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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

entstandene englische Wellkabelnionopol abzuschütteli,, ist 
auch Deutschland gefolgt, indem eS trotz großer Schwirrtg- 
krilen und Gegenwirkungen, vor allem England», eigene 
Kabel nach Nordamerika, in der Slldsce, dem Schwarzen 
Meer, nach Frankreich und Siidamerika auslegte und eine 
eigene Lerbindunz nach Togo und Kamerun zu beenden 
tm Begriff ist, die später nach Südwestafrika verlängert 
werden soll. Auch die Funkentelegraphie. deren Be 
ziehungen zu der Kabeltelegraphie dabei «örtert wurden, 
hat Deutschland in den Kreis seiner kolonialen Verkehr»- 
Politik «inhezogen. So hat Deutschland trotz der Schwierig 
keiten. namentlich geeignete Landestellen und Stützpunkte 
zu erhalten, doch in verhältnismäßig kurzer Zeit seinen 
Anteil am Weükabelnetz zu vermehren vermocht, freilich 
steht eS, obgleich eS heule die zweite See- und Handels 
macht der Welt geworden ist, noch weit hinter England, 
das noch immer mehr als die Hälfte de« Netzes besitzt, 
und auch noch hinter den Bereinigten Staaten von Nord 
amerika und Frankreich. Mögen ihm daher weiter wie 
bisher Erfolge in seiner Kabelpolttik beschiedrn sein ! Durch 
zahlreiche Lichtbilder au- der Geschichte der- Seekabel- 
technik und der deutschen Kabel wurden di« AuLsührungen 
namentlich in technischer Hinsicht trefflich ergänzt. Leb 
hafter Beifall lohnte den Redner für den klaren und 
seffelnden Bortrag. Nachdem Herr Telegropheninspektor 
Elstktmann nochmal« die der deutschen Kabelpolitik ent- 
gegenstehenden Schwierigkeiten betont hatte, schloß der 
Vorsitzende Herr Geheimer RegierungSrat Vogt die Ver 
sammlung .mit dem Hinweise auf die Notwendigkeit.einer 
fortschrittlichen Entwicklung im Innern -als Grundlage 
für eine machtvoll« Außenpolitik. 
o Durch einen Blitzschlag gerettet wurde im 
Sommer die junge Frau von Keller, als sie ein früherer 
Liebhaber in ihrer Billa im Grunewald überfallen wollte. 
Dieses Drama, das seinerzeit berechtigtes Aufsehen erregte, 
kommt von heute ab im Viofontheater in der Rheinstr. 14 
kinematogrophisch zur DaistcUung. Die spannende 
Handlung spielt sich in 2 Akten in geschickter Aufmachung 
vor unseren Augen ab und endet für die bedrohte junge 
Frau^glücklich. „Seine schwierigste Rolle", ein Drama in 
3 Akten zeigt Ferdinand Bonn als großen Darsteller in 
einer Episode aus seinem reichbewegten Künstlerleben. 
Ter Meister zeigt darin, wie er nicht nur seine Rolle, 
sondern auch sich selbst zu beherrschen versteht. Hier zeigt 
er sich nicht nur als bedeutender Charakterdarsteller, sondern 
als großer Charakter, der fein eigenes Glück dem der 
Anderen opfert. Wochenreoue und Tonbild sind sehr ab- 
wechSlungSreich. Die Umgegend von Luchon in den 
Pyrenäen ist eine vorzügliche Naturaufnahme. Bilder aus 
einer Schuhfabrik sind belehrend und die ulkigen Gaben: 
Willy -und der böse Küchenchef wie Gleich und Gleich ge 
sellt. sich gern, reizen die Lachmuökeln. Anfang 6 Uhr, 
Sonntags 4 Uhr. Kinder ^zahlen bis 8 Uhr 10 Pfg. 
- o Ja den Pfalzburg.Ltchtspielen findet morgen 
Nachmittag von 4 Uhr ab wieder eine Kinder- und Schüler- 
vorstellung statt. ES gelangen nur belehrende und harm 
los humoristische Bilder zur Vorführung, u. a. daS hcrr- 
liche KriegSblld „Seine letzte Patrone." Von 6 Uhr ab 
kommt dann dos neue Eliteprogramm zur Vorführung. 
Näheres, in der Anzeige in dieser Nummer. 
Stenotachygrophrsche. 
Ges«ös4äsl ,n- Schömberg bet Berlin eröffnet am Freitag, 
'dem 17. Januar, Abettdt 8'/ 2 Uhr, tm Veretr slokal 
Bürge garten Schöneb«g< Hauplstr. 56, einen neuen 
unentgelrltchen UnterrichiSkursuS in Steuotachygrophie, für 
Damen ynd Herren. Der Besuch der ersten Stunde ist 
jedermann gern gestattet und verpflichtet zu nichts. Für 
Lehrmittel werden nur 3 M. erhoben. Eoentl. brieflichen 
Unterricht «teilt der Vorsitzende Mox Porst, Berlin SW 29, 
Frirsenstraße 7. 
o Zeugru gesucht. Am 2. Januar 1913, Abends 
i/ 2 6 Uhr wurde, wie wir f. Zt. berichtet haben, die vrr- 
wrlwete Frau Hofrat Landt in der Rheinstraße in Frie- 
denau (am Marktplatz) von einem Automobil umgerissen 
und schwer verletzt, sosoß sie noch am selbend Abend ver 
starb^ Alle, die genaue Angaben über den Vorfall, ins- 
besondere die Entstehung drS UnglückSfallS zu machen 
imstande sind, werden dringend gebeten, um gütige Ar- 
gabe ihrer Adresse an Referendar Landt» Wielandstr. 3311, 
in Schöneberg. ... 
o Der Geisteskranke, welchrr, w'-e gemeldet, auf 
der Wannserbahn Mitreisende belästigt haben soll, ist, wie 
wir von zuständiger Stelle hören, bereits ergriffen worden. 
CS ist ein 28 jähriger Kellner namens Günther. Seine 
Elinittluug erfolgte auf der Station Zehlendorf-Mitte, 
woselbst ihn die Aussicht« beamten der Eisenbahn der 
Polizei Übergaben, in deren Gewahrsam er sich noch be 
findet. Günther ist derselbe Mann, der schon im Jahre 
1910 die Eisenbahnreisrndin längere Zeit durch Betteln 
belästigte, bis eS gelang, ihn am 3. Dezember 1910 auf 
Bahnhof Brlleou« festzunehmen. Am 4. Dezember 19l0 
wurde er als Geisteskranker in die Irrenanstalt Herzberge 
überführt. -- - ; ~ : 
Aerews-Aschrichtev. 
Fußball-Rundensplele. MSnner-Turnverein Friedenau I gegen 
T V. -riesen I-Charlottenburg 4 ; 8. Mit diesem mageren Resultat 
konnte d r Miinner-Turnverein die beiden Gewinnpuukle einheimsen. 
Er halle den .Gegner sichtlich unterschätzt, waS bald zu seinem Der- 
häugniS »erde« konute, denn di« Charlottenburger setzten alle« daran, 
daS Spiel für sich zu entscheiden. Besser schnitt die Jugendmannschaft 
des Männer-Tornv-reinS ab. Sie schlug ihren Gegner, die Jugend 
manvschaft des T. B. LdlerShof, auf ihrem Platz- überlegen mlt 12 : 2. 
Stand der Spiele: Friedenau 1 10 Epielk, davon 8 gewonnen, 2 ver- 
loren; ToioerhiltuiS: 31 Tore für, 15 gegen. Die Jugendmannschaft 
hat 8 Spiele auSgetragen, davon 5 gewonnen, *B verloren; Torver- 
hältnis: 3t Tore für, 21 gegen. — Am kommenden Sonntag spielt 
die 1. Manvschaft gegen Charlottenburger Turnerbund. DaS Spiel 
findet vormittags 10 Uhr statt; Tnffpunkt ‘/,9 am Ringbahnhof. 
Spielplatz: Charlottenburg. Ncuc Kantstiatze, Rest. KönigShütte am 
KöoigSweg. Der Mtuoer-Turnverein mutz alles daransetzen, um das 
Spiel'zu gewinnen; denn dar 1. Spiet, gegen welches Turnerbund 
Protest eingelegt hat, der jedoch noch schwebt, konnte der Turnverein 
nur knapp mlt 3:2 für fich entscheiden. Die Jugendnianuschast 
spielt vormittags tO Uhr gegen die Jugendmannschaft vom T.-D. 
Friesen Charlottenburgs in Steglitz. 
Am Montag tagen: 
Etreifpige buch Nordskandinavien. Am Moatag, dem 20. d. M., 
S'/j Uhr Abends veranstaltet die Märkische Gesellschaft von Freunden 
der Pdoiozraphle E. B. in Steglitz ihren 73. LlLtbiiderabend mit 
dem Bortrage der Frau Ilse Müller Oestreich aus Friedenau: Streif- 
rüge durch Nordskaod.navien. Ort des Vortrages ist wiederum der 
Feflsaal deS GynnafiumS in der Hcesestrahe. Aus dem Vortrage find 
tolger.de Punkte h:rvorzuh:ben: Dronthjem, Bodö, der Vestsjord, 
Vesteraalen, Narwik, AdiSkojokt. Sonntagmorgea in der Lappenkirch- 
stabt Jukkatjärvi. Eine N.belfahrt nach Stockholm. Karten verab 
folgt Herr Georg Schwabe, Schloßstraße 92. 
Am Donnerstag tagen: 
Frauenstimmrechidverein, Südwestliche Doroitgnrppe. Am Donners- 
tag, dem 23. d. MtS., AbcntS S'/a Uhr, AlbrechiShof, Albrechtsir. in, 
Steglitz, Dr. Renelta Biandt-Liit wird sechs Thesen über taS 
Frauenstimmrecht verteidigen. 
—o Sitzung der Stadtverordneten am Montag, dem 20. Januar 
1913, Nachmittag 6 Uhr. Tagesordnung: l. Eivsührung deS Sladiv. 
Dr. Munk. 2. Kenntnisnahme ven dem Bericht drS Vorstehers 
über die GeschäslSIührung der Ctadtorrordnetenverfammlung im Jahre 
1912 3. Ausgelegt werden di: Berichte über die unrermutete Revision 
der Eparkaffenhauptstclle und deren Zweigstellen. 4. Wahl der Aus 
schüsse. 5. Beschiutzsaffung über die Vorlage drS Magistrats betr. 
Nachbewilltguug von 600 M. zum Etat der allgemeinen Ver 
waltung. 6 D<sgl. belr. Nachdewilligung von 650 M. zum Etat 
für die StratzenreinigurgS- und Marklverwaltung. 7. DeSgl. betr. 
Nachdewilligung von insgesamt 3087 M. zum Baueiat 011 für 1912. 
8 DeSgi. betr. Bewilligung von 400 M. zur Beschaffung von 
Subsrllirn für die Hohenzollernschule, Gymnasialableilung. 9. DeSgl. 
betr. Einrichtung einer WohnungSinspeklion. 10. Degl. belr. Gründung 
«ices Berlin-Echöneberger HypoihekenbankvereinS zur B sckaffung von 
Nachhypotheken. 11. DeSgl. betr. Bewilligung von 2700 M. zur Ent 
richtung der Beiträge für dte nach dem Gesetz über die Berficherung 
der Prlvatangestellteir zu versichernden Personen.- 
—a Eine WohnungStnspektion wird zum 1. April 
d. Js. in Schönetzrrü. »lnfiextchtet. Die.einmaligen Kosten 
für die WohnüngSaufnahme betragen 3000 M., die 
laufenden Ausgaben sind auf 3500 M. berechnet. 
—o Der Leiter deS Kgl. Prinz Heinrich Gymnasiums 
in Berlin-Schöneberg, Direktor Michaelis ist zum Kgl. 
Provinzialschulrat ernannt worden. Ec verläßt die Anstalt, 
an die er Ostern 1910 als Nachfolger des Geh. Reg.-RalS 
Prof. Dr. Otto Richter berufen wurde, am 1. April d. I. 
—o Die Bautätigkeit in Schöneberg ist tm Jahre 
1912 gegen das Vorjahr erheblich zurückgegangen. Im 
Jahre 1912 wurden im ganzen für WvhnhauSneubaulen 
49 Baugenehmigungen gegen 80 im Vorjahr erteilt. Für 
industrielle Bauten kamen 17 Baugesuche für N,ubauten 
und bauliche Veränderungen 54 Baugesuche in Frage. Im 
Jahre 1910 wurden 73 und im Jahre 1909 sogar 111 
Baugesuche für WohnungSneubauten genehmigt. Die 
Wohnhaukneubauten deS Jahres 1912 verteilen sich auf 
die einzelnen Semester wie folgt: Im ersten Semester 
wurden 13, im zweiten 11, im dritten 15 und im vierten 
10 Wohnhausneubauten abgenommen. 
- —o Der Schöneberger HauL° und Grundbesttzerverein 
hielt am Donnerstag im Schwarzen Adler seine General- 
Versammlung ab. Nach rr l v cm: * 
teilimgen gab Herr Sy idikuS Krauß den Geschäftsbericht 
für das vergangene Jahr. Herr.Maurermeister Rych 
wurde zum 3. Vorsitzenden, Herr Kaufmann Flegel zum 
stellvertretenden Schriftführer, Herr Direktor Woiwode zum 
Beisitzer, Herr RechnungSrat Müller zum stellvertretenden 
Schatzmeister sowie Herr Lachmann zum Beisitzer gewählt. 
Herr Weiglandt sprach über daS Thema: „WaS muß der 
Hausbesitzer über die Steuereinschätzung wissen". Herr 
Syndikus Krauß berichtete über die MtetSstempilberechnung. 
Aertm unL> IsrMe° 
§o O.fftNtliche Vorträge und volkstümliche Vortrags 
reihen am Institut für Meereskunde, Georgenstr. 84/36, 
Montag, den 20.' Januar, Dr. H. Spethmann-Berlin: Der 
Kanal von Dover bis zur Bretagne. (3. Vortrag der 
Reih«: Die Küsten und Häfen Europa»: auSoerkaust). ■— 
Dienstag, den 21. Januar, Prof. H. Heuktng Berlin: DaS 
Meer als Nahrung!quelle. — Freitag, den 84. Januar, 
Prof. O. Baschin-Berlin: Neue Südpolfahrten. Die Vorträge 
werden, soweit möglich, durch Lichtbilder erläutert. Beginn 
der Vorträge 8 Uhr Abend». Eintrittskarten zu 0.25 M. 
sind an den Vortragsabenden von 6 Uhr ab in der 
Geschäftsstelle (Georgenstraße 34/36) erhältlich. 
(Für diese Rubrik übernehmen arit kein« »tlaaiwortmrg.) 
©ln eigenaitigcs Jubiläum kann der konservative Generalsekretär 
Herr Richard Kunze feiern. Er spricht nämlich am Sonntag, dem 
19. d. M, auf dem Parteitage der Thüringischen Konservativen zum 
1000. Male .in fein» eigrnschast als Partetbeamter. vor seiner 
jetzigen Stellung war er konservativer Generalsekreläe im Königreiche 
Sachsen und vordem MUleischuIlehrer und Stadtverordneter in 
Echöueberg. Als Stadtverordneter bekannte er sich zur liberalen 
Partei. Er wohnte lange Jahre im Fiiedenauer Orteteil von 
Schineberz. AIS ec vor 2 Jahren von Sachsen nach Berlin über 
siedelte, schrieb der Vogllänbische Anzeiger, datz er einer der kenntniS. 
reichsten Politiker und glänzerdsten Redner der Konservativrn sei. Zur 
Zeit gilt er als einer der besten und packendsten Redner. Selbst rin 
»deralcS Blait schrieb vor einiger Zeit: "„Wenn man auch nicht mit 
allem einverstanden sein kann, so gewäh t eS doch 'geradezu «tnm 
ästhetischen Genuß, ihm zuzuhören'. Besonders gefürchtet ist er bet 
seinen politischen Gegnern wegen seiner witzigen Schlagfertigkeit. Die 
er mit denen umgeht, die seine Reden durch Zwischenrufe stören »ollen, 
zeigt folgender lustiger Zwischenfall in einer öffentlichen Versammlung 
zu Stendal. Herr Kunze wie« gerade nach, datz die Landarbeiter sich 
im grotzen und ganzen nicht schlechter stehen, al» die Industriearbeiter, 
da rief ihm ein Gegner zu: .Strohdächer!' — .Ich will Ihnen 
einmal etwas sagen,' cntgegnete Geneialsekreiär Kunze, .«in» hierin 
sind gewiß alle Anwesenden meiner Meinung, eS ist immer »och bester, 
daS Stroh überm Kopfe, al» im Kop-e zu haben.' Bei einer ver- 
sammlung in Gardelegen vor der Stichwahl deS Herrn von Kröcher 
wurde cr durch Pfeifen und Trompetea der zahlreichen, aus den 
Galerien befindlichen Gegner verhindert, seine Rebe zu beginnen. Alt 
sich der Lärm eiwaS gelegt hatte, verbeugte er sich lächelnd vor dm 
Galertebesuchern und sagte: .Mein« Herren, Ich danke Ihnen herzlichst 
für die uvgewöhrliche Ovation, mit der Eie mich bereits zu Beginn 
meiner Rede ehren wollen, hoffentlich enttäusche ich Sie nichtII 
Natürlich hatte er die Lacher auf seiner Seite und konnte sein« Rede 
ungestört anfangen und, weil er (ofott seine Zuhörer zu packen wusste^ 
glücklich zu Ende führen. Nicht minder wertvoll, wie durch seine 
Bersammiunzsiätigkett, ist Herr Kunze für feine Partei durch sein« 
politischen Rednerkurse geworben, in denen er der konservativen Sache 
bereit» viele Hunderte von begeisttrlen Mitarbeitern gewonnen hat. 
Sein politisches Lehrbuch: ,WaS der deutsche ReichStazSwähler wissen 
muß', hat sich dabei als ein wirksame» Hilfsmittel im Kampfe für 
die konservative Weltanschauung erwiesen. Man kann «» dem uner- 
müdlichen politischen Kämpfer nur wünschen, daß es ihm vergönnt fein 
möge, auch daS 2. Tausend seiner Reden voll zu machen. z, 
~~~ ‘ 
*o Ägäis. Trotz aller Slotlenfieudtgkeit heißt eS in Deutschland 
jetzt: .Tob ollen Meeren, Weltmeeren »nd Ozeyien!' Sie find zu 
arotz, zu umfangreich, zu zritraubcnd sür unsere hastige Zeit, der Stille 
Ozean und deS Allar tische Wrltmecr, das Aegälsche Meer UN) alle 
die anderen; ja selbst solch harmloses und kunnamiges Wasser »ie 
die Ostsee muß mit dran glauben und zum Baltik werden wie j««e 
zum Pazifik und Atlantik und zur Argäi«. Ja, .die AegätS' — taS 
ist die neueste Errungenschaft unseres deutschen Sprachschatzes, durch 
die natürlich einem dringendsten BcdürfniS rach Kürze höchst einfach 
abgeholfen wird. Sollen wir uuS noch -wundern, wenn man uu» das 
Mrttelländijche, Meer nächstens >u einem Mrdiierravean macht und 
die Nordsee, unser .Deutsches Meer', zu einem German (sprich: 
Schirmen), weil doch das meerbcherrlchende Aibion e» „Corouur 
Oeesa" nennt? Nur tn-.mer weiter so die Sprache verbessert, ihr 
Hrncn, die knechtische Nachäffn» g-suchl steckt ja nun einmal in 
deutschen Blute! 
Wctkir»a«SfichL»». 
Sonnabend: Zeitweise heiter, aber veränderlich, zu 
nächst milden, späicr wieder etwas kälter, bet mäßigen süd- 
östlichen Winden, keine erheblichen Niederschläge. 
LnMitsortltcher Schriftleiter: Herman» »artivta» Lriedeno». 
.Hierzu «ine Veit«,» 
Beginn 
Heute 
. • • . • - , , « i 
TT 'nzr.:ZK-™^*^~r-~'r™-r< tnuzcs.,3s. 
t 
iv;.vü7 n 
' König-Strasse 34 
^ Leipziger Strosse 65 
Tauentzicn-Strasse 20 
1 - Onanien - Strasse 47 a 
Moabit: Ti 
. v 
Oranicn-Sfrasse. 34 
Friedenau, Rheinslr. 14 
Müller-Strasse 3o 
Neukölln^ Bergstr. 7/6 
n-Si aise 50 
6«
        
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