Path:
Periodical volume Nr. 139, 16.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriedenausr 
A«Mrk<Its>l>e Srffattj für tmmmU und tür-erltche 
Angelcgenhciicn. 
Kefondrrr 
Jecken CQittwodi: 
Mtzblatt „Seifenblasen“. 
Bezugspreis 
Lei Abholung aus der Geschäftsstelle, 
Rheinstr. 16,1,50 M. vierteljährlich; durch 
Boten inSHaus gebracht 1,80M., durch die 
Post bezogen 1,92 M. einschl. Bestellgeld. 
fen,7preck»err Kml pkasiborg 2129. {ptfrfjCUlt lägktH llötNdS. 
Zeitung.) 
Organ für den Kriedmaner Ortsteil m ZchUneberg und 
Lerirksveretn Wildwest. 
Keilagrn 
Jecken Sonntag: 
Blatter für deutsche flauen. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Geschäftsstelle: Rheinstr. 15. 
Anzeigen 
werden bis 12 Uhr mittags angenommen. 
Preis der Oaespaltenen Zeile oder deren 
Raum 30 Ps. Die Reklamezeile kostet 
75 Ps. Velagnummer 10 Ps. 
fernkpreckrr: Kmt pkastbu/g 2129. 
Wr. 139. ZSerlin-Iriedenau» Wonlag, den 16. Juni 1913. 29. Iayrg. 
Depetchen 
Letzte Kacbricbten 
Berlin. Die heutige Sonder-Ausgabe desReichsanzeigers 
bringt aus der zweiten Seite mehrere Gnadenerlasse 
des Kaisers, die iibrigen Seiten enthalten die Auszeich 
nungen. Für Zivilpersonen erwartet der Kaiser für 
Gnadenerlasse Vorschläge, die vornehmlich auf solche Personen 
zu richten sind, die zu ihren Straftaten durch Not, Leichtsinn, 
Unbesonnenheit oder Verführung veranlaßt worden sind. Für 
Militär und Marine sind alle Strafen erlassen, die im Dis 
ziplinarwege verhängt sind. Ausgeschlossen von diesem 
Gnadenerweise bleiben die wegen Beleidigung oder vor 
schriftswidriger Behandlung eines Untergebenen verhängten 
Strafen. Ferner ist der Kaiser gewillt, durch Erlaß oder 
Milderung militärgerichtlich verhängter Strafen in weitem 
Umfange Gnade zu üben und sieht den dazu ge 
eigneten Vorschlägen zu Gnadenerweisen entgegen. — 
Die Ordensverleihungen beziehen sich auf Handel, Industrie 
und Gewerbe, Literatur, Wissenschaft Kunst und Theater 
und auf einige Parlamentarier. Ins Herrenhaus wurden 
mehrere Industrielle berufen. Ferner sind 59 Standes 
erhöhungen durch Verleihung der Grafcnwürde und des 
erblichen Adels erfolgt. 
Swinemünde. Das Fährschiff „Swinemünde" wurde, 
als es die Fahrgäste des Zuges 313 von Swinemünde nach 
Ostswine beförderte, von dem nach Stettin fahrenden 
griechischen Dampfer „Menelaus" angerammt. Dem Fähr 
schiff wurde eine Seitenwand eingedrückt und die Seiten 
häuser wurden beschädigt. Es fuhr deshalb vorerst zum 
Fährbett zurück, wurde dann aber, da es bei dem Zusammen 
stoß leck geworden war, im flachen Wasser verankert. Die 
Reisenden konnten ohne Gefahr das Fährschiff verlassen. 
Zur Aufrechthaltung des Betriebes wurde das Reserve-Fähr 
schiff in Dienst gestellt. 
Madrid. Der Aufstand in Marokko hat sich auf das 
Gebiet von Ketilla ausgedehnt. Die Eingeborenen beab 
sichtigen einen Sturm auf die spanischen Positionen. Unter 
den Kabylen wird der heilige Krieg gepredigt. Sehr be 
denklich ist die Situation der Spanier in Tetuan, da es 
dort an Lebensmitteln fehlt. Die Lage gilt als so ernst, 
daß die Regierung 20 000 Mann Verstärkung zu entsenden 
beabsichtigt. Ueberall, wo die Spanier im offenen Felde 
stehen, erleiden sie schwere Verluste. Die Kolonne des 
Generals Primo de Ribera wurde angegriffen und verlor 
zehn Tote und 22 Verwundete, darunter einen Stabsoffizier, 
zwei Hauptleute und einen Leutnant. 
Neuyork. Beim Bau der New Lexington Avenue 
sind in einem Tunnel mehrere Arbeiter — man spricht von 
elf — verschüttet worden. Sechs Leichen sind geborgen. 
Man ist eifrig beschäftigt, die Schuttmassen zu beseitigen, 
um die übrigen Verschütteten zu finden. 
Zum Rcaicrungsiubiläum des 
Kaisers. 
Echtes Kaiserwetter ist heute und so bietet Friedenau 
denn auch im Sonnenglanz, im Kranz seiner grünen Bäume 
(Unter der Last der (Arone. 
Roman von R. M. White. 
13. (Rachdrick »erbot«.) 
Hope redete dem Gendral ebenfalls zu, diesen Vorschlag 
anzunehmen. Damit wäre zweierlei erreicht; erstens der 
König geschützt, dann aber auch, und das dünkte ihm bei 
nahe wichtiger, umrbc dem General dadurch Gelegenheit ge 
geben, sich von einem Arzt behandeln zu lassen. 
Maxgregor sah denn auch ein, daß es unter den ob» 
waltenden Umständen das Klügste war, ivas er tun konnte. 
Mit Hilfe des Kapitäns wollte er sich umkleiden, während 
sich Fesste in das Rebcnzinimer zurückzog. 
Sie freute sich der Gelegenheit, ihre Gedanken ein wenig 
z,l sammeln. Wie ein wirrer Traum düitkte ihr alles, das sie 
erlebt, >vie ein abenteuerliches, geheimnisvolles Märchen ans 
Tausend und einer Nacht, wie sie cs als Kind mit glühenden 
Wangen und klopfendem Herzen gelesen, von dem Wunsche 
erfüllt, selbst einmal derartiges zu erleben! Tie Ereignisse 
eines Menschenlebens drängten sich in den wenigen Stunden 
zusammen, die zwischen ihrer Entlastung aus den Diensten 
der Madame Malmaison und diesem Augenblicke lagen! 
Aus der einfachen Modistin ivar sic zur Gehilfin einer 
Königin emporgestiegen — ein General, desseil Namen Europa 
uiit Stauneil und Bewunderung nannte, handelte nach ihren 
Ratschlägen, Angehörige der ersten Gesellschaftskreise machten 
ihr den Hof. Ihr schwindelte: würde das nicht ein Furcht» 
bares Erwachen geben? Sie mußte ja eininal wieder herunter 
von der Höhe, zu der sie cmpvrgestiegeil; ach, und wie sehr 
lind herrlichen Blumen, wie iin Fahnenschmuck ein festliches 
Bild. Im allgemeinen macht Friedenau an patriotischen 
Festtagen einen dürftigen Eindruck. Nur wenige Haus 
besitzer stecken Fahnen heraus. Auch anläßlich der heutigen 
Feier des 25 jährigen Regierungsjubiläums läßt die Aus 
schmückung der Häuser zu wünschen übrig, wenn wir auch 
feststellen können, daß diesmal in dieser Richtung etwas 
mehr geschehen ist. Mit dem Fahnenschmuck dürfen wir im 
allgemeinen zufrieden sein. Wo der Hauswirt keine Fahne 
herausgesteckt hat, haben Mieter ihren Balkon mit kleinen 
Flaggen und Wimpeln geschmückt. Den schönsten Schmuck 
weist das Haus des Herrn Rechtsanwalts Bering, Mainauer- 
straße 4, auf und man kann nur bedauern, daß dieses Haus 
nicht an einer Verkehrsstraße liegt oder — daß die Anlieger 
der Rheillstraße und Kaiserallee nicht in ähnlicher Weise 
ihre Häuser schmückten. Wappenschilder, umgeben von 
Fahnenarrangements, Gobelins und Banner sowie Schilder 
mit den Jahreszahlen 1888 und 1913 bekleiden das Haus. 
Sehr nett ist auch der Aufputz des Hauses Goßlerstraße 10; 
Fahnenarrangements umschließen dort die Geschäftsläden. 
Hübsch nehmen sich ferner die Wimpel und Fahnen im 
ersten Stockwerk des Hauses Wiesbadener Straße 8 (Schiller- 
platz) aus. Mit Girlanden und Fahnen sind mehrere 
Balköne geschmückt, so u. a. ein Balkon des Hauses 
Südwestkorso 12, Ecke Deidesheimer Straße. — Was 
den Ausputz der Schaufenster anbetrifft, so haben 
sich hieran nur recht wenige Geschäftsleute beteiligt. 
Das schönste Fenster ist wohl das der Papierhandlung von 
W. Ebers, Rheinstr. 15. Ein künstlerisches Kaiserbild um- 
rahmt von Fahnentuch und Blumen dazu mehrere Künstler 
karten mit Kaiserbildern. Stilvoll ist auch das Schaufenster 
der Konfiturenhandlung F. L. Achard, Rheinstr. 8, sowie 
des Konfitürengeschästs Rheinstr. 62 ausgestattet. Wir er 
wähnen dann noch die Schaufenster von Gebrüder Katz, 
Rheinstr. 29, A. Barth, Odenwaldstr. 26 und A. Zschalig, 
Odenwaldstr. 7. Ein schönes Kaiserbild ist auch in dem 
Eckfenster von Dornheims Likörstube ausgestellt. Die 
elektrischen Bahnen tragen heut wieder deutsche oder preußische 
Fahnen an den Leitungsstangen. 
Die Festfeiern haben gestern allgemein in Großberlin 
mit Festgottesdiensten begonnen. Auch in Friedenau 
fanden in der Kirche „Zum guten Hirten" und in der 
„Nathanaelkirche" Festgottesdienste statt. In unserer mit 
Blattpflanzen feierlich dekorierten Kirche „Zum guten Hirten" 
predigte Herr Pfarrer Kleine über den Bibelspruch: 1. Korinth. 
15, 10: „Von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin". Die 
herrliche Predigt, machte tiefen Eindruck auf die Gläubigen. 
Ferner trug der Kirchenchor durch seine Gesänge zu einem 
erhebenden Gottesdienste bei. Die Kirche war überfüllt; 
zugegen waren u. a. fast vollzählig der Gemeinde 
kirchenrat und die Kirchenvertretung, ferner wohnten von 
der politischen Gemeinde Herr Bürgermeister Walger, 
Herr Baurat Altmann und mehrere Herren der Ge 
meindevertretung dem Gottesdienste bei. Auch zahl 
reiche höhere Osfiziere wurden bemerkt. Der Evangelische 
Arbeiterverein hatte mit seinem Banner in der Nähe des 
Altars Aufstellung genommen. Die Kollekte zum Besten 
der Nationalspende für deutsche Kolonien ergab den Betrag 
von 307 M. — In der „Nathanaelkirche" hielt die Fest- 
eriebulc sie, daß es recht bald geschehen könne! Wie heiß 
ivünjchte sic die Rückkehr Vera Galloways herbei mit der das 
Doppelspiel beendet würde. 
Nur eines hob ihren Mut, nur eines hielt sie aufrecht in 
dem Chaos, in das sie sich verstrickt sah: daß sie dadurch dne 
geliebten Mann gefunden, daß ihr Glück durch diesen Abend 
begründet worden war! Viel Schwereres hätte sie geduldig 
auf sich genommen, da dies ihr Lohn war; viel größere 
Opfer hätte sie willig und freudig gebracht um seiner 
Liebe willen. Es mar ja nicht schlecht, was Vera von ihr 
verlangt hatte; und sie glaubte bis jetzt ihrer Aufgabe gerecht 
geworden zu sein. In jedem Augenblick jedoch konnte etwas 
an sie herantreten, dem sie nicht mehr gewachsen war — die 
Täuschung konnte entdeckt werden, und dann 
Ter Eintritt Ronalds hinderte sie- länger ihren Ge 
danken nachzuhängen. Ter Kleidcrtausch ,var bewerkstelligt 
worden; und der General glaubte sich nun stark genug, den 
Weg bis znm Wagen zurückzulegen. In eine seidene Decke 
gehüllt, schlief der König iveiter. Margregor berechnete, wie- 
viel er bereits von den Tropfen erhalten hatte, und meinte 
dann, daß man dem Könige keine weiteren geben dürfe. 
„In einer Viertelstunde ctiva, Fräulein Galloway, geben 
Sie ihm wohl wieder von der anderen Medizin. Wenn 
er erwacht, müssen Sie ihm jede Auskunft darüber verweigern, 
was geschehen ist, und ihn nach Möglichkeit zu beruhigen 
suchen. Hoffentlich läßt er sich dann hier oben zurückhalten. 
Die Königin benachrichtigen Sie natürlich sofort von allem, 
sobald Ihre Majestät zurückkehrt. — So, nun können wir 
den Leidensweg antreten." 
Er mußte sich doch ziemlich schwer auf den Arm des 
jungen Mädchens stützen,, als sie durch den Garten gingen. 
predigt Herr Pfarrer Li«. Becker. Auch hier verschönte der 
Kirchenchor den Festgottesdienst drirch mehrere Gesänge. 
In den Schulen fanden die Feiern heute Vormittag 
statt. Im allgemeinen bestanden sie aus Gesängen, Dekla 
mationen und Festreden mit Kaiserhoch. Ueber die Veran 
staltungen in den einzelnen Schulen gehen uns folgende 
Berichte zu: 
Im Gymnasium begann die Feier mit einem Ein 
gangswort, gesprochen von einem Schüler der UIO. Es 
folgten ..Krönungsmarsch" aus der Oper „Die Folkunger" 
von E. Kretschmer, Klaviervortrag für 4 Hände; Chorgesang: 
„Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von L. v. Beethoven, 
Gedichtoortrag: Zum 16. Juni 1914 (0110), Zum Re 
gierungsjubiläum des Deutschen Kaisers (UIIO), Chorgesang: 
„Gott sei des Kaisers Schutz" von A. v. Lwoff, „Jubel- 
ouverture" von C. M. v. Weber, Musikvortrag für 2 Vio 
linen, Violoncello, Flöte und Pianoforte zu 4 Händen; 
Gedichtvortrag: „Des Kaisers Meerfahrt" von L. Kiesgen 
(IVO), „Kaisergruß" von A. I. Clippers (OHIO), Chor 
gesang: „Dem Kaiser Heil", Kaiserhymne von R. Wagner. 
Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Dr. F. Fischer, worauf 
Herr Direktor Dr. Busch das Kaiserhoch ausbrachte, in das 
die Festkeilnehmer kräftig einstimmten. Gemeinsamer Gesang 
„Heil Dir im Siegerkranz" beschloß die schöne Feier. 
Das Reformrealgymnasium beging die Festfeier 
heute Nachmittag durch eine Veranstaltung auf deni Schiller 
spielplatz bei Dahlem. 
In der Königin-Luise-Schule begann die Feier 
um 1 / i 0 Uhr. Nach dem Chorgesang: „Sanctus“ von 
Bortnianski sprach eine Schülerin der 2 0-Klasse das Gedicht 
„Dem Kaiser" von Joseph Laufs. Die Festrede hielt darauf 
Herr Oberlehrer Dr. Falke, der mit feierlichen Worten helle 
Begeisterung in die Herzen der Schülerinnen zu tragen 
wußte. Es folgten Chorgesang: Kaiserlied von Dreyer, 
Deklamation: Der Meerkaiser von Johannes Schlaaf (eine 
Schülerin der 3 LI-Klasse, Chorgesang: Flaggenlied von 
F. Wagner, rvorauf Herr Direktor Hannemann das Kaiser 
hoch ausbrachte, das kräftigen Widerhall fand. Der gemein 
same Gesang der Nationalhymne beschloß den Festakt. Im 
Anschluß daran fanden auf dem Spielplatz turnerische Vor 
führungen statt: Freiübungen und Stabübungen der Klassen 
1—4, Völkerball der Klassen 3 0 und 3 LI, Stafettenlauf 
der 4 0- und 4 LI.-Klassc, und Völkerball mit kleinem Ball 
der Schülerinnen der beiden ersten Klassen. Die Uebungen 
fanden allgemeine Beivunderung und Beifall bei den Zu 
schauern. 
Die Jubiläumsfeier in der Rudelschen (früher 
Roennebergschen) höheren Mädchenschule strebte in ihrem 
Aufbau dem Festspiele zu, durch welches den Kindern die 
Bedeutung der Negierungszeit unseres Kaisers vor Augen 
geführt werden sollte. Kinder aller Klassen waren an dem 
Vortrage der vaterländischen Gedichte beteiligt, in denen vor 
allem die Segnungen eines fünfundzwanzigjährigen Friedens 
zum Ausdruck kamen. Sehr ansprechend war die Aufführung 
eines kleinen Deklamatoriums, Rose, Eiche und Lorbeer (von 
Hedwig Höpfner), welche die 4. Klasse unter Frl. Enzians 
Leitung darbot. Die Ansprache des Pfarrers Boehm knüpfte 
an an das freundliche Geschenk der Ortsgruppe Berlin- 
Friedenau vom deutschen Wehr- und Flottenverein „Deutsch- 
Ein breiter Haiiptiveg führte zu dem Gittertor, das ans die 
Straße hinausführte; cs ivar offen. 
Einige hundert Meter iveiter sah Jessie die Laternen 
zweier Cabs blinken. So schnell, als es die Verletzung des 
Generals gestattete, gingen sie zu den Wagen, und Maxgrcgor 
nährn in dem einen Platz. 
Das junge Mädchen nannte dem Kutscher die Adresse, 
die ihr Maxgregor angegeben, und trieb ihn zu möglichster 
Eile an. Sie warsetc, bis sich das Gefährt in Bewegung 
gesetzt hatte; dann rvollte sie sich dem Hause wieder zu- 
rvenden. 
Sie änderte jedoch ihre Absicht sofort, als sie ans der 
Richtung des Merchavenschen Gartens her eine weibliche 
Gestalt schnell herankommen sah. Instinktiv erriet sie die 
Absicht der ihr Unbekannten und trat schnell an den zweiten 
Wagen heran. 
In dem Augenblick, als die Fremde bei dem Cab stehen 
blieb, öffnete sie die Tür und ermunterte durch einen lauten 
Zuruf den Kutscher, der ein wenig eingenickt ivar. Da legte 
die Frenide, von deren Gesicht sie eines dichten schwarzen 
Schleiers wegen nichts erkennen konnte, ihre Hand aus Jessies 
Arm. 
„Ich bitte um Verzeihung," sagte sie mit unnatürlich 
hoher, wie Jessie vermutete, verstellter Stimme. „Aber ich 
habe diesen Wagen bestellt." 
Ohne zu antivorteu, nahm Jesjie drinnen Platz und 
schloß die Tür. Tann erst sagte sie kurz: 
„Ich habe weiter unten in der Straße ein anderes Ge» 
fährt bemerkt. Und ich muß Sie bitten, mir die Benutzung 
dieses Wagens zu überlassen. Tenn ich bin in der größten Eile." 
Ohne eine Antivort abzuwarten, wandte sie sich sodann
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.