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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Mittwoch, den 30. April 1913s 
Himmelfahrt. 
Der Himmelfahrtstag fällt gerade in eine Zeit, da das 
himmlische Paradies auf die Erde versetzt zn sein scheint, 
nämlich mitten in die Frühjahrsherrlichkeit. Und man kann 
sich tatsächlich dem Himmel näher fühlen, wenn man an 
diesem Tage auf die Berge steigt und wie vom Himmel, 
herab die schöne Gottesnatur unter seinen Füßen in Andacht 
betrachtet. Mitten in die Zeit fällt das schöne Fest, da sich 
in Wirklichkeit der Himmel mit der Erde verbunden zu 
haben scheint, rvo sich seine liebliche Bläue, die Reinheit 
seines Sonnenglanzes mit dem frischesten Grün der 
sprossenden und blühenden Erde zur erhabensten Schönheit 
vereinigt. Die Wiesen erstrahlen im herrlichsten Griin, viele 
Bäume blühen, der Flieder duftet, unzählige Blumen nicken 
freundlich dem Wanderer entgegen, rosiger Hauch lagert 
über der ganzen Erde, die Vögel lassen gerade in dieser 
Zeit ihren Liederchor am reichsten ertönen. Das Himmel 
fahrtsfest gehört zwar äußerlich nicht zu den großen Festen, 
allein seiner inneren Bedeutung nach steht es nicht hinter 
denselben zurück. Es soll uns daran erinneren, daß 
Christus mit der ganzen Menschheit den Himmel eröffnet 
und somit das verloren gegangene Paradies wieder er 
schlossen hat. Christi Himmelfahrt mar das Siegel von 
seiner göttlichen Sendung nach der Erde, deren Verwirk 
lichung wir im Weihuachtsfeste feiern und die mit der 
Himmelfahrt verklärend abschließt. Den Menschen den Zu- 
gang zum Himmel zu öffnen, war der Endzweck der 
Tätigkeit Christi auf Erden. Die Himmelfahrt verkündet cs 
jedem, der es hören will: der Zugang zum Himmel ist 
wieder frei, nur liegt es an dem Menschen selbst, ihn in 
rechter Weise zu betreten. Welches diese rechte Weise ist, 
das zeigt Christi Lehre deutlich. Christus hat in der 
Himmelfahrt die Erde mit den: Himmel verbunden. Mag 
nun jemand den Himmel im Leben, nach dem Tode oder 
auf dieser Erde suchen, in einem bleibt sichs gleich, das ist 
die Zufriedenheit mit sich selbst und das beglückende Gefühl, 
recht getan zu haben. 
Das Nächste zum Himmel auf der Erde ist, daß jeder 
den Himmel in seinem Herzen fühle durch Rechttun und 
Zufriedenheit. Nün können aber die Menschen auch gegen 
seitig sich das Leben zur Hölle machen durch Haß, Neid, 
Zank, Streit, Unfrieden. Davon gibt es gerade genug in 
der Welt, das zeigt ein Blick auf die Familien. Wieviel 
hier der Himmel noch fehlt, erkennt man aus den zahl 
reichen Familiendramen, von welchen zu berichten die 
Zeitungen nie aufhören. Manche Menschen — in welcher 
Umgebung sie sich auch befinden mögen — find wicht fähig, 
sich einen Himmel zu schaffen. Sie phantasieren von allen 
möglichen Schlechtigkeiten der Welt, nur nicht von ihrer 
eigenen Gehässigkeit und Friedlosigkeit, Kleinlichkeit und 
Nörgelsucht. 
Suchen wir zunächst im engsten Kreise Licht zu 
verbreiten! 
Vermisstes 
Die Walpurgisnacht, die dem launischen April den Abschied 
gibt und uns in den Wonnemond hiniibergcleitct, ist schon von 
altcrsher in des Volkes reger Phantasie mit den gräulichsten Spuk- 
gestalten (vornehmlich Unholdinnen und Hexen) belebt gewesen. 
Diese Hexen, aus den. weisen, kräuterklmdigen Priesterinncn des 
Hages, den „Hagcdissen" der Gennanen hervorgegangen, stehen 
nach dem alten Volksglauben mit dem Bösen im Bunde und 
werden von ihrem Herrn und Meister mit allerlei zauberischen 
Kräften und Kenntnissen ausgerüstet. In der Walpurgisnacht 
sollen ste dürch den Schornstein aus dem Hause hinausfahren und 
auf Besen und Ochsengabeln dem Blocksberg (Brocken! zureiten, um 
dort mit dein Teufel ein wüstes Gelage zu halten und schändliche 
Orgien zu feiern. Im Volke pslegte man früher (teilweise auch 
wohl heute noch) allerlei seltsame, aus abergläubischen Allsichten 
basierende Vorkehrungeil gegen den Geisterspuk der Walpurgisnacht 
zu tresten, indem man auf allerhand Jnstrllmenten lärmte, Besen 
lreuzweisc vor die Stalltür legte, geweihte Palmenzweige auf die 
Dielen streute, Feuer auf den Feldern entzündete, oder Dornenreiser 
auf den Gartcnioegen ausbreitete, alles nach Meinung der „Er 
fahrenen" gute Mittel, das schlimme Chor der Heren von Haus 
und Hof fernzuhalten. — Ob's wirklich hilft?? 
*o Römische Schreibfedern. Bei Neapel und im Tale des 
Rheins wurden verschiedentlich röhrenförmige kupferne Schrcib- 
federn römischen Ursprungs ausgegraLen, auch- fanden sich dort, 
ebenso wie ist zahlreichen anderen römischen Ansiedelungen, z. B. 
in Spanien, verschiedenartig geformte Schreibstifte der Römcrzeit 
vor. Die Federn dienten der Farbschrift auf Papiirusstoff und 
Pergament. Mit dem Schreibstift oder Stilus dagegen drückte 
man die Schristzeichcn auf Wachstafeln ein. Stilus uüd Tafel 
waren schon bei den Griechen im Gebrauch, zahlreiche Beispiele 
davon fand Uran auf ägyptischem Böden. Der Stilus ist ein 
zierliches Werkzeug aus Bronze, Kupfer oder Knochen. Die Griechen 
und Römer liebten es, den Schreibstilus durch geschickte Ver 
zierungen zn schmücken. Meist weist der Stilus eine walzen 
förmige oder auch scheibenartigc, zuweilen auch knopfsörmige Ver 
dickung an dein einen Ende auf. Mit dieser Verdickung rvürde die 
Waschschicht der Schreibtafcln geglättet; geschriebene Texte konnte 
nian so leicht auslöschen, um die Tafel neu beschreiben zu können. 
Die metallene römische Feder weist übrigens häufig eine plattcn- 
artigc, allerdings mehr löffelförmigc Verbreiterung an ihrem einen 
Ende auf. Der Zweck dieser Einrichtung ist leicht einleuchtend. 
Die alten Römer verschmähten das Ausradieren von Fehlern nicht, 
dies um so weniger, als sie auf sehr kostspieligem Beschreibstoff 
schrieben. Wir wissen auch, daß cs übfärbende römische Griffel 
gab, mit denen mau auf Schiefertafeln schrieb. Hierbei sei 
bemerkt, daß in der Zeit unseres großen Dürer ebenfalls ab 
färbende Griffel in Anwendung waren, die sogenannten Silber- 
stifte, mit denen man auf gekreidetem Papier schrieb und vorzugs 
weise zeichnete. Interessant ist nun, daran zu erinnern, daß der 
bekannte Stahlfcdcrfabrikan.t Rudolf Blanckery vor 20 Jahren in 
Berlin ein Schriftnmseum angelegt hat, in welchem Beispiele von 
Schreibgeräten und Schriftstücken aller Zeiten in wunderbar gut 
erhaltenen Stücken ausgestellt sind. Rudolf Vlnnckcrtz ließ auch 
für andere Sununlungcn schon häufig Kopien nach seinen Originalen 
herstellen, ebenso schenkte er eine große Zahl der Originalstücke an 
Museen, so an das Deutsche Museum in München, sowie vor vier 
Jahren an das Leipziger Deutsche BuchgewcrSemuseum. An 
letzteres Museum, welches ja jetzt auch ein Schristmuseum erhalten 
soll, stiftete er jüngst die hier vorstehend besprochenen römischen 
Federn und Griffel. Gleichartige Stücke empfing das Städtische 
Schulmuseum in Berlin. 
* Fatgl! In einer Prvviuzialstadt hat sich ein Verein gebildet, 
der den schönen Namen „Menschheit" führt. Wenn nun derselbe 
etwas bekannt macht, hcißt's allemal am Schlüsse: „Der Ausschuß 
der Menschheit". 
Hypochondrie. 
Plauderei von vr. med. H. Leo H o rst. 
Nachdruck vkriolen. 
Bk. Gut erfunden ist die Geschichte von dein unglücklichen 
Hypochonder, der zum Arzt kommt und um ein Mittel gegen 
^rine Skrupeln und seine Schwermut bittet. 
„Da hilft nur eines," sagte der Doktor. „Zerstreuung! 
Uüen Sie den Komiker Ascher! — (er war zurzeit der be- 
sstebteste Komiker der Stadt) —. Seine Späße werden Sie 
rascher girieren als alle Medizin. Gehen Sie zn Ascher!" 
„Ach, der bin ich ja Mst," ertviderte traurig und hilflos 
der Konsultierende. . . 
Ja, heitere Gescllsckafch fröhliche Menschen tun einem ver 
stimmten, kranken Gemüt sßsit. Der Bazillus der allgemeinen 
Lustigkeit steckt den Hypoclwnder an. Er vergißt für Stunden 
der sclbstcigcnen Pein und kommt auf andere, freundliche Ge 
danken. 
Unrecht aber ist es, den armen Querulanten in liebloser 
Weise zu verspotten und ihn als einen Narren, zu betrachte», 
der nur ein bißchen giften Willen zu haben braucht, um ge 
scheit zu werden. 
Wer kann cs denn wie Münchhausen machen, der sich 
selbander samt seinem Pferde bei dem eigenen Haarzopf aus 
dem Sumpfe zog?! 
Der starke, mächtige Wille ist es ja, der dem Hypochonder 
abhanden gekommen ist. Sein Fonds an Nerveukraft hat schon 
so stark gelitten, daß mit seiner Macht nichts getan ist. 
Unstimmigkeiten im Nervengctricbc nämlich liegen der .Hypo 
chondrie zugrunde. Sie ist eine Tcilerscheinuug der Neurasthenie. 
Die Nerven des Hypochonders können vollkommen gesund sein: 
aber daS Gehirn, das nervöse Zcntralorgan, sniiktionicrt nicht 
richtig, ist überreizt und krank. In die Ncrveiisnbstanz ist 
ein gewisses, noch nicht genau bestimmtes Agens hincingekoin- 
men, das Veränderungen und Störungen in den Verrichtungen 
der nervösen Organe verursacht und die Harmonie im ganzen 
Organismus zerstört. 
Dem hypochondrischen Neurastheniker erscheint daher so 
vieles in und außer ihm anders als es tvirklich ist. Die 
geringsten leiblichen Beschwerden beunruhigen ihn. Er achtet 
ans jede Störung und alle Zeichen und schenkt ihnen eine un 
verdiente Aufmerksamkeit. Er besieht sich stündlich die Zunge 
und befühlt oft seinen Puls. Bei vorübergehender Blntwallnng 
fürchtet er einen Schlägsluß. Bei Schwäche und Schmerzen 
im Kreuz denkt sr gleich an Indes (Rückemnarischwindsncht). 
Liest er gar medizinische Bücher, so bildet er sich ein, an all 
den Krankheiten selbst zn leiden, von denen er c i ii. Zeichen an 
sich findet. 
Diese Unstimmigkeiten im Haushalt der Nerven verändern 
nach und nach auch den Charakter und das Wesen dcS .Kranken. 
Der .Hypochonder ttitt ans seiner Natur heraus. Seine 
Sympathie verwandelt sich in Antipathie, seine Liebe in Haß. 
Er ivird selbstsüchtig, grausaiii, quält sich und seine Umgebung 
und verbittert sich und den Nächsten das Leben. 
Der eilte (wie z. B. Christian Buddenbrook in dem aus- 
gezcichneten Roman von Thomas Mann) glaubt, daß an seiner 
ganzen linken Seite atlc Nerven zn kurz sind. Manchmal ist 
ihm, als ob hier an der Seite irgendein Krampf oder eine 
Lähmnng stattfinden müßte, eine Lähmung für immer .... 
Keinen Wcnd schläft er ordentlich ein. Er fährt ans, weil 
plötzlich sein Herz nicht mehr klopft und er einen ganz ent 
setzlichen Schreck bekomint . . . Das geschieht nicht einmal, son 
dern zehnmal, bevor er einschläft. 
Ein anderer glaubt, seine Glieder seien ans Wachs oder 
Glas, und er meint, seine eigenen Eingeweide zu sehen. 
Oft wechseln auch die fixen Ideen. 
Ein hypochondrischer Bib'iotheksprofessor sagte dem Chef 
arzt des Sanatoriums bei der Visite, daß ihm, die Kur dvch 
nicht helfen könne, solange ihn die Leute auslache». Nach vielem 
Zureden gestand er endlich, daß ihn die Menschen mit Recht 
anstachten, denn er sei Bauchredner. 
„Nun, so reden Sic mal Bauch!" sagte ernsthaft der Doktor. 
Nach einigen gänzlich mißlungenen Versuchen sing der Patient 
selbst an zn lachen, und der Arzt lachte mit. 
Etliche Tage nun war der Bibliothekar ganz vernünftig. 
Dann setzte sich die Einbildung in seinem Kops fest, er sehe beim 
Essen nicht klar. Man war genötigt, ihm die Speisen in 
den Mund zu schieben. Dabei tonnte er jedoch die Straßen- 
passantcn deutlich erkennen. 
Diese nervöse Ueberrcizmig schlägt allmählich in den Zu 
stand der Lähmung, über. Gewisse Gehirnparticn sind ab 
genutzt und agieren nicht mehr. Die Nervenleih.iitg ist unter 
brochen. Die SinnesciiiPfiiiÄnngcii nehmen ab. Mancher hört 
die Uhr nicht mehr ticken. Kneifen oder Stechen löst keinen 
Schmerz ans. Auch Störungen in der Beweglichkeit der 
Muskeln zeigen sich, d. h. Krciinpsc und Lähmungen. 
Zwischen Seele und Körper bestehen ilahh, innige Be 
ziehungen. Das geistig-seelische Leben greift tief in die Körper 
funktionen ein. 
Ter menschliche Geist ist eine Pandorabüchse, aus der die 
Scclciilcidci« und ebenso als Gegenstück die physischen (lcib- 
lichen) Krankheiten entschlüpfen. Stauungen und Störungen 
im Gehirn, die nervösen Asfektionen und fixen, kranthaften Ideen 
und Halluzinationen, bringen auch Unordnung in die Oekonomie 
des leiblichen Lebens. 
Die Verdauung wird träge. Es treten Kongestionen auf. 
Die Zirkulation stockt. Tie Gewebe verändern sich. Allent- 
halbcn keimen KraiikhcitSaiilageii. 
Andererseits aber können auch körperliche Störungen 
und Erkrankungen die Ursache von-Nerventrankhcitcu und seeli 
schen Leiden sein. 
Dafür spricht schon der Name: Hypochondrie selbst. „Hypo« 
chondria" bedeutet nämlich die Gegend unterhalb der untersten 
Ripprnkiwrpcl. In diese Lcibcsregion verlegten die alten 
griechischen Aerzte den Sitz des Uebels. 
Die Hypochondrie hat auch insofern viel mit der „Hyvo- 
chondria" zu tun, als dem Aufttcten der nervösen und seelischen 
Störungen gewöhnlich Vcrdnuiingsbeschwcrden, Ausgetriebenheit 
des Leibes mit drückenden Gefühlen, Stockungen im Pfvrtader- 
systcm usw, vorangehen. Diese Druckcrhöhuiig in der Bauch- 
gegend gewinnt ans die .Herzaitivi« Einfluß. Die Erschütte 
rungen des Zwerchfells reizen und beengen das .Herz. Es wird 
leicht erregbar, unruhig und nervös. Durch Vermittlung der 
Nerven treten dann auch Störungen in der Hirntätigkrii auf. 
So erklärt sich die Wcchsclwirknng zivischen Verdannngsträgheit 
und hypochondrischer Anlage. 
ES gibt keine Krankheit, die neben den durch sie bedingten 
materiellen Veränderungen nicht auch irgendeinen Einfluß ans 
daS Borstellniigsleben des Kranken ausübte. Jede Krankheit 
beeinflußt die Stimmung des Kranken. Bei der .Hypochondrie 
jedoch beherrscht die psychische Infektion das ganze ÄranlheitSbild. 
Die Hauptsache bei der Behandlung ist demnach die see 
lische Beeinslnfsuiig. Sie bringt Hilfe und Heilung bei ner 
vösen Leiden, namentlich psychischen Ursprungs. Denn die krank 
hafte, falsche Idee, die den Menschen zum .Hypochonder gemacht 
hat, kann ihm, durch eine richtige ersetzt, die Gesundheit 
wiedergeben. Der Geist besitzt Heilkraft, wenn wir den rechten 
Gebrauch von ihm machen. 
Immanuel Kant, der große Philosoph von Königsberg, litt 
schwer unter Brustbeklemmungen und wurde durch sein Leiden 
eine Zeitlang, schwermütig, beinahe lebensnberdrüssig. Ta kein 
Mittel half, so machte er sich seinen Zustand klar und faßte den 
festen Entschluß, sich nicht weiter um die Sache zu kümmern; 
denn das beständige Denken an das Leiden verschlimmere nur 
daS Leiden selbst. Durch große Willensanstrengung entging 
er der drohenden Gefahr, der Hypochondrie zn verfallen, und 
brachte eS durch den energischen Vorsatz, niemals dein Gefühl 
der Schwäche nachzugeben,, dahin, daß er stets arbeitsfähig 
war, von größeren Krankheiten verschont blieb und ein lütter 
von 80 Jahren erreichte. Er war sein eigener — Arzt ge 
worden und schrieb darüber in dem Büchlein: „Von der Macht 
des Gemütö durch den bloßen Vorsatz seiner kranlhaftcn Ge 
fühle Meister zu werden." 
Dem Hypochonder aber gebucht cS an der Kraft des ersten 
Vorsatzes, dcS' festen Entschlusses. Er bedarf der ständigen 
ärztlichen Kontrolle, dcS starken fremden Willens, der ihn seinem 
Zustand entrückt. 
In Wachzustand schon äußert sich der mächtige Einfluß 
heilsamer Vorstellungen und WillenSimpulse auf daS Seelen 
leben. Weit tiefer und nachhaltiger jedoch können wir das Vor- 
stellungslcben im hypnotischen Schlafe, der dem natürlichen Schlafe 
ähnelt, beeinflussen und in die richtigen Bahnen bringen, weil 
jetzt das Gehirn für unsere .Hcitsuggcstioncn viel empfäng 
licher ist. 
Mit der psychischen Behandlung muß daS physische .Heil 
verfahren Hand in Hand gehen. 
Angezeigt sind heiße Bäder (.Halb- und Tcilbäder, wie 
«Sitz-, Arm- und Fußbäder«, die den Blutkreislauf verbessern 
Und den Druck in der Bauchhöhle vermindern. Diese heißen 
Anwendungen sollen öfters durch kalte Sitzbäder in der Dauer 
von *2—4 Sekunden ersetzt werden. Diese kurzen, kalten Proze 
duren bringen daS stockende Eetiicbe in der „Hypochondria" 
JK Schwung und erhöhen den Stofswechscl. 
Gute Erfolge erzielt die Freiluftbehandlung: gymnastische 
Hebungen und Liegekuren, gut bemessene nützliche Arbeit in 
Aeld und 'Garten. . . . 
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