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Periodical volume Nr. 178, 31.07.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

der Görlitzcr Strecke dem Verein der Vororte Berlins in 
einem längeren Schreiben die Anregung unterbreitet morden, 
außerordentliche Protestversammlm gen einzuberufen. Mit 
Rücksicht auf früher gefaßte Beschlüße. wonach Eingaben an 
das Staatsministeriuin gerichtet werden sollen, hat jedoch 
der Vorstand beschlossen, von solchen Versammlungen- abzu 
sehen, auch unter Würdigung der guten Beziehungen des 
Beins der Vororte Berlins zur Kgl. Eisenbahndirektion. 
Gleichzeitig wurde beschlossen, rn dieser Angelegenheit einen 
Fachmann zu gewinnen, der eine genaue Statistik anfertigt, 
in der die Einnahmen und Ausgaben im Stadt-, Ring- 
und Vorortverkehr dargestellt werden. — Eine andere Ein 
gabe eines Grünauer Vereins, die sich ebenfalls auf Eisen 
bahnwünsche bezieht, soll der großen Petition im Herbst als 
Material zugefügt werden. Bei dieser Gelegenheit machte 
der 1. Vorsitzende wiederholt darauf aufmerksam, daß die 
Eisenbahnwünsche bis spätestens zum 15. September ein 
gereicht werden müssen, damit sie rechtzeitig, d. h. bis zum 
1. Oktober, an die Kgl. Eisenbahndircktion weitergegeben 
werden können. 
Gerichtliches 
(:) Anbringen von Rcklaineschildern. Das Obervcrmaltungs- 
gcricht hatte darüber Entscheidung zu treffen, inwieweit die 
Polizeibehörde berechtigt ist. die 'Anbringung von Rcklanreschildern, 
Rctlameaufschriftcn und Schaukästen zu verbieten. In dem Gesetz 
gegen die Verunstaltung von Ortschaften und landwirtschaftlich 
hervorragenden Gegenden vom 16. Juli 1907 wird bestimmt, daß 
die baupolizeiliche Genehmigung von Bauten und baulichen Acnde- 
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rungen zu versagen ist, wenn dadurch Straßen und Plätze der 
Ortschaft oder das Ortsbild gröblich verunstaltet werden. Fenier 
behandelt das Gesetz die Pflege wcitergeheitdcr Interessen auf der 
Grundlage von Ortsstatuten. Die Polizei hat die Erlaubnis zu 
versagen, soweit dies durch Ortsstatnt vorgeschrieben ist. Auf 
diesem Wege kann sowohl die Eigenart des Ortes und Straßen 
bildes, für einzelne, bestimmt zu bezeichnende Straßen und Plätze 
von geschichtlicher und fünstlerischcr Bedeutung als auch die Eigen 
art einzelner Bauwerke von solchen, sowie der Eindruck, der! sie 
hervorrufen, gegen Beeinträchtigung durch Bauten geschützt werden. 
Soweit die Anfertigung von Reklameschildern, Schaukästen, A»f- 
schriften und Abbildungen nicht etwa schon der baupolizeilichen Ge 
nehmigung unterliegt, kann sie ihr durch Ortsstatut unterworfen 
werden; E. und Gen. war nach' Schaffung eines Ortsstatnts auf 
gegeben worden, Glasschilder, Schaukästen und ReklanieanfschristeN 
greller Art i» bestimmten Straßen zu beseitigen, weil sonst das 
Straßenbild verunziert würde. Nachdem Sachverständige ver 
nommen waren, erkannte der Bezirksausschuß auf Abweisung der 
Klage, weil durch, die betreffenden Schilder und Kästen die Eigen 
art des Straßenbildcs beeinträchtigt würde; es kämen alte Straßen 
mit bemerkenswerten Bauteil in Frage. Das Oberoerwaltnngs- 
gcricht bestätigte die Borcnlschcidiing und führte ii. a. aus, zu 
treffend nehme der Bezirksausschuß an, daß durch die Schilder und 
Kästen das Straßenbild von geschichtlicher und künstlerischer Be 
deutung beeinträchtigt werde. Der Berwaltnngsrichter hat die 
Rechtmäßigkeit, aber nicht die Zweckmäßigkeit eines Ortsstatuts zu 
vrüfen. Wenn einzelne von den gehörten Sachverständigen der 
Gemeindevertretung angehören und an den Beratungen des 
Stntutcncntwnrfs teilgenommen haben, widerspricht dem'Gesetz nicht. 
TefmiTchtes 
*o Die Frage der Milchvcrsorguiig wurde Nr der Stadt 
Saarlouis eingehend verhandelt. Nach den Ergebniflcn der Unter 
suchung des städtischen Milchuntersuchungsamtcs in den letzten zivci 
Jahren waren 60 Proz. dcr gesamten gelieferten Milch verunreinigt. 
Im Jahre 1912 haben von 48 entnommenen Proben 28 Schmutz 
enthalten. Die Stadt bewilligte 300 M. zu 16 Prämien von je 
20 M. für diejenigen Milchlicfernnten, die sich in Äezug^auf Stall 
»nd'Hygiene des Biehes sowie der Geräte hervortun. Sic müssen 
sich indes der Kontrolle einer städtischen Kommission unterwerfen. 
Wenn die Prämienverteilung sich bewährt, wird später die aus 
geworfene Summe erhöht. 
*o Nn natürlich. Röschen: „Also dein Bräntigain hat eine 
Anstellung?" — „Ja, an der Pctrikirche." — „Küster?" — „Nu 
natürlich küßt—er." 
Zum 70. Geburtstage Petcr Noscggcr's 
am 31. Juli 1913. 
Heut entflammt die Jüngerschar,- 
Alle Herzen sich erschließen, 
Jedes will zum Jubeljahr 
Steiermark's Apostel grüßen. 
Segenswünsche fern und nah 
KlingcN hell wie Festgelänke, 
Auch ein Jahrgenosst ist da — 
Gratulieren muß er heute. 
Reichen Lohn fand er bei Dir 
In Dir gern geweihten Stunde»; 
Tanken will er nun dafür! 
Schenk, ihm dazu zehn Sekunden. — 
Frische Kraft und Sonnenschein 
Auf — will's Gott — noch langen Wegen 
Mag der Hiinmcl Dir verleihst: 
Und für immer seinen Segen! Emil Krause. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius Friedenau. 
n in ii 
Meinen werten Gästen die ergebene Mitteilung, dass ich 
mit dem heutigen Tage mein Lokal an Herrn Traiteur Jean 
S<a*af5ler übergeben habe. Indem ich für das mir entgegen 
gebrachte Wohlwollen bestens danke, bitte ich gleichzeitig, 
dieses auch auf meinen Nachfolger zu übertragen. 
Berlin-Friedenau, den 1. August 1913. 
Frl*3 Feldmann. 
Mit Bezug auf vorstehende Mitteilung, einem werten Pub 
likum zur gefl. Kenntnisnahme, dass ich das Restaurant 
RI*ein-EeR käuflich erworben habe und am 1. August d. Js. 
übernehmen werde. 
Das meinem Vorgänger lange Jahre hindurch entgegen 
gebrachte Vertrauen bitte ich, auch mir schenken zu wollen. 
Meine langjährige Tätigkeit als Küchenmeister in ersten 
Wein- und Bierresfaurants gestatten es mir, meinen geehrten 
Gästen eine vorzügliche Küche und die besten Getränke zu 
bieten. 
Ergebenst 
Jean Schallet. 
Specialität: Stadtküche. 
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Programm fro. 285 
vom I, bis 4. August 
Dr. Quecksilbers neue' 
Impfung. (Ilunloristisch). 
DorMarkt der Eingeborenen 
von Zentral-Asien. 
Wer zuletzt lacht, lacht am 
besten. Humoreske). 
Das BehEim- 
doliuincnt 
spannender Zweiakter. 
Adolar und die schöne 
Sängerin. (Komödie). 
Der 
eiserne Ted 
Episode aus dem Balkan 
krieg 1912/13 in 2 Akt 
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