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Periodical volume Nr. 20, 23.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Publikums ist schon eine Ersparnis von über 400 Mili. 
an Gold erzielt und der Goldbestand in hohem Maße ver 
stärkt worden. Aber genügend groß, um allen Eventuali 
täten im Reiche begegnen zu können, ist er noch layge 
nicht. ES können ohne jede Gefahr mindesten« 800 Mill. 
Mark Gold au« unseren Taschen und Schatullen in die 
Tresoren der NeichSbank gezogen werden. Bor 100 Jahren 
betätigten unsere Vorfahren ihre Opfertätigkeit und 
nationale Gesinnung durch Hergäbe ihrer goldenen und 
silbernen Schmucksachen. Auch heute ist jedem Gelegenheit 
gegeben, seinen Opferstnn zu betätigen und da« finanzielle 
Rückgrat unsere- Vaterlandes zu stärken, wenn er die Be 
strebungen der Reichsbank unterstützt und Papier in 
höherem Maße an den Kaffen fordert, als Gold und 
Silber, zumal unser Papiergeld dieselbe Sicherherheit bietet 
wie Metall. L- 
o Kreiökriegerverband Teltow. Der erste dies 
jährige BrrbandSlag wurde am letzten Sonntag im 
Restaurant Wilhelmshof in Berlin, Wilhelmstr. 111 abge 
halten; von 180 Vereinen waren 117 vertreten. Rach Er 
öffnung und Begrüßung gedachte der erste Vorsitzende, 
Kamerad, Fabrikdirektor Hauptmann d. L. Hansen-Adlers- 
hof deS neuen Jahres und der Zeit vor 100 Jahren, als 
dar von Napoleon I. besiegle Preußen durch die Opfer 
willigkeit seines Volker sich wieder aufrichtete und unsere 
Vorfahren in der Mark auf den Schlachtfeldern von Groß- 
görschen, Dennewitz, Großbeeren u. a. die Treue und Liebe 
zum Vaterlande und zum angestammten Herrscherhaus« 
mit ihrem Blute und ihrem Leben beweisen durften, und 
ermahnte die Lebenden zur Nacheiferung; dar Gelöbnis 
der-Versammlung dazu bekräftigte sie durch ein dreifacher 
begeistertes Hurra auf Se. Majestät den Kaiser. Der 
Krieger- und Veteranenverein in Steglitz nennt sich jetzt 
„Kriegerverein" in Steglitz. Die 4 Vereine in NowaweS 
haben eine Gruppe gebildet, deren Vorsitzender ist der 
Kameirad Ritzau, der auch Vorsitzender deS Gardevereins 
daselbst ist. Die Vorstandsmitglieder werden ersucht, daS 
Landesverbandsabzeichen anzuschaffen. Auf Anregung deS 
KriegervereinS Hoherlehme empfiehlt der Vorsitzende, daß 
bet Vereinsjubiläen mehrere Vereine sich zusammentun und 
statt Fahnennägel paffende Geschenke machen. Auf Befehl 
Sr. Majestät des Kaisers sollen am 10.- März in allen 
Garntsonorten zur Erinnerung an die großen denkwürdigen 
Greigniffe vor 100 Jahren militärische Feiern (Gottes 
dienst, Parade) stattfinden, zu denen die Kriegerorreine zu 
gezogen werden sollen. Der Präsident de« Landeskrieger- 
verbände- empfiehlt die Feier auch für Kriegerorreine in 
Orten ohne Garnison. Der 2. Vorsitzende Kamerad 
Justizrat, Hauptmann d. L^ a. D. Ekopnick hofft, daß alle 
Verband-vereine am 10. März dem Wunsche Folge geben 
werden. Der Vorsitzende wies sodann auf die für den 
23. August geplante Einweihung deS Denkmals in Groß- 
beeren hin, jeder Verein möge den Tag freihalten, um 
sich an der Feier zu beteiligen zu können. Im April 
sollen die Vereine sich endgültig über die Frage der Er 
höhung deS BundrSbeitrageS erklären,' dieselbe liege 
im wohlverstandenen Jntereffe deS KriegervereinSwesenS. 
Verstorben sind 25 Kameraden, die Versammlung ehrte ihr 
Andenken in üblicher Weise. Kamerad Kamann, der Ober- 
Vertrauensmann deS Verbandes fürdie StrrbekaffedrS drutschen 
Kriegerbundes berichtete -über diese -und die LebenSver- 
stcherungSanstalt. TS sind jetzt Versicherungen bi« 1500 
ohne ärzliche Untersuchung möglich und die Höchstgrenze 
der Versicherungen mit Untersuchung ist auf 30 000 M. 
erhöht. Die Anstalt hat 1721 Anträge auf Einzrlversichrrung 
mit 1 890 860 M. und 2 Anträge auf Kollektiversicherung 
mit 190 710 M. angenommen, im ganzen Jahr« 1912 
sind 6492 Anträge mit 7 626 265 M. ' angenommen. 
Kamerad, Oberleutnant Eger-Treptow erstattete Bericht 
über die Kaflenprüsung, die von ihm beantragte Cnt- 
lastuna wurde erteilt. ES ist bei 465 277 M. Einnahme 
ohne Bortrag ein Ueberschuß von 178,81 M. verblieben, 
wodurch sich daS Vermögen des Verbandes pro 31. 
Dezember 1912 auf 1088,52 M. erhöht hat. Nach dem 
Bericht deS VerbandSfechtmeistrrS Kamerad Lehmann- 
Zehlendorf sind an Fechtgeldern 611.05 M. und zum 
KaiserjubiläumSfondS 210 M. eingegangen. Ernannt sind 
6 Fechtmeisterinnen, 24 Fechtmeister, 1 Oberfechtmeisterin, 
6 Oberfechtmeister und 1 BezirkSfrchtmeister. Ueber die 
Preffe berichtet Kamerad Hauptmann Rost-Zoffen, er 
enpfahl, die Lokalpresse mehr als bisher für das Krieger- 
vereinSwesen zu interessieren. Mit einem begeistert auf 
genommenen Hoch auf die deutschen Kriegrrvereine schloß 
der Vorsitzende den VrrbandStag. 
vorerst für sich zu behalten, bis er Zeit gehabt Hütte, Fräu 
lein Maitlands Bekenntnis nach allen Richtungen hin zu 
prüfen. 
Aber trotzdem war er ihr dankbar, daß sie sich seinet- 
halben entschlossen hatte, einen so ungewöhnlichen Schritt 
zu tun. Er hatte den Zauber ihrer anmutigen Persönlich 
keit gefühlt, als sie unter einem falschen Borwand im 
schäbigen schwarzen Kleid jn seinen armseligen Laden ge 
kommen war, und als sie jetzt Seite an Seite unter den 
hochragenden Buchen des alten vornehmen Besitztums da 
hingingen, hatte sie ihn durch das Bekenntnis ihres unüber 
legten Schrittes zu ihrem gehorsamen Sklaven gemacht. Das 
jugendliche Blut wallte heiß in ihm auf, und wer kann 
sagen, wozu er sich hätte hinreißen lassen, wenn er sich 
nicht noch rechtzeitig erinnert hätte, wie gering seine Aus 
sichten im Leben waren, und wie hock sie über ihm stand. 
Welches Recht hatte er, der arme aussichtslose junge 
Arzt, der wieder ohne einen Pfennig dastehen würde, 
sobald sein jetziges Engagement abgelaufen war, sich dieser- 
vornehmen jungen Dame zu nähern, die reich und von vor 
nehmer Herkunft war? Durfte er sich ihr gegenüber etwas 
anderes erlauben, als sie aus der Ferne anzübeten? 
Es wurde ihm keine Zeit gelassen,- die selbstgestellte 
Frage zu beantworten, denn der Staatsanwalt und die 
Komtesse hatten das Parktor erreicht und warteten auf 
ihr Herankommen. Das jüngere Paar beschleunigte den 
Schritt, und Julius und sein Chef öerabschiedeten sich 
hüjlich von den beiden Damen. 
„Das war ein ganz unterhaltender Besuch," bemerkte 
der Staatsanwalt, während sie noch einen Augenblick 
o Drr Neubau eines Wohngebäude« wurde 
genehmigt für das Grundstück Homburger Straße 1, Ecke 
Laubacher Straße 89. Bauherr: Rentier August Huhn, 
Berlin - Friedenau, WtlhelmShöher Straße 14. Bau- 
ausführender: Architekt Carl Horst, Berlin - Friedenau, 
Laubacher Straße 20. 
o I« dem Konkursverfahren über dar Vermögen 
des SchuhwarenhSndlrr« Gustav Nischrrt, Friedenau, 
Stubenrauchstraße 70, ist zur Abnahm« der Schlußrechnung 
deS Verwalters zur Erhebung von Einwendungen gegen 
daS Schlußoerzeichni» der bei der Verteilung zu berück 
sichtigenden Forderungen der Schlußtermin auf den 
28. Januar 1913, Vormittag« ll 1 /, Uhr. bestimmt. 
o ZwaugSvcrsteigerungSergebni«. Schwalbacher 
Straße 1. Ecke Stubenrauchstraße 63, in Gemarkung 
Berlin-Friedenau, dem Lehrer Alfred Sternstein in Berlin- 
WilmerSdorf, Offenbachstrvße 2, gehörig. Fläche 6,19 Ar. 
Nutzungswert 21000 M. bezw. 13,78 Ar bezw. 3 qm. 
Mir dem Gebot von 333 100 M. bar blieb die Grund- 
erwerbSgesellschaft Etubenrauchstr, 62 m. b. H. in Char- 
loltenburg Courbidcestr. 8, Meistbietende. 
o Aufgebot. Der Telegraphenbauführer Ottmaun 
Junker in Osnabrück, Möserstr. 38, alS Testamentsvoll 
strecker nach dem am 8. Februar 1911 zu Berltn-Frie» 
denau verstorbenen MaschinenbauschuldirektorS außer 
Diensten, August Friedrich Hermann Diesener, zuletzt wohn 
haft in Berlin-Friedenau, Echmargendorferstr. 34, hat 
daS AufgrbotSversahren zum Zweck der Ausschließung von 
Nachlaßgläubigern beantragt. Die Nachlaßgläubiger werden 
daher aufgefordert, ihre Forderungen gegen den Nachlaß 
der oorbrnannten verstorbenen Person spätestens in dem 
auf den 2. Juni 1913, Mittags 12 Uhr, anberaumten 
AufgebotStermin vor dem Amtsgericht Berlin - Schöneberg 
anzumelden. » 
o Damen und Herren der ersten Gesellschaft 
Friede»auS und Umgegend, welche gewillt find, ihre 
Kräfte in den Dienst der Wohltätigkeit zu stellen, werden 
gebeten ihre Adresse bei Herrn Büro-Assistent Dörner, hier, 
Fregestr. 79 wohnhaft, abzugeben. ES handelt sich um 
erstklassige Aufführung, deren Leitung Herr Dörner, der 
s. Zt. 1. Mitglied de« Fürst!. Hohenzollern'schen HostheaterS 
in Sigmaringen und anderer Bühnen war, übernommen 
hat. Nur Damen und Herren, welche gesanglich und 
schauspielerisch begabt sind, wollen sich baldmöglichst 
melden. Ebenso wird zur Aufführung selbst eine größere 
Bühne benötigt, weshalb die Herren Restaurateure Frie- 
denau's gebeten werden, ihre Bühn« für diesen Abend und 
zu diesem Zwecke, wenn möglich unentgeltlich, zur Ver 
fügung zu stellen, zumal der Ertrag für die hilfsbedürftigen 
Kranken hiesigen Orte« bestimmt ist. 
o Evangelischer Arbeiterverein für Friede««« 
und Umgegend. Jn der am Dienstag stattgefundenen 
und äußerst zahlreich besuchten Versammlung erklärte sich 
der Verein bereit, dem Evangelischen Bund in corpore als 
Mitglied beizutreten. Einladungen liegen vor zum 
Stiftungsfest der Vereinigung selbständiger Schneidermeister, 
ferner zum JahreSfest und Fahnenweihe deS BruderoereinS 
Berlin - Norden, zum BezirkSverbandStag evangelischer 
Arbeiter- und VolkSoereine Groß-BerlinS am Sonntag, 
depr 2. Februar d. I. in NowaweS und zum JahreSfest de« 
Nowaweser BruderoereinS; in diese Veranstaltungen wird der 
hiesige Verein eine Anzahl Vertreter, zum Teil mit 
Banner, entsenden. Dem erstatteten Jahresbericht für 
1912 ist zu entnehmen, daß 16 DorstandSfltzungen» 
12 MonatS- und 4 Hauptversammlungen neben zahlreichen 
Sitzungen der einzelnen Ausschüsse stattgefunden haben. 
Vorträge aus den verschiedenen Gebieten sind 9 gehalten 
worden. Neben zweier Konzertabrnde deS Herm Referendar 
Krug beteiligte sich der Verein an den JahreSfrsten der 
Brudervereine in Potsdam und Frankfurt a. O. und der 
Fahnenweihe in Tegel. Wetter sind erwähnenswert die 
Kremserpartie, Sedanseler, Theaterabend und WethnachtS- 
seier, der gemeinsame Kirchgang zu Kaiser- Geburtstag 
und zur Feier deS ReformationSfesteS, endlich daS Verdienst, 
die Gründung eine» BezirkSverbandeS in die Wege geleitet 
zu haben. Die Gesang-Abteilung wird ihre Kunst erst 
1913 (Palmsonntag) beweisen. Neu in den Verein 
wurden 33 Mitglieder aufgenommen. Einen guten Stand 
wiesen die Mitgliederbeiträge als auch die UnterstützungS- 
kasse auf, au« letzterer konnten unverschuldet in Not ge 
ratene Mitglieder unterstützt werden. Die Sterbekasse 
wurde zweimal in Anspruch genommen. Recht segensreich 
wirkte auch der völlig kostenlose Arbeitsnachweis unter 
Leitung des Mitgliedes Herrn Strehler, Lauterstraße 5/6. 
Die Ersatz- und ErgänzungSwahlen im Vorstand« und die 
stehenblieben, um ven Damen nachzusehen, die langsam 
unter den Buchen dahinschritten. „Die Komtesse de Beau 
court ist eine hochgebildete Dame. Und sie scheint sich 
merkwürdigerweise für Gerichtsverhandlungen zu inter 
essieren, denn sie kannte verschiedene Fälle, bei denen ich 
als Staatsanwalt fungierte, und wir unterhielten uns sehr 
gut miteinander. Wie hat Ihnen die Nichte gefallen? 
Ein ausfallend schönes Mädchen, nicht?" 
„Sie ist eine sehr nette junge Dame," versetzte Julius, 
während sie sich heimwärts wandten, „aber sie scheint mir 
von ihrem Vetter oder was er ist ein wenig angesteckt zu 
sein. Dieser große Wohltäter hält sie offenbar ein bißchen 
unter der Fuchtel, denn sie erzählte mir hauptsächlich von 
gebesserten Trinkern und Verbrechern, und eine solche Lieb 
haberei ist doch eigentlich nicht natürlich für eine junge 
Dame." 
Der Staatsanwalt runzelte die Stirn, und die zahl 
reichen Fültchen um seine Augen vertieften sich. „Eigentlich' 
nicht," meinte er mit einem kleinen Seufzer. Und zur 
größten Ueberraschung seines jungen Gefährten fügte er 
hinzu: „Herr Franz Scharnock ist eine sehr interessante 
Persönlichkeit in seiner Art. Er gefiel mir auch zuerst 
sehr gut. Aber dann — es wird Ihnen fast wie ein Unrecht 
vorkommen, doch ich kann mir nicht helfen, mir kommt es 
vor, als ob dieser ganze Wohltätigkeitskultus eine Komödie 
wäre, und Herr Franz Scharnock eine wohleinstudierte Rolle 
spiele. Und noch etwas anderes ist mir aufgefallen, was 
inich sehr merkwürdig berührte. Das junge Mädchen hat 
eine tödliche Angst vor ihm." 
(Fortsetzung folgt.) 
Neuwahlen der verscyrcornen «u-syuffe eine 
zufriedene Besetzung aller Verein«ämter für d°S Jahr 
1913. - Zu Ehren des diesjährigen GeburtSlageS de» 
Kaiser« treten die Mitglieder mrt »hrem VereinSban 
am Sonntag, dem 26. d. M . Vorm. Uhr im 
VereinSlokal Kaiser-Wilhelm-Garten. Rheinstr. 64/65, zum 
gemeinsamen Kirchgänge an. In der 
DienStag, dem 4. Februar, stattfindenden Versammlung, 
zu der ^ auch Gäste Zutritt haben, spricht Herr General. 
srkretärRüffer-Charlottenburgüber: „Christlicher Sozialismus 
oder atheistischer Sozialismus". 
o Die Barbier, und Perrückenmacher-Zwange» 
Jnnnng für Sieglitz, Friedenau usw. hatte zu gestern 
Abend eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen 
mit dem Tagesordnungspunkt: Auflösung der Zwang 
Innung. Da die für die Beschlußfassung über diesen 
Punkt erforderliche s / 4 Mehrheit der Mitglieder nicht an- 
wesend war, mußte die Versammlung bis zum Februar 
vertagt werden. 
o Die Freiwillige SanitätSkolonne vom Roten 
Kreuz zu Friedenau wird auch in diesem Jahre Kaiser- 
GeburiSiag durch einen gemeinsamen Kirchgang und zwar 
am nächsten Sonntag festlich begehen. Anschließend findet 
«In CP r. t f rt tr» an f »fr» 
Frftsälen statt. „ , 
o «in Einbruchödielstahl beschäftigt gegenwärtig 
die Kriminalpolizei. Gestern öffnete rin Spitzbube mittels 
NachtschlüflrlS oder Dietrich« die in der Holsteinischen 
Straße 15 belegene Wohnung des Kanzleibeamten Glaser 
und erbeutete bet seinen unliebsamen Besuch 340 Mark 
bare« Geld. Der 13 Jahre alte Sohn deS G. kam zu 
fällig nach Hause. Der Einbrecher fiel sofort über ihn her, 
fesselte ihn an Händen und Füßen, steckle ihm auch einen 
Knebel in den Mund, um ihn am Schreien zu hindern. 
Der Verbrecher entfernte sich dann in aller Gemütsruhe. 
Er wird von dem Knaben al« etwa 1,72 Meter groß, mit 
schwarzem Bart und blassem Gesicht beschrieben. Die Be 
hörde steht der Sache etwa- mißtrauisch gegenüber. Die 
Untersuchung wird aber bald Licht in die etwa» dunkle 
Sache bringen. 
o Unter ein Geschäftsauto mobil geriet heute 
Vormittag in der Kaiserallre vor dem Hause 118 ein etwa 
8 Jahre alte« Mädchen. ES wurde etwa 3—4 Meter 
sortgeschlelft. AlS man daS Kind dann hervorholte, blutete 
ihm stark die Nase; außer einige Hautabschürfungen hatte 
eS aber anscheinend keine wetteren Verletzungen erlitten, 
sodaß rS allein nach Hause gehen konnte. 
o Polizeibericht. Air gefunden ist hier angemeldet 
worden: 1 Puppenwagen. Der rechtmäßige Eigentümer 
wird aufoefordert, seine Ansprüche binnen drei Monaten 
im hiesig AmtSbüro. Handjerystr. 91/92, Zimmer Nr. 22, 
geltend zu machen, da sonst anderweit über den Fund 
gegenstand verfügt werden wild. 
Aereins-Nachrtchtm. 
Am Donnerstag tagen: 
Sport Club Frledenau Am heutigem Donnerstag, dem S3. er., 
Abend» '/»‘J Uhr findet im Klublokal eine Cportfitzung statt. 
Die Mitglieder werden um pünktliche» und zahlreiche» Erscheinen ge- 
beten. Da« Spiel am vergangenen Sonntag gewann die II. Hockey. 
Mannschaft des S. C Friedenau mit 3:0 gegen die IV. Hockey- 
Mannschaft der »Berlin» Hockey-Union' auf deren Platz tu Temvel- 
hos. Halbzeit 2:0. 
Morgen Freitag tagen: 
National^tenographen-Verein Berlin-Schöneberg, Hauptstr. 107, 
im »Alten Bürger-Cafino' Abends 8'/, Uhr. Nach den Schrrib- 
übungen geselliges Beisammensein. Gifte willkommen. 
Fußball - Rundeuspiele. Minner-Turnverein Friedenau gegen 
Charlottenburger Turnerbund 0 : 5. Schiffer und schiff» entbrennt 
btt Kampf um die Meisterschaft tu der 1. Klasse, mehr und mehr 
wichst die Spannung von Sonntag zu Sonntag, speziell uvt» den an 
der Spitze stehenden Mannschaften wird der Streit immer und groß ist 
die Freude, bet den übrigen Koukurlenteu, wenn ein Verein, der gerade 
auf d:m Wege war, sich voa dem Rubel abzusouberu, eine übel 
raschende Niederlage erleidet. Elu solcher Anrrrtß» war auch d» 
Charlottenburger Tmuerbund, der am Sonntag durch einen Sieg über 
den Minner-Turvveretn Friedenau seine gürsttze Position zu drsestigen 
trachtete. Die erste Halbzeit sah «in ziemlich ausgeglichene» Spiel. 
Ketner Partei gelange«, einenSffolg zu erzielen undbel dem Stande 
0:0 ging eS in die Pause. Nach Wiederbeginn drückt Charlottevburg 
sehr stark und mit großer Mühe kann sich d.r Minner-Turnverrtn be 
haupten. Mehrere gute Gelegenheitserfolge zu erzielen «erden von 
beiden Selten verpaßt. Endlich ist es dem Turnerbund vergönnt, 
da« I.Tor zu schießen. Der Mönner-Turnvercin nimmt jetzt eine Um- 
pevung seiner Mannschaft vor, die jedoch auch nicht van Vorteil war. 
«iS Schluß konnte der Turnerbuvv infolge Versagen» der gegnerischen 
Verteidigung noch 2 «eitere Tore erzielen. Der Sieger war fernem 
Gegner an Alt» und Körpnklistc dedentevd überlegen. Die Jugend- 
Mannschaft dr» Mönner-TurnvercknS schlug die Jugendmannschast de» 
T-L. Friesen Chailotlenburg mit 2:1. — Am kommenden Sonntag 
Nachmittag» 2 Uhr findet in Steglitz das mit großer Spannung er- 
wartcle Rundcnjpicl Friedenau 1 gegen den Akademischen Turnerbuvd 
Berlin statt. Wer siegen wird, ist ungewiß; da» 1. Spiel gewauuen 
die Akademiker mit 9:1. — Die Jugendmannschast spielt vormittag» 
10 Uhr gegen den Turnverein Lübeck auf dem Platz tu Steglitz. 
Mommsenslraße. 
—o Den Charakter al« EanitätSrat haben erhalten: 
Dr. Josef Cohn-Schönebrrg, Dr. Hugo Flatow-Schönrberg. 
Tr. Oskar Hauchrcorne-Echönrberg, Dr. Alfred Jocobowitz- 
Echöneberg, Dr. JultuS Littauer-Schöneberg und Dr. Otto 
Podlewtki- Schöneberg. 
—o Genehmigte Bauten: Rartherstr. Bauherr: Ma- 
gistrat Berlin-Schönebrrg. Bauausführender: Magistrat. 
Hochbau-Diputation, Berlin-Schönebrrg. (Höhere Mädchrn- 
schule, Neubau). — Wartburg- Ecke Innsbrucker Straße 
Bauherr und Ausführender: Albert Lorenz, Architekt. 
Berltn-WilmerSdorf. Jenaer Str. 23 (Neubau Wohn- 
gkbäude nebst Hofkeller.) 
—o HandelSgerichtltche Eintragung. Nr. 11 602. 
Deutsche BerlagSvrreinigung. Gesellschaft mit beschränkter 
Haftung. Sitz: Berlin-Schöneberg. Gegenstand des Unter- 
nehmen«: Die Förderung des Verlags eines Volkskalenders 
und anderer der Wohlfahrt deS deutschen Volkes dienenden 
Schriften sowie der Betrieb aller damit im Zusammenhang 
stehenden Geschäfte. DaS Stammkcpital beträgt 20 000 
Mark. Geschäftsführer: Schriftsteller Richard Nordhausen 
in Berlin-Schönebrrg. Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft 
mit beschränkter Hastung. Der GesellschastSoertrog ist chs
        
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