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Periodical volume Nr. 152, 01.07.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

wärmerer Witterung werden die Vorführungen im Garten 
hinter dem großen Saal stattfinden. Die hierzu erforder 
lichen Einrichtungen sind. bereits getroffen worden. Man 
sieht auch hieraus das Bestreben der Direktion, sich den 
Beifall und die Anerkennung des Publikums zu erwerben 
und den Hohenzollern-Lichtfpielen den guten Ruf, als das 
vornehmste und größte Lichtspieltheater Friedenaus zu gelten, 
zu erhalten. 
o Der Postkarten-Unfug mit dein englischen Gebet, 
das 0 nml an & Tagen abgeschrieben und auf Postkarten 
verschickt werden muß, blüht noch immer in miserem Ort. 
Ein Witzbold hat ihn aufgebracht und Tausend Dumme 
machen ihn nach. Besonders unsere Damen glauben viel 
fach fest cm den Schwindel und versäumen es nicht, die 
gegebenen Vorschriften streng inne zu halten. Doch hie für 
den 0. Tag versprochene große Freude bleibt ausl Die 
einzige Freude hat imsere Post, die durch den Humbug ein 
gutes Geschäft macht. 
o Das erste Opfer des Hutnadelverbotes ist ein — 
Mann geworden. Ein Händler war nämlich, auf den Ge 
danken gekommen, Sicherungen für Hutnadel» in der Stadt- 
und Ringbahn feilzubieten. Er hatte damit auch gllten 
Erfolg ; aber Beamte der Eisenbahn bemerkten den unerlaubten 
Handel und stellten den Mann fest wegen Verstoßes gegen 
die Eisenbahnvorschristen. Er hat nun seine Bestrafung zu 
erwarten, die hoffentlich im Interesse der den Damen er 
wiesenen Dienste recht gelinde ausfällt. 
o Seit 21) Jahren verschollen ist heute die damals 
10 Jahre alte Tochter der Schlächtermeister Weber'schen 
Eheleute in Schöneberg, die zu jener Zeit eine stattliche 
Fleischerei in der Potsdamer Straße 70 besaßen. Bielen 
Lesern von Zeitungen wird es noch erinnerlich sein, daß da 
mals Mitte April 1893, die 10 jährige Hedwig Weber 
spurlos verschwand. Das Kind wollte eine Freundin zum 
Spielen abholen und ward nicht mehr gesehen. Die öffent 
liche Aufmerksmnkeit wurde lange von dieser Angelegenheit 
in Anspruch genommen; die Polizei tat ihr möglichstes, 
aber nicht das kleinste Ergebnis wurde durch die Ermitt 
lungen erzielt.' Jetzt nach 20 Jahren veröffentlicht das 
amtliche Fahndungsblatt, das den Polizeibehörden des Jn- 
und Auslandes zugeht, nochmals das eingehende Signale 
ment des Kindes. Rührend wirkt es, wenn es in der Be 
schreibung heißt: „Die kleinen Zäpfchen waren mit blau 
seidenem Band umwunden, hohe Sttrn, große, schwarze 
Augen, volles, frisches Gesicht." . . . Die Eltern haben 
einen schweren Schicksalsschlag durch die Ungewißheit über 
das Loos ihres geliebten Kindes erlitten. Weinend er 
zählte Frau Weber Bekannten, daß sie sich in den ersten 
Jahren gar nicht habe beruhigen können. Erst ganz all 
mählich seien sie wieder zum Frieden gelangt. Jetzt, wo 
der 20 jährige Gedenktag des schrecklichen Erlebnisses heran- 
uaht, habe sie es nicht zu Haus gelitten. Sie sei auf die 
Polizei geeilt und habe dringend gebeten, man möge die 
Akten nicht vernichten, da sich vielleicht doch noch eine Spur 
ihres Kindes finde. Es sei denn auch ein nochmaliges Auf 
gebot an alle Polizeibehörden ergangen. Sic wisse wohl, 
daß sie kaum noch hoffen dürfe; lebe das Kind noch, sp 
fei es jetzt 30 Jahre alt und wahrscheinlich verheiratet. 
Dann müsse es doch selbst nach seinen Eltern forschen. Es 
sei also wohl keine Aussicht inehr vorhanden, daß sie jemals 
etwas von ihrer Tochter hört. Wer die.Erinnerung lasse 
sich nicht, auslöschen und deshalb forsche sie immer und 
immer wieder. * 
o Vermißt wird seit dem 7. d. Mts., Abends 10 Uhr, 
das zuletzt im Hause Steglitzer Sttaße 15» in Südende in 
Stellung gewesene 16jährige Dienstmädchen Olga Räser. 
~ Schoneberg 
— o Das alte Rathaus 'dtrt Kaiser-Wilhelm-Platz, das 
in den Jahren 1886—1888 errichtet wurde, ist jetzt von 
allen Büros der städtischen Verwalttmg verlassen worden, 
da diese bereits in dem neuen Schöneberger Rathaus am 
Rudolph-Wildc-Platz untergebracht worden sind. In dem 
alten Haufe sind nur die Stadthauptkasse und die Sparkasse 
geblieben. Auch der Sitzungssaal der Stadtverordneten be 
findet sich noch hier, da der Saal im neuen Hause noch 
nicht fertig ist. Das Gebäude des alten Rathauses soll in 
seinen von der Stadt nicht mehr benutzten Räumen zu 
anderen Zwecken vermietet werden. 
zu Potsdam die Genehmigung zur Ausgabe von Hypotekar - An 
leihen erteilt, erschweren die Erreichung des beabsichtigten Zweckes 
in so erheblichen Maße, daß die ganze Sache für Biele — und 
gerade für die am meisten gefährdeten Besister — nur sehr 
problematischen Wert hat. Das Verlangen, alle Hypotheken müssen 
Amortisations-Anleihen und unkündbar sein, ist in vielen Fällen 
ganz. undurchführbar. Einesteils sind die Besitzer garnicht so 
sinaiiziell gestellt, um abzahlen zu können und andererseits be 
danken sich die Geldgeber dafür, ihr Kapital „läpperweise" zurück 
zunehmen oder dasselbe unkündbar zu begeben. Diese Bedingungen 
sind Erschwerungen, keine Erleichterungen bei Hypotheken-Be- 
schaffungen, ganz abgesehen von dem lewiaen.Tarwcsen, das die 
Beleihungsgrenze zumeist so niedrig stellt, daß" die bewilligte 
Summe bei weitem nicht ausreicht, das dringende Bedürfnis 
zu decken. Ich kenne viele Eigentümer, die gerade so schlecht und 
gerecht ihr Leben machen können — besonders alte Leute, die nichts 
mehr verdienen können —, aber abzahlen oder sonst große Opfer 
zu bringen, sind sie nicht imstande und gerade solchen gefährdeten 
Existenzen sollte doch in erster Linie geholfen werben, der wohl 
habende Besitzer hilft sich schon eher über die gegenwärtige Misere 
hinweg. Tie erwähnten Beschränkungen vereiteln die Erreichung 
des gesteckten, durch die Verhältnisse als dringend notwendig ge 
wordenen Zieles. Die aufgestellten Bedingungen ermöglichen cs 
nur wenigen Interessenten, von der beabsichtigten Wohltat zu 
profitieren und wenn erst noch unzählige Existenzen vernichtet oder 
die Geldverhältnisse andere geworden sind, dann haben die ganzen 
jetzigen Bemühungen gar keinen Wert mehr. F. 
Vermischtes 
•o Friedrich Hofmann. Vor hundert Jahren, am 18. April 
1813/ wurde der Schriftsteller Friedrich Hofmann in Koburg ge 
boren. Er studierte in Jena und siedelte 1841 nach Hildburghausen 
über, wo er 14 Jahre an der Redaktion von „Mayers Kon 
versationslexikon" beteiligt war und später dessen Universum fort 
setzte. Seit 1858 redigierte er in Leipzig „Paynes Panorama des 
Wissens", 1864 — 1866 Stalles „Illustrierten Dorfbarbicr". Seit 
1878 war er Mitredakteur, seit 1883 verantwortlicher Redakteur 
der „Gartenlaube", zu deren ständigen Mitarbeitern er seit 1861 
gehörte. Er starb 1888 zu Ilmenau, wo ihm 1892 ein Denkmal 
errichtet wurde. Er schrieb u. a. die Operntexte zu „Rattenfänger 
von Hameln" und „Der wilde Jäger", komponiert von V. E. Neßler. 
'o Der tapfere Fremdenlegionär. Das „Echo de Paris" rühmt 
in einem längeren Artikel die von der Fremdenlegion in dem 
Kampf bei Makhila vollbrachten Heldentaten. Namentlich hebt das 
Blatt die Tapferkeit eines Legionärs namens Panther hervor. 
Dieser sah seinen Hauptmann von einer feindlichen Kugel tödlich 
getroffen fallen. Gleich darauf wurde auch sein Leutnant Grodjcan 
durch eine Kugel schwer verwundet. Mehrere Marokkaner stürzten 
sich auf den Leutnant, um ihm den Todesstoß zu versetzen. Doch 
ging Panther trotz der feindlichen llebermacht mit zwei anderen 
Kameraden gegen die Marokkaner vor, und cs gelang ihm schließ 
lich, obwohl er selbst schwer verwundet worden ivar, seinen LeuMant 
den Marokkanerrr zu entreißen. — Das „Echo de Paris" vergißt 
dieser Erzählung hinzuzufügen, daß der Fremdenlcgionär mit 
seinem vollen Namen August Wilhelm Panther heißt und aus 
Osnabrück stammt. 
*o Jugendschutz in Belgien. Das neue belgische Jugendschutz 
gesetz geht mit dem Ausschluß der Strafe gegen Jugendliche und 
ihrem Ersatz durch Fürsorgemaßnahmen an weitesten von allen 
Jugendschutzgesetzcn. Für Minderjährige bis zum 16. Lebensjahre 
ist ohne Rücksicht auf die Straftat ausschließlich der Jugendrichter 
zuständig. Die straffälligen Jugendlichen werden ohne staatliche 
Kriminalstrafe allein durch Schutz-, Erziehungs- und Sicherungs 
maßregeln zu bessern gesucht. Diese können bestehen im Verweis, 
in Zuweisung an die Angehörigen, in Ueberweisung an Schutz 
vereine, Erziehungsanstalten und Korrektionsanstalten. Die Inter 
nierung in solche Anstalten kann bis zur Volljährigkeit dauern, in 
schweren Deliktfällen sogar bis zum 26., ja bis zum 33. Lebens 
jahre. An jedem Gericht erster Instanz ist ein Jugendrichter be 
stellt, dem -ein- Jugendstaatsanwalt- rnid-ein -eigener Untersüchungs- 
richter zur Seite stehen. Nicht ohne Jntereffe ist auch, daß dem 
belgischen Jugendrichter, entsprechend seiner Bedeutung im ge 
samten Jugenofürsorgeverfahren, eine erhebliche Funktionszulage 
zugewiesen ist. Auch die Schutzaufsicht, d. h. die freiwillige Mit 
arbeit von Privatpersonen und chnritativen Vereinen in der Jugend 
fürsorgesache, ist durch besondere Gesetzcsartikel genau geregeÜ. 
Friedenauer Adreßbuch 
1913 - M°°-. 1913 
Verlag Rheinstraße 13. 
Teck Lehranstalt Berlin-Steglitz. 
Inh.: Ingenieur Paul Döbling, Direktor. 
d«n gewerblichen Handelsverkehr mit Rahruugs- und Gc- 
nußmitteln erteilte der Vorsitzende dem Kollegen Lange das 
Wort. Anhand der Polizeioerordmmg von Berlin besprach 
der Redner diese in eingehender Weise und empfahl den 
Kollegen, in ihren Geschäften auf Ordnung und Sauberkeit 
zu sehen, was ja nach seiner Erfahrung jeder Geschäfts 
mann in seinem eigenen Interesse tut. wovon der Verein 
Kenntnis nahm. Es wird wieder geplant, eine Warenaus 
stellung wie im Vorjahre so auch in diesem Jahre za ver 
anstalten. Ferner empfahl Kollege Habermann die Aus 
stellung der Delikatessenbranche, welche im Zoo im Monat 
Juni stattfindet, zu besuchen. Betreffs Gemeindever 
treterwahlen wird eine abwartende Stellung einge 
nommen. Es wurde der Wunsch zuni Ausdruck gebracht, 
den Vorsitzenden, Kollegen Habermann, als Kandidaten 
dem Wahlausschuß vorzuschlagen; sodann wird auf Anttag 
Zipper und.Mumme beschlossen, einen Familienausflug zu 
veranstalten. Schluß der Sitzung 12 Uhr.. 
. - o , Jugendvereim'gullg Friedenau. Die Jugendver 
einigung unternimmt am Sonntag, dein 20. April einen 
Ausflug nach den Gosener Bergen. Abfahtt pünktlich 
7 1 /« Uhr vom Bahnhof Wilmersdorf-Friedenau (Ringbahn 
host. Die Fußwanderung beginnt in Grünau. Berührt 
werden voraussichtlich der Müggelsee, Rahnsdorf und 
Dämeritzsee, Gosen, Schmöckwitz und Eichwalde. Angehörige 
und Freunde der jungen Leute als Teilnehmer willkommen. 
o Männer-Tuniverein. Die Altersabteilung unter 
nimmt am Sonntag, dem 20. April eine Turnfahrt. Ab 
fahrt 8.06. Uhr vom Ringbahnhof, über Bahnhof Jangfern- 
heide nach Finkenkrug, von hier Marsch durch den Bredower 
Forst, .Brieselang und Nauener Stadtforst nach Ranen, 
von hier- Rückfahrt. 
o Jur Beamten-Wohnuttgsverein herrschen zurzeit 
Unstimmigkeiten, die zu allen möglichen Gerüchten Veran 
lassung gaben und u. a. die Auszahlung der satzuugsgemäß 
am 1. April abzuhebeirden Dividenden verzögern. Im fJüro 
wurde zunächst erklärt» daß die Auszahlung erst vom 12. April 
ab erfolgen könne, mid jetzt werden die vorsprechenden 
Genossenschafter durch ein Plakat darauf aufmerksam gemacht, 
daß die Dividendenzahlung erst vom 20. Juni ab statt 
finden könne. Es soll eine in den nächsten 14 Tagen statt 
findende außerordentlicheGeneralversammlung die anscheinend 
etwas verworrene Geschäftslage klären. In den Kreisen der 
Mitglieder ist man der Ansicht, daß der Verwaltungsapparat 
viel zu großzügig gehandhabt werde, wenngleich man sich 
nicht verhehlt, daß die Verwaltung von siebzehn HauS- 
grnppen in Groß-Berlin Arbeitskräfte erfordert. An dem 
Unternehmen ist der Staat mit rnehreren Millionen zins- 
stei gegebener Darlehen beteiligt, auch die Pensions-Zuschuß- 
kaffe der Berliner Schutzmannschaft hat dem Verein Uber 
2. Millionen Mark gellehen. 
o Das Biofonthealer in der Rheinstraße 14, welches 
sich als inttmes Theater des Besuches einer großen Zahl 
ständiger Stammgäste ersteut, bringt von heute ab wieder 
ein Neues unterhaltsames Programm zur Vorführung. Der 
Tod in Sevilla bringt Vorgänge zur Darstellung, die in 
Spanien großes Aussehen erregt haben. Asta Nielsen spielt 
die Haupttolle darin. Sehr hübsch ist auch das zweite 
Drama in 3 Akten: Die Spur im Schnee. Eine inter- 
össante Riesengebirgsgeschichte ist.es, die aber glücklich endet. 
Me Hosenträger betitelt sich eine ulkige Geschichte aus dem 
Leben eines jungen Ehemannes, in dessen Wohnung und 
Gatten Kinoschauspieler Aufnahmen machen. Auch „Wenn 
man. nachsteigt" ist sehr ulkig. Recht abwechslungsreich ist 
— wie immer — die Wochenrevue von Gaumont. Man 
sieht, es ist ein äußerst reichhaltiges Programm, welches 
das Biofonthealer seinen Besuchern bietet. 
o Harry Waiden als Vortragenden bringt die vier 
zehnte Veranstaltung in der Reihe der Dichter- und Vor 
tragsabende in Berlin-Lichterfelde am kommenden Sonntag. 
20. April, mittags 12 Uhr in den Lichterfelder Festsälen, 
Zehlendorferstraße 5 (gegenüber der Haupt-Kadetten-Anstalt). 
Dieser bedeutende Bühnenkünstler, der zurzeit so begeistert 
gefeiert wird, hat für diese interessante Veranstaltung ein 
besonders abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, 
das in feinem ersten Teile ernste klassische und moderne 
Dichtungen und dann weiter köstlichen Humor aus den 
Werken lebender Dichter bttngt. An der Tageskasse, die 
Um 11 Uhr geöffnet wird, stehen nnmetttte Eintttttskarten 
zu 2 M. und 1 M. zur Verfügung. 
o Die [Hoheuzollern-Lichtspiele, Handjerystr. 64, sind 
mehr und mehr bemüht, dem Publikum das neueste und 
beste der Kiuokunst zu bieten. Es fft der Direktion jetzt 
gelungen, dir nordischen Kuustfilms zn erwerben. Als erster 
dieser Films kommt von heute ab ein Drama aus den ersten 
Gesellschaftskreisen „Der Presse-Pirat" zur Vorführung. Das 
Drama erregt Sensation. Ein anderer Hauptschlager ist 
das moderne, ergreifende Drama „Der Goldregen", ein 
herrlicher italienischer Fllm. In nächster Zeit werden tech 
nische Veränderungen vorgenommen werden, um ein noch 
schöneres und klareres Bild zu erzielen. Mit Einttitt 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Zur Hypothekenfrage. 
Es hat etwas lauge gedauert, ehe die Regierunaskreise den 
Klagen über die Hypothekennot und die dadurch in Erscheinung 
getretepen exorbitanten Bewucherungen der Haus- und Grund 
besitze? ein Ohr geliehen und den Gemeinden die Genehmigung zu 
etteilen sich bereit erklärten, diesem Krebsschaden ein wirksames 
Mittel in der Bereitstellung kommunaler Gelder entgegenwirken zn 
dürfen. Die Bedingungen, unter denen der Regierungspräsident 
Elektrotechnik, Meschinen-, Hoch-, Tiefbau. Gas-, Wasser, 
Heitnng, Lüftung. Elektromonteurkursus, Tages-, Abend 
unterricht. Vermessungstechnik. Programm frei. 
Wetteraussichten. 
Sonnabend: Ziemlich milde, zeitweise heiter, aber 
veränderlich mit ettvas Regen und mäßigen südwestlichen 
Winden. 
Berantwottlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau. 
Bekanntmachung. 
Die Gewerbestruerrolle für das Jahr 1913 liegt in unserem 
Steuerbüro, Fcurigstratz« 8, 3 Treppen, Zimmer 59-60, vom 19. bis 
26..April 1913 zur Einsichtnahme öffentlich aus. 
Die Einsichtnahme ist nur den Steuerpflichtigen der Gemeinde 
Berliu-Friedenau gestattet. 
Berlin-Friedenau, den 17. April 1913. 
Der Gemeindevorstand. 
GUm liest aus ihrer Hand 
Ayl Handlesekünstlerin 
siifciiffnf Zierholz. Stierste. 19, 
vMlM Gth. Pt Sprechstd. 2-9. 
SaltmlM Äi 
Stubrnrauchltr. 28-29, Gth. 1. Et., 
Lichtenstein. 
Tchreibmaschineu-Arbeiteu, 
Stenogramm - Ausnahmen, 9—I, 
S—6, Steglitz-Friedenau, [8416 
Feuerbachstr. 18. 
OnnhtfH» ernps. ^ in ü anß. 
»löölHlH dem Hause f, cleg. n. 
eins. Kleidir Hägerbatth bei 
Klempt, Ringstr. 28 v. I links. 
HltH 
-teglitz. Peschkestr. 9 Gch. I lks. 
WidMlÄMWIk! 
Abschriften, Diktate, Vervielfältig. 
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Maaß, Knausstr. 2, 1. Aufg. I. 
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3491] Betcke, Begasstr. 7. 
Junge Auswärterin Vorm. 8 
bis 10 Uhr gesucht. Sonntags frei. 
3494] Jordan, Vachestr. 1, I. 
Saubere Aufwartung Vormitt, 
von- 8—11 Uhr sofort gesucht 
3495] Albestr. 1, 3 Tr. rechts. 
Anfwürterim jüngere, von 8-11 
Vormittags gesucht. [3501 
Alexander, Handjerystr. 81.
        
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