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Periodical volume Nr. 186, 10.08.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

bleut tu offen Füllen cilZ Ausweis, namentlich ancf> he! 
Erlangung der staatlichen Feuerwehr-Ecinnernngszcichcn und 
der Verbands-Dienstauszeichnnngen. 
o Die billigen Ferien-Sonderfahrten der Kreis- 
schiffahrt nach Ferch, Tegel, der Oberspree und den Havel- 
seen werden bei gutem Wetter bis 13. August verlängert. 
(Siehe Anzeige.) 
o Geldspielantomaten. In Sachen der Aufstellung 
von Geldspielantomaten mar es in einem früheren Erlaß 
den Polizeibehörden iiberlnsseit worden, zn beurteilen, ob iin 
Einzelfalle für den Eintritt des Erfolges der Zufall ausge 
schaltet ttnd der Ansgang des Spieles von der Geschick 
lichkeit des Spielers abhängig sei. Hiernach sollte ent 
schieden werden, ob d:e Ausstellung solcher Automaten ge 
stattet werden soll oder nicht. Zur Vermeidung von 
Mißverständnissen nun iiber die Bedeutung dieser Anordnung 
wird in einem neuen Erlaß darauf hingewiesen, daß nach 
wie vor regelmäßig bei allen Geldspielantomaten augc- 
nomnten werden dürfe, daß ihre Anwendung dem gewerbs 
mäßigen Glücksspiel diene. Bon anderen richterlichen Ent 
scheidungen abgesehen, heißt es ferner in einem Urteil dcö 
Reichsgerichts: 
. »Aon ausschlaggebender Bedeutung für den Charakter des 
Sprels -st der gewöhnliche Lauf der Dinge, ivie ec unter den ge 
gebenen Berhaltirinen, also auch insbesondere unter Berücksichtigung 
der durchschnrltli.cheii Fähigkeit der beteiligten Personen zu erwarten 
bei dem nach seiner Gestaltung an sich die Mög- 
lrchkert besteht, durch Geschicklichkeit ans dessen Ausgang einzu 
wirken, wird als Zufallsspiel (Glückspicl) dann erachtet werden 
tonnen, wenn das spielende Publikuni, dem cs eröffnet ist und das 
stch daran beteiligt, die für das Spiel erforderliche Geschicklichkeit 
ssder Fähigkeit nicht besitzt und daher mit ihr in der großen 
Mehrherl de,. Einzelspiele nicht z» rechnen ist, diese Geschicklichkeit 
oder Befähigung vielmehr mir (bei cinenr wegen seiner Gcring- 
fng.gkeit nicht zn berücksichtigenden kleinen Teil der sich Beteili 
genden zu erwarten ijt."_ Zivar ivird cs nicht für erforderlich 
erachtet werden können, das; dieser Durchschnitt des Publikums, der 
für die Beurteilung maßgebend i|t, die Befähigung von vornherein 
bclrtzt. Dem steht schon der Grundsatz entgegen, daß ein Spiel 
innerhalb derselben Veranstaltung nicht teils als Geschicklichkeits-, 
teils als Zufallsspiel, sondein nur einheitlich al>- das eine oder das 
andere zn beurteilen ist. „Map,gebend ist vielmehr", so führt das 
Reichsgericht in einem ,r,eiteren Urteil aus. „ob das beteiligte 
Publikum im großen und ganz«.,, nach seiner durchschnittlichen Zu- 
sammensetzung die Fähigkeil besitzt, sich die zur Aeeiilflussung dcL 
Sprelausgangs erforderliche Geschicklichkeit, sofern sie nicht von 
vornherein vorhanden ist, nnsänvcr und in so kurzer Zeit anzu 
eignen, daß innerhalb demselben Beraiistalluug Zusallsentschcidungen 
!P Verhältnis zur Gesamtzahl iieiiueilswerteii Zahl von 
Fallen nicht vorkommen." 
Noch vorslek,enden Grundsätzen ivird zn verfahren sein. 
o Von der Elektrischen nmgcstvsten. Gestern Vor 
mittag geriet ein Fleischergeselle, der in der Schlvßslroße 
tätig ist, beim fieberschreiten der Gleise vor dem Hanse 
Schloßstraße 9-1 mit seinem Rade unter drn Wageit stlr. 2 
ber Linie \. Da der Slraßenbahnwagcn in schnellster 
Fahrt war, wurde der bedauernswerte Mann eliva nin 
Wagen tan ge mikgeschleist. Es stellte sich dann heraus, daß 
er tut wahrsten Sinne des Wortes mit einem „blatten 
Auge" davongekommen war. Das Rad, welches volt- 
stäitdig unter der Bordcrplattsorin zu liegen kaut, lvnrdc 
nicht beschädigt. 
v Silber- nnd Schnincksachen sielen gestern in der 
Rheiugaustratze 19 einem Wohniingsdicbc..in. die-.Händc.. 
Mittels Nachschlüssels war der Spitzbiibc zwischen 7 bis 
8^Uhr Abcitds in die Wohnung eingedrungen. Als Täter 
kommt ein junger Mann im Alter Ansang'der 2t»er Jahre, 
der einen braune,i Anzug trug, inbelrucht. 
v Zur Warnung. Unter dein Stichwort Heimarbeit 
erscheinen in den Tageszeitungen — besonders von Kempten 
ans — häufig Inserate, in welchen unter dem.Versprechen 
dauernder nnd gut lohnender Arbeit Heiniarüeiterimlen 
gesucht iverden. Ateldnngen werden unter Beilage von 
40 Pfg. in Briefmarken erbeten. Hierfür erhallen die Ein 
sender eil, gesticktes Miisterbliimchen und die Auf 
forderung, sich cine Slickercieinrichtnng zn bestellen. Die 
Stickereietnrichtnng-Hnndstickmaschin-' „Fee des Hauses" nebst 
Zubehör hat etma einen Wert vo» 7 Pc,, kostet aber 20 M. 
Gefertigte und eiiigesaudle Arbeilen inerde» in abfälliger 
Weise beurteilt, sodaß die meisten Inhaber solcher 
Stickereieinrichtnllgen in kürzer Zeit die Arbeit aufgeben. 
Die wenigen Personen, die in mehrwöchenllicheii Zwischen 
räumen Musterbliiluchcn zur Anferlignng bestellt erhalten, 
verdienen in der Stunde enva 7 Pfg. Es kann daher vor 
dem Eingehen auf diese Inserate nur gewarnt werden. 
v Polizeibcricht. Als gefnirden ist hier angemeldet 
worden: I ilting. Der rechtmäßige Eigentümer vorbenannte» 
Gegenstandes wird ausgesordert, seinen Anspruch binnen drei 
Monaten im hiesigen Fundbüro, Feurigstraße 7, Zimmer 6, 
geltend zn machen, da sonst anderweitig über den Fund- 
gegenstaiid verfügt werden wird 
VereinL-Dackrickteri 
Ein Verband deutscher Filialisten und Geschäftsführer ist, ver 
anlaßt durch den Zusammenbruch der Weinsirma W. Schlieben 
& Go., in Berlin gebildet, zu dem Zwecke, seine Mitglieder vor 
Schaden zu bewahren. 
Berlin tmd Vororte 
§o Josef Kainz-Theater am kleinen Wannsee. Für 
heute sind als Prcmicstc die Schäferspiele vorgesehen. Als 
letzte Fenen-Sonntags-Aufführung ist „Iphigenie" für Sonn 
tag, den 10. August, kzu volkstümlichen Preisen) Nachm. 
6 Uhr vorgesehen, während die Schäfeispiele programm 
gemäß nachmittags 3 Uhr Somitags, nnd Donnerstag, den 
14. August, nachm. b l /. 2 Uhr wiederholt werden. Montag, 
den 11. und Freitag, den 15. August, geht „Des Meeres 
und der Liebe Wellen" in Szene und Mittwoch, den 13. 
nnd Sonnabend, den 10. wird „Sappho" gespielt; „Medea" 
wird am Sonntag, dem 17'. August, abends 6 Uhr gegeben. 
— In Vorbereitung sind für diese Saison noch 3 Werke: 
„Gyges und sein Ring" (Hebbel), „Gevatter Tod" (Eberh. 
König), und „Die Braut voll Messina" (Schiller) mit viel- 
hundertstiinmigem Sprechchor. — Vorbestellungen nimmt 
entgegen in Berlin: A. Wertheim, in Wannsee die Aus- 
kimftei am Bahnhof (Tel. Nr. 727) und die Theaterkasse 
(Tel. Nr. 723); für Vvlksvvrstelluiigcu nur die Stellen in 
Wannsec. 
(:) Zur Frage der Polizeistunde hat daS Kanimcrgericht 
eine beachtenswerte Entscheidung getroffen. Im Lokal von T. 
tagte vor einiger Zelt eine Versuiiiinliuig, ivelche von einem poli- 
lischcn Verein einberufen war. Nachdem man von 8— 11 Uhr 
politische Fragen erörtert hatte, schloß der Vorsitzende die Ver- 
sammlung. Verschiedene Personen, ivelche an der Versammlung 
teilgenommen hatten, blieben noch in einem Prioatzinnner des 
WiriS beisammen nnd tranken Vier, obgleich die Polizeistunde jilr 
das Lokal eingetrcien ivar. Als gegen Schankwirt T. als Lokal 
inhaber 'Anklage erhoben ivnrde, iveil er das Verweilen voll Gästen 
über die Polizeistunde in seinem Lokal geduldet habe, machte er 
zn seiner Verteidigung gellend, die betreffenden Personen hätten 
sich in einem Privatraunc ausgehalten nnd eine geschlossene Ge 
sellschaft gebildet, für welche die Vorschriften über die Polizeistunde 
nicht in Betracht kommen. Die Strafkammer verurteilte aber T. 
zu einer Gcldstrask, weil er (Mjlc über die Polizeistunde in seinem 
Lokal geduldet habe; nachdem der Vorsitzende die Versanimliiiig 
für geschlossen erklärt habe, könne nicht davon die Rede sei», daß 
die zurückgebliebene» Personen eine geschlossene Gesellschaft gebildet 
hatte», auch sei cs unerheblich, dc ß sich die in Betracht tuminc.iüni 
Personen in einem Privatzlmnicr des Wirts aufgehalten h Uten. 
Das Kammergcricht trat diesir Ansicht nicht bei, hob viclniehr 
die lEiitschciduug ans nnd ivics die Sache zur crnenlcn Ver 
handlung und Entscheidung an die S.rafkniiimcr zurück, i dem 
il. n. ausgeführt ivurdc, die Personen, ivelche nach Schluß der Ber- 
saiiiuiliiug in den Privaträiitnen des Wirts zurückgeblieben feien, 
können eine geschlossene Gesellschaft gebildet haben. Es bliebe nur 
zu prüfen, ob dies der Fall war. Es fragt sich, ob cs sich um 
einen nach außen abgeschlossenen Kreis von Personen handelt, dle 
nach innen miteinander verbunden seien. Die innerliche Ver 
bindung kann auf persönlichen Beziehungen beruhen, die zwischen 
den Mügsiederii schon bestehen, welche erst hergestellt iverden sollen, 
oder ans der Gemeinsamkeit des sachlichen Zwecks. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) . 
Deutschland sei auf der Hut! Obwohl die gegen die Fremden 
legion organisierte Veweguiig erst vor ivcnigcn Monaten eingesetzt 
bat und voll den Franzosen mit einem mitleidigen Achselzucken 
scheinbar ignoriert wurde, so scheint der rastlose Kampf, mit welcheiii 
der Jitternativnale Vöikerrcchlsbund zur Vekämpfuna der Fremden 
legion, der I.cgiun ecrnvnvru, auf den Leib rückt, den Herren 
Franzosen schon einiges Unbehagen zn bereiten. Ter französische 
Kricgsintnister gedenkt nun intensivere Werbetätigkeit in Deutschland 
zn entfalten. Die Werbebüros sollen nun neu organisiert werden, 
denen noch bedeutendere Gcldniiticl als bisher zur Versügung 
gestellt werden solle». Sehr inleressant ist der Hinweis der Werbe- 
behörden, daß cü sich in Ziilrinft empfehlen ivnrde, nicht mehr 
Franzosen, welche zn leicht auffallen, sondern Deutsche, mit guten 
Umgangsfarmcn, als Werber einzustellen. Die Werbetätigkeit soll 
fernerhin von drei Hanptzeiitrcn, in Verdun, Paris und Lyon ans 
geleitet und zentralisiert werden. Dadurch hofft das französische 
KriegSmiiiistcriuiii sei» Univesen in unserem Vaterlande treiben zn 
können, nnd die segensreiche Arbeit unseres Jnternationaieil 
Völkerrechtsbundes ivirknngslvS z» machen. Der Internationale 
Bölkerrechlsbund zur Bekämpsnng der Fremdenlegion, unter dcnr 
Präsidium des Herr» Landtagsabgeordncten Dr. Georg Zöphel, 
hat nun die energischesten Maßnahmen getroffen, um unser 
deutsches Vaterland vor dieser neuen Gefahr zu schützen, rind von 
tnuscnoeu von Familien Elend und Jammer abzuwenden. Er 
wendet sich an das gcsanite dciilsche Volk um seinen Beistand! 
Das neue, uns drohende Unglück und die unerhörte Schmach kann, 
ivenn wir cS ivolle», leicht vermieden rverden. Wir brauchen uns 
bloß znsamincn zu schließen und zu zeigen, daß der deutsche 
PntiiolisinuS nicht nur in »nserein Munde, sondern nach in 
nnserein Herzeir. liegt. Die Nciwrganisation der Werbebüros, soivie 
die bedeutende Vermehrung der Werber hat'sich übrigens bereits 
iinaiigciiehm bemerkbar gemacht,, denn cs steht außer Zweifel, daß 
die jüngsten Meldungen von.zahlreichem Auftauchen französischer 
Werber'in Deutschland als Wirkung'dieser Neuorganisation anzu 
sehen ist. Der Jntemationale Völkerrcchtsbund zur Bekämpfung 
der Fremdenlegion entwickelt cine fieberhafte Tätigkeit, um den 
Herren Franzosen ihr Spiel zu verderben. Er^setzk Prämien snr 
diejenigen aus, denen es gelingt, einen Werber zu f J)- 
Nach den Ferien wird er Protcstversammlungen im ganzen deutschen 
Reiche veranstalten, ln welckei ehemalige Fremdenlcgwrinre ber 
die Greuel der Fremdenlegion aufklären und Abenteuerü stcge vom 
Eiiltritt ln diese Hölle warnen ivccden. An uiis aber Irrn nun di 
sehr ernste Pflicht heran, dem Bunde die Durchsuhriing seiner 
schweren Aufgabe zu ermöglichen, und diesen durch euw" Ilaßcn- 
bcitritt derart zu stärken, daß seine palriotilchen Bemühungen auch 
von Erfolg gekrönt werden. Ta der Mindestbeitrag pro Jahr nur 
1 M.. mit Bundeszcitung 3 M. beträgt, also kcm großes Opfer m.t 
sich bringt, so ist zn hoffen, daß seiner sich ausschließen wird. 
Natürlich sind höhere Beiträge sehr willkommen. umsomehr da den 
Franzosen bedeutende Mittel zur B-rseuchung unseres Landes> durch 
ihre Werber zur Verfügung stehen. Anmeldungen nimmt cntgeg . 
Das Generalsekretariat des Internationalen Völkerrechtsbundes, 
Leipzig, Johannisplay 8. 
Vermischtes 
*0 Sport und Städte. An der entschiedenen Überlegenheit der 
spvrtiichen Leistungen der Amerikaner über alle änderen Volker ist 
nicht zuin geringsten die große Fürsorge schuld, die die Städte durch 
Bereitstellen des notwendigen Geländes der körperliche Fusbiidimg 
ihrer Beivohner eulgcgenbringen. . Prof. Sloaue, der in ^cutichlano 
weilende amerikailisäie 'AilSianschproseffor, hat in Wien vor einem 
auserlesenen Zuhörerkreis, zu vcm auch der Unterrichtsmtmster 
gehörte, über den Sport und seinen Nutzen im allgemeinen sttzelnve 
Ausfnhiiingcn gemacht. Als stellvertretender Vorsitzender des irelt- 
aiisichusses für die Olympischen Spiele ist er dazu woy) wie kein 
zweiter geeignet. Er wies vor allem ans das Beispiel Chicagos 
hi», das für die Verbreitung des Sports unter freiem Hiimnel 
geradezu Wunder vollbracht habe, Nach seinen Angaben in 
teil ärmeren Vierteln der Stadt 19 große Teiche zstni Echlittscffuh- 
laufcn vorhanden, 168 vollständig ausgerüstet« und 64 andere 
Tennisplätze, auf die die Spieler ihr eigenes Netz selbst miibringcn; 
ferner bl Plätze für Äaseball und 25 für Fußball, außerdem 
Schießstüiide, Hockey- Kivcketplütze, die .alle den Besuchern ilnent- 
geUlich.zur Versügung stehen. Iin Jahre 11)11 haben rund sechs 
Äiillionen Menschen vo» diesen wohltätigen und wohlfeilen Euv- 
richtuiigen ergiebigen Gebrauch gewacht; die ebenso vielseitigen 
Cporlgclcgeuheücu, die sich in den anderen Teilen der erlabt 
bieten,' sind von ivciicrcn fünf Millionen Menschen benutzt worden. 
Diese verblüffend hohe Besuchsziffer, hiiUcr der andere Städte nicht 
weit zurückstehen, macht die Tatsache erklärlich, daß die Amerikaner 
bis jetzt fast alle Mitbewerber um die Weltpreise der Olympischen 
Spiele siegreich aus dem Felde geschlagen haben. Eine nachhaltige 
Besserung zu unseren Gunsten wird, da der Menschenschlag bei uns 
von 'Natur aus nicht etwa schwächer oder ungeeigneter ist, erst ein 
trete», wenn Staat nnd Gemeinwesen in noch größerem llmfaiig 
für alle ohne lliiterschied leicht zu bcNntzende Einrichtungen zu 
sportlicher Uebung und Krastentfaltung Vorsorge stcffen. 
Auch eine Aiitwolt. „Haben Sie Dantc's „Hölle" schon gc- 
GeTchäftUches 
-E' Bry's 05 Pfg,-Tage Wir baten unsere Leser, die 
heutige Sonderbcilage deö Warenhauses Leo Brg, Lauterst. 12/18, 
gest. zu beachten. Das gen. Warenhaus' bringt wiedW einen großen 
Posten Haus- und Wirtschaftsarlikel zum Einheitspreise von 
95 Pf. zum Verkauf. 
tag* Die ersten Propaganda-Tage. Wilhelm Joseph. 
Schöneberg, Hauptstr. 163, Berlin Großgorschenstr. 1 veranstaltet 
nin Sonnabend, dem 9. d. Nt. (nur.einige Tage) seinen ersten 
großen Prvpagauda-Tag. Was in diese» Propaganda-Tag alles 
geboten ivird, ist ganz erstaunlich! Bei der enormen Preisermäßigung 
»nd der gnien Waren dürften infolge des »nrteilhasten Angebotes 
diese Waren schnell vergriffen sei» und empfiehlt cs sich recht, bald 
von dieser günstigen Kausgelegenheit den ausgiebigstcii Gebrauch 
zu, mache». Gailz beso!idcrs„I.'s;achte mm\^ bic Kleidcrstoff,-4J>tc>l»Us 
zur bevorstehenden Konsirntatioii »nd Prüfung in dcir ausgelegten 
Stoffen schivnrz, weiß nnd farbig. I» der Damenkonscklion beachte 
man die fertige» Konfirmniiteii-Kleider i» schivarz »nd farbig, 
welche in großen Mengen zur Schau thue jegliche Kauszwaug aus- 
ocstellt sind. Auf daS heutige Inserat weisen wir ganz bcsoirders 
hin, welches ein {Innen Teil (resp. Auszug) über alles gebotene 
der Firma Wilhelm Joseph bringt. 'Auch die iiencn Fenster-Aus 
lagen wolle man beachten. 
tST Die greulichen Verwüstungen auf dem Balkan werden 
int hoffentlich aufhören und den vice Böllern in Europas Wetlcr- 
rviiikcl wird der jetzt geschloffene Friede endlich die laiigentbehrte 
und ersehnte Rlihe zu neuem Schaffen und Aufbau segensreicher 
Eiurichtilligeii bringen; Einnchtungc», ivie sie bei iins zur Selbst- 
vcrstüiidlichkeit gehören. — Was bedeutet den Balkmioölkern im 
gegeiiivärtigen Stadium z. B. das gefestigte Acsteheu großer Kauf- 
und Warenhäuser, die selbst die allerschwersten Zeiten durchhnlteii 
mit dcni Prinzip: „Billige Preise". — Was bedeuten den Ballan- 
völlerii Einrichlunge» ivie z, B. die 95 Psg.-Woche die jetzt die 
Firma A. Jandorf & Co, ankündigt, 91 Ile Schichten der Be 
völkerung finde» hierbei Gelcgeulieir zu „so richtig eigeileui Vorteil" 
beim Einkauf. Nur ein so großzügig orgauisierkcs HandciSuuter- 
»chincii kann de» Konsunienren auch in den kritischsten Zeiten zu 
billigen festen Preisen daS bieten, was die Firma 9l. Jaudorf & Go. 
in der 95 Psg.-Woche bringt. 
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