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Periodical volume Nr. 141, 18.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedrrtauer 
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Ar. 141. 
Aerkin-Iriedmau, Mittwoch, dm 18. Juni ISIS. 
20. Jastrg. 
Oepelcken 
Letzte Nachrichten 
Berlin. Das Marineluftschiff „L. 1" stieg heute 
Nacht nach 12 Uhr auf dem Flugplätze Johannisthal zu 
einer Fahrt nach der Insel Rügen auf. von der das Schiff 
gegen 8 Uhr Morgens zurückkehrte. Die Landung erfolgte 
glatt vor der Halle. 
Hamburg. Das Luftschiff „Sachsen", das gestern 
Abend um 10,40 Uhr von Baden-Oos aufstieg, um seine 
Fahrt nach Hamburg zu unternehmen, ist heute rnorgen um 
8.15 Uhr unter Führung Dr. Eckeners auf dem Flugplatz 
in Hamburg glatt gelandet. Das Luftschiff „Hansa", das 
sich in Hamburg bereits befand, fuhr der „Sachsen" zur 
Begrüßung entgegen, ebenso der Flieger Rosenstein auf 
einer Hansataube, und es bot einen prächtigen Anblick, wie 
die beiden majestätischen Luftschiffe in der Sonne funkelnd 
und von dem Flieger umkreist, sich langsam der Stadt 
näherten und auf dem Flugplatz Fuhsbüttel landeten. 
Duisburg. Der vom hiesigen Schwurgericht wegen 
Mordes zum Tode verurteilte jugendliche Arbeiter Schmitz 
wurde vomKaiser zu lebenslänglicherZuchthausstrafeverurteilt. 
Wiesbaden. Die an dem Güterbahnhof in Dotzheim 
gelegenen umfangreichen Kohlenlager (bet Firma Weiß, Gens 
und Blume stehen seit gestern nachmittag in Flammen. 
Die gesamte Feuerwehr 'aus Wiesbaden ist an der Brand 
stelle tätig, Militärmannschaften haben die Lagerplätze in 
weitem Umfange abgesperrt. 
Budapest. Nach Wiener Informationen des Pester 
Lloyd steht Bulgarien auf dem Standpunkt, daß die serbisch 
bulgarische Angelegenheit abgesondert von der bulgarisch- 
griechischen behandelt werde. 
Konstantinopel. In Komiteekreisen wird versichert, 
daß die Regierung mit unerbittlicher Strenge gegen die 
Verschwörer, welchen Standes diese auch seien, vorgehen 
wird. Der Prozeß wird in voller Oeffentlichkeit geführt 
werden. Ungefähr 30 Personen, die am meisten kompro 
mittiert sind, sollen noch im Laufe dieser Woche an der 
Galatabrücke oder auf dem Bajasidplatz gehängt werden. 
Auch Damad Sulih Pascha dürfte dem Todesurteil nicht 
entgehen. * 
Kommunale Angelegenheiten 
Erläuterungen des Gemeindevorstandes zur Tagesordnung 
der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, dein 
19. Juni 1913, Abends 7 Uhr. 
Vorlage betreffend Uebernahme der Fürsorgestellen für Tuberkulöse 
und Alkoholkranke. 
Gelegentlich der Voranschlagsberatungen für 1913 hat 
die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vom 11. März 
d. Js. die Absicht ausgesprochen, die von privater Seite 
errichteten und bisher verwalteten Fürsorgestellen für Tuber- 
Unter der Last der Grone. 
Roman von R. M. White. 
15. (Nachdruck verbot«.) 
11. Kapitel. 
„Da drüben sehe ich Lady Longmarsh mit zwei anderen 
Damen. Ich denke, ivir schließen uns ihnen an?" 
Der eine von Jessies Begleitern hatte es gesagt. Wohl 
oder übel mußte das junge Mädchen seinem Vorschlage zu 
stimmen; gemeinsam gingen sie ans die drei jungen Damen 
zu, die Arm in Arm, plaudernd und kichernd, hier unter 
den dunklen Bäumen ans und ab gingen. 
Jcssie Harconrt halte niemals etwas von ihnen gehört 
und gesehen. Aber die drei begrüßten sie wie eine gute 
Freundin, und sie fielen sofort mit allerlei Fragen über 
sie her. 
Ein schlankes, blauäugiges und blondhaariges Geschöpf- 
chen machte sich von ihren Gefährtinnen los, schob ihren Arm 
in deit Jessies und schmiegte sich innig an die Seite des jungen 
Mädchens. 
„Sage, wie geht es Tommy und Larry?" fragte sie mit 
wichtiger Miene. „Ich hoffe, sie sind wohl ans?" 
Nun hatte Jessie keine Ahnung, wer die beiden ge 
nannten Personen sein könnten, und wie es um ihr Befinden 
bestellt war. Trotzdem antwortete sie, ohne zu zögern: 
„Ich glaube, es geht ihnen ausgezeichnet. Aber hast 
Du sie heute abend nicht gesehen?" 
Tie Frage mußte wohl sehr töricht gewesen sein; denn 
die kleine Blondine lachte so fröhlich auf, daß auch die 
anderen aufmerksam wurden. 
„Von wem sprecht ihr denn?" fragte eine aroße, brünette 
Dame, die Jessie für Lady Longmarsh hielt. ' 
„Von Tommy und Larry!" lautete die Antivort. „Vera 
fragt mich, ob ich sie heute abend gesehen habe Vielleicht 
beim Souper, Liebste?" 
Nun lachten auch die beiden anderen Danien fröhlich, 
während die Diplomaten nicht sehr geistreich dreinblickten. 
kulöse und Alkoholkranke auf die Gemeinde zu übernehmen 
und stellte zu diesem Zwecke die erforderlichen Mittel, soweit 
sich ihre Höhe damals schon überblicken ließ, in den Vor 
anschlag IV lfd. Nr. 46 und 47 ein. Wir haben dem 
Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose in Berlin-Friedenau, 
der beide Fürsorgestellen verwaltete, von dieser Absicht Mit 
teilung gemacht; der Verein beschloß in seiner außerordent 
lichen Sitzung vom 2. Mai, die Fürsorgestellen der Ge 
meinde zu übergeben, ihr sämtliches Inventar sowie das 
verbleibende Barvermögen unentgeltlich zu übereignen und 
den Verein aufzulösen. Die Zweckmäßigkeit und Not 
wendigkeit des Ueberganges der Fürsorgestellen auf die Ge 
meinde sind von der Vertretung bei den Voranschlagsbe 
ratungen bereits in vollem Umfange anerkannt worden und 
bedürfen an dieser Stelle nicht nochmals der ausführlichen 
Behandlung. Kurz bemerkt sei nur, daß ein so wichtiger 
Teil der öffentlichen Gesundheitspflege, wie ihn die Be 
kämpfung der Tuberkulose und Alkoholismus mit ihren tief 
eingreifenden Wirkungen auf den Etat der Armenverwaltung 
darstellt, unbedingt und ausschließlich in die Regie der 
Gemeinde gehört, zumal wir hier eine Institution vor uns 
haben, die durch die lobens- und dankenswerte Tüchtigkeit 
des erwähnten Vereins zu einein umfangreichen und viel 
Arbeit erfordernden Unternehmen geworden ist. Die Ueber 
nahme der Fürsorgestellen bedingt das Bestreiten sämtlicher 
Kosten. Zur Deckung derselben werden bis auf das Honorar 
des leitenden Arztes die Mittel des Voranschlages für 1913 
ausreichen. Ferner hat die Gemeinde in die zwischen dem 
Verein und anderen Personen bestehenden Verträge einzu 
treten. Als solche kommen in Frage a) der Mietsvertrag 
mit dem Witt des Hauses Kaiserallee 66, woselbst die Für 
sorgestellen untergebracht sind, und b) die Abmachungen mit 
dem Gräfin Rittberg'schen Schwesternverein vom Roten 
Kreuz in Berlkn-Schöneberg, der seinerseits die Fürsorge 
schwester stellt. Für letztere werden monatlich 125 M., also 
jährlich 1500 M. an den Schwesternverein gezahlt. Die 
Vereinbarungen sind jederzeit lösbar. Die Miete der aus 
2 Zinimern, Küche, Baderaum und Korridor bestehenden, 
im Erdgeschoß liegenden Wohnung beträgt 600 M. Die 
Kündigung kann alljährlich Ende Dezember zum 1. April 
erfolgen. Mit dem leitenden Arzt, der seine umfangreiche 
Tätigkeit bisher unentgeltlich ausgeübt hat, bestehen keine 
bindenden Abmachungen. Die Kosten der Fürsorgestelle für 
Tuberkulose sind nun in folgender Weise zu veranschlagen: 
a) Miete für die Räume 600 M., b) Gehalt der Fürsorge 
schwester 1500 M., 6) Lohn für Reinigung und Boten 
gänge 200 M., 6) Beleuchtung, Heizung, Reinigungs- und 
Desinfektionsmittel 200 M., s) Unterhaltung und Er 
gänzung der Ausstattungsgegenstände 150 M., f) Schreib 
bedarf, Porto u. dergl. 100 M., g) Beiträge an Vereine 
u. dergl., die sich generell mit der Tuberkulose-Fürsorge be 
fassen, rund 50 M., Ii) Verschiedenes einschließlich Fernsprech 
gebühren, Feuer- und Diebstahlsversicherungen usw. 200 M., 
Sie hatten ebensowenig wie Jessie eine Ahnung davon, worin 
die Komik der Situation eigentlich bestand. 
„Aber sage nur, Vera, wie hat Larry das Abenteuer 
mit dem Fcnsterstniz bestanden? Ich hätte cs mit Lioncl 
sicherlich nicht gewagt." 
„Wohl kaum," gab Jessie zu; ihr wurde immer unheim 
licher zumute. Wenn das so weiter ging, war sie gefangen. 
„Larry sagte mir " 
Da drohten die drei anderen aber vor Lachen zu er 
sticken. Lady Longmarsh sagte: 
„Tu bist ein Närrchen, heute abend, Vera! — Hat 
man je gehört, daß eine Katze sprechen kann? — So weit 
ist, glaube ich, selbst Lionel noch nicht gediehen, der doch nach 
der Ansicht unserer lieben kleinen Frctindin der klügste Kater 
seines Geschlechtes ist." 
Das reizende kleine Persönchen an Jessies Seite ver 
wahrte sich in drolligem Eifer gegen den Spott der Freundin; 
so wurde glücklicherweise die Aufmerksamkeit voll Jessie ab 
gelenkt. Das junge Mädchen atmete erleichtert auf; für 
diesmal noch war die Gefahr glücklich vorübergegangen. 
Sie mußte unwillkürlich lächeln, als sie daran dachte, ivie 
nahe daran sie gewescii war, all drei Katzen gu scheitern. 
Wohl — hierüber konnte sie lächelil. Im nächsten Augen 
blick schon aber konnte sich etiras ereignen, worüber sie nicht 
lächelte — die drei konnten Fragen tun, worauf sie nur 
antworten konnte: „Ich iveiß es nicht" — und was dann 
geschah, das mochte sie sich auch in Gedanken nicht ausmalen. 
Da gewahrte sie die hohe Gestalt eines Mannes, der 
eiligst den Hauptweg deS Gartcils entlaitgschritt und durch das 
Gittertor ans die Straße trat. Ronald war gegangen; das 
bedeutete, der König liege noch schlafend. Jetzt lvar es ihre 
Pflicht, hinaufzilgchcn, um am Lager des Monarchen zu 
wachen. 
Unter einem Vorwand machte sie sich von den andercil 
frei nild kehrte in das HauS zurück. Nun, da auch der 
Kapitän gegangen war, lvar sie ganz auf sich allein ange 
wiesen; keiner war noch da, den sie um Rat hätte fragen, 
keiner/ dessen Beistand sie hätte erbitten können. Schwer 
zusammen 3000 M. Ferner: i) Milch für die Kranken 
1000 M., st) Für die sog. Heimfürsorge (Mietszuschüsse an 
Tuberkulöse, Bettgestelle, Kohlen, Stärkungsmittel, Medi 
kamente, Krankenwäsche und -Geschirr usw.) ebenfalls 1000 
Mark. Damit sind die iin Voranschlag IV Nr. 46 für 1913 
zum Soll gestellten 5000 M. aufgestellt. Wie bereits be 
tont, ist die ärztliche Leitung der Fürsorgestelle bisher 
unentgeltlich geschehen. Das ist natürlich bei dem großen 
Umfange der Geschäfte nicht mehr angängig. Der Wohl 
fahrtsausschuß hat als Honorar für den leitenden Arzt 
1500 M. pro Jahr vorgeschlagen. Wir halten den Betrag 
schon im Vergleich mit der Entschädigung der anderen Ge 
meindeärzte für zu hoch und erachten 1000 M. als ange 
messen, wollen aber in Anbetracht der besonderen Schwierig 
keiten, die der Arzt mit seiner Vertretung während des 
längeren Sommerurlaubs hat, noch 200 M. Pauschalbetrag 
als Entschädigung für die Vertretung zubilligen. Im 
übrigen wäre der Arzt unter denselben Bedingungen wie 
die anderen beamteten Aerzte der Gemeinde anzustellen. 
Was nun die Fürsorgestelle für Alkoholkranke an 
belangt, so beansprucht sie weder eigene Räume noch eine 
besondere Ausrüstung. Sie wird in vollem Umfange von 
der Fürsorgestelle für Tuberkulöse mit versorgt. Ihre Kosten 
sind daher nur gering. Iin Voranschläge IV für 1913' 
Nr. 47 sind dafür 600 M. ausgeworfen, von denen der 
ärztliche Leiter als Honorar 500 M. erhalten soll, mährend 
der Rest kleineren, sächlichen Ausgaben zu dienen hätte. 
Der Wert der von dem Verein zur Bekämpfung der Tuber 
kulose der Gemeinde zu übergebenden Ausstattungsgegen 
stände beträgt nach genauer Schätzung rund 2600 M. Das 
Inventar einschl. des Instrumentariums befindet sich in 
ausgezeichneten! Zustande. Das Barvermögen des Vereins 
beträgt zur Zeit etwa 300 M., aus welchen noch Verbind 
lichkeiten (Schwesterngehalt für Juni, Fernsprechgebühren, 
Milchlieferungen usw.) erfüllt werden können. Der innere 
Betrieb und der Umfang der Geschäfte der Fürsorgestellen 
durften den Mitgliedern der Gemeindevertretung aus dem 
letzten gedruckten Jahresbericht. des leitenden Arztes hin 
länglich bekannt sein, sodaß ein näheres Eingehen darauf 
hier zunächst entbehrlich erscheint. Erforderlichenfalls wird 
auf Anfragen und Wunsch in der Sitzung mündlich Aus 
kunft gegeben werden. Der Wohlfahrtsausschuß hat sich mit 
der Frage der Uebernahme beider Fürsorgestellen in zwei 
Sitzungen eingehend beschäftigt und hat auch eine Be 
sichtigung der Geschäftsräume sowie eine Prüfung des Be 
triebes vorgenommen. Er befürwortet die Uebernahme. 
Wir beantragen, beschließen zu wollen: 
a) Mit der Uebernahme der von dem Berein zur Bekämpfung 
der Tuberkulose in Berlin-Friedenau errichteten und bisher ver 
walteten Fürsorgestelle für Tuberkulöse und Alkoholkranke in dem 
Betrieb der Gemeinde erklärt sich die Gemeindevertretung einver 
standen, d) die Eigentumsrechte an den Ausstattungsgegenständen 
der Fürsorgestellen und dem Barocrmögen des Vereins gehen un 
entgeltlich auf die Gemeinde über, 0) die Gemeinde tritt ein in den 
mit dem Eigentümer des Hauses Kaiserallee 66 abgeschlossenen 
lasiere ihr diese Gewißheit ans der Seele, während sie langsam 
die Treppe zum ersten Stock emporstieg. Jetzt erst galt es, 
zu zeigen, ob sic nicht freventlich leichtsinnig gewesen war, da 
sie Vera Galloways Bitren nachgegeben; jetzt mußte sie es 
beweisen, daß sie auch Mut und Klugheit gcnrrg besaß, die 
übernommene Aufgabe durchzuführen. - 
Wie hatte Vera Galloway gesagt? „Ein wenig Takt 
und Geistesgegenwart hilft Ihnen sicherlich über alle Klippen 
hinweg." — 
Da sie Jcssie diese Aufgabe übertragen hatte, halte sie 
wohl nicht daran gedacht, daß das junge Mädchen durch 
tückische Zufälle in Situationen kommen konnte, wie sie sie 
durchgemacht. Daß sie der jetzigen Lage Herr wurde, er 
forderte doch ein wenig mehr als „ctivas Takt und Geistes 
gegenwart." 
Sie klopfte leise an, ehe sie das Zimmer betrat, in dem 
der König ruhte; aber cs wurde ihr keine Antwort, und sie 
trat ein. Der König schlief noch immer; er schien jetzt un 
ruhiger als vorhin, offenbar quälten ihn lebhafte Träume. 
Jessie erinnerte sich, daß es an der Zeit war, ihm von 
der Medizin zu geben. Er schlürfte den Trank, den sie ihm 
an die Lippen setzte, ohne zu erwachen, und wälzte sich dann 
wieder unruhig hin und her. Dabei sprach er fortwährend 
vor sich hin» ohne daß Jessie etwas verstehen konnte. 
Nur einmal erhob er etwas die Stimme. 
„Niemand — niemand sage ich!" hörte ihn das junge 
Mädchen sagen. „Ich schlage Dich tot — wenn Du es 
jemandem — verrätst. Charleston-Straße 15 — ja — da ist 
er — aber ich sage Dir, daß es — niemand — wissen darf! — 
Du — ah, trinken " 
Das weitere verlor sich in unverständliches Gemurmel. 
Jessie legte den König bequemer; er hörte dann auch auf, 
im Traume zu sprechen. Das junge Mädchen glaubte es 
wagen zu dürfen, ihn auf Minuten zu verlassen. Sie mußte 
unter allen Uinständen in Erfahrung bringen, ob Margarete 
von Astorien hierher zurückkommen würde oder nicht. Sie 
verließ den Raum, die Tür leise hinter sich schließend, und 
eilte hinunter. — (Fortsetzung folgt.)
        
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