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Periodical volume Nr. 76, 01.04.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

verkehrenden Touristenschiffen. An Stelle der- bisher 
üblichen, unter einem großen durchlaufenden Dick liegenden, 
kaum benutzten und keinerlei Aussicht bietenden Kajüten 
befinden sich auf den neuen Schiffen offene Deckplätze 
übereinander. 
o Die Optische Anstalt (S. P. Goerz läßt z. Zt. 
ihre Fabrikanlagen bedeutend erweitern. Es wird an der 
Rheinstraße ein neues großes Fabrikgebäude errichtet, in 
dem auch einige Büros untergebracht werden. DaS vor 
noch, nicht langer Zeit fertiggestellte kleinere Fabrikgebäude 
an der Nhetnstraße dient, wie wir hören, als Versuchs, 
anstalt. Das Gebäude hat daher mit Milchglas doppelt 
verglaste Fenster und wird ständig verschloffen gehalten, 
um Unberufenen einen Einblick und den Eintritt zu ver 
wehren. ES sind hier nur Bertrauenspersonen der Firma 
tätig, denen über die Vorgänge in der Anstalt strengste 
Verschwiegenheit auferlegt ist. 
o Der billige Friedenauer Droschkentarif. Das 
Kammergericht hat kürzlich eine für Droschkenführer gründ, 
sätzliche Entscheidung gefällt. Der Kraftdroschkenfahrer Ep. 
auS Berlin hatte in Friedenau einen Fahrgast aufge 
nommen und ihn nach Wilmersdorf gefahren. Sei dieser 
Gelegenheit hatte Sp. den höheren Tarif für Berlin ein- 
geschaltet; von der Behörde wurde der Standpunkt ver 
treten, daß Sp. für die Fahrt von Friedenau nach Wil- 
merSdorf den Tarif für Friedenau hätte einschalten 
müssen. Dieser Ansicht trat sowohl daS Schöffengericht 
als auch die Strafkammer bei, welche Sp. wegen Gebühren- 
Überhebung verurteilte. Dieses Urteil focht Ep. durch 
Reviston beim Kammergericht an .und betonte, ein Berliner 
Chauffeur sei befugt, den Berliner Tarif einzuschalten. DaS 
Kammergericht wies jedoch die Revision als unbegründet 
zurück und führte u. a. aus, die Vorentscheidung sei von 
einem RechtStrrtum nicht beherrscht- Wenn Ep. auS 
Friedenau einen Fahrgast abgefahren habe, so hätte er 
den Friedenauer Tarif einstellen sollen; wenn er den 
höheren Berliner Tarif einstellte, so war er dazu nicht be 
rechtigt. Sein Irrtum habe auf dem Gebiete der Straf 
rechts gelegen und sei daher nicht beachtlich. 
o Die Ziehzeit der Dienstboten. ES bestehen 
noch immer Unklarheiten darüber, wann die Dienstboten 
ziehen. Im allgemeinen sind feste Bestimmungen dafür 
nicht vorhanden, doch gelten die ortsüblich gebräuchlichen. 
Wo nichts besonderes vereinbart ist, gilt der zweite Tag 
im OuartalSmonat als UmzugStag; auch für alle mit 
6 wöchiger Kündigung vor dem Quartal Angestellten ist 
dieser Tag maßgebend. Für alle mit 4 wöchiger oder 
14 tägiger Kündigung beschäftigten Dienstboten ist der 
MonalLerste der Ziehtag, und zwar kann der Umzug 
während deS ganzen TageS geschehen. Meistens werden 
die näheren Stunden wohl von den Beteiligten selbst ver 
einbart. 
o Freie Hochschule. Ja dieser Woche beginnen an 
der Freien Hochschule Berlin die Vorlesungen dieses 
Quartals. Angekündigt sind im ganzen 73 Vortragsreihen 
und 4 Einzeloorträge. Die Lehrgebiete umfassen: Welt 
anschauung, Philosophie, Pädagogik, Bildende Kunst, 
Musik, Literatur, Sprachen, Handel-wissenschaften, Volks- 
wirtschaft, Staats- und RechtSlehre, Bürgerkunde. Ge 
schichte,. Geographie, Naturwissenschaften, Medizin, Mathe- 
mattk, Technik, Vortragsknnst, Zeichnen und anderes. 
Alles Nähere ist auS den Programmen, die unentgeltlich 
in allen städtischen Lesehallen, in allen öffentlichen 
Bibliotheken Groß-BerlinS und in sämtlichen Filialen von 
Loeser & Wolfs ausgegeben werden, zu ersehen. 
o Der kirchliche Verein der Nathanael-Ge» 
meiude ladet zu einem VereinSabend ein am Mittwoch, dem 
2. April 1913, Abends 8'/^ Uhr in der Aula des 
Helmholtz-Realgymnasiums Berlin - Echöneberg, Rubens- 
straße unter gütiger Mitwirkung von Frl. Herzog tGefang) 
und einem Streichquartett. Herr Oberlehrer Pflug hält 
einen Vortrag: „Zu Hebbels Gedächtnis". Eintritt ist 
frei. • (Kleiderabgade 10 Pfg. Gäste herzlich willkommen. 
o Der Evangelischr Jungfrauen.Verein feiert 
sein 8. Jahresfest am Sonntag, d,m 13. April. Abends 
7'/ 2 Uhr, im Gemeindesaal, Kaisrrallee 76a, 2. Tr. Außer 
gemeinsamen, Chor- und Sologesängen kommen lebende 
Bilder. Reigen der Turnabteilung und ein Lustspiel „Die 
Gouvernante" von Theodor Körner zur Aufführung. Die 
Festansprache hält Herr Pfarrer Schulte, während die Be- 
grüßung und das Schlußwort Herr Pfarrer Kleine hält. 
Eintrittskarten zu 20 Pfg. sind in. der Papierhandlung 
von KossakowSkt, Schmargendorferstr. 35 erhältlich. 
o „Die Bande der weiße» Handschuhe", welche 
ganz Frankreich in Athem gehalten, ist jetzt unschädlich ge 
macht worden. Wie das geschah, kann man im Biofon- 
theater in der Rheinstraße 14 mit großem Jnterisse 
im lebenden Bilde beobachten. Necker, der berühmteste- 
Detektiv Frankreichs, übernahm eS, den Flüchtling einzu- 
fangen. Wie er letzteren auf einem Segelboot auf dem 
Meere abfing und unschädlich machte, ist äußerst spannend 
dargestellt. Herz und Pflicht ist ein ergreifendes Drama 
aus dem Leben. Die Wochenrevue vom Gaumont bringt 
wieder eine ganze Reihe von Vorgängen aus aller Welt 
und der Film Moritz am Telefon ist äußerst ulkig. Der 
erstgenannte Film, Die eiserne Hand, 3. Teil in 4 Akten, 
lohnt allein schon den Besuch deS BiofonthraterS, den wir 
sehr empfehlen möchten. 
^ o Das Schaufenster ausgeräumt. Ja der Nacht 
vom 27. zum 28. hatten Diebe, ebenso wie in der Hacker 
straße, auch bei der Konfektionrficma M. Silbermann, 
Kaiserallee 95 Ecke Leföorestr. 1, einen Akt großer Roheit 
ausgeübt. Sie warfen einen in Papier gewickelten 
Mauerstein durch eine große wertvolle Schaufensterscheibe 
und räumten durch die entstandene Oeffnung daS Schau 
fenster aus. Viele wertvolle Kostüme und Blusen wurden 
ihre Beute. 
o Pottzeibericht. Als gefunden sind hier angemeldet 
worden: 1 Damenuhr, 1 Kettenarmband und 1 Kneifer. 
Die rechtmäßigen Eigentümer werden aufgefordert, ihre 
Ansprüche binnen drei Monaten im hiesigen AmtSbüro, 
Handjerystraßr 91/93. Zimmer 22. geltend zu machen, da 
sonst anderweit,über die Fundgegenstäiide verfügt werden wird. 
Vereins-Nackrickten 
Morgen Mittwoch tagen: 
Theaterverein .Lerxes" 1873. Sitzungen jeden Mittwoch 9'/, Uhr 
im Veieinslokal Paul Sporcholz, Steglitz, Könierstr. 48c. Gäste als 
Mitglieder willkommen. 
Sport. 
Der Tennis- und Hockey-Club 99, E. D, Friedenau eröffnet am 
Mittwoch, dem 2. April seine TenntSsatson auf dem Damuka-Eport- 
platz Flicdenau, Rubensstraße an der Nathanaelkirche. Spiel läge find 
Mittwoch, Sonnabends und Sonntag. Nähere Auskunft erteilt der 
Schriftführer, Herr Paul Wiencke, Wilmersdorf, «etmarischestr. 13. 
AnSknufts- und Fürsorgestelle (Katserallee 66), 
für Tuberkulöse: Aerztltche Sprechstunde» für Männer jeden Dienstag 
von 12—1, für Frauen und Kinder jeden Mittwoch von 12—1 Uhr 
für Alkoholkranke: Arrztl. Sprechstunde jede» Freitag von 12—1 Uhr. 
Scköneberg 
—o In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten 
wurde nach Erledigung kleinerer Nachbewilligungen über 
den Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, den 
Magistrat zu ersuchen; anläßlich der bevorstehenden Land- 
tagSwahl für den Stadtkreis Berlin-Schöneberg die Frist- 
wahl anzuberaumen und jedem Urwähler eine amtliche 
Legitimation auszuhändigen, verhandelt. Oberbürgermeister 
DominicuS erklärte, daß der erste Wunsch deS Antrages 
durch das Gesetz geregelt ist; wegen der Legitimationen 
habe der Magistrat noch keine Stellung genommen. Der 
sozialdemokratische Antrag wurde, darauf angenommen.. 
Dem Vertrage mit der Firma Strauß u. Co., der daS 
Anschlagwesen in der Stadt Echöneberg regelt, stimmte 
die Versammlung ohne Erörterung zu. Nach dem neuen 
Vertrage wird die Zahl der Anschlagsäulen im nächsten 
Jahre erheblich erhöht; die Auswahl der Plätze, auf denen 
die neue» Säulen errichtet werden, bleibt dem Magistrat■ 
überlassen. Zur Erweiterung des Spielplatzes im 
Friedenauer Ortßteil wurden 2500 M. bewilligt. — In 
einer längeren geheimen Sitzung genehmigte gestern die 
Stadtverordnetenversammlung den Vertrag zwischen der 
Schöneberger Schlotzbraueret und der Stedtgemeindr. In 
dem Vertrage hat die Brauerei die Verpflichtung über 
nommen, ein Rrstaurationsgebäude auf dem Grundstück« 
zu errichten, während der Stadt Schöneberg daS Recht 
eingeräumt wird, das an der Hauptstraße liegende Gelände 
zu BebauungSzwecken zu verkaufen. Der auf dem Grund 
stücke brfindliche Park bleibt bestehen. 
—o Im Wege der Zwangsvollstreckung soll daS 
Sachsendamm 53, belegen«, zur- Zeit der Eintragung deS 
VersteigerungSvermerkeS aufden Namen der offenen Handels 
gesellschaft Münchenberger u. Co. zu Berltn-Schöneberg, 
Sachsendamm 53, eingetragene Grundstück am 30. Müt 
1913, Vormittags 10 Uhr, versteigert werden. DaS Grund 
stück ist mit einem jährlichen Nutzung-wert von 13 500 M. 
zur Gebäudesteuer veranlagt. 
—o Aufgehoben wurde daS ZwangSversteigerungS- 
verfahcen betreffend das Grundstück der Frau Luise Hacker, 
geb. Leke, in Schöneberg, der Frau Emma Konrad, geb. 
Leke, in Schöneberg, dem Ingenieur Richard Lange in 
Elberfeld und der Helene Lange, geb. Thomas, in Elber 
feld, gehörig. Die Zwangsversteigerung bezog sich nur 
auf den ideelle» Drittril der Louise Hacker, geb. Leke. 
—o Firmeneintragung. Nr. 40 814, Die Firma: 
Victoria-Drogerie, Apotheker Ernst Pfltegner in Berliv- 
Echönebttg^ Inhaber Ernst Pfliegnrr, Apotheker, Berlln- 
Echöneberg. 
öerlin und Vororte 
§o Im Dom veranstaltet der Hof. und Dom- 
organtst, Königlichen Musikdirektor Bernhard Jrrgang 
am Mittwoch, dem 2. April, Abends 8 Uhr, das nächkr« 
Orgelkonzert untere Mitwirkung/von Frl. Anna H-ss- 
(Sopran), Frau Elisabeth Christian (All) und Frl. Dora 
von Möllendorff (Violine). Osterprogramm (10 Pf.) be 
rechtigt zum Eintritt. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Verantwortung.) 
Da bas Auftreten des Herrn Kalkbrenner in der Gemeindever- 
trelung offenbar den Wünschen deS „dankbaren Bürgers" entspricht, 
so ist zunächst anzuerkennen, daß a auch kräftig für ihn eintritt. Cr 
hätte sich ober nicht versteigen solle», — um dasselbe Wort zu ge- 
brauchen — nun seinerseits edenkall! über einen Herrn, den Vor. 
fitzenden des Hau?, und Trundbesitzuvereins „herzufallen". Es muh 
skstgestellt werden, datz gerade dieser Herr Vorsitzende den Namen des 
Herrn K. garnicht genannt hat, daß vielmehr die Namensnennung von 
anderer Seite erfolgte. Die Kritik, welche an das Auftreten des Herrn 
K. in der Gemeindevertretung geübt word-n ist, war übrigens wohl 
berechtigt und sachlich — Herr K hat es sich scheinbar mit zur buis- 
gäbe gestellt, während der Sitzungen den Gemeindevorstand etwas zu 
schaffen zu machen und deShalo zollt der „dankbare Bürger" Herrn K. 
seine Dankbarkeit! Muß ihm das gestattet werden, so sei auch tue 
Wiederholung der Eigenschaften zulässig, welche Herrn K. (uicht vom 
Verelrisooisitzenden) zum Borwurf gemacht' worden sind. Sein fori, 
währendes Negieren oder gar Provozieren ist eS, welches den Wunsch 
laut werden ließ, zukünftig nicht mehr solche Männer in die Gemeind-- 
Vertretung zu wählen. Opposition, welche maßvoll und nicht kleinlich 
betrieben wird, kann manchmal recht gesund sein. Wird sie aber ge 
wissermaßen auS Bedürfnis gemacht, so dient sie nicht den Jnteressm 
FrledenauS und feiner Bürger. Deshalb brauchen wir Männer in oft 
Seme^devertrelunA,denen die endlosen kleinlichen Ausrinardersetzungeu 
zuwid» find, Männer, welche nur an ersprießlicher, dem groß:« 
Ganze« dienender flotter Arbeit-Freude haben. Xu. 
Geehrte RedaktionI ES ist doch- garnicht so verwunderlich, d.s; 
dem Lokal am Marktplatz die Konzession verweigert winde: tue 
Gcmeinde fürchtet eben die Konkurrenz für den Ratskeller. Daß dev: 
Ratskeller die Konzession erhalten bleibt, dafür wird man schon 
sorgen. DaS jetzige Lokal Preuß wird einfach als Baukantine fort, 
geführt und die Konzession geht so von dem einem Lokal auf tag 
andere über. In Friedenau geht alle« zu machen. Es ist traurig, 
daß man dem freien Wettbewerbe durch das veraltete KonzesfionS- 
wesen Hindrrniffe in den Weg legt. Wird denn bei anderen 
Gewerben darnach gefragt, ob ein Bedürfnis vorliegt? Ir, Schöne- 
berg und Berlin kennt man die Bedürfnisfragr nicht, daher kommt 
eS auch, daß dort oft drei uud mehr-Lokale in einem Hause sind. 
Dem Alkoholmißbrauch wird durch daS Inhibieren von Schankflättcn 
nicht Abbruch getan. Der muß auf andere Weise bekämpft werden. 
S. • 
In den Pachtgärten. Nun will eS doch endlich Frühlirrg-werb«. 
Die kalten Märztage haben die Gartenarbeft nur zu lange behindert. 
Jetzt hrißts, sich'ordentlich regen, um den Boden für neue Saaten 
ausnahmesihtg zu machen. Aber erst muß gründlich Ordnung ge- 
schaffen werden. Ueberall liegt trockenes Gezweig, Kartoffel-, Bohnen- 
kraul u. a. im Garten umher. Alsü schnell. Alles auf einen Hausen 
und ein Streichholz drunter. Hei! wie das schwält und knistert. Voll 
Andacht sieht die ganze Familie dem Vorgang zu. Aber merkn. 
Later und Mutter wirklich nicht, wie sich der beißende, erstick-noe 
Qualm durch die lange Reihe der Nachbargärten wälzt uud hier ine 
Mitpächter, die heute auch fleißig fein oder mit ihrer Familie im 
«armen Sonnenschein frische Lust schnappen wollten, zur ffluäst 
zwingt? Sehen sie — an anderer Stelle — wirklich nicht, daß der 
Wind den dicken Qualm auf die nahen Häuser zutreibt und dorr den 
Aufenthalt auf den Balkon! und geöffneten Fenstern unmöglich macht t 
Welcher Unverstand, welche RücksichtSlösigkeil! Ich denke, wer sich 
einen Garten zulegt, tut dies in der Absicht, nach getaner Beruft- 
arbeit bei gesunder Arbeit in Lust und Sonne sich mit den Seinen zu 
erholen. Was man aber für sich selbst will, das gönne man auch 
seinem Nächsten. Muß das trockene-Zeug durchaus verbrannt sein, so 
warte man, bis der Wind nicht mehr auf die Häuser zusteht und 
stecke den Haufen dann- kurz vor Dunkelwerden an, wenn die Nachbarn 
sowieso Feierabend machen müssen. Auf diese Art behält jeder sein 
Recht. Also bitte, di« eS angeh», etwas mehr Verstand und ein wenig 
mehr Rücksicht! G. I). 
WetterarrSfichten. 
Mittwoch: Etwas kühler, zunächst ziemlich trübe mit 
leichtem Regen und mäßigen westlichen Winden. Später 
wieder aufklarend. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau. 
Hierzu eine Beilage: 
Bekanntmachung. 
Die Ruhezeit der aus dem hiesigen Friedhofe im-Jahre 1882 
durch Erwachsene und im Jahre 1892 durch Kinder belegten Grab 
stellen ist abgelaufen. ^ _ 
Die Ruhezeit kann ber guter Instandhaltung für Erwachsene 
auf weitere 30 Jahre und für Kinder auf weüere-20 Jahr« verlängert 
werden ft» dicsenFällen sind die Grabstellen neu zu erwerben und zwar: 
soweit sie zur Zeit eingegittert find, 
als Gitterstcllcn zum Gebührensätze-von 40 M. pro gm., 
soweit sie nicht eingegittert find, 
a) bei Erwachsenen als Wahlstellen I. Reihe zum Gebührensätze 
von 60 M., 
b) bei Kindern als WahlstellenI.ReihezumGebührensahevon80M. 
Die Grabstellen zu a können auch für eine später darauf vor 
zunehmende Beisetzung eines erwachsenen Familienmitgliedes gegen 
Zahlung einer Gebühr von 80 M. reserviert werden. Das Anrecht 
auf eine solche vorbehaltene Grabstelle erlischt.nach 10 Jahren, doch 
kann der Inhaber mit Zustimmung des Gemeindevorstandes die 
Stelle sür^die Hälfte der alsdann für eine vorbehaltene Wahlstelle 
üblichen Gebühr von neuem auf 10 Jahre erwerben. 
Anträge sind schriftlich an den. Gemeindevorstand zu richten 
oder mündlich im Gemeindebüro, Feurigstr.8, Zimmer 45. anzubringen. 
Falls innerhalb der nächsten 6 Wochen Anträge auf Ver 
längerung der Ruhezeft oder auf Reservation nicht eingehen, nehmen 
wir an, das; auf die Grabstellen verzichtet wird und verfügen dann 
anderweitig über dieselben. 
ftin Falle des Verzichts auf die Grabstellen werden die zur 
Unterhaltung der Gräber verpflichteten hiermit aufgefordert, die vor 
handenen Banllchkeiten, Denkmäler. Einfriedigungen und dergleichen 
binnen 6 Wocken entfernen - zu lassen, anderenfalls sie ohne Ent 
schädigung der Gemeinde zur beliebigen Be:Wendung zufallen. 
Berlin-Friedenau,! den 31. März 1913. 
Ter Gcmeindcoorstand» I. B.: Lichthcim. 
Brillante, fein leicht,; 100 St 5 M. 
Kegelzigarre, ICO „ 6 , 
Fortuna, leicht mittel 100 , 6 „ 
Triumph, fein leicht 100 , 8 , 
Hermanns, ganz leicht 100 , 8 , 
v. Moltke, gross, feine Qual., 100 , 10 
Diese fein ausgesucht Spe- 
zlalmarken sind hervorrag. 
Im Gesebmack und fieruoh 
und ausserordentlich billig. 
Jeder Versuch gibt »findige 
Nachbestellung. 
Charlotte, gross, fein mild 100 St 10 M. 
1912er Havanna. 100 , 10 
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La Dea ; , , , 100 „ .12 „ 
La Reserva, fein, mild- 100-, 15 '>„ 
La Dea, Predilektns 100 „ 15 , 
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Bei Einkauf von.B&tpartiett] gewähre 15% Rabatt. 
Manoll,Garbaty, Josetty^aiidereZigaretten ganz beaon<i:bllll8-,S0%Rabatt 
HOLLEHMÜNIi 2 KRAUSE; Frfedenaui HMÄjMystoisSB 93. 
Bekanntmachung.. 
Ein großer Teil der an dem hinteren Wege auf dem -hiesigen 
Friedhofe liegenden Reihengräbxr wird nicht ordnungsmäßig unter 
halten, d. h. die Gräber -befinden.; sich in. einem ungepflegten und 
verfallenen Zustande. 
Die Angehörigen der daselbst beerdigten-Personen werde» aus- 
gesordert, die Gräber innerhalb der nächsten ü Wochen wieder instand 
seyen zu lassen. - 
Wird dieser.Aufforderung in- der gesetzten- Fr,st - nicht nachge 
kommen, so werden wiv aus Grund des § 24 der Friedhofsver 
ordnung vom 3.,29.-Olrober 1903 die Grabstellen einebnen und mil 
Gras besäen lasse«. 
Ter Nninniernstab wird stehen gelassen werden. 
Berlin-Friedenau, den 31. März 1913. 
Der Gcmcindcvorstaird. I. B.: Lichthcim. 
jeder Art fertigt prompt u. billig 
an G. Marschner, Handjerystr. 52. 
-altes,.zu kaufen gesucht. 
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