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Au» seinen Angaben geht hervor, daß er einen Ktrekien Auftrag hatt» von
einem Haupwtann Hirsch vom Artillerteregtmen! in Halle. Er Hai für sein
sauberes Handwerk insgesamt 276 Marl erhalten. Die Offiziere in Halle
bilden eine gegerucevolutionäre Verfchwörerbande. Eie senden von sich au«
Loüspiyel au», sie lassen radikale Sozialisten gewaltsam verschleppen.
Am vergangenen Freitag haben sie in Halle einen besonder» gemeinen
Schurkenstreich au »geführt. Neun Uhr früh wurde der Leiter der Sicherheiirwehl
in Halle, Ferchland, zum Gerichtsgebäud» der 18. Division bestellt.
Im Vorsaal des GertchiSgrdäude» wurde er von IS Mann, die bi«
an die Zähne bewaffnet waren, festgenommen, gefesselt, in etn Auto gebracht
und verschleppt. Es ist festgestellt, daß diese Fortschleppung von den
Offizieren des Artillerieregiments in Halle veranstaltet worden ist. Ferchland
ist zunächst nach Berlin ins Gderchote! gebrachl worden, von dort nach
Moabit. Man befchuldigi ihn, daß er .spartaktstisch« Putsche' habe anstiften
wollen. Noske erklärte aus telephonisch» Anfrage, daß er von dieser
Verhaftung nicht» wüßte.
Da» ist auch nicht nötig. Me rsvoKArmLre» Offtztere arbeiten ohne ihn,
drdeni sie stch seiner Lockspitzel bedienen I
Wan möge nur den Versuch machen — sagt Sie .Leipziger Volk«-zettung'
- Ferchland unter Anklage zu stellen, dann wird die schamlose
Lockspttzelwtrrschast vor dem Gericht in» rech!« Licht gesetzt.
Wir wissen, welche Element» hier aus dir Scveiter losgelassen werden.
Vor allen Dingen lag e» allen Beteiligten daran, den Generalstreik in Ruhe durchzuführen,
nicht aus die Bahn der Gewalt locken zu lassen Aufstand und Generalstreik
ist ja für Sie gleichbedeutend. Ihnen ist der trockene Generalstreik diel gefährlicher,
denn da Kinnen Sir Ihren Geldbeutel nicht vor dem Sozialismus in
Sicherheit bringen. Wenn ader Gewaltstreiche dabei gemacht werden, dann
können Sie eingreifen, ihn in Blut ersticken mrd .siegen'. Und dazu
gibt die sozialistische Regierung ihre Hilfe!
Me ist dmn mw der »amps entstanden? In welcher Weise hat stch »ätz.
rend de« Generalstreik« die Entwicklung zur Gewalt adgesptelt? E» wird das
nicht mrr von unserer Sette behauptn, sondern ist bereits in die bürgerliche
P re st« übergegangen. Der Sauips, der diesmal entstanden lst, ist reiner Konkurrenzkampf
zwischen dm verschiedenen Organisationen de» Heere» Die
VolkSmartne, die Republikanische Soldorrnwehr stand in Gegensatz zu den Freiw'lllgenkorpr,
und so entstand der Zwist, die Rivalität, die sie hier durch die
Freiwilltgenkorps in Berlin hereinbrachten. Es ging ähnlich, wie es dem
Pastor Jtzkraut ln einem Orte bei Bielefeld ging; er bekam seine Prügel, weil die
Bauen! dachten, er wollte ihren Pastor verdrängen und spräche deshalb in ihrer
tzffenrlichen Volksversammlung
Am Blexanderplah beim Prästdtum gingen dir ersten Kämpft so vor sich,
Hatz ein Bla« darüber schreibt:
von einem Mitglied de» Bollzugrrat» der Grotz-Berliner arbeitet» und
Soldaienräte wird miigetetlt, daß die streikenden Arbeiter bei diesen Zuständen
nicht bcietltgl sind. Es Handel» sich nach einem uns gegebenen Bericht lediglich
um die Austragung son Kämpfen der Truppen untecelnander, der Brigade
Reinhard und des Korps Lüiiwttz gegen Angehörige der Republikanischen
Soldaienwetzr und der Volksmartnedioision. Die Republikanische
Soidalenwehr wie auch di» Doiksmannedwtsion gatten vis ln dir letzten Tage
hinein als der Regierung treu ergeben. So wird von der Martnedivision
daraus hingewiesen, daß sie noch in den ersten Lagen vergangener Woche
über 2 7 0 Plünderer festgenommen und an das Polizeipräsidium
abgeliefert hat. ES wird auch daraus hingewiesen, daß die Republikanische
Soidaienwehr die wichtigsten Gebäude zu bewachen halte, alles Beweise, daß
man gar nichts gegen sie harte. (Widerspruch.)