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Periodical volume Nr. 199, 25.08.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Der Schutzmann Kuschte, der die Gefahr erkannte, riß das 
Gespann im letzten Augenblick nach beiseite, erlitt aber dabei 
schmerzhafte Verletzungen. 
o Mit kochendeni Wasser, verbrüht hat sich das 
Dienstmädchen.Therese D. aus der Schivalbacher Straße 7. 
Die Verunglückte mußte im Krankenwagen nach dem Stuben 
rauch-Krankenhause geschafft werden. 
o Potizeibericht. Als gefuirden sind hier angemeldet 
worden: 1 Zeltplane. Postwertzeichen, 1 Umhänger, 
1 Schrank. Die rechtmäßigen Eigentümer vorbenannter 
Gegenstände werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen drei 
Monaten im hiesigen Fundbüro, Feurigstraße 7. Zimmer 6, 
geltend zu machen, da sonst anderweitig über die Fund 
gegenstände, verfügt werden wird 
VerLinL-LZLLdriMen 
Verband der Alt- und Neupensionäre. Die Ortsgrnppen- 
Versamnilnng am 2. September 1918 fallt aus. Die nächste 
Mvimtsversammlung der Mitglieder der Ortsgruppe Berlin-Steglitz 
und anliegende Vororte des Zentrglverbandes pensionierter Beamten 
und Lehrer, sowie deren Hinterbliebenen findet vielmehr erst am 
Dienstag, dem 7. Oktober 1913, Nachmittags 5 Uhr, und zwar 
-wiederum iin Restaurant „Albrechtshof" zu Steglitz statt. 
Ausknnsts- und Fürsoraeitelle lKaiü'rallo-> stsiV 
Schömberg 
—o In das Handelsregister ist eingetragen Ivorden: 
No. '41402. Firma: Roulette de danso Max Fröhlich 
in Berlin-Schöncberg. Inhaber: Mar Fröhlich, Kaufmann, 
in Berlin-Schöneberg. 
Berlin und Vororte 
§o Der Einbrecher unter dem Bett. Als das Dienst 
mädchen des 'Kaufmanns Feldmann, Kaiscrdamm 105 . ihr 
Schlafzimmer in der im Parterre belcgenen Wohnung be 
trat, fand sie einen Schrank erbrochen und hörte daun auch 
ein verdächtiges, Geräusch im Zimmer, das von einem unter 
dem Bett liegenden Einbrecher herrührte. Hilfcrufend 
flüchtete das Mädchen und alarmierte die Herrschaft. In 
zwischen aber war der Dieb verschwunden. Erst als die 
Polizei das verschlossene Haus gründlich durchsuchte, fand 
man zusammengekauert im Müllkasten einen jungen 
Burschen vor. Er entpuppte sich als der fünfzehnjährige 
Schneidcrlehrling Jnuaschek ans Jüterbog, der seinen Lehr 
meister vor acht Tagen entlausen war und zugibt, eine Reihe 
von Einbrüchen verübt zu haben. 
§o In Weißensee wurde der in der Gustav-Adolfstr. 27 
wohnende Friseur Bruno K. verhaftet. Er hatte ein 18 Jahre 
altes z schwachsinniges Mädchen aus der Lynchener Straße 
in seine Wohnung gelockt uitd mehrere Tage gefangen ge 
halten. Gestern rief das Mädchen mehrmals um Hilfe, 
worauf die Flurnachbarn die Polizei benachrichtigten, die 
das Mädchen befreite. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir leine Vcrantwortnng.) 
Immer noch Tchnlmisere in Friedenau. 
Mit einem großen Loblied,.auf die hiesige» Schulvcrhällnisse 
schloß der jedenfalls von interessierter Stelle stammende Artikel in 
der Nr. 194. Nun, mein Einsender! Ihre Ausführungen sind sehr 
anfechtbar. Ans meinen Zeilen in Nr. 180 hatten Sic ersehen 
müssen, daß ich in der Hauptsache, wie dies auch durch Sperrdruck 
zum Ausdruck gebracht wurde, die Errichtung einer Ost er-Parallel- 
Klafse vorschlug. Wohlgcmerkt — einer Klasse. Ihre phantasie 
volle Kostenberechnung fällt dadurch in ein Nichts zusammen. Daß 
die (i jährigen Mädchen uoedcr zum kommenden Oktober noch zum 
Ostcr-Terinin — unter Umständen sogar kaum zum Oktober-Termin 
1014 — Aufnahme finden, wies die von Ihrer Seite auch nicht 
bestritten wird, sind eben ungesunde und unhaltbare Zustände. 
Jede Gemeinde hat die Verpflichtung für geordnete Schillver 
hältnisse zu sorgen. Daß auch die .Gemeindeverwaltung Friedenau 
diese Vcrpslichtüng kennt, ist daraus zu ersehen, daß ein Obcr- 
Itzzeuin mit großem Kostenaufwand für 5-6 Schülerinnen errichtet 
werden sollte, ivie- Herr 0—r in 9lr. 103 richtig erwähnte. Also 
für 6—6 Schülerinnen war das Geld da, für 40—75 Schülerinnen 
nicht. DicS ist eine Inkonsequenz. Ich appelicrc noch einmal an 
das Gerechtigkeitsgefühl der Gemeindeväter., Sorgen Sie dafür, 
meine Herren, das; Friedenau das wird, ivas der Verfasser am 
Schlüsse seines Artikels in Nr. 104 schrieb! Jetzt ist es, ich betone 
das noch eininnl, hinsichtlich der Lyzcatvcrhültnisse eine rückständige 
Gemeinde. Angenehm kann cs einer Behörde ja auch nicht sei», 
wenn es sogar zu Protestversammlungen der Eltern kommen muß, 
ivie dies jetzt leider in Berlin der Fall ist. -Einer für Biele. 
Vermischtes 
*o Arbeitsscheuen - Unterbringung, in landwirtschaftlichen 
Betrieben. In der Provinz Schleswig-Holstein' hat die Unter 
bringung der dem Arbcitszwange unterworfenen Personen dadurch 
ihre Lösung gefunden, daß man dieselben einem landwirtschaft 
lichen Proviiizinl-Jnstitut üüeribies. Staatlich 'anerkannte Arbeits 
anstalten zur Unterbringung der dem Arbcitszwange unterworfenen 
Personen sind im Bezirk nicht vorhanden. Der Regierungspräsident 
hält vielmehr in Uebereinstimmung mit dem Landeshauptmann für 
zweckmäßig, wenn sämtliche Artnenverbände des Bezirks an den 
Landarmcnvcrband sich anschließen, der in dem Provinzialgut 
Aokclholm eine zur Unterbringung männlicher Arbeitsscheuer und 
säumiger Nährpflichtigen geeignete Anstalt unterhält. Die Anstalt 
No» der Reise zurück 
Kaiserallce 101. [0003 
vcrmWte Anzeigen j. 
6fiteiönia[ts)inenarIiEitfii 
Reklauiebriefe in Massaufl. bitt. 
Manihei. Eranachstr. 57. Fernspc. 
SUiS 
crfolgsicher. Wagner, Peschkc- 
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Steglitz (830). 
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Einzelne ältere Eheleute, suchen 
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züm 1, 40. oder früher. Gest. Off. 
unter M. M. 100, Exped. d. Vl. 
Sauberes Ehepaar, sucht zum 
1. 10. oder früher, Portierstelle,' 
iir nur herrschaftlichem Hause. 
Gute Zeugnisse und Empfehlung. 
E. K. 100, Erped. dieses Blattes. 
ist vorläufig für 30 männliche Personen eingerichtet. Die Arbeits 
scheuen iveidcn dort hineingestellt in eine Kultur- und Koloni- 
falionüarbeit, die ihnen von dauerndem Nutzen sein kann. Aus 
meilgestrccklcn öden Moor- und Hekdeflächen hat hier die Provinzial-' 
Verwaltung in wenigen Jahrzehnten einen landwirtschastlichen 
Großbetrieb geschaffen, der von sachkundiger Seite eine geradezu 
glänzende Beurteilung fand. Nach einer Verfügung des Regierungs 
präsidenten steht die Anstalt auch jetzt den Ortsarmenverbänden zur 
Verfügung. Dabei sind folgende Bedingungen festgesetzt: Für die 
Unlcrbringung (einschließlich Verpflegung, Bekleidung und Be- ’ 
wachnng) ist seitens der Ortsarmenoerbände ein Panschsatz zu ent 
richten, der vorläufig auf 1,20 M. |für den Tag und Mann fest 
gesetzt ist, künftig aber jährlich' im voraus von dem durch den 
Provinziallandtag zu genehmigenden Haushaltungsplan der Anstalt 
bestimmt wird. Die Höhe-des Arbeitsverdienstes wird in jedem 
einzelnen Falle nach dein wirklichen Werte der Arbeitsleistung be 
rechnet. Wegen Errichtung einer Arbeitsanstalt für iveibliche Per 
sonen schweben Verhandlungen. 
* Keine Angst. „Meii; Mann leidet leicht an Seekrankheit", 
sagte eine Dame zu dem Kapitän. „Könnten Sie ihm nicht sagen, 
was er im Falle eines Anfalles zu tun hat?" — Ist nicht nötig, 
gnädige Frau," antwortete der Kapitän, „er ivird's im rechten 
Atomcnt schon machen." 
Sp'tl Httttd. 
Humoreske von P a u l A ck e r. 
Einzig berechtigte Uebcrsetznng von N Eollin. 
Nachdruck verboten. 
Ult. Pierre Tuvcrdier liebte Hunde, ja, er liebte sie so 
leidenschaftlich, daß er keinem aus der Straße bcgcgucu konnte, 
ohne ihm zu Pfeifen und ein paar Worte an ihn zu richten. 
Lief nun so ein Tier, einem beslimiuten Ziele zusteuernd, eilig 
dahin, so hatte es. für den zu vertrauten Unbekannten nur 
höhnische Verachtung. Aber oft, wenn cs, untätig die Zeit 
vertrödelnd, sich nmhertrieb, blieb es stehen, wedelte mit dem 
Schwanz, näherte sich, ließ' sich streicheln, sprang vor Ver 
gnügen und strich töeiter. Solche Tage, die ein wirkliches 
Glück für Pierre bedeuteten, wurden von ihm rot angestrichen. 
Aber die kleinen, zitternden, triefäugigen, hüstelnden Hünd 
chen, die von den Damen ans den: Arm oder in der Müsse 
getragen lvurden, verabscheute er; und wenn die Besitzerinnen 
nun gar noch in Rührung oder in Verzückung gerieten, war 
er außer sich. Nie hatte er begreifen können, daß solche minder 
wertigen Tiere mit „Hund" 'bezeichnet lvurden: er liebte nur 
jene, die mittelgroß oder groß, derb, schmiegsam und stark 
waren, mit einem Wort „richtige" Hunde; seine Liebe begann 
bei den Dackeln, sie stieg die ganze Hnndeleitcr empor, um 
nicht zu enden. 
Pierre hatte jedoch nie einen Hund gehabt. Er war Jung 
geselle. ES scheint, daß dieser Zustand nach der aUgoaeinen 
Ansicht eine absolute Freiheit bedeutet, die jeden Bofist ge 
stattet. Man kaun sich jede Sehnsucht befriedigen und braucht 
nicht, tvie die verheirateten Männer, die Gesellfclast einer 
Frau zu ertragen, deren einziger Gedanke es ist, ihre.: Gatten 
zu ärgern. Aber das ist ein gründlicher Irrtum! Ein Jung 
geselle ist von seiner PorticrSsrau und von seinen Tceustboten 
abhängig. Nur eine Frau allein hat die Gabe, eine Peetiers- 
srnu willenSmisähig zu machen und den Dieustbotcu zu be 
fehlen: ein armer Junggeselle steht solchen Feinden ohne Ver 
teidigung und ohne Widerstand gegenüber und ist bald ver 
nichtet. , 
Nun hatte Pierre, der Avenue du Trocadero wohnte, eine 
fürchterliche Portiersfrau. Diese gedungene Wächteriu nährte 
in ihrer Loge drei Kanarienvögel, einen Papagei, .diic Kaste 
und einen Hund; aber sic.litt nicht, daß die Mieter auch nur 
daS t.eiuste vierbeinige Tier' bei sich beherbergten, sie ge 
stattete nur Vögel. Natürlich hatte Pierre ausziehen können. 
denn es 
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viS weniger rohe 
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auch cii 
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cnil dieses widerliche Vieh 
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er Bertr 
au. 
:n wedelte das 
ividerliche Vieh mit dem 
'Schwanz, aber eine Stunde sp.uer verließ ei das Hau.'. An 
dere Versuche hatten denselben Mißersvig gehabt. Und Pierre 
mußte sich weiter daraus beschräncen, außer dem Hanse Freund- 
schuft mit Hunden zu halten. 
Plötzlich ereigneten sich zwei ungeheure Tatsachen für ihn: 
,Eines Freitags morgens gerieten die Portier:-,ran und sein 
alles Dienstmädchen, die zustimmen ausgegangen waren, unter 
jdie Räder eines Autobus. Sie waren sogleich tot. So leid 
.ihm daS au sich tat, sein Herz schlug doch in einer ge-oisse» Be 
freiung, und gleich den nüctzstrm Sonntag eilte er zu einem 
Freunde. Dieser Freund hatte ihm bor einer Wvce.e einen 
prächtigen Schäferhund, der als Polizeihund dressiert war, au 
fgeboten. DaS Tier, das auf de» Namen CustoS hörte, war 
Itoundervoll und von ausfallender Intelligenz — man brauchte 
nur seine Augen anzusehen von unwiderstehlicher Kraft — 
man brauchte nur seine Zähne, seine Brust und seine Beine 
>zn betrachten —, und wie ausopserud, treu und ergeöen war 
es! Pierre' war ganz närrisch danach, und da er endlich frei 
lvar, eilte er hin, um sich 'den Hund zu holen. 
„Ich gehe mit dir," sagte' bei Freund.' „Ich will 
CustoS zu dir führen, — denn er kennt dich noch nicht, und 
er. würde dir nicht folgen." 
Ans der Straße wurde der Hund von den Vorübergehen 
den belvnndert. 
er hatte cS 
r 
% 
Arbeitgeber aller Art 
erhalten, täglich kostenlos 
gelernte, ungelernte u. jugend 
liche Arbeiter, sow. Handwerker, 
Radfahrer, Lauf- und -Arbeits 
burschen, Portiers, Teppich 
klopfer, Bohner u. Lehrlinge 
durch das [5684 
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Portierstelle suchen sanb. Leute 
zum 1. Oktober evtl, früher. Off. 
erb. unter T. R. 18 Exp. d. Bl. 
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in frauenlosem oder kleirren Haus 
halt zum 1. Oktober. Z» erfragen 
Lambcck, Rctzdvrffprommcnade 2, 
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Lippert, Holsteinischestr. 52, Hof p. 
tUUm 
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niäßige Stellen oermiitlerin, Rhein- 
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Bismnrckstr. 12, 1 l. 
„Schnell, schnell," sw 
eilig, seinen Hund zu H. 
Man ging die Tro-r.ee.: hinaus, trat in das Zrnnncr 
raiichle eine, ^sifgrelte/n-c.) ein., o-e dritte, puh. jo perging 
eine'Stunde. Ach dee'Frennv a'ujjLanv,'mn fortzl'.geheff, wollte 
j-ierre voller 
ganz Ärestr Für. sich zu haben 
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ähue. Pierr 
e trat noch näher 
heran: 
Eustos erhob sich drohend. 
„Nun, nun," .sagte Pierre gleichzeitig erstaunt, furchtsam 
und gebieterisch: „Mach schön, mach schön, hierher, hierher!" 
Aber Eustos hörte nicht,. er knurrte nur noch mehr. Pierre 
-streckte die Hand laus, mu die Türklinke zu ersassen: CustoS 
machte eine so fürchterliche Bewegung und fletschte die Zähne 
dermaßen, daß Pierre eilig zurückwich. 
Ter Hund legte sich wieder, .aber er sah so böse ans, als 
ob er zubeißen wollte. So vergingen einige 'Augenblicke. Wie 
der versuchte Pierre, an die Tür zu gelangen, wieder ver 
wehrte es ihm der .Hund und sprang fast auf seinen Herrn. 
Ter Abend brach herein. Angst haue den.gefangenen L'inrre 
erfaßt. Würde der vor der Tür widerspenstig aufgepflanzte' 
.Hund ihm nicht gleich an die Gurgel springen? Wie ein 
wahres Ungeheuer der Apokalypse.wirkte er erschreckend durch 
seine feurigen Augen, seine dicken Haare, seine schimmernden 
Zähne, seine rote Zunge in der Dunkelheit. War er vielleicht 
tollwütig? 
Was tun? Tie Dienstboten bathen den Sonntag benutzt, 
um daS Hans zu verlassen; Pierre konnte rufen, klingeln: 
niemand würde ihn hören. Seine Furcht verwandelte sich 
in Entsetzen. 
Ach! da war da? Telephon, gn das er noch nicht gedacht 
hatte. Aber würde EnstoS gestatten, .daß man telephonierte? 
Geräuschlos erreichte Pierre den Apparat ,:-cd verlangte die 
Auminer seines Frenmcs. CustoS rührte sich nicht. 
Der Freund war zu Hanse. Cr antwortete und er lachte. 
„via;, ach! Ich verstehe ail-eS. Als ich fortging, sagte ich 
zu CustoS: Bleibe da! Weil er nun ein Polizeihund ist, glaubt 
er, er habe dich zu bewachen, und er bleibt und bewacht 
dich und hindert dich, zu entweichen. Ja, er hätte dich eher 
crlvürgt, al-S dich sortgehen lassen. Tn siehst, ein ganz wun 
dervolles Tier. Ja doch, ja doch, ich konuire und ich befreie 
dich. In einer Viertelstunde bin ich da. Aber verhalte dich 
bis zu meiner Ankunft ruhig, ich bitte dich darum." 
Pierre wollte schon den Hörer anhängen, aber mit leiser 
Stimme, so daß ihn Eustos nicht hören konnte, sagte er noch: 
„llnd du nimmst deinen Hund wieder mit, nicht wahr? 
Tn nimmst deinen tviderlichcn Hund wieder mit? Ich habe 
jür immer genug von Hunden!" 
Und er gedachte aufrichtig gerührt seines so plötzlich ver- 
storbenen, alten. Dienstmädchens 
Wctterausslchtcn. 
Dienstag: Ziemlich kühl. bei veränderlicher Bcivölkung, 
etwas Regen, mäßige siidwestliche Winde. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius Friedenau. 
ßa-aajsäawasa 
im Alter von 14—16 Jahren aus 
achtbarer Familie gegen monatl. 
Vergütung sofort gesucht. — Mel 
dungen nur in Begleitung der 
Eltern oder des Vormundes 10 bis 
2 slhr vormittags oder 6 Bis 8 Uhr 
nachmittags. [6600 
A. Stintes & Co. 
Belle-Allirmceftrake 12. 
2 Damen für Küche u. Haus zum 
1. Oktober gesucht ' [6771 
Fregestr. 73 I. Fr. Tr. Wendt. 
Kraft., konfirmiertes Mädchen 
tagsüber gesucht 1. Scpt. "[6756 
Rübepsstr. 36 III. r. V. 
Riti V; & 
Xl'chiimon, Hc.ns!;:äih i-ca Jeder 
Art Aussitteu finden 
kostoaioa Stelltuur durch das 
Städtische Arbeitsamt 
Schön aberg [50.34 
t-'-miRwaldgtrsss« lg. 
Junges Mädchen zu Kindern 
.verlangt Bode, Kincusstr. 11. 
Junge, saubere Anfwartefran 
morgens von 0—11 Uhr verlangt 
67i6J Vvlckner, Fregestr. 25 II. 
taubere Aufwärterin verlangt. 
Römicbergstraße 1, I. [6774
        
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