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Periodical volume Nr. 200, 26.08.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

einem Polizisten angehalten. Der rechtmäßige Eigen 
tümer wurde benachrichtigt und konnte sein Fuhrwerk 
wieder in Empfang nehmen. 
o Selbstmordversuch am Schlachtensee. Der 
Polier Erich Winter au» der Jnsterburger Straß« 14 aus 
Berlin jagte sich gestern am Schlachtensee eine Kugel in 
den Kopf. Man führte den Lebensmüden dem Lichter- 
selber Kreiskrankenhaus zu, wo sich sein Zustand in 
zwischen gebessert hat, sodaß Lebensgefahr nicht mehr be- 
stehen dürfte. 
o Vor den Augen der Mutter totgefahren. In 
der Schloßstraße, nahe der Mommsenstraße riß sich das 
3 jährige Söhnchen einer Familie Altstadt von der Hand 
der Mutter, die mit ihm am Rande des Dammes stand, 
loS und lief auf den Damm. Der Kleine geriet unter 
einen Brotwagen, der zwar im Schritt fuhr, aber dennoch 
mit den schweren Rädern dem Kinde einen Bruch des 
Rückgrats zufügte. Noch bevor das schwerverletzte Kind 
auf der SanttätSwache eintraf, war zum Entsetzen der 
Mutter und aller Paffanten der Tod eingetreten. Nach 
Ansicht aller Augenzeugen trifft den Kutscher dkS Brot- 
wagenS keine Schuld. TS handelt sich um eine kindliche 
Unachtsamkeit, die leider einen so beklagenswerten AuS- 
gang fand. 
o Polizeibericht. Als gefunden sind hier angemeldet 
worden: 1 Handtasche, 1 Taschenmeffer. Die rechtmäßigen 
Eigentümer werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen drei 
Monaten im hiesigen Amtsbüro, Handjerystraße 91/93, 
Zimmer 22, geltend zu machen, da sonst anderweit Über 
die Fundgegenstände verfügt werden wird. 
Verems-Hackricklen 
Evangelischer Arbeilerverein für Friedenau und Umgegend, 
(verspätet eingegangen.) Heute, Dienstag, den 8. d. M., Abends 
8'/, Uhr Mitgliederversammlung im .Kaiser - Wilhelm. Garten", 
Rheinstraße 651. 
Morgen Mittwoch tagen: 
Theaiclvcrci» „rerzeS" 1873. Sitzungen jeden Mittwoch 9'/, Uhr 
wr Vcreinslokal Paul Sponholz, Steglitz, Körnerstr. 48c. Gäste als 
Mitglieder willkommen. 
Sport. 
Männer-Turnverein Friedenau—Charlottenburger Turnerbund 1:1. 
Unter der vorzüglichen Leitung von Gchelenz (Berliner Turner-Verein) 
fand am Sonntag in Steglitz das Retourspiel der Fußball-Maun- 
schäften obiger vereine statt. Wie schon auS dem Ergebnis hervor- 
gehl, ist zu ersehen, daß beide Mannschaften ziemlich gleichwertig 
waren. Ungefähr 300 Zuschauer umsäumten das Spielfeld, um das 
Treffen beider Favoriten in der ersten Klaffe der Turner-Rundcuspiele 
von Groß-Berlin anzusehen. Beide Mannschaften zeigen bis Halbzeit 
ein ausgeglichenes Spiel. Die Stürmerreihen bedrängen zwar das 
feindliche Tor, aber vergeblich. Die Hintermannschaften beider Vereine 
vereiteln alle Angriffe. Halbzeit 0:0. Gleich nach der Pause ein 
ganz anderes Spiel. Turnerburd, vom Wind begünstigt, ist eine 
zeitlang im Angriff, welcher auch bereits in der fünften Minute zu 
einem Erfolg führr. Die Stürmer des M. T.-V., tadurch nicht ent- 
muiigt, bedrängen das feindliche Tor und kännen durch vorzügliches 
Zusammcnspiel der Innenstürmer die gegnerische Verteidigung durch 
brechen und durch einen unhaltbaren Schuß deS Halbrechten aus- 
gleichen. Dem Publikum mit lautem Beifall begrüßt. Schärfer und 
schärfer wird der Kampf, um dem Bereln durch ein weiteres Tor die 
Führung zu geben. Noch einige gefährliche Situationen vor beiden 
Toren, die aber beim Turnerbund durch die Verteivigung, bei 
Friedenau von dem hervorragenden Torwächter zu nichte werden. 
Kurze Zeit darauf ertönt der Schlußpfiff. Nach dem üblichen Turner, 
groß verlaffen beide Mannschaften das Spielfeld, um nachdem in echt 
turuerischer Fröhlichkeit einige Stunden zusammen zu sein. — Nächsten 
Sonntag, den 10. April, Nachm 3 Uhr, spielt die Fußball-Mannschaft 
gegen Allgemeine Turnerschaft, Charlottcnburg; ebenfalls wieder in 
Sieglitz. Bk. Kr. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen ivir keine Verantwortung.) 
Achtung für Hundebefitzer! Einen Akt größter Roheit erlebte ich 
gestern Nachmittag in der Hackerstraße. Einer Dame wurde von 
einem Gartevarbeiter ihr kleines Hündchen vom Arm gertffen, vur 
weil das Tierchen sein Halsbard mit der Marke nicht umhatte, 
dagegen aber mit Maulkorb und Leine versehen war. Die Dame 
wollte die Marke sogleich herunterholen, auch die Eteunguittung vor- 
zeigen, forderte den Garteuarbeiier auch auf, mit in die Wohnung zu 
kommen (eS waren nur wenige Schritte vom Haufe) — vergebens, 
der Mann riß mit solcher Gewalt an dem Tierchen, daß er ihm alle» 
gebrochen hätte, wenn die Dame es nicht freigegeben hätte. Erst 
nachdem eine größere Menschenmenge sich angesammelt hatte, und die 
Dame darauf drang, zu wissen, wo ihr Tierchen hinkam und wer eS 
ihr vahm, bequemte sich der Mann, ihr eine Karte zu zeigen, wonach 
er berechtigt fei, Hunde einzufangen. Die Dame konnte dann erst 
Nachts durch Zufall erfahren, daß ihr Hund in einem Schuppen in 
der hiesigen Siraßmreinigung untergebracht war. Mit Hilfe des 
TierwartS konnte das Tier aus diesem gegen Morgen befreit werden. 
Die Sache dürste wohl noch ein Nachspiel haben. Frau E. 
Literarisches 
Schnepfenzug—Hahnenbalj. Mit dem Nahen deö Frühlings er- 
blühen auch dem Weidmann neue Freuden, nachdem er mehrere 
Monate hindurch der Jugdlust entsagen mußte und nur Heger und 
Pfleger seines WildeS sein durfte. Der Schnepfenzug ist in vollem 
Gange und die Balz des Auer- und Birkhahns wird nicht mehr large 
auf sich warten lassen. Es gibt keinen Jäqcr, dem nicht die Worte 
Schnepfen,ug und Hahnenbalj das Herz höher in der Brust schlagen 
ließen. Welches einzige und genußreiche Vergnügen die Jagd auf die 
streichende Schnepfe und den Auer- und Bickhahn gewährt,! ersieht 
man auS den Schilderungen, welche die in Cvthen (Anhalt) erscheinend« 
Jadwochenschrist „St. Hubertus" in ihren letzten Nummern bringt. 
Der „Et. Hubertus" ist ein Fachblatt, da« in den Jägerkreifen sehr 
wohl bekannt ist und fich wegen seiner noblen Haltung, seines ge. 
diegenen, belehret den wie unierhaltenden Inhalts großer Sympathien 
erfreut. 
F)umonTtifcbe$ 
*o Humor de» Aue lindes. .Dein Vater hat kein Herz!" Ich 
sagte ihm, ich könne ohne dich nicht leben." — „Und was erwiderte 
er daraus? — „Er erbot fich, meine Begräbniskosten zu zahlen'!' 
Wetterautfichteu. 
Mittwoch: Bewölkt mit Regenschauern und kühler 
Temperatur, zeitweise aufklarend. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau. 
Zwangsversteigerung. 
.Im Wege der Zwangsvoll 
streckung soll das in Berlin- 
Friedenau, Ringstraße 10 belegcne, 
im Grundbuche von Berlin-Fric- 
denau Band 20, Blatt Nr. 1055 
zur Zeit der Eintragung.des Ver 
steigerungsvermerkes auf den 
Namen der Frau Annemarie v. 
Blumenthal, verwitweten Haacke, 
geborenen v. Dewitz in Charlotten 
burg, welche jedoch auf das Eigep- 
tuin am Grundstück verzichtet hat, 
eingetragene Grundstück 
am 7. Juni I9i3, 
vormittags 0 Uhr 
durch das unterzeichnete Gericht 
•— an der Gerichtssteile — Berlin- 
Schöneberg, Gluncwaldstr. 06-07 
— Zimmer Nr. 58 II Treppen 
versteigert werden. ^ 
Das Grundstück, Gemarkung 
Berlin-Wilmersdorf Karteiiblail 7 
Parzelle Nr. ■ , besteht aus 
einem Wohnhaus mit Hofraum 
von -4 ar 86- gio Größe. - Es ist- 
in der Grundsteuermutterrolle 
unter Artikel Nr. 005, in der 
Gebäudesteuerrolle unter Nr. 601 
eingetragen und bei einen: jähr 
lichen Nugnngswert von5800Mark 
mit 228 Mark zur Gcbäudesteuer 
veranlagt. 
Ter Versteigerungsvermerk ist 
am 20. März 1013 in das Grund 
buch eingetragen. 
0 17. 14. 13. (3113 
Berliii-Schöneberg, 
den 4. April 1913. 
Königliches Amtsgericht 
Berlin-Schöneberg. Abt. 
Zwangsversteigerung. 
Im Wege der Zwaiigsvoll- 
streckung soll das in Berlin-Frie 
denau Fröanfstr. 8 belegen«, im 
Grundbuche von Berlin-Friedenau 
Band 25 Blatt Nr. 1227 zur Zeit 
der Eintragung des Bersteigernngs- 
vermerkes auf den Namen des 
Kaufmanns Gustav Fugmann jetzt 
in Berlin-Friedenau, Hähnelstr. 0, 
eingetragene Grundstück 
am 10. Juni 1013, 
vormittags 10 Uhr 
durch das unterzeichnete Gericht 
— an der Gerichtsstelle — Berlin- 
Schöneberg, Gruneioaldstr. 06-67 
— Zimmer Nr. 74 II Treppen 
versteigert werden. 
Das Grundstück, Gemarkung 
Berlin-Wilmersdorf, Kartenblatt 7 
Parzelle Nr. besteht ans 
einem Wohnhaus, rechtem Seiten 
flügel, Qnergebäude und Hofraum 
von 11 ar Ü qm Größe. Es ist 
bei einem jährlichen Nutzungswert 
von 10300 M. mit 408 M. jährlich 
zur Gebäudesteuer veranlagt. Bcr- 
verzeichnet ist das Grundstück in 
der Grundsteuermutterrolle unter 
Artikel Nr. 771, in der Gebäudc- 
steuerrolle unter Nr. 1062. 
Der Versteigerungsvermerk ist 
am 18. März 1013 in das Grund 
buch eingetragen. (3112 
10 K. 19. 13. 
Bcrlin-Schöneberg, 
den 9. April 1913. 
Königliches Amtsgericht 
Berlin-Tchöneberg. 2lbt. 10. 
Schneiderin, die auch ausbessert, 
empfiehlt sich außer dem Hause. 
Frau Gröper, Rheinstr. 47 H.^ 
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Friedenau, Bornstr. 14, Gartenh. 
Modistin empfiehlt sich für^leg. 
u. einfache Kleider. Hägerbarth, 
Jllstr. 8, an der Kaisereiche. 
Bekanntmachung. 
Es ist in Anregung gekommen, das Gesetz, betreffend die Ber 
schnlnng blinder und taubstummer Kinder, auch auf geisteskranke 
und epileptische Kinder auszudehnen. 
Wir ersuchen alle Elter», Pflegeeltern und Vormünder, uns bis 
zum 12. dieses Monats anzuzeigen, welche noch nicht in Anstalten 
für Idioten und Epileptische untergebrachten geistesschwachen und 
epileptischen Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren vorhanden sind. 
Schwachbegabte Kinder, die an degi Unterrichte der Volksschule oder 
an den für Schwachbefähigte eingerichteten Hilfsschulklassen mit Er 
folg teilnehmen können, kommen nicht in Frage. 
Die Angaben können auch mündlich 'im Schulbüro, Fenrig- 
straße 8. Zimmer Nr. 50, gemacht werden. 
Berlin-Friedenau, den 8. April 1913. 
Der Gcmcindevorstand. 
Auszug aus dem ProtokoÄuche 
der Gemeinde-Vertretung 
Verhandelt Berlin-Friedenau, den 17. März 1913. 
Zur Beschlußfassung über die auf der nachstehenden Tagesordnung 
bezeichneten Gegenstände war auf heute eine Sitzung anberaumt, zu 
welcher die Mitglieder der Gemeinde-Vertretung, unter Angabe der zur 
Beratung konmienden Gegenstände, sowie mit dem Hinweise darauf, daß 
die Nichtanwejenden sich den gefaßten Beschiüffen zu unterwerfen haben, 
eingeladen worden sind. 
Eingefundcn hatten sich die nachstehend genannten Personen: 
Gemeinde-Vorsteher Walger, Schöffe Bache, Draeger, Lichtheim, 
Wossidlo, Sadee, von Wrochem. Gemeinde-Verordneter Eggert' Finke, 
Franzelius, Dr. Heinecker, Heise, Huhn, Kalkbrcnncr, Kunow, Lehinent, 
Dr. Lohmann, Matthies, Ott, Richter, Sachs, Schönknecht, Schultz, 
Stöcker, Dr. Thurmann, Uhlenbrock, außerdem Baurat Altmann und als 
Protokollführer Bureau-Direktor Sudan. Entschuldigt: Gemeindc.Ver- 
ordneter Tr. Tänzler. 
Die Gc.netnde-Lerlretung ist, da mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder 
anwesend ist, beschlußfähig. 
Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 
I. Mitteilungen. 
2. Festsetzung der ordentlichen Sitzungstage für 1013. 
3. Wahl der Ausschüsse usw. für 1013. 
4. Nachbewilligung von Kosten der Jahrhundertfeier. 
5. Vermietung des Grundstücks Laubacherstr. 13. 
6. Verlegung der Niedstraße vor dem Naihausgnindstück und Be 
willigung der Mittel. 
7. Aufstellung eines Bauzaunes daselbst und Bewilligung der Mittel. 
8. Anlegung von Rasenstreisen auf dem Straßcnbahnkörpcr der Rheinstraße 
0. in geheimer Sitzung. 
I. Mitteilungen. 
1. Die Schulaufsichtsbehörde hat die Errichtung einer dritten Sexta 
am Realgymnasium nebst Realschule genehmigt; 
2. Der Beitrag der Gemeinde Berlin-Friedenau zu den Kosten des 
ZweckverbaudeS Groß-Berliu beträgt für das Rechnungsjahr 1012 — 
2309, 49 M. 
3. Dem Antrage deS Vorsitzenden gemäß genehmigt die Vertretung, 
daß folgende Sachen nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden: 
a) Errichtung einer Stiftung ans Anlaß deS Regienmgsjubiläums 
des Kaisers und Königs; 
bl eine Marktsache. 
2. Beschlüsse. 
2. Als ordentliche Sitzungstage werden der 24. April, 8. und 
22. Mai, im übrigen wie bisher, der 1. und 3. Donnerstag jedes 
Monats .estgesetzt. 
3 a: Es wird beschlossen, cS bei der derzeitigen Besetzung der 
Ausschüffe zu belassen und demgemäß sämtliche Mitglieder wieder zu 
wählen mit folgenden Ausnahmen: 
Anstelle deS verstorbene» Gemeindevcrordneten Schn werden in den 
Marktausschuß Gcmeindeverordneter Zinke, in den Einguartierungsaus- 
schuß Gcmeindeverordneter Eggert und in den Ausschuß für das Feuer 
löschwesen sowie in den Straßenreinigungsausschuß Gemeindeverordneter 
Stöcker neugewählt. 
d) Neu eingesetzt wird ein Ausschuß von 5 Mitgliedern zur Ab 
änderung der Geschäftsordnung und in denselben gewählt Bürgermeister 
Walger, Schöffe Lichtheim, Gemeindeverordnelen Tr. Heinecker, Lehment, 
Dr. Lohmann. 
c) Als Waisenratsmitglied wird Frau Rentiere Wetzell wieder 
gewählt. 
dl Für das erkrankte Mitglied des Armenausschusses Wille wird 
Techniker Schwarz neugewählt. 
v) Auf den Antrag des Gemeindeverordneten Ott beschließt die 
Vertretung die Einsetzung eines Wohlfahrtsausschusses mit 8 Mitgliedern. 
In denselben werden gewählt: 
Die Schöffen Sadce und v. Wrochem sowie die Gemeindeverordneten 
Lehment, Dr. Lohmann, Richter, Sachs, Schultz, Ott. 
k) Infolge eines Antrages des Gemeindeverordneten Schultz auf 
Einsetzung eines JugendPflegeausschufseS erfolgt nach dem Referate des 
Schöffen von Wrochem über eine Versammlung des Ortsausschusses für 
Jugendpflege, in welcher Gemeindeverordneter Kalkbrenner die im Orts 
ausschuß auf ein Schreiben vom 3. Januar dieses Jahres erteilte Ant 
wort dessGcineindevorstandcs als fegelhaft bezeichnet hatte, eine längere 
Debatte, in deren Verlauf der Vorsitzende eine aktenkundige Darlegung 
der zwischen dem Gemeindcvvrstande und dem Ortsausschüsse gepflogenen 
Verhandlungen gibt und mitteilt, daß der Gemeindevorstand die gericht 
liche Verfolgung des Herrn Kalkbrenner wegen dieser Beleidigung be 
schlossen habe. 
Im weiteren Verlaufe der Debatte gibt Herr Kalkbrenner die vom 
Gemeindevorstande zur Beilegung der Angelegenheit verlangte Erklärung 
9 
Brillante, fein leicht, 100 St. 5 
Kegelzigarre, 100 „ 6 
Fortuna, leicht mittel 100 „ 6 
Triumph, fein leicht 100 „ 8 
Hermanns, ganz leicht 100 „ 8 
v. Mollke, gross, feine Qual., 100 „ 10 
mild 
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ab, daß er den von ihm gedranchteu Ausdruck bedaure und deshalb um 
Entschuldigung bitte, t 
g) Es wird die Einsetzung eines Jugendpslegeausschusses beschlossen 
und in denselben gewählt die Schöffen v. Wrochem und Lichtheim, die 
(Gemeindeverordneten Kunow, Heise Sachs, Franzelius Eggert, Lehment, 
Dr. Tänzler und als Bürgcrdeputierte Geheimrat Fehler, Pfarrer Netter, 
Lehrer Kühn, Oberlehrer Naegcle, Rektor Schildberg. 
h) Gemeindeverordneter Kalkbrenner bittet, von seiner Wiedcnvahl 
in den Rechnungspiüfungsansschuß abzusehen. Es wird beschlossen, den 
Ausschuß in seiner gegenwärtigen Stärke bestehen zu lassen, nachdeui 
Gemeindeverordneter Ott erklärt hatte, die Arbeitsrate deS Herrn 
Kalkbrenner mit zu übernehmen. 
i) Auf Antrag des Schöffen Bache wird ein Ausschuß zur Be 
aufsichtigung der Speisung bedürftiger Schulkinder eingesetzt und in 
denselben die Damen Frl. Bache, Frl. Cristmami, Frl. Griesbach, die 
beiden technischen Lehrerinnen Frl. Garagnon und Frl. Stolterfoht, 
Rektor Jacschke und Schwester Marie, sowie Gemeindeverordneter Sachs 
gewählt. 
4. Die beantragten Mehrkosten im Betrage von 176,25 M. werden 
aus dem Dispositionsfonds für 1912 bewilligt. 
5. Die Vorlage wird zurückgezogen. 
6. Die Umlegung der Niedstraße vor de» Grundstücken Nr. 1 und 
2 und Lauterstraße 19-20 wird nach Maßgabe der vorgelegten Plan- 
skizze und des Kostenanschlages genehmigt und die erforderlichen Mittel 
werden aus den Rathausbaükosten bewilligt. 
7. Ebenso genehmigt die Vertretung die Herstellung eines gehobelten 
Bauzaunes um das gesamte Rathausbangrundstück imd stellt die er 
forderlichen Mittel aus den Rathausbaukosten zur Verfügung. 
8. Mit der Vorlage erklärt sich die Gemeindevertretung einverstanden 
und beschließt, das Angebot der Westlichen Berliner Vorortbahn anzu 
nehmen. Die Frage der-Anlegung der Rinnen soll dem vereinigten 
Bau- und Gärtnerciausschuß überwiesen werden. 
9. ES wird beschlosst», aus Anlaß deS Regierungsjubiläums des 
Kaisers und Königs' eiq'e Kaiser Wilhelm-JubitäumSstistung in Höhe 
von 25 000 M. für Zweise der Jugendpflege zu errichten und die Mittel 
aus bereiten Mitteln zur Verfügung zu stellen. 
10. Auf eine Anfrage des Gemeindeverordneten Finke über Risse, 
die sich in der Turnhalle deS Realgymnasiums gezeigt haben, antwortet 
der Baurat über die bereits in Angriff genommene Untersuchung. 
11. Gemeindeverordneter Kalkbrenner regt an, eine Bejprechnng der 
Jahresberichte der höheren Lehranstalten sowie der Gemeindeverwaltung 
auf die Tagesordnung einer der nächsten Sitzungen zu setzen. 
Hierauf folgte eine geheime Sitzung.! 
Schluß der öffentlichen Sitzung 10.20 Uhr. 
Geschlossen: ' 
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