Path:
Periodical volume Nr. 214, 11.09.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Mkimtt Fskal-Am 
Bei 
(Kriedeuauer 
AiyoMIsche Zeitung für kommunale und bürgerliche 
jlngelegmbettm. 
Lezagspreis Kefsndere 
aus der Ges 
istelle. 
Abholung 
Rheinstr. 16,1,50 M. vierteljährlich; durch 
Boten inSHaus gebracht 1,80 M., durch die 
Post bezogen 1,92 M. einschl. Bestellgeld. 
Jeelen kMttvoedr 
Mtzblsit „Seifenblasen". 
sernsprecberr »mt psalzburg S1SS. 
Zeitung.) 
Organ für den Friedenauer Krtsteii non ZchSneberg und 
Hezirtsueretn ZLdmest. 
Arilagrn Unzelgen 
Jecken Sonntage "^n bi-^12Uhr mittags angenommen. 
Slatler für äeullck« grauen. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Gefckafisfleller RKeinItr. tZ. 
Preis der Ogespaltenen Zeile oder deren 
Raum 80 Pf. Die Reklamezeile kostet 
75 Pf. Belagnummer 10 Pf. 
Fernsprecher: Unit pkalrburg 212S. 
Kr. 128. 
Werlin-Ariedenau, Dienstag, den 3. Juni 1913. 
20. Iaßrg. 
vepelcken 
Letzte Nacbricblen 
Berlin. Heute vormittag gegen zehn Uhr wurde in 
dem Hause Blumenthalstraße 36 in Lichtenberg die un 
verehelichte Magarete Große im Bett liegend erdrosselt auf 
gefunden. Der Tod muß schon vor einigen Tagen einge 
treten sein. Die Mordkommission des Lichtenberger Polizei 
präsidiums war sofort zur Stelle und stellte die Recherchen 
nach dem noch unbekannten Täter an. Die Polizei setzt auf 
die Ergreifung des Täters eine Belohnung von 1000 M. aus. 
Tetschen a. Elbe. Der Bodenbacher Fabrikant Guido 
Thurn, ein gebürtiger Norddeutscher, ist in Zenstochau, wo 
er eine Zweigniederlassung einrichtet, von der russischen 
Geheimpolizei verhaftet worden. Er wird der Spionage 
zugunsten Oesterreichs verdächtigt. 
Posen. Die Provinz Posen wird seit Sonnabend 
unausgesetzt von heftigen Gewittern heimgesucht. Dabei 
wurden durch Blitzschlag im südlichen Teil des Regierungs 
bezirks Posen sieben Personen getötet, drei Männer, drei 
Frauen und ein Kind. 
Rom. Einer der intimen Berater des Papstes, der 
Kardinal Vives-y-Tuto, ist in religiösen Wahnsinn verfallen. 
Der Kranke wurde in einem Kloster intemiert. 
Nantes. Hier wurde gestern nachmittag das Gerücht 
verbreitet, daß ein mit elf deutschen Offizieren besetzter 
Zeppelinballon bei Lunöville gelandet und von der Volks 
menge, die die Luftschiffer mißhandelt habe, zerstört worden 
sei. Unter der Bevölkerung von Nantes entstand eine große 
Panik. Die Kreditinstitute erhielten massenhaft Aufträge 
auf Rückzahlung der Einlagen. Erst nach einer Stunde 
erfuhr man, daß es sich um eine böswillige Mystifikation 
handle. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung ein 
geleitet, um den Urheber des Bubenstreiches zu ermitteln. 
kommunale Angelegenheiten 
Erläuterungen des Gemeindevorstandes zur Tagesordnung 
der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, dem 
6. Juni 1913, Abends 7 Uhr. 
Vorlage betreffend Genehmigung eines Nachtrages zur llmsatz- 
steuerordnung. 
Die jetzt geltende Umsatzsteuerordnung vom 15. Sep 
tember 1910 enthält im Absatz 1 des § 9 eine Unrichtigkeit, 
indem das Wort „nicht" aufgenommen worden ist, welches 
dem Sinne und der Bedeutung des § 9 widerspricht. Zur 
Berichtigung dieses Fehlers bedarf es der formellen Ab 
änderung der Umsatzsteuerordnung. Wir ersuchen daher die 
Gemeindevertretung dem nachstehenden Nachtrage zustimmen 
zu wollen: „Schenkung unter Lebenden hinsichtlich des 
Betrages, der einer Reichssteuer im Sinne des Reichs 
erbschaftssteuergesetzes unterliegt". 
Vorlage betreffend Erstattung von Trinkgeldern bei Dienstreisen. 
Die Teilnehmer an Besichtigungsfahrten der Ausschüsse 
erhalten in den Fällen, wo das Dienstgeschäft weniger als 
3 Stunden dauert, keinerlei Vergütung. Sehr häufig 
wurden zu solchen Fahrten von der Gemeinde oder von 
Unter der Last der (Krone. 
Roman von R. M. W h i t e. 
3. (Nachdruck verboten.) 
Sobald sie Jessies ansichtig geworden war, warf sie den 
Pinsel beiseite und flog ihr entgegen, um sie zärtlich zu küssen. 
Aber sie fühlte sofort die unnatürliche Glut ihrer Wangen 
und sah den sorgenvollen Zug auf ihrem Gesicht. 
„Was ist das?" fragte sie erschrocken. „Was ist Dir 
geschehen? — Du darfst mir nichts verheimlichen — ich sehe 
Tir'sjaan, daß sich etwas Schlimmes zugetragen haben muß." 
Und Jesste war zu aufrichtig, ihr die Wahrheit zu ver 
bergen. Welchen Zweck hätte es denn auch gehabt, da sie sie 
morgen ja doch hätte erfahren müssen! Sie erzählte ihr, was 
sich bei der Fürstin Mazaroff und im Atelier der Madame 
Malmaison zugetragen, und schließlich zeigte sie ihr auch den 
seltsamen Brief, der sie aufforderte, in Gordon Gardcns zu 
erscheinen. Sie hatte geglaubt, daß Ada versuchen würde, sie 
von dem Wagnis zurückzuhalten. Aber gerade das Gegenteil 
war der Fall. Das etwas romantisch veranlagte junge 
Mädchen sah in dem geheimnisvollen Schreiben vielmehr den 
Anfang eines Abenteuers, das mit irgend einem großen Glück 
endigen müsse. 
„Das ist nicht die Sprache jemandes, der Dich in eine 
Falle'locken ivill," erklärte sie entschieden. „Diesen Brief hat 
ganz gewiß eine Unglückliche geschrieben, und es wäre grau 
sam, ihre Hoffnung zu enttäuschen. — Wenn Du sagst, 
daß es Lady Merchavens Haus ist — was könnte Dir dann 
auch geschehen? — Wäre ich an Deiner Stelle, ich würde 
mich wahrhaftig nicht einen Augenblick besinnen." 
dritter Seite die Wagen (Automobile) zur Verfügung gestellt. 
Die in solchen Fällen den Kutschern gezahlten Trinkgelder 
werden den Teilnehmern nach § 4, letzter Satz des Orts 
statuts betreffend die Reisekosten, nicht vergütet. Es 
entspricht aber dem täglich geäußerten Wunsche einer Reihe 
von Gemeindevertretern und erscheint billig, diese Trink 
gelder zu erstatten und sie nicht den Ausschußmitgliedern, 
die ihre Kraft und Zeit unentgeltlich in den Dienst der 
Allgemeinheit stellen, aufzubürden. Auch bei Reisen nach 
dem Gütergotzer Friedhofsgelände, für welche nicht die 
vollen Bezüge gezahlt werden, ist es unter Berücksichtigung 
der geringen Reisekosten angebracht, gezahlte Trinkgelder 
auf die Gemeindekasse zu übernehmen. In Ueberein 
stimmung mit dem Finanzausschuß beantragen wir, be 
schließen zu wollen: Bei Dienstreisen dex Ausschußmitglieder 
werden die den Kutschern usw. gezahlten Trinkgelder von 
der Gemeindekasse erstattet, wenn die Mitglieder keine Reise 
kostenentschädigung oder Zehrungskosten erhalten und das 
Transportmittel von der Gemeinde oder von dritter Seite 
gestellt wird sowie wenn die sonst fiir Dienstreisen ge 
währten Bezüge nicht voll zur Auszahlung gelangen (8 3, 
Absatz 2, Satz 2 des Ortsstatuts). Eine Aenderung des 
Ortsstatuts erfolgt nicht. 
Vorlage betreffend Vergabe des Brcnnmaterialicnbedarfs für das 
laufende Rechnungsjahr. 
Der Brennmaterialienbedarf fiir das Rechnungsjahr 
1913/14 ist wiederum öffentlich ausgeschrieben. Es wird 
grundsätzlich vorgeschlagen, die Lieferung des Brenn 
materialienbedarfs wieder wie in vorangegangenen Jahren 
hiesigen ortsangesessenen Firmen zu übertragen und zwar: 
1. der Firma Ernst Blanck, Inhaber Ernst Nachtigall die 
Lieferung des Schmelzkokses zum Syndikatspreises von 1,80 
Mark bezw. 1,90 Mark, femer die Lieferung des Gaskokses 
zum Preise von 1,60 M. bezw. 1,70 M. für Lieferungen 
vor dem 1. September 1913 bezw. nach dieser Frist; 2. der 
Firma Max Davidsohn die Lieferung der Preßkohlen zum 
Preise von 1,05 M. bezw. 1,10 pro Zentner für Lieferungen 
vor dem 1. Oktober bezw. nach dem 1. Oktober 1913, 
941/2 bezw. 99 Pfg. pro Hundert in kleinen Mengen, 
ferner die Lieferung des Anthrazites zum Preise von 2,15 
Mark pro Zentner, des kiefernen Spaltholzes 2. Klasse zu 
6,50 M., des kiefernen Spaltholzes 1. Klasse, 4 Schnitt, 
zu 7,20 M. Wir bitten, die Gemeindevertretung wolle be 
schließen, die Lieferung des Brennmaterialienbedarfs für das 
Jahr 1913/14 wird, wie vorgeschlagen, den Firmen Ernst 
Blanck Inhaber Ernft Nachtigall und Mar Davidsohn zu 
Berlin-Friedenau übertragen. 
Vorlage betreffend die Auslegung des § 2c letzter Absatz der 
f olizeiverordnung betreffend die Erfordernisse öffentlicher 
traßen. 
Die Bestimmungen des 8 2o letzter Absatz der Polizei 
verordnung betreffend die Erfordernisse öffentlicher Straßen 
haben in letzter Zeit, wo die Neubebauung bereits bebauter 
Grundstücke mehrfach stattgefunden hat, zu berechtigten 
Zweifeln Anlaß gegeben. Die Vorschriften 8 2c letzter 
Absatz lauten: „Die Vorschriften finden auch auf die 
Bürgersteige bereits gepflasterter Straßen mit der Maßgabe 
Anwendung, daß die Plattenbahnen, Bordschwellen und 
„Ich war auch bereits entschlossen, zu gehen," sagte Jessie. 
„Wenn man etivas Unehrenhaftes von mir-verlangt, ivird 
es nur ja noch immer freistehen, nein zu sagen." 
„Gewiß — gewiß! — Aber ich bin sicher, daß Du nichts 
derartiges zu fürchten hast. Es ist eine so schöne und ange 
nehme Handschrift. Schlechte Menschen schreiben ganz anders. 
Und dann ist es doch auch ohne allen Zweifel eine sehr vor 
nehme Dame. Ich sehe schon, daß Du sie Dir zur Freundin 
niachen wirst und daß der heutige Abend für Dich den Be 
ginn einer glänzenden Zukunft bedeutet. — Aber wenn Du 
dann eine große Lady geivorden bist, wirst Du Dein dummes 
kleines Schwesterchen nicht ganz vergessen — nicht wahr? — 
Und wenn Du einen Prinzen geheiratet hast, wirst Du mir 
unter dem Dach Deines Palastes ein Zimmerchen einräumen, 
wo ich schlafen und malen kann? Nur wenn Du mir das 
ganz feierlich versprichst, lasse ich Dich gehen." 
Liebkosend jtreichelte Jessie Adas weiche Wange und 
nannte sie zärtlich ein Närrchen. Sie war im Grunde des 
Herzens sehr froh, daß Ada die Sache nicht ernsthafter nahm 
und sich keine Sorge darüber machte. Denn ihre eigene 
Stimmung war keineswegs so zuversichtlich und hosfnungsfroh 
wie die der unerfahrenen Schwester, von der sie wenigstens 
die härtesten Grausamkeiten des Lebens bisher immer liebe 
voll fernzuhalten gewußt hatte, und die darum stets zu opti 
mistischer Auffassung geneigt war. Sie hinderte sie nicht, als 
ihre Phantasie immer kühner und ausschweifender ivurde 
in der Ausmalung der Herrlichkeiten, die eine notwendige 
Folge dieses roinantischen Abenteuers sein würden, und sie 
gewann es schließlich sogar über sich, ans ihren übermütigen 
Ton einzugehen, indem sie sie darauf aufmerksam machte, 
daß ihres Wissens alle Ritter und Helden erst ordentlich 
gegessen und getrunken hätten, ehe sie auf fürchterliche Aben- 
Baumkränze vor den einzelnen Grnndstücken erst dann zu 
legen sind, wenn auf diesen an den Straßen Neu- oder 
größere Umbauten ausgeführt werden." Der Bauausschuß 
hat sich mit der Auslegung dieser Bestimmungen mehrfach 
befaßt und schlägt der Gemeindevertretung vor, sich damit 
einverstanden zu erklären, daß die Bürgersteige vor Grund 
stücken, die schon einmal bebaut waren, soweit sie mit 
Mosaik gepflastert waren, nur durch Einlegung der Granit 
plattenbahn bezw. der Baumkränze ergänzt werden. Wir 
ersuchen die Gemeindevertretung als Amtsausschuß sich^mit 
dieser Auslegung einverstanden erklären zu wollen. 
Vorlage betreffend Bewilligung der Mittel für den Umbau der 
Turnhalle des Gymancksiums. 
In der Gemeindevertretersitzung vom 24. April 1913 
wurde die Angelegenheit der Beseitigung des großen 
Podiums auf der Galerie der Turnhalle im Gymnasium 
soivie der Herstellung einer Zugangstreppe vom Haupt 
eingange der Turnhalle nach der Galerie und die Verlegung 
der Abortanlagen in der Turnhalle vertagt, da eine Ver 
handlung mit dein hiesigen Turnverein über die Bedürfnis 
frage erwünscht erschien. Es hat nunmehr ain 23. d. M. 
eine Verhandlung mit dem Vorsitzenden des hiesigen Turn 
vereins, Herrn Geheimen Hofrat Fehler, unter Hinzuziehung 
des Mitgliedes des Vereins, Herrn Rechnungsrat Kunow, 
stattgefunden. Dabei ist seitens der Vertreter des Turn 
vereins die Erklärung abgeben, daß die geplante Um 
änderung sich auch mit den Interessen des Turnvereins 
vollkommen deckt, vorausgesetzt, daß 1. die alte Garderobe 
dem Turnverein als Garderobe verbleibt; 2. die Schränke 
des Turnvereins, auch der neu zu beschaffende, zu ebener 
Erde in den Nebenräumen der Turnhalle untergebracht 
werden können; 3. daß die Galerie seinen Gästen zur Be 
nutzung bleibt. Da die Erfüllung dieser Voraussetzung 
unsererseits Bedenken nicht entgegengestellt werden, empfehlen 
wir der Gemeindevertretung entsprechend der Vorlage vom 
24. April 1913, die im Voranschlag für das Jahr 1913 
unter Titel XII A. Abschnitt 4, 22b bereitgestellten Mittel 
von 1100 M. für den bezeichneten Umbau der Turnhalle 
des Gymnasiums nunmehr bereit stellen zu wollen. 
Vorlage betreffend s) Bewilligung der Mittel für Verstärkung des 
Kabelnetzes. 
Schon vor Jahresfrist ist von dem Berliner Vororts- 
Elektrizitätswerk die Verstärkung des Kabelnetzes in einzelnen 
Straßen angeregt worden. Inzwischen haben sich die An- 
schlüsje an das Elektrizitätswerk stellenweise derart vermehrt, 
daß die verlegten Kabel bereits zu stark belastet sind 
und die Ausführung der Arbeiten zu einer dringenden, 
unaufschiebbaren Notwendigkeit geworden ist. Auf Grund 
eingehender Messungen und Berechnungen kommen für eine 
Verstärkung des Kabelnetzes die Strecken vom Elektrizitäts 
werk nach der Kaiserallee durch die Bornstraße, sowie die 
Rheinstraße zwischen den Speisepunkten 3 und 8 in Frage. 
Nach genauer Berechnung betragen die Kosten laut Anschlag 
rund 29 000 M. In Uebereinstimmung mit dem 
Elektrizitätswerks-Ausschuß beantragen wir, zu beschließen: 
Für Verstärkung des Kabelnetzes auf der Strecke vonr 
Elektrizitätswerk nach der Kaiserallee durch die Bornstraße 
und in der Rheinstraße zwischen den Speisepunkten 3 und 8 
teuer auszogen, und dag sie es darum für zweckmäßig halten 
ivürde, über dem Lustschlösserbau die Abendmahlzeit nicht ganz 
zu vergessen. 
2. Kapitel. 
Auf die Minute pünktlich stand Jessie vor dem Hause 
Gordon Gardens Nr. 17. Ada, die von einer besonderen 
Leidenschaft für das Zcitniigslesen besessen war und deren 
Interessen sich sogar bis auf die hohe Politik erstreckten, hatte 
ihr mitgeteilt, daß Lady Merchavens Gatte Staatssekretär 
für die auswärtigen Angelegenheiten sei, denn cs war nicht 
wahrscheinlich, daß es noch einen zweiten Locd dieses Namens 
geben sollte. Und ganz wie die Wohnung eines so hoch 
gestellten Mannes mutete das stattliche Hans mit seinem 
breite», von Säulen flankierten Eingang und seinen hohen 
Fenstern das junge Mädchen denn auch an. 
Eines aber setzte sie in lebhaftes Erstaunen. Das Mere- 
havcnsche Haus war ohne Zweifel an diesem Abend der 
Schauplatz einer großen Festlichkeit. Ter breite rote Teppich 
bewies es, der über das Straßcnpflastcr gelegt war, damit 
die vorfahrenden Gäste das Vestibül betreten könnten, ohne 
ihr Schuhzeug zu beschmutzen, und der helle Lichtschein, der 
ans den langen Fensterreihen in die abendliche Dunkelheit 
hinaus siel. Darauf war Jessie am wenigsten vorbereitet 
gewesen, und für einen Moment war sie nun doch in Ver- 
suchnng, wieder umzukehren. Aber der Gedanke an die Span 
nung, mit der Ada daheim auf den Ansgang des verheißungs 
vollen Abenteuers wartete, stachelte ihren sinkenden Mut 
wieder auf, so daß sie sich ein Herz faßte und in den hell 
erleuchtete», von einem angenehmen Wohlgernch durchduftetcn 
Torweg eintrat. 
Einer von den beiden dort postierten Dienern in roten
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.