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Periodical volume Nr. 247, 20.10.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenauee 
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Jecken lvlttvock,, 
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Wr. 172 
KerNn-Iriedenau» Donnerstag, den 24. Juki 1913. 
20. Zafirg. 
Depes^ien 
Letzte IIacKricdten 
Berlin. Nach Veruntreuungen von über 10000 M. 
ist der 32 jährige Buchhalter Anton Schlesinger, aus der 
Dragoncrstr. 13, flüchtig geworden. Schlesinger war seit 
10 Jahren bei dein hiesigen Vertreter der Nordseefischerei 
Fritz Tappe in der Dircksenstr. 45 beschäftigt. 
Weißenbnrg i. E. Heute früh wurde ein Militär- 
posten beim Pulverhans überfallen und in die Lauter ge 
worfen. Infolge seiner Hilferufe wurde er gerettet. Die 
Täter sind unbekannt. 
Frankfurt a. M. Die 19jährige Elise Bender aus 
Gießen gab bei der dortigen Polizei an, sie sei von einer 
Stellenverinittlerin engagiert worden, die mit ihr nach 
Edenkoben gereist sei, wo sich drei ausländische Herren und 
noch sieben Mädchen befanden. Es sei ihnen gesagt 
worden, die Reise gehe nach Südamerika. Darauf sei sie 
geflüchtet. Stimmen diese Mitteilungen, so handelt es sich 
offenbar um internationale Mädchenhündler. 
Mainz. Seit vorgestern nachmittag regnet es auch 
in der unteren Rheinebene wiederum in Strömen. Der 
Rhein und der Main steigen täglich um 30 Zentiineter. Der 
Rhein hatte gestern mittag 12 Uhr den Pegelstand von zwei 
Metern überschritten und das Vorland übschwenunt. Heute 
wurde in Mainz das städtische Pumpwerk für die Kanalisation 
in Tätigkeit gesetzt. 
München. Unaufhörliche Regengüsse sind in den 
letzten Tagen über Bayern niedergegangen. In Ludesch riß 
der Fluß einen Holzrcchen mit 800 Baumstämmen fort. 
Diese bedrohen sämtliche Brücken, trotzdem Hunderte von 
Männern zu Hilfe herbeieilten. Die Häuser wurden mit 
Schutzwällen umgeben. Einzelne Briicken sind eingestürzt, 
andere unterwaschen und dem Einsturze nahe. Im Algäner 
Hochgebirge ist neuerdings Schncefall eingetreten. 
Mailand. Ein heftiges Gewitter, das von starkem 
Hagel begleitet war, ging gestern Nachmittag zwischen 4 
und 6 Uhr über Mailand nieder. Die Ernte in der 
Umgebung der Stadt ist vollkommen vernichtet. Einzelne 
Hagelkörner hatten ein Gewicht bis zu 40 Gramm. Der 
Schaden ist sehr groß. 
Nizza. Ein verwegener Einbruchsdiebstahl wurde in 
die Villa einer russischen Fürstin verübt. Den Einbrechern 
fielen fiir ungefähr 50 000 M. Schmucksachen und Bargeld 
in die Hände. 
Belgrad. Hier vrrlantcte gestern, die bulgarische 
Armee sei bei Zarewv-Selo aufs Haupt geschlagen worden. 
Es wurden, so meldet man. 120 Kanonen und viel Munition 
von den Serben erobert. Der Kampf war bis zum Schlüsse 
sehr erbittert und forderte zahlreiche Opfer. Die Bulgaren 
flohen schließlich in der Richtung auf Dubnitza. 
Konstantinopel. Bei demKampf um Kirkilisse boten 
die Bulgaren nur schwachen Widerstand. Ehe sie den Rück 
zug antraten, steckten sie die Stadt in Brand und sprengten so- 
wohl Kasernen wie Munitionsdepots in die Luft. Nach 
einem Telegramm des Generalissimus Jzzct Pascha an den 
Sultan wurden die türkischen Truppen von der Bevölkerung 
mit großer Begeisterung empfangen. 
Lissabon. In dem benachbarten Cascnes fanden zwei 
Kinder beim Spiel am Strande drei Bomben. Eine davon 
explodierte und verletzte die beiden Kinder. 
Oie Fremdenlegion. 
Durch den unlängst erfolgten Eintritt des Bürger 
meisters von Usedom in die Fremdenlegion ist die Auf 
merksamkeit der deutschen Oeffentlichkeit wiederum auf dieses 
Massengrab gelenkt morden, das alljährlich Tausende von 
deutschen Landeskindcrn als traurige Opfer fordert. 
Die Fremdenlegion aufzuheben, dazu reicht unsere 
Macht nicht hin, deshalb bleibt uns nur übrig, ernst und 
eindringlich vor ihr zu warnen, wozu wir Deutsche allen 
Anlaß haben. Sind doch nahezu s / 4 der Fremdenlegionäre, 
ungefähr 7500 Mann deutsche Staatsangehörige, die keines 
wegs freiwillig auf ihr deutsches Vaterland verzichtet haben, 
svndem die große Mehrzahl von ihnen ist fernab vom 
Elternhaus durch gewissenlose Werbeageutenj in nieder 
trächtiger Weise hintergangen und dann der Fremdenlegion 
zugeführt worden. Solche Leute sind es wert, daß mau sich 
ihrer annimmt und sie beizeiten warnt. 
Hierzu ist ein soeben erschienenes Buch von dem ehe 
maligen Legionär Gg. Mentler: „Deutsche Sklaven im 
Dienste der Fremdenlegion in Afrika und Ostasien", Preis 
80 Pf., Verlag Carl Koch, Nürnberg, vorzüglich geeignet. 
Seit seinem Erscheinen vor 4 Wochen ist dasselbe inner 
halb der kurzen Frist in einer Anzahl von 10 000 Exem 
plaren sowohl in Deutschland als auch im Ausland gekauft 
worden, ein Beweis für die Beliebtheit der packenden, 
fesselnden Schilderungen des Verfassers, der dem Publikum 
keinen Schauerroman bietet, sondern seine hochinteressanten, 
zahlreichen Erlebnisse, Leiden und Drangsale in wahrheits 
getreuer, formvollendeter Weise wiedergibt, dabei aber nicht 
grau in grau malt, sondern auch das Gute, das er mährend 
seiner Dienstzeit in der Legion beobachten konnte, gerne 
anerkennt. 
Wir entnehmen den Schilderungen des Verfassers mit 
dessen Erlaubnis folgende Zeilen: 
Nachdem ich in der Depotkompaguie soweit ausgebildet 
war. daß man mich in den vorgeschobenen Stationen ver 
wenden zu können glaubte, wurde ich der 1. Kompagnie 
des 3. Bataillons zugeteilt, welche in der Kaserne unter 
gebracht war. In der letzten Nacht, die ich im Zeltlager 
zu verbringen hatte, spielte sich in unserem Zelte noch ein 
tragischer, aufregender Vorfall ab. Wir hatten darin einen 
jungen Oesterreicher, der einige Wochen nach mir im 
Regiinent angekonnnen mar. Obwohl er ein dienstwilliger, 
properer und vor allem pünktlicher Soldat war, so konnte 
er doch unserem Sektionssergeanten nichts recht machen und 
wurde ein über das andere Mal dem Hauptmann gemeldet, 
der ihn dann mit den empfindlichsten Strafen bedachte. 
Erst vier Tage zuvor aus dem Arrest entlassen, war ihn: 
vom Sergeanten für den nächsten Tag wieder eine Meldung 
beim Hauptmann angedroht, was unzweifelhaft neuerlich 15 
Tage Arrest für den unschuldig gequälten Soldaten zur 
Folge gehabt hätte. Dieser Torturen iiberdrüssig, beschloß er, 
sich das Leben zu nehmen. In jener Nacht, etwa zwei 
Stunden nach dem Neunuhrappell, wurden wir durch einen 
Schuß aus dem Schlafe aufgeschreckt. Als wir schleunigst 
Licht gemacht, bot sich uns ein trauriger Anblick dar. Auf 
seinem Strohsack ausgestreckt, die Zehe des rechten Fußes 
uoch am Abdruckhahn seines Dienstgewehres, lag Fried in 
konvulsivischem Zittern, mit einer Schußwunde durch den 
Kopf, vor uns. Aber keine fünf Minuten waren seit dem 
Unglücksschuß vergangen, so mar der Bejammernswerte eine 
Leiche. Die Kugel war ihm unten voin Kinn durch 
den Kopf gedrungen und in der Nähe des Wirbels am 
Hinterkopf ausgetreten. Die Bosheit und Herzlosigkeit 
eines Vorgesetzten hatten ivieder einmal, wie dies so oft 
in der Legion vorkommt, ein junges Leben zur Verzweiflung 
und in den Tod getrieben. Daß gegen solche Vorgesetzte 
eine Untersuchung eingeleitet und dieser eine exemplarische 
Strafe des Schuldigen auf dem Fuße folgen würde, ist bei 
den grauenhaften Zuständen in der Legion vollständig ans 
geschlossen. 
An anderer Stelle heißt es: 
In vollständiger Kriegsausrüstuug — der einzelne 
Mann hatte die Kleinigkeit von ungefähr 45 Kilo zu 
schleppen — wurden wir am Tage des Abmarsches von 
der Garnison im Kasernenhof einer Besichtigung durch den 
Regimentskonnnandeur unterzogen. Wie bedauerte ich, 
daß gerade unsere Kompanie der Kontrolle dieses, wie ich 
gerne anerkenne, durchaus gerechten Obersten entzogen wurde! 
Von unserem Hauptmann war, so wie ich ihn in der 
kurzen Zeit meiner Zugehörigkeit zu seiner Kompanie kennen 
gelernt hatte, sobald er den Augen des Obersten entrückt 
war, sicherlich nichts gutes zu erwarten. Unter klingendem 
Spiel der Regimentsmusik, die uns ein Stück Wegs be 
gleitete, ging's hinaus zur Garnisvnsstadt. Kaum einige 
Kilometer von dieser entfernt, hört das kultivierte Land auf 
und an dessen Stelle tritt rauhes, ödes Terrain. Lautlos, 
schwer bepackt, am ganzen Körper von Schweiß triefend, 
marschieren wir in glühender Sonnenhitze dahin. Da ist 
kein fröhliches Geplauder, kein lachendes Scherzwort, kein 
lustiger Gesang zu hären, wie ich das als Kind von 
deutschen Truppen auf dem Marsche so oft wahrnchinen 
konnte. Es schien, als ob sich selbst die liebe Sonne gegen 
uns verschworen hätte, denn unbarmherzig brannte sie auf 
uns herab. Die von dem erhitzten Sandboden zurück 
strömenden Glutwellen erschwerten uns das Atmen. Schon 
einige Stunden nach dem Ausmarsch hatten wir eine 
Inter der Last -er Grone. 
tUmau m« R. M. White. 
4g «rrtvML) 
Wissen Sie, wer das ist?" flüsterte sie ihrem Gefährten 
eise ui Er ist dem Könige allerdings sehr Ähnlich — bis auf 
las Haar.' Er muß ivohl eine Perücke getragen haben." 
Prinz Pcretori von Nassa, ein entfernter Berivandtcr 
1C § Königs", lautete die Antwort. „Ursprünglich war die 
ramilie nur adelig und sogar ziemlich heruntergekommen, 
könia Erno fand jedoch ein so großes Gefallen an dteicm 
unaen Mann, daß er ihn zum Prinzen avanzreren lieg. Er 
st bcrübnit iveqcli seiner tollen Streiche, ein leicht,inniger, 
der nicht eigentlich schlechter Mensch. Ich begreife nicht, 
oie er dazu gekommen ist, sich mit der Gräfin Saens zu 
lerbniwen^^ ^ gfrstbe stU§ mk jemand, der zu politischen 
Ä‘l ÜS« «B das. J-d-m M«»ich.» 
.„traut er blindlnigs; mau braucht nur ein paar liebens 
würdige Worte mit »hm zu sprechen, so betrachtet er Emen 
ns freund Jeden Die,Ischen halt er von vornherein ,nr 
urchaus gut und edel, und wenn er nicht die Handgreiflichsten 
Wik für das Gegenteil hat, so halt er auch nner,chnlterlich 
m dieser Ja >°d°s lM,«e M-dche» ist c« 
„e ttilcreS verliebt, unb er l)ot, wie man >»» , auch °„l 
Rück bei den Frauen. Ein ganz Eigenartiger Meiisch, dem 
"^^Da^ P^rn'tori^beharrlich "schwstg, fragte die Königin noch 
""",Mie sind Sic dazu gekommen, in dieser Weise gegen mich 
u handeln?" 
Offensichtlich erstaunt sah der Prmz sie an. 
4* - gegen Eure Majestät? — Ich begreqe nicht-daß 
ch heute abend deii König spielte, war doch nur ein Scherz. 
Ran versicherte mir, daß es sich nur um einen solchen handelte. 
und daß es nicht die geringsten Folgen haben ivürde. Ich 
versichere Eure Majestät, es bandelte sich nur um einen Scherz!" 
Man inilßte ihm glauben, daß er die Wahrheit zu sprechen 
meinte, und seltsainenveise zweifelte nieniand daran. Lcchmere 
wandte sich in stummer Frage an die Königin, ob es ihm er 
laubt 'ei, zu sprechen; Margarete nickte kurz. 
„Es waren jedenfalls dieGräfi» Saens und PrinzMazarosf, 
die Sie zu diesem Scherz beredeten?" sagic er. 
Ter Prinz ivandte sich nach dem Sprechenden um. 
„Jawohl I — Mit Ihnen, mein Herr, iverde ich übrigens 
später Abrechnung halten! — Sie aber beim Himmel, 
>vas sehe ich? — Jetzt erkenne ich Sie erst — Lcchmere — wie 
kamen Sie nilr dazu, mich in dieser Weise zu attackieren?" 
„Es ist nicht Zeit jetzt. Ihnen das gu erklären, PrinzI 
Seien Sie aber versichert, daß es auch in Ihrem Interesse ge 
schah. — Vorerst möchte ich einige Fragen au Sie richten. Sie 
schuldeten Mazarosf oder der Gräfin Saens Geld?" 
Peretori errötete bis in die Stirn hinauf. 
„Was sollte ich es ableugnen — ja, ich schuldete ihnen etwas. 
Das heißt, nicht eigentlich direkt. Sie batten Wechsel von 
mir in Händen, die sie von anderen in Zahlung genommen, 
und die jetzt fällig waren. Die Gräfin hatte sich bereit er 
klärt, sie mir auf Jahresfrist zu stunden, wenn ich auf den 
Scherz, den sie mir vorschlug, einginge." 
„Ah so! Uiid Sie erklärten sich dazu natürlich bereit?" 
„Aber selbstverständlich I — Die Sache war doch im Grunde 
ganz harmlos — sie versicherte mir, daß es sich nur darum 
handelte, diesem Hunt einen Streich zu spielen — und ich 
wußte nicht, ivic ich mich anders aus der Verlegenheit ziehen 
sollte. Ich konnte nicht einen meiner Wechsel einlösen, und 
ich hatte die größten Unannehmlichkeiten zu fürchten. Nun, 
ich bin sie glücklicherweise loS." 
„Jawohl — aber um welchen Preis I" sagte Lcchmere ernst. 
„Prinz Peretori, werden Sie denn niemals s» weit kommen, 
sich vorher gründlich zu überlegen, was Sie tun? Werden 
Sie stets nur an sich, an Ihre Vergnügungen, Ihre Nennen 
und Ihr Spiel denken? — Sie meinen, es habe, sich nur 
um einen harmlosen Scheiz gehandelt? — Ta-ö wurde Ihnen 
wahr!chcinlich gesagt, und Sie waren kindlich genug, cs zu 
glauben. Richt mehr und nicht weniger galt es, als den 
König und die Königin ihres Thrones zu berauben." 
Peretori blickte ihn an, als rede er in einer fremden, un 
verständlichen Sprache. Wie ein Schulknabe vor seinem 
Lehrer steht, stand er vor Lcchmere. 
„Ich gebe Ihnen mein Wort, das; ich an derartiges auch 
nicht entfernt gedacht habe," me nte er zerknirscht. .Ich sehe 
ein, daß ich maßlos töricht gehandelt habe, aber ich kann 
doch nicht verstehen, ivie mein Streich solche Folgen haben kann. 
Es machte mir so viel Vergnügen, die Rolle meines hohen 
Verivandten zu spielen. — Wenn ich irgend etwas für Eure 
Majestät tun kann " 
In drolliger Zerknirschung blickte er auf die Königin Es 
war unmöglich, ihm za zürnen; sicherlich hatte er nicht das 
geringste Böse gedacht bei seinem Tun, sondern war der Mei 
nung gewesen, uiemandem damit einen Schaden zucufügen. 
„Sie haben sehr töricht gehandelt. Prinz," sagte die Königin. 
„Sie sind nichts weiter als das Werkzeug zweier der gefähr 
lichsten 'Agenten Rußlands gewesen. Ich habe für Sie einen 
Ehrenmann gehalten, der leichtsinnig aber nicht schlecht sein 
kann. Ich will Ihnen auch jetzt noch glauben, daß Sie in 
Wahrheit der Meinung 'waren, es handelte sich nur um einen 
Scherz. Aber ich begreife nicht, wie ein Mensch so unbedacht 
sein kann. Werden Sie sich doch einmal über die Folgen 
klar, die Ihr Tun haben konnte I —' Es wäre morgen ver 
öffentlicht worden, daß der König erklärt hatte, er wolle ab 
danken und nicht mehr nach Astorien zurückkehren — daß außer 
dem Prinz Alexander für die Thronfolge in Aussicht ge 
nommen sei. Eine Revolntion wäre unverincidlich gewesen, 
und Rußland hätte Astorien annektiert — in irgend einer 
Form- Sie wären daran mitschuldig gewesen, Prinz I" 
Peretoris Gesicht war jetzt sehr bleich und sehr ernst. 
Erst jetzt kam ihm offenbar zum Bewußtsein, was er getan hatte. 
„Majestät sind sehr gütig, daß Sie trotz des Vorgefallenen 
noch Vertrauen zu mir haben," sagte er. „Ich sehe ein, daß
        
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