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Periodical volume Nr. 101, 30.04.1913

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 20.1913

Slnt Sonntag tagen: 
Dculsche Kolonialgescvschaft, Abieilung Berlin. Souutag, den 
X März, Abend; 8 Uhr, im Gartensaal deS Zoologisben GartcnS, 
Eingang nur durch das »dlerporial, Kurfürstendamm.' Nachfeier des 
Kolonialfestes für die Milwiikenden und Freunde teS Festes. Eiuae- 
führte Galle, Damen und Herren, find willkommen. Karlen zu 1 M. 
find vom 3. März ab im Kolomalheim Kurfürsterflr. 1211 und im 
Wettbüro, Kurfürsteudamm 9, neben dem Adlerportal des Zoologischen 
Gartens, Fernsprecher Nollcndorf 2532, zu erhalten. — Dienstag 
11. März, AhendS S*/+ Uhr, im Klrnlllerhoiise, Belleruestr. 31, Bor- 
trag deß SchrittstellerS Herrn Louis Biereck: Die Zukunft der Deutsch- 
tems in Amerika. Mit Lichtbildern. Eintritt nur gegen Karlen, die 
unentgeltlich zu haben sind, bei persönlicher Abholung im Kolonial, 
h'im, Kursürstenstc. 1241, bei schriftlicher Bestellung unter Beifügung 
eines mit Aufschrift und Freimarke versehenen Briefumschlages vom 
Büro btt Deutschen Togoqesrllschaft, Berlin W. 57, Poisdamerstr. 63, 
Fernsprecher tzützcw 7533. Durch Mitglieder eingeführte Gäste, 
Damen und Heuen, sind willkommen. Nach dem Bortrage geselliges 
Zufommmensein ia den neu hergestellten Reslaurationsräumen des 
Kunstlerhauses. Herrenabende: Außerdem finden an jedem Montag 
und Donnerstag zwanglos: Herrenabende im Kolonialhtim statt, zu 
d '»n regem Besuch wir unsere Mitglieder.und, alle Kelonialsreande 
einladen. 
_ Llusknnsts« vub FÜLsosgestelle (Kaiserallee 66), 
für Tuberkulöse: Aerztliche Sprechstunden für Männer jeden Dienstag 
von 12—1, für Frauen und Kinder jeden Mittwoch von 12—1 Uhr 
für AikvSolkraske: Acrztl. Sprechstunde jeden Freitag von 12—1 llhr. 
Zuschriften 
(Für diese Rubrik übernehmen wir keine Veraniwortung.) 
Das Ehrgefühl bei Kindern. 
Eine zarte Pflanze, tte sich am liebsten im Schatten verbirgt, 
nur damit niemand sie verletzt, ist das Ehrgefühl. Besonders bei 
heranwachsenden Kindern erscheint cS als sedr empfindlich und die 
vielen Echülerselbstmorde „auS gekränktem Ehrgefühl" bilden leider 
zur Oster- und Michaelisvns.tzurg eine ständige Rubrik in den Tages 
zeitungen. Wie können Eltern und Erzieher diesen nun entgegen 
wirken? Bor allem ist das stete Tadeln eines Kindes in Gegenwart 
anderer zu vermeiden. Z r dem Empfinde», etwas nicht recht gemacht 
z« haben, gesellt sich da noch leicht der Spott der Geschwister und der 
Kameraden. »Aus di: wird ni-mals etwas werden!" Wie gehanken- 
loe sagen manche Erwachsene da» za einem h ranrclfcnden Kniben 
od r Mädchen und ahnen nicht, dag ein tolches Wort der M Pachtung 
alles Streben in d.n langen Seelen ertöten kann. .Wenn doch aus 
mir nichls Rechtes werden kann, dann will ich mich auch nicht an- 
siringen!" und von dort weiter zu der SLlußveifolgung: „Wozu soll 
ich denn noch leben?" ist oft nue ein Schritt, ein einug r Schritt 
bis zum Selbstmorde. Wenn auch hier das Ehrgefühl krankhaft ge- 
st-igert erscheint, jo muß man doch mit dem kiod.icheu, unfertiger 
Charakter rechnen, der kein votsichtiges Ueberlegen kennt, vielmehr 
häufig unter dem Eindruck des Augcnbiicks handelt. Gewiß, Tadel 
mutz sein, aber ein gerechter, ernster, am besten unt.-r vier Augen. Ist 
aber eine Unart demeuiiprechend gestraft — dann auch Schlutz damit! 
Nicht immer wird r vorrufen, was längst vergangen ist! Es gibt 
leider viele Erzi-.her, di« dem kleinen Sünder der jeder neuen Ver 
fehlung sein Register früherer Schuld Vorhallen. In empfindsamen 
G-mütern wird dadurch ein Jveif.la am eigenen Können erregt, in 
liefet angelegten Naturen er.t-iehrn Selbitvorwürfe, von dcii'N der Er 
wachsene sich keinen Begriff bild t. — .DaS hast du allerdings nicht 
gut geinacht; aber wenn du dir M'h: gibst, so weiß ich bestimmt, eS 
wi,d'dir ein arderesmal bester gelingen!" Klingt ein solcher Aus- 
sperch nicht wie eine Verheißung? Nun strengt daS Kind alle Kräsle 
an, um zu beweisen, daß cs wirklich mehr leiten kann, wenn cs will. 
Die Schwingen wachsen uud dehnen sich zum Fluge — das Ehrgefühl 
ist angeregt, aber nicht gedsmütigt woid n. Nach Vollbringen der 
besseren Leistung muß man die Mühe aber auch anerkennen: „Nun 
fnue ich mich, wieviel schöner es jetzt aber ist; das nächste Mal wirds 
wohl ganz gut sein!"' Deraitig-ü Leb spornt zu weiteren Tuten an. 
Cs gibt (In Gebot: „Du sollst Vater ur.d Mutter ehren!"; itb aber 
möchie allen Est-rn und Lehrein zurufen: „Tu sollst auch die Kinder 
es)-.«»!" in- dem Sinne, 4hr Wesen,- das »och sacht und gi!, in einer 
Zartheit zu achten und nicht zu tun, wnm das Ehrgefühl, diesen 
H^uptsakior im Leben jedes oideniiich-.n Menschen, verletz n kan»! 
K. v. Tümpling. 
Vom Friedcnauer Gymnasium. 
Die cifetren nach innen schlagenden A szangstürcn erwecken 
stets den unheimlichen Gedanken, daß im Falle eines Feuers oder 
einer Panik die Insassen des Ghmm sinne? — die Lehrer uud 
un cre Jungen — der schrecklichsten Lebensgefahr ausgesetzt sind. 
Durch irgend einen Zufall können dir nach innen schlagenden und 
fitis veifchlcssenen Türen nicht geöffnet werden — es bleibe jedem 
Lberlaffen, sich die Folgen selbst auszumalen. Ob in Friedenau eine 
baupvlrzeiliche Dorschrifl besteht, nach weicher in öffentlichen Gebäuden 
die Tüten rach auß n zu schlagen ffaben, ist mir nicht bekannt; ange 
bracht wäre sie und jedenfalls müßte dieser gefährliche Zustand 
schleunigst behoben werde». Lt. 
r»SOKZSZC33raECS£B£ 
Gerichtliches 
(:) Die „ballkranke" Verkäuferin. Vor dem Berliner Kausmaniir 
gericht bilteie eine eigenartige .Krankheit* den Gegenstand der Ver- 
Handlung. Der dort als Beklagter erschienene Prinzipal, der Besitzer 
eines LuSstatiungS-MagaziuS, behauptete mimllch, . daß die.von ihm' 
entlaffene Klägerin N., die bei ihr« Verkäuferin war, .ballkcank" ge.- 
wefcn fei- Die Krankheit, die gerade /in bet Hauptsaison grassierte, 
habe sich schon von einer stattfindenden Tanzfestiichkeii bemerkbar ge- , 
macht und nach der Festlichkeit regelmäßig derartige Formen ange 
nommen, daß die davon Befallene aus dem Geschäfte fehlte. Eme 
ganze Zeit habe er fich, to erklärte der Chef, die „Krankheit" mit- 
angesehen; als ab>r die Krankheit fich z« emem chronischen Leiden 
auSwuchS und die KiSg-rin sogar schon am Sonnabend vorher wußte,, 
daß sie am Sonntag „ballkcanl" sein uud im Geschäft fehlen würde 
auch die Gefahr einer „Ansteckung" bei dem übrigen „gesunden" Per 
sonal vorlag, da machte er „Schluß". Er gestattete der sungco, 
Daine, sich für ihre Kost<n zu Hause auszukurieren und ließ ihr a >e; 
Besserung wünschen. — Die schwierige Entscheidung, ob das periodisch 
Auftreten der „Ballkrarkheii" zur sofortigen Entlassung ausgereicht.' 
hätte, blieb dem KaufmannSgcricht dadurch erspart, daß der verklagte 
Prinzipal sretmillig 100 M. zahlte. 
Vermischtes 
"o E«a!d August König. Vor 25 Jahren, am 9. März 1888, 
starb in Köln der Novellist und Romanschriftsteller Ewald August 
König. 1833 >u Barmen geboren, war er zuerst Kaufmann, lebte 
seit 1859 in Elberfeld, seit 1871 in Neuwied und 1882 in Köln. 
Außer kleinen Humoretken auS dem Mitiiär- und Kaufmannsleben 
schrieb er eine große Anzahl von Romanen," meistens kriminalistischen 
Inhalts, u a. „Durch Kampf zum Frieden" (preisgekrönt), „Schuld 
und Sühne", „Auf ehrloser Bahn." 
"o Eisernes Kreuz. Ein hochwichtiger Tag. Denn 100 Jahre 
sind heute seit der in Breslau (von König Friedrich Nilhelm lll.) er- 
folgien Stiftung des Ordens „EiserueS Kreuz" verflossen. Einfach 
und scheinbar wertlos war dieser bedeutsame Stern, in dem die 
schwere, eiserne Zeit versinnbildlicht sein sollte. Dir Brust derjenigen 
sollte er schmücken, deren Verdienst um das Vaterland lm Kampfe 
gegen Frankreich ein besonders grrßeS war, jene Helden, die für die 
Erhebung und Neugestaltung Deutschlands lttten uud stritten! — DaS 
Eiserne Krenz besteht aus' einem eisernen, mit Silber eingefaßten 
geschweiften Kreuz, im oberen Flügel mit dem geklönten F. Vf., in 
der Mitte mit den EiLenbiälteru, unten mit der Jahreszahl: 1813. 
Auch 1870 wurde das Eiserne Keeuz rerliehenund zwar tn einer Zahl 
von 48 574 Orden 1. und 2. Klaffe. 
"o Am 1. April 1913 tritt in Deutschland eine reue Elserbahu- 
zollordaung in Kraft, die unter anderem vorschreibt, daß alle Laren, 
die nach Deutschland ein- oder durch Deutschland durchgeführt werden, 
von einer üiarenerkläiung begleitet sein müssen. § 10 des Eisendahn- 
Gütertarifs für den Verkehr zwischen den österreichischen und 
ungarischen Eisenbahnen einerseits, den deutschen, luxemburgischen, 
belgischen und utederländischen Eisenbahnen andererseits wird daher 
durch folgende Zufatzbeslimmung Nr. 17 mit Gültigkeit vom 1. April 
1913 ergänzt: „Alle Waren, die zur Einfuhr nach oder Durchfuhr 
durch Deutschland bestimmt sind, muffen von einer deutlich geschriebenen, 
dem Frachtbrief offen beigelegiea, nach vorgeschriebenem Muster in 
deutscher oder französischer Sprache abgefaßten Warenerklärung in 
doppelter Ausfertigung begleitet sein. Die Beigabe der Elkkirung 
hat der Absender aus dem Frachtbrief zu vermerken." Diese Be 
stimmung gilt auch bereits für solche Sendungen, die erst am 1. April 
1913 oder später an der deutschen Grenze eintreffen. Auch diesen 
Sendungen muffen daher die vorgeschriebenen E klärungen beige 
geben sein. 
"o Humoristische Reimchronik für den März. Froh begrüßt man 
alleewäris — Unbedingt den Monat März, — Denn des Winlers 
viele Schmerzen — Pflegt er völlig auszumärzen. — Ruhe schafft 
vor allen Dingen — Denen er, dte's Tanzbein schwingen. — Auch 
den andeen Festlichkeiten — Sucht ein End' er zu bereiten, — Denn 
der Frühling ist ia Sicht — lind der liebt so etwas nicht. — AaS 
deS BallsaalS schwüler Enge — Lockt er gern der Menschen Menge— 
Zn den Hain, auf Feld und Flur — GolnS herilicher Natur. — Doch 
nicht lauter Angenehmes — Beut der März, auch -Unbequemes. — 
Erstlich mal. das »Reinemachen", — Das^von all de» vielen Sachen, 
— Die wir ungemütlich nennen, — Als das ärgste wir erkennen — 
Welche Feder kann da« grause — ChaoS, daS alsdann im Hause — 
Herrscht, erschöpfend wohl beschreiben? — 's ist ein wahrhaft iolleS 
Treiben! — Nichts steht auf dem rechten Flecke, — Denn i» eine jede 
Ecke — Muß, sollS „Reinemachen frommen, — Scheuertuch und Besen 
kommen, — DaS sind solche von den Tagen, — Wo wir sicher traurig 
sagen: — „Sir gefallen unS nicht gut". — Doch noch tief t sinkt der 
Mut. — Denen, die mit Weib und Ktr.d, — Im Begriff zu — 
„rücken" sind, — Schlimmer als den Leu'n zu wecken — Sind die 
tausendfachen Schi cken — (Z:d r weiß daS unbedingt), — Die ein 
Umzug mit sich bringt. — D eimal umziehst, w.e bekannt, — Ist 
gleich einmal abgebrannt. — Wohl orum dem, der ohne Sorgen — 
Um ein Heim gar fctön geborgen, — Mit zufiied-nem Gemüt — 
Süll gleich jenen Veilchen bläht, — Die fp'ziell tm Monat März 
— Lästig sprießen allecwartS. — Ach, man si ht es alle Tage, — 
Jeder Mond hat seine Vlage, — Seine Last uad seinen Schmerz — 
Wie der liebe Monat Marz. 
ss "o Frankreich und der Dcu'sche Schutzverband gegen die Fremden- 
I legiern. Ein schlechtes Gewissen macht nervös. Kaun, ist die Gründung 
tc-s deutschen Echutzveebar.des durch die Presse auch in Frankreich de- 
kannt geworden, da rühren sich die galligen Geister des Widerspruch» 
mit gallischem Temperament. Daß Frankreich eine Fremd'niegion be 
soldet, in der 75 Proz. Deutsch« dienen, will man nicht eben leugnen. 
Daß deutsches Blut französische Kolonien düngt, ei scheint den Patrioten 
j'Nset.s der Vogesen nicht absonder ich. Daß aber das d utschc 
NaiIooalgefühl fich nunmehr mit Nachdruck gegen diese moderne 
Sklaverei.,erhebt — dies, ja dies I'fjt die galischen Männer baß er 
staunen. Die leben noch in d-m schonen Traum von armo dazumal: 
„deulschcö Nattonalgetiihl — gibt eS denn so etwa«?" Jawohl — so 
eiwas gibt es, und eS ist h-uie stärker, als alle kleinlichen Bedenken 
polnischer Kannegießer. DtrS deutsche «attonalzesühl schwemmt 'ein 
ZornauSspruch von drüben mehr hinweg, wenn auch das General- 
sikeelariat deS EchutzverbandeS mit papterne,, Granaten bombardiert 
wild. Ein Herr Schneck<rle aus dem Elsaß wähnt sich noch im 
Fasching.und meint, man ließe fich durch wüste Drohungen stören, daS 
Garn, daS in Algerien gesponnen wird,, za zerreißen. Die Geister, 
die man rief, .wird die Zukunft bannen, renn hinter dem deutschen 
I Schutzoeibandfleht mehr al« beleidigter Stotz, etwa», mit dem jähr- 
hundertelaogrS politisches Ränkespiel nicht fertig geworden ist: D'e 
dculsche Ehrct'ZIelbewuft ist-der deutsche Schutzverlurnd bi» jetzt vor 
gegangen, so daß er heut« schon auf eine starke Mitkäwpseischar blicken 
( kann. Welchen Widerhall sein Aufrut gefunden hat, daß beweisen 
Tausende von Zuslimmungsschreiben und B-iirit serklärungen auS 
.Kreisen bei deutschen Volker, die an das Generalsekeelartat Mit,chen, 
.Sonnenstr. 1 eingelaufen find. Der Schutzverba^d ,rm.z,tetz daß si b noch 
viele-Tausende für daS große patriotische Werk bei obiger Adresse 
meiden werden; denn der „Deul'ch: sch-tzocrdai o gegen die Fc-mo«»- 
iegion" strebt eigentlich nach ein« SiLikung der ü ulscheu Wehikra't, 
nämlich, wenn es ihm, woran nicht zu zweifeln ist, gelingt, ;u hindern, 
daß in Zukunft lOOOOOe deutsch: Jünglinge der vremdenlegion 
anheimfallen, so wir daturch die französische Wedrkeaft -ine tebiuter.be 
Schwächung erfahren, war ei»- e atürlteiie Stält, nz uns-«er cioenen 
Armee bedeuten wüede. Schon aus di sem G.unde düiste jede» 
deutsche Herz für den Schutzbund et b l iljen und >y n >r-ulich helfen, 
lein hohe« Ziel möglichst bald zu erreichen. Wohlauf! Es gilt de. 
deutschen Ehre! 
'o Bedeuiung des Trauringes. Nach dem kS.rll-.ut de» Co:p», 
jarü soll der Ehering ein Symbol ehelicher, gegenseitiger Treue ,<m 
und vornehmlich deshalb getragen werben, damit durch ein solches 
Pfand gleichsam die Herzen der Ehegatten verbuudcu müden. A» 
) den vierten Finger wird der Traurtng gesteckt weil man olnud«, das 
von diesem Finger eine Ader bis zum Herzen gehe. Rech dem im 
HUdeShetmischen eingeführten Rriuale har der Geistliche, wenn er den 
Brautleuten den Trauring an den Fing« ftrcft, die Wocle zu sprrch-n: 
.Empfangen Eie den Ring ehrii d« Treue; wie der Ring kern End« 
hat, so soll auch Ihre Liebe und Ihre Tr ue Mi Ende hebenl 
GeTandbcitlicbcs* 
Kopfschmerzen find wohl da« allgemeinste llebcl vi ler im Sommer 
und im Winter, bei Jung rnd Alt. Sehr oft kommen sie von 
Schwäche her, dann, find sie durch Hebung der Ursache zu beieiliaen. 
Der Kopfsrmerz selber besteht in übergroßem Blutandrang nach dem 
Kopfe urd in dem daraus folgenden Nnv.-ndruck Daher werden oft 
mit Erfolg kühlende Esfigumschläge. de das Bin! zurückdrängen, 
Pließaitzeinwicklungru der unteren Körp.rieil-, heiß« siutzbäd« ange- 
wendet. Auch ist nachzuforschen, ob nicht, wie hävfir bei Kindern, 
Verstopfung die Ursache ist. Dann Hilst am best,-» ein lauwarmes 
Ceifenklystier und ein gelt des Abführmiitei Bei dem nervösen 
Kopfschmerz, dem Uebel vieler leicht erregbaren Frauen, gilt es einfach, 
dem Blutandrang durch eine stärkere Einwirkung Ableitung zu geben 
n ich den weniger empfirdllcken muskulösen St llen. Z , dtes.m Zwecke 
lege man ein handgroßes Meerettigpflaster auf Wade oder Oberarm. 
DreseS zieht das Blut nach diesen häri-ren Sielen und macht de» 
Kopf frei. 
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Wettera«»fichteu. 
Sonntag: siüfjl, zeitweise aufklarend, vorherrschend 
wolkig, mit geringen Niederschlägen und mäßigen nord- 
westlichen Winden. 
Verantwortlicher Schriftleiter: H ermann Martinius, Friedenau. 
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