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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage zu Nr.; 
152 des „Meßemner Lokal-Anzeiger". 
Dienstag, den 1. Juli 1913. 
Dextrionat. 
Humoreske von Else v. Steinkeller. 
Nachdruck verböte». ( 
UR. Er ist klein und unterseht. Er ist Junggeselle 
und lebt von seinen Menten, außerdem ist er mein 
Onkel und mein Hauswirt. — Ich glaube. daß heut 
zutage jeder einen Onkel hat, auch jeder einen Haus 
wirt, aber beides zusammen in einer Person, — so 
etwas kann ausgerechnet nur mir passieren! —■ 
2lber, — wie's so ist! — meine Versetzung 
nach X. herauskam, war 'mein erster Gedanke: „Himmel, 
da wohnt ja Onkel Adolar!" Kaum hatte ich diesen 
Gedanken ordnungsgemäß zu Ende gedacht, kam ein 
Telegramm des Inhalts: „Begrüße Euch hocherfreut 
in X. Prachtvolle Wohnung zu haben. — Drahtantwort 
ob inieten. Onkel Adolar." — 
Selbstverständlich drahtete ich ein vertrauensvolles 
„Ja" und erfuhr bald darauf. — daß besagte Woh 
nung sich in einem Hause Onkel Adolars befand! — 
Was^konnte ich mir Besseres wünschen?! — 
Freudig angeregt von künftigen Wohnungswonnen 
hab' ich bald darauf mit Familie meinen Einzug in 9t. 
gehalten. Wir sind mit den üblichen Empfangszeremo 
nien begrüßt worden. An der Tür der neuen Wohnung 
hing ein Schild mit der Inschrift: „Willkommen da 
heim". Hinter der Tür harrte Onkel Adolar, in der 
rechten Hand einen Haussegen, in der linken den Miets 
kontrakt. Selbiger zählte eine Menge „Paragraphen", 
die ich selbstverständlich ungelesen unterschrieb. Ich 
finde, man muß vor allen Dingen seinen Verwandten 
unbegrenztes Vertrauen entgegenbringen. 
Als so alle Formalitäten erfüllt waren, drückte 
mich Onkel an sein umfangreiches Herz und führte mich 
durch alle Räume. 
„Jungchen, Jungchen," schmunzelte er dabei, „was 
bin ich froh, daß Ihr die Wohnung gcnonnncn habt und 
ich somit alles unnötige Renovieren sparen konnte!" 
Ich habe darauf bescheiden zu protestieren gewagt, 
was Onkel mit wahrhaft diabolischem Lachen abwehrte, 
unter Hinweis auf Paragraph 5 des Mietskontraktes, 
laut welchem ich mich verpflichtete, die Wohnung 
genau in dem Zustande zu übernehmen, wie sie der 
Vermieter verlassen hatte. 
Ich brauche wohl kaum zu versichern, daß dieser 
Zustand übel war. Zerfetzte Tapeten, Fußböden ohne 
Farbe, Türen und Fenster, die nicht schlossen, eine 
Badewanne, die vcrmirtlich von der Wucht eines zu 
schweren Körpers seitlich zusammengedrückt war, wie 
eine Ziehharmonika! Außerdem wohnten wir nicht 
allein in den Zimmern, cs gab noch Tiere. Wir sind 
große Tierfreunde, — doch „lag" uns leiser diese Art 
Tiere absolut nicht. Wir befanden uns also bald in 
einem ebenso üblen Zustand, wie unsere Wohnung. , 
Rur Onkel Adolar war restlos glücklich. — 
Er war sogar so glücklich, daß er beschloß, für die 
Wintcrmonate unser Fremdenzimmer zu beziehen, um 
seine eine Treppe höher liegende Wohnung nicht „un 
nötig heizen zu müssen!" 
Auch hiergegen habe ich trotz aller Vcrwandtcn- 
liebe einen schwachen Widerspruch riskiert. Selbst 
verständlich resultatlos. — denn „nach Paragraph 6 
des Kontraktes stand ihm das Recht zu, unsere Woh 
nung jederzeit zu betreten." — 
Und er betrat sie und richtete sich häuslich ein! 
Er machte mir Vorwürfe über die traurige Verfassung 
der Badewanne, der Türen, der Fenster, des Fuß 
bodens, er fluchte laut über die Unordnung, die „bei 
uns herrschte", und als eines Tages die zerfetzte Tapete 
des Logierzimmers über seinem Haupt und seinem 
Bett vollends herabfiel, warf er mir Paragraph 7 
des Mictskonlraktes an den Kopf, wonach ich ver 
pflichtet war, sämtliche vorkommenden Reparaturen 
in der Wohnung machen zu lassen, selbstverständlich 
also auch das Logicrzimmcr neu tapezieren müßte. — 
Krümmt sich nicht der Wurm, wenn er getreten 
wird?! Ich versuchte es wenigstens! 
„Wir ziehen aus, — heute noch 1“ schrie ich. 
„Ja, ja, — so schnell wie mög ich!" meinte meine 
ob den Ereignissen total gebrochene Frau. — 
Höhnisch lachte Onkel. — Rach Paragraph 8 des 
Kontraktes war die Wohnung für uns unkündbar! 
Auf Lebenszeit gemietet. Sogar nach unserm Tode 
mußten wir noch für einen neuen Mieter sorgen! 
Ich brach zusammen. — 
„Aber Jungchen, Jungchen, beruhige dich doch 
nur, — so etwas ist doch unter Verwandten ganz 
egal!" 
Ich habe darauf eingewilligt, tapezieren zu lassen, 
— ülnser Bursche sollte cs tun, der Billigkeit halber. 
In schöner Einigkeit sind Onkel und ich ausgezogen, 
Tapete und den nötigen Kleister zu erstehen. — 
Ein Drogist, ay den wir uns wandten, riet uns 
zu einem Kleister, den er eben erfunden hatte. Dieser 
Kleister übertraf an Haltbarkeit alleö bisher Gekleisterte, 
— und der Drogist pries uns glücklich, daß es uns 
vergönnt war, dies Erzeugnis seiner Wissenschaft zu 
prybieren. — 
„O, meine Herren," rief er in Erlöse, „nehmen 
Sic Dextrionat. Deutsches Reichsvatent Nr. 2 202 020. 
Rnübertrefflich! Hält ewig. — Heilt, leimt, kittet alles, 
cs kann 'ne Kanone drüber fahrn, — cs schadet „ihr" 
nichts!" 
„Hm, hm," machte Onkel, „klebt es denn auch 
an der Wand?" 
„Aber gewiß, — aber ja, mein Herr, cs klebt! 
— Glauben Sie mir! Keine Macht der Welt löst 
Dextrionat je auf!" 
„Jungchen, Jungchen, das nehmen wir!" — Onkel 
Adolar strahlte. — 
And wir nabmen cs also. — ein dicker Mci ist 
zu Hans davon eingerührt worden, und unser Bursche 
hat zu tapezieren angefangen. — 
Er hatte so etwas noch nie getan, aber Onkel meinte, 
jeder „vernünftige" Mensch verstünde es, und da wollt' 
er natürlich nicht in ein falsches Licht kommen,, und 
kleisterte frisch draus los. — 
Schwippig voll stand auf der Leiter eine Schüssel 
voll Dextrionat — unten stand Onkel und erteilte mit 
nach oben gekehrtem Gesicht Instruktionen. — Er strahlte 
mehr denn je. Hab' ich's kommen seh'n? Hätt' ich's 
hindern können? Ich weiß es nicht. — An des 
Burschen Wiege haben sicher keine Grazien gestanden. 
Wie sollten sie auch dozu kommen!? — 
Ja, — hm, — also, der Unglückliche ist gestolpert, 
hat dabei an die schwippig volle Schüssel mit Dex 
trionat gestoßen, und deren Inhalt hat sich direkt auf 
Onkel Adolar ergossen. Ueber seinen Kopf, seinen Hals, 
seine ganze Gestalt. Ein mit Dextrionat vermischter 
Wutschrei entrang sich seinen Lippen. Geschüttelt, ge 
gurgelt, geprustet hat cs Dextrionat. 
„Heilt, leimt, kittet alles, — es kann 'ne Kanone 
drüber fahren, — es schadet „ihr" nichts" — ist's mir 
mit Blitzesschnelle durch den Kopf gegangen. — Und 
zugleich: „Keine Macht der Welt löst Dextrionat je 
auf!" 
Mein Gott, Onkci hat mich ja gequält, mich schi 
kaniert, wo er konnte, — aber ich muß ihn retten. — 
Kurz entschlossen hab' ich ihn mit seiner stattlichen 
Vorderfront auf die Erde geworfen und mit beiden 
Fäusten seinen Rücken bearbeitet. Glücklicherweise half 
cs! Schließlich fand er sogar die Sprache wieder. 
Rastlos — geölt — geleimt — floß seine Rede 
dahin, — wie ein vom Gewitter angeschwollener Ge 
birgsbach. „Du hast mich vergiften wollen! Du hast 
mir nach dem Leben getrachtet, — und als dir das nicht 
mit Dextrionat glückte, hast du versucht, mich hinter 
rücks meuchlings lotzuschlagen, — als Dank für alle 
Wohltaten, die ich euch erwiesen habe. Darum" — 
er schnappt nach Luft — „darum will ich nichts mehr 
mit dir zu tun haben, — ich — exmittiere euch!" — 
„Aber Onkelchen. . 
„Nichts da, — ich habe das Recht, euch jederzeit 
zu kündigen. — Laut 8 10 des Mietkontraktes werdet 
ihr bis morgen abend die Wohnung geräumt haben!" — 
Ich bin vernichtet! — Exmittiert! — 
... heilt, leimt, kittet alles. Es kann 'ne Ka 
none drüber fahren, es schadet „ihr" nichts . . . 
..Hurra! Hoch! Dextrionat!" 
Vermisstes 
*o Konferenz über Staatsbahneiü Im Ministerinn der öffent 
lichen Arbeiten hat am 27. und 28. Juni d. Js. eine Sitzung der 
deutschen Bnndesregierungen mit Staatsbahnbesitz stattgefunden. 
Es war dies die erste der regelmäßig wiederkehrenden Sitzungen, 
die nach einer unter den Bundesregierungen getroffenen Verein 
barung von Zeit zu Zeit stattfinden sollen, um eine möglichst enge 
Fühlung in allen das Eisenbahnwesen betreffenden Fragen herbei 
zuführen. In der Sitzung sind Leitsätze für die Beratungen auf 
diesen Konferenzen vereinbart worden, nach denen dort allgemeine 
Fragen aller Art zur Sprache gebracht werden können, die daS 
Verhältnis der Eisenbahnen untereinander oder zur Oeffentlichkeit 
betreffen. Von den übrigen Verhandlungsgegenständen seien hervor 
gehoben die Durchsicht und Fortbildung der Vereinbarungen vom 
Jahre 1908 über die Verkehrsleitung im Güterverkehr sowie die 
grundsätzliche Einigung über ein ganz Deutschland umfassendes 
Fahrdienstübereinkommcn, nach dem die Leistungen der Betriebs 
mittel und Personale unter den deutschen Bahnen nach einheitlichen 
Grundsätzen ausgeglichen werden sollen. Die nächste Sitzung wird 
voraussichtlich schon im Herbst stattfinden. 
*o Ein bißchen. Es gibt gewisse Kleinigkeiten in unserer amt 
lichen Rechtschreibung, die sich durchaus nicht einbürgern wollen. 
Dazu gehört ein bißchen. Immer wieder sieht man die 
Schreibung „ein bischen". Da cs aber von dem Hauptwort 
„Bissen" kommt, so hat man eben die Schreibung mit ß festgelegt, 
und um der Einheitlichkeit willen sollte sich jedermann dem fügen. 
Daß es mit kleinem b geschrieben wird, beruht auf der Regel, oaß 
alle umstandswörtlichen Wendungen so geschrieben werden sollen. 
*o Familienfeste. „Weshalb gehts bei Meiers heute so lustig 
zu?" — „Die Tochter feiert ihre silberne — Verlobung." 
a. A (g?K gfe A 1 Päckchen 10 Pfg., 3 Päckchen 25 Pfg. verwendet. Dies ist das billigste, 
/HAM/A einfachste und doch vorzügliche Verfahren. 
ff Ulf |||$IH ruOUOHl Jede Hausfrau "lM Dr. Oetker's bewährte 
1 W . T ^ , sTr s rr^ ^ Jvllw OdUbUCUl Rezepte zum Einmachen von 
durch Schimmel und Garung wird alles Eingemachte sicher geschützt, 
wenn man zum Einmachen 'von Früchten aller Art und Fruchtsäften Früchten umsonst in den Geschäften. Wenn vergriffen, schreibe man eine 
Df. Oefher’s „Einmache-Hölfe“ "‘1». 
Auszug aus Dem Protoloübnche 
der Gemeinde-Vertretung. 
Verhandelt Bcrlin-Friedenau, den 26. Juni 1913. 
kur Beschlußfassung über die auf der nachstehenden Tagesordnung 
bezeichneten Gegenstände war für heute eine Sitzung anberaumt, zu 
welcher die Mitglieder der Gemeinde-Vertretung, unter Angabe der zur 
B-rcuung kommenden Gegenstände, sowie mit dem Hinweise darauf, daß 
die Nichtanwesenden sich den gefaßten Beschlüffen zu unterwerfen haben, 
rmgeladcn worden find. , ^ 
Eingefunden hatten sich die nachstehend genannten Personen: 
Gemciude-Vorsteher Walger, Schöffen Bache, Lichtheim, Wossidlo, 
von Wrochem. Gemeinde-Verordnete Berger, Dreger, Eggert, Finke, 
Haustein, Dr. Heinecker, Heise, Kalkbrcnner, Kunow, Lehment, Ott, 
Richter, Sachs, Schönknecht, Stöcker, Dr. Tänzler, Uhlenbrock, Wermke, 
außerdem Gemeindebaurat Altmann, Assessor Gruudmann und als 
Protokollführer Obersekretär Borck. Entschuldigt: Schöffe Draeger, 
Sadöe, Gemeinde.Verordneter Matthies, Dr. Lohmann, Huhn, Franzelius. 
Die Gemeinde-Vertretung ist, da mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder 
anwesend ist, beschlußfähig. 
Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 
1. Mitteilungen. 
2. Festsetzung der Ferien für die Geinemdevertretung. 
3 Beschaffung von Berliner Adreßbüchern für die höheren Schule». 
4 Aenderung des § 7 der Geschäftsordnung für die Gemeindevertretung. 
b Rathausbausachcn: a) Ausschreibung des Wirtschaftsbetriebes des 
Ratskeller-Restaurants. 
d) Herstellung einer Brückenwage am Rathaus 
grundstück. 
6 Bausachen der 3. Volksschule: a) Genehmigung des Baukosten 
anschlages. 
b) Vergebung derWerksteinarberten 
für den Sockel 
c) Vergebung des Verblendstein 
materials. 
7. Vergebung der Maurer- und Zimmerarbeiten für den Umbau des 
Gymnasiums und der Tumhalle. 
8. Vergebung der Zimmerarbeiten für die Friedhofsbauten in Gütergotz. 
9. Einrichtung des Spielplatzes am Friedhofe in der Laubacherstraße. 
10. Rachbewilligung zu Voranschlag V Nr. 2/1913 für Beaufsichtigung 
des Spielplatzes am Birkenwäldchen. 
11 und 12 in geheimer Sitzung. 
1. Mitteilungen. 
») Schöffen Draeger und Sadee, Gemeindeverordnete Matthies, 
Dr. Lohmann, Franzclius und Huhn sind entschuldigt. 
b) Elektrizitätswerk-Ausschuß und Gemeindevorstand haben über 
einstimmend das Einziehungsverfahren für die Elektrizitatsgebllhren ge 
regelt. Die Gemeindevertretung nimmt von der in dem Aktenbericht 
vom 26. Juni dieses Jahres dargestellien Regelung genehmigend Kenntnis. 
c) Zu Protokollvollziehern werden die Gemeindeverordnete» Stöcker 
und Tänzler bestellt. 
Unter Anerkennung der Dringlichkeit werden auf die Tagesordnung 
gesetzt: 
a) Entsendung eines Zeichenlehrers zur Hauptversammlung des Der- 
Landes Deutscher Zeichenlehrer in Breslau, 
b) Entsendung desGemeindeobergärtners zu einer Gartenbauausstellung 
o) Pensionierung eines Volksschullehrers (in geheimer Sitzung zu 
beschließen). 
2. Die Ferien der Gemeindevertretung werden auf Juli und August 
festgesetzt. 
3. Zu dicseni Punkte stellt nach kurzer Debatte der Schöffe von 
Wrochem einen Schlußantrag. Auf Antrag des Gemeindeverordneten 
Kalkbrenner wird über diesen Schlußantrag in namentlicher Abstimmung 
beschlossen und der Antrag abgelehnt. Nach weiterer Beratung wird 
beschlossen, die Beschaffung von Berliner Adreßbüchern für die höheren 
Schulen aus Gcmeindemitteln abzulehnen. 
4. Wird vertagt bis nach den Ferien. 
5. a) Wird vom Gemeindevorstande zurückgezogen. 
b) Zur Herstellung einer Brückenwage in der Lauterstraße am 
Rathansgrundstück werden 2800 M. aus Voranschlag XV Nr. 2/1913 
bewilligt. 
6. a) Das vom Baurat Altmann erläuterte Projekt einer 3. Volksschule 
und der dazu aufgestellte Kostenanschlag, abschließend mit 675 000 M- 
einschließlich 27 000 M. für den Anbau der katholischen Schule, werden 
genehmigt. Dem gleichzeitigen Anbau der katholischen Schule wird 
zugestimmt. 
d) Der Zuschlag für die Lieferung des Werksteinsockels der 3. 
Volksschule wird der Kaiser-Steinbruch-Gesellschaft m. b. H. zum An« 
gebotspreise von 10 52 t Bl. erteilt. 
o) Wird in die geheime Sitzung verwiesen. 
7. Die Maurer- und Zimmerarbeitenlfür den Umbau des Gymnasiums 
und der Turnhalle werden dem Unternehmer Oskar Haustein zum Preise 
von 8 974 20 M. übertragen. Die Erhöhung des Einheitspreises der 
Position 6 des Haustein'schen Anschlages von 50 auf 56 M. wird abgelehnt. 
8. Die Zimmerarbeiten für die Gütergotzer Friedhofsbauten werden 
der Firma G. Müller in Tegel zum Preise von 19 118,21 M. über- 
tragen. Die Ueberschreitung des betreffenden Kostenanschlages um 
521,53 M. wird genehmigt und bewilligt. Eventuell sind die Ersparnisse 
anderer Titel des Baukostenanschlages zur Deckung zu verwenden. 
9. DaS vorgelegte Projekt betreffend die Einrichtung eines Spiel- 
Platzes an der Laubachcr- und Fchlerstraße wird genehmigt. Die er 
forderlichen Mittel in Höhe von 12 230 M. für die Spielplatzanlage 
und 19 850 M. für die Baulichkeiten werden aus Voranschlag XV Nr. 7 
1913 bewilligt. 
10. Die Gemeindevertretung bewilligt für die sachkundige Beaus- 
sichtigunq des Tum- und Spielplatzes am Birkenwäldchen während der 
großen Ferien 200 M. Ferner hat die weitere Beaufsichtigung in der 
bisherigen Weise nebenher zu erfolgen. Auch der Spielplatz in der 
Schwalbacherstraße ist in derselben Weise zu beaufsichtigen; dort sind 
auch einfache provisorische Bänke aufzustellen. 
Die erforderlichen Mittel find spater anzufordern. 
Nachträge. 
a) Die Mittel zur Entsendung eines Zeichenlehrers (Barsch) zur 
Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zeichenlehrer in Breslau 
werden bewilligt. 
d) Desgleichen zur Entsendang des GemeindeobergärtncrS Stabe 
nach der Gartenbauausstellung in Breslau. 
V. g. u. 
gez. Walger, gez. Otto Stöcker, gez. Dr. Tänzler.
        
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