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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

fein schon etwas gelichtetes Haupt.geladen zu haben. Und so wurde 
der Aermste denn von der gestrengen Dome wegen „Beleidigung" 
verklagt, obwohl er sofort erklärt hatte, ihm hätte wirklieh nichlS 
ferner gelegen, als die Tome zu beleidigen. 
Er tvnrde freigesprochen und es wurde ihm zugestanden, das; 
man solche allgemein bekannte scherzhafte Aeußerung wohl ge 
braue!, en könne, ohne einen Mensehen deshalb gleich zu beleidigen. 
Also: Ich darf von heute ab zudcn jungen Tanten, die in 
meinen Gesichtskreis treten, das vertrauliche und schmeichelnde 
„Boulette" gebrauchen. Und die Damen täten vielleicht besser daran 
die schwere Kunst zu lernen, wie man Bouletten bereitet, als sich 
durch das harmlose Wort beleidigt zu fühlen. Heinr. Binder. 
ZtiTcbriftcn 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Wie ich erfahre, ist vom Grundbesitzer-Verein der General- 
nnser komnninalpolitisches Wesen so gtti wie garnicht gekümmert 
hat. Lein Mandat als Landtagsabgeord neter, w'.e auch seine 
Tätigkeit als Generalsekretär zwingen ihn oit zu Reisen, sodas; er 
fair selten in Friedenau anwesend ick. Herr Wernite aber kennt 
Friedenau seit etwa 20 Fahren, und seine Tätigtest ui Vereinen 
hat ihn innig mit dem koinmunalen Leben vertraut gemacht. Ich 
hoffe daher, 'das; die Wähler 3. dlbteilung die rechte Entscheidung 
treffen und Herrn W ermte ihre Stimme geben. 
Ein Vertreter des Mittelstandes. 
Ruhestörender Lärm. 
Seit einigen Wochen werden an den Markttagen zwischen 5 
bis 6 Uhr Morgens die großen Fischbehälter durch die Lauterstraße 
unter großem Getöse gerollt. ■ Dieser Transport ließe stich wohl aus 
andere'Weise, ohne daß dadurch die Nachtruhe der Bewohner nuferes 
schönen Vorortes gestört wird, bewerkstelligen. Aiifsallend ist, daß 
diesen Lärm die Polizei nicht bemerkt und nicht dagegen einschreitet! 
ff. 
plretär des Verbandes der Groß-Industriellen Herr Dr. Wendlandt 
als Kandidat für die bevorstehende Ersatzwahl zur Eemcindever- 
tretnng aufgestellt worden. Dagegen höre ich, daß aus mittel- 
ständischen Kreisen für die Wahl des Herrn Bäckermeisters Wermie 
agitiert wird. Die bürgerlichen Wähler der 3. Abteilung werden 
also vor die Frage gestellt, ob sie einen Vertreter der Eroß-Indu«- 
strieklen oder einen Vertreter des Mittelstandes in das Lrrs- 
parkament schicken rvolten. Ich bin der Meinung, daß für, Wähler 
der dritten Abteilung die Lösung dieser Frage nicht schwer sein 
wird. Cie können unmöglich einem Kandidaten ihre Stimme geben, 
der die Kohlen- und Eisenbaröne vertritt. Was hat Herr Wend 
landt bisher für Friedenau getan? Man hat darüber noch nichts 
e ört. Herr Wermke ist dagegen bereits ehrenamtlich in unserer 
meindeverwaltung tätig gewesen; er hat sich rege in der Jugend 
pflege betätigt und ist in den Kreisen des Mittelstandes in 'Frie 
denau ein angesehener, geachteter und beliebter Bürger. Wir können 
erwarten, daß er auch rege für den Mittelstand im Gemeinde- 
parlanient wirken wird, wahrend Herr Wendlandt sich bisher um 
Es kommen Bouillon-Würfel in den Handel, deren Verpackung der 
jenigen von MAQQi* Bouillon-Würfdn täuschend nachgeahmt ist. — 
Wer fiiches* s&in will, dio UBiabertpcffenen Bouillon« 
WISrfeB zu erhalteUf w©8*Sar8ffje dieß© und acht® 
auf den Namen PsüÄOCal sowie dis» SchulzEnarke ^ KrauiatBfn. 
havöel- u, Qewerbevercln zu friedesan. 
inlQtuno zur MenMiMlBiio 
am Dienstag, den 22. April 1913, abends 9 Uhr im oberen Saale 
das Restaurants „Hohenzvllern", Handjerystr. 04. 
l Tagesordnung: 
1. Verlesen des Protokolls der letzten Sitzung. 
2. Mitteilungen des Vorstandes, 
ülnmeldung und Aufnahme neuer Mitglieder. 
4. Jahresbericht über das verflossene Geschäftsjahr. 
5. Kassenl«richt und Entlastung des Kassierers. 
0. Neuwahl des Vorstandes. 
7. Anfsteluing eines Kandidaten für den verstorbene» Gemeinde- 
vertreter Herrn Schn. 
8. Vortrag des Bankvor stehers Herrn Am mell über: „Einrichtung 
einer Reichöbanknebe »stelle in Friedenau." 
9. Interesienstagen. 
10. Verschiedenes nnd Fragekasten. 
In Anbetracht der wichtige» Tagesordnung ist die Anwesenheit 
sämtlicher Mitglieder dringend erforderlich. Gäste willkommen. 
Der Vorstand. 
Leo Schultz. Wilh. Ebers. Hans Lorenz. Hans Borger. 
Gustav Graßnmnn. S. Bnchheimer. 
Zur gviÄNigon Bdächfung! 
Teile mit, dass ich das Friseurgeschätt von Berf- 
hofcl Schulz, Rhcinstr. 66 am Lautcrplatz übernommen 
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