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Periodical volume Nr. 209, 05.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriederrarrer 
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Wr. 209. ZLertin Ariedenau, Ireitag, den 5. September 1913. 20. Zafirg. 
OepeleKen 
Letzte Nachrichten 
Berlin. Der Bademeister Rudolf Aner -aus der 
Landsberger Straffe 1i4, der gestern Abend in der Köpe- 
nicker Str. 61 die 32 jährige Besitzerin des Augustabades, 
Frau Gertrud Reinsch, erschossen hat, ist heute um 5 Uhr 
Morgens in der Landsberger Straffe in der Nähe seiner 
Wohnung verhaftet. Er hatte ans dem Polizeipräsidium 
ein Geständnis seiner Tat abgelegt und als Motiv des 
Mordes Eifersticht angegeben. Aner ivird heute wegen 
Mordes dem Uiitersuchmigsrichter vorgeführt werden. 
Berlin. In der vergangenen Nacht hat der Haus 
besitzer W. Braun, der in der Liegnitzer Straße 27 seine 
Wohnung hat, mit seiner Frau und seiner erwachsenen 
Tochter sich durch Leuchtgas zu vergiften versucht. Die Tat 
wurde glücklicherweise so zeitig entdeckt, daß Wiederbelebungs 
versuche mit anscheinend günstigem Resultate in Angriff ge- 
iiommen werden konnten. 
Mühlhausen a. d. Enz. Heute Nacht l / 2 2 Uhr hat 
der Schwiegersohn des hiesigen Adlermirts, Hauptlehrer 
Wagner aus Degerloch, offenbar in einem Anfall von 
Wahnsinn, an vier Stellen des Ortes Feuer gelegt. Es 
brannten drei Scheunen nieder. 2f(5 man ihn ergreifen 
wollte, tötete er durch Schüsse acht Personen und verletzte 
etwa zehn. Er flüchtete sich dann in einen Stall, wo er 
noch einen Stier erschoß. Als man ihn ergriff, wurde er 
mit Gerätschaften so arg zugerichtet, daß an seinem Anf- 
kommen geziveifelt wird. Er soll 250 Patronen bei sich 
gehabt haben. In der Nachbarschaft einquartierte Soldaten 
wurden zu Hilfe gerufen. Heute früh um 10 Uhr hat die 
Kriminalpolizei in der Wohnung des Hauptlehrer"WagnerS 
in Degerloch seine Frau und seine vier Kinder tot aufge 
funden. Er hat demnach auch seine Frau und seine vier 
Kinder erschossen. 
Brnnsbiittel. Der Oberleutnant zur See Kordel, der 
Sohn des früheren Lotsenkommandeurs vou Cuxhaven, hat 
sich gestern Abend an Bord des Unterseebotes „Vulkan" er 
schossen. Das Motiv der Tat ist unbekannt. 
Innsbruck. Die Familie des in San Martino di 
Castrozza zum Sommeraufeuthalte weilenden bayerischen 
Barons Markhvf wurde gestern Nachmittag mährend eines 
Spazierganges von einem Gewitter überrascht. Während 
des Abstieges ans einem steilen Gebirgspfade schlug ein 
Blitzstrahl in die aus vier Personen bestehende Gesellschaft. 
Die Frau und die Schwägerin des Barons wurden sofort 
getötet,, er selbst, sowie sein Sohn blieben betäubt liegen. 
Touristen, die sich in der Nähe befanden, brachten ihnen Hilfe. 
Neuyork. Wie die Sun berichtet, ist die atlantische 
Insel Ocracoke im Pamlico-Sund von einer furchtbaren 
Sturmflut heimgesucht worden. Hunderte von Menschen 
sind ertrunken. 
Sitzung cler Semeinclevertretung 
vom Donnerstag, dem 4. September 1913. 
Unsere Gemeindevertretung hielt gestern ihre erste ordentliche 
Sitzung »ach den Ferien ab. 'Da noch mehrere Herren beurlaubt 
sind, so wies die Versammlung verschiedene Lücken ans. Was die 
palrirlerblut. 
Roman von Reinhold Ortmann. 
14. (Nachdruck verboten.) 
Es war gewiß nicht ihre Absicht gewesen, eine» Klang 
abweisenden Stolzes in diese wahrheitsgemäße Erklärung 
zu kve»; aber gegen ihren Willen mußte es doch geschehen 
sein; denn sie sah das Erstaunen auf dem Gesicht der 
schönen Polin und die neu heraufziehende Zorncswolke 
auf dein Antlitz ihres Mannes. Sicherlich geschah es nicht, 
weil er ihr zu Hilfe kommen wollte, daß Hubert sagte: 
„Was für den Kenner hanseatischer Weltanschauung 
ungefähr dasselbe ist, Frau Gräfin! Oder doch nicht das 
selbe. Denn hanseatische Kaufleute und die zu ihnen ge 
hören, pflegen sich gemeinhin noch um ein gut Teil könig 
licher zu gehaben als unsere geborenen Aristokraten. Eine 
hanseatische Patriziertochter muß es darum auch ganz folge 
richtig verschmähen, sich als Königin zu maskieren." 
Es war ein häßliches, taktloses Wort gewesen — ein 
Wort, dos auch der Gräfin notwendig verraten mußte, 
wie wenig gute Erziehung hinter den bestechenden llm- 
gangsformen dieses schönen Malers steckte. Auf Helga aber 
hatte es gewirkt wie ein betäubender Faustschlag. Sie 
war hierhergekoinmen, uin Hubert ihre Beceitwllligkeit zur 
Uebernahme der Kleopatra-Rolle zu erklären, um ihm dos 
demütig nachgiebige, liebende Werd zu zeigen. Und n^ch, 
als er von ihrem freiwilligen Verzicht ge,prochen hatte, 
war sie in Ver,uchung gewesen, d.r Rivalin durch dieie 
Erklärung den leickit erkämpften Tiiumph zu entreißen. 
Nun aber w. reu iyr die Lippen v.rschlotzen. Weiter und 
tiejer denn je äUvor sah sie ßwlschen sich Utld ihrem Gatten 
Tagesordnung anbetrifft, so standen einige recht wichtige 
Sache» zur 'Verhandlung. II. a. wurde der Rathausbnuentwnrf 
ohne Erörterung endgültig grundsätzlich genehmigt. Die Aus 
schachtungsarbeiten für den Rathausban wurden der Fuhrunter 
nehmerin Frau Pählchen übertragen nach dem Antrage des G.-V. 
Haustein, der auf die große Arbeitslosigkeit im Baugewerbe hinwies, 
dem auch andere Gemeindeverordnete zustimmten. Tie beantragten 
Lehrerstellen für das Reformrealgymnasium wurden bewilligt, 
ebenso beschloß die Vertretung dem Antrage des Vorstandes 
folgend, den Besuch mehrerer Kongresse und der Vaufachansstellung 
in Leipzig, letzterer durch den Rathausbauausschuß, lieber die 
Aenderung der Geschäftsordnung entspann sich eine längere Ans- 
sprachc, nach welcher ein Antrag des G.-B. Kalkbrcnner ange 
nommen wurde, den Wortlaut des § 7 so zu belassen, wie er jetzt 
ist, dagegen die Anzahl der Antragsteller van 4 auf 6 zu erhöhen. 
Tie Poiizeiverordnung über das Rollschuhlaufen fand ohne 
Erörterung Annahme;'desgleichen wurde die Aenderung des Orts- 
statuts betreffend die Einquartierung angenommen. Die Vorlage 
betreffend das Auswärlswohne» der Gemeindebeamten 
und Lehrer zog der Gemeindevorstand zurück, da sich alle 
Redner gegen eine Beschränkung der Wohnfreiheit der Beamten 
und Lehrer wandten. Der Löschung der Rockelschen Hypothek von 
27 000 M. wurde zugestimmt und züm Armenpfleger wurde Rentier 
Foeltsch gewählt. Unter Mitteilungen hatte der Bürgermeister u. a. 
bekannt gegeben, daß die Linie'84 jetzt nach Friedenau durch 
geführt wird, die Linien 00 und 07 den 10-Minutenbctrieb 
erhalten und daß die Landkrankenkasse genehmigt ist. 
Wir lassen nun den Verhandlungsbericht folgen: 
Bürgermeister Walger eröffnet 20 Minuten nach 7 Uhr 
die Sitznnm, 
Es fehlen,"vom Biirgermeister entschuldigt, die Schöffen 
Bache, Draeger, Lichthcim, G.-V. Finke, Heise, Kunow, 
Schönknecht, Schultz und Dr. Thurmann. Das Protokoll 
führt Bürvdirektor Sudan; ferner ist anwesend Banrat 
Altmann. 
Unter Mitteilungen gibt Bürgermeister Walger be 
kannt: Der Friedenauer Männer-Turnverein lädt zu seiner 
Sedanfeier am 7. September auf dem Spielplatz am Maybach- 
platz ein. 
Die Bevölkerung hat sich seit dem 21. April auf 
43 423 Seelen vermehrt. (Wir haben die Aufstellung über 
die Bevölkerungsbewegung bereits vor längerer Zeit ver 
öffentlicht. Schriftl.) 
Nach den geltenden Bestimmungen mußte im Schul- 
kuratvrium für die höheren Schulen einem jüdischen Geist 
lichen einen Platz eingeräumt werden. Es ist darnach der 
Rabbiner Leivkowitz in das Kuratorium gewählt worden. 
Die Durchführung der Straßenbahnlinie 84 ist auf ein 
Jahr versuchsweise genehmigt worden. Die Linie wird 
vom Kaiserplatz aus durch den Südwestkorso geleitet werden. 
Auf den Straßenbahnlinien 66 und 67 ist der 
Fahrtabstand von 15 Minuten auf 10 Minuten ermäßigt 
worden. Diese Verkehrsverbesserungen treten sofort in Kraft. 
Die von der Gemeindevertretung beschlossene Errichtung 
einer Landkrankenkasse ist vom Oberversicherungsamt ge 
nehmigt worden. 
Zu Protvkollunterzeichnern bestimmt der Vorsitzende die 
G.-V. Berger und Uhlenbrock. 
Zum 2. Punkt der Tagesordnung wird zum Armen 
pfleger anstelle des Privatiers Posemann, der sein Amt 
niedergelegt hat, der Rentier Foeltsch gewählt. 
Baurat Altmann berichtet alsdann über den end 
gültigen Entwurf für den Rathausbau. Vor den Ferien 
seien noch einige Aenderungen geivünscht worden, die nun 
den jürchteriichen Abgrund, an dessen Ausfüllung sie mit 
selbstvcrleugmiider Opserwilligkeit h.ckle arv.iie» wollen, 
und nichts mehr als ein Gefühl eisiger Kälie war in ihccr 
Seele. 
„Mein Mann liebt es zuweilen, mich mit meiner 
nordischen Herkunft zu neuen," sagte sie sehr ruhig. „Aber 
was er über meine mangelnde Befähigung zur Ueber 
nahme irgendeiner Schauspieleunnen-Roue jagte, ist voll- 
konimen richtig. Und Frau Gräfin würden >lch gewiß ein 
großes Verdienst um das Gelingen des Festes erwerbe», 
wenn Sie die bereits gegebene Zusage aufrechterhielten." 
„Nun, ich werde inir's überlegen," erwiderte die Polin 
leichthin und mit einem merklichen Anklang von Hochmut. 
„Wir werden ja noch Gelegenheit hauen, darüber zu 
sprechen, Herr Almröder, wenn Sie mir morgen das Ver 
gnügen machen, den Tee bei mir zu nehmen. Auch wegen 
der Porträtsjtzungen können wir dann das nähere ver 
einbaren. — Es war mir eine große Freude, Ihre Be 
kanntschaft zu machen, gnädige Fraul" 
Sie reichte Helga die Hand, um sich zu verabschieden; 
aber nur für einen flüchtigen Moment berührten sich die 
Fingerspitzen der beiden Frauen. Die Gattin des Malers 
hatte die konventionell artige Phrase nur mit stummer 
Verneigung 311 erwidern vermocht, und sie überließ es 
Hubert, der Besucherin das Geleit bis an die Tür des 
Hauses zu geben. 
Starr wie eine Bildsäule verharrte sie an dem Platze, 
aus dem sie stand, um die Wiederkehr ihres Mannes zu 
erwarten. 
8. Kapitel. 
Hubert mußte draußen noch eine längere Unterhaltung 
in dem vorliegenden Entwurf berücksichtigt worden finb. 
Der Rathausbanausschuß hat den Entwurf nochmals ein 
gehend durchberaten und beantragt, ihn jetzt grundsätzlich zu 
genehmigen. Es kann darnach die genaue Ausarbeitung 
des Bauprojekts und des Kostenanschlages erfolgen. An 
Hand der Pläne gibt Baurat Altmann nochmals eine ge 
naue Uebersicht über den Nathansbau. Bemerken möchten 
wir über das Aeußere des Baues, daß der Turm gegen 
über den ersten Projekten erheblich höher geworden ist. 
Vaurat Altmann bezeichnet ihn als das Wahrzeichen von 
Friedenau. Ohne Erörterung wird der Nathansbau grund 
sätzlich genehmigt. 
Baurat Altmann gibt daun Bericht über»das Ergebnis 
der Ausschreibung für die Ausschachtungsarbeiten zum Rat 
hansban. Das billigste Angebot stellte die Firma Knauer 
mit 15 230 M., es folgen darnach Firma Müller mit 
15 470 M., Frau Pählchen mit 17 500 M. und andere 
Angebote von 18 225, 19 950, 19 775 und 20 380 M. 
Einen Tag später ging noch ein Angebot der hiesigen Firma 
Kuhrt mit 13 300 M. ein. Der Bauausschuß war der 
Ansicht, daß das letztere Angebot, da es verspätet einlief, 
nicht mehr berücksichtigt werden darf. Frau Pählchen hat 
nun noch heute zu Protokoll gegeben, daß sie, wenn ihr die 
Arbeiten übertragen werden, in das Angebot des Mindest- 
fordernden eintreten wolle. Der Bauausschuß hat aber auch 
hier nicht zustimmen können und geglaubt, an einem früheren 
Beschluß festhalten zu müssen, wonach Nachangebote nicht 
berücksichtigt werden dürfen. Er schlägt daher vor, der 
mindestfordernden Firma Knauer die Arbeiten zu über 
tragen. Da jedoch noch 800 Kubikmeter Ausschachtung hinzu 
kommen, so erhöht sich die Summe auf 16 942 M. G.-V. 
Haustein weist auf die zur Zeit herrschende große Arbeits 
losigkeit hin. Solche Verhältnisse wie augenblicklich, hätten 
wir noch nie gehabt, dazu steigere sich die Arbeitsnot noch 
ständig. Arbeiter, die 20 Jahre hindurch gute Beschäftigung 
hatten, seien brotlos. Da sei es angebracht, zunächst 
den hiesigen Arbeitslosen Beschäftigung zu geben. Die 
Vertretung kann unter den drei Mindestfvrdernden wählen 
und so beantrage er, der Frau Pählchen die Arbeiten zu 
übertragen. Der von dieser geforderte Preis sei ein so 
niedriger, daß man nur sagen könne, die Not habe ihn ver 
anlaßt. Die Frau könne damit kaum bestehen. Wenn wir 
aber den Fuhrleuten keine Beschäftigung geben, gehen sie 
kaput und mir verlieren gute Steuerzahler. Die Arbeiter 
haben dann ebenfalls keine Beschäftigung und fallen mit 
ihren Familien der Armenverwaltung zur Last. Was man 
also auf der einen Seite zu sparen glaubt, gibt man auf 
der anderen Seite wieder aus. Das Angebot des Herrn 
Kuhrt scheidet natürlich vollkommen ans; denn verspätet 
einlaufende Angebote dürfe man nicht berücksichtigen. Er 
beantrage also, der Frau Pählchen zu ihrem ersten Angebot 
die Arbeiten zu geben und wenn das nicht angeht, dann 
zum Durchschnittspreise. Schöffe Wossidlo unterstützt den 
Antrag des Herrn Haustein im Interesse der Armenver- 
ivaltung. Es sei in der Tat erstaunlich, welche Arbeitsnot 
besteht. Wenn wir der Frau Pählchen die Arbeiten nicht 
übertragen, so fallen die Kutscher (G.-V. Haustein: acht 
Familien) der Armenverwaltung zur Last. G.-V. Berger 
unterstützt ebenfalls den Antrag Haustein.Ans der einen 
mit der Gräfin Wassüewska geführt haben, denn es waren 
wohl zehn Minuten verstrichen, bevor er zurückkehrte. Er 
schien nicht sehr angenehm berührt, Helga noch hier zu 
finden ; aber er sprach kein Wort, sondern griff nach Pinseln 
und Palette und begann schweigend an einem in der 
Vollendung begrissenen Bilde zu arbeiten. 
Sie wartete noch eine kleine Weile; dann kehrte sie 
ihm ihr eigentümlich starres Antlitz zu und sagte: 
„Warum ertlärft du mir nicht rund heraus, daß du 
unzufrieden mit mir bist? Ich glaube, es ist besser, wenn 
wir ein für allemal darüber ins klare kommen, woran 
wir miteinander sind." 
„Dazu bedarf cs doch wohl kaum noch langer Aus 
einandersetzungen, von denen ich, wie du weißt, durchaus 
kein Freund bin. — Woran ich mit dir bin, habe ich ja 
schon vorhin in deinem Zimmer erfahren. 
„Und wenn mir in dieser Hinsicht doch noch eine 
Ueberraschung vorbehalten war," fuhr Hubert fort, „so 
wurde sie inir lediglich durch den Theatercoup deines 
HereinschleicMits i» das Atelier bereitet. Eine Wieder 
holung derLtiger Vorkommnisse möchte ich mir denn doch 
mit aller Entschiedenheit verbeten haben, Helga." 
„Ich habe mich nicht hereingeschlichen, sondern ich bin 
gekommen, wie ich immer zu kommen glaube. Und ich 
dachte nicht entfernt an die Möglichkeit, daß deine Be» 
sucherin noch anwesend sein könnte." 
Hubert lachte spöt.isch. 
„Du solltest also nicht zufällig wahrgenommen haben, 
daß die Begleiterin der Gräfin sich allein entfernt hatte, und 
es sollte dir nicht zufällig der Wunsch gekommen sein, dich 
mit Hilfe eines kleinen Ueberfalls davon zu überzeugen, 
was Zwilchen mir und der Dame hier im Atelier vorging?"
        
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