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Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Altmann erklären, daß an der Fehlerstraßs die Breite 
von 25 Metern auch beibehalten ist. Doch es sollte nach 
dem Beschluß nur daS Gelände zum Friedhof genommen 
werden, daS nicht fiir die Schule gebraucht wird. Und so 
ist für die Schule noch ein Streifen nach der Offenbacher 
Straße zu herangezogen worden. Man bleibe sowieso nur 
3 Meter vom Friedhof ab, anstatt wie eigentlich Borschnst: 
6 Meter. G.-D. Schultz behält sich vor, den Friedhof 
daraufhin nochmals zu besichtigen, um eventuell auf diese 
Angklcgenheit nochmals später zurückzukommen. 
Einnahme: G °V. Richter wünscht, daß die Händler 
am Ringbahnhof gleichmäßige Gebühren zahlen. Die Sache 
wird in die geheime Sitzung verwiesen. G.-V. Kalk- 
brenner wundert sich über die Bemerkung, wonach „vor- 
übergehend" wegen des RathauSbauS Stände de§ Wochen- 
Marktes in Wegfall kommen sollen. Sollten die Stände 
nicht dauernd in . Fortfall kommen? G.-V. Ott glaubt 
auch, daß dies der Anfang zum „dauernden" Fortfall 
mehrerer Stände auf dem Wochenmarkt sei, obwohl Herr 
Lichlhcim s. Zt. sagte, daß kein Quadratmeter in Fortfall 
käme. Schöffe Lichtheim erklärt, daß er nicht gesagt 
habe, cS werde kein Quadratmeter fortfallen, sondern, daß 
kein Stand fortfällt. Und das ist auch der Fall. Er 
habe durch Verkleinerung einzelner Stände von teilweise 8 
und 6 gm auf 5 qm sämtliche Stände wieder unten 
bringen tonnen. In Steglitz sind die Stände sogar nur 
4 qm groß. ES ist also durchaus möglich, sämtliche 
Stände wieder unterzubringen. Es kommen jetzt nur 
einzelne Stände durch den Vau in Fortfall, daher die Be 
zeichnung, daß „vorübergehend' einige Stände ausfallen. 
G.-V. Schultz hält die Einnahme von 10 000 M für den 
neuen Markt zu hoch angegeben, mehr wie 8000 M. 
werden zunächst nicht einkommen. Schöffe Lichtheim er- 
klä:t, daß bereits 102 Stände angemeldet seien. Damit 
wäre die Einnahme sicher zu erwarten. 
G.-B. Kalkbrenner fragt an, warum die Vorgärten 
in der Kirchstraße nicht beseitigt werden, nachdem der Ne- 
gierungkpräsident die Beseitigung genehmigt hat. ES 
haben einige Hausbesitzer dort bereits Läden ausgebrochcn, 
Bürgermeister Walger erklärt, daß dort nur ein Haus 
besitzer Läden auSgebrochen habe und dies vor dem Be» 
schluß der Gemeindevertretung. Der Beschluß ist vielmehr 
erst die Folge dieses LadenauSbruchS. Er könne aber über 
diese Sache nicht öffentlich sprechen und werden darüber 
in geheimer Satzung Mitteilungen machen. 
Armenvcrwaltung, Ausgabe. Der Betrag von 1000 
Mark für Milch und Stärkungsmittel für.Lungenkranke wird 
der WohlfahrtSverwaltung (Fürsorge für Tuberkulöse) über 
wiesen. Schöffe Wosstdlo erklärt, daß er in diesem Jahre 
noch bei den beiden Gemeindeschwestern bleiben wollte, im 
nächsten Jahre aber müffe die drille Gemeindeschwester an 
gestellt werden.I 
Bei der Tirfbauverwaltung stellt G.-V. Schultz fest, 
daß die Gemeinde an laufenden EntwäfferungSgebühren 
188 330 M. einnimmt, während sie nur 130 000 M. an 
Schöneberg für die Entwässerung abführt. Obwohl die 
Grundbesitzer nur die laisächlichen Kosten zu zahlen ver- 
pflichtet wären, bringest?. cstja der.Mmeinhe Lter Men _ 
Höheren Betrag ein. Ec wolle dies nur feststellen, einen 
Antrag stelle er nicht. 
Straßenreinigung, Ausgabe: G.-V. Berger hält den 
Betrag für Fuhrlohn zur Bedienung der Waschmaschine 
für sehr hoch. Der Bürgermeister erwidert, daß der 
Betrag nach dem Vertrage mit dem Fuhrunternehmer zu 
entiichten ist. G.-V. Finke wundert sich, daß der Betrag 
für Waschen des Asphattpflaster geringer geworden ist, ob 
wohl dis Straßenreinigung im Westen Friedenau bisher 
zu wünschen übrig ließ. G.-V. Olt trägt ebenfalls mehr 
fache Beschwerden gegen die Straßenreinigung vor. 
Namentlich in der Kaiserallee, an der Varzinerstraße, ist 
zeitweise nicht über den Damm zu kommen. Man muß 
dort große Sprünge machen, um über den Damm zu 
gelangen. Man könne doch nicht verlangen, daß sich hier 
die Bürger als Parterre-Akrobaten produzierten. Außer 
dem bewegen sich die Straßenreiniger mit einer Lässigkeit 
und tun, als wüßten sie nicht, wo sie anzufangen hätten. 
G.-V. Berger bemängelt die Straßenreinigung in der 
Nveinstraße. Die Waschmaschine schiebt den Schlamm 
wohl an die Seite, dort bleibt er aber liegen, sodaß man 
darüber hinwegspringen muß. In Berlin wird der Schmutz 
sofort weggeschoben, von Arbeitern, die hinter der Wasch 
Maschine gehen. Schöffe Draeger verspricht, dahin zu 
wirken, daß Abhilfe erfolgt. ES werden auf Antrag des 
G.-V. Richter noch 1000 M. eingestellt zur Verfügung 
des StraßenreinigungSausfchußes. G.-V. Uhlenbrock 
wünscht, daß der von der Straßenbahngesellschaft gezahlte 
Betrag für Reinigung und Sprengung der Rheinstraße 
auckr wirklich dafür verwendet wird. Die Staubplage in 
der Rheinstraße ist sehr groß. (Schluß folgt.) 
Lokales 
(Nachdruck unserer o-Originnlartikcl nur mit Quellenangabe gestattet.) 
o Palmsonntag. Mit dem Palmsonntag hat die 
sogenannte .stille Woche" ihren Anfang genommen, die 
das Volk auch die Trauer-, Kar- oder Martcrwoche nennt 
und die uns die' herbe Leidenszeit des Heilandes inS 
Gedächtnis ruft. In früheren Jahrhunderten schwieg 
während dieser Tage sogar die Orgel und auch die Glocken 
blieben stumm, ja unter Kaiser Konstantin mußte selbst 
jegliche Arbeit ruhen. — Die einzelnen Tage dieser Woche 
haben ihre besonderen Bezeichnungen. Ta gibt es den 
„guten Montags, den „SchcllendienStag", den „krummen 
Mittwoch', den „grünen Donnerstag", den .stillen Freitag' 
und endlich den „Kar-SamStag". Nach dem Aberglaubm 
des BolkcS darf man in der stillen Woche kein Hemd 
waschen, da derjenige, der ein solches anzöge, am ganzen 
Körper Geschwüre bekommen würde. Wer am Kar- 
Samtztng Kohlen unter der Stalllür vergräbt, der hält, 
so heißt cs, damit dem Vieh die ö<xen fein und schützt 
seine Felder vor Hageischlag und Jnseklenschaden. Auch 
soll Holz, daS an diesem Tage gefällt worden ist, den 
Kornbrand verhindern, wckhalb die Bauern Späne von 
einem solchen Scherte gern auf ihr Ackerland streuen. 
o Die nächste Gemeindcvertretersitzung findet 
am Montag, dem 17. März 1913, Abends 6 Uhr:, im 
Sitzungssaal des ReformrealgymnastumS (Homuthstraße) 
statt. Die Tagesordnung finden unsere Leser im Anzeigen 
teil dieser Zeitung. 
o Die Dlensträume der AmtS und Gemeinde» 
Verwaltung werden am Sonnabend, dem 22. d. M. um 
1 Uhr, die der Gemcindekaffe am gleichen Tage um 
12 Uhr Mittags für den Publikumverkehr geschloffen. 
o Das Standesamt ist am 2. Osterfeiertog für 
die Anmeldung von Slcrbefällen von 11 — 12 Uhr geöffnet. 
o Von der Körrigln-Luise-Schule. Am Mitt 
woch. dem 19. März, BormittagS 10 Uhr, findet zum 
ersten Male die Entlastung der Schülerinnen der 1. Klaffe 
statt. Damit ist gleichzeitig verbunden eine Beglück 
wünschung dr§ Herrn Professor Bender anläßlich seines 
25 jährigen AmtSjnbiläumS. 
o Die Landtagswahlen. Die Wahl der Wahl- 
männer für die bevorstehenden LandtagSwahlen ist auf den 
16. Mai, die Wahl drS Abgeordneten auf den 3. Juni 
festgesetzt worden. Friedenau wird für diese Wahlen in 
25 Urwählrrbezirke (bisher 12) eingeteilt. 
o Kirchliches. Morgen, Palmsonntag, dem 16. 
März, findet in unserer Kirche „Zum guten Hirten" am 
Nachmittag ein Predlgigottrsdienst nicht statt. Dafür wird 
Nachm. 4 Uhr P. Better, Nachm. 6 Uhr P. Görnaudt 
Ab-ndmahlSgoltiSdienst hallen, insbesondere für die Neu- 
konfirmierten. 
o Das Eichamt in der Niedstraße ist heute ge 
schloffen worden. Gewerbetreibende, die ihre Maße und 
Gewichte noch nicht haben nacheichen lasten, müffen sie 
jetzt : schleunigst nach dem Eichamt in der Zicthenstraße 
bringen. Wenn bei der in nächster Zeit stattfindende 
Kontrolle falsche Maße und Gewichte angetroffen werden, 
wird der betr. Gewerbetreibende in Strafe genommen. 
o Zum bevorstehenden Umzug gibt der AmtS- 
voi sicher bekannt, daß die Räumung bei kleineren, auS 
höchstens 2 Zimmern bestehenden Wohnungen am 1. April, 
bei mittleren auS 3—4 Wohnzimmern bestehenden Woh 
nungen am 2. April um 12 Uhr mittags und bei großen, 
aus mehr als 4 Zimmern umfassenden Wohnungen am 
3. Avril mittags 12 Uhr beendet sein muß. Jedoch sind 
bei niiitleren Wohnungen 1 Wohnzimmer und bei großen 
Wohnungen 2 Wohnzimmer schon am 1. UmzugStage dem 
einziehenden Mieter für die Unterbringung seiner Möbel 
usw. vollständig geräumt zur Verfügung zu stellen. 
o Siegelung der Ausverkäufe. Mit Rücksicht 
darauf, daß am 1. April 1913 eine polizeiliche Anordnung 
über dir Regelung der Ausverkäufe in Kraft tritt, hoben 
die Acltestkn der Kaufmannschaft die Veröffentlichung eines 
AusvrrkaufSmerkblaltS für Groß-Berlin beschlossen, in dem 
die wichtigsten, gesetzlichen und polizeilichen Bestimmungen 
über daS AuSveikaufSwescn gemeinverständlich dargestellt 
sind. Dos Merkblait wird alSbaid im Zenlralbllro der 
Korporationen der Kaufmannschaft, Berlin 0 2, Börse, 
Neue Fttcdttchstt. 51, I., an Interessenten unentgeltlich 
verteilt und der nächsten Nummer der „Cvrrespondenz" deS 
Arltestrn Kollegiums beigelegt werden. 
o Zum diesjährigen Osterfest wird die Königl. 
Eisenbahndirektton Hannover zur pünktlichen Abwickelung 
des stärkeren Personenverkehrs eine Reihe von Vorzügen 
ablassen, die etwa 10 Minuten vor den Havptzügen ver 
kehren. So u. a. auf den Strecken Berlin—Hannover- 
Köln vom 14. März bis 2. April, Hamburg—Hannover— 
Frankfurt vom 20.—26. März, Bremen -Hannover vom 
23.-25. März, Hannover—Magdeburg—Berlin am 20., 
21. und 23. März usw. Diese Vorzüge halten auf den 
selben Bahnhöfen wie die Hauptzüge und werden inbezug 
auf Fahrkarleu genau wie diese behandelt. Nähere Aus 
kunft über die Fahrpläne geben die AufstchtSbeamten auf 
drn Bahnhöfen, die Auskunftsstellen und die Fahrkarten 
ausgaben. 
o Eine Schädigung der Krankenkassen geschieht 
vielfach durch solche Kaffenmltgliedcr, die stellungslos 
werden und nun, um Geldmittel zu erhalten, sich krank 
melden. Es kommt aber auch vor, daß Kassenmitglicder 
Krankengeld geziehen und trotzdem ihrem Erwerb nach 
gehen. Mit einem solchen Fall beschäftigte sich kürzlich daö 
Gericht. Ern Kaffcnu.itglied meldete sich aus einem ge 
ringen Anlaß krank ur.d litß sich von kintin Arzt die 
Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. In der Zeit, in der der 
Arbeiter Krankengeld bezog, verrichtete er auch Lohnarbeit. 
Das machte der Arbeiter vier Wochen hindurch. Auf An 
trag der geschädigten Kronkenkoffe wurde das Kaffenmit 
glied nach einer Bonner Z i:ung von der Strafkammer in 
Bonn wegen Betruges mir 4 Monaten Gefängnis bestraft. 
o Tie khemaiigcn Schülerinnen der Rocuuc» 
bcrgschen höheren Mädchenschule wollen sich, wie 
uns mrigetellt wird, am 18 März d. I. im Caf« Woerz 
in Ftteder.au um 5 Uhr Nachmittag zu einem gemütlichen 
Beisammensein treffen. 
o Eine Jahrhundertfeier für Grosiberlin findet 
am Montag, dem 17. März, Abends 8'/, Uhr, in den 
Räumen des SporipalasteS, Polsdamerstr. 72, statt, ver 
anstaltet von der Vaterländischen Gesellschaft zur Verbrei 
tung von GeschiLlskenntnissen. Eintrittskarten zu 50 Pfg. 
sind Lcrngobardenallee 6 I anzufordern. 
o Zwaugöverstsigerungöergebnis. Bornstr. 8 
in Gemarkung Gerlin-Friedenau, dem Kaufmann Johann 
Wiczorek in Berlin, Oldcrrbnrgetstr. 31. gehörig. Fläche 
12,58 Ar. Nutzungswelt 15 000 M. Mit dem Gebot von 
210 000 M. bar blieb die Frau Kontreadmiral Auguste 
Engel, gcb. Mctzler, in Berlin-Cchöneberg, Slierstraße 18, 
Meistbietende. 
o Verein der Gast» und Schankwirte. Tie 
nächste BereinSvcrsammIung findet am Monlag, dem 
17. März, nachmittags 5 Uhr beim Kollegen Slernberg, 
WUmriSdott, Paulsbornerstr. 10, statt. (Fahrtverbindung 
W und WE bis PaulSbornerstraße.) Zur Aufnahme ge 
langt Rudolf Heidecker, Wiesbadeuerstr. 78. Bericht von 
der Delegierten-Sltzung. Vortrug der VnbandLprästdentcn 
Otto Strauß. Bericht über daS Nachrichtenblatt dcS Kost. 
Harmuth. „ ri 
o Die Musikschule E. Macat, Steglitz, Horst- 
Kohlstr. 15 (nahe Lauenburger-Platz) veranstaltet dar 
4. Schüler-Vortragsspiel am Mittwoch, dem 19. März, 
Abends 7 Uhr, im oberen Saale drS „Hohenzollern", 
Handjerystr. 64. Wir können allen Mustkfreudcn, insbe 
sondere den Eltern musilstudirrender Söhne und Töchter 
den Besuch dieses Abends empfehlen. 
“ o Der Akadcurifche Ehor (Dir. John Petersen) 
veranstaltet am Karfreitag im Festsaal des Friedenauer 
Reform.Gymnasiums ein Konzert mit Streichorchester und 
Orgel. Das Programm enthält Kompositionen von Per- 
golesi. Schubert, Brahms und Mendelssohn. Karten zu 
populären Preisen (1. l*/ a und 2 Mk.) sind zu haben bei 
Schwartz, Rheinstr. 60 u. Wertheim. sSchmargendorferstr. 37. 
0 Evangelischer Arbeiterverein für Friedenau 
und Nmgegeud. Der Familienabend am Palmsonntag, 
denr 16. d. M., den die Gesangabteilnng deS E. A.-V. zu 
Ehren von Kaisers Geburtstag (Nachfeier, weil hier Saal- 
Mangel herrscht) im „Kaiser-Wilhelmgarten" veranstaltet, 
veispricht, nach dem aufgestellten Programm, ein genuß 
reicher zu werden. Wird die erst kürzlich gegründete 
Gesangableilung ihr Bestes vorzutragen versuchen, so dürste 
der Besuch von Freunden eines guten Gesanges (bewährte 
Leitung des hierorts sehr bekannten und beliebten 
Dittgenten Herrn M. Boigt, Schöneberg) zu empfehlen 
sein. Ein Blumensestspiel, Konzert, ein Einakter und 
Edelweißblumentag sorgen für wohltuende Abwechselung. 
0 Kindrscntführuug. Als gestern Mittag in der 
12. Stunde eine Schar Kinder in der Stubenrauchstraße 
vor dem Hause Nr. 12 spielte, fuhr dort plötzlich rin 
Automobil vor. Zwei Herren stiegen eiligst euS dem 
Kraftwagen, ergriffen zwei Kinder im Alter von 10 und 
13 Jahren und schleppten sie trotz 'Hilferufe in das 
Automobil, um schnell davon zu fahren. Wie wir er 
sahen, sollen die Kinder von ihrcm Bater entführt 
morden sein. Die Mutter wohnt in der Stubenrauch» 
sttoße. Bon Passanten ist die Nummer deS Automobils 
notiert worden. 
v Eine diebische FrühstücköauSträgeriu. Der 
Inhaber einer Bäckereifiitale in der Handjerystraße bemerkte 
seit einiger Zeit, daß eine FrllhstückSauSträgerin, die seit 
8 Jahren im Geschäft tätig war und deshalb auch ein 
gewisses Vertrauen genoß, nicht ehrlich ist. AIS sie nun 
eincS TageS kontrolliert wurde, stellte eS sich heraus, daß' 
sie täglich bis zu 1 M. Ware auS dem Geschäft ent 
nommen hatte. Da sich die Austrägerin mit dem Bäcker 
meister wegen einer Entschädigung nicht einigen wollte, 
hat der Meister Strafantrag gestellt. 
0 Wohnungseinbruch. Am Donnerstag Nach 
mittag, in der Zeit von 3—1/,5 Uhr wurde in der Woh 
nung eines Herrn B., Laubacher Straße 9, ein Einbruchs- 
dicbstahl verübt. Als Dieb kommt in Frage ein großer, 
schlanker Mann mit schmalem Gesicht, der einen grauen Hot 
trug. Er erschien gegen 3 Uhr an der WohnungSiür und- 
frug die allein anwesenden Kinder, die sich gerade zum 
Fortgehen rüsteten, ob ihr Bater od r ihre Mutter 
anwesend wäre.' Die Kiiidet verneinten dies und ver- 
l kßcn bald darnach die Wohnung. Darauf mußte der 
Spitzbube gewartet haben, der nun durch Nachschlüssel 
sich Eingang in die Wohnung verschaffte. Gestohlen 
wurdcn: 2 Kleider, 2 Herrenanzüge, 2 Röcke, 1 Kostüm, 
1 Uhr. 1 Uhikette, 6 KlöiningStaler, ein Fünf- und ein 
Zweimarkstück. Das alles packte der Dieb in einen in der 
Kammer stchcnden Netsekorb, den er dann auf die Schulter 
nahm und forttrug. 
0 Eine unangenehme Verkehrsstörung entstand 
am Freitag Abend im Friedenauer OttSteilS östlich der 
Wannserbahn auf der Linie 60. Ein Wagen dieser Linie, 
der mit ziemlicher Verspätung von Berlin ankam, legte 
gegen 8 3 / 4 Uhr einfach bereits an der Becker- Ecke Menzel- 
straße um. Inzwischen warteten zahlreiche Fahrgäste an 
der Endhaltestelle sowie an der Nathanaelkirche. Da- 
auf der Linie 60 an und für sich nur ein 15 Minuten- 
betricü besteht, entstand eine halbstündige Pause. 
Vereins-NaAricklen 
Der Verband für handw.-rks mäßige und fachgewerbliche Sus- 
blldi.ng der Freu reisender soeben die Einladungen zu seiner am 25. 
ui d 26. Arril 1913 in Groß-Berlin, im Festsaale deS RalhaujeS zr 
Charlotienbnrg, stattfindenden zweiten öffeiniichcn Hauptversammlung. 
Besond-re Eirtritlikatten weiden nicht ausgegeben. Anfragen find 
an die Geschäftsstelle des Verbandes: Berlin W., Linkstr. 11 zurichten. 
Die kurijche Nehrung. Am Montag, dem 17. Mär,, Abend! 
Uhr veranstaltet die Märkische Gesellschaft von Freunden der 
Pholocrophic E. V zu Berlr-Sieglitz in der Aula dik Gymnasiums, 
Heeststr. t5. ihren 76. ProfiklionSalend mit d-m Vortrage deS Herrn 
Hermann Schultz cue Königsberg: Tie kurisebe Nehrung. AuS dem 
Vortrage find folgende Punkte hervorzuheben: Cranz, Carkau, Kunzen, 
Clrandlcben, dad Mövingelünde, Rojsilten, Pillkoppen, Eonnenunter- 
gaig cm Hass, SLwarzort, Eaudlrug. Karlen zum freien Eintritt 
bei Herrn Georg Schwabe, Sieglitz, Schlvßstr. 92. 
Sport. 
Der Sperlv-nin Dresden trifft am kommenden Sonntag mit dem 
Tennis- und Hockey Club 99 E. V. zu einem Retourweitsptel zu 
sammen. ES ft brt auf tem Platz des letztsten in Steglitz, Ring. 
Ecke Eüdendstraße, statt. Die gute Form der Dresdener Mannschaft, 
dürste dem T. H. C., der seiner Zeit in Dresden siegreich war, cs 
sehr erfchwercu. auch diesmal den Steg zu erkümpsen. Das Spiel be- 
ginnt um 10 Uhr Vvrmillags bei mäßigem Eintrittspreis 
De: Tennisklub Grün-Geld 1911 wird in der am 1. April be- 
ginncrden diesjährigen Saison auf gut angelegten Plätzen in Schöne- 
berg, Jnnsdruckelstraße (Nähe der EbcrLstiaßc) spielen, welche btguem 
aus alten Stadtteilen mtt Untergrund, Stadt- und Straßenbahn zu 
erreichen sind. Der Klub, welcher nrch Mitglieder aufzunehmen in d:r 
Lage ist, bietet Damen und Herren gegen mäßigen Beitrag sportlichen 
urd geselligen Anschluß. — Interessenten werden gebeten, sich baldigst 
wegen Auskunft an die Herren O. Hawmccher, Steglitz, Köencrstr. 4l, 
oder H. Hcrtwig, Friedeucu, Diltzelmstzöhcrstt. 12 zu wenden. 
Auskuufts» und Fürsorgestelle (Kaiserallee 66). 
für Tuberkniöse: Aerzlbche Sprechstunden für Männer jeden Dienstag 
von 12—1, für Frauen und Kinder jeden Mittwoch von 12—1 Uhr 
für Blkohotkrank«: Acrzil. Sprechstunde jeden Freitag von 12—1 Uhr. 
Patentlckau 
mitgeteilt von-, Patenlvüro Johannes Koch, Berlin NO. 18, Glotze 
Frankfurterstratze 59. Abschriften billigst. AuSkünite kostenlos. 
Dr. Cuit Slive, Btrlm-Friederau, Südwestkorso 69: LtcUempfind-
        
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