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Periodical volume Nr. 188, 12.08.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

feiner nach Neukölln, Trmpelhvf, Teltow, Zeuthen — nur 
nicht nach Charloltenburg. Nicht einen Tropfen bezieht 
diese Stadt aus dem Rohrnetz der nach ihr benannten 
Wasserwerke, denn sie hat ihre eigenen Schöpfanlagen in 
der Nähe der Jungfernhride und am Teufelrsee im Giune- 
wald. Diese Pumpstationen sind vor 25 Jahren etwa 
von der Gemeinde den Charlottenburger Wasserwerken ab 
gekauft worden. 
o Die Friedhofsbahn nach Stahnsdorf wird wahr 
scheinlich schon am 1. Mai dem Verkehr übergeben werden 
können. Im Sommerhalbjahre werden täglich zehn, im 
Winterhalbjahre sieben Züge nach jeder Richtung gehen. 
Die Züge sollen über die Stadtbahn geleitet werden, so 
daß nur diejenigen Fahrgäste in Wannsee umzusteigen 
hätten, die die Wannseebahn benutzen. Der Preis ist von 
Charlottenburg bis Stahnsdorf auf 30 Pf. in der 
drittel und auf 45 Pf. in der zweiten Klasse festgesetzt 
tüorden. Bekanntlich ist die Bahn gebaut, um für den 
Südwestkirchhof in Stahnsdorf eine Verbindung zu schaffen; 
doch erhoffen di« beteiligten Vororte auch besondere Vor 
teile davon. Auch für drn Verkehr nach dem neuen 
Friedenauer Friedhof bei Gütergotz kommt die Bahn in 
Betracht. 
o Haus- und Grundbesitzer-Vereirr. Wir er 
innern nochmals an die heule Abend im „Hohenzollern' 
stattfindende McnatSversämmlung, in der insbesondere Über 
die OrtSreklame berichtet werden soll. 
o Bezirksvereiu Tüdweft. Die Hauptversammlung 
fand am 27. März im Restaurant Rembrandt statt. Nach 
der Genehmigung des Protokolls erfolgte die Aufnahme 
d«S Herrn Kaufmann Paul Ebers. Der Jahresbericht 
des 2. Schriftführers ergab eine gesunde Entwicklung des 
Vereins. Darauf wurde der bisherige Vorstand einstimmig 
wiedergewählt. Der Vorsitzende Herr Stadtv. Peine be 
richtete über den Etat der Stadt Schöneberg 1913. Das 
ungünstige Bild des Etats fei gemeinsam allen Groß- 
Bertiner Gemeinden. ES ist daS zurückzuführen auf daS 
Zurückgehen der Umsatzsteuer. Außer einem Fehlbeträge 
müsse zuerst Deckung gesucht werden für den Zuschuß zur 
Untergrundbahn. Der Etat für die allgemeine Verwaltung 
ergibt, daß auf jeden Einwohner über 10 M. kommen, 
davon 2 M. Polizeikosten. Besondere Kosten verursachen 
die Schulen. Aber auch für Armenpflege, für daS 
Krankenhaus und für anderes sind gewaltige Summen 
erforderlich. Ein Lichtblick, im eigentlichen Sinne deL 
Wort-, ist der Beleuchtungsetat, der der Stadt mehr als 
700 000 M. einbringt. Dagegen hat die Stadt über 
23 000 M. Steuer an den Staat für BeleuchtungSmitlel 
zu zahlen. Bei dem Gärtnereietat erregt die Mitteilung 
Interesse, daß der Dürerplatz gärtnerische Ausgestaltung 
erhalten soll. Der neue Vertrag der Stadt mit dcm 
Elektrizitätswerk wurde vom Redner genau besprochen. 
Beim Steueretat, bei dem fast 1 Million aufzubringen 
sind, wurde eine Erhöhung der Gewerbesteuer in der 
1. Klasse abgelehnt. Dagegen mußte Schöneberg den 
Weg beschreilen, den sich andere G:meinden von Groß- 
Berlfn zu gehen scheuten, eS hat den Zuschlag zur Ein- 
kommensteuer--auf 110 Proz. fistgesetzt. Damit ist der 
Etat auf eine sichere Grundlage gestellt. Herr Direktor 
Ksorodi berichtete über den Ausbau der Fontaneschule. 
Nach den herrschenden Mißständrn habe die Bürgerschaft 
ein großes Interesse daran, daß die Schule ihr eigenes 
Gebäude erhält. Auch was den Aufbau betreffe, so habe die 
Bürgerschaft daS meiste Interesse daran. In der Debatte 
berichtete Herr Stadtv. Schmedes über das, was in der 
Apgelegenheit bisher getan worden ist. Danach ist von 
der Bürgerschaft genügsam auf die Dringlichkeit deS Neu 
baues der Fontaneichule hingewiesen worden. Nach 
Meinung deS Herrn Stadtv. Treugebrodt ist der Neubau 
noch nicht erfolgt, weil Herr Direktor Korodi f. Zt. eine 
Baustelle abgelehnt habe. Herr Pastor Wagner spricht 
von der Empörung vieler Eitern der Gemeindeschülerinnen 
darüber, daß sie ihre Kinder in einen entlegenen OrtStHl 
sxNden müssen der höheren Töchter wegen, die eigentlich 
garnicht in daS Gebäude gehören. Man sollte doch 
wenigstens Räumlichkeiten mieten. Es äußerten sich noch 
die Herren Danneberg. Mertinat, Justizrat Relnbachdr, 
Dir. Korodi, Pfarrer Wagner, die Stadtv. Schmedes und 
Treugebrodt. Von allen Seiten wurden scharfe Mittel 
vorgeschlagen, um den Magistrat zu veranlassen, daß 
endlich dem dringenden Notstände abgeholfen werde. 
Herr Justizrat Reinbacher bringt folgende Entschließung ein: 
Der Bezirksvrrein Südwrst richtet an die städtischen Körper- 
schäften die dringende Bitte, dafür Sorge zu tragen, daß die 8. Sc- 
Wtindeschulc ihren Zwecken, für die sic errichtet ist, auch erhalten wird. 
Der Bezirksvereiu sieht eine große Ungerechtigkeit darin, daß die Ge- 
vieindefchnle gezwungen wird, der sich notwendiger Weife eiwüternden 
Fontaveschule Raum zu schaffen. ES ist hierdurch in der Bürgerschaft 
eitle groß! Erbitterung hervorgerufen, und eS ist um so mehr geboten, 
diese Quelle der Unzufriedenheit zu verstopfen, da es sich heraus- 
geireUt hat, daß alle Maßnahmen, welche zwar drr G.'meindeschule 
Abbruch tun, keineswegs ausreichen, um der Fontanefchiilc das zu 
geben, waS ihr gegeben werden maß. Wir erluchen deshalb dringend, 
schleunigst der Frage näher zu treten, wie ber Gemelndeschole und 
auch der Fontaneschule dauernd geholfen wird, und empfehlen, als 
alleiniges und durchschlagendes Miltcl die Errichtung eines NeubauS 
und damit die Verwendung der zu diesem Zweck bereits bereit ge- 
stellten Anlcihrmittcl. 
'"Von verschiedenen Seiten wurde die Verbindung dks 
Friedenauer OctSteils mit dem Priesterweg, angeregt. Herr 
Peine äußerte Bedenken wegen der Kosten. Auch über 
diesen Punkt entspann sich noch eine lebhafte Besprechung. 
Herr Grünberg regte eine schönere Ausgestaltung der 
Gegend nn der Nathanaelkirche an. Schluß der Vrr- 
sammlung 12 1 / 4 Uhr. 
o Willy Deckert, der durch seinen großen Schüler 
kreis in Friedenau bekannte Violoncell-Virtuose, wirkte in 
diesem Winter solistisch mit in Occhesterkonzerten in Kolberg, 
Sorau, Suhl, Sommerfeld, Braunschweig, Küstrin, Glatz 
und Waldenburg. 
o Männertnrnvereiu. Da in der 2. Knaben- 
abteilung der Besuch der Turnstunden z. Zt., wie stets 
während der Schulferien, schwach ist, wird dtr für nächsten 
Sonntag geplante Turnfahlt nach Gatow. Seeburg, 
Spandau verschoben werden, wenn sich nicht etwa morgen 
auf dem Turnsaal genügend d. h. mindestens 40 Teil 
nehmer melden. Die Eltern werden gebeten, ihre Knaben 
zum Turnen und zur Türnfahrt zu schicken. 
o Ueber „Ozeanfahrten einst und jetzt" hält 
Schriftsteller Louis Viereck-Fiikdenau am Mittwoch, dem 
2. April, Abends 8 Uhr, in der Humboldt-Akademie (Aula 
dis Falk - Realgymnasiums, Lützowstr. 84 ä) einen mit 
gegen 100 prachtvollen Lichtbildern ausgestatteten Vortrag, 
der besonders auch auf die bevorstehende Juvgfernreise dek 
„Imperator" Bezug nimmt. Eintrittskarten zu 1 M. sind 
beim Schuldiener erhältlich. 
o Die Ortsgruppe Berlin»Friedenau des 
Deutschen FlottenveretnS veranstaltet am Montag, dem 
31. d. M., Abends 8 l / 2 Uhr, im Festsaal in der Homuth- 
straße (Reformrcalgymnasium) einen UnterhaltungSabend, 
den letzten dieses Winter?, und bittet Mitglieder und 
Freunde recht zahlreich zu erscheinen. ES spricht der Vor 
tragende Rat im Ministerium der öffentlichen Arbeiten 
Herr Geh. Baurat Tincauzer über den Bau deS Panama 
kanals, mit Lichtbildern. Der Bau dieser neuen Welt- 
oerrehlsstraße, deren Bedeutung auf politischem wie 
technischem Gebiete ganz außerordentlich genannt werden 
muß, wird von einem der berufensten Kenner erläutert, 
sodaß man dem Vortrag mit Spannung entgegensehen darf. 
o Die Friedenaner Kuabeokompaguie oder, wie 
es eigentlich heißen muß, die Knabenabtetlung deS Evang. 
Vereins junger Männer Berlin-Friedenau wird auch im 
Juli dieses Jahres eine Ferienfahrt auf 14 Tage unter- 
nehmen. Um auch Kindern mindeibemittelter Eltern die 
Teilnahme zu ermöglichen, wird die Abteilung zum Besten 
dieser Ferienfahrt am Sonntag, dcm 6. April, Abends 
7 Uhr im großen Saale deS Gemeindehauses, Kaiser 
allee 76, einen Familienabend veranstalten. Wer die von 
der Knabenkompagnie veranstalteten Abende einmal besucht 
Hot, ist sicher ihr Freund geworden und kommt gern 
wieder zu einer Veranstaltung. Leistet sie doch mit 
eigenen Mitteln und Kräften ganz vorzügliches. Der 
Familienabend am 6. April wird den Charakter einer Ge 
denkfeier an die Befreiungskriege tragen. Die Festansprache 
hält Herr Generalmajor Taubert. Auch 2 Künstler von 
namhaftem Rufe, Herr Jhno v. Freeden und Herr Musik 
direktor Mox Werner, werden mitwirken. Zwei Freunde 
der Knaben-Kompagnie haben für den Abend,ein kleiner 
Festspiel gedichtet, welches sicher vielen Beifall finden wird. 
DaS Trommler- und PfeiferkorpS (Dirigent Herr Klette) 
und die Turnriege (Turnrat Herr Lehrer Meißner) werden 
ebenfalls die Feier verschönen helfen. Zum Schluß wird 
der Leiter der Knabenabteilung, Herr GrothauS, Licht 
bilder aus dem Fertenfahrtlebefl zeigen und auch davon 
etwas erzählen. Bei dem vorzüglichen Programm ist 
bereits rege Nachfrage nach Billelk. Man wolle daher 
sich beizeiten mlt solchen versorgen. Sie sind zu haben in 
der Goßner'schen Missionsbuchhandlung, Handjerystr. 19; 
bei Schüler, BahnhauS, Bahnhosstr. 4; Klopfer, Lauter- 
straße 22; Schlatzke, Siubenrnuchstr. 65; Sternbtel, Hertel- 
straße 3; Palotz, Handjerystr. 71; Kühn, Wilhelm-Hauff- 
straße 19 und bei dem Hauplkaffcnwart dkS Verein?, 
Heistnger, Rembrandtstr. I. Um einer Ueberfüllung dks 
SaaleS vorzubeugen, sind sämtliche Plätze numeriert. 
o Der Film von der Königin Luise II. Teil 
kommt Im Btofontheater in der Rhetnstraße 14 von heute 
ab btS zum 31. d. MtS. sowohl in der um 5 Uhr be 
ginnenden Jugendvorstellung wie auch in der Abend- 
voistellung neben anderen Nummern zur Vorführung. 
AuS der Szenenfolge nennen wir: Friedrich Wilhelm III. 
setzt mit seinen Ministern das Uilimaium für Napoleon 
aus; Napoleon schlägt da« Ultimatum Preußens aus. 
Kaiser Alexander I. von Rußland gelobt an der Gruft 
Friedrich II. in der Garnisonkirche zu Potsdam dem König 
von Preußen in Gegenwart der Königin Luise unwandel 
bare Treue. Heldentod deS Prinzen Louis Ferdinand 
von Preußen bei Saalfeld. Szenen aus der Schlacht bei 
Jena und Auerstädt. Der Kurier, welcher dem Könige 
die Nachricht von der Niederlage bei Jena Überbringen 
soll, stößt auf eine französische Reiterpatrouille und wird 
von derselben verfolgt. Die Meldung des Kuriers. DaS 
KöntgSpaar beobachtet die geschlagenen Truppen von Jena 
und Auerstädt. Napoleon an der Spitze seines General- 
stabeS. Königin Luise auf der Flucht von Königsberg 
nach Memel. Die Königin hängt dem Leutnant Hellwig 
von dem zu Blücher gehörigen „Husaren-Regiment Pletz", 
welcher 8000 auf dem Transport von Erfurt nach Eisenach 
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begriffene Gefangene befreit Halle, den Orden „Tour le 
Merite“ um. 
o Handelsgerichtliche Eintragung. Der Ver. 
lagsdirekior Paul Lorenz-Berlin-Friedenau ist zum Ge 
schäftsführer der Lorenz & Co. Ges. m. b. H., Sitz Berlin, 
bestellt worden. 
o Ein Einbruchsdiebstahl wurde in dieser Nacht 
gegen 2 Uhr von 3 jungen Burschen in einer Bäckerei, 
Bornstraße Ecke Hackeistruße, verübt. Der Hauswirt kam 
jedoch hinzu und verletzte einen der Burschen durch einen 
Revolverschuß. Die Täler konnten festgenommen werden. 
Scköneberg 
—o Sitzung der Stadtverordneten am Montag, dem 81. März 
1918, Nachmittag 7 Uhr. Tagesordnung: 1. Ausgelegt werden die 
Berichte über die Revision der Sparkasse und der Zweigstellen vom 
18. MLrz 1913. 2. Beschlußfassung über die Vorlage de» Magistrats 
betr. Nachbcwilligung von 5G0 M. zvm Echutetat 6 für 1912. 
3. DeSgl. de r. Nachbewilligung von 200 M. zu demselben Etat 
4. Deözl. betr. Errichtung einer zweiten Vlo-Klaffe an der Mädchen- 
miUcischule zum 1. April 1913. 5. Dcsgl. den. Abänderung der 
Besoldungsordnuug für die Lehrpersonen der Mittelschulen. 6. DeSgl. 
betr. Bewilligung ron 940 M. für biologische Uebungen und In 
strumentarien und zur Beschaffung von Landkarten usw. für daS 
Werner-LiemenS-Realgymnasium. 7. DeSgl. betr. Annahme eines 
Vertragsangebots der Firma Strauß u. Co. 8. Kenntnisnahme von 
der Vorlage dcs Magistrats betr. Uebertragung von Arbeiten an 
einen Bürgerdeputlerten. 9. Bischlußfasinng über die Vorlage des 
Magistrats betr. Bewilligung von 2500 M. zur Erweiterung des 
Spielplatzes im Friedenauer OrtSleil, 10. Bericht des Ausschusses 
betr. Abtretung einer Parzelle an die Gemeinde Boldixum. 
—o Dte Schöniberger städtischen Behörden sind jetzt 
dazu übergegangen, den Scheck- und UeberweisungSverkehr 
in den Geschäftskreis ihrer Sparkasse aufzunehmen. 
Zweifellos wird durch diese Einrichtung die Schöneberger 
Sparkasse im erhöhten Maße in Anspruch genommen 
werden. AÄH in einigen anderen Dorortgemeinden schweben 
Beratungen^ über die Einführung deS Scheck- und Giro 
verkehrs bei den Sparkassen. 
—o Die Besoldungsordnung für die Lehrpersonen der 
Mittelschulen wird mit Wirkung vom 1. April 1913 ab 
geändert. Cs treten folgende Besoldungserhöhungen ein: 
für den Rektor um 300 M. in jeder Gehaltsstufe, für die 
Mittelschullehrer, Turn- und Zeichenlehrer um 200 in 
jeder Gehaltsstufe, für die wissenschaftlichen und technischen 
Mtttrlschullehrertnnen je um 100 M. in jeder Gehaltsstufe. 
—o Am 1. April tritt in Schöneberg dte neue 
Wohnungspflege und WohnungSaufficht in Kraft. DaS 
Büro befindet sich in der Belziger Straße 46. Die Organe 
der WohnungSaufficht haben sich biim Betreten der 
Wohnung zu legitimieren. 
— o DaS Etadtverordnetrnbllro befindet sich jetzt im 
neuen Rathaus« Eingang Freiherr vom Stein-Straße, 2. 
Obergeschoß, Zimmer 203. 
—o Eine zweite VIo Klasse wird zum 1. April 1913 
an der Mädchenmittelschule errichtet. Dadurch wird die 
Schaffung einer Stelle für eine wissenschaftliche Mittelschul 
lehrerin erforderlich. 
—o Zur Erweiteruyg des Spielplatzes im Friedenauer 
OrtSlkil wurden 2500 M. bereitgestellt. 
Berlin unci Vororte 
tzo Der neue Oberbürgermeister von Charlottenburg 
ist zwar noch nicht definitiv gewählt, aber — so schreibt 
man unS auS eingeweihten Kreisen — eS ist kein 
Geheimnis, daß der bisherige Bürgermeister Dr. Mayer 
die meiste Aussicht hat, EchustheruS' Nachfolger zu werden. 
Die Ausschußmitglieder zur Vorberatung der Wahl hyben 
natürlich auch noch andere geeignete Perjönlichkeiten 
in petto — man nennt den Stadtkämmerer Scholz — 
aber Tr. Mayer kommt doch in erster Linie in Betracht. 
Bon einer Ausschreibung der Stelle war von vornherein 
Abstand genommen, da beabsichtigt wurde, nur einem mit 
den Charlottenburger Verhältnissen gut Vertrauten dar 
wichtige Amt deS EradloberhauptiS zu übertragen, waS 
für dte Stadtverwaltung von großem Nutzen sein kann. 
Gegen Neulinge hat man in Charloltenburg von jeher eine 
kleine Abneigung gehabt. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Vcrantwortrmg.) 
Grehrtc Redaktion! Eie schreiben in Ihrem gestrigen Ariikel 
über unsere Gast- und Schankwiilschaften, daß demnächst am Markt 
platz eine Bierstube ä in Aschi ger eröffnet werden soll. Ich habe 
> un gesehen, daß bi;feß Lokal schon seit einiger Zeit fst und fertig 
eingerichtet ist. Warum wird eS nicht eröffnet? Ist dem Wirt etwa 
die Konzession verweigert worden? Ein Bedürfnis für ein solches 
Lokal ist doch in jener verkehrsreichen Gegend sicher vorhanden! W. ö. 
(Anmcrk. d. SLnjll.: Wie wir auf Nachfrage erfahren, ist dcm 
betr Wi-t in der Tat die Kongssionicruug dieses Lokals mangels 
eines BcdürfntffcS versagt wo den.) 
Vermischtes 
*o Auf dem Büro lcr Potsdamer Handilslammer, Sitz Berlin, 
Berlin 0. 2, Klosterstr 4i, liegt für Interessenten die Strom- und 
EchiffahrtSpoUzeiverorduung für den G.oßschiffahrtsweg Berlin- 
Sietrin, Sir-cke Berlin—Hohcvsaatcu, am 14. März 1913 zur Ein- 
sichinahme aus. 
Wetterowssichten. 
Sonnabend: Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, aber 
sehr veränderlich, mit etwas Regen und ziemlich frischen 
südwestlichen Winden. 
Verantwortlicher Schriftleiter: Hermann Martinius, Friedenau. 
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