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Periodical volume Nr. 98, 27.04.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

gewährt werden, die Lage der Altpcnsionäre ist zu verbessern 
und für die Arbeiterschaft unterstütze seine Partei die 
sozialen Bestrebungen und die Koalisationsfreiheit aber er 
kenne auch das Recht auf Arbeiterschutz an. Er besprach 
noch die Verhältnisse der Staatsarbeiter, die Verhältnisse der 
Schule und trat ein für die Besetzung der höheren Stellen 
nach der Tüchtigkeit ohne Bevorzugung des Adels. Er 
forderte dann zu reicher Wahlbeteiligung auf. (Lebhafter 
Beifall.) Herr Pfarrer Traub sprach zunächst gegen 
die Politik der Möglichkeiten. Es müsse der Wille zur 
Tat vorhanden sein; wo ein Wille ist, da wird auch 
etwas erreicht. Alles, was geschaffen worden ist, ist durch 
den Liberalismus geschaffen worden. Nur denr Liberalismus 
fehlte es bisher immer an der Kraft der Ausführung. Da kam 
der konservative Instinkt und setzte das vom Liberalismus 
Geschaffene in die Tat um. Es gibt noch Wunder in der 
Welt. So wird im Wuppertal von konservativer Seite 
erklärt, daß die Konservativen für ein geheimes und direktes 
Wahlrecht eintreten. Er besprach dann das Bcamtenrecht. 
Den ^Beamten müsse die politische Freiheit gewährt werden. 
Wie ungleich die Zahl der Wahlmänner verteilt ist, ergibt 
sich daraus,.daß Berlin soviel Steuern aufbringt, wie eine 
große Anzahl anderer Provinzen, doch die Zahl der Ab 
geordneten dieser Provinzen betrage 130, gegen 6 Abgeordnete 
in Berlin. Redner sprach für Hebung der geistigen Kultur, 
fiir Religions- und Gewissensfreiheit. Vor hundert Jahren 
war es der geistige Fortschritt, die Freimachung des Volkes 
von drückenden Lasten, die zur Einsetzung der nationalen 
Kraft und Befreiung des deutschen Volkes führte. Freiherr 
v. Stein erkannte es, daß man nur durch Freimachung des 
Bürgers, dadurch, daß man ihm Rechte gab, ihn s;ur Tat für 
das Vaterland gewann. Es muß dem Staatsbürger klar 
werden, daß er Staatsbürger und nicht Untertan ist. Auch 
die Wehrvorlagen streifte der Redner; er begrüßte sie von 
dem Standpunkt aus, daß Deutschland sich dadurch mit einem 
Schlage eine Macht schaffe, die Frankreich nie erreichen 
könne und daß es durch diese Macht in die Lage komme, 
Europa den Frieden zu diktieren (Sehr richtig). Er forderte 
zur Wahl auf. Wer nationale Kraft wolle, der wähle 
liberal. Kräftiges Bravo und nicht endenwvllendcr Beifall 
folgte dieser herrlichen Rede. Nachdem Herr Gcheimrat 
Vogt noch zur Leistung von Wahlhilfc und zur Beisteuer 
zum Wahlfonds sowie zum Beitritt in die liberalen Vereine 
ersucht hatte, faßte Herr Amtsgcrichtsrat Dr. Liepinann in 
seinem Schlußwort nochmals alle erörterten Fragen zusammen 
und forderte zur Wahl auf zum Sieg des Liberalismus 
(Bravo). Darauf schloß der Vorsitzende gegen 11 Uhr die 
Versammlung. 
o Torferde für Blumenerde. Man sollte nie von 
umherziehenden Blumenhändlern Bluinefi und Erde kaufen, 
ohne diese geprüft zu haben. Seit zwei Wochen durchziehen 
mehrere Händler mit Torferde die Straßen, welche sie als 
gute Topfpflanzenerde (sogen. Blumenerde) anpreisen. Ter 
fragliche Boden hat eine braune bis schwarzbraune Farbe 
und kennzeichnet sich namentlich durch große Weichheit und 
das Vorhandensein von Torfstücken. Die Bodenart ist wohl 
für einige gärtnerische Kulturen von Bedeutung, für den 
Gartenbesitzer jedoch wertlos; sie enthält keine nennenswerten 
Nährstoffe, sondern würde nur infolge ihrer physikalischen 
Eigenschaften zur Lockerung von Lehmboden dienen könnend 
Auch für Topfgewächse und Balkonkästen eignet sie sich selbst 
bei Zufuhr von künstlichen Düngemitteln nicht, indem ihr 
völlig die nitrifizierenden Bakterien fehlen, die Pflanzen 
nährstoffe für die Aufnahme durch die Wurzeln somit un 
vorbereitet bleiben. Es sei daher empfohlen, Erde herum 
ziehender Händler erst zu prüfen, da sonst neben der Mühe 
auch das Geld für die Erde und Pflanzen ganz oder teil 
weise verloren gehen können. 
o Vorträge. Am Montag, dem 28. d. Al., wird 
gelegentlich der Feier des fünfjährigen Bestehens der Ab 
teilung „Westliche Vororte Berlins der Deutschen Kolonial 
gesellschaft" Prof. Neuhauß im Architektenhausc, Wilhclmstr., 
einen Vortrag halten über seine Reisen in Neu-Guinea. 
Außer 90 farbigen Lichtbildern wird derselbe auch seine 
kinematographischen Aufnahmen vorführen, welche ein 
Gesamtbild des papuanischen Lebens gcbens. Ueberdies 
spricht Redner eingehend über die geplante Luftschiff-Expedition 
zur Erforschung von Neu-Guinea. 
o Männer-Turnbereiu Friedenau. Die 1. Knaben 
abteilung des Männer-Turnvereins „Jahn" Neukölln und 
die 1. Knabcnabteilung unseres Männer-Turnvereins ver 
anstalten am Sonntag von 3 Uhr ab auf unserem Spielplatz 
am Maybachplatz turnerische Wettkämpfe und Spiele aller 
Art. In friedlichem Wettstreit werden sich beide Abteilungen 
im Springen, Laufen, Werfen. Stafettenlauf, Faustball- und 
Fußballspiel messen. Wer einen Einblick in das fröhliche 
und ungezwungene Treiben unserer Jungen auf dem Spiel 
platz gewinnen will, dem ist hierbei reichlich Gelegenheit 
geboten. Alle Freunde unseres Jugendturnens, insbesondere 
die Eltern unserer Turnschüler, sind herzlich eingeladen. 
o Evangelischer Arbeiterverein. Die Mitglieder, 
soweit sie in Steglitz arbeiten, wählen am Sonntag, den: 
27. April 1913, Mittags von 12—2 Uhr im Rathause 
dortselbst, Zimmer 2, die Vertreter zum Gcwerbegericht, es 
sind dies nach Liste 2: Karl Weber, August Narosch (beide 
katholisch), Wilhelm Litzkendorf Hermann Kluge (beide 
evangelisch). Jeder Wähler hat 4 Kandidaten zu wählen. 
— Zur Gemeindevertreterwahl am Montag, dem 28. d. Al. 
bis Abends 8 Uhr, sei nochmals erinnert, es gilt Herrn 
Bäckermeister Paul Wermke zu wählen, niemand fehle! 
o Die Gesangspädagogin Erna Neumann veran 
staltete am Freitag im großen Festsaale des Gesellschafts 
hauses des Westens eine Echüleraufführung. Ich hatte Ge 
legenheit, den Winter über vielen Konzerten und Schüler! 
Aufführungen beizuwohnen und muß sagen, daß ich woh- 
kaum einer so kunstgerechten Behandlung und Ausbildung 
der Stimmen begegnet bin, wie es hier der Fall ist. Man 
kann der Lehrmeisterin wie den Vortragenden zu dem Abend 
von ganzem Herzen gratulieren. E. H. 
o Das große öffentliche Preiskegeln im Lauterplatz- 
Kasinv zu Friedenau, Hauptstr. 80, nimmt diesen Sonn 
abend und Sonntag seinen Fortgang. Es kommen 3500 
Mark bare Geldpreise und 2000 M. Lebensmittelpreise zur 
Preisverteilung, außerdem täglich hohe Tagespreise aus alten 
4 Bahnen, Stundenpreise in bar Sonntags von 3—5 llhr 
und 5—7 Uhr Nachm, auf beiden Geldbahnen. Bahn III 
und IV jeden Sonntag Preisverteilung-. Delikates;-, Wild- 
und Geflügelkörbe. Den 1. Preis auf Bahn III am 20. 
d. Mts,, erhielt Herr Hebold — 4 Kugeln — 3-, Holz, 
auf Bahn IV Herr Techner — 4 Kugeln — 35 Holz. 
Nähere Bestimmungen auf den Bahnen. Alle Kegler von 
Nah und Fern sind zu diesem Wettbewerb freundlichst ein 
geladen. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. 
o Zum Besten der Schöneberger Veteranen ver 
anstaltet der Inhaber des Keglerheinis „Bahnschlößchen", 
Sponholzstr. 28 am Wannseebahnhof Friedenau ein Wohl 
tätigkeitskegeln, dessen Protektorat der Herr Oberbürgermeister 
Dominikus gütigst übernommen hat. Namhafte Geldpreise 
kommen zur Verteilung. Von privater Seite sind bereits 
verschiedene Wertpreise gestiftet, darunter von Herrn Hof 
kunstmaler Schleusing ein Kaiserporträt im Werte von 
1000 M. Die beiden ersten Kegcltage finden Sonnabend, 
dem 3. und Sonntag, dem 4. Mai statt. Zu diesem Preis 
kegeln ist jedermann herzlichst eingeladen. Im Interesse des 
wohltätigen Zwecks wünschen wir der Veranstaltung recht 
guten Erfolg. 
o Ein prämiiertes Kalb hat Herr Schlächtermeister 
Alex Matschke, Rheinstraße 67, auf der jüngsten Mast 
viehausstellung erworben. Das 2 Monat 18 Tage alte 
Holsteiner Kalb, mit der bronzenen Medaille ausgezeichnet, 
hatte ein Lebendgewicht von 352 Pfd. Nachdem cs ge 
schlachtet ist, wiegt cs noch 284 Pfd. Herr Matschke kaufte 
das Kalb für den Preis von 470 M. Es hängt noch bis 
morgen Vormittag im Schaufenster aus. 
o Durch den Hufschlag eines Pferdes schwer verletzt 
wurde gestern Nachmittag der Kutscher Heinrich Schollenberg 
in der Kolonnenstraße in Schöneberg. Das Pferd seines 
Wagens trat ihn mit solcher Wucht in den Unterleib, daß 
Sch. augenblicklich besinnungslos zusammenbrach. 
Auf eine furchtbare Weise ums Leben gebracht 
hat sich gestern die Frau des Eisenbahnarbeiters Kazmareck 
aus der Feurigstr. 62 in Schönebcrg. Dieselbe sollte wegen 
Geistesgestörtheit in eine Anstalt gebracht werden. In 
einem unbewachten Augenblick begoß die Kranke ihre Kleider 
mit Petroleum und zündete sie an. Als ihre Angehörigen 
und Nachbarn hinzugekamen, war die Aermste schon total 
mit tiefen Brandwunden bedeckt. Die Verletzungen waren 
so schwer, daß der Tod alsbald eintrat. Das Vorkommnis 
hat natürlich in der Feurigstraße große. Menschenmengen 
zusammengebracht, die den Fall mit großeiti Interesse be 
sprachen. 
o Als Leiche aus dem Teltowkanal wurde gestern 
auf Laukivitzer Gebiet die 10 jährige Olga Raser gelandet, 
die bei einer Kaufmannsfamilie in Südende, Steglitzer 
Straße 15a, in Stellung war. Das junge Mädchen ivurde 
seit etwa 14 Tagen vermißt. Es entfernte sich abends in 
der zehntel: Stunde aus der Wohnung der Herrschaft, un: 
noch ein wenig frische Luft zu schöpfen. Von diesem Aus 
gange ist es nicht wieder zurückgekehrt upd hat, aus welchem 
Grunde ist unbekannt, Selbstinord verübt. 
VereinsDackrickren 
Kassenärztlichc Vertragsgemeinschaft für die südwestl. Vororte 
Berlins im Kreise Teltow E. V. (Südwestuerband; E. W. V.) 
Hauptversammlung am Dienstag, dem 29. April, Abends 8'/, Uhr, 
im 
Südseite des Bäuerischen Platzes 0000 M.. Bedürfnisa nstalt 
für Männer und Frauen an der Ecke Haupt- und Obers- 
straße 9000 M., Versetzung des Wellblech-Pissoirs vor der 
Apostel-Paulus-Kirche nach'dem Sachseudamn: Ecke Suadi 
canistraße 3000 M. . 
— o Aus Anlaß des im Juni bevorstehenden 2r> jährigen 
Regierungs-Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers werden 
voll den deutschen Städten eine große Reihe von gemem- 
nützigen Einrichtungen gestiftet. Hierin wird auch unsere 
Stadt nicht zurückstehen und der Magistrat schlägt daher vor, 
die folgenden Stiftungen zu beschließen: ■ 
1. Die Stiftung von drei Freibctten II. Klasse im Auguste- 
Viktoria-Krankenhause fiir Angehörige des Mittelstandes und 
zwar Schönebcrger Bürger, die nicht von der Armenverwaltung 
unterstützt werden. Ter Wert dieser Stiftung ist mit rd. 8000 M. 
pro Jahr zu bemessen. ~ , 
2. Als Beitrag zur Beschaffung und? Einrichtung des Spiel- 
Platzes im Norden des Südgeländes zwischen den Straßen 124 
und 153 einerseits iind der Straße 123 und dem Begräbnisplatz 
der Zwölf-Apostelkirchc andererseits wird ein Betrag von 150 000 Al. 
aus dem Käinmereifonds bewilligt. Der Spielplatz soll den Namen 
„Kaiser-Jubiläums-Platz" erhalten. 
3. Die Gemeindeeinkommcnstcuer soll nut Wirkung vom 
Rechnungsjahre -1913 ab von den zur Zeit hier wohnenden, das 
Bürgerrecht genießenden Veteranen der Feldzüge 1864, 1866 und 
1870/71, soweit sie in den Steuerstufen bis zu 1200 M. steuer 
pflichtiges Einkommen sind, nicht erhoben werden. 
—o Die Rechtsauskunftsstelle wird vom 1. Mai 1913 
ab in das alte Rathaus verlegt und erhält dort die im 
3. Stock des rechten Seitenflügels gelegenen Räume Nr. 63, 
64, 65 und 06. 
—v Die sozialdemokratische Fraktion der Stadl- 
verordncten-Versammlung hat folgende Anfrage gestellt: 
Was gedenkt der Magistrat zu tun, um die noch immer 
schwebenden Arbeiterfragen zum Abschluß zu bringen. 
Vermischtes 
-'o Malvida v. Meysenburg. Vor 10 Jahren, nur 26.-April 
1903, starb in Gom die Schriftstellerin M. v. Meysenburg. 1816 
geboren, lebte sie seit 1843 in London und war längere Zeit als 
Erzieherin im Hause Alexander Herzens tätig, wo sic viel im 
Kreise der Verbannten verkehrte. Später siedelte sie nach Italien 
über, zuerst nach Florenz, 1870 nach Rom. Mit vielen bedeutenden 
Persönlichkeiten befreundet, so mit Garibaldi, Richard und Cosima 
Äagner, Liszt, Nitzsche, der Fürstin Wittgenstein, Minghetti usw., 
hat sie bis an ihr Lebensende einem philosophischeir Idealismus 
gehuldigt, der in allen ihren Werken zum Ausdruck kommt. Es 
erschieir von ihr u. a.: „Memoiren einer Jdealistin", „Phädxa", 
„Individualitäten". 
*o Die Zahl der in Deutschland vorhandenen Aerzte beziffert 
der Statistiker Dr. Prinzing-Ulm für das Jahr 1913 auf 33 527. 
Ans seinen Arbeiten geht hervor, daß die Ilebcrfüllung des ärzt 
lichen Berufes in weitercnr Zunehmen begriffen ist. Mitte 1912 kamen 
auf 10 000 Einwohncr5,06 Aerzte,eine nach der bisherigen Erfahrung 
zivar schon sehr hohe, aber eben noch erträgliche Zahl. 
'o Wörtlich befolgt. Herr Schnhmachcrmeisrer Pechmcicr hat 
soeben geniest, ohne daß sein Lehrling die geringste Notiz davon 
genommen. Herr Pcchrneier fühlt sich dadurch iu seine Autorität 
gekränkt und fährt den Jungen an: „Weißt du nicht, was man 
jagt, wenn jemand niest? „Zur Genesung", sagt man — „du alter 
Esel du!" Nach einer kleinen Weile niest Herr Pechmeier ein 
Micitcsmal, worauf sich der Lehrling beeilt zu sagen: „Zur Gc- 
ncsuug, du alter Esel, du!" 
kogen-Restaurant, Berlin-Steglitz, Albrechtstr. 112». 
Sport. 
Die 1. Fußballmannschaft des Männcr-Tnrnvcrcins spielt am 
Sonntag Nachmittag 4 llhr auf dem Stern-Spielplatz in Steglitz, 
Mommscnstraße, gegen Berliner Turner-Verein. Gewinnt M. T. B. 
Friedenau dieses Spiel, so kommt die Mannschaft in das Endspiel 
um die Meisterschaft der Turner-Fußballspiele Groß - Berlins. 
M. T. V. Friedenau, durch etliche neue Spieler bedeutend an Spiel 
starke gcwoitncn, wird alles daran setzen, die beiden Punkte für 
sich zu gewinnen. Die Jugend-Mannschaft spielt am Vormittag 
10 llhr ebenfalls in Steglitz gegen „Jahn"-Neukölln. Das letzte 
Spiel gegen „Jahn" Neukölln, dem Jugcndmcistcr von Berlin, 
wurde von der Jngendmannschaft des M. T. V. Friedenau 
gewonnen, muß aber infolge Protestes wegen spiclunfühigen Boden 
iviederholt werden. Hoffentlich gelingt e-s diesmal unserer hervor 
ragenden Jugcndmannschaft, einen einwandfreien Sieg über „Jahn" 
Neukölln zu erringe». Tie Jugendmannschaft des M. T. B. darf 
durch einen Sieg über „Iahn" als ernster Bewerber um die 
Jugend-Meisterschaft der Turnvereine Groß-Berlin gelte». Auch 
unser jüngster Nachwuchs, die 1. Knabcnabteilung, wird sich zum 
erstenmal öffentlich in einem Fußball-Wettspiel gegen die 1. Knaben- 
abtcilung des M. T. B. „Jahn" Neukölln zeigen. Spielbeginn 
Sonntag Nachmittag 5 Uhr auf unserem Spielplatz am Maybachplatz. 
Ansknnfts- und Fürsorgestelle (Kciiscrallee 06), 
für Tuberkulöse: Acrztliche Sprechstunden für Männer jeden DicuStag 
von 12 — 1, für Frauen und Kinder jeden Mittwoch von 12—1 Uhr, 
fiir Alkoholkrankc: Aerztl.Sprechstunde jeden Freitag von 12—1 Uhr. 
— o Sitzung der Stadtverordneten am Montag, dem 28. April 
1918, Nachniittägs 6 Uhr. Tagesordnung: 1. Einführung des Stadt 
verordneten Wolff-Zitelmanu. 2. Ausgelegt werden die Berichte 
über die Revision der Sparkasse und deren Zweigstellen vom 
18. April 1913. 3. Beschlußfassung über die Vorlage des Magistrats 
betr. verschiedene Nachbewilliguugen. 13. Bericht des Rechnungs- 
ausschusses über die Rechnungen der Krankenhausvcrwaltung für 
1911. Allgemeine Verwaltung für 1911. Straßenreinigungs- und 
Marktverwaltung für 1911. 14. Wahlen. 15. Beschlußfassung über 
die Vorlage des Magistrats betr. Stiftung von gemeinnützigen 
Einrichtungen anläßlich des bevorstehenden 25jährigen Regicrungs- 
jubiläums Sr. Majestät des Kaisers. 16. Anfrage der Stndtv. 
Bäumler und Gen. betr. die Arbeiterfragen. 17. Beschlußfassung 
über die Vorlage des Magistrats betr. Bewilligung von einmaligen 
Kanalisationsgcbühren in Höhe von 2100 Ni. für den Neubau der 
Desinfektionsanstalt in der Maxstraßc. 18. DeSgl. von 3556 M. 
für den Neubau des Straßcnreinigungsdcpots. 19. Desgl. betr. 
die Verlegung der Rechtsauskunftsstelle in das alte Rathaus. 
20. Bericht des Ausschusses über die Vorlage des Magistrats betr. 
Bereitstellung von Mitteln für den Bau des neuen Rathauses — 
Drucks. 108 — und Entnahme von Mitteln zu demselben Zweck 
ans dem Kanalisations- und Pflasterfonds — Drucks. 109. 20. Be 
schlußfassung über die Vorlage des Aiagistrats betreffend die Neu 
einrichtung und Versetzung von Bedürfnisanstalten im Rechnungs 
jahre 1918. 
—o Für die Neueinrichtung und Versetzung von Be 
dürfnisanstalten im Rechnungsjahre 1913 werden vom Ma 
gistrat unter Genehinigung der aufgestellten Projekte fol 
gende Mittel von der Stadtvcrordnetcn-Versaiuinlung ge 
fordert: Bedürfnisanstalt für Männer und Frauen an der 
'gpxjLSük. 56 ö 70$fd.S&k. 
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7&znjßSPjasstaJ%unjCs ZfrLÖiigiricd^rCetaR- 
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0iH£/2Jhl3cdiak-u. 
itfüjbrik 
i^resden 
yrJx7(jugo'7£jej(z, 
7foftCe/bvcn£S.91Td 
Tufhifo.udco&äen, 
Trustfrei! 
Wctteraussichten. 
Sonntag: Zunächst aufklarend, etwas kühler, bei 
mäßigen südlichen Winden; nachher wieder zunehmende 
Erwärmung, Bewölkung und Gewitterneigung. 
Berantwortlichcr Schriftleiter: HermannMartinius, Friedenau. 
Hierzu eine Beilage.
        
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