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Periodical volume Nr. 172, 24.07.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Sftfirä, dein Tage der allgemeinen Jahrhundertfeier, in 
Egsdorf bei Teupitz gegründete Kriegcrvcrern ist in den 
Verband anfgenvinuicn. 'Anmeldungen zu der am 28. und 
24 August in Grvszbeeren stattfindenden, vom Kreise 
Teltow veranstalteten Jahrhundertfeier der Schlacht bei 
Großbeeren sind bisher nur von 45 bezm. 40 Vereinen ein- 
gcgangen. Schleunige ?lmneldnng der noch sehlenden bei 
dem Kameraden Vorsitzende Hansen Adlershof ist nötig; am 
2,i. August müssen die Vorsitzenden, die Fahnenträger mit 
der Fahne und je 2 Fahnenbeglciter unbedingt erscheinen; 
fiir den 24. ist das möglichst vollzählige Erscheinen aller 
nicht zu weit wohnenden Vereine erwünscht. Die Feier ist 
eine T^eier des Kreises und deshalb sind die Kriegervereine 
des Kreises in erster Linie zur Teilnahme berechtigt. Auf 
Anregung des Vereins in Zossen soll 1914 wieder eine 
Verbandsfahrt nach dem Ktjffhäufer-Denkmal stattfinden. 
Gestorben sind 22 Kameraden, darunter der langjährige, 
verdienstvolle Vorsitzende des Kricgervereins in Schmargen 
dorf, Kamerad Heuer, dessen der Verbandsvorsitzende in 
warmen Worten besonders gedachte. Die Versammlung ehrte 
das Andenken der Verstorbenen in üblicher Weise. Kamerad 
Hansen erstattete einen längeren Bericht über den am 12./14. 
Juli in Breslau abgehaltenen Abgeordnetentag des Deutschen 
Kriegerbundes und die Generalversammlung der Ver 
sicherungsanstalt und Sterbckasse des Deutschen Krieger 
bundes. Die wichtigsten Beschlüsse waren die Erhöhung des 
Bundesbeitrages um 80 Pfg. pro Kopf und Jahr ab 1. 
Januar 1014 und die Verschmelzung der Versicherungs 
anstalt und Stcrbekasse des Bundes mit der Versicherungs- 
Aktiengesellschaft „Friedrich Wilhelm", letzterer Beschluß 
wurde mit mehr als % von 27 000 Stimmen gefaßt. Seit 
dem 1. Januar bis 80. Juni sind an Fechtgeldern 
1038,59 Bk. eingegangen. Ernannt wurden im letzten 
Vierteljahr: 0 Fechtmeisterinnen, 10 Fechtmeister, 1 Bezirks 
fechtmeister, 1 Oberfechtmcister und zum Meister der Fcchl- 
kunst der Verbandsfechtmeister Kamerad Lehmann-Zehlen 
dorf, unter dem bisher 20 000 M. gesammelt sind. Die 
Sammlung anläßlich des 25 jährigen Regierungsjubiläums 
des Kaisers und Königs hat den Betrag von 500 000 Bk. 
erheblich überschritten und hat den Namen „Kaiser- 
Jubiläums-Fonds" erhalten. Sie soll die Unterhaltung der 
5 Waisenhäuser des Bundes für den Kriegsfall sicherstellen 
und zur Erweiterung der Waisenpflege in Friedenszeit 
dienen. Bkit einem dreimaligen Hoch mif die Kamerad 
schaft wurde die Tagung bereits s /i 5 Uhr geschlossen. 
o Warnung vor Grnndstücksncppern. Die west 
lichen Vororte werden gegenwärtig von Leuten unsicher ge 
macht, welche vorgeben, Hausgrundstücke erwerben zu wollen. 
Das Wort „kaufen" vermeiden sie geflissentlich, denn zum 
Kausen gehört Geld und das ist gerade das, was sie und 
ihre Auftraggeber rricht haben. Sie geben vor, Beauftragte 
einer „Grundstückserwerbsgescllschaft" zu sein und keine 
Provision zu beanspruchen.' Bei Geschäftsunkundigcn — 
besonders Damen — mächt diese Versicherung zumeist 
Eindruck und iveuii man sich mit dem Mitglied der „Ge 
sellschaft" zu der der Anfragende gehört — die Gesellschaft 
selbst besteht zumeist Nur ans einigen, ganz mittellosen 
Leuten — einläßt, dann machen sie den Vcrkausslustigen, 
ivie man sagt, mit Redensarten bc—täubt. Es kommt 
schließlich dazu, daß die „Gesellschaft" gegen Zusicherung 
eines fixierten „Nießbrauchs" erwirbt. Alles das verstößt 
nicht gegen gesetzliche Bestimmungen aber der hinkende Bote 
kommt bald nach. Kosten und Stempel, die der Ver 
äußerer meist selbst vorschießen muß, werden von der (Ge 
sellschaft nicht bezahlt, wohl aber pünktlich die Mieten 
kassiert oder verpfändet, wenn möglich auch noch eine 
Schornsteinhypothck aufgenommen, kurz, alles gemacht, was 
das Grundstück belastet. Von „Nießbrauch" ist keine Rede, 
es bleibt nichts übrig, das Grundstück, aus dem „heraus 
gequetscht" wird, ivas irgend geht, kommt schließlich zur 
Zwangsversteigerung, weil Zinsen nicht bezahlt werden, 
dann ist der frühere Besitzer sein Grundstück los, ohne 
etivas dafür erhalten zu haben und hastet gesetzlich noch 
für die ausgefallenen Hypotheken usw. Also Vorsicht! 
v Die Bodendiebc scheinen sich den Friedenauer Orts- 
teil von Schöneberg znm Ort ihrer „Arbeit" ausgesucht zu 
haben. Erst gestern berichteten wir von einem Bvdencin- 
brnch in der Beckerstraße und heute geht uns die Meldung 
zu, daß in der vergangenen Nacht 12 Bodenverschläge deä 
Hanfes Petcr-Discher-Straße 12 von Einbrechern heim 
gesucht wurden. Ter Hauswirt sah heute früh zwei Leute 
init einem Koffer und einem Bettsack aus dem Hause treten, 
dachte aber nicht an einen Einbruch. Erst später konnte er 
feststellen, daß die Beiden die Hausböden ausgeräumt hatten. 
o Zwischen einem Automobil und einer Rad 
fahrerin fand gestern Abend in der Rhemsträße vor deut 
Am Mittwoch, don 23. d. M., siüh 6 Uhr, verschied meine 
inniggcliebte Fian, meines Sohnes trensorgende Mutter, cnse.ro 
liebe Schwester, Schwägerin lind Tante 
Frau Johanna Muhn geb. Kumland 
nach 24jähriger glücklicher Elle im 50. Lebensjahre. 
Dies zci°t im Namen der tiefbetrühten Hinterbliebenen hier 
durch an ° Franz Kühn, Hutmachcrmeistcr 
Arthur Kuhn, Sohn. 
Uoriia-Friedenau, den 24. .Juli 1913. 
Koentebcrgslr. 3 und Uhwnslr. 52. 
Dio Beerdigung findet am t-onntag, den 27. d. M., nach 
mittags V,5 Uhr, von der Hallo des Friedenauer Friedhofes, 
Südwestkorso Ecke Stubcnraudhstr., aus statt. [5G9t 
[Feuerbestattung 
mitallemZubeböru. Gebühren 
180 M- 
urch das Beerdigungsinstitut 
Otfio Schwas** 
riedenau, Wilo.-Haaffslr. 11 
Ecke der VVielaudstr. 
ernsorecher Ffalzburg 98o8. 
Persönliche Ausführung. 
64neaiHint"f. b «Ä 
sich. Else (Schritte, Kaiserallee 125 
linkes Garth. II. [5695 
aaBigaaatacamsaEaBitaca^i 
M, und Verkäufe 
Abs. sich.vollv. Subhastahans, auch 
in südl. Vorort, ev. dch. Ueber». b, 
Spitze Igj. f. 1. Hyp. i. 9—10s. 
Miete, zu kaufen gesucht. Attsf.Off. 
an Postlagcrkarte 212 Erfurt. 
Zeichentisch, 2 m, kauft, 
wagen verkauft 
port- 
[5705 
Leuchte, Laubachcr Str. 17. 
Hause Nr. 17 ein Zusammenstoß statt, der glücklicherweise 
noch glimpflich ablief. Es wurde niemand verletzt. Nur 
das Fahrrad wurde etwas beschädigt. 
(:) Das Weglassen des Prsidikates „Herr" ans der Adreßseite 
• Zuschrift eine Beleidigung. Bor einiger Zeit verurteilte das 
mitgeteilt vom Patentbüro Johannes Koch, Berlin N0. 18, Große 
Frankfurterstr. 59. Abschriften billigst. Auskünfte kostenlos. 
August Stampe, Berlin-Friedenau, Laubachcrstr. 16: Vorder 
fußstück für Schuhspanner. (GM.) 
Optische Anstalt C. P. Gaerz, A.-G., Berlin-Friedenau: Fern 
rohr von unveränderlicher Länge und stetig veränderlicher Ver 
größerung. (Angem. Bat.) 
Gericdrticbes 
{:) Vor dem Kriegsgericht der Königl. Landwehr-Inspektion 
fand eine geheimnisvolle Diebstahlsangelegenheit, die fiel) auf dem 
Schvneberger Polizeipräsidium abgespielt hgt, ein Nachspiel. Die 
Polizeibeamlcn haben eine sogen. Kantinenkasse eingerichtet, die in 
einem Spind auf deni Vüro untergebracht ist. Eines Morgens war 
die Kasse mit 99 M. aus dem verschlossenen Spind verschwunden. 
Man hatte keine Ahnung, wer her Dieb sein konnte und vermutete 
nm allerwenigsten, daß ein Beamter selbst den Diebstahl verübt 
haben könnte. Einige Tage später traf bei dem Polizeivorstand 
eine Geldsendung über 05 üb!, ein, die ein Spender, der nicht genannt 
sein wollte, dein Bctcranenfonds der Schntzmaniischaft angeblich 
stiftete. Am Tage darauf folgten noch weitere 37 Bl. von dein 
gleichen Spender. Jetzt lenkte sich der Verdacht der Täterschaft aus 
den Schutzmann Lenzte, der auch, vom Hanptmann ins Verhör gc- 
nommcn, den Diebstahl cingestand. Er habe in der blot gehandelt 
und das Spind mit einem Schlüssel geöffnet. Dann hc.be ihn aber 
die Rene gepackt und er habe unter der Vorgabe, dem Betcrancn- 
fonds etwas beizusteuern, das entwendete Geld wieder eingeschickt. 
Drei Blnrk habe er als Buße beigefügt. Später widerrief er sein 
Geständnis. Er wurde aber doch für überführt erachtet und neben 
einer Gefängnisstrafe von einem Monat kriegsgerichtlich mit 
Degraoation bestraft, weit er ferner nicht mehr würdig erscheint, 
als Vorgesetzter vor die Front zu treten. 
0 ■ 
einer 
Kgl. Schöffengericht zn Glauchau einen Baunnternehmer aus 
Biecrane wegen Beleidigung zit 20 Al. Geldstrafe cventl. 4 Tage 
Hast, weil der Aiigeilagte dem Kläger, einem Glauchaner Bankier, 
eine Postkarte gesandt, ans deren Adrcßscite er das Prädikat „Herr" 
weggelassen hatte. Die Berufung, iocld)c der Verurteilte gegen 
dieses Erkenntnis einlegte, wurde verworfen. 
jLiUencron im Mrrenkaus. 
Bon dem Verlag Schuster & Leichter erhalten wir die nach 
stehende Zuschrift: 
Verehrt. Redaktion des „Friedenauer Lokalanzeigcr". 
In der Beilage zu Nr. 168 Ihres Blattes vom Sonntag, dem 
20. Juli, veröffentlichen Sie eine Plauderei von Heinrich Binder, 
in der ii. n. sich eine Auslassung über den „verramschten Lilicneron" 
vorfindet. 
Tie Darstellungen sind nicht den Tatsachen entsprechend, sod.rf: 
wir Eie hierdurch höflichst bitten, eine Berichtigung zu veröss.'nt 
Uchcn: 
Es ist unwahr, daß der Absatz von Llliencron-Werien „über 
alles Erwarten" gering gewesen ist; wahr ist vielmehr, das; die 
Nachfrage nach seinen Büchern noch nie so bedeutend war, als in 
den 4 Jahren nach; seinem Tode (d. h. seit 1909). 'i'.-r Auf 
schwung des Absatzes von Liliencrons Werken ist besv: t-.us da 
durch zu Tage getreten, daß anstelle der allen, nnvoUstünt-izen 
und teueren 'Ausgabe eine neue vollständige und endgültige 'Aus 
gabe trat, die kein geringerer als Dr. Richard Dehmel heraus 
gegeben hat. Nachdem diese Neiiausgabe vollständig geworden ist, 
genügte die alte unzulängliche .Ausgabe nicht mehr, und zwar nicht 
nur wegen ihres unvollständigen Inhalts, sondern namentlich 
wegen der heutigen Ansprüche nicht mehr erfüllenden 'Ausstattung. 
Der unterzeichnete Vertag hat ans diesem Grunde die Restbcstände 
der sehr zersplitterten alten 'Ausgabe, von der verschiedene Bücher 
vergriffen waren, dem Kaufhaus des Westens übergeben, damit 
einzig und allein nur noch die endgültige neue Ausgabe zu haben 
sein wird. Da das Kaufhaus des W. für den einzelnen Band 
selbst mehr gezahlt hat, als der von Ihnen angegebene Preis von 
82 Pf,, so ist diese Firma gar nicht in der Lage, die übcr- 
»ommenc» Bände zu diesem Preis zn veräußern! Jeder Band 
kostet im Kaufhaus d. W. 1,75 Bl. 
Hochachtungsvoll gez.: Schuster & Locsfler. 
Wir geben der Berichtigung gerne Raum, wenn wir auch nicht 
unterlassen können, einige Bemerkungen daran zn knüpfen. Immer 
hin ist cs doch eigenartig, daß ein Verlag seine frühere Verlags- 
erscheinung desavouiert, indem er sic als unvollständig und teuer 
hinstellt. Ferner ist cs sonderbar, daß eine Ausgabe zersplittert 
sein kann, zumal doch bei geschlossenen Ausgaben einzelne Bände 
nicht verkauft werden. 
Es beibt bestehen aber die Pietätlosigkeit, Lilicncron'sche 
Werke einem Warenhaus zn überlassen. Wir wollen den Verlag 
nicht daran erinnern, wie nützlich und zweckentsprechend er die 
Bände, — wenn cs sich doch mir nm eine so kleine Auslage 
handelte —, an Bibliotheken und gemeinnützige Anstalten hätte al>- 
ircten können. 
Daß das K. d. W. den Preis noch nicht auf 32 Ps. herab 
gesetzt hat, stellen wir gerne richtig, aber daß das Kaufhaus diesen 
niedrigen! Preis wählen kann, steht doch ganz in seinem Ermessen, 
zumal die Warenhäuser dock, oft Kinoerbaoewunneit, Stnhlkissen 
oder Karl Mai/s Werke als „Schlager" weil unter Einkaufspreis 
veräußern, lind daß das K. d. W. sich schließlich genötigt sieht, 
die Werke des prächtigen Liliencron herabzusetzen, liegt doch sck)vn 
in der Tatsache begründet, daß gerade das kaufende Publikum des 
K. d. W. wohl wenig Liebe und Verständnis für die Werke des 
Poggfred-Dichlers hat. 
Znm Schluß wollen wir unsere herzliche Freude darüber kund 
geben, daß dje Nachfrage nach .Lilienervn's Werken stark und be 
deutend sein soll. Die Redaktion. 
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Vermischtes 
*o Dlohl selten hat cö eine Frau verstanden stä, so lange jung 
zu erhalten,.wie die Kaiserin Joscphinc, die erste Gemahlin von 
Napoleon L, welche noch im Alter von 50 Jahren, kurz vor ihrem 
Tode, den Kaiser von Rußland bezauberte, .obwohl er 14 Jahre 
jünger war als sie. — Damals, nach dem Sturz des Kaisers, be 
suchte er dessen geschiedene Gattin in Schloß Malmaison und 
nannte sie entzückt „eine zweite Rinon! — In allcrneuestcr Zeit 
will man das für die Damenwelt unstreitig sehr wichtige Ge 
heimnis entdeckt haben, welchem Josephine ihren eigentümlich 
reizenden, jngcndfrischcn Teint angeblich zu verdanken halte; 
man will dahinter gekommen sein, daß dieses Geheim- und 
Toileltenmiltet cinsach ans — Veilchen-Milch bestand, hergestellt 
aus frischgepflückten Veilchen, mit siedend heißer AHlch begossen, 
womit sie sich — so heißt es — jeden Morgen wusch. — 
Nach einer andern verbürgteren Tradition aber soll die schone 
Kreolin eine große Geschicklichkeit darin besessen haben, ihrem hellen, 
liebreizenden Antlitz jenes herrliche Kolorit durch meisterhaftes 
Auflegen van — Schminke zu verleihen. Wohl halfen ihr ein 
tadelloser Wuchs und feine Züge, doch ersterer kam erst zur 
Geltung durch vollendet graziöse und elegante Vctoegnngen, und 
diese feinen Züge erhielten erst jenen bezaubernden Ausdruck durch 
den sanften Blick von Huld und Liebenswürdigkeit die Aller 
Herzen ihr gewannen, ,nährend der auffallend kleine, wohlgeformte 
Mund sehr glücklich die schadhaften Zähne zu verbergen mußte, da 
die Wissenschaft der Zahntechnik damals noch sehr im Argen lag. 
Gesuncibeitspilege. 
Die Gesichtsrose ivird, tuen» sic nicht zn schlimmer Art ist, 
durch ein sehr einfaches Mittel geheilt. Es sind die Blüten des 
Heidekrauts (Erika vulgaris), die man frisch oder getrocknet ans 
eine glühende Kohle streut, wobei man den Ranch auf den er 
krankten Teil wirken läßt. Freilich muß man das Verfahren mehr 
mals wiederholen. Auf dein Lande wird dieses vortreffliche Alitlel 
viel angewendet. Kann man Erikablüten nicht erhalten, so hilft 
auch ein. Säckchen mit Roggenmehl und Kochsalz zu gleichen Teilen 
gemischt. Das Säckchen muß aber so warm wie möglich aufgelegt 
werden. 
Gememnütziges 
In der heißen Jahreszeit wird in kaltem Trinken oft zu viel 
geleistet. Dem dadurch stark in Anspruch genommenen Blagen 
litt deshalb eine die Aerdnnnng fördernde warme Suppe doppelt 
gut. In den 40 Sorten von Maggis Suppen hat man ja eine 
Errungenschaft, die es ermöglicht, in kürzester Zeit täglich eine 
andere nahrhafte und wohlschmeckende Suppe herzustellen. Dabei 
spart man an Feuerung und hat bei der Kürze der Kochzeit nickil 
nötig, viel Hitze in der Küche ausziistchen. Für 10 Pfg. 2—3 Teller 
Tuppc ist gewiß äußerst günstig. 
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