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Periodical volume Nr. 126, 01.06.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Kriederrarrer 
Unparteiische Zeitung für kommunale und bürgerliche 
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Jecken Sonntag, 
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126. 
Werlin-Ilriedenau, Sonntag, den 1. Juni 1913. 
20. Iayrg. 
vepelcken 
Letzte Nadirickten 
Wien. Aus Prag wird hierher gemeldet, »ach dem 
heutigen Stande der Untersuchung in der Affäre Redl müsse 
konstatiert werden, daß Redl nicht nur militärische 
Geheimnisse der österreichisch-ungarischen Monarchie, sondern 
auch militärische Geheimnisse Dentschlands, soweit sich diese 
auf die Mobilisierung, den Aufmarschplan und aitdere 
ivichtige militärische Angelegenheiten beziehen, an Rußland 
verraten hat. 
Zürich. In Locarno wurde der von der Bochumer 
Staatsanwaltschaft gesuchte Kaufmann Wilhelm Claas ver 
haftet. Er hatte die Vochumer Firma Müller u. Co. um 
32 000 M. betrogen. 
London. Aus Saloniki trifft soeben die Nachricht von 
einem neuen bulgarisch-griechischen Zwischenfall ein. Trotz 
der Versicherungen der bulgarischen Regierung, daß die Be 
schießung des griechischen Kreuzers „Georgias Aveoff" einem 
Mißverständnis zuzuschreiben sei, hat sich jetzt ein ähnliches 
Vorkommnis zugetragen. Am Mittwoch lief das griechische 
Kriegsschiff „Spetsai" in den Hafen von Elevtera, der von 
griechischen Truppen besetzt ist, ein, während auf den Höhen, 
die die Stadt beherrschen, bulgarische Batterien aufgepflanzt 
sind. Diese feuerten 4 Schüsse auf das griechische Schiff ab, 
ohne es jedoch zu treffen. Der „Spetsai" erwiderte das 
Feuer nicht. Die griechische Regierung hat abermals einen 
Protest bei der bulgarischen Regierung erhoben. 
Konstantinopel. Die Regierungskreise treten mit 
Entschiedenheit den Meldungen von einer beabsichtigten 
militärischen Einmischung der Türkei im Falle eines neuen 
Balkankoufliktcs entgegen. Es wird betont, daß ein Bündnis 
der Türkei mit einem oder dem anderen Balkanstaate aus 
sichtslos wäre. 
lokales 
(Nachdruck unserer o-Origiualartikcl nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Der Mai geht zu Ende. Als Wonnemond hat er 
uns viele schöne Tage gebracht, vor allem auch ein schönes 
Pfingsten, bei dem alle Gastwirte außerhalb der engen 
Stadtmauern gewiß zufrieden sein konnten. Auch die ge 
fürchteten Eismänner sind gnädig an uns vorübergegangen; 
sie wollten den bösen Aprilfrösten nicht noch weitere Früh 
lingsfröste folgen lassen. (In verschiedenen Gegenden 
Frankreichs spielten dagegen die gestrengen Herren — wie 
die Zeitungen berichteten — recht übel auf, lag doch die 
Hagelschicht in einigen Landstrichen V2 Meter hoch!) Der 
Mai schenkte uns neben einigen Tagen, an denen uns das 
Mailiiftcrl zienilich kühl um die Ohren pfiff, auch Tage von 
fast sommerlicher Wärme, dazu reichlich viel Regen, wofür 
Landmann und Gärtner besonders dankbar sein konnten. 
Denn es heißt ja seit altersher: Mairegen auf die Saaten, 
dann regnet es Dukaten. 
0 Der Juni, lateinisch janius mensis, d. h. der 
jnnische Monat, soll seinen Namen, wie vielfach behauptet 
wird, dem ersten römischen Konsul Junius Brutus ent 
lehnen, richtiger aber dürfte wohl die Annahme sein, daß 
dieser Monat der Göttin Juno geweiht war (jnvonis inensig, 
der junonische Monat). Die deutsche Bezeichnung fiir Juni 
lautet Brachmond (Brachmanoth, von dem Zeitwort „brachen", 
d. h. Frischpflügen eines brachgelegenen Feldes), Rosenmond, 
Sommermond. 
0 Von der Landtagswahl. Auf mehrfach an uns 
ergangene Anfragen, bringen ivir nachstehend eine Zu 
sammenstellung der bei der letzten Landtagsmahl in Frie 
denau insgesamt abgegebenen Stimmen und der Wahlbe 
teiligung. Die Zahlen sind ermittelt aus einer amtlichen 
Aufstellung. Von den insgesamt 9573 Urwählern übten 
4178 (43,64 Proz.) ihr Wahlrecht aus. Dieser Prozentsatz 
trifft auch im Durchschnitt ungefähr auf die Beteiligung 
in den einzelnen Abteilungen zu. Es wurden von 
den 4178 Wählern insgesamt 8265 Stimmen abge 
geben und zwar erhielten davon die Konservativen 2040, 
die Liberalen 3986 und die Sozialdemokraten 2209 Stimmen, 
zersplittert waren 30 Stimmen. Da jedesmal 2 Wahl 
männer zu wählen waren, mithin die Stimmen als doppelt 
zu zählen sind, wo nicht etwa von einem Wähler Wahl 
männer verschiedener Parteien gewählt wurden, so ergibt 
sich, daß an der Wahl sich beteiligten 1020 Konser 
vative, 1993 Liberale und 1105 Sozialdemokraten. Die 
Differenz zwischen der Wählerzahl (4178) und Stimmen 
zahl (8265 : 2 = 4132^) ergibt sich daraus, daß einzelne 
Wähler nur einen Wahlmann, anstatt wie vorgeschrieben, 
zwei Wahlmänner wählten. Von Interesse ist noch die Ab 
stimmung aus der dritten Nachwahl in 3 Bezirken der 
3. Abteilung, wo die Sozialdemokraten in einer Zahl von 
57 und 35 antraten, während die Liberalen nllr noch 12 
bezw. 4 Stimmen aufbrachten. Man sieht hieraus so recht 
das Abflauen des Interesses bei den bürgerlichen Wählern. 
0 Zweite Hypotheken. In einer Sitzung der Zentral 
stelle für Wohnungsreform in Oesterreich sprach der General 
sekretär der Zentralstelle Dr. Karl Pribam über „Die 
Organisation des städtischen Kredits für zweite Hypotheken". 
Der oft beklagte Mangel einer Organisation dieses Kredits — 
so führte er aus — komme in dem hohen Zinsfüße und 
den übrigen driickenden Bedingungen zum Ausdrucke, welche 
private Bauunternehmen akzeptieren müssen, deren Kredit- 
beßürfnis über die pupillarsichere Werthälfte der Gebäude 
hinausgeht. Eine Reform dieser ungeregelten Verhältnisse 
erscheint daher als eine Forderimg, die nicht nur im 
Interesse der Krcditsicherhcit, sondern auch im Interesse einer 
gesunden Entwicklung des städtischen Wohnungswesens er 
hoben iverden muß. Als Vorbild für die geplante Kredit 
organisation kann jener Versuch dienen, den die Gesetz 
gebung Oesterreichs in der Schaffung des staatlichen 
Wohnungsfürsorgefonds gemacht hat, der Versuch, durch Ver 
bürgung der pünktlichen Verzinsung und Amortisierung die 
zweiten Hypotheken in mündelsichere zu verwandeln und sie 
somit ans den allgemeinen Kapitalmarkt zu weisen. Der 
naheliegende Gedanke, private Kreditinstitute oder eventuell 
Vereinigungen der Hausbesitzer in den Dienst dieser Auf 
gabe zu stellen, erweist sich als undurchführbar. Als der 
geeigneten Träger für die Bürgschaftsübernahme erscheint 
vielmehr die Gemeinde unter der Voraussetzung, daß ihr 
finanziell keinerlei Belastung aus diesem Geschäfte erwächst. 
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, jenen Garantiefonds 
zur Verbürgung der zweiten Hypotheken durch eine ent 
sprechende Erhöhung der für diese Hypotheken zu zahlenden 
Zinsen zu speisen. An der Hand der für Wien verfügbaren 
Ziffenl zeigt der Vortragende, daß es voraussichtlich genügen 
würde, den Zinsfuß der verbürgten zweiten Hypotheken um 
1 Prozent über den für pupillarsichere Hypotheken ge 
zahlten Zinsfuß zu erhöhen, um den Garantiefonds aus 
reichend zu dotieren und die Gemeinde gegen jede Verlust 
gefahr zu sichern. Gesundung des städtischen Hypvtheken- 
kredits, Schutz der Bauhandwerker gegen Verluste bei der 
Ballführung, geeigneter Einfluß der Gemeindeverwaltung 
auf den Ausbau der Stadt und auf die bauliche Ausge 
staltung der Häuser, endlich Schaffung einer geeigneten 
Grundlage für die Belehnung von Erbbaurechtshänsern, das 
wären die ivichtigsten Vorteile dieser vorgeschlagenen 
Organisation. 
0 Sein 40jähriges Jubiläum als Geschäftsführer der 
Firma W. Wolfenstein, Berlin, Leipzigerstraße 125, begeht 
am 2. Juni Herr August Wittrin, Begasstr. 1. 
0 Automobilisierung der Schöncbcrger Strasten- 
reinignng. Schöneberg ist, wie bekannt, im Prinzig von 
der Verwendung des Pferdebetriebes bei der Straßen- 
reinigung abgegangen und hat statt dessen systematisch 
automobile Straßenreinigungs - Maschiilcn eingestellt. In 
dem neuen, nur fiir Automobile bestiminten Straßen- 
rcinigungs-Depvt in der Maxstraße, in welches mail bei 
der Fahrt auf der Stadtbahn zwischen Bahnhof Schöneberg 
und Bahnhof Ebcrsstraße im Fluge eine interessanten Ein 
blick tun kann, befinden sich nunmehr 12 automobile 
Straßenwaschmaschinen, vermittels derer sämtliche Asphalt 
straßen Schönebergs täglich ein- bis dreimal gereinigt 
iverden. Die weiteren Bersliche, welche mit automobilen 
Straßenkchrmaschinen für die mit Kopfsteinflaster versehenen 
Straßen angestellt worden sind, haben ein günstiges Er 
gebnis gehabt, sodaß sich nunmehr die Stadtverwaltung zur 
Einführung auch dieser Maschinen entschlossen hat. Es 
sind jetzt drei automobile Straßen-Kehrmaschincn in den 
Betrieb eingestellt, vermittels derer alle Kopfsteinpflaster 
straßen, die Schöneberg noch besitzt, täglich gereinigt werden 
können. Die gesamten Straßenzüge Schönebergs werden 
somit von nun ab nicht mehr durch mit Pferden bespannte 
Maschinen, sondern durch automobile Maschinen gerciuigt. 
Sämtliche Maschinen werden elektrisch betrieben, da sich 
diese Betriebsart für die relativ langsam laufenden Auto 
mobile der Straßenreinigung nach der Ansicht der Schönc- 
berger Straßenreinigungsverwaltung besser geeignet und 
billiger stellt, als der Benzinbetrieb, wobei insbesondere die 
wesentlich' einfachere Bedienung und die verhältnismäßig 
geringeren Reparaturkosten des elektrischen Betriebes ins 
Gewicht fallen. — Im Laufe des Sommers werden in 
Schöneberg interessante Versuche auch bezüglich des Straßen- 
kehrrichts gemacht werden. Zur Zeit wird der Straßcn- 
kehricht von den Straßenreinigern in Haufen zusammen 
gefegt, sodann von Hand auf Abfuhrwagen befördert und 
abgefahren. Es ist nun mit Rücksicht auf die Kosten nicht 
möglich, einer jeden Arbciterkolonne einen Abfuhrwagen 
(Anker der Last der iArone. 
Roman von R. M. White. 
(Nachdruck verboten.) 
l. Kapitel. 
Mit dem Aufgebot ihrer ganzen Willenskraft hielt das 
junge Mädchen die Tränen zurück, die sie bereits in ihren 
Augen brennen fühlte. Niemand sollte die Genugtuung haben, 
sie um eines erlittenen Unrechts willen weinen zu scheu. 
„Habe ich Sie recht verstanden, Madame?" fragte sie an 
scheinend ruhig. „Ich wäre danach aus meiner Stellung 
entlassen?* 
Sie überragte die kleine, fahlblonve Inhaberin des eleganten 
Modesalons, von der sie vor fünf Minuten in herrischeni 
Tone in das Privatkabinett zitiert worden war, um ein gutes 
Stück, und wenn jetzt ein Fremder den Raum betreten hätte, 
würde er sicherlich geglaubt haben, daß es eine von Madame 
MalmaisonS aristokratischen Kundinnen sei, die da vor der 
zappelnden beweglichen Dame stand. Denn man würde in 
dem schönen schlanken Mädchen trotz der schlichten schwarzen 
Kleidung alles andere eher vermutet haben, als eine einfache 
Modistin. . ^ t 
Aber die Art der Antwort, die ihr auf ihre Frage zuteil 
wurde, ließ freilich keinen Zweifel über ihre untergeordnete 
Stellung. 
„Ja, Sie sind entlassen. Miß Harcourt! Und ich hoffe, 
daß Sie in Ihrem eigenen Jntereffe auf ein Zeugnis verzichten 
werden. Denn Sie können sich wohl selbst sagen, wie es aus 
fallen müßte. — In meinem Etablissement ist von jeher auf 
Zucht und gute Sitte gehalten worden. Und ich dulde keine 
leichtfertigen Mädchen in meinen Diensten." 
In den eben noch tränenfeuchten Augen des jungen 
Mädchens blitzte es auf, und ihre vornehme Gestalt richtete 
sich noch stolzer empor. 
„Madame Malmaison !* 
„Oh, Sie werden vielleicht am Ende noch die Beleidigte 
spielen wollen! — Das wäre allerdings der Gipfel der Dreistig 
keit. — So soll ich Ihnen also wiederholen, was ich soeben 
zu meiner grenzenlosen Entrüstung aus dem Munde der Fürstin 
Mazaroff hören mußte?" 
„Ja, Madame! — Ich möchte Sie in der Tat bitten, 
cs mir zu wiederholen." 
Das sonst ganz farblose Gesicht der kleinen blonden Dame 
ivar rot vor Zorn, und ihre Stimme hatte einen schrillen 
Klang angenonimen, als sie hervorsprudelte: 
„Ich gestehe, daß mir eine ähnliche Keckheit kaum jemals 
vorgekommen ist. — Ich schicke Sie zu der Fürstin, um ihr, 
die 'eine meiner besten Kundinnen ist, einige Hüte zur Aus 
wahl vorzulegen. — Und was geschieht? — Ihre Durchlaucht 
überrascht Sie in ihrem Bibliothekzimmer >m zärtlichsten 
ll'öts-L-tets mit ihrem Sohne, dem Prinzen Boris, dem Sie 
sich augenscheinlich geradezu an den Hals geworfen hatten. 
Tie Frau Fürstin hat ja mit eigenen Augen gesehen, wie be 
reitwillig Sie sich von ihm küssen ließen." 
„Das ist eine Lüge — eine schändliche Lüge!" fiel Jcssie 
Harcourt in flanimender Entrüstung ein. „Vielleicht ist die 
Fürstin Mazaroff der Meinung, daß cs sich wirklich so zu 
getragen. Aber die Sache ihres Sohnes wäre es gewesen, sie 
über ihren Irrtum aufzuklären. Denn dieser junge Mensch be 
geht geradezu einen Schurkenstreich, indem er es geschehen läßt, 
daß ich so schimpflichem Verdacht ausgesetzt werde. Er kam in 
dcni Salon, wo ich auf das Erscheinen seiner Mutter wartete, 
und ersuchte mich, ihm in das Bibliothekziminer zu der Fürstin 
folgen. Aber er hatte mich belogen, denn das Gemach 
ivar leer, und che ich seine nichtswürdige Absicht erraten konnte, 
nahm er mich in seine Arme und versuchte mich zu küssen. 
Ich rang mit ihm, um mich frei zu machen, denn er war 
stärker als ich. Und als ich eben laut um Hilfe rufen wollte, 
trat die Fürstin in das Zimmer. Sic warf mir ein verächt 
liches, beleidigendes Wort ins Gesicht und ließ mich nicht reden, 
als ich mich rechtfertigen wollte. Ter ehrlose Mensch aber 
stand dabei, ohne die Lippen zu meiner Verteidigung zu öffnen. 
Und er ließ seine Mutter in dem Glauben, daß ich ihm in 
die Bibliothek gefolgt sei, um mir seine Zärtlichkeiten gefallen 
zu lassen." 
Tie dunkle Glut niädchenhafter Schani brannte auf den 
zarten Wangen der Sprechenden, und die Erinnerung an 
den Schimpf, den sie hatte erdulden müssen, ließ ihre weiche 
Stimme erbeben. Kein unbefangener Hörer würde an der 
lauteren Wahrhaftigkeit ihrer Darstellung gezweifelt haben. 
Und vielleicht war auch Madame Malmaison im Grunde ihres 
Herzens geneigt, ihr Glauben zu schenken. Aber sie hatte vor 
allem ihr geschäftliches Interesse wahrzunehmen, und sie hielt 
cs darum für besser, ihre strenge, entrüstete Miene beizube- 
halten. 
„Sie nehmen mit Ihrer Geschichte meine Zeit ganz unnütz 
in Anspruch, Miß Harcourt", sagte sie hart. „Akuten Sie 
mir etwa zu. eine Dame von der gesellschaftlichen Stellung 
Ihrer Durchlaucht zur Lügnerin zu machen? — Die Fürstin 
ist eigens hierhergefahrcn, nin mir von dem schmählichen Vor 
kommnis Mitteilung zu machen und mir zu erklären, daß 
ich sie und ihre näheren Bekannten nie niehr in meinem Atelier 
erblicken würde, wenn ich eine so sittenlose 'Angestellte nicht 
auf der Stelle entließe." 
Jcssie begriff, daß cs da für sie nichts mehr zu hoffen
        
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