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Periodical volume Nr. 104, 05.05.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

vermöcMsstand von M. 4101,78. Auf diese vorzügliche 
Vermögenslage. die der Verein sich in s> Jahren geschaffen 
hat, kann dieser in der Tat stolz sein. Der 1. Vorsitzende 
legte nunmehr sein Amt nieder und wurde Kamerad 
Borck mit der vorübergehenden Leitung betraut. Dieser 
ivies noch einmal ans die vorzügliche Lage des Vereins hin 
und bat die anwesenden Kameraden, ihrem Tank allen denen, 
die hierzu mitgeholfen haben, durch Erheben von den 
Plätzen Ausdruck zu geben. Da KameradBecker eine 
Wiederwahl abgelehnt hatte, bat Kamerad Börck, deü 
Kameraden Geheimral Schindler, Friedrich-Wilhelm-Platz 13, 
zum 1. Vorsitzenden zu wählen, was einstimmig geschah. 
Nach Uebernahme des Vorsitzes durch Kamerad Schindler, 
sprach dieser folgende Worte: 
Ich nehme die auf mich gefallene Wahl an und danke Ihnen 
für das Vertrauen, durch das Sie mich zu Ihrem Führer und 
Leiter berufen haben. Nicht ohne Bedenken habe ich in meinem 
haben Alter meine Zustimmung zu dem mir angetragenen Ehren 
posten geben zu sollen geglaubt. Indes einerseits der Gedanke, 
unserem Vereine und vielleicht noä> Manchem von Ihnen mit 
meinen bescheidenen Kräften dienen zu können, sowie andererseits 
die mir von meinen Mitarbeitern zuteilgewordene Zusicherung, mich 
in dieser meiner neuen Tätigkeit rind in meinen Bestrebungen zu 
unterstützen, hat mich über meine Bedenken hinweggeholfen. Und 
so rvill ich denn in Gottes Namen sowie im Aufblick zu unseren 
jenseits der Sterne thronenden, allergetreuesten himmlischen Kame 
raden es rvagcn und mich Ihnen im Geiste kameradschaftlich die 
Hand mit dem innigsten Wunsch, gemeinsam mit Ihnen selbst für 
die Aermstcn und Geringsten unserer Kameraden treu zu arbeiten 
und in Freud und Leid fest zusammenzuhalten, wie es sich für 
brave, ehrliche, redliche deutsche Krieger und Friedenskameradcn 
eignet und gebührt. Tas walte Gott! 
Tief ergriffen waren die Anwesenden von diesen Worten 
und ein von Herzen kommendes, allseitiges Bravo erscholl. 
Znm 2. Vorsitzenden wurde dann Kamerad Baron von der 
Opett-Sacken und Kamerad Architekt Schiller zum 3. Vor 
sitzenden gewählt. 1. Schriftführer wurde der Kirchenbeamte 
Kamerad Ehlert und 1. Kassenführer der Installateur Kam. 
Dittmann. Dem Kameraden Siegner wurde vom l. Vor 
sitzenden das Abzeichen für 10 jährige treue Kameradschaft 
mit zu Herzen gehenden Worten überreicht, die Anwesenden 
ehrten den Kameraden Siegner durch Erheben von den 
Plätzen. Um 12 Uhr schloß der 1. Vorsitzende die sehr herzlich 
und kameradschaftlich verlaufene Versammlung. 
o Der Kirchlich-Liberale Verein der Rathanael- 
Gemeinde in Schöneberg hielt am 24. April eine Vereins 
versammlung im Restaurant zum „Rembrandt" ab, iu der 
der Vorsitzende, Herr Lehrer Stoff, des verstorbenen 
Pfarrers a. D. Jatho gedachte. Er sprach sodann über die 
Erhebung Preußens vor 100 Jahren und nannte dabei die 
Namen der politischen Größen jener Zeit, denen er Schleier 
macher und Fichte zur Seite stellte. Herr Stoff erteilte so 
dann Herrn Pfarrer Lic. Dr. Tvrge das Wort zu seinem 
Vortrage: „Welche Bedeutung hat die Religion für Preußens 
Erhebung vor 100 Jahren gehabt?" 
Der Vortragende griff aus die großen Leistungen Preußens 
zur Zeit der Kriege des Großen Kurfürsten und Friedrichs des 
Großen zurück und legte klar, daß die Erhebung Preußens im Jahre 
1813 die bisher größte Leistung sei, die. auch Zn der Welt aui 
meisten bewundert werde. Eben erst den Nacken unter das Joch 
des. Eroberers gezwungen, erhebt sich das geknechtete Preußen. Tie 
politische Erhebung ging Hand in Hand mit der geistigen Er 
weckung der preußischen Nation. Schon Ende des 18. Jahrhunderts 
konnte sich Schleiermacher an die Gebildeten über die Religion gegen 
d e Spötter der Religion wenden. In jener Zeit mußte jede ge 
bildete Person ein Freigeist sein, über alles wurde gewitzelt und 
gespöttelt. Gegen diese Leute erhob sich Schlciermacher. Auch 
andere geistige Größen brachen der Freiheit eine Gaffe, und wohl 
keiner hat zu jener Zeit ernster über die Religion nachgedacht als 
Herder. In ihrer Weise vertraten diese Helden das Christentum. 
Ilm die Wende jener Zeit war in Deutschland ein großartiger Kranz 
geistiger Größen vorhanden, im Gegensatz zu den politischen Macht 
habern. An einen Staat, wie wir ihn jetzt haben, wär in jener 
Zeit nicht zu. denken. Dieser alte preußische jStaat, für den die 
S 'tigcn Führer nicht eingenommen waren, mußte erst vcr- 
pind,en, ehe etwas anderes,.daraus werden konnte, und dies, ge 
schah mich 1866/07, Aus diesen Trümmern konnten die geistigen 
Führer erst etwas anderes machen. Run konnten Männer wie 
Fichte und Schleiermachcr und auch Körner mit Erfolg in Tätig 
keit treten. Begeistert ivolltc der alte Fichte, der große Philosoph, 
1813 bei Ausbruch des Krieges mit ins Feld ziehen, aber eine 
schwere Krankheit hielt ihn zurück. — Ter andere Alaun, Schleier- 
macher, der Prediger an der Dreifaltigkeitskirche, hielt seine be 
geisterten Predigten in der dichtgefüllten Kirche. Diese beiden 
Helden haben de» Geist der Berliner aufgerüttelt und vollständig 
geändert. Ter Druck des Jochs lastete schwer auf der Bevölkerung, 
in allen geheimen Verbindungen usw. trachtete man danach, sich 
frei zu machen. Rach Spanien war cs zuerst Lesterreich, das cp 
versuchte, gegen d?n Eroberer loszuschlagen. Stein, der nach dein 
schmählichen Frieden undankbar entlassen worden war, wurde 
wieder geholt. Schill, der heute zwar anders beurteilt wird, wurde 
begeistert bewundert. Tie Habens corpus acte war Martini 1810 
ein Werk Stein's; jeder sollte ein freier Mann sein, rind trotz aller 
Agitationen der Junker hielt der König treu zu Stein, dem cs 
auch zu verdanken ist, daß die Minister direkt mit ihrem König 
verhandeln konnten. Ein anderes Werk Stein's war die Stadt- 
ordnung. Nebenbei wurde die Reorganisation des Heeres vorge 
nommen. Scharnhorst brach jmit dem alten Zopf: statt der ange 
worbenen Soldaten, wovon nur Vs Landeskinder waren, wurde 
die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Scharnhorst übte so ein 
neues preußisches Heer ein, und Aork und Körner taten dazu das 
ihrige. So brach dann das Jahr 1813 an. Tie großen Tage von 
Großbceren und Wartenberg tvnren die ersten Erfolge, sodaß 
Blücher bei dem Sicgesfcste von Wartcnberg die beiden Größen 
Scharnhorst und Stein feiern konnte. 
Lauter Beifall lohnte Herrn Lic. Dr. Torge für seinen 
schönen Vortrag. Herr Pfarrer Wagner ergriff hierzu das 
Wort, indeni er noch benierkte, daß wir es Schleiermacher 
zu verdanken haben, daß wir unsere Religion noch haben; 
denn dieser Schleiermacher habe viel gegen die Verflachung 
der Religion gearbeitet und auch große Erfolge gezeitigt. 
Der Vorsitzende dankte Herrn Pfarrer Dr. Tvrge und Herrn 
Pfarrer Wagner im Namen des Vereins. Zun: Schluß 
wurde noch eine Sammlung für eine Pfingstwanderung des 
Jünglingsvereins veranstaltet. Der Jugendpfleger, Herr 
Lehrer Schmitt, dankte den freundlichen Gebern für den 
übermittelten Betrag. Von unserem Kirchlich-liberalen Verein 
waren eine größere Anzahl Lose für eine Lotterie des All 
gemeinen evangelisch-protestantischen Missionsverein ver 
trieben worden, worauf verschiedene recht nette Gewinne 
entfallen waren, die zum größten Teil von den glücklichen 
Gewinnern an diesem Abend in Empfang genommen wurden. 
o Sängerkrieg. Während am politischen Himmel die 
Wetterwolken noch immer drohen, hat heute nach sechs- 
wöchentlichem Rüsten in der alten Kaiserstadt Frankfurt ein 
Kampf nach mittelalterlichem Vorbild begonnen. 42 Männer 
gesangvereine sind aufmarschiert, inn vor Kaiser und Reich 
in edlem Kainpfe ihre Kräfte zu messen und — das 
Kleinod, die Kaiserkette zu erstreiten. Diese Wettstreite 
deutscher Männergesangvereine, die alle vier Jahre statt 
finden, sind auf Anregung unseres Kaisers eingerichtet, der 
auch für diesen Zweck im Jahre 1005 einen Ehrenpreis 
gestiftet hat, der sich in seiner Form an die alten Ehren- 
und Ordensketten anlehnt. Die „Kaiserkette" wurde im 
1. Wettstreit vom Kölner Männergesaugverein, im 2. Wett 
streit voni , Berliner Lehrcrgesangverein, im 3. Wettstreit 
wieder von den Kölnern errungen. Der Kampf ivird dies 
mal besonders heiß sein, da die Kölner, versuchenen.werden, 
sie zum dritten Male zu erringen, um dadurch in ihren 
dauernden Besitz zu gelangen. Der diesjährige Preischor 
„1913" von Hegar in Zürich hat im allgemeinen eine 
freundlichere Aufnahme bei den am Wettstreite beteiligten 
Vereinen gefunden. Ihm fehlen viele der Mängel, die dem 
vorigen Preischore anhafteten. Vor allen Dingen ist 
diesmal den an und für sich schon stimmlich bevorzugteren 
Rheinländern keine Möglichkeit gegeben, Stimmprotzerei zu 
treiben. Von Berliner Vereinen beteiligen sich diesmal der 
Berliner Lehrergesangverein (der bekanntlich im nächsten 
Winter in Friedenau ein Konzert geben wird im 
Abonnement der Vortragsabende für Kunst und Wissenschaft)^ 
Bekanntmachung. 
Feiertagsruhe in Bäckereien und Backwaren herstellenden 
Konditoreien. 
Auf Grund der 8§ 41 b, 105 b Absatz 1 und 105 o der Rcichs- 
gewerbeordnung verordne ich für den Regierungsbezirk Potsdam, 
mit Ausnahme der dem Landespolizeibezirke Berlin angegliederten 
Gemeinden folgendes: 
8 1. Gemäß dem von mehr als zwei Dritteln der beteiligten 
Gewerbetreibenden gestellten Antrage dürfen in Bäckereien und solchen 
Konditoreien, in denen neben Konditorwaren auch Backwaren her 
gestellt werden, am Weihnachts-, Oster- und Psingstfeste in der Zeit 
von 9’/, Uhr vormittags des ersten Feiertages bis 12 Uhr nachts des 
zweiten Feiertages Backwaren nicht hergestellt werden. 
8 2. Der erste Absatz der Ziffer 1 des Abschnitts o der Bekannt 
machung vom 21. Alärz 1895 (Amtsblatt 8. 111) erhält folgende 
Fnffung: 
Die Beschäftigung von Arbeitern wird mit Ausnahme des 
Weihimchts-, Oster- und Pfingstfestes an allen Sonn- und Festtagen 
während 10 Stunden gestattet. 
Am Weihnachts-, Oster und Psingstfeste dürfen in der Zeit von 
9'/, Uhr vormittags des ersten Feiertages bis 12 Uhr nachts des 
zweiten Festtages Arbeiter nicht beschäftigt werden. 
8 3. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung 
in Kraft. 
Potsdam, den 6. Dezember 1912. 
Der Regierungspräsident. 
Veröffentlicht: 
Berlin-Friedenau, den 26. April 1913. 
Der Anstsvorstcher. 
Max Rcedelius, Dentist 
VarzlnCrstr. 4, gegenüber dem Ringbahnhof 
: Telefon: Amt Pfalzburg 6801. - ~■■■■ : 
Zahnersatz : Plomben : Gold- 
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Elektr. Licht. nach allen Richtungen. 
Bekanntmachung. 
Me Likleillllg des Meimmleniilieubeddrler 
der Gemeinde Verliu-Friedenau für die Heizperiode 1913/14 und 
zwar non 
13 050 Ztr. Schmrlzkoks, Kroch II 
120 „ Gaslroks, 
3 243 „ Preßkohlen, 
960 „ Anthrazit. 
51 cbm. Spaltholz» 
10 ,, Kleingespaltenes Kol? (4 Schnitt) 
soll öffentlich vergeben werden. 
Bedingungen und AngcbotSforinnlare liegen in Zimmer 7 des 
Geincindcbauamtes, Lautcrstr. 10, zur Einsicht aus und können auch 
gegen Erstattung der Schreibgebühren von 1,50 Al. von dort be 
zogen werden. 
Tie Angebote sind verschlossen und portofrei mit der Aufschrift: 
„Angebot für Brennmaterialien" mit den erforderlichen Proben zu 
dem auf 
Mnu. de» 11 Mal d. 3s., tumuülnos 10 Hüt 
festgesetzten öffentlichen Verdingungstermin nach Zimmer 9 des Ge 
meindebauamtes Lautcrstr. 10 einzureichen, wo alsdann die Eröff 
nung der Angebote stattfindet. 
Berlin-Friedenau, den 30. April 1913. 
Kas HemeinöebauamL. 
Schönebei*g«s' SS&mU. 
B. 9. tn. b. H. is SeMieberf, NsNplsrr»«rs tSS. 
Fernsprecher Amt VI 5645. Eaaienstundeu 9—1, 8—5 Ohr 
Stahlkammer,TermletbareScbrankficher. Sparkasse 4 f t 
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bere-Friedenao. Dfirerplats 1, Gustav A. Schalle, Sleglit*, 
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der Berliner Sängervcrein (Eacciliä-Mclodia) und der 
Erk'sche Mannergesangverein. Aus Potsdam nimmt noch 
der Potsdamer Mäuuergcsaugverein am Wettstreite teil. 
Möge es unseren Berlinern gelingen, die Kaiserkette wieder 
für die Kaiserstadt zu erringen! 
o Evangelischer Arbeiter-Verein für Friedenau und 
Umgegend. In der am Dienstag, den 6. Mat d. I., 
abends 8 l / 2 Nhr stattfindenden monatlichen Mitglieder 
versammlung wird der Vorsitzende des Spandauer Bruder 
vereins Herr Geiß-Spandau sprechen über: „Soziale Frage 
und Aufgabe im Familienleben". Zu diesem Vortrage sind 
nicht nur die Mitglieder, sondern auch Gäste, besonders 
unsere Frauen äußerst zahlreich eriviinscht, desgleichen auch 
zum Abend vorher, Montag: Uebungsstunde der Gesaugs- 
abteilung, ebenfalls im Kaiser Wilhelm-Garten. 
o Ein Kaninchenzüchterverein ist hier gegründet 
worden. Er tagt am Freitag, dem 9. d. M., Abends 
8'/ 2 Uhr, im Restaurant Bürgcrheim, Odenwaldstraße 7. 
o Beim Spielen mit einem Tesching lebensgefährlich 
verletzt wurde gestern im Hause Grunewaldstraße 71 in 
Schöneberg der 13 Jahre alte Schüler Otto Bluhme aus 
der Grunewaldstr. 88. Bei dem Zahntechniker Mauer war 
eine Anzahl Schiller eingeladen, die sich auch mit Teschiug- 
schießen vergnügten. Aus Spaß legte der 14jährige Schüler 
Otto Mischte auf seinen Schulfreund Bluhm an. Im selben 
Augenblick ertönte ein Knall und B. sank, in die Brust ge 
troffen, zu Boden. Mau kaun sich das Entsetzen der Jungen 
denken, die zunächst ganz ratlos waren. Ein später hinzu- 
gerufener Arzt stellte fest, daß die Verletzung des B. sehr- 
schwer ist, so daß seine Ueberführung in tdas Schönebergcr 
Krankenhaus notwendig wurde. Der Zustand des Verletzten 
ist sehr bedenklich. 
v Tot iin Bett aufgefunden wurde am Sonnabend 
die Frau des Schuhmachers P. in der Blankenbergstr. 5. 
Wie die ärztliche Untersuchung ergab, hatte die Frau in der 
Nacht, während ihr Mann vom Hause abwesend ivar, Gift 
genommen. Sie hinterläßt zwei kleine Kinder. , 
Vereins-nacbrichteti 
Morgen Dienstag tagen: 
Auf die, am Dienstag, dem 6. d. Mts. im Albrcchtshof zu 
Steglitz stattfindende größere OrtSgruppenvcrsannnlung des Zentral- 
Verbandes pens. Beamten und Lehrer, wird hiermit noch besonders 
hingewiesen. Ter Verbandssyndikus, sowie voraussichtlich auch 
einzelne Abgeordnete werden sprechen. Auch Nichtmitglicdcr haben 
Zutritt. Anfang 5 Uhr. 
Scköneberg 
— o Der Königliche Kronenordeu 4. Klasse ist dem hier 
wohnhaften praktischen Arzt Herrn Dr. Alfred Schönstadt 
verliehen worden. 
Vermischtes 
*o Kierkegaard. 100 Jahre sind heute seit der > Geburt des 
PhilosophenISvren Kierkegaard vergangen. Seine Wiege stand in 
Kopenhagen, wo er auch am 11. November 1854 — also »och nicht 
43 Jahre alt — gestorben ist. Die Hauptaufgabe des mit be 
deutenden .geistigen. Fähigkeiten ausgerüsteten Schriftstellers, der 
wohl als der größte unter allen dänischen Philosophen betrachtet 
werden darf, bestand darin, die große Kluft, die das staatskirchlictze 
Christentum von dem biblischen trennt, ldem Volke erkennbar zu 
machen und nach konsequenter Verwirklichung des biblischen 
Christentum hinzustreben. Von seinen Werken, von denen einige 
in hohen Auslagen erschienen sind, nennen wir die ins Deutsche 
übcrsetzteit „Zur Selbstprüfung" (4. Ausl. 1895), „Entweder Oder" 
(5. Ausl. 1878).; „Zur Pstzchologie der Sünde, der Bekehrung und 
des Glaubens" (1890). 
Wetteraussichten. 
Dienstag: Kühl und veränderlich, vorherrschend wolkig 
mit etwas Regen und frischen nordöstlichen Winden. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann MartiniuS, Fricdepan. 
In Eile 
mnß frühmorgens das Frühstück bereitet, 
in Eile tnuß es meist auch genossen werden. 
Trotzdem soll es wärmen und stärken. Kein 
ivarmes Frühstück kann einfacher und 
schneller hergestellt werden als eine Tasse 
-Kakao, und schwerlich kann auch die darin 
enthaltene beträchtliche Nährstoffnienge in 
anderer Form dem Körper schneller zuge- 
fiihrt werden. Reichardtkakao als Morgen 
getränk erübrigt oder vereinfacht infolge 
seiner Kraftwerte auch den bei anderen 
Getränken geivöhnlich erforderlichen, immer 
hin etwas zeitraubenden Imbiß. Er ist 
somit für die Hausfrau wie für ihre ans 
Tagewerk eilenden Lieben das bequemste 
Frühstiick. Verkauf zu Preisen der Fabrik in 
Friedenau: Oelgarts Drageiihaus, 
Ecke Rhein- und Hedwkgstraße. 
(3970 
McnleM ISS«. 
Stubenrauchstr. 28-29, Gth. 1. Et., 
Lichtenstein. 
MltMNlM»-?»"«-".. 
übernimmt billigst: Oliver-Büro: 
Peschkestr. 9, Gth. I. Stegl. (639) 
Äusiesseri« ff®* 
B. Peterscn, Rubensstr. 21 Gth. I. 
An- und Verkauf von gebraucht. 
Möbeln. H. Wunder, 
3561] Kirchstr. 6, Tischlerei.
        
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