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Periodical volume Nr. 166, 17.07.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

ist, bic ©seife gleich bei deren Bau gelegt worden sind. 
Seit seinein Bestehen ist das alte „Geheiinratsviertel", das 
zugleich mit dem Anhalter Bahnhof Anfang der vierziger 
Jahre angelegt wurde, von der Straßenbahn verschont ge 
blieben und wurde nur von zwei Omnibuslinien durchguert. 
Jetzt ist es auch hier mit der Ruhe dahin. Zudem bildet 
sich das alte „Geheimratsviertel" immer mehr zu einem 
Geschäftsviertel aus, und statt der alten gemütlichen Wohn 
häuser sind hier schon viele Paläste entstanden, die nament 
lich der Industrie und der Landivirtschaft dienen. Die neue 
städtische Linie führt vorläufig nach Südwesten zu durch die! 
Steinmetzstraße, wo jetzt ebenfalls neue Gleise gelegt werden, 
bis zur Großgärschenstraße und hat auf der anderen Seite 
Anschluß an die bereits bestehenden Gleise der Kdniggrätzer-/ 
Zimmer- und Markgrafenstraße. Die Köthener Straße von 
der Bernburger Straße bis zur Köthener Brücke (einschließlich) 
ivird nach polizeilicher Bekanntmachung wegen Gleisarbeiten 
vom 17. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und 
Reiter gesperrt. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Die Nachtmission der Berliner Stadt-Mission. 
Offener Brief an Herrn Heinrich Binder. 
In Nr. 138 des „Friedenauer Lokal-Anzeigers" haben Sie 
unler der Ileberschrift „Die bunte Woche" die Arbeit unserer Nacht- 
nussion angegriffen oder, richtiger gesagt, sich gegen unsere Angriffe 
verwahrt. Sie haben das in so temperament- und humorvoller 
Weise getan, daß ich nicht zögere, Ihnen darauf zil entgegnen. 
. Zunächst muß ich Sie wirkich um Entschuldinung bitten, daß 
i-ie gerade diesen Verteilzettel „in die Hand gedrückt" bekamen. 
(£r ivar in der Tat nicht geschrieben fiir einen Herrn, der „aus dem 
Wege zu einer Protestversammlung gegen die Maulkorbsperre" war. 
Mein „Königsberger" hat sich da einfach geirrt. 
Nun zur Sache. Sie wünschen eine „geschmackvollere" Form 
bei der Abfassung unserer Handzettel. Vielleicht wäre das zu er 
wägen, wenn unsere Mission sich auf Friedenau konzentrierte oder 
wenn sie sich nur an die Gebildeten richtete. Das ist aber beides 
nicht der Fall. Es ist vielmehr Tatsache, daß die Mehrzahl der 
Gebildeten unsere Zettel ablehnen, und das nicht bloß, wenn sie 
zu Protestversamnilungen gehe», sondern gerade den Weg der 
Ilnsiltlichkeit, gegen ivelche wir Nachts in erster Linie zu kämpfen 
haben. So hat uns unsere mehrjährige Erfahrung gelehrt, diese 
Rücksicht einfach außer Acht zu lassen. ' 
Andererseits ist es doch aber auch so: steht jemand in Gefahr, 
durch die nächtlichen Versuchungen der Straße zu Falle zu kommen, 
so ist es ganz gleich: gebildet oder ungebildet! Es bewahrt ihn 
tveder seine Bildung, noch „geschmackvolle" Belehrung. Sondern 
in dein Moinente kann ihn bloß ein ungeschminkter, klarer 
Waruungsruf zur Besinnung und Ernüchterung bringen; wie wir 
ihn auf den Zettel geschrieben haben: „Denke an Deine Mutter! 
Denke an Dein armes Weib! Denke an den heiligen Gott!" 
Fällt nun wirklich einmal ein solcher Verteilzettel irrtümlich 
einem ehrenwerten Bürger in die Hand, so meine ich — und darin 
glaube ich der Zustimmung aller ernst denkenden Leser gewiß zu 
sein — derselbe nimmt ruhig das Blatt und sagt sich: das ist ja 
nicht für mich bestimint; aber es ist doch schön, daß die Stadt- 
mission selbst die Nachtruhe darangibt, um ihre große Ausgabe, 
der Stadt Bestes zu suchen, zu erfüllen. 
Sollte Ihnen derwegen, verehrter Herr Binder, wieder einmal 
mein „Königsberger" begegnen, oder sollte ich selbst einmal das 
Vergnügen haben, in der Nachtmission Ihre Bekanntschaft zu 
machen/ so darf ich wohl »ach diesen Erklärungeu voraussetzen, 
daß Sie uns nicht „eins hinter die Löffel hauen", sondern uns 
einen freundlichen Gruß entbieten, wie ich das hiermit höflichst tue 
als Ihr ergebener Hugo Flemming, P. und Stadt-Missions- 
Jnspektor. 
Zu dieser Entgegnung schreibt unser Mitarbeiter: 
Sehr geehrter Herr Pastor! 
Sie antworten mir mit einer solchen Liebenswürdigkeit, und mit 
einer solchen entwaffnenden Duldsamkeit, daß ich fast das Gefühl 
habe, nach Jericho gehen zu müssen und mir den Bart dort wachsen 
zu lassen. Aber ich halte mich trotzdem an das Pilatuswort im 
S it). 19, 22; „Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben." 
ewiß ist das etwas temperamentvoll ausgefallen. Aber so wie 
es keine Komplimente gibt, in denen nicht Lügen enthalten sind, 
so findet sich auch nirgends eine Grobheit, in der nicht eine Wahr 
heit steckt. 
Ihre Zuschrift und das übersandte reiche Material haben mir 
auch jetzt noch nicht - die Ueberzeugung gegeben, daß Sie auf dem 
betretenen Wege Erfolg haben. Wohl fühle ich die Liebe und Hin 
gabe, die Sie selber, sehr geehrter Herr Pastor, beseelen. Aber ich 
kann mir nicht helfen: Ich habe gegen diese Zettelverteiler im 
Unterbewußtsein das Gefühl der Abneigung. Leute mit schwieligen 
Hände», ohne den flackernden Vlick»des Fanatikers, Leute, die in 
wirklicher Arbeit das Heil ihres Lebens finden, find mir ange- 
nehmer. 
Glauben Sie sicher, sehr geehrter Herr Pastor, daß die Leute, 
die Sie suchen und denen Sie helfen können, nicht im rauschenden 
und brandende» Lebenunserer Hauptstraßen schreiten. Die Leute, die 
dort gehen und die Vergnügen und Lust der Weltstadt suchen, die soll 
man gewähren lassen, denn sie haben vielleicht nach hartem und 
aufreibenden Tageskamps verdient, sich kurzen Stunden des Ver 
gnügens, und sei es noch so oberflächlich, hinzugeben. Es sind 
»och nicht einmal die Schlechteste», die es mit dem Prediger 
Salomo halten, der im 3. Kapitel im 12. Verse sagt: „Darum 
merke ich, daß nichts besseres darin ist, denn fröhlich sein und sich 
gütlich tun in seinem Leben." 
Der Begriff der Sünde ist weit und hier ist nicht der Boden, 
auf dem wir beide über ihn rechten und streiten könnten. Aber so 
viel weiß ich, daß Ihre Hilfsmannen, die doch einfache Menschen 
mit der allereinsachsten Bildung sind, unmöglich imstande sein 
können, die Gestrauchelten oder die Strauchelnden auf den Weg des 
Guten zurückzusühren. Auch dieses ist ein Grund meiner Abneigung 
gegen Ihre „Königsberger". 
Wenn ich Sie selber verletzt haben sollte, sehr geehrter Herr 
Pastor, so würde mir das sehr leid tun, zumal ich mich jetzt er 
neut überzeugt habe, daß Ihr persönliches Streben und Ihre eigene 
Arbeit das größte Lob und die Achtung aller Gerechten verdienen. 
(Was ich übrigens ja auch in meinem ersten Artikel schon ange 
deutet habe.) Aber daß ich dem Inhalt der Zettel nach wie vor 
feindlich gegenüber stehe und daß ich Ihre Königsberger nie und 
nimmer leiden kan», das nehmen Sie nicht übel 
Ihrem ganz ergebenen Heinrich Binder. 
Gerichtliches 
I’. Mißbrauch mit einer Visitenkarte trieb ein alter Zucht 
häusler, der gestern aus dem Moabiter Zellengefängnis der 1. 
Ferienstrafkammer des Berliner Landgerichts III vorgeführte 
Kellner Robert Ulrich. Im Februar d. Js. kam der Genannte, der 
gegenwärtig eine ihm anderweitig wegen Urkundensülschung zuer 
kannte Zuchthausstrafe von 1 Jahr 9 Monat zu verbüßen bat, zu 
einem in der Westphälischen Straße zu Wilmersdorf ansässigen 
amerikanischen Zahnarzt Dr. M. Unter dem Vorwände, er wolle 
Kundschaft verniitteln und wichtige Mitteilungen in einer Privat 
angelegenheit machen, führte sich Ulrich ein. Daß ihn Dr. W. ab 
wies, ihm aber seine Visitenkarte zur weiteren Empfehlung an 
einen in Friedenau wohnenden Dentisten übergab, paßte dem 
Ulrich für seine weiteren Pläne. Eine Viertelstunde später sag U. 
in einer nahebeibelegenen Gastwirtschaft und änderte eine aus der 
Rückseite der Visitenkarte geschriebene Bleistiftnotiz in eine Zahlungs- 
nnweisung um. Der Zufall führte zur selben Zeit den Dr. M. in 
dasselbe Lokal. Ulrich ließ sich noch von Dr. M. freihalten und 
danil ging er schnurstracks zil dem Portier des Hauses hinüber in 
welchem Dr. M. wohnt. Dort zeigte er dem Portier einen an 
geblich von Dr. M. geschriebenen Zettel und die Visitenkarte vor 
mit der Mitteilung Dr. M. lasse um 10 M. bar ersuchen. Dem 
Portier schien die Sache richtig zu sein, da Dr. Al. mit denr 
Schwindler in dem Lokal eine Unterredung gehabt hatte. Ulrich 
erhielt das Geld und hatte dann noch die Frechheit Tr. M. um 
50 Pfg. Fahrgeld anzuborgen, die ihm gutmütig verabfolgt wurden, 
weil der Schwindel noch nicht entdeckt war. Dem Portier hat 
Dr. M. jene 10 M. anstandshalber ersetzt. — Gegen Ulrich aber 
war ein Strafverfahren ivegen Urkundenfälschung und Betrug ein 
geleitet worden. — Vor der Ferienstrafkammer gab der Angeklagte 
den Sachverhalt zu. Das Urteil lautete auf 0 Monate Zuchthaus 
zusätzlich zu der obenerwähnten Zuchthausstrafe. 
(:) Eine „alte Kundin." Tie Kleinigkeit von 26 Jahren Zucht- 
haus- und einigen Jahren Gefängnisstrafe hat die 02 jährige Auf- 
ivärterin Berta Zimkat hinter sich, die gestern aU der ihr so ver 
trauten Ställe, im Gerichtssaal, wieder zu erscheinen hatte. Vor 
der 2. Ferienstrafkammer des Landgerichts ll hatte sich die „Zucht 
hausveteranin" ivegen Diebstahls im strafschärfenden Rücksalle zu 
verantworten. Die Angeklagte, die heute den Eindruck eines 
frommen Mütterchens macht, ist im Jahre 1872 von dem alten 
Stadtgericht zum ersten Male verurteilt ivorden. Seit dieser Zeit 
hat sie genau 29 Jahre hinter Zuchthaus- und Gesängnisniauern 
zugebracht, sodaß sie seitdem sich nur 11 Jahre ihrer Freiheit er 
freut hat. Im Dezember 1912 wurde sie aus dem Zuchrhanse ent 
lassen. Einige Tage später fand sie durch einen Stellenvermittler 
in der Augsburger Straße eine Stellung als Aufwärterin bei der 
Gattin des Malers K. in Schöneberg. Das krumme, alte Mütterchen 
mit den treue» Augen tat anfangs seine Arbeit zur Zufriedenheit. 
Nach kurzer Zeit siel es der Frau K. auf, daß alle möglichen 
Gegenstände und. Kleidungsstücke verschwanden. Als sie der Z. 
auf dem Kops zusagte, daß'sie die Sachen entwendet habe, beteuerte 
die „ehrliche, treue Alte" mit einem frommen Augenaufschlag und 
Anrufung aller Heiligen, daß sie niemals iir ihrem Leben etwas 
gestohlen habe. Eine Haussuchung führte jedoch zur Entlarvung 
der Heuchlerin. Das Gericht ließ mit Rücksicht darauf, daß es sich 
nur um Gegenstände geringen Wertes handelte Milde walten und 
erkannte nur -auf 4 Monate Gefängnis. 
Vermischtes 
*o Für Briefmarkensammler.' Die italienische Postverwaltung 
bereitet gegenwärtig die Einrichtung von Rohrpostanstalten in Rom 
und Mailand vor. Für die Frankierung der Rvhrpostsendungen 
ist eine besondere Alarke im Werte von 10 Centesimi vorgesehen. 
Dieselbe hat die Größe der bisherigen Expreßbriefmarke, ist von 
brauner Farbe und trägt die Inschrift: „livgvo d’U.tlu. Posta 
Pneumatica.“ 
*o Mutter und Mutterliebe im Sptichivort. Wie schön klingen 
uns doch die deutschen Worte ins Ohr: „Alutterlieb' und Treu' 
wird alle Tage neu", „Ist die Mutter noch so arm, gibt sie.doch 
dem Kinde warm" und „Besser einen reichen Vater verlieren,!als 
eine arme Mutter." Aber auch andere Völker preisen und rühmen 
in einigen Worten die hohen Tugenden der Mittler. So sagt,der 
Hindostan: Einer Mutter Liebe ist die beste von allen," der Tscheche 
und Lette: „Mutterhand ist weich, auch wenn sie schlägt," während 
der Inder ausruft: „Zehn Brahmanen überragt ein Lehrer an 
Würde, zehn Lehrer überragt ein Vater, zehn Väter oder wohl auch 
die ganze Erde übertrifft -an Würde eine einzige Mutter. Welcher 
Ehrwürdige kommt einer Mutter gleich?" Der BergamaSk sagt: 
„Mutter mein, immer mein, möge reich oder arm ich sein", der 
Perser: „Der Himmel ist zu den Füßen der Mutter" und der Russe: 
„Das Gebet der Alutter holt vom Meeresgrund herauf." Auch 
der Venezianer weiß den Wert einer Alutter zu schätzen, indein er 
meint: „Mutter, Alutter! Wer dich hat, ruft dich, wer dich nicht 
hat, vermißt dich", und der Italiener überhaupt spricht: „Ist die 
Mutter tot, so ist der Vater blind" oder „Mutter will sagen 
Märtyrerin." Ein isländisches Sprichwort lautet: „Wenige sind 
wie der Vater, keiner ist tvie die Mutter," ein spanisches heißt: 
„Es gibt keine solche Alutter, wie die, welche ihr Kind getragen 
hat" ilnd endlich ein russisches.hat den Wortlaut: „Ohne Mutter 
sind die Kinder verloren, ivie die Bienen ohne Weisel!" 
Stil. „Wenn jetzt die Studentenbude künstlerisch ausgestaltet 
wird, dann paßt ja dein Bierkopf gar nicht mehr hinein!" 
WetteranSstchten. 
Sonnabend: Zunächst ein wenig wärmer, vorherrschend 
ivolkig mit leichten Regenfyllen und mäßigen westlichert 
Winden. Nachher langsam aufklärend und wieder etwas kühl. 
Verantwortlicher Schriftlxiter:, Otto Diskowski, Friedenau. 
Bekanntmachung. 
Unter dem Schweinebestande des Molkereibesitzers Schmidt, 
Berlin-Schmargendorf, Breite Straße 30, ist die Schweinepest aus 
gebrochen. 
Berlin-Friedenau, den 15. Juli 1913. 
Der Amtsvorsteher. I. B.: Bache. 
Bekanntmachung. 
Die Rotzkrankheit unter den Pferden des Beplin-L'chterfelde, 
Schillerstraße' 35, wohnhaften Bäckermeisters Hermann Vogler ist 
erloschen. 
Berlin-Friedenau, den 15. Juli 1918. 
Der Amtsvorsteher. J.^l ^ Bache. 
Bekanntmachung. 
Nachdem das Statut der vom 1. Juli dieses Jahres ab ange- 
vrdnelen Zwangsiminng der Taschenuhrgehäusemacher in Berlin 
behördlich genehmigt ist, werden hiermit sämtliche volljährigen Mit- 
glieder dieser Innung, die sich im Besitze der bürgerlichen Ehren 
rechte befinden und nicht durch gerichtliche Anordnung in der Ver 
fügung über ihr Vermögen beschränkt sind, zu der 
konstituierenden Versammlung am Montag, den 21. Juli d. I., 
vormittags 11 Nhr im Rathause, 3 Treppen, Zimmer 109 
eingeladen. 
Tagesordnung. 
Wahl des Aorstandes der Innung, der ans 1 Obermeister und 
5 Mitgliedern besteht. (Mindestens 4 Mitglieder des Vorstandes 
müssen das Recht zur Anleitung von Lehrlingen besitzen und der 
Regel nach Gehilfen oder Lehrlinge beschäftigen). 
Mitglieder der Zivangsinnung sind alle diejenigen (auch weibliche 
Personen), die das Taschenuhrgehäusemacherhandwerk als stehendes 
Geiverbe (ausschließlich oder hauptsächlich) selbständig in folgenden 
Gemeinden betreiben: Berlin, Eharlvttenburg, Nelikölln, Berlin- 
Schöneberg, Berlin-WilmerSdurf, Spandau und den Landgeiueinden 
Berlin-Friedenau, Berlin-Pankoiv und Berlin-Weißenfee. 
Jeder, der das Wahlrecht ausüben ivlll, hat sich im Zweifels 
falle dahin auszuweisen, daß. er in einem der vorgenannten Gemeinde 
bezirke das Taschennhrgehänsenlncherhandiverk als stehendes Geiverbe 
ausschließlich oder hauptsächlich ausübt. Als Ausiveis gilt u. a. eine 
entsprechende Bescheinigung der Ortspolizeibehörde (des Polizeireviers) 
oder die letzte Gewerbesteuerveranlagung oder die legte Quittung 
über gezahlte Handiverkskammerbeiträge usw. 
Berlin-Friedenau, den 19. Juli 1913. 
Der Gemeindevorstand. 
schnell upd zuverlässig in zirka 
3 Stunden nach allen Bahnhöfen. 
0 nucy uuen ^laynyosen. 
föwitfc -Verteilung von Prospekten aller nam- 
UPIUII9 hasten Bäder. [4514 
Eilgut — ! Frachtgut — Versandt prompt durch: 
fitmaania St Co. Friedenau, Niedstr. 5. 
Bt-gpama « . ?077i 2363< 
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