Path:
Periodical volume Nr. 124, 29.05.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Fnrilkmrr C 
(Kriedenaurr 
Anp«Mische Zeiümg für kommunale und biirgeriiche 
Ungelkgmhettm. 
Bezugspreis Krfonderr 
Sei Abholung aus der Geschäftsstelle. 
Nheinstr. 15,1,50 M. vierteljährlich; durch 
Boten inSHaus gebracht 1,80 M., durch die 
Post bezogen 1,92 M. einschl. Bestellgeld. 
“Jtitn Mittwoch: 
Cditjblatt „Seifenblasen". 
frniTprecber: Hmt pfatjbnrg 3139. läglsH ößCllbS. 
Zeitung.) 
Organ für -m Kriedenauer Ortsteil m ZOneberg und 
Kezirksperein Züdweft. 
Krilagen 
Jtdtn Sonntag: 
Blätter für deutsche frauen. 
Druck und Verlag von Leo Schultz, Friedenau. 
Geschäftsstelle: Rheinstr. 15. 
Rnzeigen 
werden bis 12 Uhr mittags angenommen. 
Preis der Sgespaltenen Zeile oder deren 
Raum 80 Pf. Die Reklamezeile kostet 
75 Pf. Belagnummer 10 Pf. 
fernsprecker: »mt pfaljbwa 3139. 
Kr. 124. 
Werlin-Ariedenau, Donnerstag, den 29. Mai 1913. 
20. Iaßrg. 
vepelcken 
Letzte!7ackrichten 
Potsdam. Heute mittag trafen Prinz und Prinzessin 
Ernst August von Braunschweig-Lüneburg in Potsdam ein, 
um im Neuen Palais dem Kaiserpaar einen kurzen Besuch 
abzustatten. Sie setzen noch heute ihre Reise nach dem 
Almthal bei Gmunden fort. 
Wien. Der Selbstmord des Generalstabsobersten 
Redl ist nunmehr vollständig aufgeklärt. Redl war der 
Spionage an Rußland überführt und zwar der Spionage 
in einem solchen Umfange und solcher Gefährlichkeit, wie er 
in der Geschichte des modernen Kundschafterdienstes einzig 
dasteht. Die Untersuchung hat ergeben, daß Redl seine 
einflußreichen Stellungen im Generalstab seit langer Zeit, 
wie es heißt, seit 14 Jahren, zum Landesverrat mißbraucht 
hat. Man nimmt an, daß Redl als junger Offizier sich 
durch den ersten Verrat aus einer schweren Geldklemme ge 
rettet hat und später nicht mehr loskommen konnte, und 
daß er immer wieder den Drohungen und Erpressungen 
seiner ausländischen Vertrauensmänner, weiur nicht dem 
Goldregen erlag, der sich über ihn ergoß. 
Hannover. Einem Raubmord zum Opfer gefallen ist 
gestern der 14 jährige Kaufmannslehrling Hans Steins, der 
für seine Firma beim Postscheckamt drei Beträge von zu 
sammen 191 M. abgehoben hatte. Er wurde von einem 
gutgekleideten etwa 25 jährigen Mann nach einem 
möblierten Zimmer in der Schillerstraße, das der Ver 
brecher etwa eine Stunde vorher angeblich für seinen 
Bruder geinietet hatte, verschleppt und dort durch Schuß in 
den Kopf getötet. Der Täter ist darauf entflohen. Der 
Regierungspräsident hat auf seine Ergreifung eine Belohnung 
von 500 M. ausgesetzt. 
Brest. Der deutsche Dampfer „Okawango" aus Stettin 
(Kapitän Stahl) geriet infolge dichten Nebels gegenüber von 
Quessant auf Grund. Das Schiff sank sofort. Die Be 
satzung von 25 Mann ivurde gerettet. 
Sofia. Die Rede des serbischen Ministerpräsidenten 
Paschitsch hat hier außerordentliche Erregung hervorgerufen. 
Man betrachtet sie als Kriegsfanfare gegen Bulgarien und 
als eine Herausforderung, die zugleich die bulgarische Wafsen- 
ehre beleidigt. In ganz Sofia herrscht eine Erregung, die 
mit der. die zu Beginn des Krieges herrschte, vergleichbar 
ist. Die Situation wird hier überaus kritisch beurteilt. Es 
fand spät abends ein Ministerrat statt. Die aintlichen 
Kreise zeigen sich bisher allerdings gefaßt und meinen, daß 
die Ausführungen Paschitschs noch nicht das letzte Wort in 
der bulgarisch-serbischen Frage bedeuten. 
grauen als Verteidigerinnen vor 
clen Jugendgerichten. 
Bei Beratung des Entwurfes des Gesetzes über das 
Verfahren gegen Jugendliche ist im Reichstage die Frage 
erörtert worden, ob nicht Frauen als Schöffen bei den 
Jugendgerichten zugelassen werden sollten. Der Entwurf 
Mumenae Menlcben. 
Roman von Dora Duncker. 
55. (R«4kn4 »nttta.) 
Mit dicht ancinandergclehnten Köpfen lasen sie: 
„Meine liebe Lena! Dank für die lieben Grüße, die 
Du mir letzthin wieder durch meine Nellie gesandt Host. 
Aber nicht wieder von der alten Geschichte sprechen! Ich 
bin in D e i n e r Schuld für alle Güte und Nachsicht von 
Jahren. Du in der meinen! Du lieber Gott! Als ob 
mein Leichtsinn was Besseres verdient hätte! Als ob Du 
nicht einem jeden hättest glauben müssen, der Dir Schlechtes 
von mir erzählt — geschweige denn dem Wolf im Schafs 
fell. Werfen wir ihn und die ganze bitterböse Zeit end 
gültig zu den Toten. Nur ein letztes Memento noch, 
meinen Dank an Deinen alten Freund Friedinann, daß 
er den Ehren-Giebcl so kräftig bei der Gurgel gepackt hat. 
Es war sehr gescheit von Kamerad Selten, den Rat des 
alten Praktikers einzuholen. Ich hab' mir's wohl gedacht, 
daß Giebel mit den Dreitausend, die ihm zukamen, statt 
der Fünftausend zufrieden sein und den Mund halten 
würde, sobald man ihn mit der Anzeige wegen Wuchers 
bedrohte. Es sollten mehr dergleichen heilsame Beispiele 
an diesen Blutsaugern vollzogen werden! — - 
Daß Dein Vater uns seinen Segen gegeben hat, 
wirst Du durch Nellie erfahren haben. Er schrieb in seiner 
köstlich knappen Art, daß er nichts mehr gegen unsere 
Heirat einzuwenden habe, sobald die Bedingungen sich ver 
wirklichten, die ich ihm selbst als unerläßlich für eine Ver 
bindung mit Nellie genannt. 
Mit mir geht es flott vorwärts. Ich bin dem alten 
erwähnt, so wird vom Amtsgerichtsrat a. D. Sommer, 
Köln, in der Deutschen Juristen-Zeitung 1913 Nr. 5 aus 
geführt, nur beiläufig im 8 5, daß Frauen zu den Per 
sonen gehören, die als Fürsorge für Jugendliche bestellt 
werden können. 
Die Frage, ob sich die Frau als Richterin beim 
Jugendgericht eignet, soll hier nicht untersucht werden. 
Aber zu verwundern ist es, daß der Entwurf die Frau auch 
als Verteidigerin aus dem Gerichtssaal fernzuhalten bestrebt 
ist, obwohl hier die beste Gelegenheit gewesen wäre, zu 
sehen, wie sich die Frau benehmen würde, wenn sie in 
einem Strafverfahren öffentlich auftreten soll, welche Auf 
fassungen und Anschauungen sie vertreten und in welcher 
Form sie sie vorbringen würde. 
8 6 bestimmt, daß dem Jugendlichen von Amts wegen 
ein Verteidiger zu bestellen ist, sobald eine Untersuchung 
eröffnet oder die Eröffnung des Hauptverfahrens vor der 
Strafkammer beantragt ist. Zu Verteidigern bestellt werden 
können aber nach der St. P. O.: nur Rechtsanwälte oder 
nichtrichterliche Justizbeamte und geprüfte Rechtskundige. 
Frauen sind also ausgeschlossen. Allerdings bestimmt 
8 139 St. P. O., daß auch „andere Personen" mit Ge 
nehmigung des Gerichts als Wahlverteidiger zugelassen 
werden können, und nach richtiger, wenn auch nicht unbe 
strittener Auffassung können deshalb auch Frauen als Wahl 
verteidiger auftreten. Aber diese Bestimmung wird fast 
garnicht angewendet, und der Fall, daß eine Frau als 
Verteidiger gewählt und vom Gericht zugelassen morden ist, 
ist mir in 28 jähriger richterlicher Tätigkeit nicht vorge 
kommen, von unbedeutenden Uebertretungen abgesehen, da 
die Mutter für ihr minderjähriges Kind das Wort führte. 
8 7 sagt, daß für den Jugendlichen, der keinen Ver 
teidiger hat, ein Beistand zur Hauptverhandlung zugezogen 
werden soll (nicht muß), doch kann statt dessen der Vor 
sitzende einen besonderen Beistand bestellen. Seine Wahl 
soll auf Angehörige des Jugendlichen oder geeignete andere 
Personen gerichtet werden. Hiemach ist cs nicht zweifelhaft, 
daß dieser „Beistand" auch eine Frau sein kann. Wer 
nach der bisherigen Uebung der Gerichte ist anzunehmen, 
daß es seltene Ausnahmen sein werden, in denen eine 
Frau als Verteidigerin vor die Schranken des Gerichts 
treten wird. Schon deshalb hätte es sich meines Erachtens 
empfohlen, daß der Gesetzgeber die Gerichte darauf hinge 
wiesen hätte, in geeigneten Fällen, namentlich in denen 
weibliche Jugendliche abgeurteilt werden sollen, auf die 
Wahl eines weiblichen Beistandes Bedacht zu nehmen. 
Bei dem Unterschied zwischen männlichem und weib 
lichem Seelenleben ist eine Frau als Verteidigerin für 
Kinder und weibliche Angeklagte im jugendlichen Alter eine 
Notwendigkeit. Ein Vergehen, bei dem geschlechtlichen 
Momente, Putzsucht, Eitelkeit usw. als Beweggründe eine 
Rolle spielen, wird von einer Frau, namentlich von einer 
Mutter, anders beurteilt werden als von einem Manne, 
besonders wenn er unverheiratet oder in kinderloser Ehe 
verheiratet ist. 
Einseitige Urteile werden gewiß nicht zu vermeiden 
sein. Aber männliche Richter und weibliche Verteidiger 
Löwe, der nicht nur meinen Vater, sondern auch Onkel 
Bogislaw noch gut gekannt hat, riesig dankbar, daß er 
mich bei Wellrnann & Co., wie Du weiht, einer der größten 
Eisenbahnunternehmer am Platz, untergebracht hat. So 
bald ich die praktische Lehrzeit, von der Pike auf, hinter 
mir habe, und das wird voraussichtlich am Schluß dieses 
Jahres sein, ist mir eine sehr anständig bezahlte Bureau- 
stellung in Aussicht gestellt. Tu ich da meine Schuldigkeit, 
ist mir eine schnelle Beförderung sicher, und das bedeutet 
für mich: Beginn der Abzahlung meiner Schuld an 
Selten, und Nellie, Nellie, Nellie! Ach Lena, ich möchte 
einen Luftsprung machen vor lauter Glückseligkeit. 
Du brauchst es ihr nicht wiederzusagen, wie unsinnig 
lieb ich sie habe, und daß ich sie für das beste, schönste 
und klügste Geschöpf auf der Welt halte. Ja, das aller- 
klügste! Hat sie nicht auch darin recht behalten, daß ein 
neuer Mensch aus mir werden würde, sobald ich den Offi 
zier an den Nagel gehängt hätte, und die Hände in tüch- 
tiger, aussichtsreicher Arbeit würde rühren können I Nur 
soll mich ja kein Mensch mißverstehen. Ich habe meines 
Königs Nock sehr gern getragen, ich war stets stolz auf 
ihn; aber zum Offizier im Frieden habe ich deshalb doch 
nicht getaugt. Kommt aber mal ein frischer, fröhlicher Krieg, 
dann soll er mich sicherlich als ersten auf meinem Posten 
finden, trotz Ozean und Eisenbahnkönig in sps, und trotz 
dem ich, wie Nellie behauptet, nicht mit dem Marschalls 
stab im Tornister geboren bin. 
Nun aber endlich ein Ende. Meine Mittagspause ist 
vorüber. Ich muß wieder in meinen Arbeitskittel und 
dann in meine Maschinenteile, Schrauben und Achsen zurück, 
das dicke Schmieröl nicht zu vergessen. Grüß' mir den Hans. 
Den nächsten Brief bekommt er und dazu eine Masse ganz 
besonders merkwürdiger Dinge. 
werden in Fällen der geschilderten Art in Ergänzung ihrer 
Auffassungen sicher zu einem richtigeren Urteil kommen, als 
wenn den Angeklagten ein männlicher Verteidiger zur Seite 
stände. Der große Menschenkenner Shakespeare hat im 
„Kaufmann von Venedig" eine Frau als Verteidigerin vor 
Gericht auftreten lassen, sicher nicht nur aus Griinden der 
Technik des Dramas. 
Man wird vielleicht einwenden, daß Frauen nicht ge 
neigt, nicht befähigt oder nicht gewohnt seien, vor Gericht 
öffentlich zu sprechen und jemand zu verteidigen, und daß 
daher Jugendliche eine ungeeignete Verteidigung erhalten 
könnten, wie man ja auch weibliche Vormünder unehelicher 
Kinder oft als ungeeignet erkannt hat, die Unterhaltungs 
ansprüche des Mündels vor Gericht nachdrücklich zu ver 
treten. Der Einwand läßt sich nicht abweisen. Mutter 
liebe wird manche Frau zur gewandten Verteidigerin ihres 
Kindes reifen. Aber nicht immer wird es die Mutter sein, 
die als Verteidigerin vor dem Gericht auftritt, zumal nach 
dem Entwurf in erster Linie der gesetzliche Vertreter also 
regelmäßig der Vater, zum Beistand bestellt werden soll. 
Jedenfalls aber könnte man der Gefahr, daß unge 
eignete Frauen zu Verteidigerinnen bestellt würden, dadurch 
begegnen, daß das Gericht, wie es beeidete Sachverständige 
für gewisse Fächer bestellt, so auch Frauen, die sich zu Bei 
ständen eignen, ein für allemal als solche bestellte und die- 
Verteidigerin regelmäßig aus der Zahl der so Bestellten 
nähme. Dann wäre nicht zu befürchten, daß ungeeignete 
Verteidigerinnen vor Gericht auftreten. Anzunehmen ist, 
daß Frauen, die häufiger im Gerichtssaal verteidigten, bald 
Uebung gewinnen und dem Jugendgericht seine schwierige 
Aufgabe erleichtern würden. Sie würden auch für ihre 
etwaige Tätigkeit in der Jugendfürsorge durch ihre Auf 
treten vor Gericht reiche Anregung und Belehrung gewinnen. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Ociginalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Zur Hypothekenfrage. Eine einheitliche Regelung 
der Errichtung von Gemeinde-Hypothekenanstalten für 
zweite Hypotheken wird in dem Wirtschaftsgebiete Groß- 
Berlin erfolgen. Nach den von den maßgebenden staat 
lichen Aufsichtsinstanzen an die Vororte soeben gerichteten 
Auslassungen wird die Wertfeststellung der zu beleihenden 
Grundstücke in Zukunft auf Grund einer vom Regierungs 
präsidenten genehmigten Schätzungsordnung vorgenommen 
werden, in der auch über die Behandlung der Wirtschaften, 
Apotheken und Hotels Bestimmung zu treffen ist. Diese 
Schätzungsordnung wird nach einer Anleitung der zu 
ständigen Ministerien aufgestellt, um ein gleichmäßiges Ver 
fahren bei . der Taxierung von Grundstücken in Großberlin 
herbeizuführen. Ferner sollen die getilgten Beträge zu 
einem Guthaben des Schuldners angesammelt werden, über 
das dieser nicht eher verfügen darf, bevor es auf mindestens 
ein Viertel des ursprünglichen Darlehnbetrages angewachsen 
ist. Den Gemeinden soll das Recht zustehen, ihre etwaigen 
Forderungen aus dem Darlehnsverhältnisse, wie rückständige 
Zinsen, Kosten usw. von dem Guthaben abzuschreiben. 
' Ich küsse Deine liebe Hand und bin in Dankbarkeit 
und Treue 
Dein ergebener Neffe und Schwager 
Edgar von Lersch." 
Hans war puterrot, als er von dem Briefe aufsah. 
„Wie himmlisch interessant, Mutti." Er seufzte drollig 
und schwer. „Wer es auch so haben könnte wie Edchen!" 
Helene lachte. 
„Wart's nur ab, Junge. Du wirst auch noch im 
blauen Kittel von der Pike auf deine Arbeit tun. Wenn 
auch nicht in Neuyork bei Wellmann Le Co., sondern in 
Berlin in der Textilfabrik von Bogislaw Lersch. Wollen's 
abwarten, mein Kerlchen, ob's dir dann auch so himmlisch 
vorkommen wird." 
Helene hatte den Kasfeetisch für ihre Gäste auf dem 
Platz unter den Kastanien herrichten lassen. Er war kühl 
und schattig und bot den freiesten Blick auf die schönsten 
Punkte des Parks. 
Vorher wollte sie die Herren in ihrem kleinen Arbeits 
zimmer empfangen, das sie neben Hans' Zimmer verlegt, 
seitdem sie den Jungen ganz in ihre Obhut genommen 
hatte. 
Sie hatte alle notwendigen Papiere auf dem Schreib 
tisch zurechtgelegt. An Stelle der assyrischen Schmuckschatulle 
mit den Pharaonenköpfen stand ein einfacher Kasten aus 
dunklem Eichenholz auf der Platte des Arbeitstisches. 
Die Herren trafen pünktlich mit dem Fünfuhrzug ein. 
Statt des Dieners, der seit dem ersten Januar entlassen 
war, meldete das Stubenmädchen den Besuch. 
Helene trat den Herren sehr frisch entgegen. Friedmann 
sah ihr wohlgefällig lächelnd ins Gesicht. 
„Mir scheint, liebe Freundin, Sie nehmen die Dinge
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.