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Periodical volume Nr. 267, 12.11.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Beilage zu Nr. 96 des „Friedenauer Lokal-Anzeiger". 
Donnerstag, den 24. April 1913. ^ 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originalartikel nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Die Versendung mehrerer Pakete mit einer 
Postpaketadresse ist für die Zeit vom 5. bis 10. Mai 
weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit 
dem Ausland — ausgenommen Argentinien — gestattet. 
Nach Argentinien können auch in dieser Zeit mehrere, jedoch 
höchstens 3 Pakete mit einer Postpaketadresse versandt werden. 
0 Die Kirchenaustrittsbeweqnng, die der Ausschuß 
„Konfessionslos" für ganz Deutschland organisiert hat. ist 
in der letzten Zeit ganz besonders lebhaft gewesen. Nach 
den Aufstellungen des Statistischen Tlmtes der Stadt Berlin 
betrug bei der Volkszählung von 1910 hie Zahl der er 
klärten Freigeister für Berlin und 85 Vororte insgesamt 
67 061 Personen. Im Jahre 1905 betrug die Anzahl der 
Konfessionslosen 12 000. Der gen. Ausschuß gibt an, daß 
seit dem Herbst 1912 nicht weniger als 10 000 Kirchen 
austritte in Berlin erfolgt sind und kommt auf Grund sehr 
vorsichtiger Schätzungen zn dem Ergebnis, daß man gegen 
wärtig mit einer Zahl von rund 100 000 Freigeistern 
rechnen müsse. 
0 ZwangSversteigerungsergebnisse. Maßmannstr. 5, 
der Frau Schlächtermeister Paula Rüprich. geb. Rutsch, in 
Berlin-Wilmersdorf, Sächsische Straße 10. gehörig. Fläche 
8,41 Ar. Nutzungswert 8700 M. Mit dem Gebot von 
10 000 M. bar und 130 000 M. Hypotheken-Uebernahme 
blieb der Kaufmann Otto Schöning in Berlin-Friedenau, 
Rheinstr. 5. Meistbietender. — Niedstr. 19, der Grundstücks 
verwertungsgesellschaft Büsingstraße m. b. H. in Berlin ge 
hörig. Fläche 12,55 Ar. Nutzungswert 13 000 M. Mit 
dem Gebot von 222 300 M. bar bieb der Bildhauer 
Alfred Schaffer in Berlin-Steglitz. Kielerstr. 51. Meistbietender. 
0 Prokuraerteilung. In das Handelsregister wurde 
eingetragen: Bei Nr. 1075. Westdeutsche Thomasphosphat- 
Werke Gesellschaft beschränkter Haftung: Die Prokura des 
Theodor Nenmann ist erloschen. Dem Kaufmann Adolf 
Syberg in Berlin-Friedenau ist derart Gesamtprokura er 
teilt, daß er zur Vertretung der Gesellschaft und Zeichnung 
der Firma nur in Gemeinschaft mit einem Geschäftsführer 
berechtigt ist. 
0 Aufgebot. Der Nechtsanwalt Karl Krüger in Berlin, 
Potsdamer Straße 21 a, als Pfleger über den Nachlaß des 
am 15. Oktober 1912, in Berlin-Friedenau, Ringstraße 10, 
seinem letzten Wohnsitz, verstorbenen Religionslehrer Dr. 
Julius Cohen, der Nechtsanwalt Dr. Oettinger in Berlin- 
Friedenau, Rheinstraße 6/7, als Pfleger über den Nachlaß 
des am 0. Februar 1913 in Berlin-Schöneberg im städtischen 
?luguste-Viktoria-Krankenhaus verstorbenen Assistenten am 
Kaiserlichen Statistischen Anit Paul Lucas, zuletzt wohnhaft 
in Berlin-Schöneberg, Gnmeivaldstr. 32. der Rechtsanwalt 
Dr. Küntzel in Berlin, Liitzowstr. 89/90, als Pfleger des 
Nachlasses des am 29. Oktober 1912 in Berlin-Friedenau, 
Offenbachstr. 30, seinem letzten Wohnsitz, verstorbenen 
Bankiers Otto Schütze, haben das Aufgebotsverfahren zum 
Zwecke der Ausschließung von Nachlaßgläubigern beantragt. 
Die Nachlaßgläubiger werden daher aufgefordert, ihre 
Forderungen gegen den Nachlaß der verstorbenen vorbe 
nannten Personen spätestens in dem auf den 16. Juni 
1913, Mittags 12 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine an 
zumelden. 
0 Ein Wohltätigkeitsfest des Vaterländischen 
Frauen-Vereins Friedenau fand an: 19. April im Gesell 
schaftshause des Westens in Schöneberg unter der Leitung 
der Vorsitzenden Frau Dr. Wally Ziemssen statt und nahm 
einen glänzenden Verlauf. Eröffnet wurde das Fest durch 
ein Mitglied des Vorstandes und Festkomitees Herrn 
von Bismarck mit Begrüßung und Dank an das zahlreich 
erschienene Publikum. Sodann sprach Frau Anna Feld- 
hanimer, Mitglied des Deutschen Theaters, überaus wirkungs 
voll den von Archivar O. Elster verfaßten Prolog, der in 
ein Hoch auf Ihre Majestät die Kaiserin, die hohe Protektorin 
des Vereins, ausklang. Es folgten Lieder und Arie von 
der Opernsängerin Fräulein Anni von Ledebur nnt schöner 
Stimme und sehr sympathischem Ausdmck vorgetragen 
und verständnisvoll begleitet von Frau Hauptmann 
Kohlhaucr. Rauschenden Beifall erntete Fräulein Elisabeth 
Bokemeyer mit ihren virtuosen Klaviervorträgen, in denen 
man ihre vollendete Technik und hohe geniale Auffassung 
bewundern konnte. Einen patriotischen Ton schlug Frau 
Anna Feldhammer in ihren hinreißenden unvergleichlichen 
Rezitationen „Die Düppelstürmer" von R. Herzog und 
„Das Feldpostpaket" an, die in der wehmutsvollen Klage 
ausklangen: „Vaterland, du forderst viel von deinen Frauen!" 
mit dem begeisterungsvollen Schluß „Lieb Vaterland magst 
ruhig sein!" War der erste Teil künstlerischen Darbietungen 
gewidmet, so traten im zweiten Teil solche voll Humor und 
Frohsinn in den Vordergrund. Ein Lustspiel „Heimlich 
verlobt", von Damen und Herren flott gespielt, erregte 
heiteren Beifall. Lebende Bilder, „Sommernachtstraum" 
und „Heimkehr", von Herrn Kunstmaler Zirges gestellt, 
erfreuten durch stimmungsvolle Wiedergabe. Fräulein Edith 
Bokemeyer entzückte alle durch ihre natürlichen frischen süd 
deutschen Dialektvorträge. Den Schluß bildete ein Geisha 
tanz mit Gesang, von jungen Damen der Gesellschaft mit 
allerliebster Grazie ausgeführt. Alles in allem ein schöner 
Abend. Der Tanz hielt die Gesellschaft dann noch bis in 
die Morgenstunden beisammen. Erwähnt muß noch werden, 
daß auch eine Lotterie stattfand, in der einige schöne Kunst- 
gegenstände zu gewinnen waren, von Friedenauer Künstlern 
gütigst gespendet. Es sind 2 Gewinne, Nr. 230 und Nr. 53, 
noch nicht erhoben worden. Möge das Fest die edlen Ziele 
des Vereins in wünschenswerter Weise gefördert haben. 
0 „Jugendvereittigung zu Friedenau". Die Jugend 
vereinigung zu Friedenau veranstaltete am letzten Sonntag 
ihren zweiten diesjährigen Ausflug. Er machte die jungen 
Wanderer mit Gegenden unserer Mark bekannt, die wohl zu 
den reizvollsten gerechnet werden können, da sie alles in 
abwcchselungsreicher Fülle bieten, was nur eine Landschaft 
verschönern kann, nämlich herrliche Seen und bergige 
Wälder. Es war das Gebiet zwischen Müggel» und 
Seddinsee. Wie weiteten sich die Lungen, als die Wanderer 
unter frisch-fröhlichem Gesang an den Ufern der Seen dahin 
schritten oder im rechten Düppelsturm die Müggel- und 
Gvsener Berge erklommen. Und wenn auch mancher 
Schweißtropfen von der Stirn perlte — dort oben vergaß 
man jede Anstrengung — denn von der Höhe herab sein 
Auge schweifen zu lassen weit hinaus ins schöne Branden 
burger Land, „war Lohn, der reilich lohnet". Und wie von 
selbst drängte sich das Lied auf die Lippen „Wie bist du 
doch so schön, 0 du weite, weite Welt!" Im Brandenburger 
Land — Brandenburger Söhne —, das zeigten sie, indem 
sie keine Anstrengung scheuten. Denn die 35—40 Kilometer 
Marsch genügten ihnen noch nicht, es mußten noch einige 
besondere Kriegsspiele veranstaltet werden. Alles in allem 
war es ein zwar anstrengender, aber genußreicher fröhlicher 
Tag, ein Tag rechten Lebensgenusses. 
0 Der Mandolinen- und Gitarreverein E. N. S. 
feierte am Sonnabend, dem 19. d. Mts. unter der Leitung 
seines Dirigenten Herrn F. Redlinger sein 3. Stiftungsfest, 
bestehend aus Konzert mit nachfolgendem Tanzkränzchen im 
Restaurant „Kaiser Wilhelm-Garten." Ter Verein hat sich 
eine Anzahl Freunde erworben, die auch diesmal vollzählig 
erschienen und den nmsikalischen Darbietungen mit Interesse 
folgten. Aus dein reichhaltigen Programm sind besonders 
hervorzuheben die Solovorträge für 2 Gitarren des Frl. 
Hankow und des Herrn Redlinger. Die beiden Solisten be- 
wiesen, daß sie ihre Instrumente vollständig beherrschen. 
Ferner ist lobend die Fantasie aus Rigoletto zu erwähnen, 
als Quartettvorlrag von Frl. Hankow, den Herren Schädlich, 
Göritz und Lehmann gespielt. Wenn auch einige Unsicher 
heiten sich beim Spiel bemerkbar machten, so war d^ch der 
Gesamteindruck ein guter. Nicht zu vergessen sind die Vor 
träge der 4 Kinder, Schüler des Herrn Redlinger, die starken 
Beifall ernteten. Die Mazurka „Der Wellen-Spiel" von 
Huber gefiel allgemein, während das Tempo des Marsches 
„Aus eigener Kraft" von Nägel ein zu schnelles war. Eine 
flott gespielte Polka „Odo Rbidere" von Becucci beschloß 
das Konzertprogramin, und das nachfolgende Tanzkränzchen 
hielt die Besucher bis in die frühen Morgenstunden zu 
sammen. LI. 
0 Der Friedenauer Parochialverein beschloß die 
Reihe seiner trefflichen Veranstaltungen für den Winter 
abschnitt 1912/13 mit einem überaus wohlgelungenen Vor 
tragsabend am vergangenen Freitag notgedrungen in dem 
seine Mitgliederzahl bei weitem nicht ausreichenden Saale 
des kirchlichen Gemeindehauses. Es herrschte eine be 
ängstigende Fülle, aber gleichwohl hielten die gediegenen 
Darbietungen wohl die meisten Besucher bis zum späten, 
Schluß in spannender Aufmerksamkeit zusammen. Die 
Violinistin Frl. Hilde Auerbach eröffnete den Reigen mit 
einer Romanze von Swendson und einer Gavotte von Gossec. 
Wir haben die temperamentvolle Geigerin schon wiederholt 
an dieser Stelle rühmen dürfen und können der jugend 
lichen Künstlerin auch diesmal wieder ein Kompliment 
machen ob der ausgezeichneten Wiedergabe dieser wie auch 
ihrer weiteren Vortragsstücke (Cavatine von Raff und 
Mazurka von Wieniawski) sowie für die auf wiederholten 
stürmischen Applaus gespendete Träumerei von'Schumann. 
Kantiline wie Technik waren teilweise glänzend, leider ließ 
das oft etwas hart klingende Instrument der Künstlerin 
nicht immer einen reinen Genuß zu. Ihre Partnerin Miß 
Ethel Peake, zweifellos eine der besten Altistinnen der 
Gegenwart, nennt ein wundervolles Organ von herrlichem, 
warmen Klang, in allen Färbungen, ihr eigen und ver 
bindet damit eine vorzügliche Vortragsform, die besonders 
in der Schumann'schen Widmung zur Geltung kain. Ich 
hörte dies Lied schon oft von Sangesmeistern, aber niemals 
mit soviel Wärme, mit so großer Innigkeit und Kraft im 
Sang und Vortrag. Ihre ausgezeichnete Stimmbildung, 
die stets ansprechende Modulationsfähigkeit ihres Organs 
und ihr großer Stimmenumfang zeigte die Künstlerin auch 
bei der Arie der Dalila von Saint Saons. Die auf end 
losen Beifall gespendete Zugabe lag der Sängerin nicht. 
Ich hätte anstatt des deutschen Volksliedes lieber einen 
Sang aus dem Liederschätze des Vaterlandes der Künstlerin 
gehört. Deutsche Volkslieder, Miß Peake, kann eine Aus 
länderin, selbst wenn sie die deutsche Sprache beherrscht, 
niemals in der vom deutschen Volke verlangten eigenen 
innigen Art wiedergeben. Dazu gehört ein Meister der 
deutschen Sprache und ein Kenner der deutschen Volksseele. 
Die Begleitung der Damen auf dem prächtigen, voll und 
weich klingenden Konzertflügel der Firma Grotrian Steinmey 
Nachfolger lag in den Händen von Fräulein Margot Jlins 
wohl aufgehoben, die mit feinem Stilgefühl und großem 
Kunstsinn die Vortragenden meisterhaft unterstützte. Auch 
von der Rezitatorin Frl. Dudy (Friedenau), kann ich nur 
Gutes sagen. Die Dame verstand es mit schönen Stimni- 
mitteln ausgezeichnet, Herz und Sinn ihre Zuhörer gefangen 
zu nehmen und mußte sich ebenfalls auf wiederholtem 
Hervorruf zu einer reizend vorgetragenen Zugabe „Der 
Teufel" entschließen. Einen vollen durchschlagenden Erfolg 
hatte wiederum Herr Waldemar Titzenthaler mit seinem 
Projektionsvortrag 31t verzeichnen, der uns von den grünen 
Ufern der Etsch und der Eisack bis zu den schneebekränzten, 
eisigen Höhen des Titschen führte und uns die Wunder der 
Alpenwelt in all ihrer Großartigkeit und Pracht, an der 
Hand von ganz hervorragenden, Kunst und Natursinn ver 
ratenden Lichtbildern eigener Aufnahmen, vorführte. Helle 
Begeisterung bei allen Zuhörern wurden ausgelöst durch die 
Schilderung deS Aufstiegs zum Gletscherschlvß der Branden 
burger Sektion in der Oetzthaler Eiswelt und die Ein- 
weihungsfeier dieser mühsamen, großartigen Schöpfung 
menschlicher Energie rmd Fähigkeit. Ein besonderer herz 
licher Dank dem feinsinnigen Kenner der Alpenwelt und 
ihrer Schöne, für seinen hochinteressanten und mit Humor 
gewürzten Vortrag auch an dieser Stelle. 
0 Evangelischer Arbeiterverein für Friedenau und 
Umgegend. Der Vorstand ist in seiner am Dienstag, dem 
22. d. M. stattgefundenen Sitzung dahin einig geworden, daß 
alle Mitglieder, soweit sie im 2. Wahlbezirk wohnen, am 
Montag, dem 28. April Herrn Bäckermeister Wermke 
zum Gemeindevertreter wählen möchten. 
Gerickllickes 
(:) Tie Haftpflicht der Straßenbahngesellschaft bei Absturz eines 
Fahrgastes vom Vorderperron durch Stoß beim Einfahren in eine 
Kurve wurde vom Reichsgericht ausgesprochen. Der Ehemann der 
Klägerin Friedrich Al. war am 24. Dezember 1909 von dem Vorder 
perron eines Straßenbahnwagens, auf dem er sich als Fahrgast 
befand, beim Einbiegen in eine Weiche hcruntergeschleudert worden. 
Hierbei hatte er sich erhebliche Verletzungen zugezogen, daß er am 
nächsten Tage starb. Klägerin beanspruchte eine Rente. Das 
Landgericht Hamburg verurteilte nach dem Klageantrag; Berusimg 
bei dem Oberlandepgericht Hamburg und Revision beim Reichs 
gericht waren ohne Erfolg. Aus den Gründen interessiert u. a.: 
Die Revision meint, es sei geradezu unmöglich, daß der Verun 
glückte rücklings aus dem Wagen gestürzt wäre, menn er sich mit 
dem Rücken gegen die Vorderwnnd des Wagcninnern gelehnt hätte. 
Diese Angriffe sind indes nicht berechtigt. Als nämlich der Wagen 
in der Kurve einen Styß erhielt, geriet M. ins Schwanken; ersuchte 
sich dadurch zu halte», daß er mit der rechten Hand nach der 
Mcssingstange griff, die nach dem Perrondach führt; da ihm dies 
aber nicht gelang, stürzte er rückwärts hinaus. Es ist hiernach 
klar, daß das Schwanken des M. und der Versuch, die Perron 
stange zu ergreifen, eine Wendung des Körpers mit sich brachten, 
die den Sturz rücklings ermöglichten. Ebenso wenig ist der An 
griff der Revision berechtigt. M. hätte darauf achten müssen, ob 
der Wagen in eine Kure einfahre und sobald er das bemerkt, sich 
festhalten mllffen. Es kann nicht zugegeben werden, daß der Fahr 
gast auf dem Vorderperron verpflichtet sei, beständig darauf zu 
achten, ob der Wagen in eine Kurve einfahre, und sein Verhalten 
danach einzurichten. Ter Fahrgast kann sich vielmehr darauf ver 
lassen, daß der Wagen auch in die Kurven ordnungsgemäß ein 
fährt. Daß der Vorderrichter zu geringe Anforderungen an die 
von dem Fahrgast anzuwendende Sorgfalt gestellt habe, ist hier 
nach nicht erkennbar; ein Verschulden liegt nicht vor. 
Bekanntmachung. 
Der Präsident des Königlichen Landgerichts 11 zu Berlin hat 
den Kaiserlichen Rechnungsrat Wilhelm Lange, hier, Goßlerstraße 29, 
als Schiedsmann für den Bezirk Nr. 13 „Berlin-Friedenau 1" auf eine 
dreijährige vom 28. März 1913 ab laufende Amtsperiode verpflichtet. 
Berlin-Friedenau, den 22. April 1913. % 
Der Gemeindevorsteher. 
Bekanntmachung. 
Tie nach den Urwählerlisten aufgestellten Abteilungslisten für 
die Wahl zuin Hause der Abgeordneten liegen am 
24., 25. und 26. April dieses Jahres, 
während der Tienststunden von 8 Uhr vormittags bis 6 Uhr nach 
mittags im Aieldebüro. Feurigstraße Nr. 8, Zimmer 2, aus. 
Innerhalb dreier Tage, vom Tage der Auslesung an gerechnet, 
können gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Listen bei der 
Unterzeichneten Behörde Einsprüche schriftlich angebracht oder zu 
Protokoll gegeben werden. 
Berlin-Friedenau, den 21. April 1913. 
Der Gemeindevorsteher. 
Bekanntmachung. 
Lieferanten, Unternehmer usw., die Forderungen an die hiesige 
Amts- und Gemeindeverwaltung haben, werden des bevorstehenden 
Jahresabschlusses wegen ersucht, noch ausstehende Rechnungen sofort 
emzllrcichcm ^ nb den Rechnungen beizufügen. 
Berlin-Friedenau, den 11. April 1918. 
Der Gemeindevorsteher. 
Bekanntmachung. 
Für den am 30. Oktober 1912 verstorbenen Gemeindeverordneten 
des II. Bezirks der III. Wählcrabteilung Gastwirt Schn ist auf 
dessen noch bis zum 31. März 1918 währeiide Wahlzeit eine Ersatz 
wahl erforderlich geworden. 
Zu dieser Wahl werden die in der Wählerliste des II. Bezirks 
der III. Wählerabteilung verzeichneten Wähler 
auf Montag, den 28. April 191» nachmittags von 12 bis 8 Uhr 
nach der Turnhalle der Mädchenschule in der Goßlerstraße hiermit 
berufen. 
Der II. Bezirk umfaßt fden südlich der Schmargendorfer- und 
Wiesbadcnerstratze belegenen Ortsteil. 
Der zu Wählende muß Angeseffener sein; er braucht nicht der 
betreffenden Wählerabteilung anzugehören. 
Den in der Wählerliste eingetragenen Stimmberechtigten werden 
Ausweiskarten zugestellt und es wird ersucht, dieselben dem Wahl- 
vorstande bei der Wahl vorzulegen. Die ohne diese Karten erschei 
nenden Wähler müffen sich auf andere Weise ausweisen, sich auch 
eine Zurückstellung hinter die mit Karten versehenen Wähler ge 
fallen lassen. 
Jeder Wähler muß dem Wahlvorstande mündlich zu Protokoll 
erklären, wem er seine Stimme geben will. 
Berlin-Friedenau, den 9. April 1913. 
Der Gemeindevorsteher. 
SchrellmlWnm-Arbeiten. 
auch n. Diktat, sofort, sauber, billig. 
Friedenau, Menzelstr. 8, I. 
Mziererarbeile» 
werden sauber u. billigst ausge 
führt. Schütt, Pefchkestr. 10. 
Bekanntmachung. 
Die diesjährige unentgeltliche Impfung der in den Jahren 1912 
und 1901 geborenen Kinder, sowie derjenigen Kinder, welche aus 
irgend einem Grunde noch nicht der Impfung unterzogen worden 
sind, oder bei denen die in den Vorjahren erfolgte Impfung ohne 
Erfolg geblieben ist, findet 
für Erstimpflinge 
am 28. und 29 April dieses Jahres von 11 bis 12 3 /* Uhr, 
für Wiedcrimpflinge und zwar 
a) für Mädchen am 30. April dö. Js. von 11'/« bis 12'/, Uhr, 
d) für Knaben am 2. Mai dieses Js. von 11 bis 12 Uhr 
in der Turnhalle der Gemeinde-Mädchenschule, Goßlerstraße 14 statt. 
Die an den vorgenannten Tagen geimpften Kinder sind und zwar 
Erstimpflinge 
am 5. und 6. Mai dieses Jahres von 11'/, bis 12 Uhr, 
Wiederimpflinge 
a) Mädchen am 7. Mai dieses Jahres von 11'/, bis 12 Uhr, 
b) Knaben am 9. Mai dieses Jahres von 11 bis 11'/, Uhr 
in demselben Jmpflokal dem Jmpfarzt wieder vorzustellen; der er 
teilte Impfschein ist dort in Empfang zu nehmen. 
Unterbleibt die Impfung bis zum Ablauf dieses Jahres ohne 
gesetzlichen Grund, so tritt nach 8 14 des Reichsimpfgesetzes eine 
Geldstrafe bis zu 50 M., im Unvermögensfalle eine entsprechende 
Haftstrafe ein. 
Berlin-Friedenau, den 12. April 1913. 
Der Gemeindevorsteher. 
Balkonlatten jed. Breite, Blumen-1 wlinder flechtet sauber Rohrstühle 
kästen empf. Stramm, Eschenstr. 8. 1 <0 Kleemann, Odenwaldftr. 2.
        
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