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Periodical volume Nr. 46, 23.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

schule singen. Den Christus singt b. Raatz-Brockmann, 
Sopran Johanna Behrend und Alt Eva Katharina 
Lißmann. Damen und Herren, die im Chor mitsingen 
möchten wollen sich umgehend melden beim Dirigenten 
John Vii rscn, Kaiscrallee 78 (Pfzbg. -13). Die Proben 
sind Mi.ioochs 5—7 oder Freitags 7^—3-» im Saal 
der Ak ...wie für Musik. 
o l'!) 'ater im Reformrealgymnasinm. Am Sonntag, 
den 8. d. Mts. findet in der Aula des Friedenaucr Re 
form-Realgymnasiums (Homnthstraße) eine Veranstaltung 
des Herrn rnnsbundes statt. Zur Aufführung gelangen: 
„Dichtersterben", Lebcnserinnerungen eines alten Dich 
ters, Wone und Musik von Heinz Parmer ,Neueinstudie 
rung und Neuinscenicrung). Darsteller: Heinz Parmer, 
Carl Auen, Senta Cordcl. Ferner: „Der große König", 
Festspiel in d ei Bildern von Joseph von Laufs, Musik 
von Friedrich kl. Regie: Hans Ferdinand. Mitwirkende: 
etwa 100 Personen. Billette bei Pärsch, Schmargendorscr- 
straße 35; Brandt, Steglitz, Schloßstr. 30; Keßler, 
Schmargendorf, Breite Straße 12, lind an der Abendkasse. 
o Zum Besten der Teutschen Kinderheime E. V. findet 
im Theater im Landwehrkasino ani Zoo am 17. Februar 
ein Gesellschaftsabcnd statt unter Mitwirkung von Marg. 
Arndt-Ober, Tossi Spiwakowsky, Alexander Kirchner und 
Julius Licban. Ferner die Uraufführung einer Posse 
„Die Ahnfrau" von Bergscld, von Dr. Martin Zickel 
insceniert mit Joscfine Dora in der Haupirollc. 
o Einen Lieder- und Arien-Abend veranstirltcr am 
23. d. Mts. im Scharwenkasaal die bisher mii größtem 
Erfolg aufgetretene Sopranistin Luise Hahn, die allen 
Friedenaucrn von ihrer Mitwirkung beim letzten Kirchen 
konzert am 31. Januar in bester Erinnerung ist. Das 
interessante Programm bringt Lieder von Schubert, Schu 
mann, Wolf, Strauß und Arien von Bach, Händel, Mo- 
zarr. Am Flügel: Willy I a c g e r. Es sei darauf hin 
gewiesen, daß Eintrittskarten zu (5,4 und 2 M. außer 
bei Bote u. Bock und A. Wcrthcim auch in der Musika 
lienhandlung von Tchwartz, Rheinstr. <50, im Barver 
kauf erhältlich sind. . 
o Als gefunden ist der Fundstelle im Rathaiise 
gemeldet ein Portemonnaie mir Inhalt, loses Geld und 
Schlüssel. * 
Vereins-Dach richten 
)( Schmidt'schcr gemischter Chor. Uebungsstundcn jeden Mon 
tag, 8—10 Uhr, im „Hohenzollcrii". 
)( Friedenaucr Hausfraucuverein. Am Dienstag, d. 10. Febr., 
abends 8 Uhr, findet in der Königin Luisen-Schule eine große 
Mitgliederoeisanimlung statt Ta ivichlige Punkte zur Beratung 
stehen, wird vollständiges Erscheinen gewünscht. 
K Der Vaterländische Frauen-Vercin Friedenau teilt init, daß 
die Mitgliederversammlung am TicnSiaa, den 1>> Febr., ausfällt, 
dafür am 19. Fcbr., um 4' , llhr zur Frier des Stiftungsfestes des 
Vereins ein UnteihollungSteo im Vereinsckmu-er des Rathauses 
statlsindet. Gleichzeitig findet an diesem Tage die Prämierung der 
jenigen Hausangestellien statt, welche 5, 10, 15 Jahre und länger 
in einer Familie der Mitglieder tätig gewesen sind. Um reclt- 
zeitig Nameorangabe i iefer Hausangestellten, sowie genauer Z >i- 
aiigabe des Tienstoerhällnisscs wird gebeten, bei Frau Jcsefine 
Wctzell. Kaiscrallee 131 II. 
)( Sozialdemokratischer Wahlvcrcin (L.P.D) Ortsgruppe 
Friedenau. Am Mittwoch, den ll. Februar, abends 7'/, llhr 
Bezirksabcnd nachstehender Bezirke I Beziik, Restaurant Hohen- 
z"llern, Handjerystr. 64, 2. und 3. Beziik, RestauraM Johaniisen, 
H mvjciyslr. 86. 4 Bezirk, Restaurant Schönheit, Südwestkorso, 
Elle Wiesbadenerstr. und der 5. Bezirk, Restaurant Ziegel, 
Rheingaustr., Ecke Hcrtelstr. Ter 6. Bezirk ragt am Tonnerstaa, 
den 12. Februar abends 7 Uhr im Restaurant Kuhn, Hackersir 3 
)( Wissenschaftlicher Verein Ocfjemlicher Vortrag des Geh. 
Reg. Rat Prot. Miethe über „Etwas von unserem Monde", mit 
Lichtbildern, am Minim ch, den ll. Februar, abends 3 Uhr, im 
Höisaal Geargenstr. 34 36. Karten in der Geschäsisstellc. 
)( Tie Gcoßdeutsche Freiheitspartei veranstaltet am Torwcrs- 
tag, den 12. Februar, abends 8 Uhr irr der Hochschule für Musik 
ihre erste öfsenliich, Versammlung, auf der Herr Regierungsrat 
Grosse und Herr Schriftsteller Wilhelm Schäfer über das Thema 
„Bürgerkrieg oder Einiguna" sprechen weiden. 
)( Ter deatschuatonale Lehrerbund, der schon über das ganze 
Reich organisier! ist, hat auch in Fried »au eine Ortsgruppe ge 
gründet. Sie ist als eine Vereinigung vaterländisch gesinnter L hrcr 
und Lehre'inncn aller Art, vom Kindergarten dis zur Hochsckulx, 
gedacht Ter neuen Ortsgruppe traten sofort 50 Mitglieder bei. 
Beitrittserklärungen nimmt Fräulein Lehrerin Hedwig Dclius, 
Wilmersdorf, Rasiauisckie Slr. 22, entgegen. 
)( Verband Märkischer Wandervcrcine E. V. Gegr. 1906. 
Vermittlungs-- bezw. Ausknirftsstellc für Wanderanschliiß bezw. 
Wanderungen in der Mark durch üic Geschäftsstelle: Bl».-Nieder 
schönhausen, Schloß-Allee 42. Vcrbgndszeitschrist: „Der Mär 
kische Wanderer", Verlag: Berlin W. 9, Linkstr. 38. 
Scböneberg 
—o Sitzung der Stadtverordneten am Montag, dem 
9. Februar 1920, nachmittags «5 Uhr. Tagesordnung: 
1. Beschlußfassung über die Vorlage des Magistrats bctr. 
den Abbau der Vorschulen. 2. Desgl. beir. Bewilligung 
einer Beihilfe von 500 M. au die Groß-Berlincr AuS- 
kunftsstcllc für Fraucnberufc. 3. DcSgl. bctr. Bewilligung 
eines Heizungszuschusses von 1300 M. für die Diensträume 
der WohlsahrtSdcputation. 4. Desgl. betr. Erhöhung der 
Wiegcgcbühren für die Benutzung der Ratswagen. 5. Desgl. 
betr. Einstellung eines weiteren Schularztes und einer 
weiteren Schulschwester. (5.—20. Desgl. versch. Rachbe- 
»villigiungcn. 21. Desgl. über den Antrag der Sradtv. 
Frau Böhm und Gen. betr. Aufhebung des über Groß- 
Berlin verhängten Ausnahmezustandes und der erfolgten 
Zeitungsverbore. 22. Desgl. über die Vorlage des Ma 
gistrats betr. Abänderung der Bestimmungen über die 
Gewährung von laufenden Teuerungszulagen und Rncl.- 
bewilligung von 39 000 M. zum Haushalt der allge 
meinen Verwaltung für 1919. 23. Desgl. bcrr. Be 
schaffung von Schutzkleidung für die Gär'rner und Ma 
schinisten der Parkverwaltnng soivic für die Gärtner und 
Grufarbeitcr der Friedhofsverwaltung. 24. Desgl. betr. 
Bewilligung von 250 000 M. für die Regulierung des 
Königsweges zwischen Ringbahn - Ueberfnhrnng und 
Sachscndamm. 26. DcSgl. betr. Genehmigung der Ord 
nung über die Erhebung der Gebühren für die Benutzung 
von Leichenwagen bei Beerdigungen auf den städtische, 
Friedhöfen. 27. Desgl. bctr. Genehmigung der Grund 
sätze für die 'Vergebung von Schniränmen. 28. Bericht 
des Petitionsausschusses über Petitionen. 29. Wahlen. 
ZuTefcnSen 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Protest gegen die VMirlerMg. 
Wie ich soeben höre, veranstaltet die hiesige Orts 
gruppe der Deutschen demokratischen Partei am Mittwoch, 
dem 11. Februar, abends 8 Uhr, im Bürgersaal des Rar- 
Hauses eine öffentliche Versammlung, deren erster Punkt 
lautet: Protestkundgebung gegen di' Auslie 
fern ug s l ist c der Ente.nte! Dadurch erübrigt sich 
wohl die Veranstaltung einer besonderen Versammlung und 
ick bitte meine Mitbürger und Mtbürgerinnen, diese 
Versammlung am Mittwoch zu besuchen und einmütig 
gegen das Schmachansinncn unserer Feinde zu protestie 
ren. Johannes LüderS. 
Ausschmünnng des Rathauses. 
Unter Hinweis ans den Beschluß der Gemeindever- 
lvaltnng habe ich mich kürzlich an eine maßgebende Per- 
sönlichkeir gewandt, um der höflichen Anfrage, ob ich der 
Gemeinde als künstlerischen Schmuck für irgend ein öffent 
liches Gebäude einen überlebensgroßen „Bogenschützen" 
zum Geschenk anbieten dürste. Es handelt sich um eine 
Studie,narüeji. die aus einer Reihe von Ausstellungen war. 
Ich selbst habe mit Auszeichnung studiert und vielfach 
auf der Großen Berliner Kunstausstellung ausgestellt. 
Mein Angebot wurde - wegen Mangels eines geeigneten 
Platzes abgelehnt. S. 
Roch einmal Hafer flocken! 
Viele Hausfrauen mit mir werden wahrscheinlich die 
Haferflocken — besonders die lose gelieferten — d o ch 
waschen, wenn auch Frau A. Lorenz heftig gegen dieses 
Waschen ins Feld zieht. ES braucht dabei lein Mehl ver 
loreu gehen! Man gießt ans daS benötigte Qnannim 
Hafcrflocken am Abend tüchtig Wasser; am anderen Morgen 
lvird man erstaunt sein, wieviel Schmutz und 'Hülsen ü .ni 
ans schwinlincu. Dieses Verfahren har noch den Vorteil, 
daß die Hafcrflockcn in viel kürzerer Zeit gar sind. Hafcr 
flocken tind Mehl ziehen über Nacht vol! Wasser und sinken 
ans den Boden des Topfes; man muß nur vorsichtig das 
darüber stehende Wasser mit Schmutz und Hülsen ab 
gießen. Also ohne Sorge, die losen so verpönten Haser- 
flockcn waschen, dann werden sie genießbarer! 
Frau M. Eilig. 
Wird denn garuichts gegen den Wucher getan? 
Alles schweigt. Ich denke, lvir haben hier eine Or 
ganisation der Hausfrauen und trotzdem bleibt alles beim 
Alten'? Vielleicht erhebt sich eine Friedenaucrin zum 
Wohle der Gesamtheit! Es iväre wünschenswert, wenn 
endlich der Bann gebrochen ivürde und einmal dem Wucher 
die Flügel beschnitten würden. Gell. ihr Hausfrauen'? 
Wer ivagr es'? Eine für Biele 
„Wie dar Mictcirrigungsamt Beschlüsse saßt?" 
Dem Einsender des Artikels pflichte ich voll und 
ganz bei! Auch ich habe im Oktober v. Js. in dieser Hin 
sicht dieselben trüben und traurigen Erfahrungen gemacht 
und am eigenen Leibe verspürt und kann davon ein Lied 
singen! Mein Recht habe ich aber Nirgends gefunden 
oder erhaben, sondern bin überall abgewiesen lvorden. 
Es lvird. ivie gesagt, höchste Zeir, und sehr angebracht 
and wünschenswert, wenn darin endlich einmal Wandel 
und Aenderung geschaffen Ivürde. denn derartige' Zustände 
sind einfach himmelschreiend und für die Dauer unhalt 
bar! Max Krug, Retzdorsf-Promenadc 1. 
VermiTebtes 
* B rsI»ern»rSfrnorba-,'N müssen genau selbst durchgelcsen 
und gewissenhast ausgefüllt werden. Ein Kaufmann hatte den 
Fragebogen einer Unsallversichcrung vom Agenten aussüllen 
lassen. Der Agent hatte ohne Wissen des Versicherten die 
Frage nach dem Vorhandensein von Krampfadern verneint. Spä 
ter trat ein aus Krampfadern zurückzuführender Unfall ein, aber 
die Rcnle wurde nun verweigert und die Verweigerung m allen 
Instanzen als berechtigt anerkannt. So hatte der Kläger also 
ganz umsonst di? Versicherungsprämien bezahlt — und aucki 
noch die Prozeßkostcn! 
tflrrtjHrtU Raiyrtmika 
Sonntag, den 8. Februar 1920. 
Kirche zum guten Hirten: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer 
Vetter, Beichte und Abendmahl, ll 3 /* Uhr Fdg.): Pfarrer 
Vetter. 6 Uhr: Pfarrer Kleine, Beichte und Abendmahl. 
Alt-Tchönebcrger Panl-Gerhardt-Kirche: 10 Uhr: P. 
Delbrück. 12 Uhr Kdg.): P. Delbrück. 6 Uhr: P. Raack. 
Rnthanaelkirchc: 10 Uhr: P. Wagner. 11.30 Uhr 
(Kdg.): P. Wagner. 
Katholische Marienkirche, Schwalbacherstraße. 
Gottesdienstordnung: An Sonn- und Feiertagen um 7 
Uhr hl. Messe, um 10 Uhr Hochamt und Predigt. Abends 
7 Uhr: Andacht. An den Wochentagen: hl. Messe um 
7 Uhr. 
getan to Schriftletter: Herrn MartlniuS in Frtedenao 
Hierzu eine Beilage. 
Amtliches 
Bekanntmachung. 
Auf Anordnung der Fettstellc Groß-Berlin Milch > 
müssen alle in Händen der Bezugsberechtigten befindlichen 
Milchkarten jeder Art mir Namen und Wohnung des Be 
zugsberechtigten und mir dem Stempel des bctr. Milch 
Händlers versehen sein. Wir fordern daher alle Inhaber 
von Milchlartcn sofort nach Empfang und vor Abgabe an 
den Milchhändler mir deutlich geschriebenem Namen und 
Wohnung Tinte oder Kopierstift) zu versehen. — Dm 
ncugcdrnckren Bewilligungsschrciben über Sonderzutei 
lungen enthalten bereits einen entsprechenden Vermerk 
hierüber. — Die Herren Milchhändler werden ersucht, von 
vorstehendem Kenntnis nehmen zu wollen und nur solche 
Karten zur Anmeldung anzunehmen, die den obigen An 
ordnungen entsprechen. Berlin-Friedenau, den 6. Febr. 
1920. Der Gemci»bevorstand. Abteilung für Kranken 
crnährnng. I. V.: Friedet. 
Bekanntmachung. 
Vcro r b n u n g ü b e r d i c A b s ch n i t t c d e r B r o t - 
karte. Auf Grund der 88 58 und folgende der Reichs 
getrcideordnimg für die Ernte 1919 vom 18. Juni 1919 
RGBl. S. 535) wird für den Bezirk der Gemeinde Blu. 
Friedenau angeordnet: § 1. Vom 9. Februar 1920 ab 
dürfen ans die Abschnitte A—H der Brotkarte nur se 200 
Gramm Gebäck, ans die Abschnitte A und B der Brotkarte 
nur je 125 Gramm Mehl abgegeben und entnommen wer 
den. Der Abschnitt R der Brotkarte wird für ungültig 
erklärt. § 2. Zuwiderhandlungen werden aus Grund de. 
§§ 80, 81 der Reichsgetreideordrinng für die Ernte 1919 
vom 18. Juni 1919 bestraft. Auch kann gemäß.§ 71 daselbst 
die Schließung des Betriebes erfolgen. Berlin-Frieö ir rn. 
den 6. Februar 1920. Der Gemcindcvorstand. I. £>.: 
Friedet. 
Bekanntmachung. 
In der Zeit vom 10. bis 12. Februar gelangen fol 
gende Lebensmittel zur Ausgabe: Aus Groß-Berliner 
Lebensmittelkarte: 100 Gr. Weizengrieß aus Abschnitt 114, 
1 Pfund 92 Pfg., 125 Gr. Karroffelstärkemchl auf Abschn. 1, 
1 Pfund 2,90 M., 250 Gr. Maisfabritate aus Abschnitt 2, 
1 Pfund 2,90 M., 250 Gr. Marmelade ans Abschnitt 6, 
1 Pfund 3,24 M. Auf Groß-Berliner Lebensmirtelkarte 
für Jugendliche: 200 Gr. Gcrstcnflockcn aus Abschnitt 48, 
1 Pfund 75 Pfg. Auf Bcrlin-Friedenaner Nahrminelkarte: 
125 Gr. Dörrzwicbeln auf Abschnitt 143, 1 Psiinb 3,20M-, 
250 Gr. getr. Karroffelscheiben aus Abschniu > '! i Pfund 
1,80 M. ' Auf Einfuhrzusatzkarte: 250 G. Te.e.Amehl auf 
Abschnitt H 27, 1 Pfund 70 Pfg. i'<: FBedenau, den 
7. Februar 1920. Der Gemcindevorstv»o. I. B.: Friedel. 
Bekanntmachung. 
Verordnung über Brvtgewichte und 
Brolprcisc. Aus Grund der 88 -58 und folgende der 
Rcichsgetrcideordnnng für die Ernte 1919 vom 18. Juni 
1919 (RGBl. S. 535) wird für den Bezirt der Gemeinde 
Berlin-Friedenau angeordnet: A. Die Verordnung vom 
15. Februar 1917 wird wie folgt geändert: 1. Artikel 18 0 
Absatz 1 erhält folgende Fassung: Großbrot darf nur im 
Gewicht von 11)00 Gramm, Kleingebäck bars nur im Gewicht 
von 50 Gramm, Krantenbroi darf nur im Gewicht von 
1500 und 1000 Gramm hergestellt werden. Gebäck darf 
nur abgegeben und entnommen werden, wenn es den Vor 
schriften des Absatz 1 entspricht. Dies gilt auch für die 
Abgabe an Wiederverlüufer. Kleingebäck darf nur ans die 
über 50 Gramm lautenden Abschnitte der Brotkarte oder 
auf Reisebrotmarken abgegeben und entnommen werden. 
2. Artikel 2 8 1 erhält folgende Fassung: Ter Gebäck- 
preis darf im Kleinverkauf nicht übersteigen: Bei Großbrvt 
im Gewicht von 1900 Gramm 224 Pfennige, bei Klein 
gebäck im Gewicht von 50 Gramm 7 Pfennige, bei Kranken- 
bror im Gewicht von 1500 Gramm 208 Pfennige, bei 
Krankenbrot im Gewicht von 1000 Gramm 140 Pfennige. 
Bei Abgabe des Gebäcks in Teilen dürfen Bruchteile von 
Pfennigen als volle Pfennige gerechnet werden. B. Die 
Verordnung vom 29. Dezember 1919 wird zu A 1, 2 auf 
gehoben. E. Diese Verordnung tritt am 9. Februar 1920 
in Kraft. Berlin-Friedenau, den 5. Februar 1920. Der 
Gcmeindevorstand. I. V.: Friedet. _ 
Bekanntmachung. 
In her Woche vom 9.—15. Februar glbr es aus die 
Abschnitte 7 a und b der Kartosfellarte 2 Psd. Kartoffeln. 
An Stelle der schlendcn Kartofseln werden verabfolgt: 
a 2 Psd. Kohlrüben ans Abschnitt e der Kartosselkarte, 
b> 200 Gramm Kartoffelwalzmchl und 200 Gramm 
Hülsenfrüchte auf die Abschn. d—g der Kartosfellarte. 
Die Kohlrüben lönnen in den Gemcindevcrkanssstellen 
Niedstraße und Rheingaustraßc entnommen werden. Tic 
Nährmittel werden an die Haushalte mit nachstehenden 
Nummern "der Berlin-Friedeiianer Ausweiskarte in fol 
genden Geschäften ausgegeben: 
Nr. 1— 1000 bei Karl Richard Schmidt, Rheinstr. 19 
1001— 2 000 bei Tcngclmann, Lautcrstraße 18 
2 001— 3 000 bei Böhm, Saarstraße 7 
3001— 4 000 bei Hüttmann, Rhcinstraße 20 
4001— 5 000 bei Wiedehöft, Handjerhstraße 65 
5 001— 6000 bei Hcckmann, Handjerhstraße 86 
6 001— 7 000 bei Feldbinder, Evastraße 1 
7001— 8000 bei Zinn, Südwestkvrso 5 
8001— 9 000 bei Sy, Stubenranchstraße 23 
9001—10000 bei Schäfer, Wiesbadcncrstraße 88 
10001—11000 bei Nold, Wilhelmshöherstraße 1 
11001—12000 bei H. Schulz, Kaiscrallee 78 
12 001—13000 bei Willnow, Bornstraßc 4 
13 001—14 000 bei Richter, Südwestkorso 11a 
14 001—Schluß bei Schuster, Nheingaustraßc 4. 
Berlin-Friedenau, den 7. Februar 1920. 
Der Gemcindcvorstand. I. P.: Friedet. 
Bekanntmachung. 
Süßstoff >vird vom 9. bis cinschs. 21. Febr. d. Js. in den 
nachfolgenden Geschäften an die Haushalte mit den be 
zeichneten Nummern ausgegeben. Die Vcrabsolgung darf 
nur gegen Vorzeigung der Berlin-Friedenauer Ausweis- 
karte und gegen Abstempelung der auf der Rückseite be 
findlichen Stummer 1 erfolgen. Jeder Haushalt bis vier 
Personen erhält 1 Päckchen und darüber hinaus 2 Päckchen 
Süßstoff zum Preise von 50 Pfg. pro Päckchen. 
Nr. 1— 1000 Grundmann, Lautcrstraße 16 
1 001— 2 000 Hilschenz, Ringstraße 60 
2001— 3 000 Beckershosf, Rheinstraße 51 
3 001— 4 000 Wolsmann, Äirchstraße 16 
4 001— 5 000 Körner, Rheinstraße 67 
5001— 6 000 Twat, Sicglindestraße 10 
6 001— 7 000 Baehr, Kaiserallee 137 
7 001— 8000 Fülle, Südwcstkorso 8 
8 001— 9 000 Baumgärthner, Maiiiauerstraße 7 
9 001—10 0M Deneckc, Stubenranchstraße 55 
10001—11000 Steffen, Stubenranchstraße L 
11001—12 M0 Rchbein, Kaiseraltee 84 
12001—13 000 Klieme, Kaiserdllee 93 
13001-14 000 Poetsch, Bornstraße 26 
14001—Schluß Kirchcr. Odenwaldstraße 11. 
Berlin-Friedenau, den 5. Februar 1920. 
Der Gemeindevorstand. I. V Friedel. 
Bekanntmachung. 
K l e i n h a n d e l s r i ch t p r e i s e f ü r W i 1 d. Nach 
dem der Herr Rcichswirischastsminister gemäß tz 1 der 
Verordnung über die Regelung der Wildpreise vom 20. De 
zember 1919 (RGBl. S. 2131' durch Bekamitmachung vom 
6. Januar 1920 Richtpreise für den Großhandel mit Wild 
sestgesetzr hat. werden hiermir geupäß 8 ^ der erwähnten 
Verordnung für den Umfang des preußischen Staatsgebietes 
folgende 5ileinhandclsrichtpreise festgesetzt: 1. Rehwild: 
a) für Rücken und Keulen Ziemer und Schlegel) für 0,5 
Kilogeamin 9 M.; b) für Blatt oder Bug für 0,5 Kilogr. 
5,40 M.: c) siir Ragout oder Kochfleisch für 0,5 Kilogr. 
1,80 M. 2. Rot-, Dam- und Schwarzwild: a) für Rücken 
und Keulen Ziemer und Schlegel) siir 0,5 Kilogr. 8 M.; 
b) für Blatt oder Bug für 0.5 tr. 4,80 M.; c) für 
Ragout oder Kochfleisch siir 0. - Kilogr. l,60 M. 3. Hasen, 
das Stück 25 M. 4. Wilde Kaninchen, das Stück 7 M. 
5. Fasanen: a) Hähne, das Stück 19,80 M.; b) Hennen, 
das Stück 14,40 M. Diese Preise verstehen sich ohne Fell 
oder Balg, beim Bcrkaus durch den Kleinhandel an die Ver 
braucher. Bei Wild, dessen Schonzeit bereits begonnen 
har, gelten diese Richtpreise erst mit Wiederbeginn der 
neuen Jagdzeit. Berlin W. 8, den 22. Januar 1920. Der 
Preußische Staatskommissar für VollSernährung. Vcr- 
öffenilich:. Berlin, den 29. Januar 1920. Der Vor 
sitzende des Kreisausschusses deS Kreises Teltow, v. Achen 
bach. Veröffentlicht. Berlin-Friedenau, den 4. Februar 
1920. Der Gemeindevorstand. I. V.: Friedel.
        
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