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Periodical volume Nr. 135, 11.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

—o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das 
Belzigcr Straße, Ecke Schloßsttnße, bclegeue, auf den 
lllainen l. des Milchpächters Johannes Lnlast zn Berlin- 
Schöneberg. Belziger Straße 48/47, 2. der verwitweten 
Iran Ernestine Ließ, geb. Henning, zu Berlin, Jägerstr. 4, 
als Miteigentümer zu gleichen Anteilen eingetragene Grund 
stück am 22. August 1913, Vormittags io' Uhr, versteigert 
werden. Das Grundstück ist mit einen: jährlichen Nutzungs- 
wert von 23 000 M. und einer jährlichen Gebäudesteucr 
von 012 M. eingetragen. — In: Wege der Zwangsvoll 
streckung soll das Barbarossastr. 45, Ecke Berchtesgadener 
Straße 39/40, belegene, auf den Namen des Architekten 
Anton Cami zu Berlin-Lichterfelde, Potsdamer Straße 34, 
eingetragene Grundstück am 17. September 1913, Vorm. 
10 llhr versteigert werden. Das Grundstück ist mit einem 
jährlichen Nutznngswert von 27 500 Al. und einer jähr 
lichen Gebäudesteuer von 1080 M. eingetragen. 
—o Ueber den Nachlaß des am 20. April 1013, 
Hauptstr. 123, verstorbenen Bäckermeisters Franz Fischer ist 
an: 5. Juni 1913, Vormittags 9^/4 Uhr, das Konkurs 
verfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist. Der 
Konkursverwalter August Beller in Berlin W. 30, Haber- 
landstr. 30, ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkurs- 
forderungen sind bis zum 5. Juli 1918 bei dem Gericht 
anzumelden. 
—o Bauerlaubnis wurde erteilt für die Grundstücke 
Winterfeldtstr. 10. Bauherr: Ludwig Stein, Charlottenburg, 
Kurfürstendamm 211. Bauausführender: Otto Wende, 
Architekt, Apostel Puulusstr. 38. (Teilwciser Umbau des 
Keller- und Erdgeschosses.) — Nollendorfplatz 0. Bauherr: 
Direktor John Guttsmann, Berlin-Grunewald, Königs 
allee 7 a. Bauausführender: Georg Bannert, Baugeschäft, 
Charlottenbnrg, Hardenbcrgstr. 87. (Umbau des Erd 
geschosses und des ersten Stockwerks.) 
—ü Zwangsversteigerungsergebnis. Hinter der Mühlen 
straße in Gemarkung Berlin-Schöneberg, niemand gehörig. 
Fläche 12,04 Ar. Nutznngswert nicht vermerkt. Mit den: 
Gebot von 83 000 M. bar blieb der Architekt Hermann 
Bumring in Berlin, Flotowstr. 7, Meistbietender. 
kerlin und Vororte 
u Steglitz. Das tziegierungsjnbilüuin des Kaisers 
wird hier in einer großartigen Feier begangen lporden. Am 
Sonntag, 10V 2 Uhr findet ein Festgottesdienst auf dem Ge 
meindespielplatz in der Ringstraße statt. Am Alontag, den: 
16. Juni ist von 8—8Vj Uhr Musik am Rathaus. Um 
6 Uhr Nachmittags versanuneln sich alle königstreuen 
Vereine in 3 Gruppen zu einen: Festzug durch den Ort 
in der Jahnstraße. Um O 1 /, Uhr Festzug von der Fichte- 
straße durch die Zinnncrmannstraßc, Schloßstraße nach den: 
Rathaus, wo der Gemeindevorstand sich in den 1. Zug ein 
reiht, dann durch die Albe-, Düppel-, Kieler-, Berg-, 
Filanda-, Belsort-, Linden- und Schützenstraße nach dem 
Körnerplatz. Dort Pflanzen einer „Königslinde". Festrede 
des Herrn Bürgermeisters Bnhrvw. Nach dein Gesang des 
Niederländischen Dankgebets Abnmrsch der Vereine in ge 
schlossenen Zügen zu der um 8 llhr beginnenden Schlußfeier 
in den Lokalen Stadtpark-Restaurant, Logen-Restaurant, 
Schloßpark-Restaurant. Dort bis 11 Uhr Musik- und Ge- 
sa::gsvorträgc, Festrede, allge:::ei::er Gesang. 
0 Steglitz. Dem Amts- und Gemeindevorsteher, 
Bürgermeister Bnhrvw, ist der Krvnenorden 3. Klasse ver 
liehen worden. Die Ordcnsauszeichnuug wurde den: soeben 
von einer Mittclineerreise zurückgekehrten Bürgermeister 
an: gestrigen Dienstag durch den Landrat von Achenbach 
überreicht. 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Während in allen Orten aus Anlaß des Rcgieruugsjubiläums 
des Kaisers große, dem Tage würdige Feiern veranstaltet werden, 
hat unsere Gemeinde eine recht, recht bescheidene Feier vorbereitet. 
In der Aula der Königin-Luise-Schule soll sie stattfinden, in der, 
wie ich höre, (mit Stehplätzen) nur 850 Personen Platz finden 
können. Ich ivundcrc mich, daß mau der in ihrem Blatte kürzlich 
gegebenen Anregung nicht gefolgt ist. Eine Feier in: Freien, auf 
dem Spielplatz am Birkcnwäldchen, wäre eine dein Tage würdige 
Veranstaltung gewesen. Au ihr hätte die Bürgerschaft in großer 
Zahl teilnehmen können. Es hätten sich hier verschiedene Veran- 
staltnirgcn: Militärkonzert, turnerische Vorführungen, Gesnngs- 
vorträge usw. treffen lassen. So wird eine knappe Feier geboten, 
an der nur ivcnige „Auserwählte" tcilnelnnen können. Ich möchte 
auf Schöneberg verweisen, das ebensaus eine große Feier in: 
Stadlpark veranstaltet. W. 
Gerichtliches 
P. Wegen Marktdiebstahls war die verehel. Arbeiter Lina 
Schütze geb. Meier vor dem Schöffengericht Bln.-Schöneberg an 
geklagt unter der Beschuldigung, an: 8. April d. I. aus dem hiesigen 
Wochenmarkte dem Händler Brodheim aus Steglitz einen Strohhut 
im Verkaufswerte von 2,50 M. entwendet zu haben. In einem 
Hausflur nahe bei'dem Wochenmarkl an der Lauterstraße hatte B. 
seinen Vcrkaufsstand. Ec bemerkte, daß die Angeklagte einen 
Strohhut vom Stapel fortnahm und dann dci: Hausflur verließ. 
Diese Wahrnehmung des B. hatte die polizeiliche Festnahme der 
Schütze zur Folge und zwar wegen Diebstahls. Vor dem Schöffen 
gericht erhob die Sch. den Einwand, sie habe nicht stehlen, sondern 
kaufen wollen, sei aber ins Gedränge geraten und mit dem Stroh 
hut in der Hand von: Hausflur durch 'andere Käuferinnen auf die 
Straße hinausgeschoben worden. Sie behauptete ferner auch, daß 
sic vorher, als sie den Strvhhut an sich nahm, den B. als Käuferin 
nach dem Preise gefragt habe. Tie Absicht, einen Diebstahl zu be 
gehen, bestritt die Angeklagte ganz entschieden. Der als Zeuge 
vernommene Händler, der den Polizcisergcantcn Fromm zur Fest 
stellung der Persönlichkeit der Angeklagten in Anspruch genommen 
hatte, weil ihm die Angeklagte eines versuchten Diebstahls verdächtig 
erschien, gab in der Verhandlung die Möglichkeit zu, daß er im 
Markttrubel überhört haben könne, daß die Sch. vorher ehe sie den 
Hut in die Hand nahin, nach dem Preise gefragt habe. DerAmts- 
anwalt erachtete danach als anscheinend erwiesen, daß es sich nicht 
um einen Diebstahl, sondern um einen Kauf handele, insbesondere 
sei aber die Absicht der rechtswidrigen Zueignung nicht erwiesen 
und deshalb Freisprechung geboten. DaS Gericht erkannte dein 
Antrage des Amtsairwalts gemäß auf Freisprechung der An» 
geklagte». Bei Erwägung dieses Sachverhaltes ging das Gericht 
noch weiter in der Auffassung als der Amtsanwalt. Die Be 
gründung des Freispruches lautete: Es ist im Handel ans Wochen 
märkten überall üblich, daß die Käufer die feilgebotenen Waren 
selbst sich nehmen und sonach kann nach Brauch und Sitte in der 
Wegnahme des Strohhutes vom Stapel noch keineswegs auf 
Diebstahl oder Diebstahlsoersuch geschlossen werden. 
Wetteraussichten. 
Donnerstag: Anfangs kühl, später wieder etwas wärmer, 
zeitweise heiter, aber doch veränderlich, bei schwächeren west 
lichen Winden. Keine erheblicher: Niederschläge. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau. 
Für die herzliche Teilnahme beim Heim 
gänge unseres geliebten Entschlafenen des 
Bäckermeisters 
sprechen wir im Namen der Hinterbliebenen 
allen Verwandten und Bekannten insbesondere 
Herrn Pfarrer Deitmer für die trostreichen 
Worte, dem hiesigen Krieger- und Landwehr- 
verein, dem Verein des Greuadier-Rgts. Nr. 12, 
dem Haus- und Grundbesitzer Verein und der 
Bäcker Zwangs-Innnng Schöneberg-Friedenau 
unsern aufrichtigsten Dank aus. 
SSapi© KeSBep, geb. Ottow 
nebst Kindern u. Enkel. 
Berlin-Friedenau, im Juni 1913. 
Khciustrasso 6/7. 
Albrechfsfr. 47. 
Stec|IIte | 
Aiisreciilslr- 47. ^ 
.Donnerstag, den 12. Juni 
Br. Militär-Konzept 
ausgeführt von der Kapelle des 
1. Garde-Regiments z. F. 
Sonnabend, den 14. Juni 
Dp. -Opspetttn-Bbend 
vom Berliner Sinfonie-Orchester. 
Sonntag, den 15. Juni 
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