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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage zu Nr. io ves „Kneoenaurr roml-^nzeigkr . 
Freitag, den 17. Januar 1913 
Urkunde 
über die Entdeckung Amerika'« a. D. 1492. 
Boa Eduard Jürgeusen. 
Dat wir int Jahr veertheinhunnertuntweeunnägentig, 
da lewte in Portulak en jungen Minschen, der heil 
ClambumbuS. ClambumbuS seggt eene« schönen Dag«, 
dat up de annere Eid nun de Welt ook noch Land wir. 
Hei nrrente j-nstdS von' Atlantschen Ozean. Sei lachten 
«m All ut. Un as hei nu noch dortau seit, hei glöwte 
sogar, dat da ok noch Lttd wohnen, seggten sei, dat hei 
en groim CchasSkopp wir. Awer Clambumbu« bliw bi 
sinen Glowen, schuterte sich en Schipp an. nähm Seelüd 
an Burd un 'ne Kift mit 'n Schock Eier— sößlig Stück. 
Nu kunnt loszahn. 
A3 sei un vceruntmlntig Stunn' segelt wiren, nähm 
ClambrrmbuS een Si ut de Kist un wull dat pil en Enn' 
up'a Disch stallen, awcr bet Ei wall nich stahn. Nu ver- 
sökt hei dat läng« un oerdwaS, äwer ok so wull dat Et 
nich stahn. Da rcep de Jung, der den Utktek hätt. ut 
den Mastkorw: Herr Kapthetn, steiht dat St? Nee. segat 
ClambumbuS. dat Ei steiht nich. Na. seggt de Jung, ick 
sich ok keen^Land. Den annern Tag nähm ClambumbuS dat 
tweete Ei ut de Kist. Hei wull drt wedder pil en Enn' 
up den Disch stellen, versök dat wedder läng« un verdwaS, 
äwer dai tweete. Ei wull ck nich stahn. Da rerp de 
Jung .wedder ut den Mastkorw: Herr Kapthetn, steiht 
dat Ei? Nie, seggt ClambumbuS, dat Ei steiht nich. Na, ick 
seih ok noch kern Land, reep de Jung. Den drütten Dag nähm 
CiambumduS dat drlltte Ei ui det Kist, versök dal wedder 
pil en Enn'. läng« un verdwaS. äwer dat Ei wull ok 
nich stahn, un de Jung fach ok keen Land. Sv güng dat 
nn näzenunsönig Doge laug. — Den sößigsten Dag nähm 
ClambumbuS dot lrtzre Ei ut de Kist. Hei wull dat Ei 
pil an Enu' up'u Disch stellen, dat Et stunn nich, hei 
versök dat läng« un verdwaS, aber dat Ei bliw so 
vbschternatsch aS de annere un wull abselut nich stahn. 
Da würd ClambumbuS süchtig — bauz! haut hei dormit 
up'n Disch — da stunn dat Ei. Da reep de Jung ut den 
Mastkorw: Herr Kapthrin, steiht dat Ei? Ja, seggt 
CiambumduS, da! El steiht. Na, ick seih ok all Landl 
reep de Jung. AS dat de SchlppSlüd hüren, gaw dat en 
banniger Hurrah. dat dat ganze Schipp wackelt. Dat 
duert cl nich so lang^ da seihn se de Küft vör sich liggen. 
AS sei nu ran kämen, stunn da en ganzen Hllmprl rot- 
brune Kirl«. Gu'n Dag, seggt Clambumbu«. Gu'n Dag 
ok, segaen de Kirls. Sünd Ji JndjanelS? frog 
ClambumbuS. Ja, seggen die, wi sünd JndjanerS, denn 
düst Du well ClambumbuS? Ja, seggt ClambumbuS, dat 
bün ick. Nu seggt mal, wat iS dat sör en Land? I, 
srggeu die, dat iS Klamtrika. Eooo, seggt ClambumbuS. 
na dar'« man gaud — dat wull ick jo grad entdecken! 
Wat nu de O?bberst wor, oun de JndjanerS, hei dreiht 
sich nah de Annern rum un seggt: „Na KinuingS, denn 
h-lpt da! nich, denn sünd wi entdeckt!" 
Postscriptum. 
AS ClambumbuS - nach Portulak taurück kam, flogen 
de Lttd, womit hei dat bewiesen künn, dat hei Klamtrika 
entdeckt hau. Dor tät ClambumbuS ut dat Schipp ut- 
laden: Twee Winspel Dabersche Ecdtüffeln, twee Winspel 
Magnum-bonnm-IScbtüffeln un 100 Packen Rooktobak oun 
den gauden Ermelerschen Knaster Nr. I. Da schenkte em 
de Keenigin een grotet güllen E'. Dat näumen sei up 
Stunn's: „DaS Ei de« Columbur!" 8. Kr. 
Beiträge für die Sammlung zur Errichtung eine« 
Jürgensen-GrabdenkmalS werden in der Geschäftsstelle 
dieses Blattes, Rheinstraße 15, entgegengenommen. 
Mlenlschau 
mitgeteilt vom Patentbüro Johannes Koch, Berlin NO 18, Große 
8rankfurterstraße 59, Abschriften billigst. Auskünfte kostenlos. 
Erwin 8alkenthal, Berliu-Frledenau, Sauteistr. 38: Telegraphischer 
Empfangsapparat für Kabelleitungen und aridere Linien mit hoher 
Kapazität, bei denen die Signale durch Ströme wechselnder Richtung 
übertragen werden. (Angem. Pat.) 
Adolf Wodarra, Berlin-Friedenau, Rheinstraße 14: Müllschlucker 
mit einer zum Einsetzen deS MülldehLlterS dienenden, in Richtung 
ihrer Achse verschiebbaren und durch einen an der Tür gelagerten 
Mitnehmer drehbaren Trommel, («ngem. Pat.) , 
Hermann Sohle, Berlin-Friedenau, Cranachfir. 13: Znfektions- 
Vorrichtung. (TM.) 
Optifche Anstalt C. P. Bonz Akt. - Ges., Berlin - Friedenau: 
Optischer BasirentfemungSmeffer mit Rippmgehäuse. (GM), 
Dieselbe: Epreizkamercr. (GM.) 
HerichMches. 
(:) Eine vom Mfiter vorzeitig ausgegebene Wohnung kann vom 
Vermiet» in Eigengetrauch genommen «erden nach einem tnterefsanleu 
Urteil des ReichsgerichiS vom 11 Juni 1912. Wird dem Mieter der 
vertragsmäßige Gebrauch der Mietsache entzogen, so steht ihm nach 
§ 542 BGB. ein Kündigung?recht zu. Daneben hat er natürlich bei 
Vormihaltung deS Gebrauche« auch ein Recht auf Befreiung vom 
Mietzinse oder auf Rückzahlung des im voraus bezahlten Mietbetrages. 
Anders aber liegt der Fall, wenn der Mieter durch einen in seiner 
Person liegenden Grund an der Ausübung deS ihm zustehenden Ge- 
brauchSrechteS verhi.dert wird. Dann wird der Mieter von der Er 
richtung des Mietzinses befreit. — Der Kaufmann S. in Berlin hatte 
von dem Beklagten K. in dessen Berliner Grundstück Unter den Linden 
einen .Laden nebst Niederlage' gemielet, im Herbst 1908 jedoch das 
in den MielrLumen betriebene GeschLft aufgegeben und das HauS ge- 
röumt. Gegen Ende 19V3 hatte der Beklagle einen Teil der leer 
gewordenen Niederlage süc sich in Gebrauch genommen. Deshalb und 
weil der Beklagte einer angeblichen Verpflichtung zuwider cS schuld 
haft unteilaffcn habe, den Laden anderweit zu vermieten, verlangte 
der Kläger von der für die Zit biS zum BertragSende — l. Oktober 
1909 — vorausbezahlen JahreSmiete 16 250 M. zurück. DaS 
kammergericht verurteilte auch den Beklagten zur Herausgabe von 
5000 M., das Reichsgericht dageam wies die Klage gänzlich ab. Die 
Behinderung deS Mieters S., so führte eS aus, war dauernd, die eigene 
Ingebrauchnahme durch den Beklagten kann deshalb nicht als ver 
tragswidrig angesprochen «erden. War der Beklagte aus Erfordern 
jederzeit imstande, dem S. den Gebrauch alsbald, d. h. binnen ganz 
kurzer Frist, zu gewähren, dann hatte S. weder eia RücktiittSrecht 
noch konnte er Befreiung vom MietSzinS nach § 552 Satz 3 ver 
langen. Eine Aufforderung zur Rückgewähr ist nicht behauplet, in 
d.-r auf Zahlung gerichteteu Klage ist fie gleichfalls nicht euthatten. 
Dadurch, daß der Beklagte den Raum in Benutzung behielt, solange 
er ihm nicht abverlangt wurde, geriet er nicht in Verzug m'.t der 
Verpflichtung, den Raum zurückgewähren. Fehlt eS ober am Verzüge 
oder an sonstigem Verschulden deS Beklagten und war er auch nicht 
außerstande, den Gebrauch des Raumes zu gewähren, so verletzt die 
im BerutungSurteil ausgesprochene Verurteilung den § 552 Satz 3 
BEB. Da» Elfordernis d S Unvermögens zur GebrauchSgewLhrung 
besteht nicht für einen etwa auf Grund von Satz 2 des § 552 zu er- 
hebenden Anspruch. Nach dieser GesetzeSbestimmnug muß sich der 
Vermieter den Wert der ersparte« Aufwendungen sowie der Vorteile 
anrechnen lasten, die er au» einer anderweitigen Verwertung de» Ge 
brauche» erlangt. ES ist hier unter den obwaltenden Verhältnissen 
aber nicht nur ohne »eitere» ausgeschloffen, daß der Wert des Selbst- 
gebrauche» dem angenommenen Mletwerte (5000 M.) gleichkommt, «» 
ist vielmehr weder dargetan noch anzunehmen, daß der Eigen- 
8 -brauch irgendwelchen berechenbaren Wett für den Beklagten gehabt 
at. Unter diesen Umständen kann auch au- der Borschttst de» 
tz 552 Satz 2 BGB. ein Anspruch de» Kläger» in irgendwelcher Höhe 
nicht abgeleitet werden. DaS BerufunaSntteil wurde deshalb aufge- 
hoben und die Klage abgewiesen. (Aktenzeichen: Hl. 406/11.) 
k. Verdorbenes Rindfleisch vrrkaust zu haben, war dem Schlächter- 
meist» August RieSuer vor der Strafkammer zur Last gelegt. Wegen 
«ergehen» regen da« Reich«gesetz betr. den Verkehr mit Nahrung«. 
Mitteln mußte sich R. deshalb oerautwvtten. Der jetzt in Beritu- 
Schöneberg wohnhafte Angeklagte betrieb bisher sein Fletschereigeschtft 
im Hause Ucckermündestr. 11. An einem Septembertage v. I. kaufte 
dort die in der Wollinerstraße wohnhafte Frau Kaltau eia halbe» 
Pfund gehackte» Rindfleisch für 40 Pfg. An dem üblen Geruch und 
dem wäfferigen, schmierigen Aussehen de» Fleische» war zu erkennen, 
daß dasselbe vollst!,big verdorben und zur Nahrung für Menschen 
ungeeignet, sowie auch gesundheitsschädlich war. Diese Tatsache be 
stätigte durch sein Gutachten vor G-ttcht der vom Bnliuer Polizei- 
prösidlum mit der Untersuchung von Nahrungsmitteln beauftragt« 
Polizei Tierarzt Dr. Hertel. — Der Einwand de» Angeklagten, er habe 
von der gesundheitsschädlichen Beschaffenheit des Fleische» keine 
Kenntnis gehabt, verwarf die Strafkammer al» unglaubwürdig. Dal 
Urteil lautete auf 100 M. Geldstrafe ev. 20 Tagen Gefängnis. 
Litterarisches. 
Luch in ihrem soeben beginnenden neuen Jahrgange bleibt die 
illustrierte Wochenschrift .Die Deutsche Frau' (Verlag der Deutschen 
Frau Velhagen & Klasiug Leipzig) ihrem bewährten Grundsatz treu, 
der Hauswirtschaft und dem Frauenerwerb in 6leicher Weise ryr an 
regendes Interesse ,u schenken. Sie beleuchtet in feffelndcr Form 
und aus der Feder von kundigen Mitarbeitem alle brennenden Tage«, 
fragen, die die gebildete Frau bewegen: Küche und Keller. Toilette 
und Luxus, Kunstaewerbe, Sport, Fraumbernke und Nebenerwerb jedtr 
Art, Theater, Mustk und bildend: Künste. Auch der künstlerische Bilder- 
schmucl der „Deuischen Frau' lst in »per Re,he dem Frauenleben ge 
widmet, d. h. die Zeitschrift bringt Bilder au» dem Leben hervor 
ragender Frauen, Ausnahmen künftlriisch wirkender Modrneuheiten, 
Werke deuischer Malerinnen und Büdhuuerianm, Arbeiten auö allen 
kunstgewerblichen G:bte!en, führende Bühnenkünstlerinnen in ihren 
neuen Rollen usw. Gießer Beliebtheit erfreuen sich die PretSauS- 
schreiben der Z iischrift. 8o ist gerade jetzt eins veraustaltet, da» 
300 M. für die Veste Liebhoberaufaahm« aussetzt. Eine höchst will 
kommene Erweiterung oeS Inhalt« bedeutet die Romanzeitung der 
Deuischen Frau, die Erzählungen unserer hervorragendsten Schrift 
steller und Schusistellertnnen veröffentlicht. Im Anhang der Deutscht« 
Frau bcfiudm sich drei in Deulschiand völlig neue, gemeinnützige Ein- 
rtchiuirgm: Der Toilettenmarkt vermittelt d n vorteilhaften An- und 
Verkauf von gulerhaltenen Modekleidern, Kostümen, Hüten, Lupu». 
gegenständen usw. zwischen den Leserinnen; der Markt für Gelegen- 
heiiskLufe regelt zwischen den Leserinnen Angebot und Nachfrage von 
Schmuck, Möbeln, Spiel- und Spottsachen, Antiquitäten, Wohnung», 
einrichlungen usw.; der Nahruugsmittelmarkt weift erprobte und billige 
Quellen für die Einkäufe etneS jeden Haushalt« nach. Zu allen Mcfes 
Vorzügen gesellt sich zu guterletzt noch einer: die Zeitschttft ist außer- 
orveulllch billig. Eie kostet vierteljährlich 1 Mk; die eiuzela« 
Nummer ist für 10 Pf. zu haben. Probenummern auf »misch vom 
Verlag kostenlos. 
«Humoristisches. 
»o Am 25. Zwei Spieler: Gut, daß Sie komm-n! Dir «arten 
schon lange auf den .Dritten'.' Fremder: .Tut mir leid, ich «arte auk 
dm .Ersten'. 
Einladmrg zur Sitzung der Gemeindevertretung 
am Donnerstag d'N 25 d I, nachmittag» 7 Nbr 
im Sitzunasiaale des Reform-RealgymnafialgebLudes. Nach der Vor- 
schrist im 3. Absatz des § 106 der Landgemeinde-Ordnung wird darauf 
hingewiesen, daß nie Ntchterscheinenden sich den gefaßten Beschlüssen 
zu unterwerfen haben. 
Tagesordnung: a) in öffentlich« Sitzung: 
1. Mitteilunge». 
2. Bewilligung von Mitteln zur Beschaffung von Elettrizitatszählcrn. 
3. Vorlage betreffend oie Errichtung einer Landkrankenkasse und Aus- 
gestaitung der hiesigen Oriskrankenkasse zur Allgemeinen Lrts- 
krairkmkasse. 
4. Erlaß eines neuen Ottsstatuts betreffend die Einquartierung. 
5. Bewilligung von Pflasterkosten aus Anlaß des Einbaues von Wasser- 
hydrarrlm im Südwestkorso. 
6. Abänderung der Stromlieferungsbedingunaen. 
7. Unterhaltung des A'phalts der Bismarckstraße durch die Firma Jeserich. 
8. Vorlage und Genehmigung des .Entwurfs für dm Neubau der 
III. Gemeindeschule. 
b) in geheim» Sitzung. 
9. Eine Personalsache. 
10. Bewilligung einer Vergütung an die Steuerbezirksführer. 
Die bezügliche» Vorgänge und Akten können während d» Dienststunden 
im Amtszimmer eingesehen werden. 
Bcriin-Friedmau, den 17. Januar 1913. 
Ter Gemeindevorsteher. Walz», Bürgermeister. 
Bekanntmachung 
rrlriffttid Meldung ,ar Stammrolle. 
Alle sitz hi-r Im Orte dauernd aufhaltende» «ililärpflichttar«, 
di« in dm Iah en 1391, 1-92, 1893 geboren find und ihrer Mititt - 
Pflicht noch -.icht anüzt haben oder dir vor 18»l geboren siad, ab» 
eure endgültige Entscheidung üb» ihre Militärpflicht bisher noch nicht 
»halten haben w-rdrn aufgefordert, sich in der Zeit 
vom n Jasuar,ts eiuschltesslt» 1. 9**tu«t 1913 
»ihrer d d:r Dimnpuridm von vormittags 8 Uhr bis nachmittags 3 Uhr 
im hicsig n Gemeindeamt. 3 mm» 47. zur Stammrolle zu meldm. 
Zar Mel dang veipflichl.t find a°ch: 
a) Dienstbote» Haus- und WirlschastSbeamte, Handlungsgehilfen 
urd Handwerksgeselle,!, Lehrlinge Fabrikarbeiter und aade'e in einem 
ähnlichen VerhSllnil stehende Militärpflichtige, die tat Orte in der 
Lehre, im D erst oder in Arbeit stehen, _ „ . . 
b) Sedierende. Schüler und Zöglinge scnstlzer Anstalten, sofern 
si: hier wohnen .. . . 
Militärpflichlige vorgwannt» «et. die sich hi» nur vorlbergeherd 
aushall n, haben sich in beiselbm Zeit bei der O:1»bcho.d- ihres 
""^vei^-r^M-'dMg haben Militärsflichtize, die sich bereits früher ge- 
stillt h rbe.i, ihren LosungSscheln,' und dt jenigen, die außerhalb geboren und 
vrch i.icht zr-r Mnstnung gekommen siad, ihren von dem StandeSamte 
ihres GebirttserlkS ausgestelltm Är»urt«s<et« mttzubrlrgen. 
Sind Miliiärpflichtlge, tie sich hie- ,u melden haben, während d» 
ocdachten Zeit voriioekgehend abwesend, so «üffea die Eltern, Vormünder 
oder Arbeitgeber deren Anmeldung zur Stammrolle d,wirren. 
Es wird noch besondrr» darauf hingewiesen, da6 seiten» der 
Militärpflrchttaea Geru,<Ssch»i»».diev,n dm StanddelLmlekn k^kmloS 
abgestellt weiden, nicht aber Tausfchrtne beizubringen find. 
B i Uaicrlaflong der vorgeschiietene« Mrldurgen zur Stammn lli 
oder zur Bcieet'gnng derselben tritt Geldstrafe U» zu 3" M. oder 
Haft bis zu 3 Tag!« .in. 
Berlin-Friedenau, den 8. Javurr 1918. 
Der Gememdeootstehtr. 
Bekanntmachung. 
Fkstxahl 
zur Fei» d s Gebuttstages Sr. Maj-srLt des KaisirS rnd Königs am 
27 Jinnar 1913 in Bürgcrsaale des Reforw-Realtzymnosins Ho nulhltr 
Die Gemeindrvertrelung hat in ihr» Sitzung am * I muat d. Js 
beschlossen, auch in diesem Jahre dm GebunSIag Cr vkejeßät de« 
Kaiser« und Kön g» in uuserm Ort: öffentlich durch ein Herren- 
seftmahl -u s i ru. 
Zu die em am Monlag de« 27 d MtS» «achxittag» 5 Urr. 
im Bürgnsaale des Reform-Realgymnasiums. HomuthNraße, palt- 
fiodrnde.» Festmahle gestatten wir uns, die Bürger BeUiv-ZriedenauS 
mii dem B merken eig-beust eiNjUladen, d ß d'k Preis des trockenen 
Gedecks auf 5,00 M ,ür die P-rssn festgesetzt ist. 
Anzug: Frack, weiße Binde, doh ist auch schwarz» Reck zugelassen. 
Lifleil zur Emz'ichnuug liegen i» dm R-stauraut» „Hohen ollern', 
Handjeiystr. 64, „Kaisereich«', Rhe'nftr. 54, „viikenwäldchm', Maybach, 
platz 0, „Prirz Handjeiy", Handjerystr. 42, in den ASetnhaudlangen 
von Sander, Rhcinstr. 60, Rcuier, M selstr 1/2. Rodtke am Wagn», 
platz, fern» im Z parrmladen ron Loeser L Soiff, Rheinstr. 10, iowie 
im Gemeiudcbüro Fmrigstr. 3 aas. Sie »erden a« 25. d Vit». 
geschivff'N. 
H.-rren, die ihre Teilnahme zugesagt haken, nachträglich ab» ver- 
hiud-lt weid n, willen dies drm Gemeindevür», Fmrigstr. 8, Zimmer 40 
rechtzetiig mitlellen. 
Berlin-Friedtnau d:n 9 Januar 1913 
Der SestaeSftntz. 
Saiger, Diaegrr, L chlh-im, v. Wr'chem, 
Bürgermeister. Schöffe. Schöffe Schöffe 
Eggert, Dr Tinzler, Sachs, Prof Echiöder, 
Grmeindeverordnete. . Direktor. 
Bekanntmachung. 
Di« nach § 39 der Landaemeirdc-Ordnuag vom 3 Juli 1891 avf- 
gestellle Wih'erllit- für die Wahlen zur G-meindeverlretung ln der Ge- 
meinde Berlln-Zriereeau liegt in der Zcit 
vom 15 »t« einschliesslich »0 Jntnar 1913 ^ v 
tat hi sigm Geme!ndea»>t Feurigltr. 8, Zimm» Nr. 2, während der 
Dienstlluudm von 8-3 Uhr, Sortrgs von 9—12 Uhr vormtltigS zur 
öffrr-tlichen Ei sichtnahme aus. ....... 
Einwendungen grgen die Richtigkeit oder Vollfliudigkert d:r Liste 
können währerd die es Ze'traume» bet dem Unterzttchr.eie» schttfllich 
od» v ündlich erhoben weiden. 
Berlio-Fliedenau, dm 4. Januar 1918. 
Der Gemeinde^vist-Her 
Bekanntmachung. 
Die bisher reg'lmißig alle zwei Jahre durch Eichbeamte im Ge- 
meindebezirk Beclin-Fiiedenau ausgefühcken Maß- und Gewlch srivisronen 
sind vom 1. Januar ISIS ab in Foitfall gekommen. Statt deffen finden 
von jetzt ab periodische Racheichuikgrn durch Eitbeamte statt. Für 
den Semcirk'bezirk Verlin-Fri dmau findet diese Nach'ichung in der 
Zeit vom 7. Januar M 2l. Mär, 1913 statt Da» Eichamt ist auf 
dem G:mtiudegruudstück am Markiplctz Niedstroßr 2 emrerichtet und 
von vormittags 8 Uh: bis nachmittags 9 Uhr ununterbrochen geöffnet 
Sämtliche hi» ansässigen Gewerbetreibende, welche zum Zumessen 
und Zuwiegm von Warm im öffentlichen Verkehr Wag'n, Gewichte und 
Meßw-rkzeugr verwenden «erden aufgefordert, während eingangs er 
wähnter Zeit diese an der bezeichneten Stelle vachcichen zu laffen. Die 
süc die Nacheichuna zu zahle-den Gebühren werd'« von dem Eichamt 
gleich erhoben. Ueb r die Höhe derselben Ist in Eichamt «ine Bekannt- 
machuog ausgehängt. 
kerlin-Fttediiiau, dm 6. Januar 1918. 
Der Amtscsrsteher. 
Bekanntmachung 
Woraus». 
In dm Zeiiungen erscheinen seil einiger Zeit Ankündigungen, in 
denen ein Kiopfmlttel d:s Dr S. Brrtram Hawl-y oder d.r N-w Buk 
Medical So. mit markisbreiensch» R-klame angeprles n wir» Die 
amtlichen Ermittelungen h bm ergeb», baß Dr. 1. B. Hawley der 
Seitcr d:S in Paris ruejd: 1' Jsle Ne. 9, best iblichen ZweiagefchtflS der 
New Zork Medical Compagnie in Rochefler (Staat Ne» Volk) ist uud 
daß noch eine Filiale in Mailand, Via Tmino Nr 2l unt«hal!en »ird. 
Das angeprt'scne Kropfmitiel erscheint für die an.etliche Kfopsheilllng 
ungeeignet urd die sehr kopspielige Behandlung völlig wertlrS. In 
ärztlichen IKreifen sind Heilungen von K.epfleidm durch Hawleyiche 
Mittel nicht bekannt geworden. Auch in tzrankreich wird dos Nut», 
nehmen von Fachleuten alS fchwindethafteS Kurpfuschergeschäft betrachtet. 
vor dem Bezog« diese» Mittels, das geeignet ist deutcheu Staat», 
angehöligen Schaben an Gesundheit und Vermäzen zuzufügen, wird 
gewarnt. 
kerlin/PolSdam, den 8. November 1912. 
Der Polizeipräsident. Der «egielunzSpräfideut. 
Berlin- Zriedmau, 
Veröffentlicht: 
dm 15. Januar 1918. 
Der Amtrvorsteher. 
Bekanntmachung. 
Am 2. November 1912 siad der Engländer Gnald Joseph Macaura 
der mit marklschnierischn Rekcame seinm „Pulstconn-Apparat' anvttel, 
und seine Helfershelfer Fmnk Macaura, >. 8. Apvelboom, Edgar 
I hnuon und M. Carthy Bany wegen unlauteren Wettbewerb» und 
vellugSsersuche» aus dem preußischen Staatsgebiet ausgewiesen worden. 
Der BibratiouS-Mafiage-Apparat, dm «acaura für 50 M vnkauft, ist 
seit lanoem bekannt und in jedem einschlägtgm Geschäft für ca 12 
bis rb M. zu kaufen. Bevor Macaura hier sein Treibm begann, war 
er, wie auch Berlin» Zeitungen bereits im Mai 1912 unter der Ueber- 
schttft „Der König der Kurpsosher" meldeten in PartS wegen Betrage» 
und unoefnzter AuSül uug der z-eickundr verhajtet und nach Hinterlegung 
vor 50 090 FraukS Keution wl<d» in Freiheit gesetzt worden, Macgma 
bat nunmehr dm Vrrtttcb der Pulsecono-Apparate den Grbrüdnn Haas« 
in Bnliv, Lützowstraße 106, übertragen. 
Berlin dm 28. Dezemb» 1912. 
Der L-ndrat d:S Kreise» Teltow, v. Achenbach. 
Veröffentlicht: 
Berlin-Friedenav, den 15 Jaruar 1913. 
Der Amtsrorsteher. 
Bekanntmachung- 
Einer Anregung deS Herrn D.rektorS d.S Beili,» Zeughaus«» 
folgend, hat der Heer Minist» der geistlichen uno Untenthtsang-legen- 
heilin die Sammlung vcn Ocigtnalbriesm, Tagebüchern usw aus KnegS. 
rei'ca oder beglaubigter Abschttsten von diesen Schriftpückm bet den 
«Lniglichm Uuioersrtttm gmehmizt. 
Die Schriftstücke können dem Staate entweder geschenkwelse oder 
untnoorbehalt Le» Sirmtums überlaffm werden. D m Wunsche üns- 
Geheimhaltung wird Rechuuag getragen werdM, wenn auch' an Ane 
zusammenhonglosee wortgetteue V-röff.-ntlichung der «rrtfe zunächst nicht 
gedacht ist. / 
Tch »suche die'tu Frage kommenden Schriftstücke im hiesigen Amts» 
büro, Hundjerystr. 91-92 Port. St-rmet 18 zur Weitergabe an die z>. 
stIndIge"SammeIstelle abzugeben. U-ber die abgegebenen Schriftstück« 
wird eine EnPfangSbescheinlgung ausgestellt. 
Berlin-Friedenau, dm 14. Jonuar 1918. 
D» Amtsoorsteher.
        
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