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Periodical volume Nr. 9, 10.01.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

FMkMkl Likal-Amkijk 
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Nr S. 
Berlin-Friedenau, Freitag, den 10. Januar 1913. 
20. Iahrg. 
Letzte Nachrichteu. 
Berlin. Der Kollidieb Lange, dem S gestern ge 
lang, unter der Mark« eine« EtaatSanwaltS Dr. König 
au» dem Untersuchungsgefängnis zu entspringen, ist in der 
vergangenen Nacht von der Kriminalpolizei in der Wohnung 
seiner Frau in der Rüdersdvlferstraße wieder festgenommen 
worden. 
London. Ja der letzten Nacht stießen in der 
Mündung deS Me:styfluss<s unweit Liverpool der Dampfer 
der Booth Line „Ambrose" mit dem Fischerboote 
„Fleetwiug" und dem Schleppdampfer ,Beta" zusammen. 
The alle Leute gerettet werden konnten, sanken die beiden 
genannten Fahrzeuge mit zehn Personen in die Tiefe. 
Constantza. Die Gärungen im Tschasaldscha-Lager 
geben zu Besorgnissen Anlaß. Kaum war eS dem Kriegs 
minister gelungen, die beiden seindltchen OlfizierSkomiteeS, 
deS liberalen „HalaSkeran* und deS jungtitrkischen „Muha- 
sasakeran" zu versöhnen, als beide gemeinsam durch ein 
Manifest die Regierung aufforderten, entweder den Krieg 
fortzusetzen oder abzudanken. Mehrere Offiziere und Unter- 
osfiziere demonstrierten mit lauten Rusen, sie wollten nicht 
in Regen, Schnee und Morast langsam verkommen, sondern 
kämpfen. Mit Mühe gelang «r Nasim Pascha, die Truppen 
durch Ansprachen zu beruhigen: sie würden in einigen 
Tagen entweder vormarschieren oder heimkehren. Die 
Regierung denke nicht an die Preisgabe AdrianopilS. 
Brüssel. Bei RestaurierungSarbriten in dem belgischen 
Orte Gand fanden Maurer bei einem Mauerdurchbruch 
einen alten Geldschrank, in dem sich nicht weniger als 
2400000 Frank in Gold und belgischen Banknoten befanden. 
Budapest. Der Ortent-Expreß PariS-Konstantinopel 
entgleiste bet der Stadt Opacna. Fast sämtliche Waggons 
wurden beschädigt. Ob Passagiere verletzt sind, ist noch 
unbekannt. 
Madrid. Herrn Karl Steinert, dem Sozius eines 
Hamburger Exporthauses wurde im Bahnhof Miranda am 
Ebro (Spanien) dir Brieftasche mit 12 000 Mark gestohlen. 
London. Auf dem Schießplätze zu Shoeburyneß 
wollten ein Hauptmann, ein Feldwebel und zwei Kanoniere 
einen neuen Achtzehnpfünder ausprobieren. Eine neue 
Ladung war eingelegt worden, und dar Verschlußstück 
sollte gerade festgemacht werden, als plötzlich die Ladung 
explodierte. Das Verschlußstück wurde hinauSgeschleudert. 
Die metallenen Splitter sausten in der Nachbarschaft 
umher und drangen einem Kanonier in den Leib, der töd 
liche Verwundungen erlitt. Dem anderen Kanonier wurden 
beide Beine und ein Arm gebrochen, und auch er 
erlag im Lazarett seinen Verwundungen. Der Feldwebel 
erlitt schwere Brandwunden, und auch der Hauptmann 
mußte in schrecklichem Zustande vom Platz getragen werden. 
Der Staatsanwalt. 
—- Von H. Hill. ' ' 
3^ (Nachdruck verbot«») 
2. Kapitel. 
Gefährliche Dienste. 
„Ich sehe, Sie verkennen mich," sagte der Staats 
anwalt, der beim Herankommen das Gesicht des jungen 
Arztes scharf beobachtet hatte. „Auch ich," fügte er hinzu, 
»würde Sie überall erkannt haben, Herr Doktor Penfold, 
und zwar nach ihren Bildern in den Sportzeitschriften. 
Es ist merkwürdig, nicht, daß wir beide, die wir uns nie 
gesehen haben, jeder in seiner Art Berühmtheiten sind und 
keiner Borstellung bedürfen? Und doch ist es nicht ganz 
so merkwürdig, denn wenn Ihre athletischen Borzüge nicht 
der ganzen Welt, und somit auch mir, bekannt wären, 
so wäre ich heute abend nicht hier." 
„Jawohl, Herr Staatsanwalt, dank den Zeichnern und 
Photographen ist mir Ihr Gesicht allerdings bekannt," er 
widerte Julius. „Und da mein Ruf als Arzt dein als 
Sportsmann in keiner Weise die Wage halten kann, so 
darf ich wohl mit Recht annehmen, daß Sie mich nicht 
in meiner Eigenschaft als Doktor der Medizin zu spreche» 
wünschen?" ^ , 
Sir William schaute nach der offenen Tür und meinte 
dann mit einer höflichen Bewegung seiner schöngeformten 
Hand: „Sie haben doch nichts dagegen, wenn ich die Tür 
schließe, damit unser Gespräch keine Zeugen hat? Aber 
bitte, bemühen Sie sich nicht, ich bin der Tür näher und 
werde sie zumachen und, wenn Sie gestatten, auch ver 
riegeln." : ; .... 
Julius, der unterdessen zu der Ueberzeugung gekommen 
war, daß der vor ihm Stehende wohl der Inserent aus 
dem „Daily Telegraph" feist müsse, bemerkte, daß dieser 
zuerst die Straße auf und,ab blickte, ehe er die Tür schloß 
Verschiedene andere Leute, die sich in der Nähe befanden, 
wurden weniger schwer verwundet. 
Lokales- 
Mchbruck lmserer o-Origtualartikel um mit Quclleaaugab« gestattet) 
o Keine Sitzung der Gemeindevertretung. Die 
am Donnerstag, dem 16. d. MtS. fällige ordentliche Sitzung 
der Gemeindevertretung fällt aus und wird, wie wir er- 
fahren, 8 Tage später, am 22. d. MtS. abgehalten werden. 
o Hypothekeuzinse» find nicht vom Grund- 
besitz alletu, sondern vom Gesamteinkommen ab 
zuziehen. Gegen den hiesigen Gemeindevorsteher klagte 
der Kaufmann Albert S. in Berlin wegen Gemeinde-Ein 
kommensteuer-Veranlagung. Der Kläger, Gesellschafter 
einer G. m. b. H. in Berlin, Taubenstraße, ist Eigen 
tümer eines Grundstücks an der Gutsmuthsstraße und für 
1912 nach folgenden Merkmalen zu 31 M. Gemeinde- 
Einkommen- (Forensal-) Steuer veranlagt worden: Aus 
Kapitalzinsen 3721 M., aus auswärtigem Grundbesitz 
6947 M., auS Friedenauer Grundbesitz 1 / 2 von 6272 M. 
= 3136 M., aus Handel- und Gewerbe 8000 --- 21 804 
Mark, davon Abzüge 5936 4- 2944 M.» Friedenauer 
Schuldenzinsen — 8880 M. Nach anteiliger Verteilung 
der Abzüge entfallen auf das Einkommen in Friedenau 
1277 M., sodaß ein gemeindesteuerpflichtiges Einkommen 
von 3138 M. — 1277 --- 1859 M. verbleibt, dar einem 
Steuersatz von 31 M. entspricht. Hiergegen klagte E. 
nach vergeblichem Einspruch, indem er geltend macht, nach 
einem notariell abgeschlossenen Vertrag sei die Gesellschaft 
Nutznießertn des Hauser geworden und die auS dem Nieß 
brauch der Gesellschaft etwa zufließenden Ueberschüsse seien 
an ihn zur Deckung verauslagter Zinsen und Kosten in 
Höhe von 7000 M. zu zahlen, sodaß die Gesellschaft keine 
Einnahmen habe. Der Beklagte beantragt Abweisung der 
Klage, da nach einer Entscheidung deS OberverwaltungS- 
grrichtS vom 22. Dezember 1908 Hypothekenzinsen nicht 
vom Einkommen auS Grundbesitz allein in Abzug zu 
bringen, sondem anteilig auf sämtliche Einnahmequellen 
zu verteilen seien. — Im Termin führte S. noch aus, daß 
er den halben Nießbrauch habe, stimme gar nicht. Die 
Gesellschaft sei mit 20 000 M. Anteil eingetragen, davon 
habe er 1900 M. und eine Frau E. 1600 M. — Der 
KretSauSschuß gelangte zur Abweisung der Klage, mit der 
Begründung, dar Verfahren der Gemeinde entspreche den 
gesktzlichen Bestimmungen; Hypothekenzinsen seien nicht 
vom Grundbesitz allein, sondern vom Gesamteinkommen 
abzuziehen. 
o Ueber die störenden Neklamefchilder an den 
Kraftomnibussen wird namentlich vo» Fremden lebhaft 
Klage geführt. In der Tat vermag kaum der Einheimische 
sich in den grotesken Anschriften der Zigaretten-, Wein 
oder Schokolade-Firmen zurechtzufinden, die ihre Erzeugnisse 
und die Kette vorlegte. Nachdem er dies mit großer Um 
ständlichkeit besorgt hatte, kam der Besucher an den Laden 
tisch zurück, nahm das schwere Regencape ab, das seine 
Gestalt umhüllte, und setzte sich auf den Stuhl, der zur 
Bequemlichkeit der Kunden dastand. 
„Sie haben recht, Herr Doktor," sagte er dann mit 
seiner klangvollen Stimme. „Ich bin allerdings nicht ge 
kommen, um Sie ärztlich zu konsultieren. Es gibt wohl 
in ganz England keinen Mann in meinem Alter, der ge 
sünder wäre als ich, und dennoch wieder keinen, dessen 
Leben mehr gefährdet wäre, als das meine. Nach dieser 
Einleitung wird es einem Menschen von Ihrer Intelligenz 
nicht schwer fallen, zu erraten, daß das Inserat, welches 
Sie gestern beantworteten, von mir herrührt. Unter etwa 
vierzig Meldungen befand sich auch die Ihre." 
Julius lachte das tiefe herzliche Lachen, das seine 
Freunde so gern hörten. „Daß Sie der Offerte wegen 
kämen, erriet ich in dem Augenblick, als ich Sie erkannte," 
entgegnete er. „Denn selbst wenn mein ärztlicher Ruf ein 
bedeutenderer wäre, so würde Sir William Graßman sich 
doch kaum in eine obskure Drogerie in der City bemühen, 
wenn er ärztlichen Rates bedürfte." 
Der hervorragende Jurist antwortete nicht sogleich. Wie 
er in seiner amtlichen Tätigkeit immer eine Pause zu machen 
pflegte, ehe er zum letzten Schlag ausholte, so schwieg er 
auch jetzt eine Zeitlang, ehe er wieder zu sprechen begann. 
„Ich werde Sie also jetzt mit den Umständen bekannt 
machen, die mich veranlassen, Ihre Dienste zu suchen. Bei 
der letzten Schwurgerichtssitzung hatte ich Gelegenheit, einen 
Verbrecher der schlimmsten und gefährlichsten Sorte ins 
Zuchthaus zu bringen. Der Mensch gehörte zu einer Bande 
der abgefeimtesten Schurken, die das Pflaster unserer guten 
Hauptstadt unsicher machen. Der Verurteilte war der einzige 
von denen, welchen nach langer mühevoller Arbeit der 
Polizei gelungen ist, hinter Schloß und Riegel zu bringen. 
Seine Genossen befinden sich alle noch auf freiem Fuß. 
Seitdem nun das Urteil über ihn gesprochen wurde, er 
halte ich täglich anonyme Briefe, in denen mein Leben 
an den fahrenden Ungetümen anpreisen zu müssen glauben. 
Und der ortSunkundige Fremde weiß nun vollends nicht, 
wohin der OmnibuS fährt, woher er kommt. So fragte 
jüngst ein Reisender, ob „Santa Lucia" ein Berliner 
Vorort sei, dieser Name stehe doch in großen Lettern an 
der Stirnseite der Kraftomnibusse. Wie er überhaupt 
möglich geworden ist, daß diese fahrende Reklame einen 
solchen Umfang annehmen konnte, während auS den 
Straßenbahnwagen die Ankündigungen längst verbannt 
worden sind, erscheint um so rätselhafter, als eine zum 
Omnibus-Reglement vom 3. Januar 1865 erlassene Polizei- 
verordnung vom 1. August 1895 in ihrem 8 1 bestimmt: 
,Es ist verboten, an den Außenseiten der OmnibuS-Fuhr- 
werke, sowie an deren Fenstern Reklame-Jnschriften oder 
Bilder anzubringen." Und 8 3 bedroht Zuwiderhandlungen 
nicht allein mit Geldstrafe, sondern auch mit eventl. Aus 
schließung der danach unoorschriftSmäßigen Wagen. Zur 
Verschönerung tragen die mit Schildern überlasteten 
Autobusse sicherlich nicht bei; sie sollten dafür lieber die 
Nummern, die Abfahrt«, und Ztelstation in größerer 
Schrift tragen, damit sie das Publikum auf den ersten 
Blick zweifelsfrei erkennen kann. 
o Jubiläum des Haus, und Gruudbefitzer- 
VereinS. Im November d. IS. begeht der Haus- und 
Grundbesitzer-Verein die Feier seines 25jährigen Bestehens. 
Der zur Vorbereitung der Feier eingesetzte Festausschuß ist 
bereit« jetzt eifrig an der Arbeit, um ein Fest zu ver- 
anstalten, daS würdig ist dem Ansehen und der Bedeutung 
deS Vereins in unserem Orte. Schwierigkeit bereitet ihm 
jedoch die Eaalfrage, nachdem ein geeigneter privater Fest- 
saal für die Veranstaltung hier nicht zur Verfügung steht. 
Um eventuell die Aula des ReformrealgymnastumS für 
diesen Zweck zu erhalten, hat jetzt der Vorstand des 
Vereins an den Gemetndeoorstand und das Kuratorium 
für dic höheren Schulen den folgenden Antrag gerichtet: 
Am 23. November btcfcS Jahres find 25 Jahre seit Begründung 
deS hiesigen Haar- und Gruudbkfitzervereins vergangen. Der Verein, 
der geschichtlich mit der nicht viel älteren Gemeinde Friedenau 
untrennbar verbunden ist, gedenkt diesen Tag durch eine Feier festlich 
u begehen. Da der 23. November in diesem Jahre auf den Toten- 
onntag fällt, beabfichttgt der Verein, die Feier am Sonnabend, dem 
29. November abzuhalten. DaS Fest ist gedacht als Bankett mit 
Damen unter Mitwirkung der Gemeindebehörden. Es soll sich im 
ganzen in ernstem Rahmen halten. Mit Rücksicht auf die Damen 
und auf unseren Nachwuchs, den auszuschließen alter Gepflogenheit 
bei derartigen Festen widersprechen idürde, ist im Anschluß an daS 
Festessen ein Ball vorgesehen. DaS genaue Programm muß dir 
nächsten Zeit vorbehalten bleiben. Die wichtigste Frage, dic zuerst 
gelöst werden muß, ist die Eaalfrage. Geeignete private Eäle stehen 
tn Friedenau nicht mehr zur Verfügung. 
Der Borstand biitet deshalb den Gemsindevorstand und daS 
Kuratorium der höheren Lehranstalten, dem Verein für den 29. November 
dieses Jahre» die Aula und Turnhalle deS ReformrealgymnafiumS 
gegen Zahlung der entstehenden Kosten zu überlassen. Der Vorstand 
verschließt sich nicht dem Bedenken, daß dir Bitte als etwas weit 
gehend empfunden werden könnte. Er bittet aber zu berücksichtigen 
1. daß der Verein im Falle der Ablehnung seiner Bitte sein Fest, 
bedroht wird." Sir William machte hier wieder eine Pause, 
und seine stahlgrauen Augen hefteten sich auf Julius, über 
dessen Gesicht ein spöttisches Lächeln gehuscht war. 
„Sie halten mich für ein Feigling?" fragte er dann 
scharf. 
„Ich meine," entgegnete der junge Arzt offen, „es ist 
doch eigentlich nichts Ungewöhnliches für einen Mann in 
Ihrer Stellung, derartige Briefe zu erhalten." 
„Allerdings kommt das sehr häufig vor," war die ruhige 
Antwort, „aber in den meisten Fällen handelt es sich nur 
um leere Drohungen. Hier liegt die Sache anders. Ich 
bin von der Polizei wiederholt gewarnt worden, und man 
hat mir jetzt wieder mitgeteilt, daß die Drohbriefe voll 
ständig ernst zu nehmen sind, und daß die Bande imstande 
ist, ihre Drohungen zur Tat werden zu lassen. Aber sagen 
Sie mir offen, Herr Doktor Penfold, habe ich recht, wenn 
ich annehme, daß Sie mich für einen Feigling halten?" 
„Manche Menschen fürchten den Tod mehr als anders, 
es liegt wohl an ihrer Konstitution," meinte Julius diplo 
matisch. worauf der Staatsanwalt lächelte. 
„Also ich habe recht geraten," meinte er, „Sie ver 
achten in mir einen Feigling, denn Sie können nicht be 
greifen, wie man Furcht vor dem Tode haben kann. Nun 
sagen Sie, lieber junger Freund, einen Menschen mit solchen 
Ansichten brauche ich gerade, und ich w^rde mir Mühe 
geben, Sie zu überzeugen, daß ich Ihre Verachtung nicht 
ganz so sehr verdiene, wie Sie augenblicklich zu glauben 
scheinen. Und da ich nun, nachdem ich Sie gesehen habe, 
noch fester entschlossen bin, mir Ihre Dienste zu sichern, 
als vorher, so will ich Ihnen in großen Zügen mitteilen, 
welche Pflichten Sie bei mir haben würden. Hauptsächlich 
würde es Ihnen obliegen, zwischen mir und meinen Ver 
folgern zu stehen, immer bereit zu sein, Ihre körperliche 
Kraft einzusetzen, wenn es gälte, mich gegen Angriffe zu 
schützen, die Personen, mit denen ich zu verkehren ge 
zwungen bin, fortgesetzt unauffällig zu berygchen, und Ihre 
ärztliche Kunst dazu anzuwenden, um mich vor den Plänen 
heimlicher Giftmischer zu schützen." Fortsetzung folgt.)
        
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