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Periodical volume Nr. 209, 05.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

recht unterhaltende Bilderfolqe Zusammengestellt. Das Recht 
auf Glück ist ein ergreifender Film ans dem Leben. In 
3 Akten entrollt sich vor unseren Augen ein Lebensschicksal, 
bedingt durch Schuld und Schickung, sehr geschickt ist die 
Handlung geschürzt und äußerst aktuell die Szenerie. Auch 
das zweite Drama: Zu spät, Geschichte einer Lehrerin, 
packend dargestellt in zwei Akten in einer ganzen Kette recht 
realistisch wiedergegebener Ereignisse aus einem kleinen 
Kreise. Die Schicksale einer Fraueuseele wirkt ergreifend 
und verfehlen nicht, das größte und lebhafteste Interesse des 
Beschauers dieser hübschen Vilderfolgc zu erregen. Eine 
prächtig kolorierte Naturaufnahme aus Frankreich leitet ein 
angenehme Abwechslung und das Pathä Journal zeigt 
reichlich Vorgänge der neuesten Zeit in prächtigen Bildern. 
Kiekcbusch flirtet wieder Willen und Willy haßt die Groß 
städter, rcizenj zum Lachen; man sieht, das Programm ist 
reichhaltig und ansehenswert, es wird in künstlerischer Weise 
von der Hauskapelle musikalisch illustriert. Getränke und 
Speisen liefert das Vüsfet in vorzüglicher Qualität. Eine 
Biofontheaterzeitung mit Erklärung der Bilder ist am Ein 
gang und im Saale erhältlich. 
v Eine längere Verkehrsstörung entstand gestern 
morgen auf den zwischen Friedenau und dem Zoologischen 
Garten verkehrenden Straßenbahnen durch einen großenWasscr- 
rohrbruch an der Ecke der Augsburger und Joachimsthaler 
Straße. Die Gewalt des ans einer Tiefe von 3 Metern 
hervorsprudelnden Wassers war so groß, daß die Straßen 
decke auf eine Strecke von mehreren Metern aufgerissen wurde. 
Obwohl die Charlottenburger Wasserwerke sofort von dem 
Vorfall benachrichtigt wurden, gelang cs doch erst nach einiger 
Zeit, das Wasserrohr abzusperren. Inzwischen waren die 
ziemlich bedeutenden Wassermengen in die anliegenden Keller 
gedrungen, so daß diese später ausgepumpt werden mußten. 
Die Straßeitbahnlinien mußten umgelenkt werden. 
v Ein Dtrastcnschildstüttder umgestürzt. Heute 
Morgen kurz vor 8 llhr stürzte an der Ecke Bismarck- und 
Albcstraße ohne jede Veranlassung der eiserne Straßenschild- 
ständer um. Es gingen zu der Zeit gerade zahlreiche 
Schulkinder durch die Bismarckstraße; zum Glück wurde kein 
Kind von dem Ständer getroffen. Wie sich herausstellte, 
war der Pfahl unten vollständig durchgerostet. Ta die 
Ständer erst iin Vorjahre neu aufgestellt sind, dürfte es 
angebracht sein, eine genaue Prüfung aller Ständer vvr- 
zunehmen. 
o Zeugen gesucht. Am Dienstag, dem 2. September, 
ist, wie berichtet wurde, an der Ecke Peschke- und Nheinstraße 
der Schüler Franz Dykrich von der Straßenbahn überfahren 
worden. Zeugen, die den Unfall gesehen haben, werden 
gebeten, ihre 'Adresse in unserer Geschäftsstelle, Rheinstr. ko, 
anzugeben. 
o Selbstmordversuch. Der in der Karlsruher Str. 3 
in Sch'öneberg wohnende Ingenieur Werner B. versuchte 
sich durch zwei lltevoloerschüsse das Leben zu nehmen. Als 
Hausbewohner in sein Zimmer drangen, fanden sie ihn 
ohnmächtig in seinem Blute am Boden liegen. Die 
Bruwningpistole, aus der er die Schüsse abgefeuert hatte, 
hielt er noch in der Hand. Der Lebensmüde hatte sich 
schwer, jedoch nicht lebensgefährlich, verletzt. Der herbei 
gerufene Arzt ließ B., nachdem er ihm einen Notverband 
angelegt hatte, nach der Barbarossa-Klinik in Schöneberg 
bringen. Der Grund des Selbstmordversuchs liegt in dem 
Bruch eines Liebesverhältnisses, daß B. mit einem Mädchen 
aus der Hauptstraße angeknüpft hatte. 
o Ein verunglückter Retter. Eine mutige Tat hat 
der zurzeit in Berlin auf Urlaub weilende Bizefeldwebel 
Karl Brune vom Jnfauterie-Negiement Nr. 17 vollbracht. 
Vor dein Hause Hauptstr. k-k in Schöneberg hielt ein 
zweispänliigcr Kutschwagen. Der Kutscher, der seinen Sitz 
verlassen hatte, um das Verdeck hvchznmacheu, gab auf die 
Tiere nicht acht, die plötzlich vor einem vvrüberfahrendcn 
Automobil scheuten. Die jungen, feurigen Pferde rasten die 
Straße entlang aus ein altes Ehepaar zu, das gerade den 
Damm überschreiten wollte. In diesem kritischen Augenblick 
sprang der Bizefeldwebel hinzu, fiel den Tieren in die Zügel 
und vermochte sie noch im letzten Augenblick auf die Seite 
zu reißen. Brune wurde etiva 50 Meter weit geschleift und 
erlitt durch einen Husschlag eine Verletzung am linken Knie, 
so daß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. 
o Polizeibericht. Als gefunden sind hier angemeldet 
worden: 1 Vudenplan (Segelleinen), 1 größere Anzahl Brief 
marken, 1 Schirm, 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Paar 
Damcnhandschuhe, 1 Damenhandtasche mit Inhalt; zuge 
laufen: 1 Schäferhund. Die rechtmäßigen Eigentümer vor- 
benaunter Gegenstände sowie des Hundes werden aufge 
fordert, ihre Ansprüche binnen drei Monaten im hiesigen 
Fundbüro, Fcurigstr. 7, Zimmer 6, geltend zu machen, 
widrigenfalls anderweit über die Fundgegenstände verfügt 
rverdcn wird. 
Schöneberg 
—o Sitzung bet Stadtverordneten am Montag, dem 8. d. M. 
Nachmittags 0 Uhr. Tagesordnung. 1. Ausgelegt werden die 
Berichte über die ordentlichen Revisionen der Sparkasse und deren 
Zweigstellen vom 16. Juni, 18. Jnli und 18. August d. Is. und 
der Bericht über die unvermutete 'Revision der Stadthauptkasse und 
der Steuerkassen vom 25. Juni 1913. 2. Kenntnisnahme von der 
Vorlage des Magistrats betr. den Geschäftsbericht des Arbcits- 
amtes für das Kalenderjahr 1912. 8. Desgl. betr. die Festsetzung 
vvn Kündigungsfristen für die im Wege des Privatdienstvertrages 
in der Bcrivaltung angestellten Personen. 4. Beschlußfassung über 
die Borlage des Magistrats betr. Nachbewilligung von 800 M. zum 
Berwaltungsetat der Sparkasse für 19l3. 5. Desgl. von 200 M. 
zu demselben Etat. 6. Desgl. betr. llmivandlung einer Zeichen 
lehrerstelle in eine Stelle für eine wissenschaftliche Miitelschul- 
Ichrerin. 7. Desgl. betr. Annahme eines Vertragsangebots der 
Evang. Kirchengemeinde über die 'Auflassung der Plntzflächen und 
die gärtnerische Ausgestaltung des Gnstao-Müller-Platzes. 8. Desgl. 
betr. Bewilligung von 480 M. zur Herstellung eines 2. Zugangs 
zum Pissoir der 12. Volksschule. 9. Desgl. betr. Nachbeivillignng 
von 175 M. zum Etat 9A Wohlfahrtspflege für 1918. 10. Desgl. 
betr. Bewillignng der durch die Entsendung von Vertretern zum 
8. Prcuß. Städetage eutstehendenden Kosten und Wahl von Ver 
tretern. 11. Kenntnisnahme von der Vorlage des Magistrats betr. 
die Einladung zum 86. Vrandenbnrgischen Städtetage und Wahl 
von 2 Vertretern. 12. Beschlußfassung über die Vorlage des 
Btagistrats betr. Verlängerung der Wahlperiode für die am 
23. Juni 1918 gewählten Mitglieder der Einkommenstener-Ver- 
anlagungskvmmission. 13. Desgl. betr. Beitritt der Stadtgemeinde 
znm Girvverbande der kommunälen Verbände der Provinz Branden 
burg. 14. Desgl betr. Festsetzung der Mietswcrle der Dienst 
wohnungen in dein itzxnen Schulgebäude am Stadtpark. 15. Bericht 
des Petitivnsansschnsses über folgende Petitionen: Nr. 818 des 
Deutschen Käuferbnndes betr. Verbot des Feilhaltens von Schnnd- 
uiib Schmutzliteratur in den Zeitungskiosken, Nr. 13/13 des Land 
messers Schmidt betr. Wiedererlangung seiner Existenz, 'Ar. 16,18 
des Hans- und Griindbesitzervereins zu Verlin-Schöneberg betr. 
die Einrichtung einer Äuto-Omnibuslinie Gustav-Müller-Platz— 
Savignyplatz, Nr. 20/13 des Haus- und Grundbesitzervereins zu 
Berlin-Schvneberg, E. V., betr. Absendnng einer Petition seitens 
der städtischen Körperschaften an den Reichstag gegen die beab 
sichtigte Erhöhung der Abgabe auf Versicherungsurkunden. 
16. Wahlen. 17. Beschlußfassung iiber die Vorlage des Magistrats 
betr. Nachbewilligung von 50 Ai. znm Etat der allgemeinen Ver 
waltung für 1913. 18. Desgl. betr. Nachbeivillignng von 5000 M. 
zum Schuletat A für 1913. 19, Beschlußfassung über den Antrag 
der Ctadtv. Bänniler u. Gen. betr. Vornahme der Stadtvcrvrdnetcil- 
wahlen an einem Sonntage und Einteilung des 6. Stadtbezirks in 
2 Abstimmungsbezirkc. 20. Desgl. betr. die Ausführung be 
schlossener Arbeiten zwecks Linderung der Arbeitslosigkeit. LI.Dsgl. 
betr. Errichtung eines Ferieu-Kinderheims und einer Waldschule 
iu der Gemarkung Sternberg. 22. Desgl. betr. die Geivährnng 
unentgeltlicher Lernmittel. 23. Anfragen der Stadtv. Bäumler 
nndzGcn. betr. die Revision der Gehälter der Feuerleute und 
Verabfolguitg von Speisen an Schulkinder während der Sommcr- 
inonate. 
— o Folgende Anträge sind von der sozialdemokra 
tischen Frnklivn an die Stadtverordnetenversammlung zur 
Beschlußfassung gestellt worden: Der Magistrat wird ersucht: 
Die iin November d. Is. stattfindenden Stadtvervrdneten- 
wahlen auf einen Sonntag zn verlegen, für den (3. Kvin- 
innnalivahlbezirk 2 Abstiinmungsbezirke zu bestimmen. — 
Der Magistrat wird ersucht: um die immer stärker um sich 
greifende Arbeitslosigkeit etwas einzudämmen, die bereits 
beschlossenen und noch nicht zur Ausführung gelangten 
Oer unerbittliche Tod entriss mir plötzlich 
I meinen inniggeliebten Mann, den treusorgenden 
Vater meiner Kinder, den 
Kgl. Redhnungsrat 
Louis Henke 
im 54. Lebensjahre. 
Dies zeigt tief betrübt an 
Frein Clivrci flerüFte geb. Steinhoff | 
nebst Kindern. 
Retzdorff-Promenade 1- 
Die Beerdigung findet Montag, den 8. d M. von 
der Leichenhalle des hiesigen Kirchhofes aus statt. 
pa 
Oa&ksagaing* 
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für 
die reichen Kranzspenden beim Hinscheiden meines lieben, 
guten Mannes, Bruder, Schwiegersohn und Schwager 
Johannes Passage 
sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten und 
besonders Herrn Prediger Oörnandt für die trostreichen 
Worte sowie der Friseur-Innung, Steglitz und Umgegend 
meinen herzlichen Dank. 
Ww. Emilie Passarge. 
.^■wawiHraEraaiaBBiEgsafflgiaB^ ■ 
Ir. Schubarth 
Frauenarzt, .Kaiserallee 1)3 
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Arbeiten, nunmehr beginnen zll lassen, llnd welche Maß 
nahmen gedenkt der Magistrat ivciter zu ergreifen. — Der 
Magistrat wird ersticht, in gemischter Deputation zu beraten, 
ob die Möglichkeit vorhanden, in dem der Stadt Berlin- 
Schöneberg gehörenden Waldgelände in der Gemarkung 
Sternberg ein „Ferien-Kinderheim" zu errichten, dem eine 
Waldschule angegliedert werden kann. — Der Magistrat 
wird ersucht, mit anderen Gelneinden in Berbindilng zu 
treten, die bisher an ihren Schlllcn die unentgeltliche Ab 
gabe der Lernmittel eingeführt haben und Auskunft iiber 
Vorteile, Nachteile und sonstige Erfahrungen gesaminelt 
haben, ebenfalls nach Feststellung der erforderlichen Bedarfs 
artikel mit größeren Finnen zu beraten, zu welchem Preise 
die Artikel abgegeben werden können und wie hoch beläuft 
sich der finanzielle Effekt. 
— o Ter Magistrat ersucht die Stadtverordncten- 
versainmlung um folgende Beschlußfassung: „Die Stadt 
verordnetenversammlung tritt dem Magistratsbeschluß vom 
22. August d. I., betreffend Beitritt znm Giroverbandc der 
kommunalen Verbände der Provinz Brandenburg bei und 
genehmigt die Satzung des Verbandes mit der Maßgabe, 
daß etwaige, dem Zweckverbandsgesetze vom 19. Juli 1011 
entsprechende und von den Aufsichtsbehörden gewünschte 
Aenderungen dem Magistrat überlassen bleiben." 
— v Durch Ministerialerlaß vom 26. August 1013, zu 
gestellt am 2. September 1013, ist dem Berlin-Schöneberger 
Htzpothekenvercin mit Allerhöchster Ermächtigung die Ge 
nehmigung zur Ausgabe auf den Inhaber lautender Schuld- 
verschreibitngen (Pfandbriefen) zunächst bis znm Betrage von 
15 Millionen Mark erteilt worden. Gleichzeitig ist dem 
Verein unter Genehmigung seiner Satzung die Rechtsfähig 
keit verliehen ivvrden. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Die Spalten Ihres geschätzten Blattes waren iu den letzten 
Tagen ivicder einmal der leidigen Hundefragc gewidmet, aber leider 
ohne jeden praktischen Wert. Tic Gemüter erhitzten sich lind statt 
einer sachlichen Erörtcrnilg mußten die Leser wie in früheren Fällen 
eine Kampfesweisc der streitenden Parteien beobachten, die nur ab 
stoßend wirkte und den Kern der Sache vollständig verwischte. Die 
Ursache der vielen Klagen ist dvch die Beschmutzung der Bürger 
steige durch die Hunde lind diese berechtigten Klagen würden sofort 
verstummen, wenn cs gelingt, diese Beschmutzung künftig zn be 
seitigen. Die gegenseitigen Reibereien bringen uns aber nicht zuiii 
Ziel. Ich kann mir nicht denken, das; es iu nnscrcm friedlichen 
Ort Menschen gibt, denen die Hnndc verhaßte Tiere sind und die 
in ihrer Ausrottung das Ziel ihrer Wünsche erblicken oder die kein 
Verständnis dafür haben, wie schiver dem Menschen die Trennung 
von einem treuen Hunde fallen würde; ich kann mir andererseits 
aber auch nicht vorstellen, daß cS Besitzer von Hunden gibt, denen 
das Mitempfinden für die ttiiznträglichkeitcn abgeht, deneic die Fuß 
gänger durch den Hundeschmutz auf den Bürgersteigen ausgesetzt 
sind. Es erübrigt, Einzelheiten hierüber anzuführen, wir haben sie 
zur Genüge vernommen, aber die Bitte ist am Platze, sagt wie ist 
dem Uebel zu steuern, ohne daß einer der Streitenoen sichtlich 
Schaden erleidet. Ein Weg muß gefunden werden, wenn ivir nicht 
luvlle», daß die Gereiztheit unter den Mitmenschen zunimmt. Die 
gekränkten Bcivohncr können naturgemäß nicht verlangen, daß die 
üblen Spuren der Hunde ihren 'Augen überhaupt entrückt werde», 
die Besitzer der Hunde müssen sich aber zn der Erkenntnis bequemen, 
daß ihre Lieblinge in einem baulich geschlossenen Ort anders zu 
halten sind, als in ländlicher Freiheit. Ich setze für diese Mahnung 
auf beiden Seiten ein freundliches Zugeständnis voraus und mache 
beu Vorschlag: Ihr lieben Mitbürger seid besorgt, daß die Hunde 
im Ort an der Leine so geführt werden, daß die Beschmutzung der 
Bürgersteige uiltcrbleibt. Tut es selbst und sagt cs Euren Ängc- 
stclltcn. Scheut ilicht die geringe Mühe, Eure Mitmenschen zeigen 
sich dankbar. ' F. P. 
Wetteranssichtcil. 
Sonnabend: Ziemlich kühl, zeitweise aufklarend, vvr- 
wicgcnd trübe mit leidsten Rcgefälleu und mäßigen nord 
östlichen Winden. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius Friedenau. 
ammm 
Zur Aushilfe gesucht von'Cnde 
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