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Periodical volume Nr. 274, 21.11.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

G.-V. Richter wünscht öftere Zugfolge auf der Linie 69 
und Verbesserung der Tarife auf Linie W zu gunsten 
Friedenaus. Die 10 Pfg.-Strecke reiche auf Linie W mir 
bis zum Wilmersdorfer Rathaus. Bürgernieister Walger 
erwidert, er habe in beiden Angelegenheiten und auch bezgl. 
anderer Linien bereits mit der Großen Berliner verhandelt; 
doch es sei nichts zu machen. Die Linie 69 kann keine 
öftere Zugfolge echalten, da sie durch die Leipziger Straße 
führt und für diese Straße voni Berliner Polizeipräsidenten 
ein stärkerer Straßenbahnverkehr nicht mehr genehmigt wird. 
Nach einer kurzen Pause, wird dann in geheimer Sitzung 
über den Antrag verhandelt, die Ordnung fiir den neuen 
Markt in öffentlicher Sitzung zu beraten. Es wird jedoch 
geheime Beratung beschlossen. Schluß der öffentlichen Sitzung 
gegen 10 Uhr. 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die Pfingstferien haben heute begonnen. Sie 
dauern bis zum Freitag, dem 16 Mai. 
o Der Sängerkrieg. Wie wir durch Aushang der 
Drahtnachricht im Schaufenster unserer Geschäftsstelle den 
Friedenauern schon gestern Abend mitteilen konnten, ist dem 
„Berliner Lehrer-Gesang-Verein" die Kaiserkette verliehen 
worden. Der Kölner Männer-Gesang-Berein erhielt den 
1. Preis. 
o Das Deutsche Zentral-Komitee zur Bekämpfung 
der Tuberkulose hielt gestern im Sitzungssaale deS Reichs 
tages die Generalversammlung ab, die anfangs vom Staats 
sekretär des Innern Dr. Delbrück, später von Geheimrat 
Bmnin geleitet wurde. Hochinteressant waren die Referate 
des Ehefarztes Dr. Ritter von der Heilstätte Edmundstal- 
Siemerswald über „Heilstätte und Krankenhaus in der Ver 
sorgung der Lungentuberkulösen" und des Oberstabsarztes 
Dr. Stuertz-Köln über „Einrichtung von Tuberkulose-Ab 
teilungen in allgemeinen Krankenhäusern." In den Vor 
trägen wurden wieder schöne Fortschritte in der Tuberkulose 
bekämpfung klargelegt, insbesondere in der Behandlung 
solcher Personen, bei denen die Krankheit weit vorgeschritten. 
An der Versammlung nahmen aus Friedenau teil die 
Herren Bürgermeister Walger und Dr Heinecker. 
o Eröffnung der Friedhofsbahn. Die Eisenbahn- 
strecke Wannsee—Stahnsdorf (Friedhof) wird am 2. Juni 
1013 dem öffentlichen Verkehr übergeben und es werden 
vom 3. Juni 1013 ab täglich je 10 Züge hin- und zurück 
verkehren. 
o Ein Dokument nationaler Volksbildung im west 
lichen Groß-Berlin. Noch ist man sich nicht völlig im 
klaren, was mit der ministeriell empfohlenen Jugendpflege 
eigentlich gemeint sei, und schon hat die von diesem Worte 
umschriebene Bewegung zu einer Jugendfürsorge, ja zu 
einem Jugendschutz sich erweitert, wie man es früher kaum 
ahnte. Auch das Werk der Jugendpflege Groß-Berlins be 
darf des Wohlwollens und der opferwilligen Mitarbeit 
aller Vaterlandsfreunde in allen Orten und Bcrufsklassen. 
Ein Musterbeispiel dieser Art sah man, wie die „Lokal 
informationen" mitteilen, ä)N Dienstag, als Herr Kunst 
maler Schmitt, der Kommandant der „Deutschen Schul- 
schiff-Schiilervereinigung", einigen Vertretern der Presse einen 
jour fix gegeben hatte. Auf Wilmersdorfer Gebiet an der 
Ecke der Düsseldorfer- und Essener-Straße, wo so viele Orte 
zusammenstoßen, daß der Uneingeweihte die Grenzen nicht 
auseinanderzuhalten vermag, ist ein Schulschiff auf plattem 
Lande errichtet worden, und die kleinen Knaben versehen 
dort — wie sich's versteht — im richtigen Matrosenanzuge 
alle die Uebungen, die man von einem Seekadett zu er 
warten hat. Man kann dieses uneigennützige Unternehmen, 
das dem hochherzigen Schöpfer die schöne Summe von rund 
50 000 M. kostete, als ein Dokument nationaler Volks 
bildung betrachten, als eine wahrhafte Schule zur Heran 
bildung eines soldatischen und kriegsbereiten Geistes, wie er 
der deutschen Jugend so dringend not tut. Dort wird nicht 
gespielt, sondern Begeisterung und Ernst strahlt aus den 
frischen Gesichtern der Jungens, die in jeder Beziehung 
Hervorragendes leisten und selbst im Kanonenfeuer ihren 
Mann stehen können. Der Kommandant und der vom 
Admiralsstabe überwiesene Steuermann Gaede haben dem 
lokalen kindlichen Spiel ein ernstes, weit ausblickendes Ziel 
gesetzt und die Uebungen im rein soldatischem Geiste vorge 
nommen. Das alles trägt wirkungsvoll dazu bei, die Liebe 
und Treue zu Kaiser und Reich zu stärken und zu erhalten. 
Besser kann um Deutschlands Zukunft nicht gesorgt werden. 
Aehnlich äußerten sich Großadmiral Köster, der Großhcrzog 
von Oldenburg u. a. Auch der Kaiser widmete dem Schul 
schiff nebst dem Kultusministerium volle Anerkennung, indem 
zusammen 2000 M. für eine „Filiale" in Swinemünde, 
die demnächst eingeweiht wird, gestiftet wurden. Um so 
inhaltsreicher wird uns die alte Mahnung des Dichters: 
„Du alternd Menschenherz, das nur an wen'gen Hohen und 
Edlen sich noch erfreut, nur übersieh mir nicht des Kindes 
schlichtes Spiel; es liegt ein tiefer, tiefer Sinn darin!" 
o Zur Landtagswahl erläßt der Ortsverband Groß- 
Berlin des Hansä-Bundes einen Aufruf, in dem es heißt: 
Die kommenden Landtagswahlen müssen auch die Hansa- 
bund-Mitglieder in Groß-Berlin an der Wahlurne finden, 
und die zahlreichen freiwilligen Meldungen zur Leistung 
von Wahlhilfe aus Hansabund-Kreisen geben uns berechtigten 
Anlaß zu der Hoffnung, daß der so oft schon wiederholte 
Appell an unsere Mitglieder, ihr Wahlrecht als Wahlpflicht 
aufzufassen, auch bei den am 16. Mai stattfindenden Land- 
tagswahlen befolgt werden wird. Möge daher der Kamps, 
ruf des Hansa-Bundes bei den letzten Reichstagswahlen 
„Bürger heraus" uns auch bei den kommenden Landtags- 
Wahlen zu neuen Erfolgen'.fiihren, also Auf zur Wahl und tretet 
ein für (es folgen die Namen der Kandidaten für Berlin, 
Charlottenburg, Oberbarnim - Niederbarnim, Schöneberg- 
Neukölln und Teltow-Wilmersdorf-Storkom, für letzteren Wahl 
kreis werden Traub und Liepmann empfohlen). Weiter heißt 
es: Prinzipale und Angestellte! In vielen Wahlkreisen steht die 
Entscheidung auf des Messers Schneide. Es ist daher 
dringend erwünscht, daß den Angestellten am Tage der 
Urmännerwahl — dem 10. Mai — unbedingt Zeit zur 
Ausübung ihres Wahlrechtes gegeben wird. Mit Rücksicht 
auf die großen Schwierigkeiten die sich gerade in Groß- 
Berlin der Durchsetzung des Preußischen Abgeordnetenhauses 
mit gcwerbefreundlichen Kandidaten entgegenstellen, hofft der 
Hansa-Bund bei den Prinzipalen keine Fehlbitte zu tun, 
umsomehr, als es ja im ureigensten Interesse unserer 
Handels- und Gewerbetreibenden liegt, daß alles daran ge 
setzt wird, um die vorgenannten Kandidaten zum Siege 
zu führen. 
v Kümmere Dich um Amelie! Die tolle Komödie 
von Georges Fetzdeau in 3 Akten, die in Paris und im 
Berliner Residenztheatcr über 100 Aufführungen erlebte, 
kommt von heute ab im Biofontheater in der Rheinstr. 14 
zur Vorführung. Die übermütige Pariser Unsittenkomödie 
wird auch hier viel belacht werden. Sie ist glänzend aus 
gestattet und wird flott gespielt. Die sie illustrierende 
Musik ist aus Jagues Offenbachs Pariser Leben. Liebes 
heirat ist eine Humoreske, verfaßt und gespielt von Max 
Linder. Das genügt! Moritz mit dem Zopf, eine Posse 
von Charles Torguet und Jacques de Choudens wird von 
Moritz Prince gespielt, drollig, zum Piepen. Auch eine Ver 
irrung ist eine nette Komödie, während Der Spieler ein er 
greifendes Drama wiedergibt. Die Meerespolypen ein Bild 
aus der Tiefsee ist äußerst lehrreich. Die Wochenrcvue von 
Gaumont bietet viel Abwechslung mit Bildern aus aller 
Welt. Der kurzsichtige Willy heiratet, wirkt erschütternd auf 
die Lachmuskeln. Wer gern herzlich lacht, versäume nicht, 
das Biofontheater zu besuchen, er kommt sicher auf seine 
Rechnung. 
o Ein trauriges Wiedersehen. Von der in der 
Bernhardstraße 10 wohnhaften Familie R. war die Ehefrau 
schon seit einiger Zeit verreist und der erwachsene Sohn 
hatte sich vorübergehend in Berlin aufgehalten, sodaß sich 
der Ehemann allein in der Wohnung aufhielt. Als nun 
gestern Abend der Sohn aus Berlin nach Hause zurück 
kehrte, blieb ihm auf wiederholtes Pochen die Tür zu seiner 
elterlichen Wohnung verschlossen. Unheil ahnend, ließ der 
junge Mann die Tür sofort durch einen Schlosser öffnen. 
Beim Betreten der Wohnung bot sich dem Sohne allerdings 
ein recht schmerzlicher Anblick. Er fand auf dem Bette 
halb entkleidet, den entseelten Körper seines Vaters, der 
wahrscheinlich einem Herzschlag erlegen war. Die Leiche 
wurde sofort nach dem Leichenschauhause geschafft, wo die 
wirkliche Todesursache festgestellt werden muß. 
o Vermißt wird seit einigen Tagen der 15 Jahre 
alte Sohn Herbert des Thorwaldsenstraße wohnhaften 
Sekretärs P. Bekleidet war er mit graublauem Anzug mit 
Manchesterhose, blauem Sporthemd mit weißen Streifen, 
blauem Selbstbinder, dunkelblauer Schirmmütze und 
schwarzen Strümpfen und Schnürstiefeln. Meldungen 
nimmt die Familie und die Polizei jederzeit entgegen. 
Gerichtliches 
(:)3k. Die Heilsarmee als G. m. b. H. Urteil des Hauscalischcu 
Lberlandesgerichts vom '13. Februar 1913. Bearbeitet von Rechts 
anwalt Dr. Felix Walther-Leipzig, (tztachdr., auch im Auszuge, 
verb.) Bei allen idealen Zielen, ivelchc die Heilsarmee verfolgt, 
hat sie sich doch in ihrer Organisation und Repräsentation recht 
real und weltlich eingerichtet. Sie treibt kaufmännische Geschäfte 
wie nur irgend ein Großkausmann, erwirbt Grundstücke und hat 
zu diesem Zwecke sich als Grundstücksgesellschaft m. b. H. in Berlin 
eintragen lassen. Mutet das auch aus den ersten Blick eigenartig 
an, so muß man dabei bedenken, daß die Heilsarmee als Religions 
gesellschaft nicht ohne weiteres ein Rechtssubjekt ist, wie das bei 
den staatlich anerkannten Religionsgesellschaften der Fall ist. Die 
Eintragung als G. m. b. H. erleichtert daher nur die Ausführung 
der den idealen Zwecken dienenden, unbedingt erforderlichen Rechts 
geschäfte. Die Heilsarmee, Grundstücksgesellschaft m. b. H. ver 
treten durch ihren Geschäftsführer William John Mac Alönan in 
Friedenau hatte Klage gegen den Kaufmann M. in Hamburg 
auf Zahlung von 1627 M. erhoben als Restforderung fiir Lieferung 
von Papierabfällen. Der Beklagte wandte ein, er habe nur mit 
dem Hamburger Männerheim der Heilsarmee, nicht mit der 
Berliner G. m. b. H. zu tun, er bestreite, daß diese beiden identisch 
seien. Das Landgericht Hamburg wies auch die Klägerin wegen 
mangelnder Attivlegitimntion ab. Auf die Berufung der Klägerin 
führte dagegen der 6. Zivilsenat des Hanseatischen Oberlandes 
gericht Hamburg aus: Daß die Hamburger Männerheime der Heils 
armee in der Tat rechtspersönlich nichts anderes sind als eine zur 
Vertretung befugte Abteilung (statio) der Klägerin, davon hat sich 
das Berufungsgericht überzeugt. Wenn die Heilsarmee in Berlin 
unter ihrem Namen eine Grundstücksgesellschast mit beschränkter 
Haftung gegründet hat, die nach der Bezeichnung des Gegenstandes 
des Unternehmens im Handelsregister „den Erwerb, die Verwaltung 
und Veräußerung von Grundstücken zur Forderung der von dem 
General William Booth zu London gegründeten Heilsarmee" be 
zweckt, so liegt ohne weiteres die Vermutung nahe, daß die Heils- 
, armce sich auf diese Weise überhaupt die Möglichkeit hat verschaffen 
wollen, in Deutschland für die religiösen und sozialen Bestrebungen 
mit der Sicherheit einer anerkannten Rechtspersönlichkeit einzutreten, 
daß mithin überall, wo die Heilsarmee im Deutschen Rechtsverkehr 
sich betätigt, sie sich der für diesen Verkehr angenommenen Rechts 
gestalt einer Grundstücksgesellschaft m. b. H. bedienen will. Daß 
insbesondere diese Grundstücksgesellschaft, die ja auch nach der Be- 
oeutung der Heilsarmee ihre Tätigkeit nur dann auf Berlin be 
schränken könnte, wenn die Heilsarmee in anderen deutschen 
Städten ähnliche Unternehmen gegründet hätte, ivas, zum 
mindesten in Hamburg, offenbar nicht der Fall ist, — auch ihrer 
seits tätig werden mußte, um den Hamburger Männerheimen der 
Heilsarmee die erforderlichen Heimstätten zu verschaffen, ergibt sich 
aus dem Hamburger Adreßbuch, wonach die Häuser Borsteler 
Chaussee 31 und 35 Eigentuin der Klägerin sind, die hier, nach der 
ausdrücklichen Adresscnangabe, zwei ihrer Männcrhcime eingerichtet 
hat. Die Hamburger Filiale der Teutschen Bank, bei der die 
Hamburger Mänuerheime uach ihrem Vordruck der Brief- und 
Rechnungsformularc ihre Bankkonto haben, hat dies Konto, nach 
der Eintragung in ihren Büchern auf den Namen der Klägerin 
gestellt mit dem Zusatz: „Rechnung Hamburger Männerheime, 
Hier", auf welches Konto dann auch die Einzahlungen des Be 
klagten, die von ihm freilich nur an die Hamburger Männerheime 
adressiert sein mögen, gebucht sind. Diese Umstände beweisen klar, 
daß die Heime im Rechtsverkehr, und besonders in ihren Rechts- 
bezichungeu zum Beklagten, nichts anderes sein sollten und wollten 
als die Hamburger Vertreter der Klägerin. Die Einrede der 
mangelnden Aktivlegitimation wurde deshalb für unbegründet er 
klärt. (Aktenzeichen Vf. VI. 572/12.) 
Schöneberg 
—o Ordensverleihung. Dem hier wohnenden Bank 
prokuristen Wilhelm Hildebrandt ist der Kronenorden 
4. Klasse verliehen worden. ■ 
Vermischtes 
* Anton von Werner. Am 9. Mai vollendet der Kunstmaler 
Anton von Werner in Berlin sein 70. Lebensjahr. 1843 zu Frank 
furt n. O. geboren, war er 1859—1863 Schüler der Kunstakademie 
in Berlin, bildete sich daun unter Lessing und Schrödler in Karls 
ruhe weiter aus und besuchte Paris und Italien. Er nahm am 
deutsch-französischen Kriege teil, siedelte uach Beendigung desselben 
nach Berlin über und wurde 1875 zum Direktor der akademischen 
Hochschule für die bildeudcir Künste ernannt. Er ist Mitglied der 
Kgl. preußischen Akademie der Künste, des Senats derselben und 
der Kl. preuß. Akademie des Bauwesens. 1910 wurde er zum Wirkt. 
Geh. Rat mit dem Titel Exzellenz ernannt. Von seinen Werken 
seien genannt: Illustrationen zu Scheffels Werken, „Das Quartett", 
„Klosterlcben", „Kaiserproklamation in Versailles" (im Schloß zu 
Berlin), „Kaiser Wilhelm I. im Mausoleum zu Charlottenburg" 
(Museum in Breslau), „Berliner Kongreß 1878", (Berliner Rat 
haus), „Krönung Friedrichs I. in Königsberg" (Ruhmeshalle in 
Berlin), „Kriegsrat in Versailles" (Rathaus in Hainburg), ferner 
die Mosaiken und Glasgemälde im Dom zu Berlin. 
*o Gustav Bläser. Vor 100 Jahren, am 9. Mai 1813 wurde 
zu Düsseldorf der Bildhauer Gilstav Bläser gebore». Er lernte 
1827 als Bildschnitzer in Köln, arbeitete 1634—1841 im Atelier 
Rauchs in Berlin und nahm an dessen Arbeiten teil. Aus Rom, 
ivo er sich'1345 aufhielt, zurückgekehrt, schuf er für die Schloßbrücke 
iu Berlin die schönste der acht Marmorgruppen (angreifende 
Krieger). Er arbeitete ferner eine Reihe kirchlicher und dekorativer 
Statuen, u. n. für die Schloßkuppcl und für das neue Museum in 
Berlin, für die Friedenskirchc iu Potsdam und Charlottenhof bei 
Potsdam; die Nationalgalcric beherbergt eine seiner gelungenen 
Gcnredarstellungen. Er machte ferner für Köln dys Modell der 
Reiterstatuc Friedrich Wilhelm IV. und Friedrich Wilhelm III., 
für Sanssouci 1873 das Biarmvrstandbild Friedrich Wilhelms IV. 
Zu den vielen Büsten, die er geliefert hat, gehört die Kaiser 
Wilhelm I.,| A. v. Humboldts, des Präsidenten Lincoln usw. Er 
starb 1874 zu Cannstatt. 
Wetteraussichten. 
Sonnabend: Trocken und vorwiegend heiter, etwas 
wärmer bei ziemlich lebhaften südöstlichen Winden. Später 
langsam zunehmende Bewölkung. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau 
onsrrrmtiver Uerei« Friedenau 
♦ 
Oeffentliche 
ersammlung 
Dienstag, d. 13. Mi d. 8.. abends 8% Uhr. im groben Saale des Kailer-Wilhem-Earten. WM. K. 
T. Borträge der beiden von den vereinigten Konservativen für die Abgeordnetenhauswahl aufgestellten Kandidaten: 
»er WMliMselrükr Haselosf-Meiidols. MM-d 
ii. der LmdesWiliir Gerhardt-WeMs. 
2. Freie Aussprache. 
Dev Wovstcmö. I. A. Hoffman», Geh. Regierungsrat, l. Vorsitzender. 
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