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Periodical volume Nr. 32, 06.02.1920

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 27.1920

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Arnrsprrchrr: A«t Pfaljb«« 212S. — Druck und Seife« von Leo Schultz, 
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Den Srletcmracr SrtstcH ton 6öj5ucö£r9. S reiä b ” 7 i < f* , °i ttnen &•*« ob « d-r. 
BeWfUftele: «Waste. 15. • aiftf»’ 
Berlur-Friedeuoa. Rheinstraße 15. — Fernsprecher: Amt Pfaljburg 3128. 
Nr. zz Lerllo Friedevav, Freitag, den K. Februar 1920 Fähig. 27 
Erklärung bis Bürgermeisters Walger. 
Herabsetzung des MrlchprrifrS sür Bedürftige tun’ 50 v. H. 
— Zahlnngserleichlerunqen für die Besitzer von Münz- 
garincsser. — Holzpreis für Minderbemittelte 96 M. 
Sitzung der Gemeindevertretung 
vom Donnerstag, den 5. Februar 1920. 
Die gestrige Sitzung begann mit einer Eindrucks- < 
vollen einmütigen Kundgebung gegen die Schmach \ 
der A u s s ü h r un gs liste. Bürgermeister W a l g e r gab ( 
vor 'Eintritt in die Tagesordnung eine Erklärung hierzu f 
ab, die von lebhafter Zustimmung auf allen Seiten der 
Gemeindevertretung begleitet war. — Die Mehrzahl der 
Tagesordnungspunkte betraf Verwaltungs- und Ange- 
stelltenfragcn, die zumeist ohne jede Aussprache angenom 
men wurden. Die Frage der Anstellung eines Jugend- 
pflegers wurde auf Antrag des G.-V. Thomsberger 
dem B.-A.°-Ausschuß überwiesen. Bei der Frage über die 
Errichtung eines Jugendheims entspann sich eine Erörte 
rung über die .Frage, was unter dem Hauptausschuß, 
für Jugendpflege zu verstehen sei. Die Ausstattung des 
Jugendheims wurde genehmigt, über die Frage der Ver 
waltung soll noch eine Vorlage gemacht werden. — Der 
Holzpreis sür Minderbemittelte wurde auf 96 M. 
entsprechend dem von Berlin festgesetzten Preise erhöht. 
Zur Frage der Herabsetzung des Milchpreises lagen zwei 
Anträge der Demokraten und des Lebensmittelamtes 
vor. Dem Antrage des Lebensmittelamtes entsprechend 
wurde beschlossen, 20 000 M. zur Verfügung zu stellen, 
um aus diesen Mitteln Bedürftigen die Milch um 
50 v. H. zu verbilligen und zwar Kindern bis 
zum vollendeten zweiten Jahre, werdenden Müttern und 
Kranken, die Milchatteste besitzen. Dieser Beschluß tritt 
schon heute in Kraft, soll aber noch im Wohlfahrts 
ausschuß überprüft werden. — Nach einem Antrage der 
Unabhängigen soll die Gasbetriebsgesellschaft ersucht wer- 
den, die Nachzahlungsbeträgc für Gasverbrauch durch 
Münzgasmesscr mindestens vierwöchentlich einzu 
holen. 
Derhairdlungsbericht. 
Bürgermeister W a l g e r eröffnet die Sitzung 7 Uhr 
20 Minuten und führt etwa folgendes auS: 
„Meine Damen und Herren! Ehe wir in die Tageöord. 
nung eintreten, habe ich das Bedürfnis, eine kurze Erklärung 
abzugeben. Hier ist der Ort, wo die Stimmung der Burger- 
schast widerhallen soll. Im Namen der ganzen Bürgerschaft 
gebe ich dem Schmerz und der Entrüstung Ausdruck, dass tat. 
sächlich eine solche Auslieferungsliste eingereicht wor. 
den ist. (Beifall.) Sie zeugt von der maßlosen H e u ch e. 
lei und Charakrcrlosigkeit der Entente, die stets von 
der Gerechtigkeit spricht, niemals aber dafür arbeitet. Leute, 
die ihre Schuldigkeit gegenüber ihrem Baterlande getan, sollen 
ausgeliefert werden. 
Mit demselben Recht können wir verlangen, daß die eng 
lischen und französischen Heerführer usw. vor unsere Gerichte 
gestellt weB (Sehr richtig!) Die Feinde schützen vor, im Na 
men der Gerech.i. "ei. zu handeln, um die Geschichte zu fälsch«. 
Zwei ceriamerne. 
Roman von F. Stolze. 
52 (Nachdruck verbolerrH 
25. Kapitel. 
Oberst von Leppel hatte in seinem großen Familien» 
»elt Achini. Ewald und die beiden Damen versammelt. 
Ringsum ließ er drei seiner persischen Diener sich lagern 
und befahl ihnen, jede Annäherung eines der Färängis 
sofort zu melden. So war er sicher, daß kein der deutschen 
Sprache mächtiger ihre Beratung belauschen könne. 
Als sie sich, gegen jede Ueberraschung gesichert, gegen» 
übersüßen, begann er: . 
Zunächst habe ich euch mitzuteilen, liebe Kinder, was 
Ewald bereits weiß: das Duplikat des Testamentes ist in 
meinen Händen. Sehet her: es befand sich, wie wir er» 
wartet hatten, zugleich mit der Heiratsurkunde im ersten 
Köniasarabe. Ihr atinet erleichtert auf. In der Tat ist 
damit der eine Teil unserer Aufgabe der Lösung nahe. 
Aber auch nur nahe. Hört mir sorgsam zu! 
Wenn wir uns unparteiisch überlegen, wodurch diese 
gonre unheilv lle Verwicklung mit ihren noch immer nicht 
absehbaren Folgen entstanden ist, so gelangen wir um 
weigerlich zu dem Resultat: schuld daran trägt aus» 
schließlich der Eigensinn meines alten verstorbenen Freundes, 
des Geheimrats von Born. Er wollte nicht zugeben, daß 
das neue Testament sofort dem Gericht übergeben und 
das alte in aller Form Rechtens annulliert wurde. Wäre 
das, wie ich es wünschte, geschehen, so lebte aller Wahr 
scheinlichkeit nach der alte Herr noch, und jedenfalls wären 
alle Machenschaften Kurts und seines Agenten so aussichts» 
los gewesen, daß sie wohl niemals unternommen worden 
wären. Ich mache mir bittere Vorwürfe darüber, daß ich 
nicht fester auf meinem Kopf bestanden und so all dies 
Unheil verhindert habe. Freilich konnte ich damals noch 
Nicht ahnen, wesien unsere Gegner fähig sind. 
j (Zustimm.) In unserer Wehrlosigkeit bereitet man uns diese De 
mütigung aus Augst vor der deutschen Kraft. Die Ausdehnung 
der jungen Kräfte soll verhindert Iverden in der großen Furcht, daß 
das deutsche Volk noch wieder emporkommt. Ich hätte gewünscht, 
daß die Regierung den Schmachparagraphen nicht unterschrie 
ben hätte, und nicht, daß sie jetzt erst sagt, daß sie ihn nicht 
ausführen könne. Sie hätte danials das ehrlose Ansinnen mit 
Entrüstung zurückweisen müssen. 
Ich glaube im Namen der ganzen Bürgerschaft zu sprechen, 
wenn ich die Hoffnung ausspreche, daß die Regierung st ark 
genug sein möge, um solch ehrloses Ansinnen, wie 
es jetzt vom deutschen Volke gefordert wird, z u r tt ck z u w e i . 
s e n." (Lebhaftes Bravo auf allen Seiten deS Hauses ) 
Mitteilungen. 
Die Herren Schildberg, Dr. Hasse und Giese sind ent 
schuldigt. Herr Endemann hat geschrieben, daß er noch 
krank sei infolge eines Ueberfalles im Juni und daß 
er daher bis auf weiteres nicht an einer Sitzung teilneh 
men könne. (Lachen rechts und links). 
Der Antrag ans Herabsetzung des Preises der 
H a u s b r a n d k o h l e n ist abschlägig bcschicden 
worden. 
Die Wahlkartothek ist eingerichtet und es wird 
den Mitgliedern der Vertretung empfohlen, sie sich im 
Meldezimmer anzusehen. 
Die Einwohnerzahl betrug am 2i. Januar 46 486. 
Die Punkte 6 und 7 der Tagesordnung werden zu 
rückgezogen. 
Als Eilsachen kommen neu auf die Tagesordnung 
ein Antrag auf Erhöhung des Holzpreises für Minder 
bemittelte, Beurlaubung von Polizeioeamten zum Ueber- 
trilt in die Sicherhcitswehr, Beschaifung eines Setzappa- 
ratcs sür einen Multigraphen, Anträge der Demokraten 
und des Lebensmittelamtes belr. Herabsetzung des 
Milchpreises, Antrag der Unabhängigen, betr. östere 
Einziehung der Nachzahlungsbeträge für den Gasverbrauch 
durch M ünzgasmesser. Für den weiteren Antrag 
der Unabhängigen betr. Aufhebung des Belage- 
rungsZustandes und der Presseverbote wird die 
Dringlichkeit nicht anerkannt; er kommt auf die Tages 
ordnung der nächsten Sitzung. 
Zu Unterzeichnern der Verhandlungsschrift werden 
die G.-V. Kamrowski und Kaumann bestimmt. 
Ans Antrag des G.-V. Uhlenbrock wird dem Rech-- 
nungSlcger die Entlastung verschiedener Jah 
resrechnungen für 1913, 1915, 1916 und 1917 
erteilt. 
Bezgl. der Neuregelung der Beitragszah 
lung sür Kranken- und Invalidenversiche 
rung saßt die Gemeindevertretung ohne Aussprache fol 
genden Beschluß: a) 1. Die Beitrüge zur Kranken- und 
Invalidenversicherung für alle versicheriingspslichtigcn 
dauernd Angestellten und nichtständigen Hilfskräfte 
(Kriegshilfskräste) sind von sofort ab nur noch in der 
gesetzlich vorgeschriebenen Weise zu entrichten. 2. So 
weit eine Versicherungspflicht wegen Ueberschreitung der 
Gehnltshöchstgrenze nicht mehr vorliegt, ist die freiwillige 
Weiterversicherung der Angestellten aus Gemeindemitteln 
einzustellen. Ten Betroffenen ist bei der Benachrichtigung 
Jetzt aver, wo wir alle dtes nur zu genau misten, tritt 
uns die wichtige Frage entgegen, ob wir die Verant 
wortung dafür übernehmen können, das Testament auf 
unserem doch immerhin nicht gefahrlosen Zuge mit uns zu 
schleppen, und ob es nicht mindestens unsere Pflicht 
wäre, es in absolut sicherer Weise der deutschen Gesandt 
schaft in Teheran zu übermitteln." 
Alle schwiegen und sahen sich betroffen an. Endlich 
ergriff Ewald das Wort und sagte: 
„Ich glaube kaum, daß das möglich sein wird. Selbst 
wenn nur einige von uns den Ritt nach Teheran auf dem 
schnellsten Wege, also mit der Reitpost, antreten wollten, 
würden dafür mindestens zehn Tage hin und ebenso 
viel zurück erforderlich sein, also etwa zwanzig Tage. Was 
sollte inzwischen geschehen? Sollte die Expedition die Ab 
gesandten hier erwarten, oder in langsamen Tagemärschen 
nach Laristan vorausziehen? Beides würde im höchsten 
Grade ausfällig sein. Ein jeder müßte sich sagen, daß 
es sich nicht nur um eine Botschaft handle, die ja absolut 
sicher von Siwänd aus gedrahtet werden könnte, sondern 
um die Ueberbringung wichtiger Dokumente. Und was für 
Dokumente dies unter den obwaltenden Umständen a! ein 
sein könnten, würde gleichfalls keinen Augenblick zmestet- 
haft sein. Dann aber möchte ich auf das Leben dieser 
Sendboten keine zehn Frank wetten. Nach meiner Ueber 
zeugung würden die Schriftstücke tausendmal sicherer dorr 
liegen, wo wir sie vor ein paar Stunden fortgenommen 
haben." . • 
„Wahrhaftig, Ewald, du hast recht, und ich werde sie 
sofort wieder dorthin legen!" rief der Oberst undsprang auf. 
„Dazu möchte ich denn doch nicht raten," wendete 
Achim ein und hielt den Vater am Rockzipfel fest. „Das 
mochte bisher ein ganz gutes Versteck sein, jetzt aber 
nicht mehr. Denkst du, ich hätte nicht bemerkt, nie ihr 
beide, während wir andern alle auf den? Vrrck:tz 
stehen blieben und die Aussicht bewunderten, fjfon in 
die Grabkammer schlüpftet? Auch Kurt sah es und blickte 
euch sehnsüchtig nach. Aber er konnte euch nicht folgen. 
I Wer Jble Anmeldung von der Krankenkasse und bei der 
Aushändigung der Jnvalidenkarte zu empfehlen, die Krön 
ten. vezw. oie Jnvanoeiiverjicherung im eigensten Jntere'se 
selbst fortzusetzen. 3. Für diejenigen dauernd Angestellten, 
die der Ängestellten-Becsicherung unterliegen, sind jedoch 
die zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft ans die Leistun 
gen ans der Jnvalidenversicherüng zu zahlenden Beiträge 
mit Rücksicht auf die Gemeindebeschlüsse vom 18.12. !3 
und 22. 1. 14 in voller Höhe ans Gemeindemitteln weiter 
zu entrichten, b) In Krankheitsfällen 1. Ten dauernd Ein 
gestellten wird das Gehalt in Krankheitsfällen bis zur 
Dauer von 26 Wochen weiter gezahlt. 2. Den nichtständi 
gen Angestellten (Kriegshilfskrästqni, die mindestens 3 Mo 
nate in der hiesigen Verwaltung beschäftigt sind, wird im 
Falle einer durch Unfall oürr durch unverschuldete Krank 
heit verursachten Erwerbsunfähigkeit die Besoldung weiter 
gezahlt und zwar mit einer Dienstzeit von 3 Monaten 
bis zu einem Jahre für 6 Wochen, von mehr als einem 
Jahre bis zu 3 Jahren, für 13 Wochen und von mehr 
als 3 Jahren für 26 Wochen. 
Innerhalb eines und desselben Jahres kann die Kran- 
kcnbesoldung höchstens die oben angegebene Anzahl von 
Wochen betragen. Der Lauf der einjährigen Frist beginnt 
mit dem Zeitpunkt der ersten Erkrankung. 
In der Frage über den Begriff „eigener Haus 
stand" beschließt die Gemeindevertretung folgendes: 
Zum eigenen Haushand gehört die Beschaffung selbst- 
möbelierter entsprechender Räumlichkeiten für den eigenen 
Bedarf, in denen der Beamte usw. wohnt und eigenen 
Haushalt führt, d. h. in der Hauptsache die zum Le 
bensunterhalt notwendigen Speisen herstellt oder durch 
Haushaltsgehilsen sür eigene Rechnung herstellen lässt. 
Ein eigener Hausstand kann dann nicht angenommen wer 
den, ivenn der Beamte möblierte Zimmer inne hat. Als 
„Familienangehörige" gelten nahe Anverwandte im Sinne 
des Reichsfamilicnnnterstützimgsgcsetzes vom 22. 2. 1888, 
4. 8. 1914 und der Btindesraisverordnung vom 34. 1. 16, 
denen auf Grund gesetzlicher oder sittlicher Verpflichtung 
überwiegend Unterhalt gewährt wird. Tragen mehrere Le 
dige zum Unterhalt bei, so ist nur der zu berücksichtigen, 
der den Gcsamtunterhalt überwiegend bestreitet. 
Einer Erhöhung des Prozentsatzes des Stet- 
lengehaltes für die im S o n d c r p a r a g r a p h e n befind 
lichen Bürohilfsarbeiter wird zugestimmt, indem'den unter 
21 Jahre alten Hilfarbeitcrn 80 v. H., den über 21Jahce 
alten 90 v. H. der betr. Gruppe bewilligt werden. 
Die Bestimmungen über die Vergütungen der Hitfs- 
lehrkräftc an den Schulen unserer Gemeinde und die Be 
zahlung nebenamtlichen Unterrichtes und von Ueberstuu- 
den wird den Wilmersdorfer Vergütungssätzen entsprechend 
genehmigt. G.-V. Frl. S i e b c r t (D. Vp.) bemerkt hierbei, 
daß in den Nachbarorten Wilmersdorf und Schöneberg 
den Oberlehrerinnen 100 v. H. der Gehaltssätze und nicht 
90 v. H., wie hier in der vorigen Sitzung vorgeschlagen 
war, gezahlt werden. 
Ueber die Vorlage betr. Vergütung sür die Bücherei- 
Assistentin entspinnt sich eine längere Erörterung. G.-V. 
Leonhardt (Dem.) spricht sich gegen die vorgeschlagene 
Gehaltsfestsetzung aus- Man will hier einer nur 3- 4 
Stunden beschäftigten Angestellten ein hohes Gehalt geben 
mit Rücksicht darauf, daß sie mit dem niedrigeren Satze 
«■MWIIIIW—m—1^—«———IIIIIHIIIII——M——WMB 
denn er war eben beim schönsten Dllßyolzraspcin, nistn 
wahr, Alice? Sieh mich nicht so vorwurfsvoll an, wir 
wissen ja alle, wie widerärtig dir das ist, und das; du 
ihn nicht ansstehen kannst." 
„Aber was fangen wir denn mit den- Papieren 
an?" fragte der Oberst mißmutig. 
„Das ist ganz einfach, lieber Vater. Du weißt dom, 
wie ich nach Bonn hinübergefahren war, um dort 
Gerhard und Dr. Neichard für unser Unternehmen an 
zuwerben. Reichard ging als Iranist besonders gern 
darauf ein. Er riet mir, in der Bibliothek das große 
Tafelwerk über Persepolis einzusehen, das Dr F. Stolze 
auf Grund seiner 18v8 gemachten photographischen und 
photogrammetrischen Ausnahmen veröffentlicht hat. Aus 
dem weiß ich ganz sichere Verstecke." 
„Bravo, mein Junge I Es ist doch schön, wenn man 
einen so gelehrten Sohn hat! Aber wo sind denn diese 
wunderbaren Verstecke?" 
Achim stand auf und blickte vorsichtig zum Zelt 
hinaus. Die Diener.faßen ruhig am Feuer beim Kalian 
und schlürften ihren Tee. Sonst war keine Menschenseele 
zu sehen, j 
Ins Zelt zurückgekehrt, begann Achim mit ge 
dämpfter Stimme: 
„Habt ihr wohl auf dem Wege zum zweiten Königs 
grabe die leere Zisterne bemerkt, an der wir vorüber 
gingen? Von dort aus führte zur Zeit der Achämeniden 
eine unterirdische Wasserleitung neben der Hundertsäulen- 
halle vorbei nach der Terrasse, die vom Palaste des Lerxes 
bis nahe an den Palast des Darms heranreicht, und zweigte 
sich dann rechtwinklig bis zur Südostwand des erstgenannten 
Baues ab. Jetzt ist dieser Kanal größtenteils verschüttet. 
Rur einen Teil nahe bei den Palästen hat Dr. Stolze aus- 
graben lassen. Er ist mit glatten Felsplatten zugedeckt, die 
man gochheben kann, und führt dann sch äg in die Tiefe. 
Dorr können wir die Dokumente in einer festlichen Felsen 
spalte so verbergen, daß niemand sie ausfindig machen 
kann." ' Mortsetzung jolgt.)
        
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