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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Frieden aner 
Anpartetische Zeitung für kommunal« «n> bürgerliche 
Ängelegenhette«. 
Kefondrrr 
Lezugsprels 
Abholung aus der Geschäftsstelle 
Rheinstr. 15, 1,50 M. vierteljährlich: durch 
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f«mtprech«r: Hmt pf»l,b«rg 8129. ßlsHeiNt tägNP SöLNdS. 
Jecken kvittvock: 
Mrzblatt „Seifenblasen". 
Zeitung.) 
Organ für dm Kriedmauer Ortsteil m ZDneberg und 
Lerirksverein 
Keilagen 
Jecken Sonntage 
Blätter für deutsche fraueti. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Geschäftsstelle: RbeinTtr. iZ. 
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werden bis 12 Uhr mittags angenommen. 
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fernspreckrer: Hmt pkalzburg 3139. 
Wr. 103. 
Berlin-Iriedenau, Wonlag, den 14. Juki 1913. 
20. Jafirg. 
Oepescben 
Letzte Dach richten 
• Bukarest. Kronprinz Ferdinand, der Oberkomman- 
dierende der Operationsarmee, hat gestern Abend Bukarest 
rerlassen. 
Bukarest. Blättermeldungen zufolge erreichte die 
ru,närrische Armee gestern Turtukai und Dobritsch. 
Bukarest. Die rumänische Regierung hat dem bul 
garischen Gesandten Kalinkow seine Pässe zugestellt. Kalinkom 
wird wahrscheinlich heute abreisen. 
Paris. Nach einem Privattelegramm des Matin aus 
Konstantinopel hat die Tschataldscha-Armee Befehl erhalten, 
auf Adrianopel zn rnarschieren. Ein Teil der Armee hat 
bereits Tschorlu erreicht. 
Koustantinopel. Offiziellen Meldungen zufolge findet 
die türkische Armee auf ihrem Vormarsch von Bulair und 
Tschataldscha keinen Widerstand. 
Brvmberg. Die mit einem Kostenaufwande von 
350 000 M. in Bromberg errichtete deutsch-katholische Herz 
jesukirche, die bereits am 15. Juni durch den Gnesener 
Bischof Kloske geweiht wurde, ist noch vor der Abhaltung 
des ersten Gottesdienstes wieder geschlossen und bis jetzt 
noch nicht wieder benutzt worden. Angeblich handelt es 
sich um einen Kompetenzkonflikt zwischen der Regierung und 
dem Kirchcnvorstande wegen der Abhaltung der deutschen 
Predigten. 
Mailand. Ein Kirchendiebstahl, der alle bisherigen 
Verbrechen an Kirchengut in den Schatten stellt, ist in 
Castelsrauro im Venetianischen entdeckt worden. Der Dom 
von Castelfraueo ist seines herrlichen und großen Schatzes 
wegen weit berühmt. Er besitzt unter anderem die Madonna 
von Givrgione sowie zahlreiche andere Bilder, venetianischer 
Meister, ferner köstliche Kirchengeräte und prächtigen Kirchen- 
schmuck im Werte von mehr als einer Million Lire. Wie sich 
nun plötzlich herausstellt,istdieserselteneKirchenschatz seitJahren 
systematisch beraubt worden. Nach den bisherigen Erhebungen 
fehlen Gegenstände im Werte von ungefähr 300 000 Lire, 
darunter mehrere goldeneKandelaber, mit alten Spitzen besetzte, 
goldgestickte Altartücher. Holzschnitzereien des Cinquecento, 
goldene und bronzene Plaketten von hohem Altertumswert 
usw. Das vom Staate bestellte Dienstpersonal wurde sofort 
entlassen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, habe sie schon 
vor einigen Jahren die Regierung darauf aufmerksam ge 
macht, daß die Domverwaltung ihre Schätze schlecht verwahre. 
Paris. In einem Militärgefängnis des Forts St. 
Nicolas bei Marseille meuterten die Häftlinge. Sie ver 
barrikadierten sich irn Gefängnis, sangen revolutionäre Lieder 
und suchten auszubrechen. Die Militärbehörden trafen 
Sicherheitsvorkehrungen. Sie hoffen, die Meuterer durch 
Hunger zur Uebergabe zu zwingen. 
Krüppelfürsorge. 
Wie lvünschenswert es ist, wenn die Verwaltungen der 
Stadt- und Landgemeinden, wie es ja schon vielfach 
geschieht, auch auf die gebrechlichen Kinder im vorschul 
pflichtigen Alter achten und deren rechtzeitige orthopädische 
Behandlung herbeiführen, haben wir schon häufig betont. 
Das beweist auch wieder der Jahresbericht des Vereins zur 
Fürsorge bildungsfähiger Krüppel aus den Regierungs 
bezirken Zwickau und Chemnitz, dem wir Nachstehendes ent 
nehmen: Wer die Erfolge der orthopädischen Behandlung 
armer Krüppelkinder aus nächster Nähe beobachtet, wer 
sieht, daß weitaus die meisten der ins Krüppelheim ge 
brachten Kinder hier geheilt oder doch wesentlich gebessert 
werden, während sie ohne Behandlung zeitlebens mehr oder 
minder arbeitsunfähige, sich und anderen zur Last fallende 
Menschen bleiben, und ein so überaus elendes Dasein führen 
müßten, der vermag nicht zu begreifen, wie sich immer und 
immer wieder die Ansicht hervorrvagen kann, die Krüppel- 
fiirsorge sei unnütze, man solle die elenden Kinder besser 
sterben lassen. Wie herzlos und wie falsch! Viele, die 
meisten der elenden Kinder leben, übrigens auch ohne sach- 
gemäße Behandlung, Jahrzehnte lang. Aber wie! In 
hocherfreulicher Weise zeigt sich jener Ansicht entgegen von 
Jahr zu Jahr mehr, wie Stadt- und Landgemeinden er 
kennen, daß wir ihre Geschäfte auch in wirtschaftlicher 
Hinsicht insofern führen, als wir ihre gebrechlichen Kinder 
erwerbsfähig machen und damit die Armenlasten verringern 
helfen. Oft erspart eine Gemeinde durch Aufwendung von 
einigen Hundert Mark Tausende von Almosen. Ganz 
wesentlich ist dabei die rechtzeitige Herbeiführnng der ortho 
pädischen Behandlung. In dieser Hinsicht müssen wir nach 
wie vor lebhafte Klage führen. Wie viele Kinder werden viel 
zu spät ins Krüppelheim gebracht! Eine Behandlung, 
die, um Jahre früher begonnen, in Monaten zn 
schönen Erfolgen geführt hätte, versagt nun ganz oder 
teilweise. Dies gilt insbesondere von den sehr häufig 
vorkommenden angeborenen Hüftgelenk-Verrenkungen. Der 
Volksmund pflegt ein mit solcher Verrenkung behaftetes Kind 
als „lendenlahm" zu bezeichnen. Das Gebrechen wird fast 
stets geheilt, wenn das Kind im frühesten Alter in eine 
orthopädische Klinik gebracht wird. Setzt die Behandlung 
erst später, etwa im 6. Lebensjahre oder noch später ein, 
so ist der Erfolg zweifelhaft oder ganz ausgeschlossen. Viel 
fach werden die an irgend einer Verkrüppelung leidenden 
Kinder zu uns gebracht, wenn sie schulpflichtig, und dann 
die Behörden auf sie aufmerksam gemacht worden sind. 
Die Ausbildung der Pfleglinge zu einem Beruf erfolgt, 
je nach Veranlagung, durch vier Handwerksmeister und 
zwar: Tischler, Schneider. Schuhmacher, Bandagist. Mehrere 
Pfleglinge sind im Sommer auch im Gartenbetriebe tätig. 
Minder arbeitsfähige werden im Einziehen von Bürsten 
und im Beziehen von Rohrstühlen unterwiesen. Die 
Mädchens werden im Schneidern und andern für sie ge 
eigneten Handarbeiten, insbesondere in der Bedienung von 
Strickmaschinen, deren sie drei besitzen, ausgebildet. 
Mehrere Mädchen, die als halbe Kräfte draußen kein rechtes 
Fortkommen finden können, beschäftigen mir in der Haus 
wirtschaft der Anstalt und werden sie, wenn nötig, für 
immer hier behalten. Der Gesamtvorstand hat das Ver 
pfleggeld auf jährlich 500 M. festgesetzt. Bei der Armut 
vieler Gemeinden, die Kinder in die Anstalt bringen, und 
der Armut der Zahlungspflichtigen Eltern müssen aber von 
unserem Rechte, das Verpfleggeld noch unter 500 M. herab 
zusetzen, zuweilen sogar ganz zu erlassen, recht oft Gebrauch 
machen. Dabei dauert der starke Andrang von Kindern zu 
dem Heime fortgesetzt an. Die vom Gesamtvorstande be 
stimmte Zahl der Plätze — 130 — reicht nicht mehr aus, 
es wartet stets eine Anzahl von Kindern auf die geschlossene 
Aufnahme. Eine Vermehrung der Plätze ist auf die Dauer 
nicht zu umgehen. Raum dazu wäre wohl vorhanden. 
Der Gesamtvorstand hat aber bis jetzt noch mit Rücksicht 
auf die Betriebskosten Bedenken getragen, mehr als 130 
Plätze zu schaffen. 
lokales 
(Nachdruck unserer o°Origiualartikcl nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Im Eisenbahnabteil. Drückende Hitze, lange Fahrt, 
langweilige Gegend, — und wir sitzen im Eisenbahnabteil. 
Was tun mir? Die Art, wie wir uns die Zeit der Eisen 
bahnfahrt verkürzen können, ist eine so mannigfache, daß 
wir reiche Auswahl haben. Zunächst ist zu -berücksichtigen, 
ob wir uns allein im Abteil befinden oder nicht. Im 
ersteren Falle steht es uns frei, die Aussicht versperrend am 
Fenster zu stehen, sitzend oder liegend der Ruhe zu pflegen 
oder durch Auf- und Abwandern, die Luft umzurühren. 
Lachen, Weinen, Singen, Monologe halten oder wozu wir 
sonst Lust verspüren, kann uns niemand verwehren, beim 
Oeffnen des Fensters schreit niemand: „Es zieht!" Kein 
Kinderkonzert und keine Unterhaltung Mitreisender stört uns, 
wenn mir wichtigen Gedanken nachhängen wollen. Das 
Reisegepäck brauchen wir nicht erst über die Köpfe anderer 
hinweg ins Netz zu balanzieren, sondern können es bequem 
auf den Sitzen ausbreiten, ungeniert darinnen herumkramen; 
essen, trinken, — kurz, tun, was uns beliebt. Wir sind 
unser eigener Herr. Sowie sich aber Reisegefährten in 
unserm Abteil einfinden, gilt es. Rücksicht zu nehmen, sich 
zu fragen, ob unser Betragen nicht störend oder unangenehm 
von unseren Mitreisenden empfunden werden kann, und ob 
uns dasselbe an anderen lieb sein würde. Freilich gibt es 
genug Menschen, die dies absolut nicht für notwendig 
halten; sie tun eben, als ob sie allein wären, den Mit 
reisenden überlassend, sich über ihr Benehmen aufzuhalten 
oder nicht. Sich dauernd vorm Fenster aufzupflanzen, ist 
immer unschicklich, denn den Mitreisenden wird dadurch nicht 
nur die Aussicht versperrt, sondern die Inhaber der Fenster 
plätze werden beengt und haben unbequemes Sitzen. Laute 
Unterhaltungen sind mitunter für Beteiligte und Zuhörer 
ganz interessant, man sollte aber Fremden gegenüber dabei 
doch mit größter Vorsicht zu Werke gehen, denn man kann, 
da der Schein auch den Kenner zuweilen trügt, nie wissen, 
mit welchen Individuen man es zu tun hat. Hochstapler 
und Diebe in männlicher Gestalt sind heutzutage keine 
Seltenheit mehr. Wie meisterhaft verstehen es derartige 
Leute, harmlos hingeworfene Aeußerungen sich zu Nutzen 
zu machen! Daß matt starkgefüllte Portemonnaies oder 
Brieftaschen nie vor Fremden sehen lassen darf, ist selbst 
verständlich. Ein guter Zeitvertreib sind immer Bücher und 
Zeitungen, obwohl das Lesen während des Fahrens von 
ärztlicher Seite, als für die Augen schädlich, verworfen wird. 
hinter drr Last der Arone. 
'* Roma» »o» R. M. White. 
gy (R«4kra< tciittOL) 
* C M) bin sehr weit davsn entfernt. Dir zu zürnen, Lieb- 
lina "beeilte er sich zn antworten. „Was Du getan hast, ist 
durchaus nicht unehrenhaft, denn Du hast damit einen edlen 
z> mec t berolat und hoffentlich auch erreicht. Damit werden 
jedoch die Schattenseiten nicht aus der Welt geschafft. Be- 
irnrfjp w Angelegenheit einmal vom Standpunkt der Gc- 
iellickiaNskreise ans, in denen Du Dich heute bewegt hast, 
lind in denen Tu Dich, das gebe der Himmel, als meine 
fit,.(j.. find) späterhin bewegen sollst. Wie würden wohl all 
Nie eleaantcn Damen, die Dich uinarmtcn und küßten, von 
D r denken sobald sie die Wahrheit erführen?« 
ßd- war so erregt, dag er nicht bemerkte, wie er sie 
ei-je Tränen traten ihr in die Augen, sie war nicht 
mehr imstande, ihre Ruhe zu beivahren. Mit leisem Schluchzen 
1 ' aUf ^ch'weiß 8^'nicht," sagte sie tviilos, 
in diesem Augenblick auch ganz gleichgültig, 
m dielen o lin *, ich tntc das gleiche no , 
and-.» . ' 0Utcn uu b edlen Menschen retten. Ich 
ich damit einen 8 S(1QC überleben. ~' 
außerstande, jept 
durch 
„und es ist mir 
Ich konnte nicht 
das gleiche noch einmal, könnte 
s , bin 
mclne Lage klar zu übersehen. Mer ich 
- muui nichts mehr überrascht zn iverden und mich 
>an3r 0 ' ‘ sonderlich aufzuregen. Wenn Dein Gewissen 
Äch Ä Sol Rmmld bitt- ich A«. I-s- Lady 
im r nlles' cs ist ja dann nicht meine Schuld, wenn 
wieder Zerstört wird, was wir mit mühseligen Kämpfen bis 
jetzt erreickst.^ ^ brecht," jagte Ronald. .Ich werde natür 
lich niemals daran denken, zu sprechen. Doch irgend cm 
unvorhergesehenes Ereignis kann die Wahrheit an den Tag 
bringen, und davor zittere ich. Tu bist meine Braut, und 
ich werde in jedem Falle für Deinen guten Namen einstehen 
— ich werde Dich, was auch konunen mag, nicht mehr ver 
lassen. Doch es ist mein glühender Wunsch, Dir einen Platz 
auf der Höhe zu erringcri. Dich in die Reihen derer zn stellen, 
die an der Spitze der Menschheit stehen. Niemand soll auch nur * 
uuehrerbiet'g von dir denken dürfen, niemand soll mit einem 
Schein von Berechtigung sagen können: Das ist Fräulein 
Harcourt, die für Bezahlung eine Komödie gespielt hat. Daß 
Tu gearbeitet hast, um Deinen Lebensunterhalt zu verdieiren, 
das hebt Dich nur um so höher in meinen Allgen, dies aber 
kann Dir zu großen Schaden bringen. Ich aber still, 
da kommt jemand.« 
Am entgegengesetzten Ende des Flurs wurde eine Tür 
geöffnet, und ein rascher Schritt näherte sich. Jcssie und 
Hope zogen sich weiter hinter die Palmen-Tekoration zurück, 
um nicht gesehen zn werden; das junge Mädchen erschrak 
in tiefster Seele, als der Unbekannte, von dem sie selbst nichts 
sehen tonnten, gerade vor ihrem Versteck stehen blieb. 
Die grüne Blätterwand wurde auseinander geschoben 
und Lechmcrcs Gesicht blickte durch die Oefsnllng. Er lächelte, 
als er die beideil erkannte. 
„Verzeihen Sie die Störung,« sagte er höflich. „Ich 
sah Sic jedoch hier eintreten, Kapitän Hope, und ich dachte 
mir's ivohl, daß ich Sie beide finden würde. Es ist wichtig, 
Fräulein Galloway, daß Sie « 
„Um des Himmels willen — sagen Sie nicht, daß ich 
irgend ctivas tun müßte. Ich bin gegenwärtig außerstande, 
mit irgclid jemandem drinnen zu sprechen oder einen Weg 
zu machen. Wenn ich mich nur ein wenig niederlegen 
konnte!« _ 
„Sie sollen in dieser Nacht, soweit es aus nucy an 
kommt, völlig verschont lvcrden, Fräulein Galloway,« ant 
wortete Lechniere. „Es ist wahrlich genug au dem, was Sie 
bis jetzt für llus geleistet haben. Wenn Sie es nur möglich 
machen könnten, Doktor Barney z>l sprechen, ehe Sie Ihren 
Morgeuritt niiternehmen, so wird uns allen damit gedient 
sein. Noch eins: Sie missen nicht, was ans diesem Doppel 
gänger des Königs geworden ist?« 
„Nein!« sagte Jcssie. „Ich sah ihn nur einmal im 
Hause der Gräfin. Etivas Weiteres weiß ich nicht von ihm.« 
„Nun, einem glücklichen Zufall verdanke ich die Kennt 
nis davon, daß er den „Merkur« aufgesucht hat. Ich iveiß 
nicht, ivas er zu dieser Stunde noch bei Hunt ivlll, aber 
ich mache mir so allerlei Gedanken darüber. Und ich werde 
cs schon in Erfahrung bringen.« 
Er sprach offenbar mehr zu sich selber, als zu den 
beiden anderen, und er hatte es sehr eilig, sich wieder zu 
verabschieden. Sein Benehmen ließ deutlich erkennen, daß ihn 
irgend ein Vorhaben von besonderer Wichtigkeit beschäftigte. 
„Er hat mir eine sehr wertvolle Information gegeben," 
meinte Jessie nach seinem Fortgänge. „Offenbar pflegte Vera 
des Morgens auszureiten. Nun, da werde ich ihre Rolle sehr 
gut spielen können; denn mein Vater hat meine Schwester und 
mich zn leidlich guten Reiterinnen ausgebildet, und ich werde 
mich freuen, einmal wieder auf dem Rücken eines Pferdes 
zu sitzen — selbst ivenn «s nur in erborgtem Kleide geschehen 
kann.« 
Sie sprach ohne alle Bitterkeit, und doch berührten 
ihre Worte Hope schmerzlich genug — sie riefen alles wieder 
wach, was ihm vorhin durch die Seele gegangen. Er blickte 
auf die prächtige Robe, in die Jessie gekleidet war; und er 
konnte sich nicht verhehlen, daß sie wie für das jung'' 
Mädchen gearbeitet schien.
        
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