollte 
«tal daran gedacht werden, eine muschelartigc Tonhalle 
für die Bühne zu schaffen, in kleinerem Maßstabe, aber 
in ähnlicher Form, wie sie das Orchester des Deutschen 
Opernhauses für seine volkstümlicknm Sinfouiekonzerte twr- 
wcnder. Hendrik de Vries stimmungsvolles Flötensolo 
wurde ebenso von der Klavierbegleitung zu stark um 
rahmt. Resi Langer l/atte sich Wilhelm Dusch für 
szhre Vorträge, gewählt. Die Künstlerin crutete.. stürmischen 
Beifall und rief schallende Lachsalven hervor, obwohl 
man stber ihre derb ko milche Vortragsart erschiedener Mei 
nung sein kann. In einem Kabarett nimmt man diese 
Kunst dankbar ay, .'sitze kisik-n-Aonzertiaal Vielfach 
schriebener Zweideutigkeit immer Salonmensch bleiben. Die 
oft allzu realistische Mimik Resi LangerS wird dem Aesthe- 
tiker kaum Freude bereuen. Aber über die (sseschmäckrr 
des Publikums soll man nicht streiten. Jedensalls tonnte 
Resi Langer behaupten, dass sie gestern im Allgemeinen 
eine dankbare Zuhörerschaft gesutrden hätte. M- 
o Dir Orte gruppe Friedenau des Deutschen Osfizter- 
SvnLes hielt ant 8. Februar einen Gesellschaftsabend im 
Passage-Kaffee in Schöncberg ab. Musikalische und dekla- 
niatorische Vorträge boten eine gute Unterhaltung. Herr 
Dr- Anders hielt einen Vortrag über die Ansliefe- 
rungsforderung, der mit Beifall ausgenommen wurde. In 
der Pause wurde Tee und Gebäck gereicht. 
o SchÄerkartcu zum Künstirrlonzert und Tanzabend, 
den die ,'.Kunststarte f. V." morgen, Sonnabend Abend, 
vünkttich ~’-.i Uvr. im Neform.Aealgvmnafium (Homnrbr- 
strasse) veranstaltet, si.id zum ermäßigten Preise,von 1 M. 
in det^ Geschäftsstelle der „Kirustftätle", Taunusstr. 20, 
noch Sonnabend/ bis 1 Uhr mittags erhältlich. Zu den 
Tanzvorführungen von Lola Bach wird der .Schein 
werfer in Tätigkeit tt 
ist die Organisation!! Alles schweigt, von oben bis sit 
die untersten Schichten, weil ohne Schlctchhartdel nur 
Hungertod! C. Schulze, Saarstrape. 
o 2ln dir deutschen Volksgenossen wendet -ich die 
Geschäftsstelle ..Deutsche Ehrenliste" in einem Ansiuf, in 
welchem aufgefordert wird, sich schützend vor Ile Auf 
zuliefernden zu stellen und in dem cs heisst: „In jeder 
Stadt, in jedem Dorf schliesst Euch zusammen! Legt 
Listen aus! Tragt Eure. Namen ein! Bekennt damit, 
daß Ihr die Auszuliefernden zu schützen, für Deutsch 
lands Recht und fein Ansehen , in der Welt zu handeln 
bereit seid. Werbt dafür mit Wort und Schrift! Deutsche 
Volksgeuosleu, zur. Auslieferung werden verlangt: D-eursche 
aller. Stände vom. ftaiseriohn bis. zum 2lrbeftersohn, von 
Hindenburg zürn Kampfflieger, U-Voot-Aommandanren und 
Feldgrauen. Das. ganze Volk soll also jetzt den Friedens 
vertrag mit seinem eigenen Blute unterschreiben! Das 
darf nie geschehen! Wir wollen kehren neuen Krieg, 
verlangen aber unser Recht und unser Leben!'' — Mit 
teilungen wertzen erdeten an Kapitän v. Zitzewitz, Bcrlin- 
Halensce, Joachim-Friedrichstr. 50. 
o Zum . Besten der Deutschen Kinderheime spielt am 
17. Februar, jm Landwehrkasino am Zoo Tossy Spiwa- 
kowsiy die Phantasie op. 20 über Motive auo Gounods 
Faust von Wieniawsiy, Albert. Sptwakowskn wird ihn 
am Flügel begleiten. In dem Schwank „Die Ahnfrau" 
von Bergseld wird Frau Daily TorrcuS vom Metropol- 
Theater die Rolle der Hanne an Stelle von Joscsine Dora 
geben, welche durch die Premiere im Schauspiclhause ver 
hindert ist, mitzuwirken» 
o Es gibt ncch ehrlich; Leute. Am Mittwoch Abend 
fand Fr. Döhliug, Srubenpauchstr.. .30. eine Handtasche 
mit sämtlichen alten und. neuen Lebeusmittcllarten des 
bcrr. Haushalts. Da.sich auch die Ausweislarte darunter 
befand, aus der die Adresse der Verlicrcrin zu ersehen 
war, so ging die chrltche Fidnerin zu ihr und gab die 
Karten ab. Die Dame war ganz erstaunt; sie hackte 
den Verlust noch garnicht bemerkt. Ter Finderlohn ivar 
ein: Danke schön! Etwas wenig, wenn man bedenkt, dass 
die Verlicrcrin kaum alle starten wieder ersetzt bekommen 
hätte. 
o Ten Tftvrn ist wickckS hrilig. Von einer im Erd 
geschoss Ringstr. 40 gelegenen Wohnung wurde das luv ferne 
Namensschild des Wohw.ungsinhadcrS Rudolph Anger ge 
stohlen. 
o Lkrtselhefte? Ted. In ihrer Wohnung Siidwestkorso 
Nr! 03 wurde die HanSwartftau Sophie W. tot aus- 
gesunden. stzraukhcitS- und Todesursache tonnte von dem 
herbeigerufenen Arzt nicht festgestellt werden. 
Vereins-Nai^rickten 
K Märmerturnvkrem e. B. kOütw.) Tü Tcilnrhmcr am 
Turnen der Vlltrn in Lichterfeldc oersammeln sich beule abend uin 
6 s / 4 lthr cn der Kaiserctche. 
X Pfads. Abtcilg 53. 1. fjug. (nur von 13 Jahren an) 
Sonnabend, 4^—5 Uhr Pfadk. Stunde, h—7 Uhr Heimabend. Am 
Sonnabend beginnt ein Lehrgang von Herr» Foull über: „Der 
menschliche: Körper". 
X Berlommlung ehematiarr Schülcrivven .de» Lore»;. 
Lyzeum». Die nächste Bersawmluvg der «hemaligen Schülerinnen 
des Lorenz Lyzeums findet am Sonnabend den 14. Februar, 
abends.8 Uhr in der.Turnhalle, statt. . 
. -X Einen Nnterhältungsadeud.veranstaltet der Evg. Verein 
junger Männer Friedenau'am-Sonntag,' den Io. Februar, 
abends 8 Uhr, im grossen Saal des Gemeindehauses, Äaiseraücc 76. 
Ihr besondercL Eeprogr. empfängt.ftte Darstellung dadurch,, daß 
olle-Nummern dcr LartragSsolgr von Mitgliedern dcL Vercin.S 
airsaeführt werden. Neben nmsilalifchen .Darbietungen . kommen 
Freiübungen, lebende Bilder und ein sieincS. Thcatherstür! zur 
Aufführung. EintritiSkarten, die. zugleich bU DortragSfolgen ent. 
halten, sind zun Preis von 20 Pfennig am Saalcingang zu baben 
Alle Freunde der Jugend sind herzlich zu diesem Abend einzeladen 
TufwrMen 
(§üx dies» Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Die brave Hausfrau, 
die den Mut hatte, durch weinen Artikel in Ihrem ge 
schätzten Anzeiger ant Sonntag, .ihre Mitschwcstcrn zum 
Kamps gegen den Wucher aufzufordern, ist sehr zu loben, 
ivird aber wenig SinneSgenassinnen finden, das beweisen 
die. täglich bei dpn Schlück)tcrn zunt Räuchern üiwrgebensn 
.Schinken..und..^pechststch?.-,--, ,20,-Hjtz...nftd..inehr,, (qo 
Zcdöneberg 
oi Iubilümn. Heule begeht der Kassierer und Rech- 
nungsrat der der ReichShauptdank, Hugo B a n d t, fern 
40 jähriges Dieustjudilüum. 
Vcrantw. Schriftleiter: Herm. Martinius in Friedenau. 
Dit - Verlobung ■ ihres ehtiigtn, Tochter Anita mit 
Iltrrn Direkter Fritz Bock, Berlin, zeigen hierdurch an. 
Direktor 0. F. Goss und Frau. 
Anita Goss 
Fritz Bock 
Verlobte. 
Berlin-Frieden aj, 
Fingtlr. 40 II. 
Februar 1920, 
Berlin. 
Unter den Linden. 
MWGW | eÄÄi. 
Ahetnstr. 32f38. lKarrenh.i l,! nrng übern. Sem ml er, 
ttm (v. 2 Uhr ft&i- J I Ringstr, ir, t l ginge, rechts 
^Laborantin! 
k jüngere Kcaft. mit physikalischen Krnntnisseu bald. • 
j möglichst verlangt. ch 
^ Angebote mit Zeugntlabschnifteu sind zu richten $ 
H an da» S^relariet der ^ 
r Mischen AnKalt 6. Y. tzoerr L 
f MkriengeMchaft 4 
0 Berlm.FriedkN'rn, Ahernstr. 43/48. s 
4 Bewerbungen, welche fr.ncrBaJö von I Taa-u 
4 beantwortet sind, ftUtn eda al-gelehm. ' 
sBgp,„ || . | . | ,'P_4ijnji > ijuiiü 
Krreger-v.L-Njlttiiehrverel!; 
zu Berlitt-Frtcdenau. 
-MllmuleilL 
Zahnprexls , 
Phg. 6879 Kaiser-Allfto 142,, 10—5. 
Plctllcnloser Zahnersatz 
Amtliches 
Bekanntmachung. 
Vollmilch für Kinder. Die Ausgabe der Km- 
dervollmilchlarten für März erfolgt wie bisher durch die 
Herren Brotkommissare in diesen Tagen. 
Milch für. Kranke. Dte Ausgabe dcr Vollmilch- 
kgrten für die. nächsten Monate, sowie der V« i:tpr»SoU' 
mjlchkarten, die anstelle fehlender Kondensmilch für März 
ausgegebrn werden, erfolgt, soweit die Karten nickst be 
reits zugestellt sind, wte bisher im Rackhau.se, 1. Stock, 
Raum 28 a, (Lebensmittelamt) und zwar: am Montag, 
den 10. Februar die Buchstaben A—H, ant Dienstag, 
den 17. Februar hie Buchstaben I—Q, am Mittwoch, den 
18. Februar die Buchstaben R—Z, in der Zeit von 9 Uhr 
vonnittagS bis 1 Uhr nachmittags gegen Vorlage des 
Bcwilligungsfchreibens für die laufenden Monate. ES wird 
dringend ersucht, dis Tage der Ausgabe unbedingt inns- 
zuhattcn. Bprlin-Friedenau, den 12. Februar 1920. Der 
Gemeindevorstand. I. V. Friede!. 
1 ■—* 
Verordnung 
über Brotgewichte, Brot- und Mehlprcise- Auf Grund 
der U 'ö8 und-folgende der Rcichsgetreidcordnung für 
die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919 (Reick,.Sgesetzülatt 
SZte 5ss5) wftd für den Bezirk der Geyrcinde Berlin- 
Friedenau angeordnet: 21. Die Verordnung vom 15. Fe 
bruar 1917 wird »vie folgt geändert: 1» Artikel! §6 
Absatz 1 erhält folgende Fassung: Grossbrot darf nur 
im Gewicht von 1900 und 1600 Gramm, Kleingebäck 
darf nur im Gewicht von 50 Gramm, Kcaukenbrot darf 
nur im Gewicht von 1500 und 1009 Gramm hergestellt 
werden. Gebäck darf nur abgegeben und Entnommen wer 
den, wenn öS den Vorschriften des Abs. 1 entspricht. 
TieS gilt auch für die stlbgabc an Wiedervrrkäufer. Klein 
gebäck darf nur auf die über 50 Gramm latttenden 2ib- 
fchnitte der Brotkarte oder auf Reifebrottnarten abgegeben 
und entnommen werden. 2. Artikel II § 1 erhält folgende 
Fassung: Der Gcbäckpreis darf im Kleinverkauf nicht über 
steigen: für 1900 Gramm Großbrpt 256 Pfepnig, für 
50-Gramm Kleingebäck 8 Pfennig, für 1500 Gramm 
Krankenbrot 225 Pfennig. Bei Abgabe des Gebäcks- in 
Teilen dürfen Bruchteile von Pfennigen al-ss volle Pfennige 
gereckmet werden. 3. Artikel I! § 3 erhält folgende Fassung: 
Der Mehrpreis darf im Kleinverkauf nicht übersteigen: für 
1 Pfd. Roggenmehl 72 Pfennig, für 1 Psd. Weizenmehl 
76 Pfennig, für 1 Pfd. Krankenmehl (Weizenmehl) 80 
Pfennig, für 1 Pfd. Gerstcmnehl (65proz.) 74 Pfennig. 
Bruchteile von Pfennigen dürfen als volle Pfennige gerech 
net werden. B- Aufgehoben werden: 1. Tie Verordnung 
vom 29. Dezember 1919 über Gebäck tn;b Mehlpreise, 
2. Die Verordnung vom 5. Februar 1920 über Brot- 
gewichte und Brotpreisc. E. Diese Verordnung tritt am 
I6> Februar 1920 in Kraft. Berlin-Friedenau, den 10. 
Februar 1920. Der Gemeindevorstand. I. V. Friedet. 
Bekanntmachung. 
diach Per. Verordnung der Regierung zu Potsdam 
v»m 25.. Mpi: 1910 werden disjetiigen Kinder zu Ostern 
1920 schulpflichttg, die in dcr Zeit vom 1.- Oktober 1913 
bis 31. März. 1914 geboren sind, sowie dirjeisigcn, tvclchs 
wegen. Krautheit oder zurückgebliebener tcrpcrlicher Eiir- 
wickrlung bisher vom Schulbesuch zurückgestellt waren. 
Wir ersuchen dw Eltern, ihre Kinder, und zwar: die 
Knaben in der 1. Gemeindeschulc, Albcstr. 32, Herrn 
Rektor Kaul, und die Mädchen in dcr 2. Gemeindeschulc, 
Rheingaustraßc 7, Herrn Rektor Jaeschkc, am Freitag, 
den 13., oder Sonnabend, den 14. Februar 1920, tntt- 
tagS zwischen 11 bis 1 Uhr, zwecks Eintragung in die 
Schülcrltste vorzustellen, und dazu mitzubringen: den Ge 
burtsschein,--Impfschein und Taufschein. Für de» Fall, 
dass die Eltern diese Papiere an heit genannten Tagen 
noch nicht besitzen, oder aus sonstigen Gründen am Er 
scheinen verhindert sein sollten, kann die Anmeldung ant 
Freitag, den 20. Februar 1920, vormittags zwischen 11 
bis 1 Uhr, geschehen. Sollte die Einschulung wegen 
Krankl,eit oder zurückgebliebener Entwickelung nicht an 
gängig erscheinen, so ist die Zurückstellung unter Bei 
fügung einer ärztlichen Bescheinigung über dir Notwen« 
Ptgkssit biS-spätestens 1. April 1920 bet uns zu beantragen. 
Berlin-Friedenau, den 9. Februar 1920. Die Schul-Dc-« 
putation. 
B^anntvuuhung. 
Die Steaierpflichligen mache ich darauf aufnterk- 
fam, dass die fälligen Steuern für da? Vierteljahr Januar 
bis März 1920 bis zum 14. d. Mts. unter Vorlegung 
der Steuerkarte an die Gemesirdclasse, Rathaus, Zimmer 
13—15 int Erdgeschoss zu entrichten sind. ^Berlin-Fric- 
-dewLu,den.7^Fchrucuc 1220. Der GcmciudpvprstLhkr. 
Am Sonneäknb. o. U. Fetz 
0)20, abend« 8 Uhr, tm 
Vereins jlmaict tc» ' Na!L> 
kellert. 
!!m vollzählige? Erscheinen 
wird dringeub gebeten. 
Der Vorstand. 
EverR>4. .Born ne oder. 
Mimmöilvung 
Aiemgumuast^ Unterr. t. d 
Kunst d. Speech. Nauwockn, 
Stubenrauckntr. 49, Geh., ll 
^ppechz.: Vpl—>/,1 vhr. , 
KeufmSnRlsohs P^v-^fichuSs» 0 
vor Rie&mrd RssSi5es* H 
0J».*Sfcslitz, ,Albrpr,ht$tr. 123. Fernruf 136. 
Vorn Wtttelmdt SRsi« Doge! 
übernehmen, tzkstüp: aus langjährisc Erseh'.t.eg. o->Us:and!gi 
Autzbübuvg in vksang u vrcmoUIly. llaterrichr für tbül'i-e, 
KonzertU.HlluL Aufwrsscnschestl Krundl. kUnftt. Etim».bi!d. 
Atem» u. Sprechübung. Rezitat. u. Leit, v Festnuskührungeiu 
Fregeftrasse 47. Srrechsi-inde 6—8 Nhr nachmittag. 
ZWnuiuiiliuiWWüMlilllMllm 
lÄÄ I WsMIlMÜU 
Zauch an FvNzcschrtrtrncrz ml» 2. '«orlckmlrlacke noch 
ZScl Massigem Honorar. § «nuke II. Mäüch. zur Lkii- 
Zsch, Äosslersir. 6, l. ptr.^ nähme ges. Else Olosss 
51MINIIM»lIIIIIMIN»M!»!II!IiI!,I!lS Jllskr, 7, 1U.
        
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