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Periodical volume Nr. 60, 11.03.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

(Frivdenairer 
Ai,parteiisch« Zeitun- für kommunale und bürgerlich« 
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Nr 60 
Zeitung.) 
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Berlin-Friedenau. Dienstag, den 11 März 1913 
20 Iahrg. 
vepetcken 
Letzte !2achrlchten 
Eoldin. Die gestern morgen gegen 8 Uhr in der 
Nähe von Soldin mit einem f.anzöfifchen Ballon gelandeten 
drei Luftschiffe wurden heute morgen auf Weisung aus 
Berlin freigelassen. 
Rom. Tin Prkoattelegramm aus Podgoritza in 
Montenegro meldet, der Bef.hl zum Genecalangriff auf 
Skutari werde stündlich erwartet. Alle« sei hierzu bereit. 
Konstanttnopel. Eine Deputation von O fizteren 
der Tschataldscha-Armee hat den Großwesir Mahmud 
Schewket Pascha aufgesucht und ihm erklärt, daß die 
Armee keinesfalls die Uebergabe Adrianopel» dulden würde; 
fall» die Festung geopfert werden sollte, so würde die Re 
gterung mit der Armee zu rechnen haben. 
Florenz. Ein schwerer Sturm wütete in ganz Nord 
italien. In Livorno und Florenz wurden mehrere Pelsonen 
schwer verletzt. 
London. In Sydney (Australien) und Vorstädten 
wütete rin heftiger Orkan, der großen Schaden angerichtet 
hat. Meilenweit sind Straßen und Wege ausgenss-n 
Biele T-bäude sind vom Sturm beschädigt worden. Vier 
Menschen sind umgekommen. 
Neuyork. Sun gibt einen Bericht de« amerikanischen 
Gesandten in Guatemala über ein Erdbeben wieder, da« 
Guatemala am Sonnabend heimgesucht bat und dem eine 
ganze Siadt und viele Menschenleben zum Opfer gefallen sind. 
Die Jabi-bunckertkeiee in 
frieden*«.'” 
.Nach 100 Jahren fingt noch 
Sein Lob die ganze wclt". 
Diese - Vertchen findet sich in der vor 100 Ihren 
erschienenen Nr. 35 der „Vosstschen Zeitung* vom 23. 
Mä-z mit Bezug auf dir Befreiung Hamburg- durch die 
Russen. U-d daß dieser prophetische Spruch Recht be- 
halten hot, erleben wir jetzt alle Tage. Ja erhebenden 
Veranstaltungen feiern wir die Erinnerung an die große 
Zeit, da das preußische, Volk sich ein- fühlte in dem Be 
streben, daS fremde Joch abzuschütteln, da- ihm ein beute- 
gieriger Eroberer aufgedrängt hatte. Geknechtet und be 
drückt, tief in feinem nationalen Empfinden und an feiner 
Ehre gekränkt, vermochte da- Volk vor 100 Jahren die 
Fessel nicht länger zu ertragen. Wie ein Mann stand »S 
auf — der Sturm brach loS! Lieber einen ruhmvollen 
Untergang, als etnen ehrlosen Frieden. In todesmutiger 
Opferbereilschaft erlöste e- unser Vaterland von dem 
schweren Alp. Daß auch heute noch der von nationalem 
Stolz und Ehrgefühl beseelte Geist in unserem Volke 
lebendig ist, beweisen die Erinnerung-feiern allüberall im 
Reiche. 
Auch in Friedenau wurde der national» Erinnerung-- 
tag würdig begangen. Und wer «» bisher noch nicht 
wußte; daß in Friedenau eine für die heiligsten Güter 
begeisterte Bürgerschaft wohnt, der wurde ,8 gestern ge 
wahr. In hellen Scharen stiömten unsere Mitbürger zu 
den einzelnen Veranstaltungen. 
Grau in Grau war der Himmel gemalt, zeitweise 
rieselte ein feiner Regen zur Erde. Doch da« Herz war 
hoch gestimmt, froh beseelt von nationalem Selbstbewußtsein. 
Der Festgottesdienst. 
J-r der 6. Nachmittagsstunde versammelten sich die 
Kameraden de- „Krieger- und LandwehroereinS" und des 
„Krieger- und VeteranenvereinS" im Restaurant Hohen- 
zollern. Unter Vorantritt der Kapelle der Gardeschützen 
marschierten die Krieger — vorauf die Veteranen — durch 
die Kirch-, Rhein» und Lauterstraße zur Wohnung deS 
Vorsitzenden Herrn Hauptmann d. L. Justizrat Ekopnttk 
zur Abholung der Fahnen. Dann weiter über Moybach- 
platz, die BiSmarckstraße zum Gotteshaus. Der Turn 
verein versammelte sich mit seinem Banner am Lauterplotz 
und marschierte durch die Cchmargendorfer Straße nach 
der K>rche, während der Evangelische Aibeiteroerein mit 
dem Banner an der Ep tze vom Kaiser Wilhrlm Garten 
durch die Rhein- und Kirchstioße zum GotteShause ging. 
Die Fahnen und Banner nahmen in der Nähe deS Altars 
Aufst lluug. I, unserer Kirche halte sich, aiS die Äereine 
eintrafen, die Bürgerschaft bereits sehr zahlreich versammelt, 
sodoß unser Gotteshaus btS auf den letzten Platz bes.tzi 
war. Nach einem Orgeloo,spiel leitete der Kirchenchor 
(Dirigent Herr Köntgl. Musikdirektor HarrterS-W'ppein) 
mit dem Gesänge „Führe mich Gott" den Gottesdienst ein. 
Dem Gemeindegesang: „Nun lob, meine Seele, den Herren" 
folgte die Liturgie, mit Verlesung de- 77. und 46. 
PfalmS. Seiner Predigt legte Herr Plärrer Vetter dar 
Wo-t der heiligen Schrift 1. Könige 8. 57—58 zugrunde: 
„Der Herr, unser Gott, sei mit un«. wie er gewesen ist 
mit unsern Vätern. Er verlaß unS nicht, und ziehe seine 
Hand nicht von unS, zu neigen unser Hrrz zu ihm, daß 
wir wandeln in allen seinen Wegen, und hallen seine 
Gebote, Sitten und Rechte. die er unsern Vätern geboten 
hat/ Der Geistliche erinnerte zunächst an die Gedenk 
tage: den Todestag Kaiser Wilhelms I, den GeburtStog 
der Königin Luise, dle Stiftung deS Eisernen Kreuze-, den 
Aufruf an mein Volk, die Giündung der Landwehr, um 
dann in lebendigen Worten die große Bewegung zu 
schildern, die vor 100 Jahren unser Volk begeisterte und 
eS zu der ruhmvollen Befreiung von der Fremdherrschaft 
führte. Aber diese Bewegung wurde getragen von einem 
sittlichen Ernst, von innerer Frömmigkeit und dem festen 
Glauben an Gotte- Führung. Und dieser felsenfeste 
Glaube, der alle bcseelte, hoch und niedrig, alt und jung, 
erfüllte daS Volk zu der giößte Opferwilligkeit. Mit 
einem Blick in die Gegenwart und Zukunft ermahnte der 
Geistliche, • auch ferner diesen Geist der Frömmigkeit 
zu pflegen, Gott zu suchen, dann wird auch Gott mit unS 
sein und unS leiten und führen. Nach dem Gebet 
und Vaterunser sang die Gemeinde stehend den Choral 
von Leuthen: „Nun danket alle Gott." Orgel und die 
Musik der Gardeschützenkopelle begleiteten die Gemeinde- 
gesänge. M't dem Segen de» Geistlichen schloß der er 
hebende FkstgotteSdienst. — Die Krtegervereine marschierten 
nun unter den Klängen der Gardeschützenkapelle durch die 
Kirch-, Rhein- und Schloßstraße nach dem Schloßpark in 
Steglitz. Fackkltragende Feuerwehrleute und eine zahl- 
reiche Menschenmenge begleiteten den Zug. 
Der öffentliche FestkommerS. 
So sehr man zuerst die durch die Sonderveran 
staltung der Krieger - Vereine im .Schloßpark" her 
beigeführte Zersplitterung tief bedauerte, um so mehr 
beglückwünschte man sich nachher, daß eS so gekommen war. 
Denn e- wäre unmöglich gewesen, die gen. Vereine auch 
noch in der Aula mit unterzubringen. Um 1 / 2 9 Uhr. dem 
festgesetzten Beginn, war daS „HauS", der herrliche Fest, 
saal im Reformrealgymnasium, „gerammelt* voll. Der 
berühmte „Apfel" konnte nicht zur Erde fallen. Die Ein- 
gangslüren waren weit geöffnet und die Festteilnehmer 
standen bis weit in den Vorsaal hinein, hoffend, daß doch 
noch rin Plätzchen frei werde. Auch auf den Galerien, 
wo unsere Damen ihre Plätze hatten, waren die Gänge 
dicht besetzt, ebenso die zu ihnen führenden Treppen. 
Tausend Personen füllten sicher den Saal. Aber Hunderte, 
die Einlaß begehrten, mußten wieder umkehren. Unsere 
Gemeindevertretung, an der Spitze Herr Bürgermeister 
Walger, war fast vollzählig erschienen. Sämtlich» Ort-- 
vereine hatten ihre Vertreter entsand. Auch die Uniform 
war zahlreich vertreten. Für eine hübsche Ausschmückung 
deS FestsaaleS hatte Herr Obergärtner Stabe gesorgt. Lor 
beerbäume bekränzten den Weg bis zum Saal und gaben 
auch dem Saal den Schmuck. Auf den Tischen standen 
blühende Tulpen. Die Brüstungen der Galerien schmückten 
Guirlanden und deutsche und preußische Fahnen, und an 
der Bühne stand im Lorbeerhatn die Kaiseibüste. 
Der Mädchenchor unserer Gemrindeschule unter der 
sicheren Leitung de- Herrn Lehrer- Vogel eröffnete die 
Feier mit dem Gesang de- „Niederländischen DankgebeteS." 
Mit Entzücken lauschte man den jugendlichen Mädchen- 
stimmen Und wir müssen anerkennen, daß Herr Vogel die 
kleinen Sängerinnen zu einer künstlerischen Darbietung zu 
vereinen wußte. Herr Bürgermeister Walger brachte 
darauf da- Kaiserhoch in folgender Rede aus: 
Hc<tv«,eh'l!che Festv-rsammlung! Durch unser ganres Volk geht 
beule die fieudige Erinmruur an d e gnße Zeit vor 100 Jahren, an 
die Zeit, die Prerßen nach der tiefsten Ermcdrigunq d e rationale 
Freiheit wüd.rbrachte. Um dö sein V lks mpfinden auch hier in Friedenau 
Rechnung zu trag n, haben d.e Gemei deiöiperjchaflen die heutige Feier 
veranüaliet und die gesimie Bürge schaft eingeladen. 
Ich eröffne den hruiigen Festkommkrs und heiße Eie alle herzlich 
w'llkommen Ich snue mich daß Cie so zahlreich unserem Ruf ge- 
scl.t sind und begrüß: betond.rs das E scheinen der zahlreichen Vereine, 
dle jeder für sich einen Teil der Bürgerschaft zu bis.'Nderem Zweck 
sammeln, sich aber heut unabhängig von wirtscha tlichen rder politischen 
Heger,sägen einig sind in der Liebe zum Bale,lande. Denn wie vor 
100 Jah-en schlägt noch heule jede« Preußen Herz in Begeisterung 
für das Vaterland und wie vor 100 Jahren ist auch heute noch unser 
Volk bereit, 'üc seine Freiheit die schwersten Opfer zu bringen. 
In dankbarer Erinnerung geder ken wir der Männer, die in aus. 
opfernder Arbeit die Erhebung Preußens vorbereitet und dann mit 
dem Schwert in der Faust die Freiheit erkämpft haben. Aber ebenso 
sind w r uns heute, am Geburtstage der unvergeßlichen Königin Luise 
bewußt, daß das Sch cksal unserer Nation mit dem SL-cksal unseres 
Herrscherhauses unauflösl ch rerknüpft ist. Wie der König sein Volk 
Der Staatsanwalt. 
Im *. chtll. 
54 
Black schaute sie sehr erstaunt an. . Die Pior.ucye 
Flucht der Bewohner des Schlosses hatte seinen Verdacht 
bereits teilweise auf diese gelenlt, und die Aussagen des 
Mädchens bestärkten ihn darin. Ihre Erzählung, daß 
man sie gefangengehalten habe, ließ nicht darauf schließen, 
daß sie mit den Plänen ihrer sogenannten Verwandten 
vertraut gewesen. Im Gegenteil, man konnte eher an- 
nehnren, sie habe sich deren Absichten widersetzt und sei 
deshalb ihrer Freiheit beraubt worden, solange man 
fürchten konnte, daß sie die verbrecherischen Pläne durch 
kreuzen könne. Allerdings hatte er ja noch keinen Beweis, 
daß die plötzliche Abreise Herrn Scharnocks und der Gräfin 
mit dem Attentat auf Sir William zusammenhing. 
Der Inspektor sah der jungen Dame scharf in die 
Augen und fragte dann: „Milten in der Nacht gehen 
doch keine Züge. Wie sind denn die Herrschaften abgereist?" 
^Sie fuhren in einem Automobil fort." 
„In einem sehr großen grauen?" 
„Jawohl." 
„Wieviel Personen waren in dem Auto?" 
"Sechs außer dem Chauffeur. Fünf Männer und dis 
Komtesse^ slus ^ Dienstmädchen geworden ? Sind 
die noch hier?" ' . 
Es ist überhaupt keine weibliche Dienerschaft hier,m 
Schloß gewesen. Die ganze Arbeit wurde von Dienern 
besorgt, und diese sind schon am Abend fortgegangen, 
wahrscheinlich, um einen Zug zu erreichen." 
Black schwieg und kaute nachdenklich an seinem Blei 
stift, er war überzeugt, vay, was auch die Nulle sein 
mochte, die das junge Mädchen in der Mordaffäre gespielt 
hatte, sie ihn auf jeden Fall auf die Spur der Bande ge 
bracht hatte, die schon seit Jahren das Leben des Staats- 
anwalts bedrohte. 
Die merkwürdige Offenheit der jungen Dame siel ihm 
auf, sie machte nicht den geringsten Versuch, diejenigen 
zu schützen, die doch, wie man ihm gesagt hatte, ihre Ver 
wandten waren. Er war begierig, ob sie seine nächste 
Frage mit derselben Offenheit beantwortcn w ;rbe oder ob sie 
versuchen würde, die Person zu schütz,n, um die es sich 
rändelte. ^ ^ ... 
„Sie sind mit Herrn Doktor Julius Penfold naher 
rekannt?" fragte er mit einem forschenden Blick in das 
,lasse Gesicht, dessen schöne Augen bis jetzt tapfer m die 
einen geschaut hatten. „Ich sehe, daß dem so ist," fuhr er 
ort, als sie zum erstenmal während ihrer Unterredung 
)ie Augen niederschlug und seinem Blick auswich. „Und 
lun, Fräulein Maitland, überlegen Sie Ihre Antwort 
vohl. Haben Sie in den letzten paar Tagen Herrn Doktor 
penfold hier im Schloß gesehen und unter welchen Um- 
künden?" .. . . . . 
Sofort hob sie die klaren Augen zu ihm auf und sah 
hn ruhig und entschlossen an. „Ich brauche meine Ant- 
vort nicht zu überlegen," sagte sie, „denn ich werd^ Ihnen 
leine geben." , . . 
Black nickte, als habe er etwas Aehnllches erwartet, 
ind wandte sich dann zu dem Gendarm, der bis jetzt als 
tummer Zeuge der Unterredung beigewohnt hatte. „Collin/ 
sprach er zu ihm, „bleiben Sie hier bei der jungen Dame, 
bis ich mich im Haus umgesehen habe. Ich werde so 
schnell wie möglich wieder zurückkommen." 
Olivia setzte sich mit ergebener Miene auf einen Stuhl, 
und der Inspektor verschwand in dem Gang, der zu den 
verschiedenen Zimmern des ersten Stockes führte. Er kam 
sehr bald wieder, und stieg die große Treppe hinauf. Auf 
dem ersten Absatz angekommen, sah er die zerschmetterte 
Füllung, durch die Julius am Abend vorher ausgebrochen 
war. Er nahm eine oberflächliche Untersuchung des ge 
heimen Ganges vor, die ihm zeigte, daß kürzlich jemand 
darin gewesen sein mußte. Auch entdeckte er dicht bei der 
Oeffnung die Spur der Kugel, die Julius nach einem 
seiner Verfolger abgeschossen hatte. 
„Na," dachte er bei sich selbst, „das kann keine sehr 
friedliche Familie gewesen sein, die hier gehaust hat. 
Ich möchte wissen, ob Penfold eine Dissonanz in ihre 
Mordsymphonie gebracht hat l Wenn dies der Fall ist und 
er versucht hat, die Pläne der verruchten Bande zu durch 
kreuzen, dann begreife ich nicht, warum das Mädchen ihn 
so offenbar zu schützen sucht. Wenn er unschuldig ist, und 
sie es weiß, so liegt doch eigentlich kein Grund dafür vor." 
„,Und dann ging ihm plötzlich ein Licht auf, und wie 
ein Blitz über den dunklen Gewitterhimmel zuckte es durch 
sein Gehirn : „Vielleicht ist er unschuldig, aber Scharnock 
und Genossen haben es für gut befunden, ihn in den 
Augen des Mädchens schuldig erscheinen zu-lassen." 
Daß Scharnock und die angebliche Komtesse die leiten 
den Persönlichkeiten in dem Drama waren, unterlag in 
Blacks Augen jetzt keinem Zweifel mehr. Schon die Lüge, 
die sie ihm gesagt hatten, Olivia sei nach Frankreich ab 
gereist, genügte, um ihre Schuld zu beweisen, selbst ohne 
die vielen anderen Indizien, die darauf hindeuteten. 
Und Black fühlte sich noch hinterher von einem leisen 
Schauer ergriffen, wenn er bedachte, wie nahe er selbst 
daran gewesen, das Opfer der beiden Menschen zu werden, 
denen nichts an einem Mord lag, sobald jemand zwischen 
ihnen und ihren Zwecken stand. Er war ganz sicher, daß 
das erste Glas Wein, das man ihm eingegoffen hatt»
        
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